home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

„Die Vögel“ – Eine Oper von Walter von Braunfels

2022, Januar 16.

Ein lyrisch-phantastisches Spiel in zwei Aufzügen nach Aristophanes

Von Simone Hamm

Dichtung und Musik von Walter Braunfels (1882 – 1954). Die Oper „Die Vögel“  war der erste große Erfolg des jüdischen Komponisten Walter Braunfels, der nach dem Ersten Weltkrieg zum Katholizismus konvertierte. Unter den Nazis wurden seine Opern nicht aufgeführt, lange führten sie ein Schattendasein. Nun gibt es eine Aufführung in Köln.

 

Statisterie der Oper Köln, Chor der Oper Köln, Seung Jick Kim; Foto: © Paul Leclaire / Oper Köln

Weiterlesen

„Die Nacht vor Weihnachten“ von Nikolai A.Rimski-Korsakow. Erstaufführung an der Oper Frankfurt

2021, Dezember 18.

Das Heilige der Natur – Mythologisches um die Wintersonnenwende

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Der Oper liegt eine Erzählung aus „Abende auf einem Weiler bei Dikanja“ von Nikolai W.Gogol zugrunde, den der Komponist Nikolai A.Rimski-Korsakow (1844-1908) in seinem Sinne zum Libretto umarbeitete. Dezember 1895 wurde sie im Mariinski Theater in St.Petersburg uraufgeführt.

In der Bildmitte Georgy Vasiliev (Wakula), Julia Muzychenko (Oksana) und Alexey Tikhomirov (Tschub; mit dem Gemälde von Nikolai W. Gogol) sowie Ensemble, Foto: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Weiterlesen

„Maskerade“ Komische Oper von Carl Nielsen an der Oper Frankfurt

2021, November 6.

Witz, Humor und tiefere Bedeutung

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Bekannt ist der dänische Komponist und Dirigent vor allem durch seine symphonischen Werke – sechs Sinfonien, ein Violinkonzert, durch Kammermusik, Bühnenmusiken und zahlreiche Liedkompositionen. Nur zwei Opern schrieb er. Seine zweite „Maskerade“, die 1906 in Kopenhagen uraufgeführt wurde, hatte am 31. Oktober in der Oper ihre Frankfurter Erstaufführung. In Deutschland so gut wie unbekannt, wird sie in Dänemark als Nationaloper angesehen.

Susan Bullock (Magdelone) und Tänzer*innen

Weiterlesen

Neubauvarianten für Oper und Theater: Aus fünf mach drei

2021, November 4.

Abschlussbericht der Stabsstelle Zukunft Städtische Bühnen vorgestellt – OB Feldmann: „Jahrhundertprojekt“

Von Uwe Kammann

Als „Jahrhundertprojekt“, das zugleich eine „Jahrhundertchance“ sei, bezeichnete Oberbürgermeister Peter Feldmann den angestrebten Neubau der Städtischen Bühnen. Zu ihm bekenne er sich auch trotz der erheblichen finanziellen Investition, die nach den derzeitigen Modellen mit 800 bis 900 Millionen Euro für die verschiedenen Varianten zu veranschlagen sei. Dies habe sich auch durch die Pandemie und die damit verbundenen ökonomischen Einschnitte nicht verändert.

OB Peter Feldmann, Mathias Hölzinger, der neue Leiter der Stabstelle Zukunft Städtische Bühnen, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Foto: Uwe Kammann

Weiterlesen

„L’amour de loin“ – die erste Oper der finnischen Komponistin Kaija Saariaho

2021, November 1.

Bilder einer fernen Liebe an der Kölner Oper

von Simone Hamm

Auf Opernbühnen – national wie international – ist es immer noch eine Seltenheit, wenn eine Oper einer Komponistin aufgeführt wird. „L’ amour de loin – Liebe aus der Ferne“ ist so eine Rarität, eine Oper, die im Jahr 2000 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt worden ist und die 2016 an Metropolitan Opera in New York zu sehen war. Die Geschichte der Liebe aus der Ferne, die im 12. Jahrhundert spielt, hatte jetzt an der Kölner Oper Premiere.

Emily Hindrichs, Daniel Calladine, der stumme Doppelgänger des Troubadour ©Foto: Paul Leclaire / Oper Köln

Weiterlesen

Thomas  Guggeis wird der neue Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt

2021, Oktober 28.

