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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Reisen & Lebensart

Vorbereitung eines fürstlichen Gartenfestes auf Schloss Wolfsgarten 2022

2022, September 16.

Inspiriert von der „Joie de vivre“ und dem Charme französischer Gärten

Fotografische Impressionen von Petra Kammann, die sich im Vorfeld umgeschaut hat

Vom 16. bis 18. September erwartet die Hessische Hausstiftung zum Fürstlichen Gartenfest auf Schloss Wolfsgarten in Langen um die 20 000 Besucher. FeuilletonFrankfurt hat sich bei den laufenden Vorbereitungen umgeschaut. Das Landesthema der beliebten Veranstaltung im 300 Jahre alten Anwesen hat sich die Schirmherrin Floria Landgräfin von Hessen zu eigen gemacht. Es lautet: „Bonjour la France!“ Das Spektrum der Aussteller reicht von Pflanzenzüchtern über Gartengestalter bis hin zu Handwerksbetrieben und Anbietern von Accessoires und Country-Mode. 160 nationale und internationale Messeteilnehmer zu Gartenthemen sind dabei, ein Gesamtambiente zu schaffen. Dazu zählen auch „Vergessene Gartenschätze – alte Sorten, Techniken und Traditionen. Daneben gibt es ein umfangreiches kulinarisches Angebot und Köstlichkeiten wie Crêpes, Galettes, Macarons, Austern und Zitronentarte, außerdem und Tipps, wie man richtig Boule spielt und interessante Vorträge, musikalische und literarische Einlagen.

Der so verwunschene wie natürliche hauseigene Garten der fürstlichen Familie

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München 72: Die olympischen Spiele in der Rückschau

2022, August 26.

Zwei Publikationen bieten eine gute Grundlage für produktive Erinnerungen

Von Uwe Kammann*

„Munich 22″– unter diesem Motto liefen gerade die European Champions. Wer die Bilder des Sportfestes gesehen hat, kann sich annähernd vorstellen, wie das war, vor 50 Jahren, nachdem in München am  26. August die Spiele der XX. Olympiade eröffnet wurden. Das Motto lautete so einfach wie vielversprechend: „Die heiteren Spiele“. Und es wurde in jeder Minute eingelöst, getragen von einer Begeisterungswelle und einer Stimmung, die schnell eine Schlagzeile auslöste: Goldmedaille für das Publikum. In der Tat: Es feierte die Athleten, ganz unabhängig von Medaillenerfolgen und Nationalitäten, es feierte sich selbst in seiner Weltoffenheit – und bestätigte aufs Beste die Intentionen der Olympiamacher.

Hostessen vor dem Olympiaturm 1972: Die Damen sollten zwischen 19 und 30 Jahren alt sein, mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen sowie sich durch ein freundliches Wesen auszeichnen; Bildnachweis: /BSB/Alle Fotos –  bis auf die Autorenfotos – aus: „München in Bildern“, Volk Verlag/Bildarchiv/ Georg Fruhstorfer

Bis sich, im Morgengrauen des 5. September, der heitere bayerische Himmel zum finstersten Schwarz verdunkelte: mit dem Anschlag des palästinensischen Terrorkommandos Schwarzer September auf die israelische Mannschaft. Elf als Geiseln genommene Sportler wurden ermordet. Fünf der Terroristen wurde bei einer fehlgeschlagenen Befreiungsaktion erschossen. Ein Polizist starb.

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„Richard Wagner und das deutsche Gefühl“ –  Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin

2022, Juli 30.

Von  Renate Feyerbacher

Gleich zwei Ausstellungen im Deutschen Historisches Museum (DHM) in Berlin widmen sich zwei herausragenden Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Karl Marx, Philosoph, Ökonom und Gesellschaftstheoretiker und Richard Wagner, Komponist, Schriftsteller, Journalist, Festspielgründer, der außerdem auch noch Revolutionär, Exilant, Bankrotteur, Protegé wohlhabender und adeliger Männer war und vor allem von Bayerns König Ludwig II. unterstützt wurde.

