home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

Soundwalks und Aufforderung zum Hinhören im Museum-Sinclair-Haus in Bad Homburg v.d. Höhe

2026, September 29.

TIERSTIMMEN. Kontakt durch Klang

Von Corinne Elsesser

Nach „Nachtleben“ und „Vogelperspektiven“ nimmt die neue Ausstellung im Museum Sinclair Haus in Bad Homburg nun die Stimmen der Tiere in den Blick. „Tierstimmen“ zeigt ein breites Spektrum an Kommunikationsformen, an „Kontakten durch Klang“ anhand einer großen Bandbreite an künstlerischen wie auch naturwissenschaftlichen Exponaten.

Ylla, Kamel, 1936, Fotografie, © Pryor Dogde, Foto: Ylla

Weiterlesen

Die dritte Säule – Ein dauerhaftes Netz für die Freie Szene

2026, September 4.

Kultur für Alle heute und langlebige Netze für die Zukunft

Ein Plädoyer von Vládmir Combre de Sena

← Vládmir Combre de Sena, interdisziplinärer Künstler, Kurator und Kulturmanager, Foto: Andrea Aktemueller 

Frankfurt hat eine starke kulturelle Landschaft. Vieles davon hat mit Hilmar Hoffmann und seiner Kulturpolitik zu tun. In seiner Zeit als Kulturdezernent wurde eine Struktur geschaffen, von der die Stadt bis heute profitiert. Museen wurden gegründet oder ausgebaut, Institutionen gestärkt, Kultur bekam einen wichtigen Platz im Selbstverständnis der Stadt. Sein Begriff »Kultur für alle« hat Frankfurt geprägt. Das war wichtig und es war erfolgreich.

Weiterlesen

Street art Graffiti und Murals im öffentlichen oder privaten Raum in Frankfurt

2026, Juli 27.

Großflächige Wandgemälde auf Hauswänden, Mauern oder Decken

Impressionen von Walter H. Krämer (1)

Graffiti verstehen sich als Kunst im öffentlichen Raum. Nicht alles ist dauerhaft zu sehen – denn das Sprühen auf Häuserwände, Betonmauern und Zäune ist eine kurzlebige Kunst und will – man glaubt es kaum – gelernt sein. Wenn Dilettanten am Werk sind, kommt einem des Öfteren der Spruch von den Narrenhänden, die Tisch und Wände beschmieren, in den Sinn. Und die sind wahrlich eine Schande für die ganze Szene und ein Ärgernis für so manchen Hausbesitzer und die Stadt. Hier erste Eindrücke und Aufnahmen von meinen Streifzügen durch die Stadt und das Freigelände rund um die Naxohalle – Teil 1 / Reihe wird fortgesetzt.

Frankfurt in Love – Graffiti auf Naxos

Weiterlesen

Die Marielies Hess-Stiftung: 60. Jubiläum und ihr Finale

2026, Mai 15.

Ein Resumee: Teil 2

Ein Beitrag der Kuratorin Brigitta Amalia Gonser

Und weiter geht es mit herausragenden Einzelausstellungen der Marielies Hess-Stiftung in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks:

Vollrad Kutscher, Einatmen-Ausatmen. Porträtinstallation Norbert Klassen

Weiterlesen

You & Eye – Arbeiten von Schülern und Schülerinnen der Paul-Hindemith-Schule im Museum Angewandte Kunst

2026, Mai 14.

Wer bin ich, wie eigne ich mir die Welt an, und wie kommen wir zusammen, You & Eye?

Foto-Impressionen von Foto-Workshopleiter Peter Loewy und Petra Kammann

Der Empfang im Museum Angewandte Kunst war für die engagierten und kreativen Jugendlichen eine Ehre. Über ein Halbjahr hinweg hatten die Schüler:innen der Paul-Hindemith-Schule, einer Gesamtschule im Gallus, gemeinsam mit Frankfurter Künstler:innen Projekte und eigene Arbeiten in den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Musik, Keramik, Comic und Fotografie entwickelt. Gestern wurde die von Vandad Neshati im Untergeschoss des Museum Angewandte Kunst organisierte Ausstellung mit einer Rede von Direktor Mathias Wagner K, von Kulturamtsleiterin Sybille Linke und der Künstlerin und Kuratorin Ulrike Markus eröffnet. Und getanzt wurde auch. Schade, dass heute schon letzter Tag ist!

Die Spannung der Hindemith-Schüler:innen ist groß, Wie sieht’s aus im Museum?, Foto: Peter Loewy

Weiterlesen

Mit dem 60. Jubiläum der Marielies Hess-Stiftung steht auch ihr Finale

2026, Mai 12.

Ein Resumee: Teil 1 Flüchtige Verfestigung

Das Ende der Marielies Hess-Stiftung am 04.05.2026 im Haus am Dom

Von Brigitta Amalia Gonser

Es spielte der Saxofonist Tobias Rüger, Foto: Alexander Paul Englert

Weiterlesen

Stadt-Werke : Ein Ausstellungsprojekt im Berufsverband Bildender Künstlerinnen & Künstler (BBK) von Barbara Walzer und Mathias Kraus

2026, Mai 10.

