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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Landschaften

Norwegisches Kulturprogramm 1: Dramen am Schauspiel Frankfurt und Gebäude in urbanen und natürlichen Räumen im Architekturmuseum

2019, September 13.

„Der Traum in uns“ – Norwegische Innen- und Außenräume

von Petra Kammann

Max Simonischek spielte den Peer aus dem norwegischen Klassiker „Peer Gynt“ von Strindberg, Foto: Petra Kammann

Norwegen, das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober 2019), kündigt sich schwerpunktmäßig nicht nur in den literarischen Neuerscheinungen an, sondern auch im Theater, am Schauspiel Frankfurt und in der Architektur, die sich im DAM präsentiert. Eine kleine Einstimmung in zwei verschiedene Darstellungsweisen.

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Geheimnisvolle Bretagne: Bannalecs „Vermächtnis“ und Kommissar Dupins Ermittlungen

2019, August 30.

Orte des Kommissars Dupin. Eine fotografische Spurensuche

von Petra Kammann

An der zerklüfteten Corniche von Concarneau, der blauen Stadt am Meer, ist Kommissar Dupin ständig unterwegs…

Kommissar Georges Dupin hat seit seiner Versetzung „ans Ende der Welt“, ins Finistère, in den verschiedensten Gegenden der Bretagne ermittelt: in der Malerstadt Pont Aven, in Heide- und Moorlandschaften, an den mächtigen, zerklüfteten Klippen am Atlantik und seinen karibisch anmutenden Stränden aus hellem Sand, im märchenhaften Wald der Brocéliande, an den Salzbecken um Guérande. In Jean-Luc Bannalecs gerade erschienenem Roman „Bretonisches Vermächtnis“ ist der Pariser Kommissar in Concarneau einem Verbrechen auf der Spur…

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Harald Sohlbergs unendliche Landschaften im Museum Wiesbaden

2019, Juli 19.

Stimmungsvolle norwegische Szenerien – eine echte Entdeckung

Von Hans-Bernd Heier

Anlässlich des 150. Geburtstags des Malers Harald Sohlberg stellt das Landesmuseum Wiesbaden erstmals auf dem europäischen Festland in einer großen Retrospektive Arbeiten des norwegischen Künstlers vor. Unter dem Titel „Mittsommernacht: Harald Sohlberg – Ein norwegischer Landschaftsmaler“ sind in der hervorragenden Schau 53 Gemälde und elf Zeichnungen und grafische Arbeiten versammelt. Einige Werke aus Privatkollektionen waren bislang noch nie ausgestellt. Seine stimmungsvollen Bilder laden zu einer Reise durch das Land ein.

Harald Sohlberg (1869-1935), Landstraße II, Öl auf Leinwand, 103×138 cm, Privatbesitz, Foto: O.Vaering /Eftf.AS

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Hochverdient: Friedenspreis des Deutschen Buchandels für den Fotografen Sebastião Salgado

2019, Juni 19.

Weltweite Wirkung durch eindringliche Bilder einer intensiv gelebten Humanität

Von Uwe Kammann

Friedenspreisträger 2019: Sebastião Salgado, Foto: Taschen Verlag

Meine erste Begegnung mit Salgado war ein regelrechter Schock. Ein gewichtiger, großformatiger Band in einem Museumsladen zog den Blick auf sich, schon nach wenigen Seiten war der Bann groß. Schwarzweißfotos mit intensiver Tiefenwirkung aus einer brasilianischen Goldmine ließen den Atem stocken: diese Schlangen und Massen von halbnackten Leibern auf halsbrecherisch steilen Leitern, aufgestellt an Abgründen, Erdhügeln, Schluchten; dann Nahaufnahmen von Gesichtern, schwindelerregende Perspektivwechsel, und in jedem Moment das Gefühl: Man sieht in den Urgrund der condition humaine, einer Existenz, die reduziert ist auf Mühe und Qual, geformt zu einem unbegreiflichen Muster.

