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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene überregional

Die Ausstellung „Die Intelligenz der Pflanzen“ im Frankfurter Kunstverein

2021, Oktober 17.

Das tiefliegende Wurzelgeflecht der Pflanzen

Ein Rundgang mit Petra Kammann

Gerade ändert sich das Bild vom Wesen der Pflanzen gewaltig. Dazu hat nicht zuletzt der italienische Biologe Stefano Mancuso beigetragen, der uns mit seinem Buch „Die Intelligenz der Pflanzen“ rät, von den Pflanzen zu lernen, um in Zukunft zu überleben. Der Frankfurter Kunstverein hat nun Künstler und Naturwissenschaftler eingeladen, ihre Arbeit und ihr Wissen über Bioökonomie, die eine veränderte Sensibilität gegenüber den pflanzlichen Mitlebewesen einbegreift, anschaulich in seine Ausstellungsräume zu übertragen.

Außenansicht Kunstverein 2021: Pflanzengestell Forschungszentrum Jülich, Leihgabe vom Forschungszentrum Jülich, Eigenentwicklung; Foto: Norbert Miguletz © Frankfurter Kunstverein

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Viel Stoff: „Création du monde 2 “ im Dommuseum

2021, Oktober 9.

Weltumspannend

Von Petra Kammann

2006 schon hatte die Frankfurter Künstlerin Julia Krause-Harder das Projekt begonnen, eine über 300 Quadratmeter große Weltkarte zusammenzunähen. In einem mehrere Jahre andauernden Arbeitsprozess schuf sie ihre spezifische Création du monde no. 2 (Erschaffung der Welt)  – eine rund 200 Quadratmeter große, aus unterschiedlichsten, überwiegend textilen Stoffen angefertigte Weltkarte, die sieben Teile umfasst. Sie ist derzeit im Dommuseum im Geviert des Kreuzgangs vom Frankfurter Dom zu erleben.

Julia Krause-Harder zwischen den zusammengenähten Kontinenten Eurasien (re) und Afrika; Foto: Petra Kammann

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Tanzauftakt in Köln, Bonn und Bochum

2021, Oktober 7.

Highlights des Internationale Tanzes

von Simone Hamm

Marco Goecke ist von Tanzkritikern zum Choreografen des Jahres 2021 gewählt worden, das Nederlands Dance Theater zur Kompanie des Jahres 2021. Am Schauspiel Bochum, wo es in dieser Spielzeit auch Tanz zu sehen gibt und an der Kölner Oper, wohin Tanz/Köln das Nederlands Dance Theater mit einer Goecke Choreografie eingeladen hat, zeigten sie eindrucksvoll, warum  sie ausgezeichnet worden sind.

Bei den Highlights des internationalen Tanzes“ in Bonn kommen die Tänzer aus Genf und Kroatien. Sie tanzen zu Mozarts c-Moll Messe und zu Maschinensounds.

Nederlands Dans Theater 2 mit Marco Goeckes „The Big Crying“ und Johan Ingers „Impasse“, © Joris Jan Bos/ Oper Köln

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40 Jahre Künstlerhilfe – Jubiläumsfeier im Städel

2021, September 22.

Förderung junger Kunstschaffender: Engagement vom Feinsten

Von Uwe Kammann

„Wir tun, was wir können, damit die Künstlerinnen und Künstler tun können, was sie können“: Ein besseres Motto könnte die Künstlerhilfe Frankfurt nicht über ihre Arbeit stellen. Mit der sie seit nun vier Jahrzehnten das tut, was sie als Schwerpunkt in ihrer Jubiliäumsbroschüre so beschreibt: nämlich speziell die jungen Absolventen der beiden Kunsthochschulen der Region – der Städelschule in Frankfurt und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach – gerade in der schwierigen Übergangsphase nach dem Ende des Studiums mit Jahresstipendien („eine Art Anschubfinanzierung“) zu fördern.

Städel-Chef Philipp Demandt sprach das Grußwort; Foto: Uwe Kammann

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„Rissa – Ich male wieder“ – Back to painting. Eine erstaunliche Ausstellung

2021, September 20.

Poppig, peppig und vertrackt schön

von Petra Kammann

Die Ausstellung „Rissa – Ich male wieder“ widmet der Ehefrau des 2017 verstorbenen Quadriga-Künstlers  Karl Otto Götz eine umfangreiche Werkübersicht. Die 1938 als Karin Martin in Chemnitz geborene Künstlerin war einst die Studentin des Meisters des Informel, der von 1959 bis 1979 an der Kunstakademie Düsseldorf lehrte. Bereits 1964 hatte sie sich jedoch von Götzens informellen Malstil abgewandt. 1965 wurde sie seine Ehefrau und langjährige Gesprächspartnerin. Mit ihrer figurativen und narrativen Bildsprache entwickelte sie dabei einen ganz eigenen unverwechselbaren Stil. Um die 30 ihrer Gemälde, Papierarbeiten und Zeichnungen sind derzeit in DIE GALERIE zu sehen.

