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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Malerei

Dem Maler, Zeichner, Buchillustrator Hans Ticha zum 80ten

2020, September 21.

Humorvoll-Skurill, Außergewöhnlich, und Unverkennbar

von Renate Feyerbacher

Kein gemeinsames Versammeln mit Eröffnungsrede zum Beginn der Vernissage, sondern nur der Aufenthalt vor der Büchergilde-Galerie in Frankfurt auf der Straße mit Getränke-Theke. Der Zugang zur Ausstellung ist nur nach und nach möglich… Hans Ticha nimmt die Situation locker, es muss ja sein. Große Ruhe strahlt er aus, als habe er diese in der DDR gelernt. Geduldig redet er mit den Freunden, die gekommen sind, mit den Interessierten, die seine Kunst schätzen. Nur kurz dürfen Hans Ticha und später auch seine Frau zum Foto ohne Mundschutz in die Laden-Galerie gehen.

Hans Ticha im Staatlichen Museum Schwerin vor den Bildern „Sieger im Radrennen“, 1970 und „Brausende Hochrufe“, 1982, Foto: Galerie LÄKEMÄKER Berlin/Wustrow

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Ingelheimer Kunstforum zeigt „Paul Klee. Tierisches“

2020, September 7.

Fabelhafte Mischwesen und vom Tierischen im Menschen und vom Menschlichen im Tier

Von Hans-Bernd Heier

In Paul Klees Werk spielen Tierdarstellungen eine besondere Rolle. In einer exzellenten Themenschau, die in enger Kooperation mit dem „Zentrum Paul Klee Bern“ entwickelt wurde, ist das facettenreiche tierische Universum des Bauhaus-Künstlers Paul Klee (1879 – 1940) erstmals in Deutschland zu sehen. In der 61. Ausstellung der „Internationalen Tage Ingelheim“ versammelt das Kunstforum unter dem Titel „Paul Klee. Tierisches“ rund 110 Werke auf Papier (Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen), vier Gemälde, Fotografien aus Klees Familienalbum sowie Beispiele seiner Naturaliensammlung.

Paul Klee „Das Lamm“, Öl- und Federzeichnung auf Pappe,1920; Städel Museum, Frankfurt am Main; © Städel Museum-ARTOTHEK

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Slawomir Elsner erhält Otto-Ritschl-Preis 2020

2020, August 31.

Verwirrend unscharf wirkende Farbarbeiten

Von Hans-Bernd Heier

Der Museumsverein Ritschl e. V. und das Museum Wiesbaden haben Slawomir Elsner mit dem Otto-Ritschl-Preis 2020 ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung im Museum Wiesbaden verbunden. Der Maler, der sich der Farbverteilung und Lichtregie alter Meister annähert, legt in seinen Arbeiten Farbschicht um Farbschicht übereinander, um so leuchtende Farbräume zu erschaffen. Dabei hat er eine sehr eigenständige Position im zeitgenössischen Kunstgeschehen entwickelt.

Slawomir Elsner „Allegorie der Liebe oder Venus küsst Amor“, Farbstoff auf Papier, 2020 (nach Agnolo Bronzino, London, National Gallery); Courtesy of the Artist

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Raffaela Zenoni: „Mutter Erde und ihre Besucher“ im Kunstverein Familie Montez (II)

2020, August 23.

Stationen eines Kreuzwegs

Von Erhard Metz

Mutter Erde, Zyklus I-XV, 2015, Acryl auf Leinwand, je 130 x 195 cm; hier: Mutter Erde I und II
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„Paradise in Transition“ in der Galerie Heike Strelow

2020, August 14.

Von Erhard Metz

Wir stecken mitten in der Corona-Pandemie. Ist es da – bereits – Zeit, so wurde kürzlich gefragt, für eine literarische, eine künstlerische Reflektion? Wir meinen ja. Nun geschieht dies in der laufenden, äußerst sehenswerten Ausstellung „Paradise in Transition“ in der Frankfurter Galerie Heike Strelow nicht nur, aber auch, auf sehr verschiedene Art und Weise: unterschwellig subtil, berührend, beängstigend, bedrohlich, aber auch humorvoll, ironisch, clownesk – eben höchst komplex, stehen doch die Begriffe Paradies für Ersehntes wie Verlorenes, Transition für Vorgänge im kultur- wie soziopolitischen Prozeß.

