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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Schauspiel

Städtische Bühnen, Zukunftsmodelle: ein Zwischenstand

2020, Juli 13.

Der Grundrahmen ist gezogen – Überzeugender Vorschlag von Christoph Mäckler

Eine vorläufige Bilanz von Uwe Kammann

Letzte Fragen zu den Bühnen: Auf diesen Stand brachte die FAZ Anfang der zweiten Juliwoche die Diskussion um die Sanierung, inzwischen wohl allein: den Neubau der Städtischen Bühnen. Eine Statusbeschreibung, die annimmt, dass Ende Juli die Stabsstelle Zukunft Städtische Bühnen alle Fakten zusammengetragen hat, welche erlauben, über den künftigen Standort von Schauspiel und Oper entscheiden zu können.

Noch Ende Juli soll die Entscheidung fallen; Foto: Uwe Kammann

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„Erinnere Dich, Penthesilea ?“ in Bochum

2020, Juli 12.

Abstand statt hautnahem Kampf und Umarmung

von Simone Hamm

Es gibt Schauspielhäuser, die streamen Aufführungen aus den vergangenen Jahren, andere bieten Video Lesungen an, kleine Filme, in denen Ensemblemitglieder erzählen. Andere Theater spielen open air.

Salzburger Festspiele 2018/Penthesilea/Premiere am 29.07.2018/Regie:Johan Simons, Bühne:Johannes Schütz, Kostüme:Nina von Mechow, Dramaturgie:Vasco Bönisch//
Sandra Hüller: Penthesilea, Jens Harzer: Achilles, Foto: Monika Rittershaus

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„Die Befristeten“ von Elias Canetti in Bochum

2020, Juni 17.

Abstand künstlerisch gestaltet

von Simone Hamm

Es gibt Schauspielhäuser, die erstellen einen Spielplan für die Saison 20/21 als sei nichts geschehen. Als gäbe es keine Pandemie. Als würden im Herbst wieder alle  ins Theater strömen. Andere Theater spielen open air. In Bochum ist man einen anderen Weg gegangen. Johann Simons inszeniert Elias Canettis „Die Befristeten“ im Schauspielhaus, in einem radikal umgebauten Zuschauerraum. Ganze Sitzreihen hat man herausgerissen, in den noch bestehenden Reihen alle Sitzflächen bis auf jeweils vier Plätze herausgenommen. 50 statt 800 Zuschauer. Zu allen Plätzen gibt es „kontaktfreien“ Zugang, niemand muss an jemandem vorbeigehen. Alle Türen sind offen. Die Zuschauer sind gehalten, Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Dominik Dos-Reis, Marius Huth, Gina Haller; Foto: Birgit Hupfeld, Schauspielhaus Bochum

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Städtische Bühnen: Durchbruch, Aufbruch, und …

2020, Juni 11.

Eine Podiumsdiskussion im Architekturmuseum präzisiert die Perspektiven

von Uwe Kammann

Darauf haben viele lange gewartet: eine klar erkennbare Vorwärts-Perspektive bei den Städtischen Bühnen. Jetzt, endlich, können attraktive Visualisierungen von Modellvarianten möglicher Neubauten in unterschiedlichen örtlichen Konstellationen die Augen derer öffnen, die sich bislang unter Neubauten für Oper und Theater nicht viel oder gar nichts vorstellen konnten – und deshalb lieber beim liebgewordenen Bekannten verharren wollten: der langen Glasfassade am Willy-Brandt-Platz. Und eine Podiumsdiskussion, direkt an diese endlich realisierte Modellvorstellung geknüpft, hat den Eindruck bestärkt: Auf dieser Grundlage ist eine Verständigung über die künftigen Perspektiven möglich. Mithin: Es gibt einen Durchbruch, der jetzt auch einen dynamischen Aufbruch signalisiert. Und verspricht.

v.l.n.r.: Peter Cachola Schmal,  Direktor (DAM), Kulturdezernentin Ina Hartwig, Torsten Becker, Stadtplaner und Vorsitzender des Frankfurter Städtebaubeirats, Anselm Weber, Intendant des Frankfurter Schauspiels, Foto: Petra Kammann

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Erste Modelle und Varianten für einen Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt vorgestellt

2020, Juni 10.

Kulturdezernentin favorisiert „Kulturmeile“ mit Oper an der Neuen Mainzer Straße

Von Uwe Kammann

Voilà, es gibt Visionen. Und auch schon eine vom Kulturdezernat favorisierte Lösung: nämlich den Neubau eines Opernhauses in Verbindung mit einem 190-Meter-Büroturm an der Neuen Mainzer Straße, genau dort, wo bislang die Sparkasse mit einem relativ schlichten Bau in Form eines langen U das Bild beherrscht. Zu diesem als „besonders vielversprechend“ bezeichneten Lösungsmodell gehört die Koppelung mit einem Neubau für das Schauspiel am bisherigen Standort, dem Willy-Brandt-Platz.

Kombination von Oper und Turm zwischen der Taunusanlage und Neuer Mainzer Straße. Abb.: ©gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner

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Zupacken, jetzt! Zur Zukunft der Städtischen Bühnen

2020, Juni 4.

Anmerkungen zur Debatte mit neuen Denkmalschutzdaten

Von Uwe Kammann

Ende Januar und in den ersten Februarwochen war für Kulturdezernentin Ina Hartwig die Theaterwelt noch in in Ordnung. Jedenfalls jene, die mit der Zukunft der Städtischen Bühnen zusammenhängt. Sie hatte sich klar entschieden: Neubau statt Sanierung. Und hatte für dieses klare Bekenntnis nicht nur mehrheitlich Beifall in den Medien bekommen – weil endlich, nach langem Zögern, dies für eine klare Richtungsentscheidung stand –; sondern auch, und dies zählt ebenso stark: weil sie hinter dieser Entscheidung auch eine große Mehrheit im Stadtparlament versammelte. Die Grundsatzfrage war beantwortet. Eine klare Perspektive zeichnete sich ab. Bei durchaus noch vielen Variablen, speziell bei den Fragen: Wo und wie könnten die Nachfolgebauten der jetzigen Theaterdoppelanlage stehen, in welcher örtlichen Konstellation, in welcher architektonischen Form?

Kulturdezernentin Ina Hartwig bei der Pressekonferenz im Januar zur Zukunft der Städtischen Bühnen; Foto: Uwe Kammann 

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Hilfen des Landes Hessen für den Neustart von Kunst und Kultur in Corona-Krise

2020, Mai 11.

Hessens dynamischer Rettungsschirm für die Kultur

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) stellte am 11. Mai in der Staatskanzlei ein in drei Phasen abgestuftes Hilfs-Kulturpaket für den Neustart von Kunst und Kultur in der Corona-Krise vor. Dieses soll den hessischen Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen helfen, die noch geltenden Einschränkungen zu überstehen, den Einnahmeausfall zu verkraften und den Neubeginn zu schultern. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten finanzielle Unterstützung ebenso wie freie Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Spielstätten. Außerdem werden Künstlerinnen und Künstler mit innovativen Ansätzen beim Neustart gefördert. Insgesamt stellt das Land für dieses Förderprogramm bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ein beachtliches Paket, findet Petra Kammann

Hessens Wissenschafts- und Kunst-Ministerin Angela Dorn (Grüne); Fotos: Petra Kammann

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„Salome“ von Richard Strauss in der Oper Frankfurt

2020, März 8.

Weiß der Leib, schwarz das Haar, rot der Mund. „Ein wildes Stück mit fantastischer Musik“

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus  / Oper Frankfurt

Dunkelheit nur punktuell vom Lichtkegel durchbrochen, intensives Flügelschlagen, Figur mit großer Federkopfbedeckung und goldener Robe, den Rücken zum Publikum gedreht, so beginnt „Salome“, das Operndrama von Richard Strauss, das am 1. März Premiere hatte. Ein starker, faszinierender Beginn und so geht es weiter. Fast zwei Stunden lang eine dunkle Bühne, auf der anfangs fast nur die agierende Person, Salome, vom ihr ständig folgenden Lichtkegel hervorgehoben wird. Wichtig sei für Ambur Braid gewesen, immer auf der richtigen Position zu stehen, erzählt die Sänger-Darstellerin der Salome. Sie nennt und spielt sie als „durchgeknallten Teenager“.

Ambur Braid (Salome)

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Samstag, Sonntag, Montag von Eduardo die Filippo am Schauspiel Bochum, Zeche 1, in der Inszenierung von Johan Simons

2020, Februar 24.

Das perfekte italienische Dinner

von Simone Hamm

Auch das Publikum ist Teil der Aufführung: Foto: Martin Steffen / Schauspielhaus Bochum

Der hufeisenförmige lange Tisch ist weiß eingedeckt. Auf dem Antipastiteller liegen gefüllte Auberginen und Zucchini, Champignons mit Frischkäse, Tomaten, Mozzarella , eingelegte Paprika, gebackenen Artischocken. Die Gäste breiten die Stoffservietten aus und beginnen zu essen. Doch sie sind in keinem gewöhnlichen italienischen Restaurant. Sie sitzen im kleinen Raum der Zeche 1 in Bochum, sind Teil einer Inszenierung  von Johan Simons. Es wird „Samstag, Sonntag, Montag“ von Eduardo de Filippo gespielt.

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Beste Anregungen im Deutschen Architekturmuseum (DAM) für die Theaterzukunft

2020, Februar 8.

Ein Interimshaus für die Oper in Bockenheim könnte mehr als ein Zwischenmodell sein

Von Uwe Kammann

Horrende Summen, irrwitzige Kosten: Die „Süddeutsche Zeitung“ spart nicht mit vehementer Kritik an den Zahlen, die heute in der Regel für den Neubau und/oder die Sanierung von Kulturbauten aufgerufen werden. Von Berlin über Köln bis München ist das die Regel. Frankfurt macht keine Ausnahme, seit eine erste Machbarkeitsstudie vor drei Jahren den Sanierungspegel für die Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz auf bald eine Milliarde Euro hat steigen lassen.

Blick in die Ausstellung des DAM: „Interim Oper Frankfurt“, Foto: Petra Kammann

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