Alle Artikel zu Städtereisen
2026, März 27.
Sri Lanka: Reiche Kultur, pure Natur, Teil V
Text und Fotos: Paulina Heiligenthal
Denn Teeismus ist die Kunst, Schönheit zu verhüllen, um sie zu entdecken, und etwas anzudeuten, was man nicht zu enthüllen wagt. Er ist das feine Geheimnis, leise und doch gründlich über sich selbst zu lachen, und ist somit die gute Laune selbst – das Lächeln der Philosophie. Kakuzo Okakura
Ein Hauch von Morgentau verschleiert die dichten Bergspitzen von Kandy und zaubert eine geheimnisvolle Stimmung hervor. Er breitet sich über den Kandy-See aus, der jetzt milchig wie ein matter Spiegel mutet. Nur Buddha, in meditativer Pose lächelt schimmernd golden von verhangener Höhe. Beim Abschied von der schönsten Königsstadt im kulturellen Dreieck.

Die zarte Blüte der Teepflanze – Camellia sinensis – blüht nur dann, wenn sie sich wohlfühlt
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2026, März 24.
Und „Die versteckten Wissenschaften des Gartens“
Von Ruthard Stäblein
„Paris ändert sich schneller ach, als die Stimmung eines Sterblichen“, klagte der Dichter Charles Baudelaire in seinem Schwanengesang „Le cygne“, als der Präfekt Georges-Eugène Haussmann ab der Mitte des 19. Jahrhunderts reihenweise alte Viertel planierte und so den Barrikadenbau der Revolutionäre in den einst engen und gewundenen Gassen behinderte. Noch vor wenigen Jahren verstopften Autos die Boulevards von Haussmann und verpesteten die Luft von Paris. In jüngster Zeit verändert sich Paris wieder einmal, aber dieses Mal zum Besseren hin…

Die allmähliche Veränderung des Haussmann’schen Paris, Foto: Petra Kammann
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2026, März 17.
Monumentale Formate mit hinreißender Farbigkeit
Von Hans-Bernd Heier
Mit der ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland feiert das Museum Reinhard Ernst (mre) die fulminante Wiederentdeckung eines der international bedeutendsten abstrakten Maler Österreichs nach 1945: Wolfgang Hollegha. Bereits Ende der 1950er-Jahre erlangte Hollegha große Anerkennung in New York, dem Zentrum jener künstlerischen Avantgarde, die die Malerei nachhaltig veränderte. Die großartige Präsentation im mre „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“ ermöglicht eine eindrucksvolle Wiederbegegnung von Werken des europäischen Meisters mit Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Morris Louis, Friedel Dzubas und anderen US- amerikanischen Weggefährten, die mit hochkarätigen Arbeiten in der Sammlung vertreten sind.

Ohne Titel, 2016 (Titelmotiv der Ausstellung); Öl auf Leinwand, 270 x 240 cm, Museum Liaunig; © Nachlass Wolfgang Hollegha; Foto: N. Lackner / UMJ
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2025, Oktober 31.
Vorstellungen vom richtigen und guten Leben in der Stadt – Visionäre Reformen
Von Petra Kammann
Nach „Was war das Neue Frankfurt?“ und neben „Yes, we care“ und der damit verbundenen Frage nach dem Gemeinwohl wurde im Museum Angewandte Kunst nun die letzte Ausstellung im Jubiläumsjahr „100 Jahre Neues Frankfurt“ eröffnet, diesmal unter dem Motto: „Aufbruch zur modernen Stadt von 1925–1933“. Da stehen gleich drei unterschiedliche Schauplätze im Visier: Das Rote Wien, das Neue Frankfurt und die Wohnstadt Hamburg. Eine Herausforderung vereint jedoch alle drei, in ihrer Grundstruktur so unterschiedlichen Städte: die Bekämpfung der Wohnungsnot mit schnellen Reformen. Der Kurator, Architekturkenner und -historiker Wolfgang Voigt, früher auch am DAM, hat in der Ausstellung die Unterschiede herausgearbeitet.

Kurator Wolfgang Voigt führt durch die Ausstellung. Hier mit Blick auf „Zickzackhausen“, Foto: Petra Kammann
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Architektur und Städtebau, Bildung · Pisa von innen, Deutsches Architekturmuseum (DAM), Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Museum Angewandte Kunst, Städtereisen | Kommentare deaktiviert für Aufbruch zur modernen Stadt von 1925–1933. Drei Schauplätze im Vergleich: Frankfurt, Wien und Hamburg
2025, September 10.
Wieviel damals steckt im heute? Wege- und Gedankennetze abseits des Krönungswegs
Von Petra Kammann
Mit der Ausstellung „Archäologie der Gedanken – Von der Kunst des Sichtbaren und Unsichtbaren“ zeigt das Archäologische Museum Frankfurt ab dem 10. September 2025 eine Einzelausstellung der in Hamburg lebenden Künstlerin Dagmar Schuldt. Mit deren genreübergreifendem künstlerischen Projekt macht das Museum auf den südwestlichen Stadtraum Frankfurts aufmerksam, insbesondere auf Niederrad und auf den Frankfurter Stadtwald, und zwar auf das, was auf den ersten Blick nicht mehr sichtbar, aber erinnerungswürdig ist.

