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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

Leo Muscato inszeniert Händel „Agrippina“ an der Bonner Oper

2023, Februar 1.

Die Dicken und die Eitlen – besiegt von den klugen Frauen

von Simone Hamm

Viva il caro Sassone!“ – „Hoch lebe der liebe Sachse!“ So jubelten die Venezianer vor gut  300 Jahren dem erst 24-jährigen Georg Friedrich Händel zu – nach der Premiere seiner Oper „Agrippina“. Das Libretto hatte Kardinal Vincenzo Grimani verfasst, dem Vizekönig von Neapel. 27 mal wurde die Oper aufgeführt und damit sehr viel häufiger als viele andere.

Marie Heeschen (POPPEA), Pavel Kudinov (CLAUDIO), Louise Kemény (AGRIPPINA), Lada Bocková (NERONE) Foto:© Thilo Beu / Theater Bonn

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„Blühen“ von Vito Zuraj an der Oper Frankfurt

2023, Januar 27.

Liebes-Freude und jäher Absturz

von Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Ein Auftragswerk der Oper Frankfurt, die Oper „Blühen“ von Vito Zuraj und das Libretto von Händl Klaus, nach Thomas Manns letzter Erzählung „Die Betrogene“ von 1953, wurde am 22. Januar 2023  im Bockenheimer Depot uraufgeführt. Das Publikum feierte die Schöpfer, das Sängerteam und das Ensemble Modern.

v.l.n.r.: Bianca Andrew (Aurelia), Michael Porter (Ken), Jarrett Porter (Edgar) und Nika Goric (Anna)

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Die Zauberin von Peter I. Tschaikowski in der Oper Frankfurt

2022, Dezember 11.

Bezaubernde Nastastasja, korrupte, verlogene Fürstin

Von Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller /Oper Frankfurt

Der Jubel des Premierenpublikums am 4. Dezember schloss alle künstlerisch Beteiligten ein. Wieder zeigt die Oper Frankfurt (Opernhaus des Jahres 2022) eine preisverdächtige Aufführung nämlich die selten gespielte Oper „Die Zauberin“ von Peter I.Tschaikowski (1840-1893).

 Asmik Grigorian (Nastasja; rechts in grüner Hose) und Ensemble

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BENEFIZKONZERT FÜR DIE MENSCHENRECHTE IM IRAN

2022, Dezember 8.

WOMAN. LIFE. FREEDOM.

Der iranisch-kanadische Countertenor Cameron Shahbazi, der letzte Spielzeit als Oberon in Brittens Midsummer Night’s Dream sein vielbeachtetes Debüt an der Oper Frankfurt gegeben hat, verfolgt mit großer Sorge die Situation im Iran. Auf seine Initiative hin und in Zusammenarbeit mit der Organisation Opera for Peace sowie der Oper Frankfurt wird ein Benefizkonzert unter dem Motto Woman. Life. Freedom. veranstaltet.

Der iranisch-kanadische Countertenor Cameron Shahbazi, Foto: KiriniKopcke

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„Asrael“ an der Bonner Oper

2022, November 30.

Der Engel mit den abnehmbaren Flügeln lebt in der Hölle beim Teufel in Pantoffeln

von Simone Hamm

Die Oper Bonn hat sich einen Namen gemacht, weil sie vergessene Opern ausgräbt und aufführt. Die Oper begibt sich auf „Forschungsreise zu den Ursachen von Verschwinden und Vergessen“.  Sie widmet sich Werken, die  nach 1933 oder nach 1945 vom Spielplan verschwanden. „Fokus 33“ heißt dieses ehrgeizige Projekt. Dort hat man wirklich ein gutes Händchen.

Tamara Gura (Lidoria), Khatuna Mikaberidze (Loretta), Pavel Kudinov (Il Padre), Statisterie, Foto: © Hans Jörg Michel// Theater Bonn

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„Die Meistersinger von Nürnberg“ in der Oper Frankfurt

2022, November 19.

Wortschlacht zwischen Hans Sachs und Sixtus Beckmesser

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Die letzte Inszenierung von Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg gab es an der Oper Frankfurt 1993 – unter der Regie von Cristof  Nel und dem Dirigat von Michael Boder. Nun hat das Team um Johannes Erath mit Dirigent Sebastian Weigle die Oper neu interpretiert. Die musikalische und sängerische Leistung wurde bejubelt, die Regie provozierte einige Buhrufer. Zu unrecht, wie ich meine.

