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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Oper

Hilfen des Landes Hessen für den Neustart von Kunst und Kultur in Corona-Krise

2020, Mai 11.

Hessens dynamischer Rettungsschirm für die Kultur

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) stellte am 11. Mai in der Staatskanzlei ein in drei Phasen abgestuftes Hilfs-Kulturpaket für den Neustart von Kunst und Kultur in der Corona-Krise vor. Dieses soll den hessischen Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen helfen, die noch geltenden Einschränkungen zu überstehen, den Einnahmeausfall zu verkraften und den Neubeginn zu schultern. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten finanzielle Unterstützung ebenso wie freie Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Spielstätten. Außerdem werden Künstlerinnen und Künstler mit innovativen Ansätzen beim Neustart gefördert. Insgesamt stellt das Land für dieses Förderprogramm bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ein beachtliches Paket, findet Petra Kammann

Hessens Wissenschafts- und Kunst-Ministerin Angela Dorn (Grüne); Fotos: Petra Kammann

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Aktion unter dem Motto „Bei Anruf Musik“ – auch mit der Frankfurter Oper

2020, März 31.

VORMERKEN!!“

Musiker spielen live am Telefon: Samstag, 4. April 2020, zwischen 12.00 und 18.00 Uhr

Programmhefte der Oper Frankfurt, Foto: Renate Feyerbacher

Alle Theater weltweit durchlaufen gerade eine außergewöhnliche Zeit. Auch die Künstlerinnen und Künstler der Oper Frankfurt dürfen zur Zeit nicht auftreten und zusammen mit ihrem Publikum das gemeinschaftliche Liveerlebnis, welches diese Kunstform ausmacht, teilen. Am Samstag, dem 4. April 2020, zwischen 12.00 und 18.00 Uhr will das Ensemble der Oper Frankfurt aber trotzdem live für sein treues Publikum musizieren, und zwar am Telefon.

Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, des Chors sowie des Ensembles und Opernstudios der Oper Frankfurt stehen bereit, um Klassik-Begeisterte am Telefon zu überraschen und musikalische Wünsche zu erfüllen. „Bei Anruf Musik“ heißt die Aktion, die sich Kolleginnen und Kollegen am Staatstheater Darmstadt ausgedacht haben und die nun auch die Oper Frankfurt anbieten möchte.

Alles, was Interessierte tun müssen, ist die schriftliche Anmeldung Ihres Wunschs.

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„Salome“ von Richard Strauss in der Oper Frankfurt

2020, März 8.

Weiß der Leib, schwarz das Haar, rot der Mund. „Ein wildes Stück mit fantastischer Musik“

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus  / Oper Frankfurt

Dunkelheit nur punktuell vom Lichtkegel durchbrochen, intensives Flügelschlagen, Figur mit großer Federkopfbedeckung und goldener Robe, den Rücken zum Publikum gedreht, so beginnt „Salome“, das Operndrama von Richard Strauss, das am 1. März Premiere hatte. Ein starker, faszinierender Beginn und so geht es weiter. Fast zwei Stunden lang eine dunkle Bühne, auf der anfangs fast nur die agierende Person, Salome, vom ihr ständig folgenden Lichtkegel hervorgehoben wird. Wichtig sei für Ambur Braid gewesen, immer auf der richtigen Position zu stehen, erzählt die Sänger-Darstellerin der Salome. Sie nennt und spielt sie als „durchgeknallten Teenager“.

Ambur Braid (Salome)

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Alcina an der Deutschen Oper am Rhein

2020, Februar 27.

Händels Zauberoper im Wellnessresort

von Simone Hamm

Die schöne Zauberin Alcina lockt Edelmänner auf ihre Insel, umgarnt und verführt sie. Wenn sie keine Lust mehr auf sie verspürt, verwandelt sie sie in wilde Tiere, Pflanzen oder Steine. Auch Ruggiero, ein Ritter aus dem Heer Karls des Großen, erliegt ihrer Verführungskunst und vergisst seine Geliebte Bradamante. Diese verkleidet sich als ihr eigener Bruder, reist auf die Insel, will Ruggiero zurückgewinnen.

Wallis Giunta (Bradamante), Maria Kataeva (Ruggiero), Jacquelyn Wagner (Alcina). FOTO: Jochen Quast / Deutsche Oper am Rhein

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Beste Anregungen im Deutschen Architekturmuseum (DAM) für die Theaterzukunft

2020, Februar 8.

