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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autorinnen und Autoren

Johann Wolfgang Goethe und Friederike Elisabeth Brion

2026, August 29.

Zum 277. Geburtstag des Dichterfürsten

Im Goethe-Haus am Hirschgraben flackerten am 28. August nach alter Tradition die lebendigen Kerzen für die Besucher, welche dort – nach einem musikalisch-dichterischen Auftakt den Geburtstag des großen Frankfurters feierten. Charmante Gastgeberin war Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Romantik-Museums, die in ihrem Festvortrag Einblicke in die Goethischen Geburtstagsrituale gab, bei denen es an Gedichten für den Freundeskreis nicht fehlte. Für Erhard Metz war der 277. Ehrentag die schönste Gelegenheit, um für FeuilletonFrankfurt einen Streifzug durch Goethes Liebesleben zu unternehmen, das mit Friederike Elisabeth Brion seinen eigentlichen Auftakt in einem elsässischen Pfarrhaus gefunden hatte. Es war nicht die letzte Station, aber sicher eine der dichterisch ertragreichsten. -pk-

Von Erhard Metz

„Dem Mädchen aus Sesenheim geschah Leid von dem Halbgott. Leid war der Preis für das Licht der Unsterblichkeit“
(Friedrich Ernst Peters [1890-1962], Schriftsteller und Pädagoge)

„Ein Strahl der Dichtersonne fiel auf sie,
so reich, daß er Unsterblichkeit ihr lieh“
(Inschrift auf dem 1866 errichteten Grabstein nach einem Vers von Ludwig Eckhardt [1827-1871], Lyriker und Schriftsteller)

Friederike Elisabeth Brion, Lithographie von Georg Engelbach (1817-1894); wikimedia commons/COM: TAG United States Weiterlesen

Kommunikationsmuseum zeigt „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989“ (1)

2026, August 21.

Hartnäckige Sehnsucht nach freier Meinungsäußerung

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939-1989“ macht das Frankfurter Museum für Kommunikation den Auftakt für das Kulturprogramm zum Ehrengast Tschechien bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte des „Samizdat“, jener im Verborgenen entstandenen Literatur, die während der kommunistischen Diktatur in der Tschechoslowakei unter Umgehung staatlicher Zensur heimlich vervielfältigt und verbreitet wurde. Sie informiert über Schriftsteller, Künstlerinnen und oppositionelle Gruppen, die mit ihren Publikationen das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt haben. Zu den bekanntesten Vertretern der Bewegung gehörte der spätere tschechische Präsident Václav Havel.

Ausstellungsansicht; Foto: Salome Rosseler /Frankfurter Museum für Kommunikation

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25 Jahre Weseler Sommerwerft – Internationales Theaterfestival am Fluss

2026, Juli 21.

Kultur verbindet Menschen

Was einst als Initiative der freien Szene begann, ist heute ein fester Bestandteil des Frankfurter Kultursommers – ein Festival direkt am Mainufer, das im Kontrast zur Skyline und im Schatten der Europäischen Zentralbank steht. Seit ihrer Gründung steht die Sommerwerft für eine offene, frei zugängliche Theaterkultur, die bewusst abseits etablierter Bühnen stattfindet. Und das bei freiem Eintritt. Mit über 110.000 Besucher*innen jährlich zählt die Sommerwerft zu den größten deutschen Open-Air-Theater Veranstaltungen und macht Theater im öffentlichen Raum für ein breites Publikum erlebbar.

Ein stimmungsvolles Bild von der Atmosphäre während der Sommerwerft, Foto: Barbara Walzer

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Schöner geht es nicht. Roland Kaehlbrandt umarmt die deutsche Sprache

2026, Juli 14.

Ein weiteres Buch des Autors zu seinem Herzensthema geht auf eine reichhaltige Entdeckungsreise

Von Uwe Kammann

Schon mehrere Auflagen erlebte das 2022 erschienene Buch „Deutsch – Eine Liebeserklärung: Die zehn Vorzüge unserer erstaunlichen Sprache“ von Roland Kaehlbrandt. Inzwischen hat der Autor – der siebzehn Jahre die Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt geleitet hat und nun neben vielen Aktivitäten an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft die Fächer Sprache und Gesellschaft lehrt – ein weiteres Buch seinem Herzensthema gewidmet: „Von der Schönheit der deutschen Sprache. Eine Wiederentdeckung“. Hat die Liebe neue Konturen bekommen? Unsere Rezension wird dies klären.

Der Autor Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Foto: Petra Kammann

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Schauspiel und Tanz auf höchstem Niveau im Pfalzbau-Theater Ludwigshafen in der kommenden Saison 2026/27

2026, Juli 5.

Gastspiele aus  Berlin, Hamburg, München und Wien in der Spielzeit 26/27

Von Walter H. Krämer

Die Spielzeit 2026/27 des Theaters im Pfalzbau präsentiert sich außergewöhnlich vielfältig und setzt erneut starke Akzente im Schauspiel und Tanz. Internationale Compagnien, bedeutende Regisseurinnen und Regisseure sowie herausragende Ensembles und Schauspieler*innen prägen das Programm.

BERLINER ENSEMBLE: „Was ihr wollt“ von William Shakespeare, Regie: Antú Romero Nunes

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„Die Wiedereinführung der Sanduhr“ und das Rieseln der Zeit

2026, Juli 2.

