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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Beckmanns ausdrucksstarke Zeichnungen im Städel Museum

2025, Dezember 9.

Kunst als Metapher für Leben und grundlegende existenzielle Konflikte

Von Hans-Bernd Heier

Max Beckmanns Werk entsteht in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt und verwandelt diese Erfahrungen in eine bis heute faszinierende Bildsprache. Den intimsten Teil seines Œuvres bilden die Zeichnungen: Wie ein Tagebuch dokumentieren sie Beckmanns künstlerische Entwicklung und dienten ihm zugleich als Medium der Beobachtung, der Bildfindung, aber auch der Bild-Erfindung. Unter dem schlichten Titel „Beckmann“ rückt das Städel Museum diese Arbeiten derzeit in den Mittelpunkt einer bemerkenswerten Schau. In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung sind rund 80 Werke aus allen Schaffensphasen zu sehen – von bislang wenig bekannten Blättern bis hin zu herausragenden Hauptwerken.

Kuratorin Regina Freyberger erläutert in der Ausstellung die Zeichnung „Junge mit Hummer“, Foto: Petra Kammann

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Friedas Künstlerporträts. Teil III Jan Schmidt

2025, Dezember 8.

Die Frankfurter Videografin Frieda Günzel stellt Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain in ihren kreativen Prozessen für FeuilletonFrankfurt vor. Mit Emili Pavel traf die den Frankfurter Künstler Jan Schmidt, der im Rahmen seiner Arbeit „Time flies“ (2021-2041) jedes Jahr eine Edelstahlbox mit 2.400 Ahornsamen bestückt. Bevor die Samen ihren Platz in der Box finden, erhalten sie eine handgeschriebene Nummer. In zufallsgesteuerten Abständen wirft die Edelstahlbox täglich sechs der Samen aus. „Wenn alles gut geht,  sind bis 2041 etwa 48.000 Stück durchs Foyer geflogen“, so der Konzeptkünstler mit dem hintersinnigen Humor, für den auch das Material Aluminium eine große Rolle spielt. In seiner „Sägearbeit“ (2022) verwandelt er das massive Material durch regelmäßig kontrollierte Schnitte in ein feines Pulver. Schicht für Schicht siebt er das zermahlene Aluminium so lange, bis ein sorgfältig geformter Kegel zurückbleibt. Zuguterletzt sehen wir Jan Schmidt beim Legen von Glasplättchen zu und beobachten die Lichtstrahlen der Sonne, die durch das transparente Material auf dem zugedeckten Boden in der Ausstellung „Reflections / Spiegelwelten“ im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt in verschiedene Richtungen reflektiert werden.

Kirchenschätze – Besonderheiten neben dem Treiben auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt

2025, Dezember 6.

Neapolitanische Krippe in St. Leonhard und Gerald Domenig im Dom Museum

Ein Tipp von Petra Kammann

Ein Blick in die Kirchen der Frankfurter Innenstadt ist immer lohnenswert: Da ist zum Beispiel vom zweiten Advent (7. Dezember 2025) bis Mariä Lichtmess ( bis 2. Februar 2026) im Leonhardschor, im südlichen Seitenschiff der Kirche St. Leonhard, die legendäre Krippe mit den neapolitanischen Figuren aus Ton, Holz und Werg zu sehen. Diese  40 Figuren aus dem 18. Jahrhundert stellen einen Querschnitt der damaligen Bevölkerung Neapels dar: Bürger, Marktfrauen, Bauern und Hirten. Das erste Bild zeigt bis Heiligabend (24. Dezember) Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem.

Detail der Krippe in St Leonhard – Neapolitanische Marktszene, Hintergrundzeichnung Dani Muno, Foto  Alexander Englert

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Barrie Koskys Inszenierung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Saul“

2025, Dezember 3.

Bilderpracht an der Kölner Oper

von Simone Hamm

Auf der langen Tafel sind riesige Blumenbuketts aufgetürmt. Ein Hirsch liegt da und ein Wildschwein, eine riesige Auster, ein Schwan und ein Pfau. Alles ist knallbunt. Reglos stehen die Sängerinnen des Opernchores in bonbonfarbenen Reifröcken Opernchores auf und vor dem Tisch.  Wie die daneben stehenden Männer tragen sie Rokkokoperücken. Ganz langsam erhebt sich hier und da eine Hand.

Chor der Oper Köln, Tänzer*innen © Sandra Then

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Heiter-fröhliche Adventsmatinee in der Galerie des BBK

2025, Dezember 1.