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Beitrag zur Europäischen Gartenkultur: „Rendezvous im Garten“ in Schloss Dyck

2019, Juni 11.

Deutsch-französische Kooperation zu Pfingsten: „Rendez-vous aux jardins“

Das Europa der Gegenwart blüht buchstäblich auf in einer Gartenkunst, die über Jahrhunderte hinweg durch kulturelle Vielfalt gewachsen ist. Und das Gartennetz Deutschland hat bereits zum zweiten Mal in ein Wochenende im Freien entführt, und das mit französischer Leichtigkeit und Lebenslust. Unter der Schirmherrschaft von Frankreichs Kulturminister Franck Riester und der deutschen Staatsministerin Monika Grütters wurde das „Rendezvous im Garten“ unmittelbar vor Pfingsten im Schlosspark von Genshagen bei Berlin eröffnet. Die beiden ranghöchsten Kulturvertreter beider Länder hatten das „Rendezvous im Garten“, bzw. das „Rendez-vous aux jardins“ als wichtigen Beitrag für die deutsch französische Zusammenarbeit im Bereich der Kultur gelobt, darüber hinaus als sichtbaren Teil der Umsetzung der Aachener Verträge zur deutsch französischen Zusammenarbeit.

Beispielhaft: der Schlosspark von Schloss Dyck, Foto: Petra Kammann

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Erste Retrospektive der mexikanischen Fotografin Graciela Iturbides in Deutschland im Fotografie Forum Frankfurt

2019, März 12.

Zwischen Tradition und westlicher Moderne – Magische Momente des Alltags

Fotokennern ist sie schon seit Langem ein Begriff, in den großen Museen ist sie ebenfalls präsent. Die berühmte mexikanische, 1942 geborene Fotografin Graciela Iturbide ist eine Ikone der lateinamerikanischen Fotografie. Aber erst jetzt hat sie in Deutschland ihre erste Retrospektive im Frankfurter Fotografie Forum. Dort sind bis zum 30. Juni 115 ihrer Werke aus der Zeit von 1969 bis 2008 zu entdecken. Sie sind aus der spanischen Mapfre-Stifung entliehen, die kürzlich rund 300 Iturbide-Werke erworben hat.

Von Petra Kammann

Mujer ángel, desierto de Sonora. México, 1979 Angel Woman, Sonoran Desert, Mexico, 1979 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019 

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Adriaen Brouwer: Meister der Emotionen zwischen Bruegel und Rubens in Oudenaarde

2018, November 8.

Maler der menschlichen Natur

Von Petra Kammann

Zu den Highlights der Sammlung „Alte Meister“ im Frankfurter Städel zählen unter anderem die Werke der Flämischen Meister wie die von Jan van Eyck, Jan und Pieter Bruegel, Peter Paul Rubens, aber eben auch die von Adriaen Brouwer (1605-1638). Brouwer steht malerisch gleich hinter den Topstars der flämischen Malerei. Sein Werk liegt jedoch in den verschiedensten großen Museen verstreut. Noch ist uns die Frühjahrsausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“, die über 110.000 Besucher angezogen hat, im Bewusstsein, die ob des Erfolgs sogar um zwei Wochen verlängert wurde. Die flämischen Meister haben zuletzt große Aufmerksamkeit bekommen. Zeitgenossen wie Rubens und Rembrandt schätzten Adriaen Brouwer als den Maler des Alltäglichen. Beide besaßen einige seiner Werke. Im kommenden Jahr wird dann „Bruegel“ im Fokus stehen… Vorher noch kann man aber fast den „ganzen“ Brouwer in Oudenaarde erleben. Eine einmalige Werkschau an einem ganz besonderen Ort: im gotischen Rathaus seiner Geburtsstadt in Ost-Flandern.

Adriaen Brouwer, „ Der bittere Trank“ (um 1636-38), Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main, © Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK

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Appetitliches zur Frankfurter Buchmesse: Tischsitten und Gebräuche aus aller Welt

2018, Oktober 7.