Ein Interimshaus für die Oper in Bockenheim könnte mehr als ein Zwischenmodell sein

Von Uwe Kammann

Horrende Summen, irrwitzige Kosten: Die „Süddeutsche Zeitung“ spart nicht mit vehementer Kritik an den Zahlen, die heute in der Regel für den Neubau und/oder die Sanierung von Kulturbauten aufgerufen werden. Von Berlin über Köln bis München ist das die Regel. Frankfurt macht keine Ausnahme, seit eine erste Machbarkeitsstudie vor drei Jahren den Sanierungspegel für die Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz auf bald eine Milliarde Euro hat steigen lassen.

Blick in die Ausstellung des DAM: „Interim Oper Frankfurt“, Foto: Petra Kammann

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„La Gazzetta“ von Gioachino Rossini an der Oper Frankfurt

2020, Februar 8.

Eine pfiffige musikalisch-szenische Verrücktheit

Eindrücke von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Am 2.02.2020, dem außergewöhnlichen Datum des Jahres, erlebte das Dramma per Musica in zwei Aufzügen, das 1816 in Neapel uraufgeführt wurde, seine Erstauffürung im Bockenheimer Depot. Enthusiastisch feierte das Publikum das gesamte Team.

Der Text stammt von Giuseppe Palomba, der insgesamt 300 Libretti verfasste. Als Vorlage zu „La Gazzetta“ (Die Zeitung) diente die Komödie „Il matrimonio per concurso“ („Die Hochzeit im Wettbewerb“) des Venezianers Carlo Goldoni (1707-1793). Goldoni ist ein Meister der Possenreißerei, der Verwicklungen und Verwirrungen.

v.l.n.r. Sebastian Geyer (Don Pomponio Storione), Mikołaj Trabka (Filippo), Martin Georgi (Passepartout), Danylo Matviienko (Monsù Traversen), Statistin (sitzend), Nina Tarandek (Madama La Rose) und Matthew Swensen (Alberto)

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„Tristan und Isolde“ von Richard Wagner an der Oper Frankfurt

2020, Februar 1.

Wirkliche Liebe und ein Zusammenleben unmöglich

von Renate Feyerbacher

Fotos:  Barbara Aumüller

Diesmal wird nicht über die Premiere, die am 19. Januar war, geschrieben, sondern über die zweite Vorstellung, die vom Publikum gefeiert wurde. Es gab keine Buh-Rufe für die Sängerin der Isolde.

oben: Rachel Nicholls (Isolde) und Vincent Wolfsteiner (Tristan), unter dem Podest Claudia Mahnke (Brangäne; vorne links) und Christoph Pohl (vorne rechts) mit Herrenchor sowie Andreas Bauer Kanabas (König Marke; am rechten Bildrand)

Von Anfang an war die musikalische Spannung dieser „Handlung in drei Aufzügen“ präsent. Noch während des Vorspiels, das zunächst „langsam und schmachtend“  beginnt, öffnet sich der Vorhang. Ein komplett weißer Raum mit mehreren Türen, mit Neonröhren – Symbol für Licht – präsentiert sich…

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I Puritani an der Deutschen Oper am Rhein. Inszenierung: Rolando Villazón

2020, Januar 5.

Eine Sternstunde und eine Enttäuschung gleichermaßen

von Simone Hamm

Adela Zaharia (Elvira). Dahinter: Jorge Espino (Riccardo), Bogdan Taloş (Giorgio), Ioan Hotea (Arturo). Chor der Deutschen Oper am Rhein. Foto: Hans Jörg Michel

Bis vor wenigen Jahren hat hat Bellinis „I Puritani“ selten auf dem Spielplan deutscher Opernhäuser gestanden. Man führte lieber „Norma“ mit der berühmten „Casta Diva“ Arie auf. Derzeit aber wird „I Puritani“ regelrecht wiederentdeckt.

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Auf Wiedersehen im neuen Jahrzehnt!

2019, Dezember 31.

2020 – Der Vorhang zu und alle Fragen offen …

Foto: Petra Kammann

„Pénélope“ von Gabriel Fauré in der Oper Frankfurt

2019, Dezember 6.

Männlich auftretend, aber sehr zerbrechlich

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Das Poème Lyrique in drei Akten von Gabriel Fauré, das am 1. Dezember seine Erstaufführung in Frankfurt hatte, ist der Ehefrau des Helden Odysseus, Pénélope, gewidmet.

Paula Murrihy (Pénélope; im Anzug vorne sitzend) sowie Dienerinnen und Freier

Das Publikum war durchweg sehr angetan von dieser musikalischen Neuentdeckung bzw, Wiederentdeckung der Oper, den vorzüglich Handelnden auf der Bühne wie auch im Orchestergraben. Das Werk geriet, obwohl nach der Uraufführung 1913 in Monte Carlo und kurz darauf in Paris enthusiastisch gefeiert und von Kritikern gelobt, bald in Vergessenheit…

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