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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

Oper Frankfurt abermals „Opernhaus des Jahres“

2022, September 28.

Eine große Überraschung ist es nicht: Zum bereits sechsten Mal ist die Oper Frankfurt in der diesjährigen Umfrage der renommierten Zeitschrift „Opernwelt“ zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt worden – davon schon fünf Mal unter der Intendanz von Bernd Loebe.

FeuilletonFrankfurt gratuliert!

 Die Oper Frankfurt, zum 6, Mal „Opernhaus des Jahres, Foto: Uwe Kammann

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Spitzenposition, vor den Theatern Frankfurt und Basel: Oper/Theater Bonn in der jüngsten Kritikerumfrage des Magazins „Die Deutsche Bühne“

2022, September 21.

Die Premieren der neuen Spielzeit in Bonn

von Simone Hamm

In der Kategorie „Gesamtleistung Großes Haus“ belegen Oper/Theater Bonn vor den Theatern Frankfurt und Basel in der jüngsten Kritikerumfrage des Magazins „Die Deutsche Bühne“ die Spitzenposition.  Das Theater Bonn ist für die Kritiker das überzeugendste Theater. Man sieht bei dem von Bernhard Helmich geleiteten Haus „einen bewundernswerten Durchhaltewillen an ambitionierten Projekten gegen alle Widrigkeiten festzuhalten, Risikobereitschaft, dramaturgische Konsequenz und philologisch wertvolle Arbeit“. Grund genug, die Premieren der neuen Spielzeit in Bonn zu besuchen: die Uraufführung Mega 38/Stimmen des türkisch-deutschen Schriftstellers Dogan Akhanli, der Tanzabend Zwischenwelten von Ballett am Rhein im Rahmen des Beethovenfestes Bonn und die Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny.

Uraufführung MEDEA 38 / STIMMEN von Dogan Akhanl nach Christa Wolff & Euripides & Seneca, Schauspielhaus Bonn, Foto: Thilo Beu

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Düsternis und Leidenschaft: Verdis Macbeth in der Deutschen Oper am Rhein

2022, September 12.

Giuseppe Verdis „Macbeth“ in Düsseldorf

von Simone Hamm

„Diese Tragödie ist eine der größten menschlichsten Schöpfungen“, schrieb Komponist Guiseppe Verdi über Shakespeares Macbeth, den er vertonen wollte.„Shakespeares Stücke haben etwas Universelles und Archetypisches. Macbeth ist eines der nihilistischsten Stücke“, die er kenne, sagt Regisseur Michael Thalheimer. Und genauso inszeniert er es: düster und schwarz.


Hrólfur Sæmundsson als Macbeth und Ewa Płonka als Lady Macbeth, Foto: Sandra Then

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„Richard Wagner und das deutsche Gefühl“ –  Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin

2022, Juli 30.

Von  Renate Feyerbacher

Gleich zwei Ausstellungen im Deutschen Historisches Museum (DHM) in Berlin widmen sich zwei herausragenden Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Karl Marx, Philosoph, Ökonom und Gesellschaftstheoretiker und Richard Wagner, Komponist, Schriftsteller, Journalist, Festspielgründer, der außerdem auch noch Revolutionär, Exilant, Bankrotteur, Protegé wohlhabender und adeliger Männer war und vor allem von Bayerns König Ludwig II. unterstützt wurde.

Ausstellungsansicht „Richard Wagner und das deutsche Gefühl“© Deutsches Historisches Museum/David von Becker

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„Ulisse“ von Luigi Dallapiccola in der Oper Frankfurt

2022, Juli 7.

Odysseus‘ Kampf gegen sich selbst – Eine Wahrheitssuche

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

„Schauen, dann erstaunen und erneut wieder schauen“, das scheint das Lebensmotiv von Odysseus in Dallapiccolas letzter Oper Ulisse, zu sein, die nun in Frankfurt erstmals aufgeführt wurde. Der Komponist (1904-1975) bezeichnete sie als das „Resultat meines gesamten Lebens“ (Zitat Programmheft).

Iain MacNeil (Odysseus) und Dmitry Egorov (Telemachos; mit Bogen) sowie Chor der Oper Frankfurt

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„Madama Butterfly“ von Giacomo Puccini in der Oper Frankfurt

2022, Juni 1.

Gekaufte Liebe, gekaufte Ehe – Illusionen zweier junger Heranwachsender

von Renate Feyerbacher Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Die japanische Tragödie „Madama Butterfly“ überzeugt bei der Premiere an der Oper Frankfurt am 22. Mai durch eine einfühlsame Inszenierung ohne Kirschblütenromantik, begeistert durch sängerische und musikalische Interpretation. Sowohl für den amerikanischen Regisseur R.B.Schlather, der schon als Kind Giacomo Puccini (1858-1924) liebte, als auch für den italienischen Dirigenten Antonello Manacorda, der lange einen Bogen um Puccini machte, ist es das erste Mal, dass sie eine Oper dieses Komponisten realisieren. Erstaunlich, was dabei herauskam.

Vincenzo Costanzo (Pinkerton), Heather Engebretson (Butterfly) und Ensemble: Barbara Aumüller

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10. Bonner Operngala für die Deutsche AIDS Stiftung

2022, Mai 18.

Bönnscher Glamour für die gute Sache

von Simone Hamm

Das Logo der Bonner Operngala, die rote Schleife gegen AIDS, ist in diesem Jahr verändert worden. Eine Seite ist rot geblieben, die andere blaugelb, in den Farben der Ukraine. Zum 10. Mal fand die Bonner Operngala statt, im letzten Jahr musste sie wegen Corona ausfallen, 2020 fand sie nur digital statt. 2022 wollten die Initiatoren der Gala, Arndt und Helmut Andreas Hartwig, nicht nur ein Zeichen gegen Aids setzten, sondern auch eines gegen Putins Angriffskrieg. Die Solidarität mit der Ukraine hatte sich auch aufs musikalische Programm ausgewirkt. Das Beethovenorchester unter der Leitung von Jaques Lacombe spielt zum Auftakt die Ouvertüre von Beethovens Fidelio, die der Komponist selbst als Rettungs- und Befreiungsoper bezeichnet hat.

10. Operngala Bonn, Foto: © Thilo Beu

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A Midsummer Night’s Dream – Oper von Benjamin Britten im Bockenheimer Depot Frankfurt

2022, Mai 17.

Verwirrungen, emotionales Chaos im Zauberwald, ausgelöst durch die Feenwelt

von Renate Feyerbacher
Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Ein idealer Ort ist das Bockenheimer Depot für  „A Midsummer Night’s Dream“ in der Inszenierung von Brigitte Fassbaender, die am 11. Mai Premiere hatte. Komponist Benjamin Britten (1913-1976) und sein Lebensgefährte, der Tenor Peter Pears (1910-1986), haben William Shakespeares berühmte fünfaktige Komödie „A Midsummer Night’s Dream“ gekürzt. Dennoch ist das nun dreiaktige Opernlibretto dem Werk des genialen Theaterdichters treu geblieben. Es gibt weder ein elisabethanisches noch ein athenisches Gepräge in diesem Opern-„Sommernachtstraum“. Die Feenwelt, angeführt durch Puck, ist oft harsch gegenüber den Menschen, den Liebespaaren, die sich im Wald aufhalten beziehungsweise sich dort verirren. Puck ist ein Maulheld, der selbst von Angst geprägt ist. Über ihm steht Oberon, der Feenkönig, der ihn triezt und gelegentlich demütigt.

vorne v.l.n.r.: Cameron Shahbazi (Oberon), Statist der Oper Frankfurt (Knabe) und Kateryna Kasper (Tytania) sowie im Hintergrund Kinderchor der Oper Frankfurt inklusive Solist*innen (Elfen)

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„Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullman an der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg

2022, Mai 14.

Von erschreckender Aktualität

Eindrucksvoll, findet Simone Hamm.

In Duisburg fand die Premiere von Victor Ullmann Oper „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod Verweigerung“ statt. Schon vor zwei Jahren war sie Düsseldorf gezeigt worden, konnte wegen der Pandemie doch nicht lange im „Schwesterhaus Duisburg“ gezeigt werden. Wer dieses großartige musikalische Werk heute sieht, wird das mit anderen Augen als vor zwei Jahren tun. In den Tagen des Ukraine-Krieges bekommt „Der Kaiser von Atlantis“ eine ungeheure Aktualität. Denn das Thema dieser Oper sind Tod und Krieg: der Wahnsinn des Krieges, das sinnlose Sterben.

Der Kai#ser von At#lantis oder Die Tod-Verweigerung von Viktor Ullmann, Sergej Khomov (Soldat), Anke Krabbe (Mädchen); Foto: Hans Jörg Michel

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„Fedora“ Melodramma von Umberto Giordano an der Oper Frankfurt

2022, April 13.

Ein spektakulärer Opern-Krimi

 von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt / Renate Feyerbacher 

Am 3. April wurde „Fedora“ zum ersten Mal in Frankfurt aufgeführt. Es ist eine Übernahme der Produktion der Königlichen Oper Stockholm von Dezember 2016, in der Christof Loy seine unverwechselbaren stringenten Regie-Ideen ausführte. Begeisterung beim Publikum für das gesamte Produktions-Team und frenetischer Beifall für Sängerinnen und Sänger.

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