home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur und Gesellschaft

HUT AB! KOPF AN! Joseph Beuys zum Hundertsten! (2) Ein Interview mit dem Kunstsammler und Beuys-Verleger Lothar Schirmer

2021, Mai 15.

Über die Kunst, Kunst zu ködern und zu bewahren 

FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann befragte den Kunstsammler und Kunstbuch-Verleger Lothar Schirmer zu seinen Begegnungen mit dem Ausnahme-Künstler Joseph Beuys, der „den Hirsch für die Kunstgeschichte gerettet“, seine Augen und Wahrnehmungen für den erweiterten Kunstbegriff geöffnet hat, über seine Bedeutung für ihn beim Sammeln, beim Büchermachen und in Ausstellungssachen und – warum Kunst am Ende ein Rätsel bleibt…

Lothar Schirmer mit einem druckfrischen Exemplar der JOSEPH BEUYS WERKÜBERSICHT in den Verlagsräumen in München, im Mai 2021. Foto: Regine Kaiser, courtesy Schirmer/Mosel
Weiterlesen

Weiterer Glücksfall für Wiesbaden: Baechle-Schenkung schließt Lücken im Landesmuseum

2021, Mai 13.

„Galerie des 19. Jahrhunderts“ das  Zukunftsprojekt rückt näher

Von Hans-Bernd Heier

Die Schenkung der Sammlung Baechle ist ein weiterer Glücksfall für das Museum Wiesbaden. Nach dem Jahrhundertgeschenk der exzellenten Jugendstil-Kollektion von Ferdinand Wolfgang Neess vor vier Jahren erhält das Museum die hochkarätige Sammlung von Jan und Friederike Baechle. Schwerpunkt sind qualitativ hochwertige Werke des 19. Jahrhunderts, die Lücken im Museumsbestand schließen. Die Arbeiten werden in der Sonderausstellung „Exquisit – Kunst des 19. Jahrhunderts“ präsentiert.

Hans Thoma „Erinnerung an Orte“, 1874, Öl auf Holz,  Museum Wiesbaden/Bernd Fickert 2020

Weiterlesen

HUT AB! KOPF AN! Joseph Beuys zum Hundertsten!

2021, Mai 12.

ZEITZEUGEN, FUSSABTRITTE UND ZUKUNFTSSPUREN

„So wie der Mensch nicht da ist,
sondern erst entstehen muß,
so muß auch die Kunst erst entstehen,
denn es gibt sie noch nicht.“
                                          Joseph Beuys – Lieblingszitat von Lothar Schirmer

Beuys, dozierend und diskutierend vor der Düsseldorfer Kunstakademie, Foto: Inge Sauer

Am 12. Mai 2021 wäre Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. Beuys’ Werke wurden und werden überall auf der Welt in Museen gezeigt. 35 Jahre nach dem Tod des wohl einflussreichsten Künstlers der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, der mit seinen Aktionen und Installationen die Kunst revolutionierte, wird an den verschiedensten Fronten gestritten  – um die Konzeption, um Rechte, um Politik, um die Bedeutung von Kunst.

Weiterlesen

Spaziergänge mit Ensemblemitgliedern des „Theater Willy Praml“

2021, Mai 9.

Auf ein Stündchen!

von Renate Feyerbacher

Feiern wäre angesagt, denn das Theater Willy Praml wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Corona vermasselt derzeit die Feier und alle Theaterproduktionen. Gegründet wurde das Freie Theater von Theatermann Willy Praml und Michael Weber, beide, Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner. Auch widmen sich beide der Bearbeitung von Texten. Nach neun Jahren des nomadenhaften Umherziehens, des Spiels an außergewöhnlichen Orten, konnte das Theater 2000 in die Naxoshalle ziehen.

Naxoshalle: Erinnerung an Pramls Inszenierung vom Kleist-Drama „Das Erdbeben in Chili“; Foto: Petra Kammann 

Weiterlesen

„Briefe ohne Unterschrift“ im Frankfurter Kommunikationsmuseum

2021, Mai 5.

„DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ – Hetzsendung oder Ventil für Alltagsnöte?

Von Hans-Bernd Heier

Die BBC strahlte von 1949 bis 1974 im Hörfunk die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“ aus. Diese war fester Bestandteil der Nachrichtensendung „Programm für Ostdeutschland“. DDR-Bürger*innen konnten in anonymen Briefen ihre Alltagsnöte und -sorgen schildern, aber auch unzensiert ihre Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und Entwicklungen äußern. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) stufte das Programm schnell als Hetzsendung ein, mit der der Westen die „politisch-ideologische Zersetzung der DDR-Bürger“ voranzutreiben versuchte. Entsprechend rigoros ging das MfS gegen die Briefeschreiber*innen vor, wenn diese dekuvriert wurden. Das Museum für Kommunikation Frankfurt greift die spannungsgeladene Zeit in der tief beeindruckenden Schau „Briefe ohne Unterschrift – DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ auf.

