Alle Artikel zu Malerei
2026, Juni 19.
Was eine Welle auslösen kann…
Ein kurzer Blick vor Tores Schluss. Von Petra Kammann
Der französische Dichter und Kunstkritiker Charles Baudelaire sprach 1863 in seinem berühmten Essay „Peintres de la vie moderne“ von den „Malern des modernen Lebens“, die das Flüchtige, das Wesentliche des Moments, festhalten. Die in der Städelschau ausgewählten tiefenscharfen Schwarz-Weißfotos wie die des Pioniers der Fotographie Alphonse Davanne (1824-1912), sind der Malerei gegenübergestellt. In einer Zeit des Umbruchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sprechen sie eine andere Sprache. Die beiden unterschiedlichen Medien schaffen ein neues Sehen und neue Formen der Malerei.

Nochmal ein Blick Étretat. Die Wäscherinnen, 1920, das ungewöhnliche Gemälde von Henri Matisse in der Städelschau, Foto © The Fitzwilliam Museum, University of Cambridge
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Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Reisen & Lebensart, Schirn Kunsthalle | Kommentare deaktiviert für Letzte Impressionen der gelungenen Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel (2)
2026, Juni 15.
Heimgesucht – von der Bildmacht
Von Andrea Seppi
Kommt alle und sehet, wer Augen hat zu sehen – und wer nicht, auch dem kann hier geholfen werden, denn Namen und Bezeichnungen vermögen (genau wie Bilder) ganze Kulturen zu be-in-halten: Shoshone, Sioux, Hopi Luiseño u.s.w. So einige Titel der ‚Ten Indians Suite‘, einer Serie von Fritz Scholder (1937–2005), zu sehen in der aktuellen Ausstellung im MMK Tower.
Blick in die Ausstellung, Foto: Andrea Seppi
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Bildende Künste, Kultur und Gesellschaft, Kunstszene überregional, Malerei, MMK Museum für Moderne Kunst | Kommentare deaktiviert für Malerei von Fritz Scholder im MMK Tower
2026, Juni 4.
„Unsere Straßen – unsere Künstler“: eine neue Ausstellung in der Sammlung „19. Jahrhundert“ des Stadtmuseums
Von Angelika Campbell
Engagiert hält die Initiative „Unsere Straßen – unsere Künstler e.V.“ die Erinnerung an die Düsseldorfer Malerschule wach. Zu dieser zählen bekannte Kunstschaffende, deren Namen sich in vielen Straßen Düsseldorfs wiederfinden. In einer neuen Ausstellung im dortigen Stadtmuseum wird nun die laufende Arbeit des Vereins dargestellt, weil dessen Gesamtprojekt in diesem Jahr mit der Sammlung „19. Jahrhundert“ des Stadtmuseums in Verbindung steht. Die offizielle Eröffnung findet am Sonntag, 7. Juni, um 12 Uhr statt; die Ausstellung ist anschließend noch bis zum 2. August 2026 zu sehen.

Foto: Inge Sauer (rechts) und Kuratorin Eva Sauer mit Schadow-Zeichnung (Muse des Theaters, 1826), Fotograf: Enrico Vezzi
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2026, Mai 30.
Wiederentdeckung eines virtuosen Dresdener Meisters
Von Hans-Bernd Heier
Viel zu lange zählte Georg Lührig zu den vergessenen Dresdener Künstlern. Sein Lebenswerk schlummerte viele Jahre im Besitz seiner Nachfahren. Dank eines aufwändigen Restaurierungsprojekts wird im Museum Wiesbaden das Lebenswerk dieses vielseitigen Künstlers, der für seine Gemälde des Jungendstils und Symbolismus, seine monumentalen Wandfresken, aber auch für seine Malerei als Kriegsjournalist einst gefeiert wurde, jetzt im Landesmuseum ausgestellt. Unter dem Titel „Jugendstil und Symbolismus: Georg Lührig. Ein Meister aus Dresden“ präsentiert das Museum bis zum 17. Januar 2027 über 100 Arbeiten. Höhepunkte der Schau sind großformatige Studien seiner monumentalen Wandgemälde, welche das damalige Königlichen Ministerium für Kultus und Unterricht und die Dreikönigsschule in Dresden schmückten, jedoch im Krieg zerstört wurden. Ergänzt durch interaktive Medienstationen wird Archiv-, Forschungs- und Museumsarbeit erlebbar.

Georg Lührig „Pelikan“, 1900/01, Öl auf Leinwand, Albertinum; © Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Karpinski
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Bildende Künste, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Wiesbaden | Kommentare deaktiviert für Museum Wiesbaden würdigt das Lebenswerk des Jugendstilmalers und Symbolisten Georg Lührig
2026, Mai 18.
Ein Resumee des Marielies Hess-Kunstpreises, Teil 3
von Brigitta Amalia Gonser
Nun zu dem Marielies Hess-Kunstpreis, den die Marielies Hess-Stiftung seit 2011 im zweijährigen Rhythmus auslobt, einen Preis für ältere, arrivierte, hessische Künstlerinnen und Künstler, dotiert mit 4.000,- €. In Verbindung dazu wird eine repräsentative Ausstellung des Künstlers in Kooperation mit einem adäquaten Ort in Frankfurt am Main organisiert.

