Alle Artikel zu Schauspiel
2026, Mai 5.
Frei nach dem Roman „The Man Who Fell To Earth“ von Walter Tevis
von Walter H. Krämer
Der Sänger und Entertainer David Bowie begeisterte sich für Weltraumgeschichten und er war sich sicher, dass in den Weiten des Universums außerirdisches Leben existiert. Diese Gewissheit und seine Affinität zu den Sternen zieht sich durch sein gesamtes Werk.

Thorsten Loeb und Aleksandra Kienitz, Foto: Staatstheater Darmstadt
Weiterlesen
Darmstadt, Kultur regional / Rhein Main, Schauspiel, Tanz | Kommentare deaktiviert für LAZARUS – ein Musical von David Bowie und Enda Walsh im Staatstheater Darmstadt
2026, April 30.
Spiel-Räume für Einfallsreichtum und Kreativität
Zur Förderung der Kreativität von Kindern und Jugendlichen hatte die Oddo BHF Stiftung 2007 den Wettbewerb „UNART – Jugendwettbewerb für multimediale Performances“ ins Leben gerufen. Bei dem zweijährig veranstalteten Projekt entwickeln Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren kurze Performances zu Themen ihrer Wahl und Lebenswelt, indem sie alle Sparten der darstellenden Künste miteinander kombinieren. Dabei arbeitet die Stiftung mit drei großen Theatern zusammen, die den Wettbewerb ausschreiben und auf die Bühne bringen: dem Schauspiel Frankfurt, dem Thalia Theater Hamburg und dem Staatsschauspiel Dresden. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums am 29. April 2026 hielt Prof. Dr. Verena Metze-Mangold im Bockenheimer Depot folgende Rede, die sich mit dem schillernden Begriff UNART auseinandersetzt.

v.l.n.r.: Moderatorin Joy Owie, Laudatorin Prof. Dr. Verena Metze-Mangold und Moderator Lenz Leuenroth, Foto: Petra Kammann
Weiterlesen
Bildung · Pisa von innen, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Performance, Schauspiel, Tanz | Kommentare deaktiviert für 20 Jahre UNART: der Jugendwettbewerb für multimediale Performance
2026, April 20.
Bürgerinitiative verwirft derzeitige Planung – Testentwürfe vorgestellt
Von Uwe Kammann
Zentrale Aspekte der derzeit von Stadt und Land vorangetriebenen Planung für einen Kulturcampus in Bockenheim werden von der Bürgerinitiative „Kulturcampus Bockenheim 2.0“ unter funktionalen und finanziellen Aspekten komplett verworfen. Jetzt hat diese Initiative einen „Testentwurf“ vorgestellt, der für den seit langem geplanten Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) ein einheitliches Gebäude vorschlägt, wie es auch nach den ursprünglichen Intentionen am Platz des seit langem leerstehenden Juridicums auf dem früheren Gelände der Universität errichtet werden sollte.

Testentwurf der Initiative für den Grundriss der Hochschule; Haupteingang links zur Bockenheimer Landstraße
Weiterlesen
Darstellende Künste, Kultur Frankfurt, Oper, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für Dringender Appell: Kulturcampus „realistisch“ verwirklichen
2026, April 8.
Gekonnt und klug: Kay Voges krempelt das Schauspiel Köln um.
Fräulein Else ist in die Sommerfrische gefahren. Da erhält sie einen Brief von ihrer Mutter. Der Vater sei in Schwierigkeiten, müsse dringend Gelder zurückzahlen. Else solle den Kunsthändler Dorsday um ein Darlehen bitten. Der will ihr die 30.000 Gulden, um die sie bittet, gern geben, knüpft das aber an eine Bedingung. Er wolle Else nackt sehen. Regissuerin Leonie Böhm bleibt nah am Original. Arthur Schnitzlers Novelle ist ein innerer Monolog. Julia Riedler ist Fräulein Else.

„Else“ mit Julia Riedler; Foto: Birgit Hupfeld
Weiterlesen
Schauspiel | Kommentare deaktiviert für Die erste Spielzeit von Kay Voges
2026, April 3.
Jesus d’amour in der Industriebasilika
Fotografische Eindrücke von Barbara Walzer
Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär. Die deutsch-polnische, in Frankfurt lebende Fotografin Barbara Walzer hat ihre Eindrücke mit der Kamera von einer faszinierenden Aufführung der Passionsgeschichte im Theater Willy Praml in der Naxoshalle am Gründonnerstag festgehalten.

