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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autoren

„Die Nacht, in der Kasimir Malewitsch das Schwarze Quadrat klaute..“

2022, Januar 28.

Traxlers höchst wundersame, vergnügliche Kunstgeschichten

von Hans-Bernd Heier

Mit der „schönsten Schau im schönsten Museum der Welt“, so Museumsleiter Achim Frenz, gratulierte vor drei Jahren das Museum für Komische Kunst dem als einen seiner „Hausgötter“ verehrten Künstler Hans Traxler zum 90. Geburtstag. Im Laufe von mehr als sieben Dekaden äußerst kreativer Tätigkeit hat der vielseitige Zeichner, Maler, Cartoonist, famose Illustrator und humorvolle Autor ein breites Spektrum künstlerischer Felder durchmessen. Bei der grandiosen Schau im Caricatura kündigte der vitale Meister der komischen Kunst bereits an, weiterarbeiten zu wollen: Denn „ich wüsste nicht, was ich sonst mit meiner Zeit anfangen sollte“. Jetzt liegt sein neustes, noch druckfrisches Werk vor „Die Nacht, in der Kasimir Malewitsch das Schwarze Quadrat klaute..“.

Hans Traxler; © Verlag Antje Kunstmann

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„Vernichten“ Der neue Roman von Michel Houellebecq

2022, Januar 26.

Was bleibt ist die Familie

von Simone Hamm

Michel Houellebecqs neuer Roman „Vernichten“ beginnt in typisch Houllebeqsher Weise. Terroranschläge, frömmelnde Frauen, Cyberattaken, dämliche Linke, dicke Feministinnen, korrupte, machtgeile Politiker, nach Publicity heischende Journalisten, Verschwörungstheoretiker, ein torpediertes Flüchtlingsboot, erschossene, ertrinkende Flüchtlinge, deren Tod auf den sozialen Medien zu sehen ist: die westliche Welt mit ihren „Werten“ steht kurz davor, unterzugehen. Frankreich sowieso. Es ist 2027, die Wahl des französischen Präsidenten steht bevor.

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Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis 2022

2022, Januar 11.

DIE FINALISTEN

Zum 20. Mal  wird in diesem Jahr die begehrte Auszeichnung zum Deutschen Hörbuchpreis vergeben. Rund 70 Verlage, Rundfunksender und Produzierende bewarben sich mit insgesamt mehr als 300 Titeln. Nun stehen die 18 Nominierten für den Deutschen Hörbuchpreis 2022  fest.  Auf Grundlage der Longlist hat die Nominierungsjury jeweils drei Titel pro Kategorie für den Deutschen Hörbuchpreis 2022 nominiert. Hier stellen wir die Finalisten mit einer inhaltlichen Kurzbeschreibung und einer Hörprobe vor:

Die Titel der Nominierten für den Deutschen Hörbuchpreis © WDR

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Man nehme … Glücksrezept in schwierigen Zeiten

2022, Januar 1.

Eine Trouvaille

Was unseres Dichterfürsten Mutter, Catharina Elisabeth Goethe, Frau Aja genannt, dereinst zum Jahreswechsel 1769 auf 1770 als Gruß und Rat ihrem Sohn nahelegte, hat sich der Dichtersohn Johann Wolfgang damals wohl hinter die Ohren geschrieben. Und wir wollen es uns heute auch gerne täglich vor Augen führen.

Woran uns die Servietten erinnern – gefunden im Shop des Deutschen Romantik-Museums, Foto: Petra Kammann

Mit diesem Glücksrezept kann uns 2022 dann auch noch schmecken…

Bleiben wir optimistisch und packen wir es an! Auf ein gutes Neues!

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2021 – Was vom Jahr noch übrig blieb und nicht in Vergessenheit geraten sollte…

2021, Dezember 29.

Remember, remember…

Ein Blick in den Rückspiegel von Petra Kammann

Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht /und mach dann noch ´nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.“ Ach, der gute alte Brecht, da hat er einfach recht. Was in diesem, durch verschiedene Krisen geschüttelten Jahr unser aller Alltag extrem verändert hat, ist nicht zuletzt das Verhältnis zur Zeit, der real zur Verfügung stehenden und der empfundenen Zeit, die sich wahlweise an unpassenden Stellen überschlug oder sich endlos zu dehnen schien. Und nicht alles ließ sich gleich-zeit-ig verarbeiten, weil vieles und anderes aufwändiger vor- und nachbereitet werden musste. Dann wiederum war es zu spät, um auf Begonnenes zurückzukommen. Dabei sind so einige wertvolle Perlen heruntergekullert, die wir wieder zurückholen wollen, in dem wir an ein paar der bislang nicht realisierten Dinge  erinnern möchten…

Beuys-Sammler und -Verleger Lothar Schirmer, Foto: (Schirmer & Mosel)

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Kulturtipps: Was FeuilletonFrankfurt-Autorinnen und Autoren empfehlen und was sie im Pandemie-Jahr 2021 inspiriert hat

2021, Dezember 27.

