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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) 2019

2019, September 20.

Immer noch ein Fest für die Augen

Von Uwe Kammann

Projektion im Audi-Showroom, Fotos: Uwe Kammann

So viele negative Schlagzeilen waren nie, Lesern und Sehern konnte tiefgrün vor Augen werden. Dazu durften sich viele Besucher der IAA am Wochenende schwarz ärgern. Weil selbsternannte Klima- und Umweltaktivisten (Aktivist scheint derzeit ein Modeberuf zu sein) ihre Vorstellung von Freiheit diktieren wollten. Indem sie Eingänge blockierten: Ausgrenzung pur. Das Auto taugt für viele der Intoleranten als Feindbild Nummer Eins, dem nur mit lauter Verbotsschildern beizukommen ist. Ignoranz und Vorurteile en masse, dazu nicht selten eine latente oder offene Militanz: keine guten Vorzeichen für eine offene Diskussion über die Zukunft der Mobilität – einer Mobilität, die wesentliche Grundlage für unser individuelles und globales Leben und Handeln ist…

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Das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse „Open Books“ und ein vielfältiges Kulturprogramm zum Themenschwerpunkt Norwegen

2019, September 19.

Lesungen rund um den Römer und Veranstaltungen des Ehrengastlands Norwegen

Wenn am 15. Oktober die Frankfurter Buchmesse (15. bis 19. Oktober ) ihre Tore öffnet, nehmen auch in diesem Jahr Frankfurter Kulturinstitutionen und das Kulturamt der Stadt dies wieder zum Anlass, ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Über 150 Veranstaltungen mit rund 250 Autoren aus Deutschland und der Welt sind in diesem Jahr auch in der Altstadt geplant,  welche die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur – insbesondere des Gastlands Norwegen – sowie des Kinderbuches präsentieren ,unter anderem mit Jakob Augstein, Isabel Bogdan, Rebecca Gablé, Joachim Gauck, Maja Lunde, Marina und Herfried Münkler, Luisa Neubauer, Sascha Lobo und Sarah Wagenknecht.

Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Pressekonferenz von Open Books, Fotos: Petra Kammann

„Das städtische Lesefest Open Books gilt heute als eine bundesweit anerkannte Kulturmarke. Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenres auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autoren und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

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Mode und Kunst in der Villa Elsaesser

2019, September 18.

Handverlesene Haute Couture trifft auf zeitgenössische Malerei und Architektur des „Neuen Frankfurt“

Fashion and Art:

Impressionen einer Soirée im Schweizerischen Generalkonsulat mit der Haute Couture-Modedesignerin Mahi Degenring und der „Artist-in-Residence“ Raffaela Zenoni

Fotos von Petra Kammann

Farbliche und stoffliche Korrespondenzen zwischen Malerei und Mode

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Türen öffnen mit Musik – Salonkonzerte der Frankfurter Museumsgesellschaft  

2019, September 16.

„Jedes Konzert ist Handarbeit“

Von Petra Kammann

Das Feuerbach-Quartett ist in der EZB zu hören

Eigentlich hat die Hausmusik in Deutschland Tradition. Wurde die weltliche Musik ursprünglich fast nur bei Hofe gepflegt, war es dann umso bahnbrechender, als sich im 19. Jahrhundert die Türen der europäischen Bürgerhäuser öffneten, um dort im Rahmen der Familie oder unter Freunden zu musizieren. Vor allem bei den Töchtern aus dem gehobenen Bürgertum gehörte das zur Selbstverständlichkeit einer guten Erziehung. Im beginnenden 20. Jahrhundert musizierte man dann vor allem im Kreise der Musikfreunde. Bedingt durch technisch immer besser werdende Plattenaufnahmen und CDs, sind die Ansprüche an Perfektion gestiegen und damit das gemeinsame Musizieren dann in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zunehmend zurückgegangen, klang die Musik von der Platte doch viel „professionneller“. Zweifellos hatten echte Musikprofis eben doch viel weniger mit der Technik zu kämpfen als musikalische Laien. So konnte man als dilettierender Musikliebhaber nur schlecht konkurrieren. Und doch blieb die Erinnerung an die unnachahmliche Atmosphäre, die entsteht, wenn man Musik in Gesellschaft und ganz unmittelbar in privaten Räumen erlebt, lebendig…

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Norwegisches Kulturprogramm 1: Dramen am Schauspiel Frankfurt und Gebäude in urbanen und natürlichen Räumen im Architekturmuseum

2019, September 13.

„Der Traum in uns“ – Norwegische Innen- und Außenräume

von Petra Kammann

Max Simonischek spielte den Peer aus dem norwegischen Klassiker „Peer Gynt“ von Strindberg, Foto: Petra Kammann

Norwegen, das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober 2019), kündigt sich schwerpunktmäßig nicht nur in den literarischen Neuerscheinungen an, sondern auch im Theater, am Schauspiel Frankfurt und in der Architektur, die sich im DAM präsentiert. Eine kleine Einstimmung in zwei verschiedene Darstellungsweisen.