AJ Glueckert (Walther von Stolzing; links in weißem Anzug) sowie die Meister (auf den Stühlen) und die Lehrbuben (darunter)

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Ein gemeinsames neues Festival für Frankfurt und die Region: Mainly Mozart

2022, November 18.

Mainly-Mozart heißt es, wenn sich vom 21. bis 30. April 2023 in verschiedensten Formaten die Blicke auf das facettenreiche Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts richten: Hauptsache Mozart. Sechs führende Frankfurter Musikinstitutionen, die Alte Oper Frankfurt, die Frankfurter Museums-Gesellschaft, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, die hr-Bigband, das hr-Sinfonieorchester sowie die Oper Frankfurt plus vier assoziierte Partner in der Region wie die Bad Homburger Schlosskonzerte, die Mozart-Gesellschaft Wiesbaden, die Primus-Linie und die Stadt Offenbach ziehen an einem gemeinsamen Strang.

Key Visual, Mainly Mozart 2023, Foto: Alexander Paul Englert/Christian Schön

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Eine Premiere: „Miranda“ – eine Koproduktion der Oper Köln mit der Opéra Comique Paris und den Theatern von Caen und Bordeaux

2022, November 6.

Eine Tote klagt an

von Simone Hamm

An der Kölner Oper ist die deutsche Erstaufführung einer neu geschaffenen Purcell-Oper zu sehen: „Miranda“. Ein in jeder Hinsicht aufregender, musikalisch überaus gelungenen Abend.

Adriana Bastidas-Gamboa als Miranda, Foto: © Sandra Then/Oper Köln

„Miranda“ ist eine Koproduktion der Oper Köln mit der Opéra Comique Paris und den Theatern von Caen und Bordeaux. Die Regisseurin Katie Mitchell und der Musiker Raphaël Pichon haben Musiken aus Purcell Opern und Semi-Opern (und die einiger  andere Komponisten) herausgesucht. Henry Purcell hat mehr als vierzig Musiken für Semioperas geschrieben, Musiken, die einem Theaterstück hinzugefügt wurden.

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„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart an der Oper Frankfurt

2022, Oktober 10.

Ein Psychodrama – nichts Märchenhaftes

von Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller /Oper Frankfurt

Die aktuelle Spielzeit in der Oper Frankfurt wurde am 2. Oktober mit Die Zauberflöte eröffnet. Der Amerikaner Ted Huffman, der 2017 mit einer großartigen Aufführung von Händels Oper „Rinaldo“ begeisterte, sie , musste am Premierenabend etliche Buhrufe verkraften. Nach 24 Jahren gibt es nun diese neue Inszenierung. Die Zauberflöte, die 1998 Regisseur Alfred Kirchner zu verantworten hatte, wurde fünfzehn Mal wieder aufgenommen.

v.l.n.r. Kelsey Lauritano (Zweite Dame), Michael Porter (Tamino), Cláudia Ribas (Dritte Dame) und Monika Buczkowska (Erste Dame)

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Mit dem „Romantik-Quiz“ auf der Suche nach der sagenumwobenen „Blauen Blume“

2022, Oktober 8.

Das Romantik-Quiz“ von Petra Kammann erläutert in 100 Fragen und Antworten auf unterhaltsame und informative Weise eine historisch bedeutsame Bewegung, deren Spuren noch heute nachwirken.

Eine Besprechung von Hans-Bernd Heier

Was ist Romantik? Seit ihren Anfängen ist diese Sehnsuchtsbewegung heftiger Kritik ausgesetzt und wurde wegen ihrer schillernden Klischees immer wieder äußerst kontrovers diskutiert. Auf jeden Fall umfasst die Romantik eine kulturgeschichtliche Epoche, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hineinreicht. Sie entfaltete sich insbesondere auf den Gebieten der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik, aber ebenso auf Gebieten wie Geschichte, Theologie und Philosophie, Naturwissenschaften und Medizin. Etliche Erkenntnisse bestimmen noch heute unser Denken.

So sieht die Box des Romantik-Ratespiels aus dem Grupello Verlag aus

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