home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstorte

Paulskirche – vom Paulus zum Saulus?

2020, November 25.

Bund, Land und Stadt wollen/sollen Demokratiegeschichte darstellen: doch wie?

Eine Debattenzusammenfasssung und ein Kommentar

von Uwe Kammann

Jetzt sollen zu Weihnachten in der Paulskirche auch Gottesdienste gefeiert werden – eine Corona-grundierte Rückkehr zur ältesten Bestimmung dieses Sandstein-Ovals, das zur Frankfurter DNA gehört wie der Römer und der Dom und aus neuen Zeiten der Messeturm und der Doppelturm der Europäischen Zentralbank. Doch am Wesen dieser städtischen Grundsubstanz unter dem Siegel deutscher Ur-Demokratie wird seit geraumer Zeit hin- und herüberlegt, ob es denn richtig und gut gestaltet ist, um auch in den kommenden Jahrzehnten den Gedanken des Aufbruchs, der Freiheit und der politischen Selbstbestimmung zu verkörpern. Kern der Frage-Debatte: Wie könnte, wie müsste sie aussehen, die Paulskirche der Zukunft?

Bei der Women-Aktion „Orange the world“ erstrahlte am 25. Oktober 2020 auch die Paulskirche in orange, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Frankfurter Kultur im Zweiten Lockdown

2020, November 8.

Safe im Museum wie auch im Konzertsaal

Von Petra Kammann

Die erneute Schließung von Kultureinrichtungen bis Ende November ist ein harter Schlag für die Kulturszene. Grund eines Treffens zwischen der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig, Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum, und Sarah Kortmann, Regisseurin, Schauspielerin und Vorstandsmitglied des Vereins Paradiesvogel sowie Bernd Loebe, Intendant der Oper. Sie nahmen gemeinsam Stellung zur Situation der Frankfurter Kultur im zweiten Lockdown.

Derzeit ein stiller Echoraum – die Alte Oper. Im November gibt es weder Konzerte noch Kongresse, noch Einnahmen; Alle Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen

Robert Schumann-Abend im Frankfurter Teehaus Chá Dào -China Tea & Art

2020, Oktober 27.

Zeit für Kammermusik: Leise, aphoristisch, heiter, introspektiv und voller Nachhall

Schumanns „Kinderszenen“ und „Waldszenen“ – Ein Gesprächskonzert mit der Privatdozentin und Musikwissenschaftlerin Ulrike Kienzle und der Pianistin und Professorin Angelika Nebel

Von Petra Kammann

Die Pianistin Prof. Angelika Nebel und Musikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Kienzle im Gespräch über Robert Schumann; Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen

Gelungene Verbindung von Einst und Jetzt: Das neue Jüdische Museum, so persönlich wie multiperspektivisch

2020, Oktober 8.

Ein erster Rundgang vor der Eröffnung des neuen Jüdischen Museums mit einem Besuch bei Mirjam Wenzel

Von Petra Kammann

An der Baustelle hinter dem Frankfurter Theater wird noch gewerkelt, aber die letzten Bauzäune fallen, denn am 21. Oktober 2020 eröffnet das neue Jüdische Museum, dessen markanter heller Bau, eine gelungene Kombination aus dem traditionellen Rothschild-Palais und dem zeitgenössischen Lichtbau von Staab Architekten, schon jetzt die Blicke magisch anzieht. Im Innern der Gebäude treffen wir dann auf die vielfältigen Exponate aus mehr als 800 Jahren jüdischer Geschichte in Frankfurt, aus dem Bereich der Zeremonialkultur, der Bildenden Kunst sowie der jeweiligen Familiengeschichten, nicht nur die der Bankiersfamilie Rothschild, der bürgerlichen Kaufmannsfamilie um Anne Frank oder der aus Osteuropa stammenden Familie des Autors Valentin Senger („Kaiserhofstraße 12“). Die umfangreiche Dokumenten- und Fotosammlung zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur in der Dauerausstellung wurde medial völlig neu aufbereitet.

Das Jüdische Museum – ein stimmig-elegantes Ensemble zweier Gebäudetrakte, des renovierten Rothschild-Palais und des neuen Lichtbaus von Staab Architekten, verbunden durch Ariel Schlesingers Skulptur „Untitled“ (2019); alle Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen

L’Esprit – Absolventenausstellung 2020 der Städelschule im Portikus (1)

2020, September 25.

Essenz aus fünf Jahren

Erste Einblicke von Petra Kammann

Die Absolventenausstellung der Städelschule bildet den formalen und künstlerischen Höhepunkt des gesamten Kunststudiums derjenigen, die auf Dauer ihre Existenz als Künstler begründen wollen, denn sie ist oftmals die erste institutionelle Ausstellung der jungen Künstler*innen. Noch im vergangenen Jahr fand die Ausstellung der Abschlussarbeiten der Absolvent*innen der Städelschule im benachbarten Peichl-Bau des Städel Museums statt. In diesem Jahr ist alles anders. Nun sind sie im Portikus zu sehen…

Blick ins Erdgeschoss mit der über allem schwebenden „Glocke“ aus Gummi von Lukas Heerich, Meisterschüler von Tobias Rehberger und Andreas Gursky, unter dem rostfreien Stahlträger. Für Heerich bekommen ikonische Formen eine neue Bedeutung.
Alle Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen

Ingelheimer Kunstforum zeigt „Paul Klee. Tierisches“

2020, September 7.

Fabelhafte Mischwesen und vom Tierischen im Menschen und vom Menschlichen im Tier

Von Hans-Bernd Heier

In Paul Klees Werk spielen Tierdarstellungen eine besondere Rolle. In einer exzellenten Themenschau, die in enger Kooperation mit dem „Zentrum Paul Klee Bern“ entwickelt wurde, ist das facettenreiche tierische Universum des Bauhaus-Künstlers Paul Klee (1879 – 1940) erstmals in Deutschland zu sehen. In der 61. Ausstellung der „Internationalen Tage Ingelheim“ versammelt das Kunstforum unter dem Titel „Paul Klee. Tierisches“ rund 110 Werke auf Papier (Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen), vier Gemälde, Fotografien aus Klees Familienalbum sowie Beispiele seiner Naturaliensammlung.

Paul Klee „Das Lamm“, Öl- und Federzeichnung auf Pappe,1920; Städel Museum, Frankfurt am Main; © Städel Museum-ARTOTHEK

Weiterlesen

100 Jahre Salzburger Festspiele mit zwei Frankfurter Sänger-Künstlern

2020, August 11.

Ein Bericht von Renate Feyerbacher

Schlussapplaus: Salzburger Festspiele 2020/Wolfgang Amadeus Mozart/Cosí fan tutte/Premiere am 2. August 2020/Musikalische Leitung:Joana Mallwitz/Regie:Christof LoyBogdan Volkov (Ferrando), Ensemble © SF / Marco Borrelli

Fast auf den Tag genau, am 22. August 1920, begannen vor 100 Jahren in Salzburg die Festspiele mit Hofmannsthals „Jedermann – das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ vor dem Dom. Es war keine Uraufführung, die hatte bereits 1911 im Berliner Zirkus Schumann – heute steht dort der Friedrichstadtpalast – stattgefunden.

Weiterlesen

Musikalische Schlenderweinprobe mit der  Saxophonistin Traute Mittlmeier 

2020, Juli 2.

Ausflugstipp ins Kloster Eberbach

Von Anfang an ist das Kloster Eberbach auf engste mit dem Wein verbunden. Ihn brachten die Gründer aus ihrer burgundischen Heimat mit. Seine Domänen erstrecken sich heute bis damals über die besten Weinbergslagen. Der Weinbau sicherte Jahrhunderte lang den Bestand des Klosters. Kloster und Weinbau vertragen sich gut – in Eberbach ganz besonders!

Weiterlesen

5. Triennale „ECHT UND FALSCH“ in Bingen eröffnet – Internationale Skulpturenschau vor Traumkulisse

2020, Juni 14.

Das falsche Leben im Wahren oder das wahre Leben im Falschen?

Von Hans-Bernd Heier

Die Skulpturen-Triennale in Bingen am Rhein findet bereits zum fünften Mal statt. Die neue Open-Air-Schau trägt den Titel „ECHT UND FALSCH“. Präsentiert werden 20 künstlerische Positionen entlang des Rheinufers und an ausgewählten Orten in der Binger Innenstadt. Die Triennale versammelt erneut Werke von jungen Kunstschaffenden wie auch von großen Namen der zeitgenössischen Skulptur. Etliche der ausgewählten Werke wurden mit direktem Bezug zu dem herrlich gelegenen Ausstellungsparcours geschaffen.

Moritz Götze „Auf der Sonnenseite“, 2020, Emaille auf Stahlblech, Maße variabel; Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

Städtische Bühnen: Durchbruch, Aufbruch, und …

2020, Juni 11.

Eine Podiumsdiskussion im Architekturmuseum präzisiert die Perspektiven

von Uwe Kammann

Darauf haben viele lange gewartet: eine klar erkennbare Vorwärts-Perspektive bei den Städtischen Bühnen. Jetzt, endlich, können attraktive Visualisierungen von Modellvarianten möglicher Neubauten in unterschiedlichen örtlichen Konstellationen die Augen derer öffnen, die sich bislang unter Neubauten für Oper und Theater nicht viel oder gar nichts vorstellen konnten – und deshalb lieber beim liebgewordenen Bekannten verharren wollten: der langen Glasfassade am Willy-Brandt-Platz. Und eine Podiumsdiskussion, direkt an diese endlich realisierte Modellvorstellung geknüpft, hat den Eindruck bestärkt: Auf dieser Grundlage ist eine Verständigung über die künftigen Perspektiven möglich. Mithin: Es gibt einen Durchbruch, der jetzt auch einen dynamischen Aufbruch signalisiert. Und verspricht.

v.l.n.r.: Peter Cachola Schmal,  Direktor (DAM), Kulturdezernentin Ina Hartwig, Torsten Becker, Stadtplaner und Vorsitzender des Frankfurter Städtebaubeirats, Anselm Weber, Intendant des Frankfurter Schauspiels, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen