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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

Bye, bye Mister Göpfert – Ein Interview des OB Feldmann mit dem FR-Journalisten

2020, November 17.

Claus-Jürgen Göpfert geht in Ruhestand – Ein Interview des OB Peter Feldmann persönlich mit dem FR-Urgestein…

Hut, Bart – und immer einen gelben Klebezettel zur Hand: So kennen die Frankfurter Claus-Jürgen Göpfert. 35 Jahre lang berichtete er für die „Frankfurter Rundschau“ über das politische Geschehen in der Mainmetropole (so viel Kontinuität soll ihm heutzutage mal ein junger Journalist nachmachen können!). Am 11. November hatte er seinen letzten Arbeitstag. Corona verhinderte, dass wir den geschätzten Kollegen bei einer PK trafen, um nochmal mit ihm alles zu beratschen…
Zu seinem Abschied lud Oberbürgermeister Peter Feldmann „Göpfi“, wie er liebevoll genannt wurde, in sein Dienstzimmer zum Gespräch ein, diesmal mit umgedrehten Rollen. Denn hier stellte ausnahmsweise das Stadtoberhaupt die Fragen, die das Presseamt aufgezeichnet hat.

Claus-Jürgen Göpfert in der „neuen“ Frankfurter Altstadt, Foto: Petra Kammann

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Beitrag zum Lesefest „Frankfurt liest ein Buch“ in Neu-Isenburg

2020, Oktober 26.

Der Film Das Mädchen Rosemarie im Iseborjer Kinno 

von Hannelore Kaus-Schwoerer

Zur Begrüßung in der Isenburger Hugenottenhalle gab Theo van Dieken vom Team der Kulturinitiative Iseborjer Kinno den 80 Anwesenden eine Einführung in den Film Das Mädchen Rosemarie (1958).

Der Film beschreibe Leben und Tod der Frankfurter Prostituierten Rosemarie Nitribitt in der Zeit des Wirtschaftswunders im Nachkriegsdeutschland als Satire, in der vor allem ihre aus Wirtschaft und Politik bestehende männliche Klientel in den Fokus genommen werde. Er sei ein Spiegelbild der durch Doppelmoral geprägten damaligen Bundesrepublik Deutschland.

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Großartiges „Artentreffen“ in Wiesbaden, Rüsselsheim und Offenbach

2020, Oktober 18.

Innovative Kooperation gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain

von Hans-Bernd Heier

Tiere haben Menschen seit der Höhlenmalerei künstlerisch inspiriert. An diesem Faszinosum hat sich bis heute nichts geändert. Auch die zeitgenössische Kunst setzt sich mit dem Mensch-Tier-Verhältnis intensiv und äußerst variantenreich in den unterschiedlichsten Medien auseinander. Im Rahmen der Kooperation „Artentreffen“, die von Dr. Beate Kemfert, Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, initiiert wurde, haben sich das Deutsche Ledermuseum in Offenbach, der Nassauische Kunstverein Wiesbaden und die Opelvillen Rüsselsheim zusammengefunden, um sich diesem ambivalenten Thema zu nähern. Die innovative Ausstellungskonzeption der drei Häuser ist ein Novum, das vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert wird.

Ursula Böhmer, Ausschnitt aus der Foto-Serie „All Ladies – Kühe in Europa“, 2002/2016; Kunstsammlung der DZ BANK; © Gabriele Muschel; Foto: Hans-Bernd Heier

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L’Esprit – Absolventenausstellung 2020 der Städelschule im Portikus (2)

2020, Oktober 15.

Von Erhard Metz

Nur noch bis Sonntag, 18. Oktober zu sehen: die Absolventenausstellung der Frankfurter Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, dieses Jahr unter dem Witz, Geist und Brillanz versprechenden Titel „L’Esprit“ (FeuilletonFrankfurt berichtete). Zeit also für eine abschließende Betrachtung.

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L’Esprit – Absolventenausstellung 2020 der Städelschule im Portikus (1)

2020, September 25.

Essenz aus fünf Jahren

Erste Einblicke von Petra Kammann

Die Absolventenausstellung der Städelschule bildet den formalen und künstlerischen Höhepunkt des gesamten Kunststudiums derjenigen, die auf Dauer ihre Existenz als Künstler begründen wollen, denn sie ist oftmals die erste institutionelle Ausstellung der jungen Künstler*innen. Noch im vergangenen Jahr fand die Ausstellung der Abschlussarbeiten der Absolvent*innen der Städelschule im benachbarten Peichl-Bau des Städel Museums statt. In diesem Jahr ist alles anders. Nun sind sie im Portikus zu sehen…

Blick ins Erdgeschoss mit der über allem schwebenden „Glocke“ aus Gummi von Lukas Heerich, Meisterschüler von Tobias Rehberger und Andreas Gursky, unter dem rostfreien Stahlträger. Für Heerich bekommen ikonische Formen eine neue Bedeutung.
Alle Fotos: Petra Kammann

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„Raumschiff Wohnzimmer“ – Die Mondlandung als Medienereignis der Superlative im Museum für Kommunikation

2020, Juli 10.

