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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildende Künste

„Donnerstag der Großherzogin“ – Ausstellung von Helmut Werres im Kunstverein EULENGASSE

2026, April 17.

Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Zeichnen

Rede der Kunstwissenschaftlerin Brigitta Amalia Gonser zur Vernissage 

Helmut Werres ist ein vielseitig aktiver und ausgezeichneter Künstler der Darmstädter Sezession und zugleich Mitglied des Kunstvereins EULENGASSE. Als solcher lädt er in die Galerie EULENGASSE ein zu musikalischen und literarischen Interferenzen in seinem künstlerischen Schaffen der letzten Jahre.

Feldzeichnung und Portrait der Großherzogin vom Helmit Werres

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Passionsspiel heute – im Theater Willy Praml in der Naxoshalle

2026, April 3.

Jesus d’amour in der Industriebasilika

Fotografische Eindrücke von Barbara Walzer

Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär. Die deutsch-polnische, in Frankfurt lebende Fotografin Barbara Walzer hat ihre Eindrücke mit der Kamera von einer faszinierenden Aufführung der Passionsgeschichte im Theater Willy Praml in der Naxoshalle am Gründonnerstag festgehalten.

Wie sehen wir das letzte Abendmahl mit Menschen von heute?, Alle Foto: Barbara Walzer

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“Der glasklare Blick der Hanna Laura Klar” – Schwerpunkt-Wochenende im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

2026, März 29.

Eröffnungsrede von Christine Kopf, Künstlerische Direktorin des DFF 

Das DFF erinnerte vom 20. bis 22.3.2026 mit einem Schwerpunkt-Wochenende an die 2025 in Frankfurt gestorbene Dokumentarfilm-Regisseurin, Produzentin, Autorin und Dozentin Hanna Laura Klar, die sich in ihren Filmen auf ruhige, einfühlsame Art außergewöhnlichen Persönlichkeiten angenähert hat. Die Retrospektive schloss ab mit dem Film „Ich friere auch im Sommer“. Die zwei Leben der Alexandra Kluge. Darin zeigt Klar die beiden Leben dieser außergewöhnlichen Frau und Freundin Alexandra Kluge, die als Schauspielerin in den Filmen ihres Bruders Alexander Kluge ebenso charismatisch war wie als Ärztin Karen Steinborn. Hanna Laura Klar lässt darin nicht nur zahlreiche Zeitgenossen und u.a. deren Sohn Andro Steinborn zu Wort kommen, sondern ausgiebig und persönlich auch den gerade verstorbenen Bruder Alexander Kluge. In der folgenden Rede vermittelte DFF-Direktorin Christine Kopf das empathische und experimentelle Filmschaffen von Hanna Laura Klar.

In ihrer Rede erinnert Christine Kopf, künstlerische Direktorin des DFF, an den Lebensweg und die Filme der verstorbenen Regisseurin Hanna Laura Klar, Foto: Petra Kammann

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„Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Frankfurter Städel

2026, März 20.

Die normannische Insta-Bucht unter wechselndem Licht (1)

Von Petra Kammann

Die Schau „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ ist mehr als eine Reise ins Städel wert. Das einstige Fischerdorf Étretat mit seiner Lage am Meer, das sich im 19. Jahrhundert in einen begehrten Badeort verwandelt hatte, zog zahlreiche Künstler in seinen Bann. Die im Städel ausgestellten rund 170 herausragenden Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien und historischen Dokumente aus führenden französischen, deutschen und internationalen Museen sowie aus Privatsammlungen dieses emblematischen Ortes öffnen uns die Augen für die Kunst, für das changierende Licht, für die Natur und deren Bedrohung durch die Erosion der Steilküste oder durch die alljährlich gewaltigen Besucherströme. Zu entdecken sind neben 24 Werken von Claude Monet, u.a. Gemälde von Eugène Delacroix, Gustave Courbet, Henri Matisse, Fotografien aus der Frühzeit um 1850 bis hin zu großformatigen Installationsansichten von Elgar Esser, des jüngsten Schülers der Becher-Klasse.

Eintauchen in „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ mittels eines 3D-Scans der spektakulären Felsformationen, Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

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Museum Ernst zeigt Wolfgang Holleghas erste museale Einzelausstellung in Deutschland

2026, März 17.

Monumentale Formate mit hinreißender Farbigkeit

Von Hans-Bernd Heier

Mit der ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland feiert das Museum Reinhard Ernst (mre) die fulminante Wiederentdeckung eines der international bedeutendsten abstrakten Maler Österreichs nach 1945: Wolfgang Hollegha. Bereits Ende der 1950er-Jahre erlangte Hollegha große Anerkennung in New York, dem Zentrum jener künstlerischen Avantgarde, die die Malerei nachhaltig veränderte. Die großartige Präsentation im mre „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“ ermöglicht eine eindrucksvolle Wiederbegegnung von Werken des europäischen Meisters mit Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Morris Louis, Friedel Dzubas und anderen US- amerikanischen Weggefährten, die mit hochkarätigen Arbeiten in der Sammlung vertreten sind.