Wie sehen wir das letzte Abendmahl mit Menschen von heute?, Alle Foto: Barbara Walzer
Weiterlesen
Fotografie · Video · Film, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Kunstszene Rhein-Main, Performance, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für Passionsspiel heute – im Theater Willy Praml in der Naxoshalle
2026, März 17.
Wenn die Gespenster wie aus dem Nichts auftauchen…
Von Walter H. Krämer
Das amerikanische Musical „Cabaret“ mit Musik von John Kander, Liedtexten von Fred Ebb und einem Text von Joe Masteroff basiert auf dem Theaterstück „I am a Camera“ von John Van Druten, das 1951 uraufgeführt wurde und das wiederum auf dem Roman „Leb Wohl, Berlin“ von Christopher Isherwood (1904–1986) aus dem Jahr 1939 basiert. Der Regisseur Claus Guth inszeniert erstmals am Residenztheater München und gewinnt dem Musical „Cabaret“ neue Facetten ab.

Vincent Glander © Monika Rittershaus
Weiterlesen
KultTouren, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Schauspiel | Kommentare deaktiviert für Life is a Cabaret! oder: Zivilcourage gefragt!
2026, März 13.
Adaptiert für die Bühne: Bendict Wells Erfolgsroman „Vom Ende der Einsamkeit“ Schauspielhaus Bochum
Benedikt Wells Hauptfigur Jules in seinem Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ ist ein Junge, ein Mann, der sich jeden Tag in ein anderes Leben träumt, ein Leben, das weniger schmerzhaft, glücklicher ist… Die Geschwister Jules, Marty und Liz verlieren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall, kommen in ein scheußliches staatliches Internat. Sie verarbeiten ihre Trauer sehr unterschiedlich: Liz (Karin Moog) ist die Aufgekratzte, die das Leben herausfordert, die vor keiner Droge und keinem Mann halt macht. Toni (Payam Yazdani), ein Mitschüler, der hässliche Strickpullis trägt, wird sie sein ganzes Leben lang lieben.

Nina Steils, Foto: Sophia Hegewald
Weiterlesen
Buch und Literatur, Schauspiel | Kommentare deaktiviert für Große Gefühle, traumatische Begebenheiten, hoffnungsvolles Aufbegehren
2026, März 5.
Aufführung an der Bonner Oper
Ein Mann in orangefarbener Mönchskutte sitzt unter einem riesigen Halbmond zwischen Trümmern. Nur die Scheinwerfer am Rand der Bühne stehen noch. Er aber scheint unbeirrt inmitten der Verwüstung.

Statisterie, Cody Quattlebaum, Martin Tzonev, Chor des Theater Bonn, Tänzerinnen und Tänzer, Foto: © Max Borchardt
Weiterlesen
Bildung · Pisa von innen, Herzlich Willkommen, Kultur und Gesellschaft, Musik, Oper, Schauspiel | Kommentare deaktiviert für Anspruchsvoll, opulent, und sehr berührend – „Awakening“ von Param Vir
2026, Februar 25.
Seit 2010 wird der Kinder- und Jugendtheaterpreis Karfunkel der Stadt Frankfurt verliehen, um qualitätsvolle Kinder- und Jugendtheaterarbeit in Frankfurt auszuzeichnen und damit die Preisträgerinnen und Preisträger bekannter zu machen. Der nach dem feuerroten Edelstein benannte Karfunkel-Preis wird traditionell parallel zum Internationalen Theaterfestival „Starke Stücke“ verliehen. Das Festival läuft noch bis Dienstag, 3. März, in Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Der Hauptpreis (10 000 Euro) ging in diesem Jahr an „Kortmann&Konsorten“ für die Inszenierung des Stückes „STIMMEN – Anne, Sophie, Melita“ und der mit 5000 Euro dotierte Sonderpreis ging an die Autorin und Regisseurin vom Förderkreis Frankfurt Barbara Englert.

Von links: Kulturdezernentin Ina Hartwig mit der Sonderpreis-Trägerin Barbara Englert und Laudatorin Aileen Schneider, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Katrin Schander
Weiterlesen
Autorinnen und Autoren, Schauspiel | Kommentare deaktiviert für Karfunkel – Hauptpreis für Sarah Kortmann und Sonderpreis für Barbara Englert
2026, Februar 23.
Forensische Rekonstruktion eines doppelbödig satanischen Spiels
Von Petra Kammann

Während im Moskau um 1930 Menschen aus unsichtbaren Gründen verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht werden, geht daneben das „normale“ Leben weiter seinen Gang. Allein ein unheimlicher „Fremder“ – ein „Pole“, ein „Deutscher?“, von dem das Böse auszugehen scheint, beschäftigt die Gemüter. Es ist nur einer der komplexen Handlungsstränge in Bulgakows vielstimmigen Roman „Der Meister und Margarita“. Der russische Regisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Romanadaption für die Bühne das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Die Entlarvung der Lüge in der Kunst wie im Leben erleben wir im Verhör. Das Stück könnte nicht aktueller sein.

»Der Meister und Margarita« nach Michail Bulgakow Regie: Timofej Kuljabin, Ensemble, Foto: Arno Declair
Weiterlesen
Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Musik, Satire & Un-Sinn, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für „Der Meister und Margerita“ nach dem Roman von Michail Bulgakow auf der Frankfurter Bühne