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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Buch und Literatur

Starke Stücke  (20) – Wiederaufnahme von Premieren und Ausblick auf die Spielzeit 2021  bis Ende des Jahres

2021, Juli 25.

Es wird wieder gespielt!

von Renate Feyerbacher

Voller Zuversicht und Hoffnung  waren Intendant Anselm Weber und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, dass bald wieder ein normaler Spielbetrieb  wieder möglich sein wird. Hartwig lobte das vorbildliche Engagement der Mitarbeiter gegen Hass und Antisemitismus – Schwerpunktthema der letzten Saison–   sowie die erweiterte Öffnung des Hauses in die Stadtgesellschaft. Wie vor einem Jahr auf der Pressekonferenz hatte der Intendant  wieder seine Dramaturginnen und Dramaturgen das Programm für die kommende Spielzeit vorstellen lassen. 

Schauspiel Frankfurt – präsent in der U-Bahn, Foto: Renate Feyerbacher

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Freiluftkino Frankfurt

2021, Juli 19.

Freiluftkino Frankfurt noch bis 1. August 

Das Alte Polizeipräsidium zwischen Hauptbahnhof und Messegelände steht seit 2002 weitgehend leer. Beinahe 20 Jahre lang hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Spuren, die auf unsichtbare Weise eine Off-Location erschaffen haben, deren roughness dem FREILUFTKINO FRANKFURT einen Charme verleiht, für den das Open-Air-Kino über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Prädestiniert also für einen Kino-Besuch der ganz besonderen Art, denn kaum ein Frankfurter kennt diesen Ort, der jetzt noch die Geschichte der Stadt atmet, doch schon bald der Zukunft weichen wird.

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Verleihung des 9. Prix AbiBac des Deutsch-Französischen Kreises 2021 live im Düsseldorfer Rathaus

2021, Juli 10.

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen

Von Petra Kammann

Für die Abiturienten mit dem deutsch-französischen Doppelabschluss war es nach einem für alle ungewohnten und außergewöhnlichen Pandemie-Schuljahr umso erstaunlicher und erfreulicher, dass sowohl die Prüfungen zum Prix AbiBac des Deutsch-Französischen Kreises (DFK) als auch die Preisverleihung live im Düsseldorfer Rathaus stattfinden konnten.

Die am Prix AbiBac Beteiligten: v.l.n.r.: Claire von Vaernewyck (nominiert), François Dillenschneider, Proviseur du Lycée français (LfdD), Margaux Schöppner (nominiert), Amélie Bolz (3. Preis), OB Dr. Christoph Keller, DFK-Präsidentin Ariane Bommers, Alexander Raßbach (1. Preis), Dr. Olivia Christmann-Berkley,  Generalkonsulin Frankreich, Philippe Rudolph (1.Preis), Ann-Kathrin Broser (3. Preis), Gabriele Patten (Direktorin Luisen Gymnasium), Christiane von der Groeben, Secrétaire Générale DFK, Petra Kammann, Präsidium DFK und Juryvorsitzende Prix AbiBac, Bruno Girardeau, Jurymitglied und Attaché de langue  für NRW und Hessen; Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Lars Heidrich

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“ Palindrome“ – Mode trifft auf Malerei. Nina Holleins und Philipp Schweigers Kreationen im Kunstverein Familie Montez

2021, Juli 2.

Extravagante Slow Fashion zwischen zarter Landschaftsmalerei

Gemischtes Doppel aus Farben, Rhythmen und Texturen

von Petra Kammann

Viereinhalb Jahre war Nina Hollein, die kreative Frau des ehemaligen Städeldirektors und heutigen Direktors des Metropolitan Museums Max Hollein, mit dem sie nun in New York lebt, nicht mehr in Frankfurt. Doch zur ersten Frankfurt Fashion Week ist die gebürtige Wienerin in ihre „zweite Heimat“ zurückgekehrt mit der Ausstellung „Palindrome“ im Kunstverein Familie Montez, in der sie ihre so inspiriert pfiffige wie nachhaltige Mode den besonderen Landschaftsgemälden ihres Zwillingsbruders Philipp Schweiger gegenübergestellt: Einfach große Klasse!

Nina Hollein vor den Bildern ihres Zwillingsbruders Philipp Schweizer, in der Ausstellung „Palindrome“, Foto: HolgerMenzel @Stadt Frankfurt

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Berliner Sommertheater – live

2021, Juli 1.

Von Simone Hamm

Endlich wieder Theater! In Berlin gab es in den letzten Wochen vor der stark verkürzten Sommerpause (die Schaubühne spielt sogar in den Sommerferien durch) beeindruckende Premieren. 

Virginie Despentes 

bei Kiepenheuer & Witsch

erschienener Roman

„Vernon Subutex 1“   

wird an der Berliner Schaubühne

gespielt

 

 

 

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Frankfurt liest Eva Demskis autobiographischen Roman „Scheintod“ und einen Teil der eigenen Geschichte

2021, Juni 17.

