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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Schauspiel

Briefe des Kritikers, Übersetzers und Publizisten Walter Boehlich, präsentiert im Holzhausenschlösschen

2021, September 24.

Überzeugungstäter mit spitzer Feder

Walter Boehlich,“Ich habe meine Skepsis, meine Kenntnisse und mein Gewissen“. Briefe 1944 bis 2000

Von Petra Kammann

Eine vergnügliche Buchpremiere, bei der ein ganzer Kosmos der Intellektuellenszene der alten Bundesrepublik in Frankfurt wieder auflebte: gleich ob mit Peter Suhrkamp, Siegfried Unseld oder Theodor W. Adorno, mit Autoren wie Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Martin Walser oder Wolfgang Koeppen. Nicht zuletzt blitzte ein Ausschnitt aus der Geschichte der Familie Boehlich auf in einem Brief an die „Liebe Mama“ in Theresienstadt. Der stimmte eher nachdenklich und war doch die Grundlage für eine angebrachte Skepsis der Nachkriegsgeschichte.

Der Literaturwissenschaftler und Kritiker Walter Boehlich, Sohn des Schriftstellers Ernst Boehlich, 1953 in Aarhus, wo er von 1951 bis 1954 als Lektor für deutsche Sprache an der Universität tätig war©Familienarchiv

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Klaus Pohl fulminantes Hörbuch und der Roman dazu: Peter Zadek inszeniert Hamlet

2021, September 23.

Im Irrenhaus: Sein oder Nichtsein?

von Simone Hamm

Dieses Buch hätte nie erscheinen sollen. Verlag um Verlag winkte ab, als Klaus Pohl sein Manuskript schickte. Ein Roman über eine reale Theaterinszenierung? Noch dazu einer Inszenierung, die zwanzig Jahre alt ist? Mit Protagonisten, von denen die meisten nicht mehr leben? Und etliche den Lesern allenfalls von Fernsehserien, nicht vom Theater bekannt sind.

 

Klaus Pohl:

Sein oder Nichtsein

287 Seiten

Galiani

23 €uro

 

 

 

 

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Eine Performance zwischen Show-Biz und Avantgarde in Zusammenarbeit mit dem Tinguely Schiff Ahoy im Frankfurter Kunstverein

2021, September 12.

Bewegende Transformation des träumerischen Realismus von Jean Tinguely

Impressionen von Petra Kammann

Maschinenaktionen, Do-it-yourself-Kunst, Rampenlicht, Scherbenhaufen – im facettenreichen Schaffen des Schweizer Künstlers Jean Tinguely trifft man auf  multisensorische Spektakel aus zusammengebauten Alltagsgegenständen und auf nahezu alles, was sich bewegt und in Bewegung ist. „Eurêka, c’est presque le titre“ („Heureka, könnte man es nennen“) heißt augenzwinkernd daher Marie-Caroline Hominals neues Stück, das sie anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Baseler Museumsschiffs Tinguely AHOY! , das am 8. und 9. in Frankfurt vor Anker ging, für das Performanceprogramm entwickelt hat und das im experimentierfreudigen Frankfurter Kunstverein präsentiert wurde. Ein grandioses Solo, das Hominal selbst tanzt.

Ritt in den Saal des Frankfurter Kunstvereins – Marie-Caroline Hominal, Foto: Petra Kammann 

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Starke Stücke  (20) – Wiederaufnahme von Premieren und Ausblick auf die Spielzeit 2021  bis Ende des Jahres

2021, Juli 25.

Es wird wieder gespielt!

von Renate Feyerbacher

Voller Zuversicht und Hoffnung  waren Intendant Anselm Weber und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, dass bald wieder ein normaler Spielbetrieb  wieder möglich sein wird. Hartwig lobte das vorbildliche Engagement der Mitarbeiter gegen Hass und Antisemitismus – Schwerpunktthema der letzten Saison–   sowie die erweiterte Öffnung des Hauses in die Stadtgesellschaft. Wie vor einem Jahr auf der Pressekonferenz hatte der Intendant  wieder seine Dramaturginnen und Dramaturgen das Programm für die kommende Spielzeit vorstellen lassen. 

Schauspiel Frankfurt – präsent in der U-Bahn, Foto: Renate Feyerbacher

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Märchenhaftes aus dem Brüder-Grimm-Haus in Steinau

2021, Juli 14.

Zu Gast bei der rätselhaften Madame Amélie

Im letzten Jahr konnte, pandemiebedingt, das beliebte Märchenspiel im Hof des Museum Brüder Grimm-Haus nicht stattfinden. Normalerweise ist dieses Märchenspiel, das nun schon seit fast 20 Jahren stattfindet auch immer der Höhepunkt des Märchensonntags. Auch in diesem Jahr wird es wegen der Planungsunsicherheit keinen Märchensonntag in der Steinauer Innenstadt geben, die Freunde des Märchenspiels aber werden doch ein Schmankerl sehen können, nämlich „Madame Amélies rätselhafte Märchen-Revue“.

Proben im Brüder-Grimmhaus in Steinau

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Premiere Live: Sasha Waltz‘ Choreografie zur Musik von Terry Riley “In C“ im Kölner Staatenhaus

2021, Juli 4.

Befreiter Minimalismus

Von Simone Hamm

Am fußballfreien Donnerstag hatte Sasha Waltz Choreografie “In C“ im Kölner Staatenhaus Premiere. Live. Köln /Tanz hatte dazu eingeladen. Zuvor hatte man das Stück nur im Stream  sehen können. Bei einer Einführung zu diesem Stream verglich Sasha Waltz ihre Choreografie mit einem Fu0ballspiel. Ihre Mannschaft habe vor der Premiere sehr hart trainiert, verschiedene Strategien ausprobiert, verschiedene Formationen erarbeitet.

In C, komponiert von Terry Riley, Choreographie: Sasha Waltz, Tänzer Sasha Waltz Comagnie, Foto: ©Oper Köln

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Berliner Sommertheater – live

2021, Juli 1.

Von Simone Hamm

Endlich wieder Theater! In Berlin gab es in den letzten Wochen vor der stark verkürzten Sommerpause (die Schaubühne spielt sogar in den Sommerferien durch) beeindruckende Premieren. 

Virginie Despentes 

bei Kiepenheuer & Witsch

erschienener Roman

„Vernon Subutex 1“   

wird an der Berliner Schaubühne

gespielt

 

 

 

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Brücken verbinden – Bridges-Kammerorchester auf der Volksbühne im Großen Hirschgraben

2021, Juni 16.

Ein musik-kulturelles Cross Over der Rhein-Main-Region zu Gast

Musik verbindet: Jam- und Fotosession des Bridget-Kammerorchesters, Foto: Günther Bauer 

Die Volksbühne im Großen Hirschgraben öffnet nach langer Zeit am 18. Juni ihre Pforten für ein Gastspiel des herrlichen Bridges-Kammerorchesters, das u.a. eine Uraufführung Frankfurter Jazzkomponisten Peter Klohmann präsentieren wird.

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Rene René Polleschs „Goodyear“ auf den Ruhrfestspielen und am Deutschen Theater Berlin

2021, Juni 14.

Das wird ein gutes Jahr!

Von Simone Hamm

„Goodyear“ – René René Polleschs erste Inszenierung nach dem Lockdown, Foto: Arno Declair

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„Ich rede von der Cholera“ von Heinrich Heine in der Naxoshalle

2021, Juni 9.

Was für ein Glück wieder im Willy Praml Theater zu sein!

von Renate Feyerbacher

Der Schmerzschrei aus dem Innenraum der Frankfurter Naxoshalle ist heftig, geht durch Mark und Bein. „Ich wurde in dieser Arbeit viel gestört, zumeist durch das grauenhafte Schreien meines Nachbars, welcher an der Cholera starb.“ In  den Artikeln VI, Paris 19. April 1832  bis Artikel VIII, Paris 27. Mai 1832, gesammelt in  „Französische Zustände“, berichtet  Heinrich Heine (Düsseldorf 1797 – Paris 1856) über die Cholera. Untermalt wird der Text mit der Musik aus dem 3. Akt der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi. Später, interpretiert von drei Tenören aus dem Heinrich Heine Chor Frankfurt.

Die ramponierte Fassade der Naxoshalle, für Heines „Cholera“ die ideale Kulisse; Foto: Rebekka Waitz

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