600 Millionen im Bann des Mondfernsehens

Von Hans-Bernd Heier

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 setzte zum ersten Mal ein Mensch einen Fuß auf den Mond. Bis zu 600 Millionen Menschen auf der Erde sahen Neil Armstrong live im Fernsehen dabei zu, weitere hunderte Millionen verfolgten die Mission von Apollo 11 im Radio. Unvergessen die Worte des amerikanischen Astronauten, als er den staubigen Boden betrat und über das knarrende Funkgerät den Satz sprach, der um die Welt ging: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen – aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit“.

Eine Nürnberger Familie verfolgt gespannt die erste Mondlandung der US-Astronauten mit Apollo 11 auf dem Mond am 21.07.1969 © Nürnberger Nachrichten, Foto: © Wilhelm Bauer, veröff. am 22.7.1969.

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Willy Puchners Lesefisch und die Sehnsucht nach dem weiten Meer

2020, Juli 8.

Nach der Erfahrung der Pandemie, die unsere alltägliche Freiheit erheblich eingeschränkt hat, lockt uns in diesen Tagen, wo viele wieder ausschwärmen wollen und können, die Weite und changierende Farbigkeit des Meeres auf ganz besondere Weise. Als schwebend leicht empfinden wir da die Zeichnungen von Willy Puchner, die uns durch die zarten Zwischentöne des Meeres wie Fische im Wasser mitziehen. Das Meer, „es vermittelt ein Gefühl, als betrachte man sein eigenes Land unter Wasser“, sagt der Autor Willy Puchner. Lassen Sie sich von seiner phantastischen Welt verzaubern…

Zeichnung aus: Willy Puchner, Die Welt der Farben, Nilpferd in Residenz

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Skulpturen im Vorübergehen – „En Passant“. Impressionismus in der Skulptur. Ein Interview mit Alexander Eiling

2020, Juni 8.

Crossmediale Reflexe und Skulpturen

Die Werke von Degas, Rodin, Rosso, Troubetzkoy und Bugatti stehen in der Schau „En passant“ im Städel Museum für die Grundfrage nach der Existenz einer impressionistischen Skulptur schlechthin. Deswegen sind die künstlerischen impressionistischen Arbeiten in Malerei, Zeichnung und Druckgrafik denen der Bildhauerei dialogisch gegenübergestellt. Über das Konzept der Ausstellung sprach Petra Kammann mit Alexander Eiling, dem Leiter Kunst der Moderne des Städel.

Dr. Alexander Eiling, Leiter Kunst der Moderne des Städel und mit Dr. Eva Mongi-Vollmer Kurator der Ausstellung „En passant“, Alle Fotos: Petra Kammann

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„Zurück in die Gegenwart. Neue Perspektiven, neue Werke – Die Sammlung von 1945 bis heute“ im Frankfurter Städel

2020, Mai 21.

Wer vielen etwas bringt… So oder auch anders?

Ein erster Eindruck von Petra Kammann

Es ist wie das Erklimmen eines Berges, den wir uns neu erobern müssen, wenn wir wieder zurückkommen in die Gegenwart eines wunderbaren Museums, nein nicht nur zu den alten Meistern, sondern zu den Zeitgenossen, den fürs Städel Museum Auserkorenen, versteht sich. Spiegeln deren Werke eigentlich die Gegenwart oder vor allem die Blessuren der Menschen, bedingt durch ihre Vergangenheit, wieder? Stimmen sie uns heiter? Helfen sie uns, einen Weg in die Gegenwart oder gar in die Zukunft zu finden? Sind die hier im Städel gesammelten Werke jetzt in der neuen Ordnung nur anders remixed worden oder gibt es eine neue Struktur oder einen roten Faden, der uns durch das Dickicht der zeitgenössischen Kunst so leitet, dass wir uns zurechtfinden können?

Die Treppe in den Gartensaal – eine Rückkehr in die Gegenwart; alle Fotos: Petra Kammann

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Frank Walter. Eine Retrospektive im MUSEUM FÜR MODERNE KUNST (MMK)

2020, Mai 15.

Frank Walter zwischen Kolonialismus, Exotismus und Moderne. Die kaleidoskopische Identität des karibischen Künstlers

von Petra Kammann

Vielfältig und vielschichtig sind nicht nur die Themen des 1926 in Antigua als Nachfahre von Versklavten und Plantagenbesitzern geborenen Künstlers Frank Walter (1926 – 2009) mit Wurzeln in Deutschland, sondern auch seine Materialien und Genres, in denen er sich ausdrückte: auf Holz, Masonit, Pappe, Papier, Linoleum oder Rückseiten von Fotografien, malte und zeichnete er mit Ölfarben, Tempera, Wasserfarben, Bunt- und Bleistiften, Schellack, Glitzer. Wenn er nicht malte, dann schrieb er Gedichte oder Tagebuchaufzeichnungen, und wenn er nicht schrieb, fertigte er Tonaufnahmen an. In einer Retrospektive im MMK ist jetzt sein umfangreiches Werk zu entdecken…

Frank Walter, Ausstellungsansicht MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST, Foto: Axel Schneider

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