Schichten und Geschichten einer Stadt: Dagmar Schuldts „Karte Frankfurt 2.2.“, 2024 Papier, Schellack, Tuschen, Graphit, 21 x 29,7 siebenmal gefaltet, Foto: Dagmar Schuldt, Courtesy: Claus Friede Contemporary Arts
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2025, August 26.
750 Jahre Schiedam in der niederländischen Provinz Süd-Holland
Von Paulina Heiligenthal
Sie flattern fröhlich an historischen Häusern und Schiffen, an den Mühlen, sogar an der Kirche. Erst recht am Rathaus: die Schiedam-750 Flaggen. Zur Feier ihrer 750- jährigen Geschichte, die Zukunft fest im Blick.

Eine der drei gußeisernen Zugbrücken von Schiedams „geschütztem Stadtgesicht“/“Beschermd stadsgezicht“, Foto: Paulina Heiligenthal
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2025, Juni 27.
Göttliche Ideen, Intelligenz und Macht
Wenn er nachts wach liege und nicht schlafen könne, weil er über die künstliche Intelligenz und die Folgen für die Menschen grübele, dann denke er an Markus Gabriel und dessen unbeirrbaren Optimismus, so Daniel Kehlmann. In Köln, zum Auftakt der Phil.Cologne saßen sie, gemeinsam mit der Moderatorin Simone Rosa Miller, auf der Bühne. Sie ließ sich weder durch freundliche Sätze Kehlmanns noch lange Abhandlungen des Philosophen Markus Gabriel beirren und stellte klug die wichtigen Fragen.

Schriftsteller Daniel Kehlmann und Philosoph Markus Gabriel im Gespräch, Foto:©Katja Tauber / phil.COLOGNE
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2025, Juni 1.
An der diesjährigen 19. Architekturbiennale in Venedig finden Beiträge aus dem arabischen Kulturkreis besondere Beachtung, bieten sie doch brauchbare Lösungen für aktuelle Themen wie Überhitzung, soziales Miteinander oder bezahlbares Wohnen. Federführend sind dabei, auch das ist bemerkenswert, vor allem junge Architektinnen.

Pavillon von Qatar in den Giardini, © Corinne Elsesser
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2025, Februar 13.
Ein Wegbereiter der Architekturfotografie
Von Petra Kammann
Von der Zeil, dem Eschenheimer Turm, dem Goethe-Denkmal über den Römer bis hin zum Mainufer hielt vor mehr als 150 Jahren der Fotograf Carl Friedrich Mylius die berühmtesten Sehenswürdigkeiten einer Stadt im Umbau gestochen scharf fest. Es zog den Chronisten seiner Zeit aber auch ins Umland – in den Taunus, auf den Feldberg, nach Kronberg, Königstein und nach Gelnhausen. Mit rund 80 seiner Arbeiten widmet das Städel Museum dem gebürtigen Frankfurter die erste große Einzelausstellung. Anlass war eine Schenkung aus Privatbesitz von 180 Fotografien, die den Bestand mit Aufnahmen von Carl Friedrich Mylius in der Städel Sammlung von 1867 an bestens ergänzt. Eine Schau, welche „die Frankfurter Seele streichelt“, wie Städeldirektor Philipp Demandt treffend bemerkte.

Christina Lemke (re), Kuratorin der Ausstellung und Sammlungsleiterin Fotografie im Städel-Museum, hier im Ausstellungsraum, Foto: Petra Kammann
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2025, Februar 3.
Reisender mit viel Erfahrung und leichtem Gepäck – Ein Besuch bei Frédéric Meyer
Von Petra Kammann
Seit dem vergangenen Juli arbeitet Fréderic Meyer als Directeur régional bei Atout France, der Französischen Zentrale für Tourismus für die Länder Deutschland-Schweiz-Österreich-Polen- Mitteleuropa in Frankfurt am Main. Kürzlich sind sowohl Atout France als auch das französische Generalkonsulat von der Zeppelinallee an einen neuen Standort in die Hamburger Allee 26-28 gezogen. Ein Grund mehr, den in der Welt herumgekommenen und in zahlreichen Ländern tätigen Frédéric Meyer zu einem Erfahrungsaustausch aufzusuchen.

Frédéric Meyer, Directeur régional bei Atout France in Frankfurt, Foto: Petra Kammann
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