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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Film

Das hr-Sinfonieorchester in der kommenden Konzertsaison 26/27

2026, April 15.

Deutsche Mythologie und französische Klangfantasien im Programm von Altinoglu

Eine Spielzeit voller Entdeckungen und Emotionen mit Gustav Mahler in monumentalen Klangdimensionen, mit berührenden Beethoven-Momenten zu dessen 200. Todestag 2027, mit opulenten französischen Farben wird das hr-Sinfonieorchester Frankfurt in der Konzertsaison 2026/27 unter Chefdirigent Alain Altinoglu sowie mit dem virtuosen „Artist in Residence“ Kirill Gerstein bieten. Außerdem ist es wieder im Wiener Musikverein zu Gast, in der Hamburger Elbphilharmonie, beim Musikfest Bremen und beim Festival International de Colmar. Ferner gibt es Gastspiele in Linz und Ludwigsburg und es wird wieder auf Asien-Tournee durch Korea und China unterwegs sein…

Alain Altinoglu, Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, Foto: Petra Kammann

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“Der glasklare Blick der Hanna Laura Klar” – Schwerpunkt-Wochenende im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

2026, März 29.

Eröffnungsrede von Christine Kopf, Künstlerische Direktorin des DFF 

Das DFF erinnerte vom 20. bis 22.3.2026 mit einem Schwerpunkt-Wochenende an die 2025 in Frankfurt gestorbene Dokumentarfilm-Regisseurin, Produzentin, Autorin und Dozentin Hanna Laura Klar, die sich in ihren Filmen auf ruhige, einfühlsame Art außergewöhnlichen Persönlichkeiten angenähert hat. Die Retrospektive schloss ab mit dem Film „Ich friere auch im Sommer“. Die zwei Leben der Alexandra Kluge. Darin zeigt Klar die beiden Leben dieser außergewöhnlichen Frau und Freundin Alexandra Kluge, die als Schauspielerin in den Filmen ihres Bruders Alexander Kluge ebenso charismatisch war wie als Ärztin Karen Steinborn. Hanna Laura Klar lässt darin nicht nur zahlreiche Zeitgenossen und u.a. deren Sohn Andro Steinborn zu Wort kommen, sondern ausgiebig und persönlich auch den gerade verstorbenen Bruder Alexander Kluge. In der folgenden Rede vermittelte DFF-Direktorin Christine Kopf das empathische und experimentelle Filmschaffen von Hanna Laura Klar.

In ihrer Rede erinnert Christine Kopf, künstlerische Direktorin des DFF, an den Lebensweg und die Filme der verstorbenen Regisseurin Hanna Laura Klar, Foto: Petra Kammann

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Der Magier in der Medienmanege: multivirtuos

2026, März 28.

Zum Tod des Filmemachers und Autors Alexander Kluge (1932 – 2026)

Von Uwe Kammann

Das offizielle Frankfurt flicht Alexander Kluge in Nachrufen Kränze. Natürlich, Frankfurt spielt im Leben dieses (letzten?) Universal-Gelehrten (besser: -Denkers) eine bedeutende Rolle. Hier studierte er (neben Freiburg und Marburg) eine für ihn typische Kombination von Rechtswissenschaft, Geschichte und Kirchenmusik, hier war er Adorno-Adept, hier lebte seine Schwester und Schauspielerin Alexandra, auch er selbst war zeitweilig in der Mendelssohnstraße Frankfurt-Bewohner. Hier sprach er später an der Universität gelehrt über Poetik und Narrationen, hier fixierte er Filmbilder über den baggerwütigen Wandel im Westend, hier leistete er sein juristisches Referendariat ab, beim das Denken so befügelnden Institut für Sozialforschung.

Alexander Kluge 2010 im Grimme-Institut, Foto: Petra Kammann

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Wim Wenders – Mit Brille immer in der ersten Reihe – Von der Kurzsichtigkeit zum Weitblick

2026, März 14.

Befreiende Fluchtbewegungen in bewegten und bewegenden Bildern und Tönen

Von Petra Kammann

Bekannt wurde Wim Wenders vor allem durch Filme und Roadmovies wie „Im Lauf der Zeit“, „Der amerikanische Freund“, „Paris Texas“, „Der Himmel über Berlin“, „Pina“, ein 3 D-Film, oder „Das Salz der Erde“, ein Porträt des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, und zuletzt „Perfect days“, die Geschichte des Tokyoter Toilettenreinigers. Umfassend und mit Requisiten aller Art ist das Gesamtwerk des multimedialen Filmemachers, Künstlers, Musikafficionados und Erzählers im Frankfurter Filmmuseum (DFF) in der Ausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit“ zu entdecken. Inspirierend aber auch seine Music-Lectures unter dem Titel „Driven by Music“ in der Alten Oper, wo man Hintergründiges über Wenders‘ Liebe zur Musik, seine Freundschaft mit Musikern, zum Soundtrack seines Lebens, zur eigenen Sammlung von Musikträgern erfuhr. Begleitet wurden seine Erinnerungen durch besondere Filmvorführungen wie u.a. „Die Gebrüder Skladanowsky“(1995), einem Stummfilm mit Dialogen, musikalisch begleitet von Laurent Petitgand.

Wim Wenders in der Ausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit“ im  DFF in Frankfurt, Foto: Petra Kammann

Jarmuschs „Father Mother Sister Brother“ kommt in die Kinos

2026, Februar 26.

Familienbande

Von Corinne Elsesser

Mit der Wahl seiner Drehorte umspannt der amerikanische Kultregisseur Jim Jarmusch in seinem neuen Film die halbe Welt. Und mit dem für ihn eher ungewöhnlichen Thema Familie bringt er Dinge auf den Punkt, die uns mehr oder weniger alle betreffen. Der alte Vater, der seinen Kindern etwas vorspielt, Gespräche mit inzwischen erwachsenen Kindern, die nur schleppend vorankommen, kaum hat man sich noch etwas zu sagen.

Filmstill aus „Father Mother Sister Brother“ , Verleih: Weltkino.de

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Das Schicksalsjahr 1938 für die Komponisten – 6. Sinfoniekonzert des Frankfurter Opern- und Museumsorchester

2026, Februar 11.

Rasanz und Doppelbödigkeit

Mit Thomas Guggeis am Pult und Elias David Moncados Debüt als Solist

Von Petra Kammann

Unter der Leitung des Chefdirigenten Thomas Guggeis waren im Rahmen der Museumskonzerte drei packende, wachrüttelnde Werke in der Alten Oper Frankfurt zu hören, die um das Jahr 1938 herum entstanden sind: die Sinfonie Nr. 2 der französischen Widerstandskämpferin Elsa Barraine, das Violinkonzert des Oscar-prämierten Hollywood-Filmkomponisten Erich Wolfgang Korngold, in dem der junge Geiger Elias David Moncado, Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Student an der Kronberg Academy, ein brillantes Debüt als Solist bei den Museumskonzerten gab. Nach der Pause folgte die fünfte so populäre wie brisante 5. Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch, die 1927 zur Zeit des stalinistischen Terrors entstand, nachdem der Komponist gedemütigt worden war.

Thomas Guggeis dirigierte im 6. Sinfoniekonzert der Museumskonzerte Werke von Barraine, Korngold und Schostakowitsch (Foto: Simon Pauly)

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Die Verfilmung des Romans „L’Etranger“ von Albert Camus kommt Anfang des Jahres in die Kinos

2025, Dezember 30.

Nach Visconti nun François Ozons filmische Interpretation

Von Corinne Elsesser

„J’ai tué un Arabe“, sagt Meursault, als er in die Sammelzelle des Gefängnisses von Algier geworfen wird und konfrontiert damit, sachlich und kühl, auf den älteren – algerischen – Strafgefangenen, der ihn fragte, antwortet, warum er hier sei. Es sind die Schlüsselworte eines der großen Romane des Existentialismus.

https://www.forumdesimages.fr/avant-premiere-positif-letranger-de-francois-ozon

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25. Französische Filmwoche in Frankfurt: Enzo – Coming out of Age eines Teenagers der anderen Art

2025, November 23.

Ein besonderer Filmabend im Cinéma in Anwesenheit des Regisseurs Robin Campillo

Ein Gastbeitrag von Muriel Scheid

Gemeinsam mit Evelyne Freitag moderierte Muriel Scheid – beide von der Deutsch-Französischen-Gesellschaft (DFG) – am 21.11.2025 das Filmgespräch mit dem Regisseur Robin Campillo. „ENZO“ ist ein französisch-italienisches Drama über einen heranwachsenden Jugendlichen aus der französischen Oberschicht. Enzo bricht die Schule ab und beginnt eine Maurerlehre. Es entstehen Konflikte nicht nur auf der Baustelle, sondern auch mit den Eltern, die Enzos Berufswunsch nicht akzeptieren.

Muriel Scheid (DFG) im Interview mit dem französisch-italienischen Filmregisseur Robin Campillo im Cinéma, Foto: Julia Scheid

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25. Französische Filmwoche in Frankfurt: Allons au cinéma !

2025, November 15.

Lass uns mal ins Kino gehen !

Vom 20. bis 26. November 2025 findet in diesem Jahr die 25. FRANZÖSISCHE FILMWOCHE im Arthouse-Kino Cinéma statt, erstmalig auch mit einem Kinderfilm am Nachmittag. Möglich wurde dies durch die gute Zusammenarbeit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt mit dem Institut Français Deutschland und der Kooperation mit Unifrance für die deutschlandweite Organisation sowie mit dem Institut Français Frankfurt für die lokale Umsetzung. Im Cinéma werden vor ihrem offiziellen Deutschlandstart alle acht ausgewählten, aktuellen und vielversprechendsten Filme des französischen und frankophonen Kinos Filme präsentiert: Natürlich im französischen Original, für die nicht frankophonen Filmliebhaber auch mit Untertiteln. Zusätzlich gibt es eine Vorpremiere mit einem besonderen Ehrengast: den 31-jährigen französisch-georgischen Regisseur Akaki Popkhadze

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 „Aufbruch in die Freiheit“: Filmveranstaltung im DFF mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema § 218 StGB

2025, November 5.

Wo und ab wann beginnt die Würde des Menschen?

Es war die dritte Folge eines dreiteiligen Veranstaltungmarathons zum 30-jährigen Jubiläums des Zontaclubs Frankfurt II Rhein Main mit Spendenaufruf für das Mädchenbüro Milena. Nach dem im DFF gezeigten berührenden Film „Aufbruch in die Freiheit“(2018) schloss sich eine Diskussion mit einem fachlich hochrangig besetzten Podium an: mit der Drehbuchautorin des Films Dr. Andrea Stoll, der Leiterin der ZDF-Redaktion Fernsehspiel I, Caroline von Senden, der Direktorin der Mainzer Klinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit Prof. Dr. Anette von Hasenburg sowie dem Strafrechtler der Goethe-Universität und Richter am OLG  Prof. Dr. Matthias Jahn, moderiert von der früheren hr2-Radiofrau Rosemarie Tuchelt.

Zu Gast im Filmmuseum: Präsidentin des Zontaclubs Frankfurt II – Rhein-Main Uta Friedlein und die künstlerische DFF-Direktorin Christine Kopf, Foto: Petra Kammann

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