home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunst Orte

Heiter-fröhliche Adventsmatinee in der Galerie des BBK

2025, Dezember 1.

FOTO-IMPRESSIONEN

Von Barbara Walzer

Am ersten Advent hatte der Bund Bildender Künstler (BBK) zu einer Konzertmatinee mit der Pianistin Prof. Angelika Nebel – in Frankfurt weiß Gott keine Unbekannte – in die Ausstellungsräume der Hanauer Landstraße eingeladen. Passend zu den ausgestellten Werken „Gay – heiter fröhlich“ bot die Pianistin ein ansprechendes Programm zwischen Klassik und Romantik und sagte in ihrer Eingangsrede: „Zur Lebensfreude gehört der Tanz!“ Doch was wäre der Tanz ohne die entsprechende Musik?  Die seit langem in Frankfurt lebende polnische Fotografin Barbara Walzer fand die entsprechenden Bilder zu der besonderen musikalischen Veranstaltung…

Die in Frankfurt lebende, renommierte Pianistin Prof. Angelika Nebel in den Ausstellungsräumen des Frankfurter BBK 

Weiterlesen

SCHWÄRMEN – Festivalthema der Biennale für aktuelle Musik 2026 cresc…

2025, November 27.

Schwärmen, Schwarmintelligenz und Ausschwärmen…

Ein kurzer Einblick von Petra Kammann

Man könnte förmlich ins Schwärmen geraten, schaut man sich das Programm der Biennale für aktuelle Musik 2026 (4. bis 15. Februar 2026) an. Faszinierend sind die Dynamiken, die zwischen Natur, Kunst und Gesellschaft entstehen und die Neues zu schaffen vermögen. Im kommenden Februar wird abermals eine Kooperation zwischen dem  Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony stattfinden. Dabei werden sowohl große Orchesterliteratur, Kammermusik, Lied und Chorgesang, Jazz und Installationen aufeinandertreffen als auch spezifisch neue Klänge wahrzunehmen sein. Auf die neuen Ohren- und Augeneinddrücke darf man gespannt sein.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, führte ein in das Thema „Schwärmen“, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Maria Sibylla Merian-Preis erstmals vergeben

2025, November 22.

Museum Wiesbaden und Alfred-Weigle-Stiftung zeichnen Künstlerin und Naturwissenschaftlerin aus

von Hans-Bernd Heier

In einer feierlichen Preisverleihung wurden diese Woche die Südkoreanerin Seongbin Ma und die Brasilianerin Juline Rodrigues da Conceição mit dem Maria Sibylla Merian-Preis 2025 ausgezeichnet. Mit jeweils 7.500 Euro können die beiden Preisträgerinnen ihre eingereichten Projekte verwirklichen: Seongbin Ma ist Künstlerin und studiert an der Städel-Schule in Frankfurt und Juline Rodrigues ist Naturwissenschaftlerin an der Universidade Federal do Espírito Santo und forscht über Mikroalgen. Das Landesmuseum mit seinen beiden Abteilungen Kunst und Natur eignet sich besonders für die Vergabe des Preises, da es die einzigen erhaltenen Tierpräparate aus Südamerika besitzt, die Merian von der ersten Forschungsreise (1699 bis 1701) mitbrachte.

Museumsdirektor Dr. Andreas Henning und Patrick Bruns, Geschäftsführer der Alfred-Weigle-Stiftung, gratulieren den Preisträgerinnen; Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

„Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul“. Das Liebieghaus präsentiert Skulpturen von August Gaul

2025, November 17.

Faszinierende Formensprache des beliebtesten Tierbildhauers

Von Hans-Bernd Heier

Die Liebieghaus Skulpturensammlung widmet dem Bildhauer August Gaul eine große Sonderausstellung, die den Künstler als einen der ersten modernen Bildhauer Deutschlands in seiner ganzen Bandbreite präsentiert. Unter dem Titel „Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul“ zeigt das Museum rund hundert Tierplastiken Gauls im Dialog mit Skulpturen aus drei Jahrtausenden. Die Themen reichen von der Tierverehrung im Alten Ägypten und den Mischwesen der griechischen Mythologie über Haustiere im Alten Rom bis hin zum Tier in der christlichen Ikonografie. Erstmals und fast vollständig zeigt die Ausstellung die bedeutende Frankfurter Privatsammlung von Carlo Giersch und wird durch exzellente Leihgaben aus Berlin, Hamburg, Hanau und Leipzig ergänzt.

 Adler mit seinen Schwingen derzeit am Liebieghaus, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Friedas Künstlerporträts Teil I

2025, November 10.

Einblicke in kreative Prozesse

Frieda Günzel mag es, Geschichten zu erzählen. Und das auf verschiedene Weise. Beobachten, schreiben und das Umsetzen innerer Prozesse in bewegte Bilder sind ihre Leidenschaft. Im Laufe der Zeit hat sie dazu mehrere Techniken erworben wie zunächst das Herstellen von Printmagazinen im Rahmen ihrer medienwissenschaftlichen Ausbildung an der Universität Siegen. An der Universität Hannover wiederum schloss sie in der Klasse Fernsehjournalismus und Dokumentarfilm ihr Studium mit dem Master of Arts ab. Heute liebt die freischaffende Videografin, die auch als TV-Redakteurin bei der Kindernachrichtensendung logo! (KiKA) praktizierte, vor allem Projekte, die ein intermediales Arbeiten und verschiedene Herangehensweisen erlauben. Und wer würde sich besser dazu eignen als Künstler und Künstlerinnen, die im Film manchmal nur durch eine Geste, einen Halbsatz oder einen Blick offenbaren, was das Geheimnis des Kreativen ist? Für FeuilletonFrankfurt stellt Frieda Günzel Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain vor. Zum Auftakt einer Reihe hier ein filmisches Porträt der Frankfurter Künstlerin Rachel von Morgenstern. Film ab!

