Alle Artikel zu Reisen & Lebensart
2026, Oktober 3.
3 Generationen Lausitzer Weltbürgerfiguren
Von Petra Kammann
Der mit 111 erlesenen Flaschen Wein aus den Kellern des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter(VDP) Rheingau und mit 11.111 Euro dotierte Rheingau Literatur Preis 2026 ging in diesem Jahr an den Romanschriftsteller Lukas Rietzschel für seinen Roman „Sanditz“ (dtv). Die Auszeichnung wurde im Rahmen des diesjährigen Rheingau Literatur Festivals zum 33. Mal verliehen, diesmal im Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie das Rheingau Musik Festival e.V. stifteten je 5.000 Euro des Preises, der vom Relais & Chateaux Hotel Burg Schwarzenstein um 1.111 Euro ergänzt wird. Die so kenntnis- wie anspielungsreiche Laudatio hielt Andreas Platthaus, stellvertretender Feuilletonchef der FAZ.

Rheingau Literatur-Preisträger 2026 Lukas Rietzschel, Foto: Petra Kammann
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2026, September 15.
Ein bestens komponierter stilvoller Abend in der Frankfurter Villa Bonn
Von Uwe Kammann (Text) und Petra Kammann (Fotos)
←Vignette von Clara und Robert Schumann
Kann ein Festabend heiterer beginnen? Kaum. Denn alle Gäste, sprich: Mitglieder der Robert- und Clara-Schumann-Gesellschaft trafen nach und nach wohlgestimmt auf der sonnenbeschienenen Terrasse der hochherrschaftlichen Villa Bonn im Frankfurter Westend ein, um den 70. Geburtstag ihrer ‚Gemeinde‘ zu feiern.

Begrüßungsrede des Vorstandsvorsitzen der Robert- und-Clara-Schumann Gesellschaft, Dr. Edgar Wallach, in der Villa Bonn in Frankfurt Weiterlesen
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2026, September 11.
Traditionelle Metiers, Zünftiges und moderne Produktionsweisen
Bekannt ist die Mainmetropole vor allem als florierende Messe-, Banken- und Handelsstadt. Wenige aber wissen, dass ihr Wohlstand über Jahrhunderte nicht zuletzt vom Handwerk geprägt war. Diese Tradition haben inhabergeführte Geschäfte im wiederaufgebauten Quartier der Neuen Altstadt aufgegriffen. Voller Stolz zeigen sie nun vom 18. bis 20. September am „Fest des Handwerks“ in ihren Läden ihr Können. Darüberhinaus bietet die *IGNA sowohl ansässigen Betrieben als auch denen aus dem Umland die Möglichkeit, in der neuen Altstadt ihr Handwerk zu präsentieren, um Menschen dafür zu begeistern. pk

Entspannen in der Weinbar & Vinothek der traditionsreichen Winzerfamilie Balthazar Ress, Foto: Petra Kammann
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2026, August 29.
Zum 277. Geburtstag des Dichterfürsten
Im Goethe-Haus am Hirschgraben flackerten am 28. August nach alter Tradition die lebendigen Kerzen für die Besucher, welche dort – nach einem musikalisch-dichterischen Auftakt den Geburtstag des großen Frankfurters feierten. Charmante Gastgeberin war Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Romantik-Museums, die in ihrem Festvortrag Einblicke in die Goethischen Geburtstagsrituale gab, bei denen es an Gedichten für den Freundeskreis nicht fehlte. Für Erhard Metz war der 277. Ehrentag die schönste Gelegenheit, um für FeuilletonFrankfurt einen Streifzug durch Goethes Liebesleben zu unternehmen, das mit Friederike Elisabeth Brion seinen eigentlichen Auftakt in einem elsässischen Pfarrhaus gefunden hatte. Es war nicht die letzte Station, aber sicher eine der dichterisch ertragreichsten. -pk-
Von Erhard Metz
„Dem Mädchen aus Sesenheim geschah Leid von dem Halbgott. Leid war der Preis für das Licht der Unsterblichkeit“
(Friedrich Ernst Peters [1890-1962], Schriftsteller und Pädagoge)
„Ein Strahl der Dichtersonne fiel auf sie,
so reich, daß er Unsterblichkeit ihr lieh“
(Inschrift auf dem 1866 errichteten Grabstein nach einem Vers von Ludwig Eckhardt [1827-1871], Lyriker und Schriftsteller)

Friederike Elisabeth Brion, Lithographie von Georg Engelbach (1817-1894); wikimedia commons/COM: TAG United States Weiterlesen
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2026, Juli 31.
Einfluss der von Schadow begründeten „Düsseldorfer Malerschule“
200 Jahre ist es her: 1826 trat der Maler Wilhelm Schadow (1788 – 1862), Sohn des bekannten Berliner Bildhauers Johann Gottfried Schadow (1758–1815), das Amt des Direktors der Kunstakademie Düsseldorf an. Der Verein „Unsere Straßen – unsere Künstler“ erinnert gemeinsam mit dem „Verein der Düsseldorfer Künstler für gegenseitige Unterstützung und Hilfe *1844“ , der auf die Zeit und das Wirken Schadows zurückgeht, an diese bedeutende Persönlichkeit. Im Rahmen einer Vortragsreihe im Stadtmuseum wird am Sonntag, 2. August, um 12 Uhr bei freiem Eintritt über den – bis heute bestehenden – Einfluss der von Schadow begründeten „Düsseldorfer Malerschule“ informiert.

