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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Besonders gestaltete Bücher: Willy Puchners Ansichten der Natur – Luftiges, Meeriges und Irdisches Teil 1

2025, Dezember 10.

Aller Natur wohnt ein Zauber inne…

Eindrücke von Petra Kammann

Vier Jahre lang hatte es Anfang der 1990er-Jahre den Wiener Fotografen Willy Puchner mit seinen beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally in die weite Welt gezogen, um neue Blickweisen auf die unterschiedlichsten Kontinente zu vermitteln. Das Pinguinpaar wurde seither für den Fotografen und Künstler Buchen er zur Projektionsfläche seiner Reiseträume, auch seiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach einer fremden Geborgenheit. Inzwischen überträgt er diese auf andere Objekte wie auf die verborgenen Schätze der Natur.

Doppelseite aus Willy Puchners Buch „Ansichten der Natur“ 

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80 Jahre UNESCO: ein festlicher Erinnerungsakt in Kronberg

2025, November 20.

Die Akademie beschwört am Gründungstag das Vermächtnis des Welt-Musikers Pablo Casals

Von Uwe Kammann

Mit einem Festakt würdigte die Kronberg Academy am 16. November den Gründungstag der UNESCO vor genau 80 Jahren. Sie verband bei dieser Gedenkveranstaltung einen vorangehenden Gesprächspart mit einem nachfolgenden Konzert junger Studenten, das der künstlerische Leiter der Akademie, Friedemann Eichhorn, zusammengestellt hatte und in seinen Grundgedanken dem Publikum vorstellte. FeuilletonFrankfurt durfte die Veranstaltung begleiten.

v.l.n.r.: Begrüßung durch Raimund Trenkler, Jörg Süßenbach, Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, Dr. Christine Volkmann, Prof. Dr. Christoph Wulf, Foto: Petra Kammann

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„Unter Dichtern“ mit Michael Krüger – Eine literarische Tour d’horizon durch ein halbes Jahrhundert

2025, November 8.

Den Echoraum der Dichter ausloten

Von Petra Kammann

„Michel“ Krüger, wie der frühere Hanser Verleger (1986 bis 2013) von Insidern genannt wird, hat nahezu sein ganzes Leben mit Dichtern verbracht, sie gelesen, kritisiert, verlegt, ist mit ihnen gereist. Beim Petrarca-Preis, den er mit Hubert Burda und Peter Handke, mit Nicolas Born und Bazon Brock gründete, konnte er ihnen sehr unmittelbar begegnen. Einige hat er zum Nobelpreis nach Stockholm begleitet. In seinem Erinnerungsband „Unter Dichtern“ legt er uns aber auch Autoren und Bücher zur Lektüre ans Herz, von denen einige im schnelllebigen Büchermakt kaum mehr präsent sind. Im Gespräch mit dem Journalisten Paul Ingendaay schöpfte er während einer Open Books-Veranstaltung im Foyer des Frankfurter Kunstvereins aus dem Vollen seines Anekdotenschatzes. Dabei ist Michael Krüger übrigens nicht nur Verleger, sondern in erster Linie selbst Dichter…

Der Verleger, Lektor, Übersetzer und Autor Michael Krüger, Foto: Petra Kammann

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Jette Steckels phänomenale Inszenierung „Das große Heft“ nach einem Roman von Ágota Kristóf

2025, November 6.

Was Krieg aus den Menschen macht…

von Simone Hamm

Dutzende von Aluminiumrohren hängen von der Bühne, die von schwarzem Sand bedeckt ist. Lichtbänder fassen sie ein. Es ist fast dunkel. Ein Geiger (Matthias Jakisic) und ein Schlagzeuger (Karsten Riedel) spielen sehr laute Musik (Musikalische Leitung: Mark Badur). Noch bevor der erste Satz gesprochen ist, ist da ein verstörendes Gefühl. Die Aluminiumstangen können zusammenfahren, nach oben rauschen, einen Wald bilden oder einen Duschraum, können Kirchenglocken sein. Aber immer bedeuten sie Enge. Die quadratische Spielfläche wird zur Schräge. Es gibt kein Entkommen.

Linde Dercon, Risto Kübar, Pierre Bokma, Ole Lagerpusch, Guy Clemens (v. li.), Foto: Armin Smailovic

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Suhrkamp-Kultur: ein Fall für die Frankfurter Bürgerstiftung

2025, Oktober 30.

Ein aufschlussreiches Podium im Holzhausenschlösschen geht auf Spurensuche

Von Uwe Kammann

„Der Mensch lebt durch den Kopf“: In dicken Ausrufezeichen stand diese Brecht-Zeile über 25 gleich großen Porträts von Heroen des Suhrkamp-Verlags, von Max Frisch über Jürgen Habermas, Adorno, James Joyce, Uwe Johnson, Ernst Bloch, Peter Weiss und Walter Benjamin bis hin zu Paul Celan. In wie vielen Studentenzimmern mag dieses Kopf-Poster in den 70er Jahren ganz programmatisch die Wand bestimmt haben? Es war sichtbarster Ausdruck dessen, was damals als „Suhrkamp-Kultur“ firmierte, ein Begriff, den der amerikanische Kulturkritiker George Steiner 1973 geprägt hatte, gemünzt auf das, was unter dem Verlagsnamen vor allem an geisteswissenschaftlicher Theorie versammelt war. Suhrkamp, das war eine Welt für sich, ein eigener Kosmos, deckungsgleich mit dem intellektuellen Universum der Bundesrepublik.

Das private Archiv und die Bibliothek von Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld aus der Klettenbergstraße befindet sich jetzt im Holzhausenschlösschen, Foto: Petra Kammann

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Die indische Autorin Arundhati Roy auf der Lit.COLOGNE Spezial

2025, Oktober 29.

Urgewalten

von Simone Hamm

Unberechenbar ist sie und herrisch. Aber auch stark und selbstbewusst. Die Mutter von Arundhati Roy. Sie ist die Zuflucht und der Sturm im Leben von Indiens berühmtester Schriftstellerin gewesen. „Meine Zuflucht und mein Sturm“. Das ist auch der Titel des Memoir von Arundhati Roy. Der englische Originaltitel klingt weit weniger pathetisch „Mother Mary Comes To Me“ eine Zeile aus dem Beatlessong „Let It Be“.

Die indische Bookerpreisträgerin Arhundaty Roy auf der Lit.Cologne Spezial, Foto: Katja Tauber

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Johan Simons inszeniert „Spieler“ nach Fjodor Dostojewskij in Bochum

2025, Oktober 24.

Leidenschaft und Sucht

Von Simone Hamm

Die große rote Kugel rollt in einer Vertiefung am Rande einer hellen Drehscheibe. Ein paar viereckige Scheiben schweben darüber. Ein schwarzer Tisch. Ab und an ist Video von Menschen am Spieltisch zu sehen, darunter der Intendant des Bochumer Schauspiels Johan Simons, der den „Spieler“ nach Dostojewskij inszeniert hat. An der Seite hängt ein Bild des bärtigen Dostojewskij, der das Geschehen zu beobachten scheint. Dostojewskij war selbst Spieler, in Wiesbaden, Baden Baden und Bad Homburg spielte er Roulette.

Stefan Hunstein, Stacyian Jackson (v. li.) als Spieler, Foto: Armin Sailovic

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Caricatura Museum zeigt “FLIX. IMMER SUPER GLÜCK”

2025, Oktober 13.

Superheld kämpft als „Man of K-Rupp-Stahl“ in Deutschland

Von Hans-Bernd Heier

Flix, eigentlich Felix Görmann, gehört zu den Stars der deutschen Comic- und Cartoonszene und feiert seit Jahren internationale Erfolge. Der Caricatura Salon #4 widmet ihm nun eine Ausstellung mit seinen jüngsten Projekten: „Superman. Man of K-Rupp-Stahl“ und mit Illustrationen zu seinem ersten Jugendroman „Immerland“. Zudem werden in der sehenswerten Schau Originale des Comicstrips „Glückskind“ gezeigt, die wöchentlich in der FAZ erscheinen. Besucherinnen und Besucher können sich zudem auf die zweite Neuhängung der Sammlungsausstellung freuen, in der rund 150 Werke der Zeichner der Neuen Frankfurter Schule und weiterer Künstler aus der Sammlung des Caricatura Museums zu sehen sind.

Vorzeichnung für „Superman – The World“; ©TM DC, Panini Comics 2025; ©Flix

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Eine Spur von Hoffnung und Vernunft in wahnsinnigen Zeiten?

2025, Oktober 5.

Was die Leute so sagen… Gedankensplitter

Von Eldad Stobezki

Der in Tel Aviv aufgewachsene und seit viel Jahren in Frankfurt lebende Autor versucht, mosaikartig die davoneilende Zeit durch Alltagsbeobachtungen und Erinnerungen an Gespräche festzuhalten und die Verbindungen zu seinen Freunden in Israel nicht abreißen zu lassen…

Musik war das Thema, über das ich bei einem festlichen Essen mit meiner Tischnachbarin sprach. Johann Sebastian Bach mag sie nicht und bemerkte: „Seine Musik ist konstruiert.“ Darüber wollte ich nicht mit ihr diskutieren.
Bach sei zu „mathematisch“ sagte mir vor Jahren ein Klarinettist in Israel, mit dem ich in meiner Jugend zusammen musiziert habe.

Verkehrte Welt? Der einstige Leipziger Thomaskantor und Komponist Bach würde sich im Grabe umdrehen, Foto: Petra Kammann

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Interview mit der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Karin Schmidt-Friderichs

2025, September 30.

Die zukunftsorientierte Brückenbauerin

2019 wurde  die Mainzer Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs (Verlag Hermann Schmidt) als Nachfolgerin von Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung) in das Amt der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt: Nach Dorothee Hess-Maier (Ravensburger) ist sie die zweite Frau an der Spitze in der Geschichte des 200-jährigen Börsenvereins. Nach der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2025 endet ihre zweite Amtsperiode. Im Interview mit FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann resümiert sie ihre Amtzeit mit den Aufs und Abs und wirft einen Blick auf die Zukunft der Branche. Und sie spricht über die Bedeutung des Friedenspreises, der in diesem Jahr 75 Jahre alt wird.

Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friderichs 2025 blickt positiv in die Zukunft, Foto: Gaby Gerster

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