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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene überregional

„Chagall. Welt in Aufruhr“ in der Frankfurter Schirn – Bereits über 100.000 Besucher

2023, Januar 6.

Wegen des großen Erfolgs nun auch verlängerte Öffnungszeiten

 Sebastian Baden, der neue Leiter der Schirn ist glücklich: „Der enorme Zuspruch auf unsere große Chagall-Ausstellung erfüllt mich und das gesamte Schirn-Team mit großer Freude – ein schöner und anspornender Auftakt in das neue Jahr. Vor allem zeigen die vielen positiven Rückmeldungen unserer über 100.000 Gäste und das sehr große Interesse an unseren zahlreichen Vermittlungsangeboten die intensive Auseinandersetzung mit Marc Chagalls bislang wenig bekannter Kunst der 1930er- und 1940er-Jahre. 

Chagall lockt die Menschen in die Schirn, Foto: Petra Kammann

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Eine Perspektive – Auf ein Neues!

2023, Januar 1.

Zuversicht, Frieden und einen Schuss Optimismus

für

2023

Das wünschen wir allen

FeuilletonFrankfurt-Leserinnen und -Lesern.

Lassen Sie sich auch in diesem Jahr wieder inspirieren von:

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Die Leipziger Schule: ein faszinierender Einblick in ein oft verkanntes Kunst-Reich

2022, Dezember 23.

Ein gewichtiger Katalog stellt die einzigartige Sammlung des Frankfurter Kunstmäzens Fritz P. Mayer vor.

Von Uwe Kammann

Ein gewichtiges Buch. In jeder Hinsicht. Was eben heißt: nicht nur wortwörtlich, als kiloschwerer Quader in der Hand. Sondern vor allem im übertragenen Sinne: als ein verlegerischer Meilenstein, um ein großes Panorama der Kunst vorzustellen, die im westlichen Kunstbetrieb immer noch an den Rand gedrängt oder gar pauschal diffamiert wird, als propagandabestimmte Staatskunst.

Werner Tübke, Happening in Pompeji, 1980, Mischtechnik auf Holz, 103 x 136 cm, Sammlung Fritz P. Mayer, Frankfurt am Main | Leipzig, VG-Bildkunst, © Galerie Schwind, Leipzig

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8. ZAC-FÖRDERPREIS an Brenda Lien: Preisverleihung im Museum Moderne Kunst (MMK)

2022, Dezember 18.

Ausgezeichnete Filmemacherin der TikTok-Generation

Alle zwei Jahre verleiht der Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main seit 2008 den mit 5.000 Euro dotierten ZAC (Zonta Art Contemporary)- Förderpreis an eine Künstlerin aus der Region, die meist am Beginn ihrer künstlerischen Karriere steht. Damit möchte er Künstlerinnen in ihrer kreativen Arbeit fördern und dabei den Mitglieder aktuelles Wissen über Gegenwartspositionen in der Kunst vermitteln und vertiefen. In diesem Jahr wurde die Filmemacherin und Musikproduzentin Brenda Lien ausgezeichnet, deren Filme inzwischen mehrfach auf renommierten Filmfestivals wie Berlinale Shorts, Kurzfilmtage Oberhausen, Aspen Shortsfest, Uppsala ISFF  gezeigt und ausgezeichnet wurden. pk

Preisverleihung mit Dr. Ursula Brüggemann, Brenda Lien, Monika Becker-Heymann und Schirmherrin Elisabeth Haindl, Foto: Petra Kammann 

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„Zurück ins Licht. Vier Künstlerinnen – Ihre Werke. Ihre Wege“ im Jüdischen Museum Frankfurt

2022, November 30.

