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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Florian Kochs MeterMorphosen – Geschichte und Geschichten am laufenden Meter

2024, Juni 18.

Mit Wissen und Witz – Auch Kulturmanagement geht so

Von Petra Kammann

Der Frankfurter Publizist, Kurator und Verleger Florian Koch schafft seit gut einem Vierteljahrhundert im Verlag MeterMorphosen, den er im Jahre 1998 mitbegründet hat, buchaffine sogenannte „Nonbooks“.  Dass etliche seiner einfallsreichen buchähnlichen Produkte mit Preisen ausgezeichnet oder nominiert wurden, wen wundert’s? So erschien u.a. bei MeterMorphosen schon 2015 das beliebte Redensarten-Memospiel des erfolgreichen Frankfurter Illustrators Philip Waechter. Aber Koch ist nicht nur Verleger. In Frankfurt/Rhein-Main betreibt er mal eine Kulturmanagement-Agentur, mal kuratiert er in Sachsenhausen mit dem Künstler Daniel Hartlaub die Frankfurter KunstSäule, wo Künstler in drei Wechselausstellungen pro Jahr ihr Werk auf einer 3,80 m hohen Litfaßsäule präsentieren. Schließlich hilft Koch auch seit 2004 dem Kulturamt der Stadt Frankfurt bei der Planung, Koordinierung und Umsetzung des zweijährlich stattfindenden Literaturfestivals LiTeraTurm in den Hochhaustürmen der Stadt Frankfurt.

Der Nonbook-Verlag MeterMorphosen im Hinterhof in Oberrad, Foto: Petra Kammann

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Das Crespo Haus der Fotografin, Psychologin und Stiftungsgründerin Ulrike Crespo (1950–2019) kann ab sofort bespielt werden

2024, Juni 17.

Eine transparente Werkstatt im Herzen der Stadt

Von Petra Kammann

Mit der Crespo-Foundation unterstützt – so das Vermächtnis von Ulrike Crespo, Enkelin des Wella AG-Gründers Karl Ströher – Menschen, die nachteilige Startbedingungen haben, aber ihren eigenen Werdegang bewusst selbst gestalten wollen. Untergebracht war die Stiftung zuletzt wenig sichtbar im „Haus des Buches“ in der Braubachstraße. Nun aber ist sie umgezogen in ein denkmalgeschütztes, rundumsaniertes und weiterentwickeltes Haus aus den 1950er Jahren in der Weißfrauenstraße. Gelegen zwischen Theaterdoppelanlage, Römer und Paulskirche, in der Nähe der SCHIRN, dem Frankfurter Kunstverein und dem Museum MMK für Moderne Kunst und in unmittelbarer Nachbarschaft des Karmeliterklosters und damit des Instituts für Stadtgeschichte soll das Crespo Haus als Scharnier zwischen Bahnhofsviertel und Neuer Altstadt als offener Begegnungsort wirken. Die durchlässige Architektur spiegelt das Anliegen der Stiftung und macht es im Stadtbild sichtbar.

Zwischen dem historischen Gebäude des Karmeliterklosters und dem Crespo Haus wurde eine gläserne Verbindung geschaffen, Foto: Petra Kammann

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Daniel Kehlmann mit dem Börne-Preis 2024 ausgezeichnet

2024, Juni 9.

Der Schriftsteller und Essayist Daniel Kehlmannwurde heute am Tag der Europawahl in der Paulskirche mit dem Börne-Preis ausgezeichnet worden. Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff begrüßte die Gäste im Namen der Stadt Frankfurt am Main. Der Preis wurde überreicht von Michael A. Gotthelf, Vorsitzender des Vorstandes der Ludwig-Börne-Stiftung, der auch die anschließende Podiumsdiskussion mit Felicitas von Lovenberg, Daniel Kehlmann und dem Schauspieler und Autor Christian Berkel moderierte.

Dankesrede des Börne-Preisträgers Daniel Kehlmann in der Paulskirche, Foto: Andreas Varnhorn

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Abschiedsveranstaltung von Stefan Bachmann mit dem „Sommernachtstraum“

2024, Juni 8.

Das Beste kommt zum Schluß: Verdammt, ich lieb Dich!

Jan Bosse zeigt als letzte Inszenierung unter der Intendanz von Stefan Bachmann einen phantastischen Sommernachtstraum in Köln. Besser kann man sich nicht verabschieden.

Von Simone Hamm

Ein alter Hippibus samt live Band rollt auf den Platz vorm Theater.  Buntgekleidete Menschen in Schlaghosen und Plateauschuhen purzeln heraus. Hermina (Rebecca Lindauer), ganz in zartviolett und Lysander (Justus Meier) in zitronengelbem Frottee (Kostüme: Kathrin Plath), kapern den Bus, fliehen, wollen in den Wald, um ihre Liebe zu leben. Das Publikum trabt hinterher, ins Dunkle durch die Kulissen zu den Sitzplätzen. Taschenlampen werden ausgegeben, Handylichter gezückt.

William Shakespeare, „Ein Sommernachtstraum“, Regie: Jan Bosse, Foto: Birgit Hupfeld

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Wolfgang Bunzel: Ein Brückenbauer der Romantik, der unbekannte Schätze hebt und interessante Ort reanimiert

2024, Juni 6.

Mittler konkreter Kulturgeschichte in einem Kosmos voller Bezüge

Ein Besuch bei Prof. Wolfgang Bunzel

Von Petra Kammann

Unmöglich, sein reichhaltiges Forscher- und Vermittlertum auf eine Kurzformel zu bringen. Wolfgang Bunzels Feld ist so weit gefächert wie fokussiert. Der Leiter der Dauerausstellung im Deutschen Romantik-Museum Prof. Dr. Wolfgang Bunzel koordiniert seit 2007 verantwortlich die umfangreiche historisch-kritische Ausgabe sämtlicher Werke und Briefe von Clemens Brentano, und er ist Mitherausgeber des Internationalen Jahrbuchs der Bettina-von-Arnim-Gesellschaft. Zudem lehrt er an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. als Professor für Neuere deutsche Literatur. Natürlich ist Bunzel auch beteiligt an der aktuellen Ausstellung „Wälder“, die derzeit in drei Museen läuft, im Deutschen Romantik-Museum, im Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg und im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. 2014 wurde der Autor zahlreicher Publikationen zum Thema Romantik zudem einer der beiden Geschäftsführer der Trägergesellschaft Brentano-Haus Oestrich-Winkel gGmbH. Und an der Brentano-Akademie in Aschaffenburg ist er im Kuratorium für den literarischen Bereich zuständig. Wie bringt man das alles unter einen Hut, wie sich ihm nähern?

Prof. Dr. Wolfgang Bunzel in seinem Büro im Freien Deutschen Hochstift, Foto: Petra Kammann

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Italien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2024

2024, Juni 3.

Italia – unter dem Motto: „Verwurzelt in der Zukunft“

„Scheitern kann Anregung für tiefgreifenden Wandel sein“

von Christian Weise

Aus dem provinziellen Westen Frankfurts mit dem „Junkie-Express“ (der Straßenbahn 11) in die Innenstadt fahrend, treffe ich, nachdem ich das Drückercafé am Anfang der Mainzer Landstraße passiert habe, auf die ersten Drogenhändler, um dann beim Hinabsteigen zu den U-Bahnen auf eine Kohorte abgehärmter Drogensüchtiger zu stoßen. Bis kurz vor 8 Uhr morgens schlafen sie auch hier auf blankem Betonboden. Dann werden sie zumindest geweckt, kurzzeitig vertrieben, um dann aber immer wieder zurückzukommen. Einen der Süchtigen kannte ich flüchtig. Schwer an Taubstummheit leidend, half Benny Bücher-Paul in Bockenheim. Nur einmal, nach einem Krankenhausaufenthalt, verschätzte er sich bei der Dosis… Ein paar Stationen weiter sollte am vergangenen Dienstagvormittag im Literaturhaus das Konzept vorgestellt werden, mit dem das diesjährige Gastland Italien sich und seine Literatur präsentieren wird. Das Motto des Gastlandes: „Radici nel futuro“ – „Verwurzelt in der Zukunft“.

Das Ehrengast-Plakat: „Verwurzelt in der Zukunft“ 

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12. Auflage von LiTeraTurm: „On Beauty“ – Ein Lesefestival mit den Lichtern einer Großstadt und einer ambivalenten Idee von Schönheit

2024, Mai 20.

