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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Atelierhäuser und freie Szene

„Hier bin ich – Meidner“. Kunst im Kabinett des Jüdischen Museums

2022, Mai 9.

Späte Ehre für den verfemten jüdischen Avantgardekünstler

Ludwig Meidner (1884 − 1966) ist für das Jüdische Museum Frankfurt, das seit beinahe 30 Jahren seinen künstlerischen Nachlass betreut, ein Künstler von zentraler Bedeutung. Das Jüdische Museum betreut in seinem Ludwig Meidner-Archiv den Nachlass des ungewöhnlich vielseitigen und hintergründigen Künstlers, der in Berlin als Expressionist gefeiert und als Jude von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert und mit einem Malverbot geächtet wurde. So ging der der  Künstler 1939 ins Exil nach London, wo er und seine Familie in großer Armut und Isolation lebten. Da Meidner nicht in die englische Kunstszene integriert war, konnte er dort auch nicht reüssieren, so der Kurator der Ludwig Meidner-Gesellschaft Erik Riedel. Meidner kehrte – anders als viele Emigranten – 1953 wieder nach Deutschland zurück. Im Raum „Kunst und Exil“ der Dauerausstellung im Rothschild-Palais, wo immer wechselnde Arbeiten von Exilkünstlerinnen und -künstlern zu sehen sind, kann man nun Werke von Ludwig Meidner aus zwei privaten Sammlungen entdecken.


Ludwig Meidner, „Selbstbildnis“, 1943, Öl auf Pappe, Privatbesitz; Foto: Uwe Dietmar, Frankfurt

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2021 – Was vom Jahr noch übrig blieb und nicht in Vergessenheit geraten sollte…

2021, Dezember 29.

Remember, remember…

Ein Blick in den Rückspiegel von Petra Kammann

Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht /und mach dann noch ´nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.“ Ach, der gute alte Brecht, da hat er einfach recht. Was in diesem, durch verschiedene Krisen geschüttelten Jahr unser aller Alltag extrem verändert hat, ist nicht zuletzt das Verhältnis zur Zeit, der real zur Verfügung stehenden und der empfundenen Zeit, die sich wahlweise an unpassenden Stellen überschlug oder sich endlos zu dehnen schien. Und nicht alles ließ sich gleich-zeit-ig verarbeiten, weil vieles und anderes aufwändiger vor- und nachbereitet werden musste. Dann wiederum war es zu spät, um auf Begonnenes zurückzukommen. Dabei sind so einige wertvolle Perlen heruntergekullert, die wir wieder zurückholen wollen, in dem wir an ein paar der bislang nicht realisierten Dinge  erinnern möchten…

Beuys-Sammler und -Verleger Lothar Schirmer, Foto: (Schirmer & Mosel)

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“Gesichter der Sehnsucht- Corona-Sommer 2021” Fotografien von Barbara Walzer in der BBK Galerie

2021, Dezember 17.

 Die Sehnsucht nach Freiheit und Würde

Wer in Frankfurt kulturelle Veranstaltungen besucht, der begegnet ihr immer wieder. Zugewandt lächelnd geht die Fotografin Barbara Walzer auf die Menschen zu. Und sucht dann gezielt mit ihrer Kamera nach besonderen Blickwinkeln. Bei Ausstellungseröffnungen tastet sie sich durch die Menge, wirft sich auf den Boden oder klettert auf eine Mauer. Immer ist sie in Bewegung und spricht mit allen. Man sieht ihr die Liebe zu den Menschen an.

Die Foto-Künstlerin Barbara Walzer; Foto: Petra Kammann

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„DREI – jüdische Künstlerinnen aus Frankfurt“: Eine Ausstellung unter Mitwirkung des Zonta Clubs Frankfurt II Rhein-Main

2021, Dezember 13.

Julia Ovrutschski und Anna Nero in der Vernissage, Foto: Erhard Metz

Von Erhard Metz

Es war ein froh gestimmter Eröffnungsabend der Ausstellung „DREI – jüdische Künstlerinnen aus Frankfurt“ in der Frankfurter Ausstellungshalle 1A, zu dem sich bei G2-Regel und Atemschutzmasken ein sich nach Kunst sehnendes Publikum eingefunden hatte, begleitet von den mal aufreizenden, mal melancholischen Klängen des Sopransaxophons von Klezmer-Musiker Roman Kuperschmidt. Obschon sich in den Herzen derer, die es wussten, auch eine Anmutung von Trauer ausgebreitet hatte: Tatjana Ovrutschski, Großmutter und Mutter im Künstlerinnentrio Tatjana und Julia Ovrutschski und Anna Nero (ihr vollständiger Name lautet Anna Alexandra Neroslavsky), war wenige Tage zuvor im Alter von 86 Jahren entschlafen. Weiterlesen

OPEN STUDIOS im ATELIERFRANKFURT- Offene Ateliers in Hessens größtem Kunstzentrum 

2021, November 18.

