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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur und Gesellschaft

Frankfurter Kultureinrichtungen – Eine kleine Statistik

2020, Februar 28.

Zahlenspiele der Kultur

Von Uwe Kammann

Noch ganz am Anfang der Debatte über die Sanierung der Städtischen Bühnen rief eine Dame im unteren Rund der Paulskirche in großer Lautstärke: „Das ist ja barbarisch“. Was sie so empörte? Dass jemand es gewagt hatte, die veranschlagte Fast-Milliarde für Oper und Schauspiel in Frage zu stellen. Bei Kulturausgaben, so befand die Zwischenruferin, dürfen Kosten keine Rolle spielen. Überhaupt. Da verbiete sich jede Zahlenangabe, auch, was Besucherfrequenzen betreffe.

Das MMK-Hapthaus an der Braubachstraße, Alle Fotos: Petra Kammann

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„Fantastische Frauen“ – „Rausgekickt aus der Kunstgeschichte“ und ganz präsent in der Schirn

2020, Februar 25.

„Da war nix mit Muse“ – Metamorphosen und eine Umkehr der Perspektive

von Petra Kammann

Frida Kahlo und Meret Oppenheim, sie sind inzwischen vielen ein Begriff. In der Schirn sind aber Entdeckungen surrea­lis­ti­scher Kunst von Frauen aus mehr als drei Jahr­zehn­ten zu machen, – Werke von Künstlerinnen aus den 1930er- bis 1970er-Jahren. Dort wird nämlich derzeit in einer großen Sammelschau erst­mals der weib­li­che Beitrag zum Surrea­lis­mus ausgeleuchtet. Verbindendes Element der mehr oder weniger bekannten Künstlerinnen stellte dabei die persönliche Beziehung zu André Breton, dem Grün­der der Surrea­lis­ten, dar. Denn „die Gruppe um Breton war offen für Kollektivität und neue Kreativität (…) und stellte Werke aus aller Welt auf Augenhöhe aus“, sagt Ingrid Pfeiffer, die Kuratorin der bemerkenswerten Überblicks­aus­stel­lung „Fantastische Frauen“.

Schirn-Kuratorin Dr. Ingrid Pfeiffer bei der Pressekonferenz, Foto: Petra Kammann

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Zum Tod von Ror Wolf

2020, Februar 21.

Ein Nachruf

von Hans Burkhard Schlichtung

Sich breitmachende Erzählgemütlichkeit, schlichte Illusionen, Heilsbotschaften und Worte zur Lage der Nation lagen ihm nicht. Ror Wolf, der am 17. Februar dieses Jahres gestorben ist, hat hierzulande nie zu den meinungsbildenden Autoren gehört, sondern auf andere Weise literarische Maßstäbe gesetzt.

Der Schriftsteller Ror Wolf am 26.02.2008 in seiner Wohnung in Mainz. Der 75-jährige erhält 2008 den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Die erstmals mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde Wolf für sein bisheriges Werk verliehen. Foto: Uwe Anspach dpa, zur Verfügung gestellt vom Verlag Schöffling & Co, Kaiserstra§e 79, 60329 Frankfurt am Main

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„Beste Beste Bilder – Die Cartoons des Jahrzehnts“ im Caricatura Museum

2020, Februar 16.

Höhen und Tiefen der letzten Dekade humorvoll und pointiert aufgespießt

Von Hans-Bernd Heier

Cartoonistinnen und Cartoonisten erweisen sich regelmäßig als scharfe Chronisten: Ihre Arbeiten spiegeln Höhe- und Tiefpunkte, Skandale sowie den herrschenden Zeitgeist wider – und das mit den Mitteln von Nonsens, pointierter Kritik und beißendem Humor. Unter dem Titel „Beste Bilder“ versammelt der Lappan-Verlag seit 2010 die treffsichersten Cartoons des Jahres von Deutschlands bekanntesten Cartoonisten in einer Buch-Reihe. Das Caricatura Museum Frankfurt würdigt dieses zehnjährige Jubiläum mit der großartigen Sonderschau „Beste Beste Bilder – Die Cartoons des Jahrzehnts“.

© Gerhard Haderer (aus: Beste Bilder – Band 7, 2016)

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Neujahrsempfang der Frauennetzwerke zu Gast in der Goethe-Universität und ein neuer Preis: das Women in Technology Scholarship

2020, Februar 11.

Zum 16. Mal haben sich in diesem Jahr Ende Januar die Frauennetzwerke, der Zonta Club II Frankfurt Rhein Main und der Soroptimist International Club Frankfurt Vision, zu einem Neujahrsempfang auf dem Campus Westend der Goethe-Universität getroffen, um spannende aktuelle Themen zu diskutieren. Auf dem Programm stand nicht nur ein Beitrag der Leibnizpreisträgerin 2018, Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln, zum Thema „Frauen und (Erwerbs-) Arbeit. Die Zonta Clubs Frankfurt verliehen darüberhinaus erstmalig einen Förderungspreis, das Women in Technology Scholarship (WIT).

v.l.n.r.: Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin Goethe-Universität; Dagmar Nourney, Präsidentin Club Soroptimist Frankfurt-Vision, Louise Gerischer, Vizepräsidentin Zonta Club Frankfurt am Main; Dr. Gerolf Ziegenhain, DFS Deutsche Flugsicherung GmbH; Dr. Iuliia Pliushch, WIT Preisträgerin; Prof. Dr. Visvanathan Ramesh, Goethe-Universität; Katrin Lowitz, Präsidentin Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main, Fotos: Kathrin Dassel

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Frauen im Fokus: „Resistance & Sensibility“ – Italienische Fotografie im Forum Frankfurt (FFF)

2020, Februar 10.