Blick in den unteren Galerieraum – Starke Farbigkeit und kompositorische Strenge dominieren in Rissas Gemälden wie „Von der Erde kommend“, „Die Braut“ und „Schnurren“;  Foto: Petra Kammann

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„Faszination Wissenschaft“ im Kunsthaus Wiesbaden – Herlinde Koelbls Porträts von Spitzenforscher*innen

2021, September 14.

Fesselnder Blick in die abstrakte Welt der naturwissenschaftlichen Forschung

Von Hans-Bernd Heier

Die Münchner Fotografin Herlinde Koelbl hat in ihrem neuesten fotografischen Langzeitprojekt 60 der weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ganz besondere Weise porträtiert.

Emmanuelle Charpentier, Chemie-Nobelpreisträgerin, 2020; © Herlinde Koelbl

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Eine Performance zwischen Show-Biz und Avantgarde in Zusammenarbeit mit dem Tinguely Schiff Ahoy im Frankfurter Kunstverein

2021, September 12.

Bewegende Transformation des träumerischen Realismus von Jean Tinguely

Impressionen von Petra Kammann

Maschinenaktionen, Do-it-yourself-Kunst, Rampenlicht, Scherbenhaufen – im facettenreichen Schaffen des Schweizer Künstlers Jean Tinguely trifft man auf  multisensorische Spektakel aus zusammengebauten Alltagsgegenständen und auf nahezu alles, was sich bewegt und in Bewegung ist. „Eurêka, c’est presque le titre“ („Heureka, könnte man es nennen“) heißt augenzwinkernd daher Marie-Caroline Hominals neues Stück, das sie anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Baseler Museumsschiffs Tinguely AHOY! , das am 8. und 9. in Frankfurt vor Anker ging, für das Performanceprogramm entwickelt hat und das im experimentierfreudigen Frankfurter Kunstverein präsentiert wurde. Ein grandioses Solo, das Hominal selbst tanzt.

Ritt in den Saal des Frankfurter Kunstvereins – Marie-Caroline Hominal, Foto: Petra Kammann 

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Eine Hommage an das Flüchtige und Vergängliche – Christos Verpackung des Triumphbogens in Paris (1)

2021, September 6.

Die beispiellose ephemere Kunst der Verhüllung

Jedes Projekt ist wie ein Stück unseres Lebens, ein Bestandteil von etwas, das ich niemals vergessen werde, sagte Christo. Nun werden wir den 1956 aus Bulgarien über Prag, Wien und Genf nach Paris geflüchteten Künstler nicht mehr vergessen. Ganze 16 Tage lang, vom 18. September bis zum 3. Oktober 2021, wird der Arc de Triomphe in Paris in ein 25000 Quadratmeter großes silbrig-blau schimmerndem Popypropylengewebe eingepackt und von 3000 Metern ebenfalls recycelbaren roten Seilen gehalten sein. Das emblematische Mahnmal wird auf der verkehrsreichen sternförmig angelegten Place de l’Etoile auf ganz andere Weise seine Strahlkraft entfalten. Hier ein erster Einblick von Petra Kammann. Es folgt eine weitere Reportage und ein Gespräch mit der Präsidentin Laure Martin über das „Work in Progress“ des „Arc de Triomphe wrapped“ in FeuilletonFrankfurt.

Work in Progress. Der „Arc de Triomphe wrapped“, 2021, Christo and Jeanne-Claude Foundation, Foto: Petra Kammann, 3. September 2021 

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Bewohnbare Skulpturen in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main bieten individuelle Erlebnisse.

2021, August 8.

Urlaub in der Kunst

Acht Kunstinstallationen von internationalen Künstler:innen in Frankfurt, Darmstadt und in Wiesbaden ermöglichen überraschende Entdeckungen im öffentlichen Stadtraum. Mit sogenannten „night & day experiences“ präsentiert die gemeinnützige tinyBE Gesellschaft künstlerisch freie, visionäre, utopische oder auch dystopische Ideen zu minimalistischen Formen des Wohnens und Lebens.

Mia Eve Rollow & Caleb Duarte: The Embassy of the Refugee, 2021, tinyBE Frankfurt am Main,
Foto: Wolfgang Günzel

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James Ensor und Anselm Kiefer – Sonderausstellungen in Mannheim

2021, Juli 21.

„Maler der Masken“ trifft auf Kiefers Kosmos       

von Hans-Bernd Heier

Das Werk von James Ensor (1860–1949) ist eng mit der Geschichte der Kunsthalle Mannheim verbunden. Bereits 1928 wurde der Maler dort in einer Einzelausstellung als bedeutender zeitgenössischer Ausnahmekünstler gewürdigt. Nun widmet die Kunsthalle dem belgischen Künstler erneut eine große Sonderschau, in deren Zentrum das Schicksal eines Bildes steht, das einst zur Sammlung des Museums gehörte. Zeitgleich zeigt die Kunsthalle in der bis zum 22. August 2021 verlängerten Schau schwergewichtige Werke eines der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.

Informative Begleitbroschüren liegen für Besucher*innen bereit; Foto: Hans-Bernd Heier

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