Ausstellungsansicht „Richard Wagner und das deutsche Gefühl“© Deutsches Historisches Museum/David von Becker

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Die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer

2022, Juli 9.

Von Paulina Heiligenthal

„Wenn Du ein Schiff bauen willst,
dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen,
Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre die Männer
die Sehnsucht
nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine Saint-Exupéry, 1900 – 1944

Antonia, ein prächtiges und elegantes Plattbodenschiff, wurde im Jahr 1913 geboren. Sie hat eine stattliche Länge von 27,5 Metern, die Masten ragen 24 Meter in den Himmel. Der Zweimastklipper wartet ungeduldig in Harlingen, einer Hafenstadt in der Provinz Friesland in den Niederlanden, auf unsere erste Begegnung.

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30 Jahre MDR: „Stimme des Wandels und der Zukunft“

2022, Juli 7.

Festrede der Intendantin Karola Wille bei der Jubiläumsfeier

Zwei wichtige Jubiläen kennzeichnen in diesem Jahr die Medienlandschaft: ARTE und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) bestehen jeweils dreißig Jahre. Beide haben eine Besonderheit: ARTE als europäischer Kulturkanal, MDR als neugegründeter Sender der drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einer zentralen Mittlerfunktion im vereinten Deutschland; und mit einem starken Kulturkern – gerade baut der MDR federführend für die ARD eine digitale Kulturplattform auf. Beim Festakt am 29. Juni in Leipzig hielt die Intendantin des MDR, Karola Wille, eine programmatisch ausgerichtete Rede, in der sie den Wert der Medienfreiheit für die Demokratie betonte. Dabei griff sie auch auf, was zuvor Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als zentrales Motiv mit großer Leidenschaft ausgeführt hatte. Dem Festakt folgte eine große Mitarbeiter-Jubiläumsfeier auf dem Freigelände des MDR, genau zwischen den hochmodernen Neubauten und den renovierten Verwaltungsbauten des vorher dort befindlichen Leipziger Schlachthofes. Im folgenden dokumentiert FeuilletonFrankfurt die Rede der MDR-Intendantin (der Link zur Rede des Bundespräsidenten folgt am Schluss).

Prof. Karola Wille bei ihrer Festtagsrede im MDR in Leipzig; Foto: Petra Kammann

 

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Salvete! Zu Gast bei den Römern – Internationales Freundschaftsfest des International Women’s Club am Limes

2022, Juli 6.

Feierlicher Abschluss eines Spendenprojektes des International Women’s Club im Landgasthof Saalburg

von Petra Kammann

Mit Blick auf die weltweit einmalige kulturgeschichtliche Bedeutung der Saalburg bei Bad Homburg entschied sich die koreanische Präsidentin des International Women’s Club (2021-2022) Yong-Hi Yim-Siegels, Spenden für ein gemeinnütziges Projekt, ein Tastmodell des Römerkastells Saalburg für Blinde und Sehende, beim traditionellen Internationalen Freundschaftsfest zu sammeln. Es soll am Standort des Römerkastells errichtet werden, denn die Saalburg, zur Römerzeit ein Kastell mit Lagerdorf an der Grenze des römischen Reiches zu den germanischen Stammesgebieten, wurde zwar auf Initiative Kaiser Wilhelms II. um 1900 wieder aufgebaut und besitzt auch seit 2005 den Status des UNESCO-Weltkulturerbes, ist aber nicht für jederman und jedefrau barrierefrei zugänglich. Mit einem Tastmodell aus Bronze sollen nun alle Besucher einen neuen Zugang zu den zentralen Inhalten der Museumsarbeit bekommen.

Empfang auf der Saalburg v.l.n.r.: durch Béatrice Portoff, Saalburg-Direktor Dr. Carsten Amrhein und IWC-Präsidentin (2021-2022) Yong-Hi Yim-Siegels; Foto: Petra Kammann

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Überreiches Programm beim Kronberg-Festival im September 2022

2022, Juni 25.

