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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Musik

„Tamerlano“ von Georg Friedrich Händel im Bockenheimer Depot

2019, November 16.

Ein verrückter Tyrann – spät einsichtig

von Renate Feyerbacher

Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Das „Dramma per Musica“ in drei Akten von Georg Friedrich Händel (1685-1759), das 1724 in London uraufgeführt wurde, hat historische Bezüge. Der osmanische Sultan Bayezid griff das Reich des mongolischen Herrschers Timur Lenk – Tamerlan genannt – an. Der bis dahin erfolgreiche Osmane verlor jedoch 1402 die Schlacht bei Ankara und geriet in Gefangenschaft, wo er starb, ob durch Suizid ist fraglich. Timur soll Bayezid in einen Käfig geperrt und ihn während der Mahlzeiten wie ein Hund unter der Tafel gehalten haben.


v.l.n.r. Brennan Hall (Andronico), Elizabeth Reiter (Asteria) und Liviu Holender (Leone) sowie Frankfurter Opern- und Museumsorchester

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Musikalische Matinee mit Jean Muller im Gästehaus der Frankfurter Goethe-Universität

2019, November 16.

Von Friedrich dem Großen über Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart zu Ludwig van Beethoven

Von Erhard Metz

Zum dritten Mal konnte ein musikaffines Publikum Ende Oktober 2019 eine musikalische Matinee im Gästehaus Villa Cahn der Frankfurter Goethe-Universität erleben – dieses Mal mit dem international gefeierten Konzertpianisten Professor Jean Muller, eine Veranstaltung wiederum in Zusammenarbeit der Konzertpianistin, Musikcoachin und Konzertorganisatorin Viviane Goergen und Professor Jürgen Bereiter-Hahn, Vorsitzender des Stiftungsrates der „Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Johann Wolfgang Goethe-Universität“.

Gelungene Kooperation: Viviane Goergen und Professor Jürgen Bereiter-Hahn, Fotos: Erhard Metz

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Emil Mangelsdorff und Corinna Danzer: eine Jazz-Beziehung

2019, November 12.

Zum 202. Mal ein Konzert der Jazz-Legende im Holzhausenschlösschen

Von Uwe Kammann

v.l.n.r.: Bob Degen, Emil Mangelsdorff, Jean-Philippe Wadle, Corinna Danzer, Axel Pape, Fotos: Petra Kammann

Und wieder: one two, one two three … Und wieder, das heißt: Zum nun unglaublichen 202. Mal leitet diese kleine Formel mit dem kaum intonierten four zum ersten Takt, mit klarer Geste gegeben von einem, der nun schon weit im neunten Lebensjahrzehnt steht – Emil Mangelsdorff. Eine Frankfurter Jazzlegende, hochdekoriert von der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen über die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt bis zum Bundesverdienstkreuz. Eigentlich könnte er sich darauf ausruhen, voller Stolz, voller Genugtuung darüber, dass er schon in den Nachkriegsjahren zu den Pionieren des deutschen Jazz gehörte und seither die Entwicklung immer wieder vorangetrieben hat, nie als radikaler Rebell, sondern auch mit liebevollem Respekt vor Traditionslinien.

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Evolution: Höhepunkt der Ruhrtriennale 2019 mit György Ligetis Requiem

2019, Oktober 3.

Am Wochenende endete die Ruhrtriennale mit einem Fest in der Bochumer Jahrrhunderthalle.

Die Jahrhunderthalle war wenige Tage zuvor Spielstätte der mit Abstand besten Inszenierung der diesjährigen Ruhrtriennale gewesen: der Inszenierung von György Ligetis Requiem.

Von Simone Hamm

v.l.n.r. Virpi Räisänen, Yeree Suh, Foto: Heinrich Brinkmöller-Becker/Ruhrtriennale 2019

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Türen öffnen mit Musik – Salonkonzerte der Frankfurter Museumsgesellschaft  

2019, September 16.

„Jedes Konzert ist Handarbeit“

Von Petra Kammann

Das Feuerbach-Quartett ist in der EZB zu hören

Eigentlich hat die Hausmusik in Deutschland Tradition. Wurde die weltliche Musik ursprünglich fast nur bei Hofe gepflegt, war es dann umso bahnbrechender, als sich im 19. Jahrhundert die Türen der europäischen Bürgerhäuser öffneten, um dort im Rahmen der Familie oder unter Freunden zu musizieren. Vor allem bei den Töchtern aus dem gehobenen Bürgertum gehörte das zur Selbstverständlichkeit einer guten Erziehung. Im beginnenden 20. Jahrhundert musizierte man dann vor allem im Kreise der Musikfreunde. Bedingt durch technisch immer besser werdende Plattenaufnahmen und CDs, sind die Ansprüche an Perfektion gestiegen und damit das gemeinsame Musizieren dann in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zunehmend zurückgegangen, klang die Musik von der Platte doch viel „professionneller“. Zweifellos hatten echte Musikprofis eben doch viel weniger mit der Technik zu kämpfen als musikalische Laien. So konnte man als dilettierender Musikliebhaber nur schlecht konkurrieren. Und doch blieb die Erinnerung an die unnachahmliche Atmosphäre, die entsteht, wenn man Musik in Gesellschaft und ganz unmittelbar in privaten Räumen erlebt, lebendig…

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Mit dem Bau des Reinhard Ernst-Museums wird’s ernst

2019, September 11.

Ein Glücksfall für Wiesbaden und der Traum des Sammlers wird wahr

Von Hans-Bernd Heier

Im Festzelt herrschte eitel Sonnenschein: Anlässlich des Baubeginns des Ernst-Museums hatte die Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu einer großen Feier eingeladen. Die Planierung des an der Wilhelmstraße 1 gelegenen Geländes bedeutet einen weiteren Schritt zur Realisierung des Traums des Sammlers und Mäzens und für Wiesbaden nach dem großherzigen Geschenk der hochkarätigen Jugendstilsammlung des ehemaligen Kunsthändlers Ferdinand Wolfgang Neess einen weiteren Glücksfall.

Entwurf des Museums Reinhard Ernst; © Fumihiko Maki

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Frisch und frech wie eh und jeh – 25 Jahre Kammeroper Frankurt

2019, August 11.

„ Der verkehrte Braut“ von Rossini

 von Renate Feyerbacher (Text und Fotos)

Ralf Simon mit Rainer Pudenz, Gründer, Leiter, Regisseur der Kammeroper Frankfurt

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Roma-Sinti Gedenktag in Auschwitz am 2. August 2019

2019, August 1.

„Auschwitz-Requiem“ des Sinto-Komponisten Roger ‚Moreno‘ Rathgeb

Konzert des Philharmonischen Vereins der Sinti und Roma unter Leitung von Riccardo M Sahiti in Krakau

Text und Fotos

von Renate Feyerbacher

 Riccardo Sahiti 29.9.2018 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt

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Der 26. Rheingau Musik Preis 2019 an Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

2019, Juli 23.

Ein denkwürdiger Robert Schumann-Abend: Poetisch, leidenschaftlich – sein Innerstes offen legend

Im Wiesbadener Kurhaus wurden am 12.Juli Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit dem Rheingau Musik Preis 2019 ausgezeichnet.

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

Die Preisträger: Vertreter der Deutschen Bremer Philharmonie, Staatsekretärin Ayse Asar, Paavo Järvi, Michael Herrmann, Mitte hinten: Dr. Heinz-Dieter Sommer (hr)

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Anna Stepanova und Yukiko Ikeda in der Camaleo Art Lounge

2019, Juni 9.

Von Erhard Metz

So manches blüht im noch Verborgenen – so etwa schrieben wir vor bald einem Jahr über die im Mai 2018 in Frankfurt-Sachsenhausen von Thomas Küper gegründete Camaleo Art Lounge. Das kleine, feine private Kulturzentrum in der Mörfelder Landstraße 103 ist inzwischen den Kinderschuhen entwachsen und hat sich im Kreis vieler Freunde und Bekannten etabliert. Musikalische Darbietungen und Konzerte, kabarettistische Veranstaltungen und Lesungen, Ausstellungen von Gemälden und Keramiken finden dort statt, auch offene „Klimper-Abende“, an denen das Publikum eigene musikalische Beiträge einbringen kann. Und mit den Konzerten und Ausstellungen verbindet sich ein wunderbarer und unterstützenswürdiger Zweck: die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler!

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