2021 Unvergesslich. Trotz Pandemie

Petra Kammanns Begeisterung für das Deutsche Romantik-Museum

Nach Innen geht der geheimnisvolle Weg“, nicht nur zu sich selbst, – da waren wir ja während des Lockdown eh schon ständig -, auch nicht nur zu Novalis, sondern ins reiche Innenleben des langerwarteten Deutsche Romantik-Museums, ein nach außen hin eher verkapseltes Gehäuse, aber ein wahres Schatzkästlein, und das neben dem wiederaufgebauten Goethe-Haus, in dem der Dichter einst in Frankfurts Altstadt aufwuchs. Mit seinen vielfältigen multi-medialen Exponaten befragen wir dort auch unsere eigenen Sinne beim Hören, Schauen und Mitsummen. Einfach faszinierend!

Die „Himmelstreppe“ führt ins Innere des Deutschen Romantik-Museums, Foto: Petra Kammann

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„Unverschämt jüdisch“ von Barbara Honigmann, Lesung mit Diskussion in der Romanfabrik

2021, Dezember 12.

Die imaginierte und die reale Jüdische Identität

Eindrücke von Petra Kammann

Die Schriftstellerin Barbara Honigmann, 1949 als Tochter jüdischer Eltern in Ostberlin geboren, ist von ihrer Familiengeschichte geprägt. Ihre Eltern waren nach Kriegsende aus dem britischen Exil nach Ostberlin zurückgekehrt, um den Aufbau eines neuen Deutschlands zu unterstützen. In ihrem jüngsten Buch „Unverschämt jüdisch“ geht es u.a. um das Aufwachsen in der DDR, um antisemitische Stasi-Protokolle über ihren Vater „Georg“ wie um die Fallstricke einer vermeintlich deutsch-jüdischen Symbiose. Ihre Auseinandersetzung mit dem eigenen jüdischen Glauben führte sie und ihre Familie 1984 zur Flucht aus dem SED-Staat nach Straßburg, wo sie bis heute lebt. In der Romanfabrik las und diskutierte sie mit Michael Hohmann über das, was Jüdische Identität bedeutet.

Die Theaterwissenschaftlerin, Dramaturgin, Regisseurin und Autorin Barbara Honigmann in der Romanfabrik, Foto: Petra Kammann

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Adventskalender aus dem Goethe-Haus und dem neuen Deutschen Romantik-Museum

2021, November 27.

Einblicke in Goethes Elternhaus und in die Schatztruhe der Romantik

Pünktlich zur bevorstehenden Weihnachtszeit sind die beliebten Goethe-Haus-Adventskalender wieder erhältlich. Im Großen Hirschgraben in Frankfurt lassen sich die Schätze der Romantik nun direkt neben dem Goethe-Haus gemeinsam mit den Bildern der Goethe-Galerie besichtigen. Viele der Exponate, die Sie hinter den Türen des Adventskalenders entdecken, können Sie seit Kurzem im Museum auch im Original anschauen.

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1000 Jahre Freud und Leid. Erinnerungen des chinesischen Künstlers Ai Weiwei

2021, November 26.

Ai Weiwei stellte seine Erinnerungen „1000 Jahre Freud und Leid“ (Penguin) im Gespräch mit Daniel Kehlmann am Berliner Ensemble vor. Darin erzählt er vor allem seine persönliche Geschichte. Weltweit ist das Buch in 14 Sprachen erschienen. Veit Schubert las Auschnitte daraus.

von Simone Hamm

„1000 Jahre Freud und Leid“  – dieser Titel ist eine Zeile aus einem Gedicht von Ai Qing, Ai Weiweis Vater. Seinem Vater, dem Lyriker Ai Qing und seinem Sohn Lao gibt widmet der Künstler viele Seiten.

Ai Weiwei 2019 in Frankfurt; Foto: Petra Kammann

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Christian Krachts „Eurotrash“ an der Berliner Schaubühne

2021, November 25.

Ein irrer Segeltörn

von Simone Hamm

Kracht war 2021 mit „Eurotrash“ für die Short-List des Deutschen Buchpreises nominiert worden. In seinem Roman „Eurotrash“ holt ein Mann seine alte tabletten- und alkoholsüchtige Mutter aus der Psychiatrie, packt ein paar Hermès-Tücher, reichlich Wodka und Pillen für sie ein, bestellt ein Taxi, hebt mit ihr 600.000 Euro von ihrem Konto ab und reist mit ihr durch die Schweiz…

Joachim Meyerhoff und Angela Winkler in: „Eurotrash“ von Christian Kracht. Regie: Jan Bosse, Foto: Fabian Schellhorn/ Schaubühne

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