Ein kleiner Appetizer

Von Petra Kammann

Bevor die Internationale Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengast Georgien ihre Tore öffnet, wollen wir uns kulinarisch und geistig schon eimal rüsten. Das Land zwischen Kaukasus  und Schwarzem Meer – so werden wir in den kommenden Tagen verstärkt hören, sehen und lesen – hat eine durchaus alte Geschichte. Das etwa zeigt im Rahmen des Ehrengast-Programms das Archäologische Museum in Frankfurt in einer Ausstellung „Gold & Wein – Georgiens älteste Schätze“ und zeichnet ein umfassendes Bild der frühen kulturellen Entwicklungen des Landes vom Beginn der Landwirtschaft im Kaukasus ab 6000 v. Chr. bis hin zur Trialeti-Kultur der Mittelbronzezeit um 2100 – 1700 v. Chr. Da gehen „Gold und Wein“ durchaus Hand in Hand und befruchten einander, und die Menschen lassen sich inspirieren und erfinden schon früh Rad und Wagen…

Blick in die Ausstellung „Gold & Wein – Georgiens älteste Schätze“ im Archäologischen Museum. Eine regelrechte Weinkultur wird hier seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. anhand von in den Boden gestellten Tonamphoren und kunstvollen Trinkgefäßen anschaulich; Foto: Petra Kammann

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„Mensch! Skulptur“ Wiedereröffnung des Kunstforums Ingelheim Altes Rathaus

2018, August 26.

Gelungene Symbiose von Architektur und Skulptur

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Körper steht im Mittelpunkt der Ingelheimer Ausstellung „Mensch! Skulptur“. Anhand von 12 Motivgruppen werden im renovierten Alten Rathaus dort während der Internationalen Tage Ingelheim und noch bis zum 21. Oktober 2018 rund 60 besondere Skulpturen aus Stein, Bronze und Terrakotta gezeigt u.a. von so herausragenden Künstlern wie Auguste Rodin, Edgar Degas, Wilhelm Lehmbruck, Alberto Giacometti und Henry Moore. Sie alle dokumentieren die Entwicklung der Skulpturen von der dreidimensionalen Körperlichkeit hin zur Abstraktion, die von Museen und Privatsammlern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz nach Ingelheim ausgeliehen wurden.

von Petra Kammann
Das frisch renovierte alte Ingelheimer Rathaus als Ausstellungsort, alle Fotos: Petra Kammann

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The Land in between. Ursula Schulz-Dornburgs Fotografien von 1980 bis 2012 im Städel

2018, August 21.

Sichtbare und unsichtbare Kontinente, verlorene Menschen, Utopien und eine unerhörte Stille 

Das Dazwischen ist Thema der 1938 in Berlin geborenen und in Düsseldorf lebenden Fotografin Ursula Schulz-Dornburg. Sie dokumentiert und bannt die Schrecken der Transitorte, Grenzlandschaften, Wüsten und Relikte vergangener Kulturen auf ihren Fotos, aber auch deren Schönheit. Mehr als 200 dieser eindrucksvollen Arbeiten sind noch bis zum 9. September 2018 in der Retrospektive „Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between“ im Frankfurter Städel zu sehen: Fotografien, die zwischen 1980 bis 2012 auf ihren Reisen an Kult- und Kulturstätten in Europa, im Nahen Osten und in Asien entstanden. Die fast durchgängig analogen Schwarz-Weiß-Fotos hat die Künstlerin in 13 umfangreichen Werkgruppen selbst zusammengestellt. Sie stammen aus der Städelschen Sammlung selbst, aus dem Archiv der Künstlerin sowie von privaten Leihgebern.

Von Petra Kammann

↑ Ausstellungsansicht: Ursula Schulz-Dornbergs Fotos, die längs der georgischen Grenze entstanden, Foto: Petra Kammann

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