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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunst- und Kulturfestivals

Brüssel: Das Architektur-Festival BANAD: Brussels – Art Nouveau und Art Déco

2020, Februar 3.

Flanieren zwischen geschwungenen und kubischen Gebäuden

von Petra Kammann

Architektur mit Metall, Eisen und Glas, mit schwungvoller Formensprache und floralen Motiven, mit opulenter Extravaganz, kostbaren Materialien, gefiltertem Licht und besonderen Farben. Kurzum: architektonische Kleinodien auf dem Weg zur Moderne. Sie sind drei Wochenenden lang beim 4. Festival BANAD (Brussels Art Nouveau & Art Déco) zu erleben. Das Festival gewährt einen Blick hinter die Fassaden der besonders gestalteten Brüsseler Gebäude mit ihren blumigen Verzierungen aus Eisen, die normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Wegen der begrenzten Plätze ist daher eine frühzeitige Anmeldung ratsam.

Art Nouveau pur: Blick in das bestens erhaltene, von Victor Horta erbaute Stadtpalais „Hôtel Solvay“, das inzwischen unter UNESCO-Weltkulturerbe steht Foto:©EB – Photographe Voituron  

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KulturRegion Rhein-Main 2020

2020, Januar 16.

Das Glück der Region liegt in der Kultur – dank hervorragender Netzwerkarbeit 

„Willst du immer weiter schweifen?/ Sieh, das Gute liegt so nah./ Lerne nur das Glück ergreifen / Denn das Glück ist immer da….“ Frankfurts Dichter aus dem Großen Hirschgarten empfiehlt sich tatsächlich in vielen Lebenslagen…

Stadt und Land, Hand in Hand. Die Aufsichtsratsvorsitzenden: Kulturdezernentin Ina Hartwig (Mitte) und Landrat des Kreises Groß-Gerau Thomas Will (re) und Geschäftsführerin der KulturRegion Sabine von Bebenburg (re); Matthias Wagner K, Hausherr Museum Angewandte Kunst (li) und Kuratorin Magdalena Zeller (li), Foto: Petra Kammann

Wer also wissen möchte, wo und wann er im Umkreis von etwa 100 km Interessantes findet, kann getrost die relevanten Informationen in den Programmheften der Rhein-Main-Region zu Rate ziehen. Mit ihren Programmen und Projekten macht sie vielfältige kulturelle Angebote einer breiten Zielgruppe zugänglich. Dabei setzt sie 2020 den Fokus auf aktuelle Themen wie z. B. Nachhaltigkeit.

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„Literaturen ohne festen Wohnsitz“ – Thema der 9.“Litprom-Literaturtage“ im Literaturhaus Frankfurt

2020, Januar 15.

Literarische Tage mit Luftwurzlern, Kosmopoliten, Geflüchteten, Auswanderern und Sprachwechslern und über das Schreiben zwischen den Welten 

 

LitProm Geschäftsführerin Anita Djafari und Buchmessedirektor Jürgen Boos stellten das Programm der diesjährigen Litprom-Literaturtage im Haus des Buches vor

Ist das Konzept von Nationalliteratur noch aktuell oder müssten wir längst von globaler Literatur sprechen? Wie wirken sich die Orts- und manchmal damit verbundenen Sprachwechsel auf die literarische Arbeit von Autor*innen aus? Wie schlagen diese sich thematisch in ihren Werken nieder? Welche Bedeutung haben Begriffe wie „Heimat“ und „Herkunft“? Ist es wirklich so einfach, Kosmopolit*in zu sein, oder gar die einzig erstrebenswerte Daseinsform? Kann man wirklich in zwei Sprachen zuhause sein? Geht dabei nicht etwas verloren oder ist es immer eine Bereicherung? Um solche und ähnliche Fragen mehr geht es bei den diesjährigen Litprom-Literaturtagen, die zwischen dem 24. bis 25. Januar 2020 im Frankfurter Literaturhaus stattfinden.

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Zum Tod des Literaturkritikers Wilfried F. Schoeller

2020, Januar 8.

Ein Büchermensch mit Charme und Ironie

Nach langer Krankheit ist der Autor, Literaturkritiker und Honorarprofessor Wilfried F. Schoeller in Berlin verstorben.

Wilfried F. Schoeller (3.v.li) und Christina Links (2.v.l.i) bei der Verleihung des Rheingau Literaturpreises an Ingo Schulze (1.li) , Foto: Petra Kammann

In Frankfurt war er kein Unbekannter, hat er doch beinahe 30 Jahre lang die Geschicke der Literatur am Hessischen Rundfunk mitbestimmt. Über etliche Jahre moderierte er die Römerberggespräche in Frankfurt. Und ein Jahr nach der Wende erhielt er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels den renommierten Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.

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Zum 450. Todesjahr Pieter Bruegels des Älteren

2019, Dezember 3.

Variationsreiche Spuren des flämischen Meisters in seiner Heimat

von Petra Kammann

Um den flämischen Meister Pieter Bruegel den Älteren (1525/30-1569), der vor allem unzureichend als „Bauernbruegel“ in die Geschichte eingegangen ist, rankten sich in diesem Jubiläumsjahr zwischen Brüssel und Antwerpen rund um seine Werke besondere Ausstellungen und Inszenierungen. Das Land, in dem der Künstler lebte und arbeitete, besitzt nicht nur verborgene Schätze, sondern es hat sich auch zu den Motiven des Malers, der tief im Land verwurzelt ist, eine Menge einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit auf den genialen Renaissancekünstler zu lenken, so real wie möglich, so digital wie nötig…

,Der Sturz der rebellierenden Engel‘ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Jahre 1562 ist eines der Meisterwerke der Königlichen Museen der Schönen Künste in Belgien. Abb.: KMSKB, Brüssel, inv. 584 © KMSKB, Foto: Grafisch Buro Lefevre, Heule 

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Die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) 2019

2019, September 20.