Auf dem Konzertpodium hatte er bisher unter anderem das Frankfurter Opern- und Museumsorchester in der Alten Oper dirigiert. Nun wird der 1993 in Bayern geborene Thomas Guggeis zur Spielzeit 2023/24 den Posten des Generalmusikdirektors der Oper Frankfurt von seinem Vorgänger Sebastian Weigle übernehmen, der das Amt seit 2008/09 innehat.

Der designierte Generalmusikdirektor Thomas  Guggeis wird der neue Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt; Foto: Simon Pauly

Weiterlesen

„L’italiana in Londra“ – Intermezzo in musica von Domenico Cimarosa

2021, Oktober 15.

Europäische Liebesverwicklungen

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Katastrophie, Manie und Klischees haben den amerikanischen Regisseur R.B.Schlather, der vor zwei Jahren in Frankfurt mit Händels „Tamerlano“ debütierte, interessiert. Diese fünf Personen, die das Hotel nie verlassen, fesseln ihn. Die komischen Situationen schlachtet er aus, den überdrehten Charakteren lässt er freien Lauf. Für ihn ist ein Hotel ein metaphorischer, abstrakter Ort, „ein  Ort der Fantasie, existenziell und frei schwebend zugleich..“ Besucher können so lange bleiben wie sie wollen, sich amüsieren, an der Bar plaudern, sich neu erfinden usw.usw.

v.l.n.r. Theo Lebow (Sumers), Angela Vallone (Livia), Bianca Tognocchi (Madama Brillante), Iurii Samoilov (Milord Arespingh; am Boden sitzend) und Gordon Bintner (Don Polidoro)

Weiterlesen

„Amadigi“, Oper seria von Georg Friedrich Händel im Bockenheimer Depot

2021, Oktober 7.

Verwirrende Zaubereien

„Amantes amentes“ („Liebende sind Verrückte“), Worte über der Bühne.

von Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Georg Friedrich Händel hat eine Vorliebe für Hexen und Zauberinnen. Melissa ist solch eine außergewöhnliche Zauberin in der Zauberoper „Amadigi“, eine der ersten von 42 Opern, die Händel insgesamt komponierte und die 1715 in London uraufgeführt wurde. Seinerzeit war sie auch auf dem Festland erfolgreich, denn das Publikum liebte und wollte diese Art Spektakel.

Kateryna Kasper (Oriana) und Brennan Hall (Amadigi)

Weiterlesen

Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“

2021, September 28.

Liebe und Tod im untergehenden Brügge

Von Simone Hamm

Ein riesiger Zylinder auf einem Podest, davor Barhocker, auf denen müde Gäste Cocktails schlürfen – Stefan Heynes Bühnenbild wirkt, als habe er ein Bild Edward Hoppers auf die Bühne gebracht. Der Zylinder ist ein Vorhang, in seinem Inneren weitere Vorhänge aus langen Fäden. Bisweilen werden Videos auf den Vorhang projiziert. Das wirkt kühl und karg und soll wohl einen Gegensatz darstellen zur opulenten spätromantischen Musik, zum dramatische Geschehen in Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“, der Opernadaption des symbolistischen Romans „Bruges-la-morte“ von Georges Rodenbach.

Burkhard Fritz, Aušrine Stundyte in „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold, Foto: © Paul Leclaire / Oper Köln

Weiterlesen

Impressionen von den Bayreuther Festspielen

2021, August 17.

Neuinszenierung „Der fliegende Holländer“, dirigiert von  Oksana Lyniv und mit Asmik Grigorian als Senta

von Renate Feyerbacher

Was für ein Jubel nach der zweiten Aufführung des „Fliegenden Holländers“, was für ein Getrampel auf den Holzböden des Festspielhauses, das zwischen 1872 und 1875 nach Entwürfen Richard Wagners gebaut wurde! Mit überschwänglichen Meldungen wurden zwei Ereignisse gefeiert: Zum ersten  Mal in der Geschichte der Festspiele dirigierte eine Frau: Oksana Lyniv, und Asmik Grigorian sang die Senta umwerfend.

Oksana Lyniv – Die erste Dirigentin in Bayreuth, Foto: Renate Feyerbacher

Weiterlesen