1860 gemalt von seinem Schüler und Schwager Eduard Bendemann (Königliches Museum der Schönen Künste Antwerpen
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Bildung · Pisa von innen, KultTouren, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Kunstszene überregional, Malerei, Skulptur, Städtereisen, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Hommage an Wilhelm Schadow, der vor 200 Jahren Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie wurde
2026, Juli 29.
Standards und individuelle Lebensqualität in der Stadt – von den 1920er Jahren bis heute
Von Petra Kammann
Die Ausstellung „Im Modus der Serie“ thematisiert die Entwicklung der seriellen Produktion im Neuen Frankfurt seit den 1920er-Jahren bis heute. Sieben Studien dokumentieren die Auseinandersetzung mit dem Thema Serialität im Bereich des Produkt-, Kommunikations- und Interiordesigns. Initiator und Ideengeber der ästhetisch so übersichtlich wie stringenten Schau im Museum Angewandte Kunst war die Frankfurter Stiftung urban future forum. Kuratiert wurde sie von Prof. Axel Sowa, RWTH Aachen University, Forschungsgebiet Architekturtheorie, unterstützt von Florian Eschner und dem Team von Lehrenden und Studierenden der RWTH Aachen University. Außerdem ist sie Teil des umfangreichen Veranstaltungsprogramms der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.

Blick auf die seriell gestalteten dreiteiligen Paneele der Ausstellung, Foto: Petra Kammann
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2026, Juli 21.
Kultur verbindet Menschen
Was einst als Initiative der freien Szene begann, ist heute ein fester Bestandteil des Frankfurter Kultursommers – ein Festival direkt am Mainufer, das im Kontrast zur Skyline und im Schatten der Europäischen Zentralbank steht. Seit ihrer Gründung steht die Sommerwerft für eine offene, frei zugängliche Theaterkultur, die bewusst abseits etablierter Bühnen stattfindet. Und das bei freiem Eintritt. Mit über 110.000 Besucher*innen jährlich zählt die Sommerwerft zu den größten deutschen Open-Air-Theater Veranstaltungen und macht Theater im öffentlichen Raum für ein breites Publikum erlebbar.

Ein stimmungsvolles Bild von der Atmosphäre während der Sommerwerft, Foto: Barbara Walzer
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Autoren, Autorinnen und Autoren, Bildende Künste, Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Installation · Performance · Objektkunst, KultTouren, Kultur Frankfurt, Kunstszene Rhein-Main, Kunstszene überregional, Performance, Schauspiel, Tanz | Kommentare deaktiviert für 25 Jahre Weseler Sommerwerft – Internationales Theaterfestival am Fluss
2026, Juli 20.
Freud, Frankenstein, Facelifting und ein Frauentorso
Kunst könne Kriege nicht verhindern, dennoch sei sie unverzichtbar, sagt Sasha Salzmann in ihrer Eröffnungsrede „Kunst in Kriegszeiten“ des asphalt Festivals in Düsseldorf. Doch Kunst könne dem Schrecken des Krieges Empathie, Menschlichkeit und Schönheit entgegen setzen, könne ein Lichtsignal setzten. Für Salzmann ist das Theater qua Form die politischste aller Kunstformen: Alle Formen kommen zusammen. Dennoch könne Kunst nicht nach ihrem politischen Nutzen beurteilt werden.

„ A Year without a Summer“, Foto: Nana Franck / asphalt Festival
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Kultur und Gesellschaft, Kunstszene überregional, Schauspiel, Städtereisen, Tanz | Kommentare deaktiviert für Florentine Holzingers „A year without a Summer“ beim Asphalt Festival in Düsseldorf
2026, Juli 5.
Gastspiele aus Berlin, Hamburg, München und Wien in der Spielzeit 26/27
Von Walter H. Krämer
Die Spielzeit 2026/27 des Theaters im Pfalzbau präsentiert sich außergewöhnlich vielfältig und setzt erneut starke Akzente im Schauspiel und Tanz. Internationale Compagnien, bedeutende Regisseurinnen und Regisseure sowie herausragende Ensembles und Schauspieler*innen prägen das Programm.

BERLINER ENSEMBLE: „Was ihr wollt“ von William Shakespeare, Regie: Antú Romero Nunes
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Autoren, Autorinnen und Autoren, Darstellende Künste, KultTouren, Kultur regional / Rhein Main, Schauspiel, Tanz | Kommentare deaktiviert für Schauspiel und Tanz auf höchstem Niveau im Pfalzbau-Theater Ludwigshafen in der kommenden Saison 2026/27
2026, Juni 23.
Eine poetische Spurensuche: doppelgesichtig, modern und visionär
Von Petra Kammann
Anlässlich des 100. Geburtstags am 25. Juni 2026 von Ingeborg Bachmann entstand mit der Schauspielerin Sandra Hüller und der Regisseurin Regina Schilling ein filmisches Porträt von einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Hüller nähert sich der „Poetessa“, die ihre letzten Jahre in Rom verbringt, fast traumwandlerisch durch zeitgenössisch improvisierte Szenen an. Das so entstandene komplexe Porträt mit dem kenntnisreich zusammengestellten Archivmaterial, mit Interviewauszügen und Bachmanns eigenen Texten wie auch der unnachahmliche Bachmann-Sound im Background machen die Zerbrechlichkeit und die Kraft einer Künstlerin spürbar, deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) hört Musik und tanzt beschwingt dazu am Ufer des Tibers in Rom.
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Autoren, Buch und Literatur, Film, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Landschaften, Reisen & Lebensart, Städtereisen, Tanz | Kommentare deaktiviert für „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Regina Schillings schillerndes Filmporträt