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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu documenta Kassel

HUT AB! KOPF AN! Joseph Beuys zum Hundertsten! (2) Ein Interview mit dem Kunstsammler und Beuys-Verleger Lothar Schirmer

2021, Mai 15.

Über die Kunst, Kunst zu ködern und zu bewahren 

FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann befragte den Kunstsammler und Kunstbuch-Verleger Lothar Schirmer zu seinen Begegnungen mit dem Ausnahme-Künstler Joseph Beuys, der „den Hirsch für die Kunstgeschichte gerettet“, seine Augen und Wahrnehmungen für den erweiterten Kunstbegriff geöffnet hat, über seine Bedeutung für ihn beim Sammeln, beim Büchermachen und in Ausstellungssachen und – warum Kunst am Ende ein Rätsel bleibt…

Lothar Schirmer mit einem druckfrischen Exemplar der JOSEPH BEUYS WERKÜBERSICHT in den Verlagsräumen in München, im Mai 2021. Foto: Regine Kaiser, courtesy Schirmer/Mosel

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HUT AB! KOPF AN! Joseph Beuys zum Hundertsten!

2021, Mai 12.

ZEITZEUGEN, FUSSABTRITTE UND ZUKUNFTSSPUREN

„So wie der Mensch nicht da ist,
sondern erst entstehen muß,
so muß auch die Kunst erst entstehen,
denn es gibt sie noch nicht.“
                                          Joseph Beuys – Lieblingszitat von Lothar Schirmer

Beuys, dozierend und diskutierend vor der Düsseldorfer Kunstakademie, Foto: Inge Sauer

Am 12. Mai 2021 wäre Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. Beuys’ Werke wurden und werden überall auf der Welt in Museen gezeigt. 35 Jahre nach dem Tod des wohl einflussreichsten Künstlers der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, der mit seinen Aktionen und Installationen die Kunst revolutionierte, wird an den verschiedensten Fronten gestritten  – um die Konzeption, um Rechte, um Politik, um die Bedeutung von Kunst.

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Hut ab – Kopf an! Zeitzeugen, Gespräche und Werke zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys

2021, April 6.

open call

Nur wenigen Zeitgenossen ist es gelungen, so nachhaltig einen Platz in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts einzunehmen wie Joseph Beuys. Wenn sich am 12. Mai diesen Jahres der Geburtstag des Künstlers Joseph Beuys zum 100. Mal jährt, werden sich etliche kulturbeflissene Personen, Künstler*innen, Museen, Institutionen usw. an den Mann mit dem Filzhut und der Anglerweste erinnern. Wir rufen auf, zum 12. Mai 2021 eigene Gedanken oder Werke auf den Einfluss von Beuys zu überprüfen nach dem Motto: Was habe ich mit Beuys zu schaffen? Eine Veranstaltung des Kunstvereins EULENGASSE Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit FeuilletonFrankfurt und dem Filmforum Höchst. 

Immer mit Hut –  das Markenzeichen von Joseph Beuys; Foto: Inge Sauer 

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Joseph Beuys – Das Leben des Aktionskünstlers in Fotografien im Beuys Book

2021, Januar 16.

 DER MANN IST DAS MEDIUM – FACETTEN EINER IKONE

Eines der so einprägsamen wie humorvollen Beuys-Motti: „Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung“; Foto: ©Klaus Staeck und Gerhard Steidl

Joseph Beuys, der Zeichner, Bildhauer, Aktions- und Installationskünstler, von 1961–1972 Lehrer an der Düsseldorfer Kunstakademie und politischer Aktivist für die direkte Demokratie, hat wie kaum ein anderer die zeitgenössische Kunstszene beeinflusst. Am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren und 1986 in Düsseldorf gestorben, wäre er in diesem Jahr hundert geworden. Sicher ein Grund, sich ausgiebig mit ihm zu beschäftigen. Ein „Beuys-Book“ erinnert an ihn, an seine Aktionen und Auftritte und an seinen Alltag. Petra Kammann hat sich den schwergewichtigen Buch-Block angesehen, in dem Ideenserien und -sequenzen von der AG Staeck und Steidl festgehalten wurden.

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Das Museum für Moderne Kunst (MMK): selbstgenügsam, selbstbezüglich?

2020, März 9.

Das Museum der Moderne manövriert sich in eine pseudo-politische Sackgasse

Eine persönliche Bilanz von Uwe Kammann

Les jeux sont faits. Es ist vorbei. Wir können uns nicht mehr über das weiße Hemd mit dem kleinen schwarzen Fleck und dem vermeintlich anspielungsreichen Etikett in der pappeversteiften Kragenpartie beugen. Justine Juliette COLLECTION DESIR waren die Schlüsselworte, die Rosemarie Trockel hat einsticken lassen. Das sorgfältig gefaltete Kleidungsstück ruhte auf einem Sockel, dem Ganzen war ein großer Saal gewidmet. Mit drei Zugaben: einem Trockel-Video, einer Sturtevant-Warhol-Blumen-Aneignung, einem Gilbert & George-Scherzdruck. Ansonsten: Leere.

Das Museum MMK an der Braubachstraße in Frankfurt, Foto: Uwe Kammann

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Künstler aus der DDR – Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast: „Utopie und Untergang“

2019, November 7.