Blick hinter die Türen der Künstler

Ein Wochenende lang, vom 19. bis zum 21. November, sind Besucher und Besucherinnen eingeladen, die 140 Ateliers am Frankfurter Osthafen in der Schwedlerstraße zu besichtigen und die Arbeitswelt der über 200 Künstler*innen und Kreativen, die im Atelier Frankfurt arbeiten, kennenzulernen. In den 140 Ateliers geben die über 200 Künstlerinnen und Künstler einen Einblick in die Produktion zeitgenössischer Kunst und Kultur: Kunst, Musik, Performances und die Verleihung eines Atelierstipendiums der Stadt Frankfurt stehen auf dem Programm.

Im Hof des Atelier Frankfurt in der Schwedlerstr. 1- 5: Hereinspaziert!; Foto: Petra Kammann

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„Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“. Eine exzellente Rembrandt-Schau im Frankfurter Städel (1)

2021, Oktober 13.

Die vielen Gesichter des Meisters von Licht und Schatten

von Petra Kammann

Der gefragteste und teuerste Porträtist der Niederlande nannte sich Rembrandt. Auch diesem Aspekt widmet sich die Städel-Ausstellung in einem Teil der Gesamtschau, die thematische Schwerpunkte setzt.

Blick in die unteren Ausstellungsräume der Rembrandt-Ausstellung; Foto: Petra Kammann

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Ein Atelierbesuch bei der Frankfurter Stahlbildhauerin Nele

2021, Oktober 3.

Wer ist Nele?

Renate von Köller, die Präsidentin des Zonta Club II Frankfurt Rhein-Main, lud am 26. September Kunstinteressierte ein zu einem exklusiven Besuch in das Atelier von E. R. Nele in die luftige Frankfurter Naxos-Halle in der Waldschmidtstraße. FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann hielt eine kurze Einführung in das Werk von Nele.

Nele demonstriert die Drehscheibe, auf der ihre „gefesselte“ Skulptur wie auf einer Wurfscheibe angebracht ist. Alle abgebildeten Werke © E. R. Nele; Foto: Petra Kammann

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Erinnerung an die Frankfurter Künstlerin Martina Kügler

2021, Oktober 2.

„Der Mensch ist ein Durchzuggebiet“

von Renate Feyerbacher

Das Buch über Martina Kugler – eine Art künstlerischer Nachlass, Foto: Renate Feyerbacher

Die Freunde der verstorbenen Künstlerin haben ein Buch herausgegeben, das im August in der Frankfurter Galerie Strelow vorgestellt wurde und ein positives Echo fand. Es widmet sich Zeichnungen, Gemälden und Collagen der verstorbenen Künstlerin.

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„Lockdown. Kunst und Krise“ im Heussenstamm (Teil 2)

2021, Juni 18.

Kreative Auswege aus Einsamkeit und Distanz

Impressionen von Petra Kammann

Nach langem Hin und Her zeigt sich nun doch noch bis zum 19. Juni ein medial wie thematisch vielfältiges Spektrum künstlerischer Auseinandersetzungen mit den Bedingungen und Folgen des Lockdowns im Frühjahr 2020 im Kunstraum Heussenstamm. Es ist die Folge 2 der Gruppenausstellung „Lockdown. Kunst und Krise“. 46 Künstler und Künstlerinnen aus der lokalen Kunstszene haben sich daran beteiligt. Wie schon im ersten Teil der Ausstellung ziehen sich auch hier einige thematische rote Fäden durch die Ausstellung.

Als die Museen geschlossen waren, ist der Künstler Ivan Murzin mit seinem rollenden Kasten durch die Stadt gefahren und hat urbane und alltägliche Szenen aufgenommen, Foto: Heussenstamm

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Künstler im Lockdown. Kunst und Krise – Eine Gruppenausstellung in der Heussenstamm Galerie (1)

2021, März 22.

Stau, Stop and Go… Distanz, Reales und Surreales

Ein Rundgang mit Petra Kammann

Was bedeutete die monatelange globale Pandemiesituation, der Lockdown im Frühjahr 2020, für die Künstler und Künstlerinnen der Region? In zwei aufeinanderfolgenden Teilen zeigt die Galerie Heussenstamm, wie vielschichtig die lokale Kunstszene dieser Ausnahmesituation begegnet. Arbeiten von 46 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sind dort zu sehen.

Blick aus dem Inneren der Heussenstamm Galerie mit (rechts) der Arbeit von Jue Löffelholz, „Eclipse of Reason, 2021“ und (links) im Fenster der Skulptur von Oliver Tüchsen, Aliennest, 2020, Kronkorken (von Corona) und Metallbänder; Foto: Petra Kammann

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