Schönheit als Glücksversprechen

Rätselhafter Zauber aus der Tiefe des Raumes und die Weite des Horizonts

Von Petra Kammann

Kriege, Krisen Katastrophen. Unsere Welt befindet sich im Dauerstress. Lässt sich da überhaupt über Schönheit reden oder gar streiten? Was in dieser hässlichen Welt als schön anzusehen sei, ist viel stärkeren Schwankungen bzw. geschichtlichen Entwicklungen unterworfen als es Naturwahrnehmungen sind. Doch muss das Schöne deshalb als Beweis für subjektive Beliebigkeit herhalten? Die verschiedensten Facetten solcher und ähnlicher Fragen, die um das Kunst- und das Naturschöne, um das schöne Schreiben, um Mode und Alltagskultur, aber auch um manipulierte Schönheit und normative Schönheitsideale kreisen, waren Thema des Lesefestivals LiteraTurm zwischen dem 13. bis 18. Mai. Und das mit dem Blick von höherer Warte aus, von den Spitzen Frankfurter Hochhäuser oder aus der Distanz seriöser Kulturinstitutionen. Zum 300-jährigen Kant-Jubiläum wurde die Schönheit der Vernunft ebenso in Frage gestellt wie anlässlich des 250. Geburtstags des romantisch-modernen Malers Caspar David Friedrich die Schönheit der Landschaft. Ein Bericht über zwei Top-Veranstaltungen…

Rätselhafte Schönheit aus höherer Perspektive: Blick vom 38. Stock des Opernturms, Foto: Petra Kammann

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„Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK“ für Iris Hoppe und deren Ausstellung „Counter Balance“

2024, Mai 11.

Ausloten der Grenzen von Körper, Psyche und Lebensraum

Von Petra Kammann

Zum dritten Mal wurde der „Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK“ bundesweit ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr mit dem Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK e.V.(Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V) das Gesamtwerk einer Künstlerin, „die in der Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Gegenwart und zu herausragenden Ausdrucksformen gefunden hat“. Er ging  an die Multi-Media-Künstlerin Iris Hoppe. Eines ihrer Themen: Ist die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten? Der Sinn für die Balance, den Körper und die Psyche ins Gleichgewicht zu bringen, durchzieht das gesamte Werk der in Köln arbeitenden experimentierfreudigen Künstlerin. In Zeichnungen, Videos, Fotos, Skulpturen und Performances komponiert sie vorgefundene und händisch bearbeitete Materialien in Fläche und Raum, in Bewegung, Handlung und Zeit. Und sie bringt diese mit poetischen Texten und musikalischen Kompositionen ästhetisch in Schwingung.

Exercises on equality von Iris Hoppe 

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Wacker; Frankfurt liest ein Buch… und nicht nur eines. Auch LiteraTurm kündigt sich an

2024, April 27.

Florian Wackers“ Frankfurt-Roman „Zebras im Schnee“ mit dem Schwerpunkt des „Neuen Frankfurt“ geht in die zweite Leserunde

Die feierliche Eröffnung des Festivals und die ersten Veranstaltungen sind schon vorbei – Florian Wacker hat im Museum für Kommunikation, im Union Club, in der ehemaligen Großmarkthalle in der heutigen Europäischen Zentralbank in der alten Frankfurter Großmarkthalle und im Literaturhaus Frankfurt gelesen und diskutiert, es gab den Thementag zum Neuen Frankfurt in der Naxoshalle, Musik, Buchvorstellungen, Vorträge etc. im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank, bei Peggy Sue Vintage Sachsenhausen, im Neuen Theater Höchst und an einigen anderen Orten.

Der Autor Florian Wacker im Gespräch mit Verlegerin und Organisatorin Sabine Baumann, Foto: Petra Kammann

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Peter Loewys fotografische Blicke hinter und in die Kulissen von Künstlerateliers

2024, April 12.

Eine Hommage an die intimen Räume der Artists

Von Petra Kammann

Der Frankfurter Fotograf Peter Loewy hat über die Jahre Künstler und Künstlerinnen in ihren Ateliers besucht. Erstmals wurden seine fotografischen Einblicke in 25 verschiedenen Ateliers in Buchform „To the Artists“ (edition clandestin, Biel/Bienne)  zusammengetragen. Versammelt sind darin Aufnahmen der Studios u.a. von Jeff Koons, über Pipilotti Rist bis hin zu David Hockney.Eine Entdeckungsreise auf den verschiedensten Kontinenten an den Orten künstlerischen Schaffens.

Buchcover von Peter Loewy, To the Artists, edition clandestin

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