30 Jahre nach dem Mauerfall:

Ende des alten Bilderstreits? Künstler aus der DDR

Von Uwe Kammann

Elisabeth Voigt, Der rote Stier, 1944-1961, Öl auf Leinwand, 130 x 180 cm, Museum der bildenden Künste Leipzig, © Nachlass Elisabeth Voigt, Foto: bpk / Museum der bildenden Künste, Leipzig / Michael Ehritt

DIE ZEIT, das alte Feuilleton-Flaggschiff, hat gerade so schlicht wie ehern festgestellt, die Kunst stecke in einer Sackgasse. Sie lebe in ihrer alten Welt, die bestimmt werde allein von Kuratoren der Museen und von den großen Sammlern. Wenn es hoch komme, zähle man die Besucher. Deren Ansichten allerdings zählten nicht, interessierten auch nicht. Eine schneidende Generalthese. Mit der Schlussfolgerung: Jetzt müsse das Publikum am Zuge sein. Allerdings, wie dieses Besuchervotum dann organisiert werden und in Ausstellungen münden könnte und sollte, dazu erfahren wir nichts Konkretes. Doch folgt man der Vermutung, dass vielen Museen gerade bei zeitgenössischer Kunst das Publikum ziemlich egal ist, dann führt das natürlich zu manchem Gedankenspiel. So zu dem: Wie wäre wohl oft der Vergleich ausgegangen, wenn man in den westlichen Häusern regelmäßig auch Kunst von in der DDR lebenden Malern gezeigt hätte?

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Ein Interview mit Susanne Pfeffer, Direktorin des MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST

2019, Mai 25.

„Alle Möglichkeiten nutzen“

An diesem Wochende geht die Ausstellung Cady Noland zu Ende. Für sieben Monate wurde dafür das Museum für MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST komplett leergeräumt. FeuilletonFrankfurt nahm dieses besondere Ereignis zum Anlass, die seit einem Jahr amtierende neue Direktorin des MMK, Susanne Pfeffer, zu dieser Ausstellung und zu allgemeinen Fragen zeitgenössischer Kunst und deren Vermittlung zu interviewen.

MMK-Direktorin Susanne Pfeffer, Foto: Petra Kammann

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Hommage an Erhard Metz zu seinem 75. Geburtstag

2019, April 29.

1944, das Geburtsjahr von Erhard Metz, fällt in den 2. Teilzyklus des 77. Zyklus des chinesischen Kalenders. Im chinesischen Horoskop begann im Jahr 1944 das Jahr des Holz-Affen. Daher sei hier ein kleiner tierischer Einstieg erlaubt…

Auf das Wohl von Erhard Metz stößt Petra Kammann im Namen der Redaktion an

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Barbara und Michael Leisgens „Mimetische Landschaften 1971 – 1975“

2018, Februar 3.

LICHT-SPUREN UND LANDSCHAFTEN

Fiktive Bewegungen mit der Natur

Künstlertalk mit Michael Leisgen in der Galerie Strelow

von Petra Kammann

Es war „der erste Künstlertalk ohne Barbara“, sagte Heike Strelow, als sie in ihrer Galerie in der Schwedlerstraße mit Michael Leisgen ins Gespräch kam und ihn sowie die Arbeiten „Mimetische Landschaften“, Schwarz-weiß-Arbeiten des Künstlerduos aus den 1970er Jahren, vorstellte. Denn Barbara Leisgen – auch wesentlicher Bestandteil und Akteurin des gemeinsamen fotografischen Werks – ist im vergangenen Jahr gestorben. Ein Verlust, der doppelt zählen dürfte…

Michael Leisgen vor der Arbeit „Wolke“ von 1972, 80 x 120 cm, s/w Fotografie Silber Gelatine auf barytiertem Papier (Ilford FB) Auflage 3/3 Exemplaren, kaschiert auf Dibond, Holzrahmen seidenmatt Schwarz, Mirogard – Museumsglas, Foto: Petra Kammann

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documenta 14 in Kassel (2): Arnold-Bode-Preis 2017 an Olu Oguibe

2017, Juli 10.

„Monument für Fremdlinge und Flüchtlinge“ auf dem Kasseler Königsplatz

Von Erhard Metz

Alle zwei Jahre sowie auch in jedem „documenta-Jahr“ wird der renommierte, derzeit mit 10.000 Euro dotierte, nach dem documenta-Gründer benannte Arnold-Bode-Preis verliehen. Über die Preisvergabe entscheidet der Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung, und zwar auf einen Vorschlag des Kuratoriums. Ihm gehören dieses Jahr unter dem Vorsitz von Professor Heiner Georgsdorf E. R. Nele geb. Bode, die Tochter von Arnold Bode, Professorin Julia Voss, Ingo Buchholz und Adam Szymczyk, der künstlerische Leiter der documenta 14 an. Die förmliche Preisverleihung erfolgt am 10. September 2017 im Kasseler Rathaus. Preisträger ist der nigerianische Künstler, Kunsthistoriker, Hochschullehrer und Kurator Olu Oguibe. Im Vordergrund steht neben einer weiteren Arbeit in Athen sein monumentaler Obelisk „Monument für Fremdlinge und Flüchtlinge“ auf dem Kasseler Königsplatz. Der Entscheidungsprozeß zur Preisvergabe dürfte nicht viel Zeit in Anspruch genommen haben, zählt der Obelisk doch nach dem „Parthenon der Bücher“ in der öffentlichen Wahrnehmung zu den Attraktionspunkten der documenta 14. Und man dürfte nicht sehr falsch mit der Vermutung liegen, dass die Stadt das Werk ankaufen und auf dem kreisrunden Platz belassen könnte.

Das Fremdlinge und Flüchtlinge Monument (2017), Beton, 3 × 3 × 16,3 m; Königsplatz, Kassel

Ein Zitat aus dem Matthäus-Evangelium in deutscher, englischer, arabischer und türkischer Sprache ziert die vier Seiten des Obelisken. Für die weniger Bibelfesten hier der Text aus der klassischen Luther-Bibel:

Matthäus 25, 35-36:
Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt.
Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
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