Langzeitbeobachtungen in Kurzform

Michael Krügers luftige und verschlüsselte Gedichte der letzten fünf Jahre 

 

Die Zeit bekommt in den Gedichten des einstigen Hanser-Verlegers Michael Krüger eine völlig neue Bedeutung. Sie ist für ihn während der Pandemie – wie vielleicht für uns alle – aus den Fugen geraten, hat Risse bekommen. Während er in seinem „Holzhaus überm See“ seine lebensbedrohliche Krankheit auszukurieren sucht, wird er zu einem speziellen Komplizen der Natur, sucht die Nähe zu Pflanzen und Tieren. Dabei beobachtet er seine Umgebung sehr genau, erinnert an besondere Menschen, nimmt die politisch bedrückenden Ereignisse wahr. Und dann wieder hält er die Zeit für einen Moment fest wie in der Impression vom Anfang Juli, die ob der Hitzewelle kaum aktueller sein könnte…   pk

 

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Philipp Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026

2026, Juni 27.

Ausgezeichneter Menschenrechtsanwalt

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den französisch-britischen Juristen und Autor Philippe Sands zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt, der seit 1950 vergeben wird und mit 25.000 Euro dotiert ist. Der am 17. Oktober 1960 in London geborene Philippe Sands  ist Professor für Internationales Recht am University College London sowie Gastprofessor an der Harvard Law School. Er arbeitet am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und wirkte als einer der gegenwärtig wichtigsten Menschenrechtsanwälte an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mit. Die Verleihung des Friedenspreises findet am Sonntag, 11. Oktober 2026, in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live um in der ARD übertragen.

Friedenspreisträger 2026: der Menschenrechtsanwalt Philipp Sands, Foto: © Philipp Sands

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Tschechien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse  (7.-11. Oktober 2026) mit Literatur und tschechischer Kultur

2026, Juni 16.

„Tschechien: ein Land an der Küste“– „Böhmen liegt am Meer“

Von Petra Kammann

Böhmen, vor allem aber auch Mitteleuropa, wird in Frankfurt mit Tschechien, dem diesjährigen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, zu Gast sein. Das umfangreiche Programm wurde diesmal in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt präsentiert. Allein 75 Autor:innen werden unter dem Motto „Tschechien: ein Land an der Küste“ auf der Messe, aber auch an anderen Orten präsent sein. Martin Krafl, Direktor des Tschechischen Literaturzentrums und Programmdirektor von CZECHIA 2026, stellte das vielversprechende Kulturprogramm ebenso vor wie auch das Pavillon-Design unter dem Motto „An den Grenzen der Vorstellungskraft“ (Architektenbüro JinJan). Und die Autorin Dora Kaprálová  gab einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Tschechien literarisch zu bieten hat.

Das Tschechische Team: v.l.n.r. Jindřich Ráftl, Jiři Mašek, Martin Krafl, Dora Kaprálová, Tomáš Kubícek, Jana Hájková, Jan Tůma, Foto: Sabine Felber/Literaturtest

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„Frankfurt liest ein Buch“- „Herzlandschaft. Marie Luise Kaschnitz und Italien“

2026, April 25.

Wie klingt Marie-Luise Kaschnitz auf Italienisch? Und wie liest sie Rom?

Von Petra Kammann

Zu dem Thema gab es eine ungewöhnliche Veranstaltung in der Deutsch-Italienischen Vereinigung“ in der Arndtstraße, wenige Schritte entfernt vom langjährigen Wohnort Wiesenau 8 der in diesem Jahr wiedergelesenen Miniaturen „Gott und die Welt“ von Marie Luise Kaschnitz im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch. Dr. Caroline Lüderssen, Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung, hatte vorausschauend die Autorin Julia Zieger eingeladen, die sich mit dem Rom- und Italienbild der Autorin, der Meisterin der „kleinen Form“, des Gedichts, des Essays, der Skizze, des Hörspiels, ausgiebig beschäftigt hat, dazu Giuliano Lozzi, den Übersetzer von „Engelsbrücke“ („Ponte Sant‘ Angelo“), der Passagen aus den 168 Miniaturen der deutschen Rom-Flaneurin Kaschnitz auf Italienisch vortrug und erläuterte. Eine andere Kaschnitz!

Begrüßung durch Dr. Caroline Lüderssen, Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung, v.l.: Autorin Juliane Ziegler, Moderatorin Anna Nuzzolo, Übersetzer Giuliano Lozzi, Foto: Petra Kammann

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Frankfurt verleiht ersten Europäischen Paulskirchenpreis an Masih Alinejad

2026, März 31.

Ein starkes Zeichen für Demokratie

Langanhaltender Applaus, stehende Ovationen, bewegende Worte und ein starkes Zeichen für Demokratie und Freiheit: Die Stadt Frankfurt am Main hat am Dienstag, 31. März, zum ersten Mal den Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie in der Paulskirche verliehen. Die Auszeichnung ging an die iranisch-amerikanische Journalistin Masih Alinejad, die sich weltweit für Freiheit, Menschenrechte und die Rechte von Frauen stark macht. Die Laudatio hielt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste und überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arlsaner an die Preisträgerin.

Erstmalige Verleihung des Europäischen Paulskirchenpreises für Demokratie durch den Frankfurt Oberbürgermeister Mike Josef an Masih Alinejad am 31.März 2026 in der Frankfurter Paulskirche, links: Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner, Foto: Michael Braunschädel, Stadt Frankfurt 

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