FOTO-IMPRESSIONEN

Von Barbara Walzer

Am ersten Advent hatte der Bund Bildender Künstler (BBK) zu einer Konzertmatinee mit der Pianistin Prof. Angelika Nebel – in Frankfurt weiß Gott keine Unbekannte – in die Ausstellungsräume der Hanauer Landstraße eingeladen. Passend zu den ausgestellten Werken „Gay – heiter fröhlich“ bot die Pianistin ein ansprechendes Programm zwischen Klassik und Romantik und sagte in ihrer Eingangsrede: „Zur Lebensfreude gehört der Tanz!“ Doch was wäre der Tanz ohne die entsprechende Musik?  Die seit langem in Frankfurt lebende polnische Fotografin Barbara Walzer fand die entsprechenden Bilder zu der besonderen musikalischen Veranstaltung…

Die in Frankfurt lebende, renommierte Pianistin Prof. Angelika Nebel in den Ausstellungsräumen des Frankfurter BBK 

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Lichtspendender Adventskalender am Holzhausenschlösschen

2025, November 30.

Eine fast barocke Pracht – 24 erleuchtete Fenster

Ab dem 1. Dezember wird mit Anbruch der Dunkelheit bis zum 24. Dezember allabendlich das barocke Holzhausen-Wasserschlösschen mit märchenhaften Silhouettenmotiven erstrahlen…

Adventsbeleuchtung des Holzhausenschlösschens, Foto: Alexander P. Englert

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„Das kann nur Perscheid“ im Caricatura Museum Frankfurt

2025, November 29.

Kultstatus der legendären „Abgründe“ zwischen Tabu und Witz, Spott und Leichtigkeit

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Ausstellung „Das kann nur Perscheid. Das Beste aus Perscheids Abgründen“ ehrt das Caricatura Museum Frankfurt den legendären Cartoonisten Martin Perscheid anlässlich seines 60. Geburtstags. Der bereits 2021 verstorbene Zeichner gilt als einer der prägenden Vorbilder und Wegbereiter der Komischen Kunst. Die Schau, in der über 300 Cartoons versammelt sind, gewährt tiefe Einblicke in sein umfangreiches, vielseitiges Werk und verdeutlicht, warum Perscheid bis heute Kultstatus genießt.

„Spürst du die Natur, Susanne?“ ©Martin Perscheid Weiterlesen »

Architektur, Nachhaltigkeit, Schönheit: eine Diskussion im Deutschen Architekturmuseum

2025, November 28.

Ausgangspunkt: die Vorstellung eines anregenden Sammelbandes im Wagenbach-Verlag

Von Uwe Kammann

Das gerade im Wagenbach-Verlag erschienene Buch „Für eine nachhaltige Architektur der Stadt“ wurde im Deutschen Architekturmuseum (DAM) im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt. FeuilletonFrankfurt zeichnet hier zentrale Punkte der von DAM-Chef Peter Cachola Schmal moderierten Gesprächsrunde nach und greift einige Thesen des von den beiden Frankfurter Architekten Jens Jakob Happ (happarchitecture) und Helmut Kleine-Kraneburg (Gruber Kleine-Kraneburg Architekten) herausgegebenen Sammelbandes auf.

DAM-Dikussionsrunde (v.l.n.r.): Helmut Kleine-Kraneburg, Jens Jakob Happ, Peter Cachola-Schmal, Elisabeth Endres, Ernst Böhm, Foto: Petra Kammann

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SCHWÄRMEN – Festivalthema der Biennale für aktuelle Musik 2026 cresc…

2025, November 27.

Schwärmen, Schwarmintelligenz und Ausschwärmen…

Ein kurzer Einblick von Petra Kammann

Man könnte förmlich ins Schwärmen geraten, schaut man sich das Programm der Biennale für aktuelle Musik 2026 (4. bis 15. Februar 2026) an. Faszinierend sind die Dynamiken, die zwischen Natur, Kunst und Gesellschaft entstehen und die Neues zu schaffen vermögen. Im kommenden Februar wird abermals eine Kooperation zwischen dem  Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony stattfinden. Dabei werden sowohl große Orchesterliteratur, Kammermusik, Lied und Chorgesang, Jazz und Installationen aufeinandertreffen als auch spezifisch neue Klänge wahrzunehmen sein. Auf die neuen Ohren- und Augeneinddrücke darf man gespannt sein.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, führte ein in das Thema „Schwärmen“, Foto: Petra Kammann

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Abschied von der Akram Khan Dance Company

2025, November 25.

Die dunkle Nacht der Frauen

von Simone Hamm

Akkram Khans Choreografie „Thikra: Night of  Remembering“ auf Einladung von tanz.köln an der Bühnen der Stadt Köln

Szenenbild aus: „Thikra: Night of  Remembering“ Akkram Khan, Foto:© Maxime Dos / Tanz Köln

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