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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

Passionsspiel heute – im Theater Willy Praml in der Naxoshalle

2026, April 3.

Jesus d’amour in der Industriebasilika

Fotografische Eindrücke von Barbara Walzer

Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär. Die deutsch-polnische, in Frankfurt lebende Fotografin Barbara Walzer hat ihre Eindrücke mit der Kamera von einer faszinierenden Aufführung der Passionsgeschichte im Theater Willy Praml in der Naxoshalle am Gründonnerstag festgehalten.

Wie sehen wir das letzte Abendmahl mit Menschen von heute?, Alle Foto: Barbara Walzer

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“Der glasklare Blick der Hanna Laura Klar” – Schwerpunkt-Wochenende im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

2026, März 29.

Eröffnungsrede von Christine Kopf, Künstlerische Direktorin des DFF 

Das DFF erinnerte vom 20. bis 22.3.2026 mit einem Schwerpunkt-Wochenende an die 2025 in Frankfurt gestorbene Dokumentarfilm-Regisseurin, Produzentin, Autorin und Dozentin Hanna Laura Klar, die sich in ihren Filmen auf ruhige, einfühlsame Art außergewöhnlichen Persönlichkeiten angenähert hat. Die Retrospektive schloss ab mit dem Film „Ich friere auch im Sommer“. Die zwei Leben der Alexandra Kluge. Darin zeigt Klar die beiden Leben dieser außergewöhnlichen Frau und Freundin Alexandra Kluge, die als Schauspielerin in den Filmen ihres Bruders Alexander Kluge ebenso charismatisch war wie als Ärztin Karen Steinborn. Hanna Laura Klar lässt darin nicht nur zahlreiche Zeitgenossen und u.a. deren Sohn Andro Steinborn zu Wort kommen, sondern ausgiebig und persönlich auch den gerade verstorbenen Bruder Alexander Kluge. In der folgenden Rede vermittelte DFF-Direktorin Christine Kopf das empathische und experimentelle Filmschaffen von Hanna Laura Klar.

In ihrer Rede erinnert Christine Kopf, künstlerische Direktorin des DFF, an den Lebensweg und die Filme der verstorbenen Regisseurin Hanna Laura Klar, Foto: Petra Kammann

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„Fröhlich sein: Thomas Bayrle“ in der Schirn – Jesses, Maria und das Kreuz mit der Kunst

2026, Februar 14.

Präzision,  Monotonie, Rhythmik und komplexe Bildgewebe

Eindrücke von Petra Kammann

Nicht nur, dass der Einfluss der digitalen Massenmedien und der Maschinen auf unsere Existenz aktueller ist denn je und unsere Wahrnehmung prägt, wird in der Ausstellung unter dem Motto: „Fröhlich sein: Thomas Bayrle“ – Antrieb und Haltung gegenüber den Studierenden des einstigen Städeldirektors Thomas Bayrle (*1937) sichtbar. Der in Frankfurt lebende Künstler behandelt in seiner Kunst grundlegende Aspekte der modernen Gesellschaft wie Gier, Macht und Genuss, Werbe-, Konsum-, Alltags- und Kinoillusion und präsentiert sie in seinen Werken auf hintergründig humorvolle Art und Weise. In der großen Soloschau der Kunsthalle Schirn sind bis 10. Mai 2026 insgesamt 55 seiner Werke –  vor allem aus den letzten zwei Jahrzehnten – zu sehen, darunter Malerei und Grafik, Skulptur und Objektkunst, Soundinstallationen sowie eine Videoarbeit.

2020 – Besuch bei Thomas Bayrle zum Gespräch, Foto: Petra Kammann

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Städel und Liebieghaus: Rückblick auf das besucherstarke Jahr 2025 und Vorausschau für 2026

2026, Januar 13.

Das vielfältige Angebot des Städel Museums – von der Sammlung über Sonderausstellungen bis hin zu Führungen und Veranstaltungen – stieß auch 2025 auf große Resonanz und zog insgesamt 370.716 Besucher an. Mit insgesamt 425.199 Besuchern und Besucherinnen  hielten das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung das Niveau des Vorjahres (425.022).

Ein Wohl auf das Städel und auf Max Beckmann, nicht zuletzt dank der engagierten Beckmann-Enkelin Mayen Beckmann, Foto: Petra Kammann

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Reiche Kultur, pure Natur in Sri Lanka, Teil II

2026, Januar 4.

Unterwegs zur antiken Königsstadt Anuradhapura und ihren heiligen Stätten

Text und alle Fotos: Paulina Heiligenthal

„Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment“. Buddhistische Weisheit

Auf den Spuren der jahrhundertealten buddhistischen Spiritualität geht es heute in Richtung ehemalige Königsstadt, nach Anuradhapura, ca. 200 km nördlich von Colombo entfernt. Ins Herz der Nord-Zentral-Provinz, deren Hauptstadt sie ist. Der erste Halt auf dieser Route gilt der Stadt Negombo. Einer Fischerstadt, nur ein Steinwurf von Colombo entfernt. An der Westküste des Indischen Ozeans.

