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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Musik

Frei improvisierte Musik im kühlen Kirchenraum mit dem Jazz-Musiker Christof Lauer

2026, Juli 16.

Meditative Klänge und ein prägnant miteinander verzahntes Spiel

Der Saxofonist Christof Lauer hat sich mit seiner virtuosen Technik und expressiven Spielweise einen Spitzenplatz in der Jazz-Welt erspielt. Er „ist ein phänomenaler Stilist, ein Klangmaler ohne Grenze und Rand, aber doch immer auch ein Ästhet, der sein Instrument achtet, nie in Gefahr gerät, es zu verschlingen oder auszuquetschen“, sagt der renommierte  Musikkritiker  und Jazzautor Wolfgang Sandner über ihn. Und die Frankfurter haben nun das Glück, Christof Lauer in diesem Sommer einmal im Monat in der Alten Nicolaikirche auf dem Römerberg live zu erleben…

Der Saxofonist Christof Lauer, Foto: Norbert Gutier

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Mutiges Förderprojekt Existentia, unterstützt vom International Women’s Club (IWC) Frankfurt – „To be or not to be „

2026, Juli 10.

Brücken von den Ufern des Main in die Ukraine

Von Petra Kammann

Alle Jahre wieder schreiben sich die Frauen aus mehr als 50 verschiedenen Nationen des IWC Frankfurt ein kulturelles oder ein karitatives Spendenprojekt auf die Fahnen. In diesem Jahr galt es der Initiative Existentia e.V., die Menschen in der Ukraine hilft, die sich in existentieller Not befinden. Gründerinnen des Vereins sind Ulrike von Waitz sowie die polnische Filmemacherin Elwira Niewiera, die den hochgelobten und prämierten Film „Das Hamletsyndrom“ gedreht hatte, einen Film über junge Menschen, die seit 2014 mit den Schrecken des Krieges im Donbas und den damit verbundenen schweren Traumata leben. Existentia e.V. begleitet betroffene Frauen therapeutisch, juristisch, menschlich – und auch vor Gerichten, in Gesellschaft und Politik…

v.l.n.r: IWC-Präsidentin Yun Kruse, Filmemacherin Elwira Niewiera und Ulrike von Waitz erläutern das Förderprojekt, Foto: Petra Kammann

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Pina Bausch revisited: „Nelken“ und „Sweet Mambo“in Wuppertal

2026, Juni 30.

Immer noch anrührend. Immer noch großartig.

Von Simone Hamm

Behutsam schreiten die Tänzer durch ein Meer aus Nelken, darauf bedacht, keine Blume zu zertreten. Am Ende des Abends werden die 8000 Nelken niedergetrampelt sein. Peter Pabst hat viele wunderbare Bühnenbilder geschaffen. Das für „Nelken“ ist sein berühmtestes.

Das Wuppertaler Ensemble in „Nelken“, einem  Stück von Pina Bausch. Foto: Laszlo Szito

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Manouche-Jazz über den Dächern der Stadt beim Düsseldorfer Schumannfest

2026, Juni 29.

Heimat – eine Erinnerung, ein Klang, der uns vereint?

Von Angelika Campbell

Was bitte war da los beim Skyline Konzert IV Ende Juni, das im Düsseldorfer Hochhaus Forty Four sein Publikum von den Sitzen riss? Reflexionen über einen der zahlreichen Höhepunkte des Schumannfests 2026, bei dem der österreichische Violinist Benjamin Schmid und sein Jazz Quartett auftraten – virtuos, hochprofessionell, cool und gut gelaunt.

Skyline Konzert IV im Hochhaus Fourty Four mit herrlichem Blick auf die Stadt,  Foto: Voßhenrich/Schumannfest 

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Tschechien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse  (7.-11. Oktober 2026) mit Literatur und tschechischer Kultur

2026, Juni 16.

„Tschechien: ein Land an der Küste“– „Böhmen liegt am Meer“

Von Petra Kammann

Böhmen, vor allem aber auch Mitteleuropa, wird in Frankfurt mit Tschechien, dem diesjährigen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, zu Gast sein. Das umfangreiche Programm wurde diesmal in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt präsentiert. Allein 75 Autor:innen werden unter dem Motto „Tschechien: ein Land an der Küste“ auf der Messe, aber auch an anderen Orten präsent sein. Martin Krafl, Direktor des Tschechischen Literaturzentrums und Programmdirektor von CZECHIA 2026, stellte das vielversprechende Kulturprogramm ebenso vor wie auch das Pavillon-Design unter dem Motto „An den Grenzen der Vorstellungskraft“ (Architektenbüro JinJan). Und die Autorin Dora Kaprálová  gab einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Tschechien literarisch zu bieten hat.

Das Tschechische Team: v.l.n.r. Jindřich Ráftl, Jiři Mašek, Martin Krafl, Dora Kaprálová, Tomáš Kubícek, Jana Hájková, Jan Tůma, Foto: Sabine Felber/Literaturtest

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Clara und Robert Schumann: eine Liebe in Briefen und Musik

2026, Juni 2.

Ein Klavierabend mit Lesung überzeugte in der Villa Bonn als neues ‚Format‘

Vom Uwe Kammann

Kann man sich das heute vorstellen? Gut 20.000 Briefe haben Robert und Clara Schumann geschrieben, viele davon natürlich auch mit ganz professionellen Adressen im verzweigten europäischen Musikleben. Die schönsten allerdings, die haben sie sich gegenseitig geschickt, in einem, auch für heutige Mail-Zeiten geradezu atemberaubenden Rhythmus. Doch den Antrieb und den Grund dürften auch heutige Zeitgenossen verstehen: Es waren Liebesbriefe, Zeugnisse des Naheseins auch in der Ferne, innige schriftliche Annäherungen in einer Phase, die so intensiv wie aufregend war wie sonst keine im Leben des Paares, das für Romantik in der Musik steht wie sonst wohl kein zweites in Deutschland.

Wechselspiel zwischen der Pianistin Catalina Butcaru und der Sprecherin Nora Solcher, Foto: Petra Kammann

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Clara Schumann Pianosalon – „Stimme aus der Ferne“

2026, Mai 26.

Clara und Robert Schumanns junge Liebe

Ein besonderer Klavierabend mit Lesung 

Die Robert und Clara Schumann Gesellschaft Frankfurt lädt im Rahmen ihres Clara Schumann Pianosalons zu einem besonderen Klavierabend mit Lesung am 28. Mai 2026 um 19.00 Uhr in die Villa Bonn, Siesmayerstraße 12, 60323 Frankfurt am Main ein. Der Titel der Veranstaltung lautet: „Stimme aus der Ferne – Clara und Robert Schumanns intensive junge Liebe“. Die Schauspielerin und Regisseurin Nora Solcher wird aus dem Briefwechsel zwischen Robert und Clara Schumann aus dem Jahre 1838 lesen, als die 18-jährige Clara Wieck mehrere Wochen in Wien weilte und Konzerte gab, sowie weitere aus dem Jahre 1840, dem Jahr der Hochzeit zwischen Robert und Clara Schumann. Hierzu spielt die in Rumänien geborene Catalina Butcaru Werke von Robert und Clara Schumann.

Clara und Robert Schumann um 1842, Abb.: Robert Schumann Gesellschaft Frankfurt

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Kammerkonzert bei arteMusica mit Deva Mira Speran dio (Piano) & Yunyu Zhou (Viola)

2026, Mai 16.

Musikalische Exzellenz-Förderung und ein spannendes Konzert

Die arteMusica-Stiftung unterstützt herausragend begabte junge Musiker auf ihrem Weg zu einer internationalen Karriere. Die sorgfältig ausgewählten Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten werden intensiv gefördert – durch Stipendien, Konzertauftritte und persönliche Beratung. Am 30. Mai präsentiert arteMusica zwei außergewöhnliche junge Musikerinnen: die chinesische Bratschistin Xunyu Zhou und die spanische Pianistin Deva Mira Sperandio. Am Samstag, dem 30. Mai spielen sie in einem Kammerkonzert in der Festeburgkirche Werke von Albéniz, Bridge, Enescu, Hindemith und Prokofjew.

Die Pianistin Deva Mira Sperandi und die Bratschistin Xunyu Zho , Foto: arteMusica-Stiftung

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Zero-Museales beim 8. Sinfoniekonzert des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters

2026, Mai 1.

Unerhört: eine ungewöhnliche Kombination von Schlagzeug-Virtuosität und Mahler-Emotionen

Von Uwe Kammann

Ob es manche der treuen Besucher der Montagskonzerte des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters verschreckt hatte, vor dem Namen Gustav Mahlers und der Ankündigung seiner Fünften Sinfonie das Werk eines ungarischen Komponisten zu hören, der mit Altbekannten eher wenig bis gar nichts zu tun hat? Denn tatsächlich ist Peter Eötvös nur den Eingeweihten und den Kennern neuerer Musik vertraut. So blieben im ersten Teil des Konzerts eine Reihe von Sesseln in der Alten Oper unbesetzt, die dann nach der Pause alle belegt waren – Mahlers Fünfte ist einfach ein Zugpferd, nicht zuletzt, weil dessen Adagietto zu den Musikklassikern gehört, die ein ewiges Filmleben feiern. Und wer kennt es nicht, dieses psychoschmeichelnde Stück, das in Viscontis Verfilmung von Thomas Manns „Tod in Venedig“ den Seelenschmerz des einer Knabenliebe verfallenen Schriftstellers verbrämt und in die die süßesten Zonen der Todesnähe führt?

Der Schlagzeuger Alexej Gerassimez, Foto: Nikolaj Lund

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„Armenian Soul“ mit dem hr-Sinfonieorchester und dem virtuosen Geiger Sergey Khachatryan unter der Leitung von Alain Altinoglu in der Alten Oper

2026, April 18.

Starke Musik mit komplexen Rhythmen, horrender Klangkraft und lyrisch-leisesten Tönen

Von Petra Kammann

Die Familie von Alain Altinoglu, dem 1975 in Paris geborenen Chefdirigenten des hr-Sinfonieorchesters, stammt aus dem vielgestaltigen Armenien, was ihn mit dem 10 Jahre jüngeren, in Frankfurt aufgewachsenen und aus Eriwan stammenden virtuosen Geiger Sergey Khachatryan verbindet, so dass aus dem Dialog der beiden der Programmakzent „Armenian Soul“ entstand. In der Alten Oper wurde Aram Khatchaturians Adagio aus „Spartacus und Phrygia“ und dessen Violinkonzert in d-Moll präsentiert. Nach der Pause folgte das 1913 in Paris uraufgeführte revolutionäre Ballett „Sacre du printemps“ von Igor Strawinky. Und zum Schluss noch ein kammermusikalisches Nach(t)konzert mit Alain Altinoglu als Solist am Klavier und  Sergey Khachatryan an der Geige. Das Duo spielte armenische Kompositionen von Komitas Vardapet und Aram Chatschaturjans Säbeltanz – aus dem Ballett „Gayaneh“. Ein atemberaubender Konzertabend.

hr-Sinfoniekonzert „Sacre du printemps“ am 16.04.2026 Foto: © hr/Sebastian Reimold 

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