2019 wurde die Mainzer Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs (Verlag Hermann Schmidt) als Nachfolgerin von Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung) in das Amt der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt: Nach Dorothee Hess-Maier (Ravensburger) ist sie die zweite Frau an der Spitze in der Geschichte des 200-jährigen Börsenvereins. Nach der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2025 endet ihre zweite Amtsperiode. Im Interview mit FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann resümiert sie ihre Amtzeit mit den Aufs und Abs und wirft einen Blick auf die Zukunft der Branche. Und sie spricht über die Bedeutung des Friedenspreises, der in diesem Jahr 75 Jahre alt wird.
Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friderichs 2025 blickt positiv in die Zukunft, Foto: Gaby Gerster
Die Arien, sie klingen noch nach, gleich ob die bewegende Klage der sonst so koketten Zauberin Alcina über ihr verhöhntes oder verspottetes Herz „Ah! mio cor, schernito sei“, packend gesungen von Monika Buczkowska-Ward oder das weich-beschwingte „Verdi prati, selve amene“ ihres entschwindenden Geliebten Ruggiero, dargeboten vom Countertenor Elmar Hauser. Die Oper Alcina, ein „Dramma per musica“ in drei Akten von Georg Friedrich Händel, wurde erstmalig an der Frankfurter Oper von herausragenden Sängern uraufgeführt. So vielschichtig wie anspielungssreich hat Regisseur Johannes Erath sie in Szene gesetzt, den ich während einer vorangegangenen Probe auch zum Gespräch traf.
v.l.n.r.: Monika Buczkowska-Ward (Alcina), Katharina Magiera (Bradamante; mit Kissen), Elmar Hauser (Ruggiero; am Boden) und Michael Porter (Oronte), Foto: Monika Ritterhaus / Oper Frankfurt
Future Proche vom Opera Ballett Vlaanderen in der Jahrhunderthalle in Bochum
von Simone Hamm
Imposante alte Industriebauten zu Spielstätten machen: das ist die Grundidee der Ruhrtriennale. Industriebauten, die weit mehr sind als Kulisse. Es gibt Regisseure, die sich erst die Spielstätten in Hüttenwerken, Glasbläsereien, Zechen, in der Jahrhunderthalle mit ihren unendlichen Möglichkeiten umzubauen anschauen, bevor sie entscheiden, was und wie sie etwas inszenieren.
Begehrte Spielstätte der Ruhrtriennale – die Jahrhunderthalle in Bochum am Abend, Foto: Ruhrtriennale
Das Historische Museum Frankfurt (HMF) ist eins der ältesten Museen der Mainmetropole und eines der größten Stadtmuseen Europas, außerdem eine echte Sehenswürdigkeit, außen wie innen. Es erklärt nicht nur die Geschichte Frankfurts, sondern trägt zum Verständnis von Gegenwart und Zukunft der Stadt bei. Am 12. Juli geht sein Direktor Dr. Jan Gerchow in den Ruhestand. In seine fast 20-jährige Amtszeit fallen Abriss und Neubau eines Großteils des Hauses sowie die international beachtete Neukonzeption aller Ausstellungen. FF-Herausgeberin Petra Kammann lässt im Gespräch mit Jan Gerchow einige Stationen Revue passieren.
Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow vor dem Historischen Museum Frankfurt, Foto: Petra Kammann
Der Zeichner und Autor Philip Waechter, 1968 in Frankfurt am Main als Sohn des Karikaturisten F. K. Waechter geboren, studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz mit dem Schwerpunkt Illustration. Er illustrierte viele Kinderbücher, darunter auch die von Barbara Gelberg herausgegebene Anthologie »Starke Freunde« und, gemeinsam mit Anke Kuhl, »Einmal, als der Bär ans Meer kam«. Außerdem erschienen von ihm so schöne Bilderbücher wie »ich«, »Rosi in der Geisterbahn«, »Sehr berühmt«, »Sohntage«, »Der Krakeeler« (mit Moni Port), »Der fliegende Jakob«, »So ein Tag. Familienskizzen«, »Philip Waechters unglaubliche Kinderzimmerplakate«, »Kuchen bei mir«, »Endlich wieder zelten!« und »Toni – Und alles nur wegen Renato Flash«. In der Frankfurter Ateliergemeinschaft LABOR veröffentlicht er so berühmte KINDER KÜNSTLERBÜCHER wie »Ich so du so«.
Der Illustrator und Autor Philipp Waechter, Foto: CARLSEN Verlag
Am 5.1.2023 wird der am 25. Dezember im Alter von 68 Jahren verstorbene Michael Hohmann um 9.45 Uhr auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben.
Hier ein Statement des Vorstands der Romanfabrik, Dr. Elettra De Salvo, Linda Reisch und Ruthard Stäblein.
So kennen ihn viele: Michael Hohmann, den belesenen Leiter der Romanfabrik, der dem eingeladenen Gast gezielte und kritische Fragen stellt, Foto: Petra Kammann
Alle sechs nominierten Autori:nnen der Shortlist lasen im Schauspiel Frankfurt im lichtdurchfluteten Haus bei strahlendster Oktober-Sonne. Eine gelungene Matinee und ein starker und erhellender Auftritt im dunklen Zuschauerraum. Wer von ihnen wird wohl gewinnen? Für die Jury keine ganz leichte Entscheidung. Sie alle waren starke Persönlichkeiten, die sich bestens darstellen konnten. Und keines der präsentierten Bücher, so unterschiedlich sie auch waren, konnte einen kalt lassen. Spannend moderiert wurden sie außerdem auch von: Alf Mentzner (hr), Sandra Kegel (FAZ) und dem freien Literaturkritiker Christoph Schröder.
Die Finalisten, v.l.n.r.: Daniela Dröscher, Kim de l’Horizon, Fatma Aydemir, Kristine Bilkau, Eckart Nickel, Jan Faktor; Foto: Petra Kammann
Der renommierte Literaturpreis „Stadtschreiber von Bergen“
Die Schriftstellerin und Essayistin Marion Poschmann ist die 49. Inhaberin des Amts der Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Die Auszeichnung beinhaltet das Wohnrecht im Stadtschreiberhaus in Bergen und ein Preisgeld von 20.000 Euro. Poschmann tritt damit die Nachfolge der Schweizer Autorin Dorothee Elminger an.
Die neue Stadtschreiberin Marion Poschmann; Foto: Petra Kammann