Das neue Casals-Forum mit all’ seinen vielfältigen Möglichkeiten

Von Uwe Kammann

Möglichst morgen möge es losgehen: Wer je schon einen Blick in den fast fertiggestellten Kammermusik-Saal des Casals Forums geworfen hat, wird es nicht abwarten können, hier die ersten Töne eines Konzerts erklingen zu hören. So einladend, so vielversprechend sind die geschwungenen Wände mit ihren Eichen-Paneelen und den umlaufenden Glaswänden, so verlockend schweben die Schallsegel über der Bühne, dass schon jetzt nur noch ein Gedanke herrscht: Das wird ein klingendes Wunder, eine magische Verbindung von Schönheit für die Ohren und das Auge.

Akustikprobe im Casals Forum mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem französischen Oboisten und Dirigenten François Leleux; Foto: Andreas Malkmus/Kronberg Academy Stiftung

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Hier spielt die Musik: Willkommen im Rheingau! Das Musik-Festival beginnt…

2022, Juni 21.

Festliche Eröffnung in Kloster Eberbach

Nach einer pandemiebedingten Pause von zwei Jahren bringt der diesjährige Festivalsommer seinem Publikum die Musik in voller Strahlkraft zurück. In wenigen Tagen beginnt das 35. Rheingau Musik Festival (25. Juni bis  3. September 2022). Insgesamt 134 Konzerte werden an 25 Spielstätten im Rheingau und benachbarten Regionen zum Klingen kommen. Traditionell findet die Eröffnung am Samstag, 25., sowie am Sonntag, 26. Juni im Kloster Eberbach statt mit dem hr-Sinfonieorchester und erstmals unter der Leitung seines Chefdirigenten Alain Altinoglu und dem MDR-Rundfunkchor, mit Katharina Konradi (Sopran), Miriam Albano (Mezzosopran), Matthew Swensen (Tenor) anstelle des ursprünglich geplanten Tenors Charles Castronovo.

Stimmungsvoll ist die Eröffnung im Kloster Eberbach; Foto:Klaus Weddig/RMF

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Der deutsch-französische Sender ARTE feiert seinen Dreißigsten

2022, Mai 27.

Das ARTE-Paradies: Die andere Seite der Kultur

von Uwe Kammann

Viel gelobt, wenig gesehen: Das ist so ein (Vor-)Urteil, das dem Fernsehsender ARTE anhängt. Vor allem Menschen, die das Massenmedium TV eher verachten, können zwar im Party-Talk den Qualitäten des deutsch-französischen Kultursenders einiges abgewinnen. Aber einschalten – ach, das fällt dann doch schwer. Wo es doch so viel anderes Attraktives zu tun gibt, vom Theater über das Kino bis zum Konzert. Wie sieht es also aus bei Arte, das am 30. Mai seinen 30.Geburtstag feiert?

ARTE Logo:  30 Jahre; Alle Bilddokumente wurden von ARTE zur Verfügung gestellt

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Die Ruhrfestspiele auf dem „grünen Hügel“

2022, Mai 14.

Das älteste deutsche Theaterfestival lebt

von Simone Hamm

Alle atmen auf. Denn die Ruhrfestspiele auf dem „grünen Hügel“ von Recklinghausen können in diesem Jahr wieder mit Präsenzaufführungen stattfinden. „Haltung und Hoffnung“ lautet das Motto. Die Ruhrfstespiele wollen sich nicht nur an Theatersüchtige wenden, sollen auch an all die, die kein Theaterabonnement haben, die nicht in experimentelle Tanzaufführungen gehen. Das ist der Geschichte geschuldet. Im kalten Winter 1946/7 hatten Kohlelieferungen aus Ruhrgebietszechen  den Hamburger Theatern geholfen, ihre Räume zu beheizen. Zum Dank kamen die Schauspieler ins Ruhrgebiet, um Theater zu speilen. Die Ruhrfestspiele, das älteste deutsche Theaterfestival, waren geboren. „Kunst für Kohle“ lautete das Motto.

William Kentridge in Aktion; Foto: Stella Olivier

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