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„Otello“ von Gioachino Rossini an der Oper Frankfurt

2019, September 12.

Eine Geschichte mangelnder Kommunikation: Kalte, berechnende Familienverhältnisse und die Angst vor dem Fremden

von Renate Feyerbacher /Fotos: Barbara Aumüller

Zum ersten Mal kommt  „Otello“ von Rossini in Frankfurt auf die Bühne. Die Produktion ist eine Übernahme, die vor zweieinhalb Jahren am Theater an der Wien gezeigt wurde. Begeisterter Beifall für die sängerische und orchestrale Leistung, wohlwollender für die Interpretation.

 v.l.n.r. Kelsey Lauritano (Emilia; im roten Kleid), Enea Scala (Otello) und Jack Swanson (Rodrigo) sowie im Hintergrund Ensemble

„Otello“ von Gioachino Rossini (1792-1868)? Jeder fragt erstaunt: 24 Jahre war der Komponist alt, als er das Dramma per musica in drei Akten schuf, das im Dezember 1816 in Neapel uraufgeführt wurde. Da war Giuseppe Verdi, dessen „Otello“ 1887 in Mailand uraufgeführt wurde, gerade mal drei Jahre alt. Aber sein „Otello“ hat den von Rossini, von dem das Publikum seinerzeit angetan war, vergessen gemacht.

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Mit dem Bau des Reinhard Ernst-Museums wird’s ernst

2019, September 11.

Ein Glücksfall für Wiesbaden und der Traum des Sammlers wird wahr

Von Hans-Bernd Heier

Im Festzelt herrschte eitel Sonnenschein: Anlässlich des Baubeginns des Ernst-Museums hatte die Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu einer großen Feier eingeladen. Die Planierung des an der Wilhelmstraße 1 gelegenen Geländes bedeutet einen weiteren Schritt zur Realisierung des Traums des Sammlers und Mäzens und für Wiesbaden nach dem großherzigen Geschenk der hochkarätigen Jugendstilsammlung des ehemaligen Kunsthändlers Ferdinand Wolfgang Neess einen weiteren Glücksfall.

Entwurf des Museums Reinhard Ernst; © Fumihiko Maki

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Rede anlässlich der Verleihung des Preises der Stiftung Buchkunst für das schönste deutsche Buch 2019

2019, September 10.

Die suggestive Macht der Bilder und Buchstaben

Skadi Jennicke, die Kulturbürgermeisterin der Stadt Leipzig, hielt in diesem Jahr die bemerkenswerte Laudatio im Foyer des Museums Angewandte Kunst, Frankfurt für die diesjährigen Preisträger,  die Gestalter Jaroslaw Kubiak, Daniel Wittner und Felix Holler aus Leipzig, in dem sie an die Geschichte und deren künstlerische und literarische Umwandlung erinnerte. Der mit 10.000 € dotierte Preis der Stiftung Buchkunst geht 2019 an den Titel: „Name Waffe Stern“, erschienen im Institut für Buchkunst, Leipzig.

Dr. Skadi Jennicke mit den Preisträgern Felix Holler und Jaroslav Kubik bei der Preisverleihung am 6. September 2019 im Museum angewandte Kunst, Frankfurt am Main

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Ein vorausschauender Blick auf die Frankfurter Buchmesse 2019

2019, September 9.

Globaler Handelsplatz für kreatives geistiges Eigentum / Schulterschluss von THE ARTS+ und B3 / Lösungsansätze für eine Welt im Wandel

Welche Lösungen hält Kultur bereit für die Herausforderungen unserer Zeit? Was entsteht, wenn zwei zukunftsweisende Kreativfestivals ihre Kräfte bündeln? Und welche Voraussetzungen braucht der Handel mit „creative intellectual property“?

Foto: Die Sprecherinnen und Sprecher der Pressekonferenz (von links nach rechts): Juergen Boos, Angela Dorn, Katja Böhne, Bernd Kracke,
Wolfgang Bergmann, © Rainer Rueffer

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Die Paulskirche – Ein Denkmal unter Druck“ im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt

2019, September 7.

Sanierung oder Umbaubedarf?

Das „heilignüchtern“ Innere der Paulskirche hat seine eigene Qualitäten.

Von Petra Kammann

Heutige Ansicht des Saals, Foto: Moritz Bernoully, 2019 

Heute ist die Frankfurter Paulskirche vor allem ein Festsaal, von dem bundesweite Debatten ausgehen. Eine Ausstellung im DAM schildert die Baugeschichte dieses besonderen Gebäudes, dessen architektonische Qualitäten aber nur selten zur Kenntnis genommen werden. Gezeigt werden in der gut gegliederten und dokumentierten Schau zahlreiche historische und aktuelle Fotos entlang der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen von 1786 bis heute sowie Entwurfszeichnungen aus der hauseigenen Sammlung des DAM.

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