Jonny Green, Coronation of the Covid King, 2020, Oil on canvas, 25 x 20 cm Weiterlesen

Raffaela Zenoni: „Mutter Erde und ihre Besucher“ im Kunstverein Familie Montez

2020, August 1.

Impulsvortrag zur Vernissage

von Erhard Metz

Mirek Macke vor „Pépin“, 2019, Acryl auf Leinwand, 130 x 195 cm; Foto: Christoph von Löw

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Zwei für das Städel Museum bedeutende Neuerwerbungen

2020, Juni 22.

Neuzugänge von Wilhelm Morgner und Erich Heckel – den Künstlern des deutschen Expressionismus 

Das Städel Museum konnte durch großzügiges mäzenatisches Engagement zwei bedeutende Werke des deutschen Expressionismus erwerben: das Gemälde Astrale Komposition VI (1912) von Wilhelm Morgner für die Sammlung Moderne und die Druckgrafik Männerbildnis (1919) von Erich Heckel für die Graphische Sammlung. Beide Werke konnten mit Mitteln von Volker Westerborg für das Städel Museum und den Städelschen Museums-Verein angekauft werden.

Wilhelm Morgner (1891–1917), Astrale Komposition VI, 1912, Öl auf Malkarton, auf Hartfaserplatte aufgezogen, Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V., Foto: Städel Museum

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Skulpturen im Vorübergehen – „En Passant“. Impressionismus in der Skulptur. Ein Interview mit Alexander Eiling

2020, Juni 8.

Crossmediale Reflexe und Skulpturen

Die Werke von Degas, Rodin, Rosso, Troubetzkoy und Bugatti stehen in der Schau „En passant“ im Städel Museum für die Grundfrage nach der Existenz einer impressionistischen Skulptur schlechthin. Deswegen sind die künstlerischen impressionistischen Arbeiten in Malerei, Zeichnung und Druckgrafik denen der Bildhauerei dialogisch gegenübergestellt. Über das Konzept der Ausstellung sprach Petra Kammann mit Alexander Eiling, dem Leiter Kunst der Moderne des Städel.

Dr. Alexander Eiling, Leiter Kunst der Moderne des Städel und mit Dr. Eva Mongi-Vollmer Kurator der Ausstellung „En passant“, Alle Fotos: Petra Kammann

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Kunstprojekt „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez (2)

2020, Mai 31.

Von Erhard Metz

„Gemischte Gefühle“ lautet der Titel der Gruppenausstellung der IFB-Stiftung (Inklusion durch Förderung und Betreuung) aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens im Frankfurter Kunstverein Familie Montez, über die wir bereits im ersten Abschnitt unseres Berichts informierten. Kurz nach ihrer Eröffnung fand sie durch das hereinbrechende Corona-Virus in das gesellschaftliche Leben ein abruptes Ende; inzwischen wurde sie wiedereröffnet, und die Arbeiten von über 50 Künstlerinnen und Künstlern können bis zur Finissage am 7. Juni 2020 besichtigt und auch erworben werden. Und nicht zuletzt verdient die IFB-Stiftung gerade in diesen Corona-Monaten – unter ihrem aktuellen Motto „soziale Arbeit in Zeiten sozialer Distanz“ – Aufmerksamkeit und Förderung.

Sandra Mann, „I feel B“, „Nina (Heusenstamm)“, 2009, Archivalischer Vintage Pigmentdruck auf Canvas, Edition 5/5, 80 x 90 cm

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Kunstprojekt „Gemischte Gefühle“ im Kunstverein Familie Montez (1)

2020, Mai 29.

Von Erhard Metz

Gemischte Gefühle durchleben wir in diesen vom neuartigen Corona-Virus geprägten Wochen und Monaten wahrhaftig – und beim Betreten des nach der Schließung jetzt wiedereröffneten Frankfurter Kunstvereins Familie Montez glaubten wir auf den ersten Blick, uns in der Adresse geirrt zu haben. Aber dem war nicht so – nur hatte sich der große Salon, früher mit Sofas und Sesseln aller Couleur und Herkunft bestückt, nun dieser entledigt und sich in einen mit Sperrbändern und Wegweisungen versehenen Ausstellungsraum verwandelt mit Traditionsrequisiten des Vereins wie auch mit Exponaten der laufenden Ausstellung, über die es zu berichten gilt.

Kunstverein Familie Montez – mit Corona

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