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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Buch und Literatur

Stiftung Buchkunst – Jubiläumsausstellung im Museum Angewandte Kunst

2026, September 9.

6 Jahrzehnte schönste Bücher – Ein vielstimmiges Panorama der Buchgestaltung aus unterschiedlichen Perspektiven

Subjektive Impressionen von Petra Kammann

Die Stiftung Buchkunst, gegründet 1966 als Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main und Leipzig, begleitet die deutsche Buchproduktion, um den Wert der technischen und gestalterischen Qualität des Buchs zu fördern und zu steigern. Anhand einer Auswahl preisgekrönter Bücher der letzten 60 Jahre ist für Besucher:innen aller Altersgruppen in der Ausstellung die ästhetische und technische Bedeutung des Buchs anschaulich greifbar. Daneben ploppt beim Blick in die Bücher der jeweilige Zeitgeist verschiedener Nachkriegsepochen auf…

„Zeit, Raum, Körper, Handlungen“ – Themen, die den Aktionskünstler Klaus Rinke in den 1970er Jahren beschäftigten, Katalog Dumont

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September-Programm anlässlich der Eröffnung der restaurierten Nordvorhalle der Leonhardskirche

2026, September 3.

Der 700 Jahre alte Kirchenraum wird zum Klingen gebracht

Mit der Eröffnung der Nordvorhalle von St. Leonhard ist die Restaurierung einer der schönsten und ältesten Frankfurter Kirchen abgeschlossen. Nicht nur Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts sind nun wieder zugänglich wie die beiden romanischen Kirchenportale und das hängende Gewölbe. Auch Neues ist zu entdecken wie die bei der archäologischen Ausgrabung gefundenen Fragmente mittelalterlicher Wandmalerei und die Heilig-Grab-Kapelle; der Blick in die romanische Apsis des Nordturmes ist berückend.

Leonhardskirche – Blick in das hängende Gewölbe

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Goethe-Preis für Uwe Timm: Vergegenwärtigung der Vergangenheit

2026, August 30.

Von der Paulskirchen-Laudatio durch Shida Bazyar zum traditionellen Geburtstagsfest im Goethe-Haus

Von Uwe Kammann

Hat es das je gegeben? Kaum waren die letzten Töne der Harfenistin Anne-Sophie Bertrand verklungen, die sich mit dem heiteren Sommerlicht in der wie immer hellstrahlenden Paulskirche verbanden, da erklomm Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef noch einmal federnd das steinerne Pult und ergriff das Wort. Mit einem Lob für den himmlischen Hall, noch nie habe er eine Harfe so schön klingen hören wie in diesem Raum, und er sei froh über das Echo seines Anrufs beim Preisträger am ungewöhnlichen Ort. Das Klingeln nämlich hatte Uwe Timm in der Berliner U-Bahn erwischt, Station Spichernstraße. Folglich, so der bestens gelaunte Mike Josef, werde er künftig noch lieber im öffentlichen Nahverkehr kommunizieren.

Viel Beifall gab’s für den diesjährigen Goethe-Preisträger Uwe Timm in der Frankfurter Paulskirche, Foto: Alexander P. Englert

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Johann Wolfgang Goethe und Friederike Elisabeth Brion

2026, August 29.

Zum 277. Geburtstag des Dichterfürsten

Im Goethe-Haus am Hirschgraben flackerten am 28. August nach alter Tradition die lebendigen Kerzen für die Besucher, welche dort – nach einem musikalisch-dichterischen Auftakt den Geburtstag des großen Frankfurters feierten. Charmante Gastgeberin war Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Romantik-Museums, die in ihrem Festvortrag Einblicke in die Goethischen Geburtstagsrituale gab, bei denen es an Gedichten für den Freundeskreis nicht fehlte. Für Erhard Metz war der 277. Ehrentag die schönste Gelegenheit, um für FeuilletonFrankfurt einen Streifzug durch Goethes Liebesleben zu unternehmen, das mit Friederike Elisabeth Brion seinen eigentlichen Auftakt in einem elsässischen Pfarrhaus gefunden hatte. Es war nicht die letzte Station, aber sicher eine der dichterisch ertragreichsten. -pk-

Von Erhard Metz

Friederike Elisabeth Brion, Lithographie von Georg Engelbach (1817-1894); wikimedia commons/COM: TAG United States Weiterlesen

Goethe-Preis 2026 der Stadt Frankfurt am Main an den Schriftsteller Uwe Timm

2026, August 28.