Die Lebensbühne Stadt

Von Petra Kammann

Aus ihrem in vielen Jahren entstandenen Fundus zeigt die in Frankfurt lebende polnische Fotografin Barbara Walzer Schwarzweiß-Fotografien. Ihr mit dem Kameraauge verbundener Blick richtet sich auf die unterschiedlichsten Licht- und Schattenseiten von Städten wie Frankfurt, während der Künstler Mathias Kraus Stadt-Ansichten mit scharfer Klinge als Scherenschnitte herausarbeitet oder eine Gesellschaft unterschiedlichster Menschentypen mit Stift oder Pinsel auf Papier und Leinwand fixiert. Die Vernissage der Ausstellung „STADT-WERKE“ fand am 8. Mai in der Galerie des BBK statt.

Vor der Eröffnung: Die Journalistin Edda Rössler fotografiert Mathias Kraus und Barbara Walzer vor dem Wandgemälde, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

„Unter die Haut. Tattoos im Blick“ der Opelvillen

2026, Mai 9.

Körperkunst als weit verbreitetes Ausdrucks- und Kommunikationsmittel

Von Hans-Bernd Heier

Tattoos sind allgegenwärtig – nicht nur beim Anblick von Menschen, denen wir begegnen, sondern auch in den Medien, in der Werbung, Literatur und Gegenwartskunst. In der ausgesprochen beeindrucken Ausstellung „Unter die Haut. Tattoos im Blick“ in den Opelvillen in Rüsselsheim werden zum ersten Mal Kunstschaffende vorgestellt, die ihre künstlerische Praxis im Tattoo erweitern. Ob Papier, Leinwand, Druckplatte oder menschliche Haut – stets ist die Zeichnung der Ausgangspunkt. Linien, Striche und Formen werden im Stechen oder Perforieren übertragen. Mit rund 120 Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Videos von 13 tätowierenden Künstlerinnen und Künstlern aus sieben Ländern bildet die Schau, die zu sehen ist, ein vielfältiges und spannendes Spektrum ab.

Ruth Marten, No. 91, aus der Serie »All about Eve«, 2025, Gouache auf Heliogravüre von 1923, Sammlung »I.CH« Hennecken, Köln; © Ruth Marten, Courtesy Van der Grinten Galerie

Weiterlesen

Retrospektive Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln

2026, April 27.

Punkte retten ein Leben

Von Margarete Berghoff

Es war einmal ein kleines Mädchen, das litt so sehr unter den ständigen Streitigkeiten ihrer Eltern, dass sie eines Tages, als sie auf eine gepunktete Tischdecke schaute, plötzlich nur noch Punkte sah. Die Welt und sie selbst lösten sich auf in mehr als tausend Punkten. Das Mädchen war 10 Jahre alt und es geschah, dass sie von da an immer öfter viele bunte Punkte sah. Sie begann, die Punkte zu malen und zog sich immer mehr in ihre innere Welt zurück. Später wurde aus ihr eine berühmte Künstlerin. Viele Museen richteten Ausstellungen für ihre Kunstwerke aus, weil die Menschen so viel Freude an ihren lustigen bunten Punkten hatten. Sie malte weiter und weiter. Heute ist sie 96 Jahre alt und sie malt immer noch jeden Tag ein Bild.

Yayoi Kusama bei der Arbeit an My Eternal Soul (2009–21), 2017 © YAYOI KUSAMA Courtesy of Ota Fine Arts, David Zwirner

Weiterlesen

„Hidden History“: Verborgene Geschichte(n) urbaner Subkultur im Frankfurter Kunstverein

2026, April 22.

Vom „schlechtesten Theater der Welt“ – Blick hinter die Kulissen der Stadt von 1950 bis heute

Von Petra Kammann

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diese Frage beschäftigt uns seit der legendären „Fettecke“ von Joseph Beuys. Wem aber gehört der urbane öffentliche Raum? Und wie kann man ihn sich durch künstlerische Eingriffe aneignen? Das Postulat von Beuys lautete: „Jeder Mensch ist ein Künstler“.  Ist er das wirklich? Natürlich landen nicht alle Werke, die von Künstlern hergestellt werden, auch im Museum, und erst recht nicht im „White Cube“… Fragen, über die man ebenso tagelang diskutieren könnte wie über die vermüllte Stadt. In der derzeitigen Ausstellung aber wurden originell gestaltete Positionen gefunden. Heiner Blum, ehemaliger Professor an der HFG Offenbach, zudem Initiator des „Diamant / Museum für Urbane Kultur“, arbeitet seit Jahrzehnten an der Schnittstelle von Kunst, öffentlichem Raum und sozialen Prozessen. Er hat die vierwöchige Schau über die verborgene Geschichte der Stadt kuratorisch betreut. Entstanden ist daraus eine Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten.

Die Ausstellungsidee entstand aus Gesprächen zwischen Kunstvereinsdirektorin Franziska Nori und Kurator Heiner Blum, Foto: Petra Kammann 

Weiterlesen