Mit diesem Hingucker an der Fassade wirbt das Kommunikationsmuseum für die Schau; © Studio IT’S ABOUT; Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

Woche der Meinungsfreiheit 3. – 30. Mai 2021

2021, Mai 3.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis stellt ab heute mit der Woche der Meinungsfreiheit die Bedeutung der Freiheit des Wortes und lebendiger Debatten für eine freie, demokratische Gesellschaft in den öffentlichen Fokus. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Initiative ins Leben gerufen, die vom Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bis zum Tag der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai geht. Grundlage ist die Charta der Meinungsfreiheit, die Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen unterzeichnen können. Bei einer virtuellen Pressekonferenz stellten Initiator:innen und Unterstützer:innen heute die Initiative und das Programm vor.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Das Programm

Unter dem Claim #MehrAlsMeineMeinung machen über 30 Partnerorganisationen eine Woche lang auf unterschiedliche Art und Weise Meinungsfreiheit zum Thema. Das Programm umfasst Online-Diskussionen, Podiumsgespräche, Podcasts und Sendungen, Lesungen, Video- und Social-Media-Aktionen. Bei der begleitenden Kampagne kommen Testimonials von Persönlichkeiten wie Cosma Shiva Hagen, Wolfang Niedecken, Michel Friedman, Anne Chebu oder Susanne Fröhlich.

Weiterlesen

Rheingau Musik Preis 2021 an den schwedischen Posaunisten Nils Landgren

2021, April 25.

15.000 Euro für einen Jazzmusiker und Ausnahmekünstler

Der Rheingau Musik Preis 2021 geht in diesem Jahr an den schwedischen Posaunisten Nils Landgren. Die durch das Rheingau Musik Festival initiierte mit 10.000 € dotierte Auszeichnung wird inzwischen zum 28. Mal vergeben. Das Preisgeld wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung gestellt.

page1image3205082352

 

 

Nils Landgren,
Foto: Ansgar Klostermann/
Rheingau Musik Festival

Weiterlesen

„Salon kontrovers: Briefe – Schreiben und Lesen“ mit Nelly Sachs und Paul Celan im Holzhausenschlösschen

2021, April 23.

Korrespondenz(en) zwischen Paris und Stockholm und ein Blick hinter die Kulissen einer virtuellen Lesung

Von Petra Kammann

„Wir wollen uns weiter einander die Wahrheit hinüberreichen“, heißt es im Holzhausenschlösschen. Da wurde die Lesung für „Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“, konzipiert von der Frankfurter Autorin Hanne Kulessa, aufgezeichnet, um sie dem derzeit abwesenden Publikum nahezubringen. Birgitta Assheuer und Thomas Hupfer lesen den intensiven und wachsend innigen Briefwechsel, den zwei Dichter mit ähnlichen Schicksalen im Exil von 1954 bis 1969 unterhielten – die seit 1940 in Stockholm lebende Nelly Sachs und der seit 1948 in Paris lebende Paul Celan. Kurz nacheinander starben 1970 die beiden großen Dichter der Weltliteratur. Celan hatte sich bereits am 20. April in Paris das Leben genommen, und am 12. Mai starb die kranke und geschwächte Nelly Sachs in Stockholm.

Begehrter Veranstaltungsort : Das Holzhausenschlösschen im Frankfurter Nordend; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Helga Schuberts außergewöhnliche Geschichten über ihr Leben

2021, April 18.

Alles Gut? – Vom Verzeihen

Von Simone Hamm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1980 hatte Günter Kunert die ostdeutsche Schriftstellerin Helga Schubert eingeladen, am Ingeborg Bachmann Wettbewerb teilzunehmen. Man verweigerte ihr die Ausreise. 1987 – 1990 saß sie dann in der Jury der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Weiterlesen

Daniel Canogars „Latencies“ in der Galerie Anita Beckers

2021, April 16.

Geniale Ingenieurin Natur 

Symbolisch leuchtet die Pandemie aus den Objekten des hispano-amerikanischen Künstlers Daniel Canogar, der die Schnittstellen und Übergänge zwischen virtuellen und realen Welten untersucht und in abstrakten Animationen auf flexiblen LED-Bildschirmen einfängt.

In diesem Leuchtteppich von Conegar sammeln sich die Informationen über den weltweiten Niederschlag; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen