Alle Artikel zu Buch und Literatur
2026, März 13.
Adaptiert für die Bühne: Bendict Wells Erfolgsroman „Vom Ende der Einsamkeit“ Schauspielhaus Bochum
Benedikt Wells Hauptfigur Jules in seinem Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ ist ein Junge, ein Mann, der sich jeden Tag in ein anderes Leben träumt, ein Leben, das weniger schmerzhaft, glücklicher ist… Die Geschwister Jules, Marty und Liz verlieren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall, kommen in ein scheußliches staatliches Internat. Sie verarbeiten ihre Trauer sehr unterschiedlich: Liz (Karin Moog) ist die Aufgekratzte, die das Leben herausfordert, die vor keiner Droge und keinem Mann halt macht. Toni (Payam Yazdani), ein Mitschüler, der hässliche Strickpullis trägt, wird sie sein ganzes Leben lang lieben.

Nina Steils, Foto: Sophia Hegewald
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Buch und Literatur, Schauspiel | Kommentare deaktiviert für Große Gefühle, traumatische Begebenheiten, hoffnungsvolles Aufbegehren
2026, März 6.
Nachgefragt! Was die Region im Innersten zusammenhält
Seit einem Jahr ist Dr. Susanne Völker Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und gewährt Einblicke in die Komplexität ihrer Arbeit. Für FeuilletonFrankfurt sprach Petra Kammann mit ihr, um sich von ihrer Person in dieser Funktion einen Eindruck zu verschaffen und etwas über zukünftige Perspektiven zu erfahren.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, in der Zentrale in Bad Homburg, Foto: Petra Kammann
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Atelierhäuser und freie Szene, Autorinnen und Autoren, Bildende Künste, Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Design, KultTouren, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Kunst Orte, Kunstszene Rhein-Main, Malerei, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Gespräch mit der Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Susanne Völker
2026, März 1.

Die Frankfurter Videografin Frieda Günzel stellt Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain in ihren kreativen Prozessen für FeuilletonFrankfurt vor.
Mit Heide Weidele traf sie eine Installationskünstlerin, die seit 1971 in Frankfurt am Main lebt und zunächst von 1961 bis 1974 als Buchhändlerin arbeitete, ab 1974 die Hochschule für Gestaltung in Offenbach und von 79 bis 81 die Staatliche Hochschule für Bildende Künste – die Städelschule in Frankfurt besuchte. In dem Videoporträt spricht sie über das Zusammenspiel zwischen Ausstellungsraum und Kunstwerk, über den verborgenen Zauber, der dem Material Plastik innewohnt und über den größten Fehler, den sie während ihres Schaffensprozesses machen kann: etwas zu beabsichtigen.
https://www.youtube.com/watch?v=1nmbxebeLDg
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Bildende Künste, Buch und Literatur, Herzlich Willkommen, Historisches Museum, Installation · Performance · Objektkunst, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Friedas Künstlerporträts. Teil IV: Heide Weidele
2026, Februar 20.
Eine Leseempfehlung

Unter dem Titel „Was Simone gerade liest …“
stellt unsere Theater-, Opern- und Tanzkritikerin
← Simone Hamm, die auch eine begeisterte Leserin ist,
Neuerscheinungen vor, wie zum Beispiel diesmal
„Lázár“ von Nelio Biedermann (Rowohlt Berlin).
In 18 Sprachen ist der zweite Roman des erst 23-jährigen Autors
übersetzt worden, in 20 Ländern erschienen.
Tom Tykwer will „Lázár“ verfilmen.
Von Ende Februar an geht Nelio Biedermann
auf eine große Lesereise.
Autoren, Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Was Simone gerade liest…
2026, Februar 14.
Präzision, Monotonie, Rhythmik und komplexe Bildgewebe
Eindrücke von Petra Kammann
Nicht nur, dass der Einfluss der digitalen Massenmedien und der Maschinen auf unsere Existenz aktueller ist denn je und unsere Wahrnehmung prägt, wird in der Ausstellung unter dem Motto: „Fröhlich sein: Thomas Bayrle“ – Antrieb und Haltung gegenüber den Studierenden des einstigen Städeldirektors Thomas Bayrle (*1937) sichtbar. Der in Frankfurt lebende Künstler behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft wie Gier, Macht und Genuss, Werbe-, Konsum-, Alltags- und Kinoillusion und präsentiert sie in seinen Werken auf hintergründig humorvolle Art und Weise. In der großen Soloschau der Kunsthalle Schirn sind bis 10. Mai 2026 insgesamt 55 seiner Werke – vor allem aus den letzten zwei Jahrzehnten – zu sehen, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst, Soundinstallationen sowie eine Videoarbeit.

2020 – Besuch bei Thomas Bayrle zum Gespräch, Foto: Petra Kammann
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Buchmessen, Design, Fotografie · Video · Film, KultTouren, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Skulptur, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für „Fröhlich sein: Thomas Bayrle“ in der Schirn – Jesses, Maria und das Kreuz mit der Kunst
2026, Januar 30.
Skepsis und Hoffnung
Frankfurt war für Marie Luise Kaschnitz ein Ort, der sie nicht losließ. Keine große Liebe, aber ein Festhalten und Wundern. Ihre Beobachtungen sind genau, Ihre Einschätzungen sind wie auch in anderen ihrer Texte kritisch, ironisch und vorausschauend. Am 31. Januar 2026 wäre sie 125 Jahre alt geworden. Geboren 1901 in Karlsruhe machte Kaschnitz nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin in Weimar, bereiste mit ihrem Ehemann, einem Archäologen, viele Länder Europas und lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. 1933 erschien ihr erstes Buch: „Liebe beginnt“, ein Roman. Ihre bekanntesten Werke sind „Beschreibung eines Dorfes“(1966), „Tage, Tage, Jahre“(1968) und „Orte“(1971). Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet. 2026 steht Marie Luise Kaschnitz mit dem gerade erschienenen „Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ (Edition W) im Zentrum von „Frankfurt liest ein Buch„.

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Autoren, Autorinnen und Autoren, Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Zum 125. Geburtstag – eine Erinnerung an Marie Luise Kaschnitz
2025, Dezember 15.
Ein schwergewichtiger Prachtband als ultimatives Geschenk: für andere und sich selbst
Von Uwe Kammann
Erinnert sich noch jemand an eine provozierende Plakataktion von Klaus Staeck, die ein hyperrealistisches Altersporträt mit der Frage verbindet: „Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?“ Diese Frau mit den abgehärmten, fast abgelebten Zügen, das war die Mutter des Malers Albrecht Dürer – eines seiner bekanntesten Werke, neben den schon sprichwörtlichen betenden Händen und dem schier lebendigen Hasen, Schmuck vieler deutscher Wohnzimmer.

Selbstporträt von Albrecht Dürer um 1500 bzw. 1509/1510, in: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek /Taschen
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Bildende Künste, Buch und Literatur | Kommentare deaktiviert für Albrecht Dürer: über eine opulente Werkschau neu erschlossen
2025, Dezember 10.
Aller Natur wohnt ein Zauber inne…
Eindrücke von Petra Kammann
Vier Jahre lang hatte es Anfang der 1990er-Jahre den Wiener Fotografen Willy Puchner mit seinen beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally in die weite Welt gezogen, um neue Blickweisen auf die unterschiedlichsten Kontinente zu vermitteln. Das Pinguinpaar wurde seither für den Fotografen und Künstler Buchen er zur Projektionsfläche seiner Reiseträume, auch seiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach einer fremden Geborgenheit. Inzwischen überträgt er diese auf andere Objekte wie auf die verborgenen Schätze der Natur.

Doppelseite aus Willy Puchners Buch „Ansichten der Natur“
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Autoren, Autorinnen und Autoren, Bildende Künste, Buch und Literatur, Fotografie · Video · Film, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Reisen & Lebensart, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Besonders gestaltete Bücher: Willy Puchners Ansichten der Natur – Luftiges, Meeriges und Irdisches Teil 1
2025, Dezember 9.
Kunst als Metapher für Leben und grundlegende existenzielle Konflikte
Von Hans-Bernd Heier
Max Beckmanns Werk entsteht in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt und verwandelt diese Erfahrungen in eine bis heute faszinierende Bildsprache. Den intimsten Teil seines Œuvres bilden die Zeichnungen: Wie ein Tagebuch dokumentieren sie Beckmanns künstlerische Entwicklung und dienten ihm zugleich als Medium der Beobachtung, der Bildfindung, aber auch der Bild-Erfindung. Unter dem schlichten Titel „Beckmann“ rückt das Städel Museum diese Arbeiten derzeit in den Mittelpunkt einer bemerkenswerten Schau. In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung sind rund 80 Werke aus allen Schaffensphasen zu sehen – von bislang wenig bekannten Blättern bis hin zu herausragenden Hauptwerken.


Kuratorin Regina Freyberger erläutert in der Ausstellung die Zeichnung „Junge mit Hummer“, Foto: Petra Kammann
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Bildende Künste, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Kunstszene überregional, Malerei, Städel Museum, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Beckmanns ausdrucksstarke Zeichnungen im Städel Museum
2025, Dezember 3.
Bilderpracht an der Kölner Oper
von Simone Hamm
Auf der langen Tafel sind riesige Blumenbuketts aufgetürmt. Ein Hirsch liegt da und ein Wildschwein, eine riesige Auster, ein Schwan und ein Pfau. Alles ist knallbunt. Reglos stehen die Sängerinnen des Opernchores in bonbonfarbenen Reifröcken Opernchores auf und vor dem Tisch. Wie die daneben stehenden Männer tragen sie Rokkokoperücken. Ganz langsam erhebt sich hier und da eine Hand.

Chor der Oper Köln, Tänzer*innen © Sandra Then
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Buch und Literatur, Kultur und Gesellschaft, Oper | Kommentare deaktiviert für Barrie Koskys Inszenierung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Saul“