Immer noch ein Fest für die Augen

Von Uwe Kammann

Projektion im Audi-Showroom, Fotos: Uwe Kammann

So viele negative Schlagzeilen waren nie, Lesern und Sehern konnte tiefgrün vor Augen werden. Dazu durften sich viele Besucher der IAA am Wochenende schwarz ärgern. Weil selbsternannte Klima- und Umweltaktivisten (Aktivist scheint derzeit ein Modeberuf zu sein) ihre Vorstellung von Freiheit diktieren wollten. Indem sie Eingänge blockierten: Ausgrenzung pur. Das Auto taugt für viele der Intoleranten als Feindbild Nummer Eins, dem nur mit lauter Verbotsschildern beizukommen ist. Ignoranz und Vorurteile en masse, dazu nicht selten eine latente oder offene Militanz: keine guten Vorzeichen für eine offene Diskussion über die Zukunft der Mobilität – einer Mobilität, die wesentliche Grundlage für unser individuelles und globales Leben und Handeln ist…

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Das große Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse „Open Books“ und ein vielfältiges Kulturprogramm zum Themenschwerpunkt Norwegen

2019, September 19.

Lesungen rund um den Römer und Veranstaltungen des Ehrengastlands Norwegen

Wenn am 15. Oktober die Frankfurter Buchmesse (15. bis 19. Oktober ) ihre Tore öffnet, nehmen auch in diesem Jahr Frankfurter Kulturinstitutionen und das Kulturamt der Stadt dies wieder zum Anlass, ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Über 150 Veranstaltungen mit rund 250 Autoren aus Deutschland und der Welt sind in diesem Jahr auch in der Altstadt geplant,  welche die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes im Bereich der deutschsprachigen Belletristik und Lyrik, des Sachbuches, der Graphic Novels und der internationalen Literatur – insbesondere des Gastlands Norwegen – sowie des Kinderbuches präsentieren ,unter anderem mit Jakob Augstein, Isabel Bogdan, Rebecca Gablé, Joachim Gauck, Maja Lunde, Marina und Herfried Münkler, Luisa Neubauer, Sascha Lobo und Sarah Wagenknecht.

Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Pressekonferenz von Open Books, Fotos: Petra Kammann

„Das städtische Lesefest Open Books gilt heute als eine bundesweit anerkannte Kulturmarke. Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenres auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autoren und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

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Norwegisches Kulturprogramm 1: Dramen am Schauspiel Frankfurt und Gebäude in urbanen und natürlichen Räumen im Architekturmuseum

2019, September 13.

„Der Traum in uns“ – Norwegische Innen- und Außenräume

von Petra Kammann

Max Simonischek spielte den Peer aus dem norwegischen Klassiker „Peer Gynt“ von Strindberg, Foto: Petra Kammann

Norwegen, das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober 2019), kündigt sich schwerpunktmäßig nicht nur in den literarischen Neuerscheinungen an, sondern auch im Theater, am Schauspiel Frankfurt und in der Architektur, die sich im DAM präsentiert. Eine kleine Einstimmung in zwei verschiedene Darstellungsweisen.

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Filmproduzent Artur Brauner – eine Legende

2019, August 19.

CCC-Film Berlin – die älteste deutsche Produktionsfirma in Familienbesitz, die Themen: Trost und Ablenkung, Literaturadaptionen und die Aufarbeitung der NS-Zeit und des Holocaust

von Renate Feyerbacher (Text und Fotos)

Artur Brauner mit Claudia Dillmann, ehemalige Direktorin des DFF, Berlinale 2013

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Ruhrfestspiele Recklinghausen 2019

2019, Juni 26.

Poesie und Politik Shakespeare und Brecht, Lyrik und Techno

von Simone Hamm

„The Great Tamer“ von Dimitri Papaioannous, Foto: Julian-Mommert

„Kunst für Kohle“ hieß und heißt das Motto. Und das hat eine lange Geschichte. Im eisigen Nachkriegswinter 1946/47 standen die Hamburger Theater vor der Schließung, denn es gab keine Kohle zum Heizen. Sie baten die Zechen im Ruhrgebiet um Hilfe. Die Bergarbeiter halfen gern, luden Kohle auf LKWs und umgingen schlau die Kontrollen durch die Besatzungsmächte. In Hamburg wurde Theater gespielt. Im Sommer 1947 dankten es 150 Schauspieler Hamburger Bühnen den Recklinghausenern. Sie gaben kostenlose Gastspiel, eben Kunst für Kohle. Um Mitternacht legte Lars Eidinger auf. Mit Techno und deutschen Mitsinghits endeten die diesjährigen Ruhrfestspiele Recklinghausen. In den vergangenen Wochen war Recklinghausen zur internationalen Spielstätte geworden. Zum erstmal war Olaf Kroch der Intendant. 850 Künstler und Künstlerinnen aus 16 Ländern waren zu Gast. und 64.000 Gäste waren gekommen, um das mitzuerleben.

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