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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Film

Freiluftkino Frankfurt

2021, Juli 19.

Freiluftkino Frankfurt noch bis 1. August 

Das Alte Polizeipräsidium zwischen Hauptbahnhof und Messegelände steht seit 2002 weitgehend leer. Beinahe 20 Jahre lang hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Spuren, die auf unsichtbare Weise eine Off-Location erschaffen haben, deren roughness dem FREILUFTKINO FRANKFURT einen Charme verleiht, für den das Open-Air-Kino über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Prädestiniert also für einen Kino-Besuch der ganz besonderen Art, denn kaum ein Frankfurter kennt diesen Ort, der jetzt noch die Geschichte der Stadt atmet, doch schon bald der Zukunft weichen wird.

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Kino auf Distanz. Das 21. Festival des mittel- und osteuropäischen Films goEast

2021, April 20.

Filme, die (eigentlich) auf die große Leinwand gehören

Von Renate Feyerbacher

Es ist nun schon das zweite Mal, dass goEast, das Festival des mittel- und osteuropäischen Films, zum Kino auf Distanz wird. Die lebendigen Rituale des Eröffnungsabends sowie der Preisverleihung im prächtigen Wiesbadener Filmtheater Caligari fallen aus. Der direkte Kontakt mit den Filmschaffenden und die Feiern danach fallen weg. Begegnungen und Gespräche fehlen. Früher wurden etwa 12.00 Gäste und Fachpersonal erwartet.

Plakat des diesjährigen goEast-Festivals ©goEast 

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Hut ab – Kopf an! Zeitzeugen, Gespräche und Werke zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys

2021, April 6.

open call

Nur wenigen Zeitgenossen ist es gelungen, so nachhaltig einen Platz in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts einzunehmen wie Joseph Beuys. Wenn sich am 12. Mai diesen Jahres der Geburtstag des Künstlers Joseph Beuys zum 100. Mal jährt, werden sich etliche kulturbeflissene Personen, Künstler*innen, Museen, Institutionen usw. an den Mann mit dem Filzhut und der Anglerweste erinnern. Wir rufen auf, zum 12. Mai 2021 eigene Gedanken oder Werke auf den Einfluss von Beuys zu überprüfen nach dem Motto: Was habe ich mit Beuys zu schaffen? Eine Veranstaltung des Kunstvereins EULENGASSE Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit FeuilletonFrankfurt und dem Filmforum Höchst. 

Immer mit Hut –  das Markenzeichen von Joseph Beuys; Foto: Inge Sauer 

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Ausstellungspreis AUSGEZEICHNET AUSGESTELLT 2020 der Dr. Marschner Stiftung für den Frankfurter Kunstverein

2021, März 7.

Zum Weltfrauentag:

Preis für hevorragend kuratorische Leistung an Franziska Nori  

Die dynamische und zukunftsorientierte Direktorin des Frankfurter Kunstvereins Franziska Nori, außerdem Kuratorin der Ausstellung „Jeremy Shaw – Phase Shifting Index”, ist für das von COVID-19 geprägte Jahr 2020 mit dem Preis AUSGEZEICHNET AUSGESTELLT 2020 der Dr. Marschner Stiftung gewürdigt worden. Pünktlich am  8. März  11 Uhr wird die von ihr kuratierte Ausstellung, die sich über das gesamte Gebäude erstreckt, wieder für das Publikum geöffnet sein. Stellvertretend für FeuilletonFrankfurt gratuliert Petra Kammann der ideenreichen Ausstellungsmacherin.

Prof. Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins und Kuratorin der Ausstellung „Jeremy Shaw – Phase Shifting Index“;
Alle Fotos: Petra Kammann 

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Frankfurter Kultur im Zweiten Lockdown

2020, November 8.

Safe im Museum wie auch im Konzertsaal

Von Petra Kammann

Die erneute Schließung von Kultureinrichtungen bis Ende November ist ein harter Schlag für die Kulturszene. Grund eines Treffens zwischen der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig, Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum, und Sarah Kortmann, Regisseurin, Schauspielerin und Vorstandsmitglied des Vereins Paradiesvogel sowie Bernd Loebe, Intendant der Oper. Sie nahmen gemeinsam Stellung zur Situation der Frankfurter Kultur im zweiten Lockdown.

Derzeit ein stiller Echoraum – die Alte Oper. Im November gibt es weder Konzerte noch Kongresse, noch Einnahmen; Alle Fotos: Petra Kammann

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100. Geburtstag 2020 von Marcel Reich-Ranicki: Erinnerung an einen großen Abend in Köln

2020, Juni 2.

Das Leben, die Literatur und der Film

Berührende Filmpremiere der Verfilmung der Autobiographie von Marcel Reich-Ranicki, „Mein Leben“, im Kölner Cinenova 2009.

von Petra Kammann
(damals …IN RHEINKULTUR)

Und am Ende ein kleiner Nachtrag über ein Gespräch zwischen der Literaturkritikerin Ina Hartwig und Salomon Korn, langjähriger Freund und Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum, über Literaturkritik allgemein und über den Literaturkritiker Reich-Ranicki im besonderen

 

Hier der der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki 2009 bei der Premiere mit Matthias Schweighöfer, der ihn als jungen Mann und Katharina Schüttler, die seine Frau Tosia spielt, Foto: Petra Kammann

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Hilfen des Landes Hessen für den Neustart von Kunst und Kultur in Corona-Krise

2020, Mai 11.

Hessens dynamischer Rettungsschirm für die Kultur

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) stellte am 11. Mai in der Staatskanzlei ein in drei Phasen abgestuftes Hilfs-Kulturpaket für den Neustart von Kunst und Kultur in der Corona-Krise vor. Dieses soll den hessischen Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen helfen, die noch geltenden Einschränkungen zu überstehen, den Einnahmeausfall zu verkraften und den Neubeginn zu schultern. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten finanzielle Unterstützung ebenso wie freie Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Spielstätten. Außerdem werden Künstlerinnen und Künstler mit innovativen Ansätzen beim Neustart gefördert. Insgesamt stellt das Land für dieses Förderprogramm bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ein beachtliches Paket, findet Petra Kammann

Hessens Wissenschafts- und Kunst-Ministerin Angela Dorn (Grüne); Fotos: Petra Kammann

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Zum Tod von Suhrkamp-Cheflektor Raimund Fellinger

2020, April 27.

„Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte…“

Das Ende einer Suhrkamp-Geschichte in Frankfurt und Erinnerung an die Filmpräsentation des Handke-Films

Von Petra Kammann 

Die Filmemacherin Corinna Belz hatte den österreichischen Autor und inzwischen gekürten Nobelpreisträger Peter Handke 2016  anlässlich ihres Films über Peter Handke „Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte…“ in seinem Haus im französischen Clamart besucht, ihn befragt und gefilmt, um dem Kosmos seiner Texte, Sätze und Notate sowie seinen zahlreichen Polaroids nachzuspüren. Betreut hatte Handkes Texte, die in Deutschland beim Suhrkamp Verlag erschienen waren, über viele Jahre Raimund Fellinger. Fellinger hat seit vier Jahrzehnten, zuletzt als Cheflektor, das Suhrkamp-Profil geprägt. Jetzt ist er in Frankfurt gestorben… Ein kleiner Nachruf auf den loyalen Lektor.

Die Regisseurin Corinna Belz im Gespräch mit Suhrkamp-Cheflektor Raimund Fellinger bei der Präsentation des Handke-Films im November 2016, Foto: Petra Kammann

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Berlinale 2020 – Nachlese

2020, April 17.

Die 70. BERLINALE: Wie immer und doch einiges neu 

von Renate Feyerbacher

Friedrichstadtpalast Foto: Renate Feyerbacher

Es gab im Vorfeld schon Diskussionen wegen des Vorsitzenden der Wettbewerb-Jury, den englischen Schauspieler Jeremy Irons, und wegen des Alfred Bauer-Preises. 25 Jahre lang hatte Alfred Bauer die Berlinale geleitet. Im Januar schrieb ein privater Filmhistoriker eine Mail an die ZEIT und legte Beweise vor, die Bauer als einflussreichen Nazi-Filmverantwortlichen brandmarkten. Irons wurde wegen seiner einst geäußerten verachtenden Aussagen gegenüber Frauen und Homosexuellen kritisiert. Außerdem hatte Corona Berlin längst erreicht, doch nahm keiner das Virus ernst. Der Friedrichstadtpalast mit seinen 1.900 Zuschauerplätzen war fast immer  komplett besetzt. Dicht gedrängt standen die Besucher vor den Spielstätten. Es heißt, 300 000 Karten seien verkauft worden, 20 000 mehr als im letzten Jahr…

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Die Bibel der Armen, für Reiche und für Alle

2020, April 2.

Lasst Bilder sprechen im Buch der Bücher

Von Petra Kammann

„Bleib in Gottes Wort, bleib gesund, bleib zuhause“. So heißt es oft in dieser schwierigen Corona-Zeit. Wer Angst vor dem Virus hat, der kann sich von einem 7-Tages-Leseplan ermutigen lassen, in dem er die Quelle der Bibel stückweise (wieder) entdeckt. Die sogenannte Wiedmann-Bibel illustriert nämlich das komplette Alte und Neue Testament in 3.333 aufeinanderfolgenden handgemalten Bildern auf 19 Leporello-Büchern mit einer Gesamtlänge von 1,17 km. Benannt wurde die Bibel nach dem Stuttgarter Künstler Willy Wiedmann (1929-2013), der 16 Jahre an dem Werk gearbeitet hat, das Bilder sprechen lässt. Wurden im Mittelalter mit der ,Biblia Pauperum‘ in der Kirche die Menschen mit illustrierten Szenen an den Wänden der Kirche angesprochen, die nicht des Lesens und Schreibens mächtig waren, so spricht die visuelle Interpretation der Wiedmann-Bibel heute Menschen in der ganzen Welt an. Mit der ästhetischen Vermittlung der Bibel war der Künstler seiner Zeit weit voraus.



Gemalte Streifen aus der Wiedmann-Bibel: das Paradies mit Adam und Eva, die Arche Noah und der Kreuzweg

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