Eine Renaissance der verlorenen Generation

„Atelierbesuch“ bei vergessenen Frankfurter Künstlerinnen der Weimarer Republik

von Petra Kammann

Namen, die man sich unbedingt merken sollte: Rosy Lilienfeld, die Zeichnerin, Malerin und Holzbildhauerin, Amalie Seckbach, die Bildhauerin und Malerin, Erna Pinner, die Autorin, Zeichnerin und Illustratorin sowie die Malerin Ruth Cahn. Sie alle reüssierten in den 1920er Jahren als Künstlerinnen und gerieten nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nicht nur in Vergessenheit, ihre Karriere wurde jäh abgeschnitten. Rosy Lilienfeld wurde 1942 in Auschwitz, Amalie Seckbach 1944 in Theresienstadt ermordet. Erna Pinner gelang die Flucht nach London, Ruth Cahn nach Santiago de Chile… Das Jüdische Museum hat die Künstlerinnen mit der berührenden Ausstellung wieder „Zurück ins Licht“ geholt. Neben institutionellen und privaten Leihgaben sind insgesamt 210 Werke aus der Sammlung des Jüdischen Museums zu sehen, das seit seiner Gründung systematisch Werke von jüdischen Künstlerinnen und Künstlern sammelt.

Kuratorin Dr. Eva Altan forscht seit 2009 am Thema und erstellte einen Plan von Frankfurt , Foto: Petra Kammann

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Schöpfer der „Heimat“-Trilogie: Edgar Reitz wird 90

2022, Oktober 31.

Wagnis und Wunder

Von Uwe Kammann 

„Heimat“ ist sein Lebensthema: Mit dem Familienepos aus dem Hunsrück hat Filmemacher Edgar Reitz Filmgeschichte geschrieben. Am ersten November wird er 90.

Ein Wagnis. Denn wer könnte schon den Mut haben, einen kleinen Ort im Hunsrück zum Ausgangspunkt einer Fernseh-Saga zu machen, und das in einem wahrhaft epochalen Maßstab? Aber auch: ein Wunder. Denn wer hätte geahnt, dass ein Filmwerk unter dem großgeschriebenen Titel „Heimat“ ein solch umwerfender Erfolg werden würde, und dies bei Publikum und Kritik gleichermaßen? Und wer hätte vorhergesagt, dass dieses Werk auch im Ausland gefeiert werden würde?

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Das Eröffnungskonzert der Kronberg Academy 2022

2022, September 29.

Englische Eröffnung – Das Spiel beginnt

Ein architektonisches Klangwunder

Von Petra Kammann

In Kronberg, wo Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt in einem einmaligen Studiengang ausgebildet werden, ist nach fünf Jahren Bauzeit nun mit dem Casals Forum ein europaweit einzigartiger klimaneutraler, akustisch perfekter und ästhetisch gelungener Konzertort entstanden, der ab jetzt mit Musik gefüllt wird. Mit Beginn des Kronberg Festivals am 24. September wurde das Casals Forum in dem etwa 550 Personen fassenden neuen Konzertsaal eröffnet. Namensgeber des Neubaus war der weltberühmte Cellist Pablo Casals (1876-1973), für dessen Werte wie Exzellenz und Mitmenschlichkeit die Kronberg Academy steht. Zum Festival-Auftakt nahmen uns das Chamber Orchestra of Europe, Sir András Schiff und Solisten mit auf ihre Reise von England nach Deutschland und von Deutschland nach England mit Musik von John Dowland und Benjamin Britten, Joseph Haydn und… Johann Sebastian Bach. Außerdem waren etliche prominente Musikerinnen und Musiker gekommen.

International sowohl als Solist, als auch mit großen Orchestern unterwegs, trat Sir András Schiff hier als Dirigent des berühmten European Chamber Orchestra auf, Foto: Petra Kammann

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Zum Saisonstart der Frankfurter Galerien 2022: Péter Nádas. Ein Künstler, zwei Begabungen und zwei Ausstellungen

2022, September 13.

