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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt an VALIE EXPORT für ihr Lebenswerk

2022, Juni 20.

Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde seit 1978 insgesamt fünfzehn Mal vergeben und zählt deutschlandweit zu den bedeutendsten Kunstpreisen und wurde ins Leben gerufen, um hervorragende Leistungen in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Architektur zu würdigen. Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig verlieh den Max-Beckmann-Preis 2022 der Stadt Frankfurt an die österreichische Künstlerin VALIE EXPORT in der Paulskirche. Nach Maria Lassnig, Barbara Klemm, Agnès Varda und Cindy Sherman ist VALIE EXPORT die fünfte weibliche Preisträgerin. Die Laudatio sprach die Schweizer Performance- und Objektkünstlerin Sylvie Fleury.

Die Preisverleihung an die Künstlerin VALE EXPORT fand in der Paulskirche statt, Foto: Andreas Varnhorn / Stadt Frankfurt

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Filmregisseur Constantin Costa-Gravas in Frankfurt

2022, Mai 19.

Der Wahrheitssucher

von Renate Feyerbacher

Vor wenigen Tagen war der griechisch-französische Filmregisseur Costa-Gavras zusammen mit seiner Frau, der Filmproduzentin Michèle Ray-Gavras, beim Lichter Filmfestival (10.bis 15.5.2022). Er nahm teil an den Debatten „Zukunft Deutscher Film – Forum Europa“ und an seinem letzten Film „Adults in the room“ (2019).  Der 89-Jährige ist ein Streiter für Europa. Glaubwürdig, bescheiden und freundlich begegnet er den Menschen und ist für jeden, der mit ihm reden will, aufgeschlossen. Kein Prominenzgehabe.

 Der griechisch-französische Filmemacher Constantin Costa-Gravas, Foto: Renate Feyerbacher 

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Renate von Köller – Präsidentin 2020 – 2022 des ZC Frankfurt II Rhein-Main

2022, Mai 11.

„Wir machen Politik für die Frau!“ – Resümee einer komplizierten Amtszeit

von Petra Kammann

Zum 3. Mal wurde die 69 Jahre alte Renate von Köller zur Präsidentin des Zonta Clubs Frankfurt II Rhein-Main gewählt. Ihre Amtszeit, die Ende Mai ausklingt – ihre Nachfolgerin wird Ursula Brüggemann sein – war geprägt von mehr als zwei Jahren Pandemie und nun auch noch durch den Krieg in der Ukraine. Ihr unerschütterlicher Optimismus, ihr Charme und ihr gutes Vernetztsein aber zeichnen die mit Karsten von Köller verheiratete und bestens organisierte Familien-Managerin und Mutter zweier Söhne und einer Tochter sowie Großmutter dreier Enkelkinder Renate von Köller aus. Nicht nur das. Die Volljuristin ist prädestiniert für eine ehrenamtliche internationale Tätigkeit, denn sie spricht auch fließend Englisch und Französisch. Und so meisterte sie auch die kritische Phase der vergangenen beiden Jahre und konnte trotz vieler Einschränkungen etwas bewegen.

Zonta-Präsidentin Renate von Köller; Foto: Petra Kammann

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Literatur als Inspirationsquelle im Schaffen großer Komponisten. Vortrag in der Villa Wertheimber in Bad Homburg

2022, Mai 4.

Die Modernität romantischer Literatur und Musik

„Durch alle Töne tönet
Im bunten Erdentraum
Ein leiser Ton gezogen
Für den, der heimlich lauschet“

Friedrich Schlegel (1772-1829)

Zahlreiche Lieder und Klavierstücke Robert Schumanns sind inspiriert durch literarische Vorlagen und Gedichte von Hölderlin, Schlegel, Heine, Eichendorff oder E.T.A. Hoffmann. Sie wurden zum Inbegriff eines romantischen Wertegefühls und Denkens. Wie sie Robert Schumann beflügelten, darüber sprach im Hölderlin-Zentrum der Villa Wertheimber in Bad Homburg vor der Höhe der Pianist Burkard Schliessmann, der bekannt ist für seine Interpretationen romantischer Werke, in dem differenzierten Vortrag „Ästhetik, Interpretation und Wahrheit in der Kunst“.

Der Pianist Burkard Schliessmann bei seinem Vortrag in der Villa Wertheimer; Foto: Petra Kammann

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Salon kontrovers: Briefwechsel zwischen Gretel Adorno und Walter Benjamin, Lesung im Holzhausenschlösschen

2022, April 26.

„In anständiger Freundschaft, herzlicher denn je“

Den Briefwechsel in der von Hanne Kulessa konzipierten Reihe „Salon kontrovers Briefe – schreiben und lesen“ werde am kommenden Donnerstag, 28. April 2022 – 19.30 Uhr die Schauspieler Friederike Ott und Christian Wirmer im Holzhausenschlösschen lesen. 

Friederike Ott liest Gretel Adornos Briefe© Stefan Klüter / Bürgerstiftung

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„Eine Woche, ein Leben“- Buchpräsentation des Romans von Nassir Djafari in der „Fabrik“

2022, April 22.

Eine Vater- Sohn-Geschichte und die verschiedenen Lebenswelten

von Petra Kammann 

Eine ungewöhnliche Buchpräsentation und Live-„Premiere“ zwei Jahre nach Erscheinen eines Debütromans: eine Autoren-Lesung mit dem iranischstämmigen, in Deutschland lebenden Autor Nassir Djafari, mit Klezmer-Klängen auf der Klarinette von Roman Kuperschmidt, dem forschen Radio- und Krimi-Moderator Ulrich Noller und dem stimmgewaltigen Schauspieler Stéphane Bittoun im Gewölbekeller der „Fabrik“ in Sachsenhausen, wo bereits seit Jahren regelmäßig Konzerte stattfinden, während an den oberen, seit 1969 leer stehenden Stockwerken hinter den Planen demnächst ein neuer Ort für die Kultur entsteht…

Der Autor Nassir Djafari; Foto: Petra Kammann

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„Kulp und warum er zum Fall wurde“ von Ulrike Damm

2022, April 11.

Das Leben – eine einzige Kommunikationspanne

Von Thomas Hocke

„Kulp und warum er zum Fall wurde“ von Ulrike Damm ist ein kluges Buch. Fast hält man kurz inne – nicht, um das sofort zu widerrufen oder sogleich in Zweifel zu ziehen, nein, weil man durch die Beschäftigung mit dem Buch gehalten ist, präzise zu formulieren und immer den Schein von der Wirklichkeit zu trennen. Man wird unwillkürlich Beobachter seiner eigenen Sätze. Ulrike Damm hat uns den Spiegel vorgehalten. Ein kluges Buch über den ur-menschlichen Versuch, Kommunikation herzustellen, was, wie man in dem Roman permanent erfährt, zum Scheitern verurteilt ist, weil es die Beziehung(en) unmöglich machen.

Der Roman „Kult und warum er zum Fall wurde“, ist bei DRAVA erschienen

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„Starke Frauen – Fremde Wesen“… und die Welt des Bernd Rosenheim

2022, März 18.

Arbeiten der letzten zehn Jahre in einer Ausstellung im Haus der Geschichte Offenbach

von Renate Feyerbacher

„den wehrlosen und den widerstehenden
den schwachen und den tapferen
den verratenen und verkauften
opfern der gewalt“

Wie aktuell ist diese Inschrift des katholisch kritischen Publizisten Walter Dirks doch ist, der unter den Nazis Schreibverbot hatte. Jeder in Offenbach kennt die Skluptur „Flamme“ von Bernd Rosenheim, welche diese Inschrift trägt. Sie steht am Eingang des Rathauses. Das 550 Zentimeter hohe Werk aus Edelstahl ist dem Gedenken an die Opfer der Gewalt gewidmet. Es wurde 1971 aufgrund eines Wettbewerbs geschaffen.

Bernd Rosenheim mit dem Offenbacher Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke bei der Ausstellungderöffnung; Foto: Renate Feyerbacher

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Das Beste aus 20 Jahren – Der renommierte Deutsche Hörbuchpreis

2022, März 14.

Der Preis – DAS Qualitätssiegel zum Hören

Der „Deutsche Hörbuchpreis“ würdigt deutschsprachige Hörbuchproduktionen, welche die Stärken und Möglichkeiten des akustischen Mediums in besonderer Weise herausstellen und die damit beispielhaft wirken. Der „Deutsche Hörbuchpreis“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, einerseits die Vielfalt des aktuellen Hörbuchmarktes abzubilden, andererseits durch die Auszeichnung von Produktionen einen Qualitätsstandard zu sichern. In sechs Kategorien wird der Preis in diesem Jahr verliehen und zusätzlich wird noch die Auszeichnung „Das besondere Hörbuch 2021“ vergeben.

2003: Erste Preisträgerin für die „Beste Interpretation“ – Senta Berger gewann mit „Fräulein Else“ von Arthur Schnitzler; Foto: WDR

Der Rückblick auf 20 Jahre Gala, Glamour und besondere Preisträger:innen ist natürlich ebenso spannend. Im Jahr 2003 wurde der erste Deutsche Hörbuchpreis mit Senta Bergers Schnitzler-Interpretation verliehen. In diesem Jahr findet die Verleihung des Deutsche Hörbuchpreises daher im Rahmen einer abwechslungsreichen Radio-Show statt.

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WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2022 für Volha Hapeyeva

2022, März 9.

Ein Sieg für die Macht der Sprache

FeuilletonFrankfurt gratuliert: Die aus Belarus stammende Autorin Volha Hapeyeva wird mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2022 der Crespo Foundation ausgezeichnet. Der in diesem Jahr zum fünften Mal verliehene Preis für kritische Kurztexte ist mit 35.000€ dotiert. Die Jury zeichnete einen Text aus, dem es „ auf eindringliche Weise gelingt, das Nachdenken über Heimat und persönliche Wurzeln mit der Reflexion über Gewalt und Macht zu verweben“. In ihrem ausgezeichneten Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten des Exils“ setzt Volha Hapeyeva sich mit der Macht von Sprache und Literatur vor dem Hintergrund eines Lebens in der belarussischen Diktatur und im Exil auseinander. Die aus Minsk in Belarus stammende Autorin, Übersetzerin und promovierte Linguistin lebt seit 2020 im deutschen und österreichischen Exil. Aktuell ist Hapeyeva Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms des PEN-Zentrums Deutschland. Ihre Gedichte wurden in mehr als 15 Sprachen übertragen. Auf Deutsch erschienen der Lyrikband Mutantengarten (Edition Thanhäuser, 2020) und der Roman Camel Travel (Droschl Verlag, 2021).

 Volha Hapeyeva © Bogenberger Autorenfotos 

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