Der renommierte Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main wird alle drei Jahre am 28. August, dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes, an eine Persönlichkeit verliehen, „die durch ihr Schaffen bereits zur Geltung gelangt und deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist“. 2026 geht er an den Schriftsteller Uwe Timm. Die Laudatio auf den Preisträger hält die Schriftstellerin Shida Bazyar. Der mit 50.000 Euro dotierte Goethe-Preis wird in der Frankfurter Paulskirche, der Geburtsstätte der deutschen Demokratie, durch Oberbürgermeister Mike Josef überreicht…

Der Schriftsteller Uwe Timm in der Wandelhalle der Paulskirche vor der Goethe-Preis-Verleihung, Foto: Petra Kammann

100 Jahr Mousonturm in Frankfurt

2026, August 25.

Eine kulturelle und kulturpolitische Erfolgsgeschichte nach wirtschaftlichem Niedergang

Von Walter H. Krämer

1972 kam das AUS für die ehemalige Seifen- und Parfümfabrik. Das Gelände lag längere Zeit brach und wartete auf eine neue Nutzung. Dank des umtriebigen damaligen Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann und des späteren Intendanten Dieter Buroch entstand dort eine Kulturfabrik, die bis heute weit über die Stadtgrenze hinaus als kultureller Leuchtturm wahrgenommen wird und fest in der Nachbarschaft und in der Stadt verankert ist.

Der Turm der einstigen Mousonfabrik – eine Ikone, Foto: Walter H. Krämer

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„Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989“ im Museum für Kommunikation (2)

2026, August 22.

Die Waffe der Worte im Widerstand

Von Petra Kammann

Es geht um die Geschichte des „Samizdat“, jener im Verborgenen entstandenen Literatur, die in der Tschechoslowakei (ČSSR) unter Umgehung staatlicher Zensur des repressiven sowjetrorientierten Regimes heimlich vervielfältigt und verbreitet wurde. Mit ihren teils auf abenteuerliche und kreative Weise entstandenen Herstellungsweisen und Kopieverfahren der Samizdat-Publikationen verteidigten Schriftsteller, Künstler und oppositionelle Gruppen das Recht auf freie Meinungsäußerung. Zu den bekanntesten Vertretern der Bewegung gehörte der spätere tschechische Präsident Václav Havel

v.l.n.r.: Dr. Mihal Přibáň, Ausstellungskurator, Martin Krafl, Programmdirektor Buchmesse Ehrengast Tschechien, Prof. Tomáš Kubíček, Generaldirektor Mährische Landesbibliothek, Dr. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt, Annika Grützner, Presse, Foto: Petra Kammann

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Kommunikationsmuseum zeigt „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989“ (1)

2026, August 21.

Hartnäckige Sehnsucht nach freier Meinungsäußerung

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989“ macht das Frankfurter Museum für Kommunikation den Auftakt für das Kulturprogramm zum Ehrengast Tschechien bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des „Samizdat“, jener im Verborgenen entstandenen Literatur, die während der kommunistischen Diktatur in der Tschechoslowakei unter Umgehung staatlicher Zensur heimlich vervielfältigt und verbreitet wurde. Sie informiert über Schriftsteller, Künstlerinnen und oppositionelle Gruppen, die mit ihren Publikationen das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt haben. Zu den bekanntesten Vertretern der Bewegung gehörte der spätere tschechische Präsident Václav Havel.

Ausstellungsansicht; Foto: Salome Rosseler /Frankfurter Museum für Kommunikation

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Sein ist Design

2026, Juli 28.

Zum 90.ten des Designers und Typografen Olaf Leu

Von Jürgen Pitzer

Es war längere Zeit etwas stiller um Olaf Leu geworden, nachdem er sich aus den vielen Verpflichtungen, wie der Hochschultätigkeit in Mainz und verschiedenen Jury-Mitgliedschaften Schritt für Schritt gelöst hatte. Als Begründung zitierte er im Scherz den Ausspruch von Giovanni Trapattoni, dem ehemaligen Trainer von Bayern München „Ich habe fertig“. Aber das war und ist nicht die ganze Wahrheit…

Olaf Leu, Foto: Valentin Heisters

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25 Jahre Weseler Sommerwerft – Internationales Theaterfestival am Fluss

2026, Juli 21.

Kultur verbindet Menschen

Was einst als Initiative der freien Szene begann, ist heute ein fester Bestandteil des Frankfurter Kultursommers – ein Festival direkt am Mainufer, das im Kontrast zur Skyline und im Schatten der Europäischen Zentralbank steht. Seit ihrer Gründung steht die Sommerwerft für eine offene, frei zugängliche Theaterkultur, die bewusst abseits etablierter Bühnen stattfindet. Und das bei freiem Eintritt. Mit über 110.000 Besucher*innen jährlich zählt die Sommerwerft zu den größten deutschen Open-Air-Theater Veranstaltungen und macht Theater im öffentlichen Raum für ein breites Publikum erlebbar.

Ein stimmungsvolles Bild von der Atmosphäre während der Sommerwerft, Foto: Barbara Walzer

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