Im Vorhof der Oriental Library aus 1931 – am Bodhi-Baum – erhöht der Duft der gezündeten Räucherstäbchen die spirituelle Schwingung und Energetik

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Besonders gestaltete Bücher: Willy Puchners Ansichten der Natur – Luftiges, Meeriges und Irdisches Teil 1

2025, Dezember 10.

Aller Natur wohnt ein Zauber inne…

Eindrücke von Petra Kammann

Vier Jahre lang hatte es Anfang der 1990er-Jahre den Wiener Fotografen Willy Puchner mit seinen beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally in die weite Welt gezogen, um neue Blickweisen auf die unterschiedlichsten Kontinente zu vermitteln. Das Pinguinpaar wurde seither für den Fotografen und Künstler Buchen er zur Projektionsfläche seiner Reiseträume, auch seiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach einer fremden Geborgenheit. Inzwischen überträgt er diese auf andere Objekte wie auf die verborgenen Schätze der Natur.

Doppelseite aus Willy Puchners Buch „Ansichten der Natur“ 

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Kirchenschätze – Besonderheiten neben dem Treiben auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt

2025, Dezember 6.

Neapolitanische Krippe in St. Leonhard und Gerald Domenig im Dom Museum

Ein Tipp von Petra Kammann

Ein Blick in die Kirchen der Frankfurter Innenstadt ist immer lohnenswert: Da ist zum Beispiel vom zweiten Advent (7. Dezember 2025) bis Mariä Lichtmess ( bis 2. Februar 2026) im Leonhardschor, im südlichen Seitenschiff der Kirche St. Leonhard, die legendäre Krippe mit den neapolitanischen Figuren aus Ton, Holz und Werg zu sehen. Diese  40 Figuren aus dem 18. Jahrhundert stellen einen Querschnitt der damaligen Bevölkerung Neapels dar: Bürger, Marktfrauen, Bauern und Hirten. Das erste Bild zeigt bis Heiligabend (24. Dezember) Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem.

Detail der Krippe in St Leonhard – Neapolitanische Marktszene, Hintergrundzeichnung Dani Muno, Foto  Alexander Englert

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SCHWÄRMEN – Festivalthema der Biennale für aktuelle Musik 2026 cresc…

2025, November 27.

Schwärmen, Schwarmintelligenz und Ausschwärmen…

Ein kurzer Einblick von Petra Kammann

Man könnte förmlich ins Schwärmen geraten, schaut man sich das Programm der Biennale für aktuelle Musik 2026 (4. bis 15. Februar 2026) an. Faszinierend sind die Dynamiken, die zwischen Natur, Kunst und Gesellschaft entstehen und die Neues zu schaffen vermögen. Im kommenden Februar wird abermals eine Kooperation zwischen dem  Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony stattfinden. Dabei werden sowohl große Orchesterliteratur, Kammermusik, Lied und Chorgesang, Jazz und Installationen aufeinandertreffen als auch spezifisch neue Klänge wahrzunehmen sein. Auf die neuen Ohren- und Augeneinddrücke darf man gespannt sein.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, führte ein in das Thema „Schwärmen“, Foto: Petra Kammann

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Friedas Künstlerporträts Teil II – Olaf Rademacher

2025, November 24.

Frieda Günzel mag es, Geschichten zu erzählen. Beobachten, schreiben und das Umsetzen innerer kreativer Prozesse in bewegte Bilder sind die Leidenschaft der Frankfurter Videografin. Für FeuilletonFrankfurt stellt Frieda Günzel Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain vor. Diesmal traf sie den 1935 in Breslau geborenen Olaf Rademacher, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in der Berliner Werkkunstschule als Plakatmaler arbeitete, bevor es ihn Ende der 50er Jahre als Werbegrafiker nach Frankfurt zog. In den 70ern machte er sich als freischaffender Layouter selbstständig und zeichnete zunächst nebenbei immer Karikaturen, u.a. für die Frankfurter Rundschau. 1988 publizierte der S. Fischer-Verlag seine Cartoons. In der Kreativwerkstatt vom Frankfurter Verband und im Liebieghaus Kurse gab Rademacher Kunststudierenden Unterricht. Inzwischen widmet er sich ganz der Malerei.

25. Französische Filmwoche in Frankfurt: Enzo – Coming out of Age eines Teenagers der anderen Art

2025, November 23.

Ein besonderer Filmabend im Cinéma in Anwesenheit des Regisseurs Robin Campillo

Ein Gastbeitrag von Muriel Scheid

Gemeinsam mit Evelyne Freitag moderierte Muriel Scheid – beide von der Deutsch-Französischen-Gesellschaft (DFG) – am 21.11.2025 das Filmgespräch mit dem Regisseur Robin Campillo. „ENZO“ ist ein französisch-italienisches Drama über einen heranwachsenden Jugendlichen aus der französischen Oberschicht. Enzo bricht die Schule ab und beginnt eine Maurerlehre. Es entstehen Konflikte nicht nur auf der Baustelle, sondern auch mit den Eltern, die Enzos Berufswunsch nicht akzeptieren.

Muriel Scheid (DFG) im Interview mit dem französisch-italienischen Filmregisseur Robin Campillo im Cinéma, Foto: Julia Scheid

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