Ohne Titel, 2016 (Titelmotiv der Ausstellung); Öl auf Leinwand, 270 x 240 cm, Museum Liaunig; © Nachlass Wolfgang Hollegha; Foto: N. Lackner / UMJ

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„Stricheln und Sticheln“ im Caricatura Salon in Frankfurt

2026, März 11.

Satire als Seismograph für die Verfasstheit einer Gesellschaft

Von Hans-Bernd Heier

Unsere demokratische Gesellschaft steht vor riesigen Herausforderungen: Wie sichern wir unsere stabile Grundordnung und ein geregeltes Miteinander, das auf humanistischen Grundwerten basiert? Wie gehen wir um mit Rechtspopulismus und Extremismus? Das Caricatura Museum Frankfurt geht in der kleinen, aber feinen Schau „Stricheln und Sticheln – Satire in der Krise der Demokratie“ diesen Fragen zum gegenwärtigen Zustand unserer Demokratie nach und präsentiert exzellente Cartoons, Karikaturen, Texte und satirische Gedichte namhafter zeitgenössischer Vertretern der Komischen Kunst.

Ausstellungsplakat; © Caricatura Museum Frankfurt

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Gespräch mit der Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Susanne Völker

2026, März 6.

Nachgefragt! Was die Region im Innersten zusammenhält

Seit einem Jahr ist Dr. Susanne Völker Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und gewährt Einblicke in die Komplexität ihrer Arbeit. Für FeuilletonFrankfurt sprach Petra Kammann mit ihr, um sich von ihrer Person in dieser Funktion einen Eindruck zu verschaffen und etwas über zukünftige Perspektiven zu erfahren.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, in der Zentrale in Bad Homburg, Foto: Petra Kammann

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Eine Insel hatte Glück

2026, März 3.

Lanzarote und César Manrique: Künstler, Visionär und Umweltschützer

Von Margarete Berghoff

„Wir, die wir hier geboren sind, kennen deine magischen Kräfte, deine Weisheit, deine Vulkanologie, deine revolutionäre Ästhetik, wir, die wir gekämpft haben, um dich aus deiner geschichtlichen Vergessenheit und der dich immer kennzeichnenden Armut zu retten, zittern heute ob der Feststellung, wie sie dich zerstören und vermassen und begreifen, wie wichtig unsere Proteste und Hilferufe sind, angesichts der Raffgier der Spekulanten und der Tatenlosigkeit der Behörden, die zulassen, dass die Insel, die eine der berühmtesten und schönsten der ganzen Erde sein könnte, unwiderruflich zerstört wird“, sagt César ManriqueDie Inseln, die wir heute die Kanarischen Inseln nennen, wurden von den Phöniziern und Griechen die „Inseln der Glückseligen“ am Rande der Welt genannt. Lanzarote, eine der heute acht Kanarischen Inseln, war damals für seine Orchilla Flechte bekannt, aus der man die begehrte Farbe Purpur herstellen konnte.

Vulkankrater bei El Golfo, Foto: Margarete Berghoff

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Friedas Künstlerporträts. Teil IV: Heide Weidele

2026, März 1.

Die Frankfurter Videografin Frieda Günzel stellt Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain in ihren kreativen Prozessen für FeuilletonFrankfurt vor.

Mit Heide Weidele traf sie eine Installationskünstlerin, die seit 1971 in Frankfurt am Main lebt und zunächst von 1961 bis 1974 als Buchhändlerin arbeitete, ab 1974 die Hochschule für Gestaltung in Offenbach und von 79 bis 81 die Staatliche Hochschule für Bildende Künste – die Städelschule in Frankfurt besuchte. In dem Videoporträt spricht sie über das Zusammenspiel zwischen Ausstellungsraum und Kunstwerk, über den verborgenen Zauber, der dem Material Plastik innewohnt und über den größten Fehler, den sie während ihres Schaffensprozesses machen kann: etwas zu beabsichtigen.

https://www.youtube.com/watch?v=1nmbxebeLDg

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Vom Goldenen Tempel zum Heiligen Zahntempel

2026, Februar 27.

Sri Lanka: Reiche Kultur, pure Natur, Teil IV

Eindrücke und Fotos von Paulina Heiligenthal

Fröhliche Hutäffchen begleiten mich ein Stück des Weges beim 30- minütigen Aufstieg zum historischen Felsenkomplex, zum Goldenen Tempel von Dambulla. Der Pfad führt über 250 in den Fels gehauenen Treppenstufen aufwärts zum nächsten bedeutungsvollen Highlight, einem UNESCO-Weltkulturerbe seit 1991.

Der Ausblick in die majestätische Landschaft entschädigt für den steilen Anstieg zum Höhlentempel in Dambulla

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