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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Schauspiel

Rhein-Main: KulturRegion macht sich stark für Kulturvielfalt – Themen, Projekte und Programme 2022

2022, Januar 20.

Die Corona-Krise ist für die Kultur mit großen Herausforderungen verbunden, gleichzeitig liegt in ihr auch die Chance für Veränderung, gerade durch den Zuwachs an neuem Wissen.  So freut sich die KulturRegion 2022 über den neuen Beitritt zum kulturellen RheinMain-Netzwerk der Stadt Michelstadt. 

Sabine von Bebenburg, Geschäftsführerin der KulturRegion, Dr. Tobias Robischon, Bürgermeister von Michelstadt, (unten)  Thomas Will, Aufsichtsratsvorsitzender der KulturRegion und Landrat des Kreises Groß-Gerau, Dr. Ina Hartwig, Aufsichtsratsvorsitzende der KulturRegion FrankfurtRheinMain und Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt (oben) präsentierten das Programm

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Akram Khans „Outwitting the Devil – den Teufel überlisten“ bei Tanz.Köln

2021, Dezember 11.

Inspiriert vom Gilgamesch-Epos

von Simone Hamm

An diesem Abend stimmt einfach alles. Tanz. Musik. Licht. Bühnenbild.

Zunächst ist es stockfinster im Depot, dem Kölner Schauspielhaus. Im Düsteren erklingen einzelne elektronische Töne. Dass dies keine fröhliche Veranstaltung werden sollte, ist spätestens jetzt klar.

OUTWITTING THE DEVIL, Künsterischer Direktor und Choreograf: Akram Khan; Foto: Klaus Tummers / Schauspiel Köln

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Katja Kabanowa an der Komischen Oper Berlin

2021, Dezember 3.

Ein spannendes, psychologisches Kammerspiel mit überragenden Sängern

von Simone Hamm

Eine unglückliche Frau, ein schwacher Ehemann, eine biestige Schwiegermutter, ein strahlender Liebhaber – das sind die Hauptpersonen in dem  Drama “Das Gewitter” des russischen Dramatikers N. Ostrowski aus dem Jahre 1859. Es spielt in der russischen Provinz. Vor hundert Jahren nahm Leon Janacek es zur Vorlage für seine nicht minder dramatische Oper Katja Kabanowa.

Katja Kabanowa, Auf dem Bild: Stephan Rügamer (Tichon), Karolina Gumos (Varvara), Annette Dasch (Katja) und Doris Lamprecht (Kabanicha); Foto: Jaro Suffner

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Starke Stücke im Schauspiel Frankfurt (21)

2021, November 17.

Geld, Macht, Widerstand

von Renate Feyerbacher

„ÖL!“, „Michael Kohlhaas“, „Wickie und die starken Männer“. Diese Stücke sind in dieser Spielzeit herausragend.

Öl!“ nach dem Roman von Upton SinclairFür die Bühne bearbeitet von Jan Christoph Gockel, sowie Katrin Spira und Ensemble, Foto: Thomas Aurin

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Luk Percevals Inszenierung von „Oblomow revisited“ – frei nach Iwan Gontscharows Roman

2021, November 14.

Hybrides Nichtstun auf der Bühne?

Von Simone Hamm

Als Gastregisseur arbeitete der flämische international renommierte Autor und Regisseur Luk Perceval für die Münchner Kammerspiele, die Deutsche Staatsoper Berlin, die Wiener Festwochen, die Salzburger Festspiele, die Ruhrtriennale und auch am Schauspiel Frankfurt. „Sein Oblomov“ hatte jetzt am Kölner Schauspiel Premiere. Die Frage, was das Theater heute leisten kann und soll, steht im Raum.

Luana Velis zugeschaltet auf dem Bildschirm in „Oblomow revisited“ , Regie: Luk Perceval, Bühne: Philip Bußmann, Foto: Schauspiel Köln

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Neubauvarianten für Oper und Theater: Aus fünf mach drei

2021, November 4.

