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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Uraufführung von William Kentridges Oper „The Gerat Yes, The Great No“ auf dem Festival in Aix-en-Provence

2024, Juli 14.

Ein Wirbelstrum aus Klängen, Bildern, Worten, Rhythmen

Von Simone Hamm

Marseille1941. Ein Frachtschiff nimmt Kurs auf Martinique. An Bord sind Juden und Staatenlose, Intellektuelle und Künstler, die vor dem Vichy- Regime fliehen. Darunter der Surrealist André Breton, der Ethnologe Claude Lévi-Strauss, die Schriftstellerin Anna Seghers, das Schriftstellerehepaar Suzanne und Aimé Césaire. Diese Überfahrt nach Martinique hat der der südafrikanische Künstler William Kentridge als Vorlage für seine Oper  „The Gerat Yes, The Great No“ genommen, die beim Festival in Aix-en-Provence uraufgeführt wurde.

„The Great Yes, The Great No“, Festival d’Aix-en-Provence 2024 Foto: © Monika Rittershaus

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Vorhang auf für die „Wälder“! Von der Romantik in die Zukunft: Eine Ausstellungstrilogie

2024, Juli 12.

Wunderbare Waldszenen zwischen Waldangst und Waldlust

Ein Überblick und ein kleiner Einblick in die verschiedenen Ausstellungshäuser

von Petra Kammann

Sind Wälder heute für viele Menschen nicht Orte, in denen sie sich von der Hektik des Alltags erholen wollen und auch können? Drei große Institutionen  im Rhein-Main haben sich gemeinsam des Themas „Wald“ angenommen und dazu in einem großen mehrteiligen Ausstellungsprojekt von verschiedenen Seiten beleuchtet: das Deutsche Romantik-Museum, das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt und das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg. Die dortigen Ausstellungen spannen den Bogen von den ersten Wäldern und Nutzwäldern, über die Sehnsuchtswälder der Romantik bis in die Gegenwart und die Zukunft vor dem Hintergrund ökologischer Krisen. Die facettenreiche Entdeckungsreise ist noch bis zum 11. August zu erleben.

August Cappelen (vollendet von Johann Wilhelm Schirmer), Sterbender Urwald nach dem Sturm (Urwald im Charakter der Telemark), 1851/52 © Museum Zitadelle Jülich, Landschaftsgalerie, Inv.-Nr.2021-0001 (Schenkung Dr. Matthias Bühler), Foto: Bernhard Dautzenberg

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Vielseitiges Programm beim diesjährigen Osthafen-Festival am 20. und 21. Juli

2024, Juli 11.

Frankfurts alle zwei Jahre stattfindende Hafen- und Musikfestival für die ganze Familie wird am Samstag, 20., und Sonntag, 21. Juli, im Osthafen entlang des Nordbeckens im Osthafen 1 und der parallel verlaufenden Lindleystraße vom Osthafenplatz bis zur East Garage gefeiert. Die Besucherinnen und Besucher erwartet erneut ein buntes Treiben aus Hafen-Attraktionen, Livemusik, Kunst und Kultur, Sport und einem vielseitigen Kinderprogramm – sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Das Veranstaltungsgelände erstreckt sich . Im Sommer 2022 waren über 250.000 Besucherinnen und Besucher gekommen. Die nächste Chance, das Osthafen-Festival zu besuchen, ergibt sich erst wieder Ende Juli 2026…

Osthafen-Festival 2022 (1), Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler

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Die Himmelsdecke als UNESCO-Weltkulturerbe – Ein Wunderwerk in Präzision und Schönheit

2024, Juli 8.

Das Sonnensystem im Wohnzimmer

Von Paulina Heiligenthal

Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument. (Christian Morgenstern, 1871 – 1914)

Im friesischen Franeker/Niederlande bewegt sich eine einzigartige Himmelsdecke im Wohnzimmer eines Grachtenhauses: das älteste funktionsfähige Planetarium der Welt. Dieses Haus, das „Königliche Eise Eisinga Planetarium“, erzählt die wundersame, fast märchenhafte Geschichte des gleichnamigen Himmelsbauers und Freizeit-Astronomen „Vom Grundschüler zum Bauernprofessor“.

An der Wand über der Schlafstätte sieht man den sogenannten Himmelsplatz, Foto: Paulina Heiligenthal

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„INES „von Ondrej Adámek und Katharina Schmitt uraufgeführt

2024, Juli 7.

Radioaktiver Unfall an der Oper Köln

Stimmengewirr vor Beginn der Oper. Nach einer Weile erst bemerkt man, dass es keine Zuschauer sind, die da tuscheln, sondern, dass es aus Lautsprechern  kommt. Wir verstehen „Katastrophe“, „Unfall“. Der Chor der Kölner Oper nimmt das Wispern auf. So beginnt die Oper „INES“ des tschechischen Komponisten Ondrej Adámek und der Librettistin und Regisseurin Katharina Schmitt an der Kölner Oper.

Hagen Matzeit (O), Kathrin Zukowski (E) Foto: © Matthias Jung / Oper Köln

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Historisches Museum Frankfurt zeigt „Stadt der Fotografinnen – Frankfurt 1844–2024“ (2)

2024, Juli 6.

Die Fotografie als emanzipatorisches Medium

Von Hans-Bernd Heier

Frankfurt zieht seit der Erfindung der Fotografie Fotografinnen an, die mit regionalen, nationalen und internationalen Werken Fotogeschichte geschrieben haben. Erstmals werden in der großen Schau „Stadt der Fotografinnen“  im Historischen Museum Frankfurt herausragende Arbeiten von rund 40 Fotografinnen der Mainmetropole präsentiert. „Über den Dialog der gezeigten Werke bilden sich generationenspezifische, aber auch immer wiederkehrende Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Themen und Fotogattungen heraus. Der urbane Raum wird dabei als sozialer, politischer und kultureller Ort ins Bild gesetzt und ist zugleich Motor wie Zielpunkt fotografischer Aktivität und Kreativität“, so Dr. Dorothee Linnemann, Projektleiterin und Kuratorin der Fotografischen Sammlung des Historischen Museums.

Ilse Bing „Selbstporträt der Fotografin Ilse Bing mit Leica im Spiegel“, 1931

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12. Verleihung des PrixAbibac des Deutsch-Französischen Kreises im Düsseldorfer Rathaus

2024, Juli 5.

Herausragende zweisprachige Abiturientinnen und Abiturienten

Wer wird gewinnen? Während draußen in der Altstadt der gastgebenden Stadt für Spiele der UEFA Euro 2024 bei schwülem Wetter und heißlaufenden Bildschirmen die Fußball-Fans fieberten, herrschte auch im Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses eine besondere Atmosphäre, als dort am 26. Juni 2024  zum zwölften Mal der „Prix AbiBac“ vom Deutsch-Französischen Kreis (DFK) an zweisprachige Schüler*innen des Lycée français international Simone Veil und des Luisen-Gymnasiums verliehen wurde. Im Jahr der Europa-Wahl und der Olympischen Spiele in Paris kam der Verleihung des Deutsch-Französischen Preises eine ganz besondere Bedeutung zu…

v.l.n.r.: Petra Kammann, Juryvorsitzende, Ilmhart Kühn, (beide Präsidium DFK), die Nominierten Margot Hollande-Boyer und Lina Bouchaib mit Generalkonsul Dr. Etienne Sur, OB Dr. Stephan Keller, Naomi Danan (2.Preis), Diana Watine (1. Preis), DFK-Präsidentin Ariane Bommers, Léo Strohscher, 3. Preis, Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

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Frankfurt: Einst, jetzt und demnächst: Ein Interview mit dem scheidenden Direktor Jan Gerchow

2024, Juli 3.

„Das Museum muss für alle funktionieren“

Das Historische Museum Frankfurt (HMF) ist eins der ältesten Museen der Mainmetropole und eines der größten Stadtmuseen Europas, außerdem eine echte Sehenswürdigkeit, außen wie innen. Es erklärt nicht nur die Geschichte Frankfurts, sondern trägt zum Verständnis von Gegenwart und Zukunft der Stadt bei. Am 12. Juli geht sein Direktor Dr. Jan Gerchow in den Ruhestand. In seine fast 20-jährige Amtszeit fallen Abriss und Neubau eines Großteils des Hauses sowie die international beachtete Neukonzeption aller Ausstellungen. FF-Herausgeberin Petra Kammann lässt im Gespräch mit Jan Gerchow einige Stationen Revue passieren.

Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow vor dem Historischen Museum Frankfurt, Foto: Petra Kammann

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Glanzstücke aus dem Reportoire, „Favorite Things“ zeigte das Ballett der Oper am Rhein

2024, Juli 2.

Nicht nur eine Rückschau von Ballettdirektor Demis Volpi

Eine Klimaaktivisten, die er gar nicht kannte, hatte Volpi angerufen. Die Menschen brauchten angesichts der Klimakatastrophe wieder Hoffnung und was könne hoffnungsvoller stimmen als Kunst? Ob er ein Choreografie auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos zeigen könne? Volpi fragte die Tänzer Lara Delfino und Damián Torío . Sechs Stunden später saßen sie im Flugzeug.


Demis Volpi, Foto: Sigrid Reinichs

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Engagement der Bürgerschaft – 100 Jahre Frankfurter  Patronatsverein in Frankfurt

2024, Juni 30.

Ein einmaliges Netzwerk der Kultur

 von Renate Feyerbacher

Mit einer Matinee in der Oper Frankfurt wurde das Jubiläum von Künstlerinnen und Künstlern von Schauspiel, Oper, Tanz und Frankfurter Opern- und Museumsorchester gefeiert. Alle drei Sektionen werden vom Patronatsverein gefördert. In den Programmheften ist immer wieder zu lesen: „Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins für die Städtischen Bühnen e.V.“, und dann wird die jeweilige Sparte genannt. Zum Beispiel zuletzt in der Oper „La Juive“, die bis Spielende noch zu sehen ist, bei „Aida“, Wiederaufnahme im November, oder in der Spielzeit die Premiere der Oper „Der Prinz von Homburg“ des deutschen Komponisten Hans Werner Henze.

Jubiläumsbroschüre, Foto: Renate Feyerbacher

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