Weibliche Fotografien aus der „Collezione Donata Pizzi“

Von Petra Kammann

„Resistance & Sensibility“ heißt die Ausstellung des Fotografie Forum Frankfurt (FFF), die rund 150 Arbeiten italienischer Fotografinnen von 1965 bis heute zeigt. Die 2014 begonnene Collezione der italienischen Fotografin, Bildredakteurin und in Mailand lebenden Sammlerin Donata Pizzi gehört weltweit zu den wenigen Sammlungen, die ausschließlich Werke von über 70  Fotografinnen verschiedenster Generationen  enthält.

Die Sammlerin Donata Pizzi im Gespräch mit Celina Lunsford, der Künstlerischen Leiterin des Fotografie Forums; Foto: Petra Kammann 

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Beste Anregungen im Deutschen Architekturmuseum (DAM) für die Theaterzukunft

2020, Februar 8.

Ein Interimshaus für die Oper in Bockenheim könnte mehr als ein Zwischenmodell sein

Von Uwe Kammann

Horrende Summen, irrwitzige Kosten: Die „Süddeutsche Zeitung“ spart nicht mit vehementer Kritik an den Zahlen, die heute in der Regel für den Neubau und/oder die Sanierung von Kulturbauten aufgerufen werden. Von Berlin über Köln bis München ist das die Regel. Frankfurt macht keine Ausnahme, seit eine erste Machbarkeitsstudie vor drei Jahren den Sanierungspegel für die Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz auf bald eine Milliarde Euro hat steigen lassen.

Blick in die Ausstellung des DAM: „Interim Oper Frankfurt“, Foto: Petra Kammann

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10 Jahre DFG-Preis – Staffelübergabe an die künftige Generation

2020, Februar 7.

„Sous les yeux de Charlemagne et ses copains“

Ein denkwürdiger Tag vor der Nacht des Brexit. Bekräftigung der deutsch-französischen Freundschaft

von Petra Kammann

Pünktlich zum britischen EU-Exit wurde am 31.1. der 10. DFG-Preis an die besten Französisch-Schüler aus dem Grund- und Leistungskurs aus Frankfurt und Umgebung unter der Schirmherrschaft der französischen Generalkonsulin Pascale Trimbach und „sous les yeux de Charlemagne et ses copains“ (O-Ton Bürgermeister Becker) verliehen, der seine Ansprache in Teilen auf Französisch hielt. Einigkeit herrschte im Kaisersaal des Römer darüber, dass die Deutsch-französische Freundschaft leben möge.

Die Spannung im Kaisersaal ist groß, für Schüler, Eltern und Lehrer. Wer bekommt den Preis? Fotos: Petra Kammann

Die Sixties in Frankfurt – „Bewegte Zeiten“

2020, Februar 5.

Die Beatles kamen nur bis zum Flughafen, Kennedy bis in die Paulskirche, Joan Baez sang zum Ostermarsch, Udo Jürgens in der Jahrhunderthalle, Studenten besetzten die Schienen, Neckermann wurde Verleger, Mohammed Ali boxte im Waldstadion und Handke beschimpfte das Publikum.

Von Petra Kammann

„Bewegte Zeiten“ – so der Titel einer Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte –  waren die wirtschaftlich erfolgreichen 60er Jahre in Frankfurt, der Stadt, die sich ständig neu erfindet. Manche der im Institut für Stadtgeschichte ausgestellten Zeitdokumente ergänzen das kollektive Gedächtnis, das sich in dieser Dekade häufig nur auf die 68er beschränkt.

1 The Beatles bei ihrem Zwischenstopp auf dem Frankfurter Flughafen, 2. Juli 1964 © ISG FFM, S7Bo Nr. 1165, Mickey Bohnacker; 2 John F. Kennedy nimmt beim Frankfurt-Besuch ein Bad in der Menge, 25. Juni 1963 © ISG FFM, S7Z Nr. 1963-196, Kurt Weiner; 3 Ostermarschaktivist*innen fordern „Fünf Minuten Verkehrsruhe für Vietnam“, 13. April 1968 © ISG FFM, S7Z Nr. 1968-38, Klaus Meier-Ude

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Im  Liebieghaus erstrahlen die Farben der Antike in neuem Glanz

2020, Februar 4.

Statt Missoni tragen die bunten Götter jetzt Hermès – nach erfolgreicher Welttournee zurück in Frankfurt

Von Hans-Bernd Heier

Seit 2003 tourt die „Bunte Götter“- Schau erfolgreich durch die ganze Welt und wird kontinuierlich durch neue Forschungsergebnisse ergänzt. In 30 Städten haben mittlerweile rund 3 Millionen Besucher die Ausstellung gesehen, zuletzt in San Francisco, wo täglich 6.000 Besucher die Farbenpracht der antiken Götter- und Heldenstatuen bestaunen wollten. Jetzt sind diese zurück in Frankfurt. Die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentiert die große, erweiterte Ausstellung „Bunte Götter – Golden Edition. Die Farben der Antike“, die einen neuen, differenzierten Blick auf das irritierende Phänomen der Statuenpolychromie ermöglicht.

Experimentelle Farbrekonstruktion Variante C eines Bogenschützen, sogenannter „Paris“, 2019; Liebieghaus Skulpturensammlung – Norbert Miguletz

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