Brigitta Amalia Gonser, Kuratorin der Marielies Hess-Stiftung, Foto: Paul Alexander Englert
Als Kunstvermittlerin arbeite ich schon seit zwanzig Jahren kuratorisch mit der Marielies Hess-Stiftung zusammen und begrüße diese Entscheidung von sozialer und kulturpolitischer Tragweite. Ein Preis für die Generation 40/50+ der älteren, namhaften Künstler und Künstlerinnen aus Hessen. Darauf möchte ich etwas ausführlicher eingehen.
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Bildende Künste, Installation · Performance · Objektkunst, Kultur Frankfurt, Malerei, Skulptur | Kommentare deaktiviert für 60 Jubiläum der Marielies Hess-Stiftung und das Finale des Marielies Hess-Kunstpreises
2026, Mai 15.
Ein Resumee: Teil 2
Ein Beitrag der Kuratorin Brigitta Amalia Gonser
Und weiter geht es mit herausragenden Einzelausstellungen der Marielies Hess-Stiftung in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks:

Vollrad Kutscher, Einatmen-Ausatmen. Porträtinstallation Norbert Klassen
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Bildende Künste, Bildung · Pisa von innen, Fotografie · Video · Film, Installation · Performance · Objektkunst, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Die Marielies Hess-Stiftung: 60. Jubiläum und ihr Finale
2026, Mai 14.
Wer bin ich, wie eigne ich mir die Welt an, und wie kommen wir zusammen, You & Eye?
Foto-Impressionen von Foto-Workshopleiter Peter Loewy und Petra Kammann
Der Empfang im Museum Angewandte Kunst war für die engagierten und kreativen Jugendlichen eine Ehre. Über ein Halbjahr hinweg hatten die Schüler:innen der Paul-Hindemith-Schule, einer Gesamtschule im Gallus, gemeinsam mit Frankfurter Künstler:innen Projekte und eigene Arbeiten in den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Musik, Keramik, Comic und Fotografie entwickelt. Gestern wurde die von Vandad Neshati im Untergeschoss des Museum Angewandte Kunst organisierte Ausstellung mit einer Rede von Direktor Mathias Wagner K, von Kulturamtsleiterin Sybille Linke und der Künstlerin und Kuratorin Ulrike Markus eröffnet. Und getanzt wurde auch. Schade, dass heute schon letzter Tag ist!

Die Spannung der Hindemith-Schüler:innen ist groß, Wie sieht’s aus im Museum?, Foto: Peter Loewy
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Bildende Künste, Bildung · Pisa von innen, Fotografie · Video · Film, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Museum Angewandte Kunst, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für You & Eye – Arbeiten von Schülern und Schülerinnen der Paul-Hindemith-Schule im Museum Angewandte Kunst
2026, Mai 13.
„Ikonen auf dem Weg“
Die erste Sonderausstellung im Ikonenmuseum seit seiner Neueinrichtung würdigt die fast 30-jährige Zusammenarbeit des Museums mit dem Bode-Museum Berlin (Staatliche Museen zu Berlin – Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst). Inmitten der Dauerausstellung präsentiert sie ausgesuchte Ikonen der postbyzantinischen und russischen Ikonenmalerei aus der Sammlung des Museums für Byzantinische Kunst, die seit 1999 als Dauerleihgaben im Frankfurter Ikonenmuseum waren. Dabei treten die fein gearbeiteten, vorwiegend kleinformatigen Ikonen der Muttergottes, vom Leben und der Passion Jesu Christi und ausgewählter Heiliger, die der Verehrung im Privaten dienten, in einen Dialog mit den oft aus kirchlichen Kontexten stammenden, dauerhaft ausgestellten Ikonen im Ausstellungsraum.

Szenen aus dem Marienleben, Linker Flügel aus einem Marientriptychon Russland, um 1600, Eitempera über Leinwand auf Holz, Inv.-Nr. 11285b, Dauerleihgabe Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Foto: Wolfgang Günzel
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Bildende Künste, Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei | Kommentare deaktiviert für Schätze aus dem Bode-Museum Berlin im Ikonenmuseum Frankfurt
2026, Mai 12.
Ein Resumee: Teil 1 Flüchtige Verfestigung
Das Ende der Marielies Hess-Stiftung am 04.05.2026 im Haus am Dom
Von Brigitta Amalia Gonser

Es spielte der Saxofonist Tobias Rüger, Foto: Alexander Paul Englert
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Bildende Künste, Fotografie · Video · Film, Frankfurter Kunstverein, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kunstszene überregional, Kunstszene Rhein-Main, Malerei, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Mit dem 60. Jubiläum der Marielies Hess-Stiftung steht auch ihr Finale
2026, April 27.
Punkte retten ein Leben
Von Margarete Berghoff
Es war einmal ein kleines Mädchen, das litt so sehr unter den ständigen Streitigkeiten ihrer Eltern, dass sie eines Tages, als sie auf eine gepunktete Tischdecke schaute, plötzlich nur noch Punkte sah. Die Welt und sie selbst lösten sich auf in mehr als tausend Punkten. Das Mädchen war 10 Jahre alt und es geschah, dass sie von da an immer öfter viele bunte Punkte sah. Sie begann, die Punkte zu malen und zog sich immer mehr in ihre innere Welt zurück. Später wurde aus ihr eine berühmte Künstlerin. Viele Museen richteten Ausstellungen für ihre Kunstwerke aus, weil die Menschen so viel Freude an ihren lustigen bunten Punkten hatten. Sie malte weiter und weiter. Heute ist sie 96 Jahre alt und sie malt immer noch jeden Tag ein Bild.

Yayoi Kusama bei der Arbeit an My Eternal Soul (2009–21), 2017 © YAYOI KUSAMA Courtesy of Ota Fine Arts, David Zwirner
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Fotografie · Video · Film, Kultur und Gesellschaft, Kunst Orte, Malerei, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Retrospektive Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln