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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis 2022

2022, Januar 11.

DIE FINALISTEN

Zum 20. Mal  wird in diesem Jahr die begehrte Auszeichnung zum Deutschen Hörbuchpreis vergeben. Rund 70 Verlage, Rundfunksender und Produzierende bewarben sich mit insgesamt mehr als 300 Titeln. Nun stehen die 18 Nominierten für den Deutschen Hörbuchpreis 2022  fest.  Auf Grundlage der Longlist hat die Nominierungsjury jeweils drei Titel pro Kategorie für den Deutschen Hörbuchpreis 2022 nominiert. Hier stellen wir die Finalisten mit einer inhaltlichen Kurzbeschreibung und einer Hörprobe vor:

Die Titel der Nominierten für den Deutschen Hörbuchpreis © WDR

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Der Bruno-Kreisky-Preis für Eva Menasse

2022, Januar 5.

Auszeichnung für den Roman „Dunkelblum“

In ihrem hintergründigen, teils satirischen Roman Dunkelblum blickt Eva Menasse im Jahr 1989 auf ihr – fiktives – Dorf im Burgenländischen. Vierzig Jahre später liegt über der Geschichte des Massakers von Rechnitz immer noch eine filzige Decke des Verschweigens, das Vergessens, des Nichtwissenwollens. Vom Karl-Renner-Institut erhält Menasse nun für ihren Roman den mit 7000 Euro dotierten Hauptpreis des Bruno-Kreisky-Preises in der Kategrie „das Politische Buch 2021“. FeuilletonFrankfurt gratuliert der Autorin.

Eva Menasse stellte ihren hintergründigen Roman „Dunkel-Blum“ am FAZ-Stand auf der Frankfurter Buchmesse vor; Foto: Petra Kammann

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2021 – Was vom Jahr noch übrig blieb und nicht in Vergessenheit geraten sollte…

2021, Dezember 29.

Remember, remember…

Ein Blick in den Rückspiegel von Petra Kammann

Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht /und mach dann noch ´nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.“ Ach, der gute alte Brecht, da hat er einfach recht. Was in diesem, durch verschiedene Krisen geschüttelten Jahr unser aller Alltag extrem verändert hat, ist nicht zuletzt das Verhältnis zur Zeit, der real zur Verfügung stehenden und der empfundenen Zeit, die sich wahlweise an unpassenden Stellen überschlug oder sich endlos zu dehnen schien. Und nicht alles ließ sich gleich-zeit-ig verarbeiten, weil vieles und anderes aufwändiger vor- und nachbereitet werden musste. Dann wiederum war es zu spät, um auf Begonnenes zurückzukommen. Dabei sind so einige wertvolle Perlen heruntergekullert, die wir wieder zurückholen wollen, in dem wir an ein paar der bislang nicht realisierten Dinge  erinnern möchten…

Beuys-Sammler und -Verleger Lothar Schirmer, Foto: (Schirmer & Mosel)

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„Unverschämt jüdisch“ von Barbara Honigmann, Lesung mit Diskussion in der Romanfabrik

2021, Dezember 12.

Die imaginierte und die reale Jüdische Identität

Eindrücke von Petra Kammann

Die Schriftstellerin Barbara Honigmann, 1949 als Tochter jüdischer Eltern in Ostberlin geboren, ist von ihrer Familiengeschichte geprägt. Ihre Eltern waren nach Kriegsende aus dem britischen Exil nach Ostberlin zurückgekehrt, um den Aufbau eines neuen Deutschlands zu unterstützen. In ihrem jüngsten Buch „Unverschämt jüdisch“ geht es u.a. um das Aufwachsen in der DDR, um antisemitische Stasi-Protokolle über ihren Vater „Georg“ wie um die Fallstricke einer vermeintlich deutsch-jüdischen Symbiose. Ihre Auseinandersetzung mit dem eigenen jüdischen Glauben führte sie und ihre Familie 1984 zur Flucht aus dem SED-Staat nach Straßburg, wo sie bis heute lebt. In der Romanfabrik las und diskutierte sie mit Michael Hohmann über das, was Jüdische Identität bedeutet.

Die Theaterwissenschaftlerin, Dramaturgin, Regisseurin und Autorin Barbara Honigmann in der Romanfabrik, Foto: Petra Kammann

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Katja Kabanowa an der Komischen Oper Berlin

2021, Dezember 3.

Ein spannendes, psychologisches Kammerspiel mit überragenden Sängern

von Simone Hamm

Eine unglückliche Frau, ein schwacher Ehemann, eine biestige Schwiegermutter, ein strahlender Liebhaber – das sind die Hauptpersonen in dem  Drama “Das Gewitter” des russischen Dramatikers N. Ostrowski aus dem Jahre 1859. Es spielt in der russischen Provinz. Vor hundert Jahren nahm Leon Janacek es zur Vorlage für seine nicht minder dramatische Oper Katja Kabanowa.

Katja Kabanowa, Auf dem Bild: Stephan Rügamer (Tichon), Karolina Gumos (Varvara), Annette Dasch (Katja) und Doris Lamprecht (Kabanicha); Foto: Jaro Suffner

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Christian Krachts „Eurotrash“ an der Berliner Schaubühne

2021, November 25.

Ein irrer Segeltörn

von Simone Hamm

Kracht war 2021 mit „Eurotrash“ für die Short-List des Deutschen Buchpreises nominiert worden. In seinem Roman „Eurotrash“ holt ein Mann seine alte tabletten- und alkoholsüchtige Mutter aus der Psychiatrie, packt ein paar Hermès-Tücher, reichlich Wodka und Pillen für sie ein, bestellt ein Taxi, hebt mit ihr 600.000 Euro von ihrem Konto ab und reist mit ihr durch die Schweiz…

Joachim Meyerhoff und Angela Winkler in: „Eurotrash“ von Christian Kracht. Regie: Jan Bosse, Foto: Fabian Schellhorn/ Schaubühne

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Der Literatur Kalender 2022 als „Bester Longseller“ ausgezeichnet“

2021, November 3.

„Momente der Erinnerung“ – Bilder und Momente aus der Weltliteratur

von Petra Kammann

Der Literatur Kalender 2022 aus dem Verlag edition momente wurde auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit dem Kalenderpreis des Deutschen Buchhandels in der Kategorie „BESTER LONGSELLER“ ausgezeichnet. Ein Longseller ist er tatsächlich. Denn er ist seit fast 40 Jahren auf dem Markt und wird seitdem von den einstigen Arche-Verlegerinnen Elisabeth Raabe und Regine Vitali herausgegeben und vom Frankfurter Grafiker Max Bartholl gestaltet, diesmal mit dem Thema der Erinnerung.

DER LITERATUR KALENDER 2022.
MOMENTE DER ERINNERUNG
Mit Texten und Bildern aus der Weltliteratur.
Hg. von Elisabeth Raabe,
gestaltet von Max Bartholl
edition momente Hamburg/Zürich
60 Bl. / 53 Fotos / farbig
ISBN 978-3-0360-2022-8

 

 

 

 

 

 

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Buchmesse und Friedenspreis: Alles ist anders.

2021, Oktober 26.

Steht ein Paradigmenwechsel bevor?

von Petra Kammann

Tsitsi Dangarembga, Autorin und Filmemacherin aus Simbabwe, hat in diesem Jahr als erste schwarze Frau den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Sie setzt sich für eine grundlegende Änderung des Denkens, eine „neue Aufklärung“ – auch von der „westlichen Welt“ – sowie für eine Lösung der Klimakrise ein, engagiert sich in ihrem Heimatland gegen Korruption und steht dort vor Gericht. Ihr Credo lautet, die Gesellschaft müsse freiheitlicher werden, es müsse in Kultur investiert werden.

Die diesjährige Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga; Foto: Petra Kammann

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Spanien: Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2022 – Ausblick mit einem Gedicht von Mario Obrero

2021, Oktober 25.

Hommage an den Dichter Federico García Lorca

Bereits auf der diesjährigen Buchmesse gab Spanien einen Vorgeschmack auf den kommenden Ehrengast Spanien 2022. Da man Lyriker und Lyrikerinnen als Seele einer Nation begreifen kann, möchten wir Ihnen vorab einen poetischen Eindruck von Spaniens sprühender Kreativität vermitteln, das der Lyriker Mario Obrero gab. Der erst 18-jährige, aber schon ausgezeichnete Autor trug bei der Präsentation des Ehrengastlandes das Gedicht „Sus Ancestros“ („Seine Vorfahren“) aus seinem Buch „Peachtree City“ (Verlag Visor) vor. Darin würdigte er den spanischen Dichter Federico García Lorca. Hier eine Kostprobe der englischen wie auch der spanischen Version.

Mario Obrero trug das folgende Gedicht auf der Frankfurter Buchmesse vor; Foto: Petra Kammann

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Re : connect Kim Thúy und ihre Einwanderungserfahrungen in Kanada

2021, Oktober 23.

Der Reichtum verschiedener Kulturen

Kim Thúy war mit ihrer Familie als Zehnjährige mit den boat people von Vietnam nach Kanada geflohen. Sie arbeitete als Dolmetscherin und Rechtsanwältin, als Gastronomin, als Kritikerin und Moderatorin für Radio und Fernsehen. 2010 wurde sie mit ihrem in zahlreiche Sprachen übersetzten Überraschungserfolg „Der Klang der Fremde“ als Autorin bekannt. Es folgten „Der Geschmack der Sehnsucht (2014) und „Die vielen Namen der Liebe“ (2017). Kim Thúy lebt heute in Montreal. Erinnerung an ein Gespräch mit, das ich anlässlich der Literaturtage Südostasien 2015 mit der kanadischen Autorin Kim Thúy führte. Schon vor 6 Jahren sprachen wir darüber, welchen Stellenwert Kanada in ihrem Leben bekommen hat. Ausschnitte aus dem Gespräch von damals.

Buchmessedirektor Juergen Boos im Gespräch mit Kim Thúy, die aus  und dem francokanadischen Autor und Journalisten Michel Jean, einem Innu vom Lac Saint-Jean (Québec)

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