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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Städtereisen

München 72: Die olympischen Spiele in der Rückschau

2022, August 26.

Zwei Publikationen bieten eine gute Grundlage für produktive Erinnerungen

Von Uwe Kammann*

„Munich 22″– unter diesem Motto liefen gerade die European Champions. Wer die Bilder des Sportfestes gesehen hat, kann sich annähernd vorstellen, wie das war, vor 50 Jahren, nachdem in München am  26. August die Spiele der XX. Olympiade eröffnet wurden. Das Motto lautete so einfach wie vielversprechend: „Die heiteren Spiele“. Und es wurde in jeder Minute eingelöst, getragen von einer Begeisterungswelle und einer Stimmung, die schnell eine Schlagzeile auslöste: Goldmedaille für das Publikum. In der Tat: Es feierte die Athleten, ganz unabhängig von Medaillenerfolgen und Nationalitäten, es feierte sich selbst in seiner Weltoffenheit – und bestätigte aufs Beste die Intentionen der Olympiamacher.

Hostessen vor dem Olympiaturm 1972: Die Damen sollten zwischen 19 und 30 Jahren alt sein, mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen sowie sich durch ein freundliches Wesen auszeichnen; Bildnachweis: /BSB/Alle Fotos –  bis auf die Autorenfotos – aus: „München in Bildern“, Volk Verlag/Bildarchiv/ Georg Fruhstorfer

Bis sich, im Morgengrauen des 5. September, der heitere bayerische Himmel zum finstersten Schwarz verdunkelte: mit dem Anschlag des palästinensischen Terrorkommandos Schwarzer September auf die israelische Mannschaft. Elf als Geiseln genommene Sportler wurden ermordet. Fünf der Terroristen wurde bei einer fehlgeschlagenen Befreiungsaktion erschossen. Ein Polizist starb.

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30 Jahre MDR: „Stimme des Wandels und der Zukunft“

2022, Juli 7.

Festrede der Intendantin Karola Wille bei der Jubiläumsfeier

Zwei wichtige Jubiläen kennzeichnen in diesem Jahr die Medienlandschaft: ARTE und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) bestehen jeweils dreißig Jahre. Beide haben eine Besonderheit: ARTE als europäischer Kulturkanal, MDR als neugegründeter Sender der drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einer zentralen Mittlerfunktion im vereinten Deutschland; und mit einem starken Kulturkern – gerade baut der MDR federführend für die ARD eine digitale Kulturplattform auf. Beim Festakt am 29. Juni in Leipzig hielt die Intendantin des MDR, Karola Wille, eine programmatisch ausgerichtete Rede, in der sie den Wert der Medienfreiheit für die Demokratie betonte. Dabei griff sie auch auf, was zuvor Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als zentrales Motiv mit großer Leidenschaft ausgeführt hatte. Dem Festakt folgte eine große Mitarbeiter-Jubiläumsfeier auf dem Freigelände des MDR, genau zwischen den hochmodernen Neubauten und den renovierten Verwaltungsbauten des vorher dort befindlichen Leipziger Schlachthofes. Im folgenden dokumentiert FeuilletonFrankfurt die Rede der MDR-Intendantin (der Link zur Rede des Bundespräsidenten folgt am Schluss).

Prof. Karola Wille bei ihrer Festtagsrede im MDR in Leipzig; Foto: Petra Kammann

 

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Überreiches Programm beim Kronberg-Festival im September 2022

2022, Juni 25.

Das neue Casals-Forum mit all’ seinen vielfältigen Möglichkeiten

Von Uwe Kammann

Möglichst morgen möge es losgehen: Wer je schon einen Blick in den fast fertiggestellten Kammermusik-Saal des Casals Forums geworfen hat, wird es nicht abwarten können, hier die ersten Töne eines Konzerts erklingen zu hören. So einladend, so vielversprechend sind die geschwungenen Wände mit ihren Eichen-Paneelen und den umlaufenden Glaswänden, so verlockend schweben die Schallsegel über der Bühne, dass schon jetzt nur noch ein Gedanke herrscht: Das wird ein klingendes Wunder, eine magische Verbindung von Schönheit für die Ohren und das Auge.

Akustikprobe im Casals Forum mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem französischen Oboisten und Dirigenten François Leleux; Foto: Andreas Malkmus/Kronberg Academy Stiftung

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Der weibliche Blick – „Female View“ in der Kunsthalle St. Annen

2022, März 24.

Internationale Modefotografinnen der Moderne

Von den Vintage-Prints der 30er Jahre bis zu digitalen Formaten von heute

Von Petra Kammann

Bisherige museale Modefotografie-Ausstellungen haben sich vor allem auf den weiblichen Körper aus männlicher Perspektive konzentriert. „Female View„, eine Ausstellung im Lübecker St. Anna Museum, rückt nun die oft zu Unrecht vernachlässigte Mode­fotografie von Fotografinnen in den Fokus. Zwar war die Modefotografie stark von Frauen geprägt, gleich ob in trendeigen Magazinen wie Harper’s Bazaar oder Vogue oder der Sibylle, einer Mode-Kulturzeitschrift der ehemaligen DDR. Aber Frauen traten nur selten als Akteure auf. Exemplarisch wird in der Lübecker Ausstellung anhand ausgewählter Positionen eine Entwicklung von den 1930er Jahren bis heute dargestellt: um die 150 Fotografien von 21 Künstlerinnen sowie Fashion Videos, u.a. von der gebürtigen Frankfurterin Ellen von Unwerth zu sehen.

Museumsleiterin Antje Britt-Maehlmann vor den Fotos von Helmut Newton und Alice Springs alias June Newton; Foto: Petra Kammann

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PAULA MODERSOHN-BECKER – Eine Werkschau in der Schirn

2021, Dezember 1.

Ganz Worpswede und Tout Paris – Welch eigenständiger Aufbruch!

Petra Kammann über die moderne Künstlerin Paula Modersohn-Becker

Abwechselnd lebte und arbeitete sie zu Beginn des aufkeimenden 20. Jahrhunderts in der Künstlerkolonie Worpswede und in Paris, der Hauptstadt der Kunst. Selbstbewusst behauptete sie von sich: „Ich bin nicht Paula Moderssohn, ich bin nicht Paula Becker. Ich bin Ich und hoffe, es immer mehr zu werden.“ Trotz ihres kurzen Lebens hinterließ sie mit 31 Jahren ein umfangreiches Werk, das die Einflüsse beider Orte widerspiegelt und von großer Modernität geprägt ist. Von den rund 734 Gemälden und etwa 1500 Arbeiten auf Papier, die sie geschaffen hat, sind 116 Werke noch bis zum 6. Februar 2022 in der Schirn zu sehen.

Am Aufgang in der Schirn – die verschiedenen Gesichter der modernen Künstlerin Paula Modersohn-Becker; Foto: Petra Kammann

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Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“

2021, September 28.

Liebe und Tod im untergehenden Brügge

Von Simone Hamm

Ein riesiger Zylinder auf einem Podest, davor Barhocker, auf denen müde Gäste Cocktails schlürfen – Stefan Heynes Bühnenbild wirkt, als habe er ein Bild Edward Hoppers auf die Bühne gebracht. Der Zylinder ist ein Vorhang, in seinem Inneren weitere Vorhänge aus langen Fäden. Bisweilen werden Videos auf den Vorhang projiziert. Das wirkt kühl und karg und soll wohl einen Gegensatz darstellen zur opulenten spätromantischen Musik, zum dramatische Geschehen in Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“, der Opernadaption des symbolistischen Romans „Bruges-la-morte“ von Georges Rodenbach.

Burkhard Fritz, Aušrine Stundyte in „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold, Foto: © Paul Leclaire / Oper Köln

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Manifest des Ephemeren – der verhüllte Arc de Triomphe (3)

2021, September 19.

Deutsche Firmen sind wesentlich beteiligt – und ernten viel Lob

Von Uwe Kammann

Freies Flanieren für Fußgänger am Wochenende, Foto: Vládmir Combre de Sena

Voilà. Das Fest hat begonnen. Staunen über eine Poesie, die kaum jemand für möglich hielte, wenn er nicht einige vorherige Werke des Künstlerpaars Christo und Jeanne-Claude kennen würde – vor allem jene, die mit ihren Ausmaßen verblüfft haben, so der mit einem goldenem Vorhangschimmer verhüllte Pont Neuf in Paris und der silbern verpackte Reichstag in Berlin. Jetzt also der Triumphbogen, eines der Mega-Monumente in der an symbolischen Großbauten ohnehin nicht armen Stadt Paris.

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„Faszination Wissenschaft“ im Kunsthaus Wiesbaden – Herlinde Koelbls Porträts von Spitzenforscher*innen

2021, September 14.

Fesselnder Blick in die abstrakte Welt der naturwissenschaftlichen Forschung

Von Hans-Bernd Heier

Die Münchner Fotografin Herlinde Koelbl hat in ihrem neuesten fotografischen Langzeitprojekt 60 der weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ganz besondere Weise porträtiert.

Emmanuelle Charpentier, Chemie-Nobelpreisträgerin, 2020; © Herlinde Koelbl

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ERÖFFNUNG DES DEUTSCHEN ROMANTIK-MUSEUM (1)

2021, September 13.

Blick in den Großen Hirschgraben auf das Frankfurter Goethe-Haus und das Deutsche Romantik-Museum © Freies Deutsches Hochstift, Foto: Alexander Paul Englert

Einen Tag bevor das Deutsche Romantik-Museum am 14. September 2021 seine Türen für das Publikum öffnet, wird am heutigen Abend die Fertigstellung des Deutschen Romantik-Museums mit einem Festakt begangen. Die Veranstaltung wird ab 18:15 Uhr live aus dem Cantate-Saal der Volksbühne im Großen Hirschgraben übertragen und ist auf dem YouTube-Kanal des Freien Deutschen Hochstifts abrufbar. Die Veranstaltung beginnt mit einem  Streitgespräch von Daniel Kehlmann mit Matthias Bundschuh und Sarah Grunert und klingt musikalisch mit Julian Prégardien (Tenor) und Christopher Brandt (Gitarre) aus. Es sprechen: Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen, Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, Prof. Christoph Mäckler, Architekt, Carl.-L. von Boehm-Bezing, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts und  Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

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Ein Hintergrundgespräch mit Laure Martin-Poulet über die Aktion „L’Arc de Triomphe, Wrapped“ von Christo und Jeanne-Claude (2)

2021, September 9.

Verhüllte – enthüllte Schönheit

Für FeuilletonFrankfurt sprach Petra Kammann mit der Präsidentin Laure Marin-Poulet über das letzte Pariser Projekt des Verpackungskünstlers Christo.

Laure Martin-Poulet, Präsidentin von „L’Arc de Triomphe, Wrapped. Christo and Jeanne-Claude“ (Project for Paris, France) mit Eiffelturm und Triumphbogen im Hintergrund,  Foto: Petra Kammann

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