„Scheintod“ und ganz lebendig

Von Petra Kammann

Mehrfach verschoben und nun endlich vom 4. -18. Juli 2021 live: „Frankfurt liest ein Buch“ mit vielen Facetten und spannenden Orten. Das Lese-Festival feiert die Autorin Eva Demski, die in der Geschichte um ihren verstorbenen Mann, der als Anwalt das Milieu der Frankfurter Halbwelt und die Terroristenszene vertreten hat, auch der Frage von Liebe, Verrat und Verlust nachgeht. Als er mit 30 starb, lebten sie bereits getrennt. Sie denkt und schreibt sich in seine Welt ein.

Eva Demski – Die Autorin aus dem „Zweistromland“, zwischen Rhein und Donau, wurde ganz Frankfurterin, Foto: Petra Kammann

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Warum in die Ferne schweifen? Die Ratgeb-Wandgemälde im Frankfurter Karmeliterkloster

2021, Juni 15.

Mit dem Institut für Stadtgeschichte ein mittelalterliches Kleinod entdecken 

Der Maler Jörg Ratgeb und seine Werkstatt schmückten zwischen 1514 und 1521 den gerade erweiterten Kreuzgang des Karmeliterklosters mit der Heilsgeschichte und das Refektorium mit Motiven der Ordensgeschichte aus. Die damals entstandenen Zyklen gelten als die bedeutendsten vorbarocken Wandmalereien nördlich der Alpen. Am Sonntag, 20. Juni, führt um 15 Uhr  führt die Kunsthistorikerin Sabine Mannel durch das mittelalterliche Karmeliterkloster und erläutert die Wandgemälde des schwäbischen Malers Jörg Ratgeb (um 1480 bis 1526).

Hör Ratgebs Wandgemälde „Die Rettung der Karmelitermönche“, Foto: Uwe Dettmar

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„Ich rede von der Cholera“ von Heinrich Heine in der Naxoshalle

2021, Juni 9.

Was für ein Glück wieder im Willy Praml Theater zu sein!

von Renate Feyerbacher

Der Schmerzschrei aus dem Innenraum der Frankfurter Naxoshalle ist heftig, geht durch Mark und Bein. „Ich wurde in dieser Arbeit viel gestört, zumeist durch das grauenhafte Schreien meines Nachbars, welcher an der Cholera starb.“ In  den Artikeln VI, Paris 19. April 1832  bis Artikel VIII, Paris 27. Mai 1832, gesammelt in  „Französische Zustände“, berichtet  Heinrich Heine (Düsseldorf 1797 – Paris 1856) über die Cholera. Untermalt wird der Text mit der Musik aus dem 3. Akt der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi. Später, interpretiert von drei Tenören aus dem Heinrich Heine Chor Frankfurt.

Die ramponierte Fassade der Naxoshalle, für Heines „Cholera“ die ideale Kulisse; Foto: Rebekka Waitz

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Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen im Jahr der Pandemie 2021

2021, Juni 7.

Erst ohne Publikum, dann ohne Schauspieler und trotzdem ein großer Erfolg

von Simone Hamm

Wochenlang haben die Ruhrfestspiele digital stattgefunden. Mit Karo Itos und Yoshi Oidas bewegendem No Theater Stück „Die Seidentrommel“ über eine unmögliche Liebe eines alten Mannes (Yoshi Oida ist 87 Jahre alt), eines Bühnenarbeiters zu einer jungen Tänzerin. Oder mit dem Projekt „Arbeiterinnen“, in dem deutsche und polnische Arbeiterinnen, dargestellt von Schauspielerinnen, aus ihrem Leben erzählen. Und weil es eben Schauspielerinnen sind, die die Texte vortragen, hat das nichts Voyeuristsisch – Peinliches, sondern etwas sehr Präsentes.

Kaori Itos und Yoshi Oidas berührendes No Theater Stück „Die Seidentrommel“

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Ursula Assmus wäre heute 100 geworden – Eine Frankfurter Institution, verknüpft mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

2021, Juni 5.

Die legendäre UA: bescheiden und kämpferisch, wenn es um den Frieden ging… 

von Petra Kammann

UA – so lautete das Kürzel von Ursula Assmus beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels unter den Kurzmitteilungen, mit denen sie nach eingehender Prüfung einverstanden war. Sie war sich ihrer Verantwortung bewusst, denn sie hatte den heute renommierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels von der Mitte des 20. Jahrhunderts an mit aufgebaut und gut 30 Jahre lang in aller Bescheidenheit und mit äußerstem Taktgefühl betreut und begleitet – auch gegen alle Widerstände. Ihre Kriegserfahrungen hatten sie zur überzeugten Friedensbotschafterin gemacht –  keine Selbstverständlichkeit im Nachkriegs-Deutschland. Ihre beiden Brüder waren im Krieg geblieben, ein Teil ihrer Verwandten war während der Nazi-Zeit in die Schweiz emigriert.

Alfred Grosser (li) besuchte Ursula Assmus auch privat; Foto: Petra Kammann

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