Abschlussbericht der Stabsstelle Zukunft Städtische Bühnen vorgestellt – OB Feldmann: „Jahrhundertprojekt“

Von Uwe Kammann

Als „Jahrhundertprojekt“, das zugleich eine „Jahrhundertchance“ sei, bezeichnete Oberbürgermeister Peter Feldmann den angestrebten Neubau der Städtischen Bühnen. Zu ihm bekenne er sich auch trotz der erheblichen finanziellen Investition, die nach den derzeitigen Modellen mit 800 bis 900 Millionen Euro für die verschiedenen Varianten zu veranschlagen sei. Dies habe sich auch durch die Pandemie und die damit verbundenen ökonomischen Einschnitte nicht verändert.

OB Peter Feldmann, Mathias Hölzinger, der neue Leiter der Stabstelle Zukunft Städtische Bühnen, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Foto: Uwe Kammann

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„L’amour de loin“ – die erste Oper der finnischen Komponistin Kaija Saariaho

2021, November 1.

Bilder einer fernen Liebe an der Kölner Oper

von Simone Hamm

Auf Opernbühnen – national wie international – ist es immer noch eine Seltenheit, wenn eine Oper einer Komponistin aufgeführt wird. „L’ amour de loin – Liebe aus der Ferne“ ist so eine Rarität, eine Oper, die im Jahr 2000 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt worden ist und die 2016 an Metropolitan Opera in New York zu sehen war. Die Geschichte der Liebe aus der Ferne, die im 12. Jahrhundert spielt, hatte jetzt an der Kölner Oper Premiere.

Emily Hindrichs, Daniel Calladine, der stumme Doppelgänger des Troubadour ©Foto: Paul Leclaire / Oper Köln

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Herta Müllers „Atemschaukel“ auf der Bühne des Schauspiel Köln

2021, Oktober 29.

Spürbare Kälte

von Simone Hamm

Die nach Novo Gorlawka deportierten Lagerinsassen, allesamt Rumäniendeutsche, werden in der Sylvesternacht geweckt. Sie sollen einen Graben in den gefrorenen Boden hauen. Jeder glaubt, er schaufele sein eigenes Grab.

„Atemschaukel“ von Herta Müller; Regie: Bastian Kraft; Foto: Birgit Hupfeld / Schauspiel Köln

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Johan Simons leise Inszenierung des „Oedipus“

2021, Oktober 26.

„Ödipus, Herrscher“ nach Sophokles am Bochumer Schauspiel

Von Simone Hamm

Blutrot ist die Bühne, der Boden wirkt spiegelglatt. Wie Schattenrisse stehen im Hintergrund schwarze Figuren. Das ist Nadja Ehlers karges  beeindruckendes Bühnenbild. Ein schwarzer Vogelschwarm wird auf den roten Hintergrund projiziert. Die Musikerin Mieko Suzuki schafft die passende Musik dazu mit Schlagwerk und Elektronik: Das zirpt und surrt und knistert und bäumt sich auf und kann zu lautem Trommelwirbel werden.

Sarah Moeschler, Elsie de Brauw (vorne, v. li.), Steven Scharf, Stefan Hunstein, Marius Huth, Pierre Bokma (hinten, v. li.) © Michael Saup /Schauspielhaus Bochum 

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Briefe des Kritikers, Übersetzers und Publizisten Walter Boehlich, präsentiert im Holzhausenschlösschen

2021, September 24.

Überzeugungstäter mit spitzer Feder

Walter Boehlich,“Ich habe meine Skepsis, meine Kenntnisse und mein Gewissen“. Briefe 1944 bis 2000

Von Petra Kammann

Eine vergnügliche Buchpremiere, bei der ein ganzer Kosmos der Intellektuellenszene der alten Bundesrepublik in Frankfurt wieder auflebte: gleich ob mit Peter Suhrkamp, Siegfried Unseld oder Theodor W. Adorno, mit Autoren wie Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Martin Walser oder Wolfgang Koeppen. Nicht zuletzt blitzte ein Ausschnitt aus der Geschichte der Familie Boehlich auf in einem Brief an die „Liebe Mama“ in Theresienstadt. Der stimmte eher nachdenklich und war doch die Grundlage für eine angebrachte Skepsis der Nachkriegsgeschichte.

Der Literaturwissenschaftler und Kritiker Walter Boehlich, Sohn des Schriftstellers Ernst Boehlich, 1953 in Aarhus, wo er von 1951 bis 1954 als Lektor für deutsche Sprache an der Universität tätig war©Familienarchiv

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