„Unter Dichtern“ mit Michael Krüger – Eine literarische Tour d’horizon durch ein halbes Jahrhundert

2025, November 8.

Den Echoraum der Dichter ausloten

Von Petra Kammann

„Michel“ Krüger, wie der frühere Hanser Verleger (1986 bis 2013) von Insidern genannt wird, hat nahezu sein ganzes Leben mit Dichtern verbracht, sie gelesen, kritisiert, verlegt, ist mit ihnen gereist. Beim Petrarca-Preis, den er mit Hubert Burda und Peter Handke, mit Nicolas Born und Bazon Brock gründete, konnte er ihnen sehr unmittelbar begegnen. Einige hat er zum Nobelpreis nach Stockholm begleitet. In seinem Erinnerungsband „Unter Dichtern“ legt er uns aber auch Autoren und Bücher zur Lektüre ans Herz, von denen einige im schnelllebigen Büchermakt kaum mehr präsent sind. Im Gespräch mit dem Journalisten Paul Ingendaay schöpfte er während einer Open Books-Veranstaltung im Foyer des Frankfurter Kunstvereins aus dem Vollen seines Anekdotenschatzes. Dabei ist Michael Krüger übrigens nicht nur Verleger, sondern in erster Linie selbst Dichter…

Der Verleger, Lektor, Übersetzer und Autor Michael Krüger, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Anatomie der Fragilität – Körperbilder in Kunst und Wissenschaft im Frankfurter Kunstverein

2025, November 6.

Visionen vom idealisierten und real fragilem Körper

von Petra Kammann

Wer sind wir? Wie verletzlich sind wir? Die Reise durch die Geschichte der Bilder vom Körper ist schlicht faszinierend, zumal der zunehmend  wissenschaftliche Blick ins Innere unseres Körpers uns vor neue Fragen stellt. Im Entrée des Frankfurter Kunstvereins scheint die Welt noch heil zu sein, wenn uns zunächst die antike Kroisos-Kouros-Statue – eine zwei Meter hohe, männliche Figur aus archaisch-griechischer Epoche (530 v. Chr.) – ins Auge sticht. Der Blick des jungen edlen Mannes in idealtypischer Gestalt ist in die undefinierbare Ferne oder auf seine Zukunft als Held gerichtet. Auf den weiteren Etagen des Hauses geht es dann ans „Eingemachte“: ins Innere, ins Austauschbare, ins Fragile, ins Ritualisierte und ins Imaginierte des Körpers…

Von diesem „perfekten“Jüngling“ Kouros – eine Leihgabe aus der Antikensammlung der Goethe-Universität – werden Sie im Kunstverein empfangen,  Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

„Helen Frankenthaler moves Jenny Brosinski, Ina Gerken, Adrian Schiess“ im Wiesbadener mre

2025, November 4.

Kontrolle abgeben und sich vom Material leiten lassen

Von Hans-Bernd Heier

Die neue Sonderausstellung im Museum Reinhard Ernst (mre) präsentiert den Dialog der Arbeiten von drei zeitgenössischen Künstler:innen mit Helen Frankenthalers großartigem Werk: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Die Schau lädt dazu ein, die faszinierende Wirkung dieser wegweisenden Malerin im Dialog mit drei herausragenden abstrakten Positionen der Gegenwart zu erleben.

Ausstellungsansicht, Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

Jorinde Voigt: „Die gefaltete Zeit“ im neuen Hochhaustum FOUR

2025, Oktober 25.

Schwingungen und schwebende Elemente im Raum

Von Petra Kammann

Frankfurt leuchtet. In der 29. Etage des neues Towers FOUR 1, im Entrée der großen Anwaltskanzlei Freshfields, wird man in luftigen Höhen mit Blick auf die Stadt von einem Kunstraum empfangen. Dieser ungewöhnliche Raum wurde gestaltet von der international angesehenen und multidisziplinär arbeitenden Konzeptkünstlerin Jorinde Voigt, deren Arbeiten in zahlreichen renommierten Sammlungen zu sehen sind wie etwa im New Yorker MoMA, im Centre Pompidou Paris, im Art Institute of Chicago, in der Pinakothek der Moderne in München, im Kunsthaus Zürich, im Istanbul Modern, im Kupferstichkabinett Berlin oder der Kunsthalle Praha. Die „Gefaltete Zeit“ nennt sie das in Frankfurt entstandene Ensemble.

Der organisch geschwungene Empfangsdesk der Anwaltskanzlei Freshfields im neuen Four, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Isabelle Borges: „Woven Fields“ in der Frankfurter Galerie Heike Strelow

2025, Oktober 6.

Verwobene und pulsierende Zwischenräume

Von Erhard Metz

Es ist wieder einmal eine Ausstellung in der Frankfurter Galerie Heike Strelow, die uns besonders inspiriert und aufmerken lässt: Malerei der in Brasilien geborenen, in Berlin lebenden Künstlerin Isabelle Borges; eine Palette voll betörender, gleichwohl mit Kalkül und Geschick gesetzter Farben, gebändigt durch stringent gezogene, Räume weitende wie begrenzende, meist schnurgerade Linien; ein eigenartiger, faszinierender Kontrast zwischen sich üppig präsentierendem Floralem, Vegetativem und dem strengen Eingriff Ordnung gebietender Disziplin, einschreitendem Gestaltungswillens.

Isabelle Borges in der Vernissage vor ihrer Arbeit LOOPS, 2025, Acryl auf Leinen, 210 x 130 cm; Foto: Erhard Metz Weiterlesen