Der renommierte Literaturpreis „Stadtschreiber von Bergen“
Die Schriftstellerin und Essayistin Marion Poschmann ist die 49. Inhaberin des Amts der Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Die Auszeichnung beinhaltet das Wohnrecht im Stadtschreiberhaus in Bergen und ein Preisgeld von 20.000 Euro. Poschmann tritt damit die Nachfolge der Schweizer Autorin Dorothee Elminger an.
Die neue Stadtschreiberin Marion Poschmann; Foto: Petra Kammann
Der vielfach ausgezeichnete Pianist Burkard Schliessmann, Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt (2020), lebt größtenteils in den USA, in New York, in Seattle und in Deutschland. Seine weltweiten Auftritte werden vom Publikum wie von Kritikern gefeiert. Ausgezeichnet wurde Schliessmann mit dem Global Music Award in den USA für seine Bach-Interpretation, mit Awards of Excellence für seine Interpretationen der Werke von Robert Schumann. Gerade kam seine 3-teilige CD ‘At the Heart of the Piano‘ mit Werken von Busoni, Schumann, Skrjabin, Liszt und Berg heraus. Da er gerade im Frankfurter Raum weilte, nahm Petra Kammann dies zum Anlass für ein ausführliches Hintergrundgespräch.
Burkard Schliessmann beim Treffen in Frankfurt in der „Villa Bonn“, Foto: Petra Kammann
FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann befragte den Kunstsammler und Kunstbuch-Verleger Lothar Schirmer zu seinen Begegnungen mit dem Ausnahme-Künstler Joseph Beuys, der „den Hirsch für die Kunstgeschichte gerettet“, seine Augen und Wahrnehmungen für den erweiterten Kunstbegriff geöffnet hat, über seine Bedeutung für ihn beim Sammeln, beim Büchermachen und in Ausstellungssachen und – warum Kunst am Ende ein Rätsel bleibt…
Lothar Schirmer mit einem druckfrischen Exemplar der JOSEPH BEUYS WERKÜBERSICHT in den Verlagsräumen in München, im Mai 2021. Foto: Regine Kaiser, courtesy Schirmer/Mosel
„Une vie ne vaut rien, mais rien ne vaut une vie“. / „Das Leben ist nichts wert, aber nichts geht über das Leben“. Die Äußerung des französischen Schriftstellers und einstigen Kulturministers Frankreich André Malraux könnte nun auch als Motto über der aktuellen Arbeit der französischen Generalkonsulin Pascale Trimbach stehen. Petra Kammann besuchte sie im französischen Generalonsulat an der Zeppelinallee 35 in Frankfurt und verschaffte sich dort im Gespräch einen Einblick in deren derzeitigen Alltag.
Die französische Generalkonsulin Pascale Trimbach ist vom gemeinsamen deutsch-französischen Boot, in dem wir sitzen und das Tom Ungerer malte, überzeugt, Fotos: Petra Kammann
Um Fragen wie „Kann Freiheit nur durch die Krise als Befreiung erlebt werden?“ oder „Ist Pessach eine Krisenerzählung oder eher eine Krisenerfahrung?“ geht es in dem Videogespräch zwischen zwei Fachfrauen, der Rabbinerin des Egalitären Minjan Frankfurt und Professorin für jüdische Studien Elisa Klapheck und Mirjam Wenzel, der Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt
Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt, das die jüdische Geschichte und Kultur Frankfurts erforscht und im Gedächtnis bewahrt, arbeitet mit Videocasts, Fotos: Petra Kammann
„Alles, was jetzt nicht sichtbar wird, ist enttäuschend und auch existenzgefährdend für uns Verleger und unsere Autoren“
„So stehen unsere Bücher nun als Obdachlose vor verschlossenen Türen“ – mit diesem „offenen Brief an unsere Freunde im Buchhandel“ hatte sich Lothar Schirmer in der vergangenen Woche zu Wort gemeldet. Das war für Christian von Zittwitz, den Herausgeber des Branchenmagazins Buchmarkt, Anlass, bei dem Münchner Verleger Lothar Schirmer noch einmal nachzufragen:
Lothar Schirmer (rechts) auf der Frankfurter Buchmesse 2019, Foto: Petra Kammann
Vor 30 Jahren löste sich die deutsch-deutsche Grenze auf, die Mauer bröckelte und fiel. Ost- und West-Deutsche begegneten einander unter neuen Bedingungen. Der Rest ist Geschichte, bestens bekannt aus einzelnen Biographien… Eine besondere Wendegeschichte: Der ehemalige Ost-Berliner Verlagslektor Christoph Links hatte gleich nach dem Mauerfall eine Lizenz für einen Sachbuch-Verlag beantragt. Im Interview mit Petra Kammann, die auf der ersten Leipziger Buchmesse nach der Maueröffnung auf ihn aufmerksam wurde, schildert der unternehmerisch urbegabte Verleger die organisatorischen Klippen und die programmatische Entwicklung seines Verlags.
Der Verleger Dr. Christoph Links bei der Eröffnung der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, Foto: Petra Kammann
Die Fotos von Barbara Klemm – einer menschenfreundlich zugewandten Frau – haben Geschichte und Geschichten vermittelt und sich wie Ikonen der Zeitgeschichte in unser Gedächtnis eingegraben. Ihre Aufnahmen machte sie vor allem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Dabei hat sie sich nie der Arroganz der Macht ergeben, obwohl sie einflussreichen Polit-Größen, internationalen Künstlern und Schriftstellern begegnet ist. Auch den einfachen Menschen und deren Nöten, die sie in ebenso eindrucksvolle Bilder bannt, gilt ihre Empathie. Und gleich wo: Für den richtigen Moment hat die große Fotografin stets ebenso einen sechsten Sinn bewiesen wie auch für die perfekte Bildkomposition. Petra Kammann interviewte die Fotokünstlerin, deren neues Buch zur Buchmesse unter dem Titel „Zeiten Bilder“ (Schirmer & Mosel) erschienen ist.
Die Fotokünstlerin Barbara Klemm, Foto: Petra Kammann
Wohnhochhäuser und Städtisches Leben am Puls der Zeit
Zwischen Bockenheim und Westend an der Frankfurter Senckenberganlage ganz in der Nähe des Tyrannosaurus Rex entsteht seit einiger Zeit ein neues Hochhaus, das One Forty West – ein Hochhaus, das Wohnen, Gastronomie und Hotel auf über 51.000 Quadratmetern in der Vertikalen verbindet. Setzt das vom Frankfurter Büro cma Cyrus Moser Architekten entworfene Gebäude gerade wegen dieser Mischung neue Maßstäbe für neue Bauten in der Mainmetropole? Petra Kammann sprach mit dem Architekten Andreas Moser über die Möglichkeiten heutigen Bauens in der Stadt, über Projektentwickler und Markenbotschafter.