Spuren von Licht und Schatten – „dass ich eins und doppelt bin…“

Von Petra Kammann

Sein kurz nach der Wende erschienenes großartig schonungsloses „Buch der Erinnerung“ (1991) machte den ungarischen Schriftsteller Péter Nádas bei uns schlagartig bekannt. Dabei war er auch schon damals ein mindestens ebenso bemerkenswerter Fotograf. Seine frühen diskret- anteilnehmenden Schwarz-Weiß-Fotografien sind jetzt unter dem Titel „Etwas Licht“ in der Ausstellungshalle Schulstr. 1 A zu sehen, wo Peter Sillem mit seiner Galerie derzeit zu Gast ist. Auf diesen atmosphärischen Fotos hat Nadás fast beiläufig den unspektakulären Alltag in ungarischen Dörfern, in Budapest und Berlin festgehalten. Aktuelle farbige Fotos, seine „Nachtbilder, Stilleben“, stellt Peter Sillem parallel dazu in seiner „Kerngalerie“ in der Dreieichstraße in Sachsenhausen aus. Anschauen sollte man beide Ausstellungen, sie spiegeln die zwei Seiten einer Medaille, die des Künstlers, die der Spannung zwischen  Dunkelheit und Licht sowie die der Entwicklung des fotografischen Mediums.

Péter Nádas: Önarckép rolleiflex-Szel /Selbstbildnis mit einer Rolleiflex, 1963. Silbergelatineabzug, 23,9 x 18,4 cm

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München 72: Die olympischen Spiele in der Rückschau

2022, August 26.

Zwei Publikationen bieten eine gute Grundlage für produktive Erinnerungen

Von Uwe Kammann*

„Munich 22″– unter diesem Motto liefen gerade die European Champions. Wer die Bilder des Sportfestes gesehen hat, kann sich annähernd vorstellen, wie das war, vor 50 Jahren, nachdem in München am  26. August die Spiele der XX. Olympiade eröffnet wurden. Das Motto lautete so einfach wie vielversprechend: „Die heiteren Spiele“. Und es wurde in jeder Minute eingelöst, getragen von einer Begeisterungswelle und einer Stimmung, die schnell eine Schlagzeile auslöste: Goldmedaille für das Publikum. In der Tat: Es feierte die Athleten, ganz unabhängig von Medaillenerfolgen und Nationalitäten, es feierte sich selbst in seiner Weltoffenheit – und bestätigte aufs Beste die Intentionen der Olympiamacher.

Hostessen vor dem Olympiaturm 1972: Die Damen sollten zwischen 19 und 30 Jahren alt sein, mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen sowie sich durch ein freundliches Wesen auszeichnen; Bildnachweis: /BSB/Alle Fotos –  bis auf die Autorenfotos – aus: „München in Bildern“, Volk Verlag/Bildarchiv/ Georg Fruhstorfer

Bis sich, im Morgengrauen des 5. September, der heitere bayerische Himmel zum finstersten Schwarz verdunkelte: mit dem Anschlag des palästinensischen Terrorkommandos Schwarzer September auf die israelische Mannschaft. Elf als Geiseln genommene Sportler wurden ermordet. Fünf der Terroristen wurde bei einer fehlgeschlagenen Befreiungsaktion erschossen. Ein Polizist starb.

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Die Jüdischen Filmtage 2022 – Jüdische Kultur mitten in Frankfurt

2022, August 24.

Die Jüdischen Kulturwochen, 1980 auf Initiative von Michel Friedman und Hilmar Hoffmann gegründet, sind seit über 40 Jahren fester Bestandteil des Kulturprogramms der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Frankfurt. Sie …“öffnen den Blick für gesellschaftspolitische Debatten und Krisen der Gegenwart und gewähren zugleich Einblicke in historische Kontexte jüdischen Lebens“, sagt Frankfurts Kultur- und Wissenschaftsdezernentin lna Hartwig. In ihrer nunmehr vierten Auflage vom 4. bis 18. September 2022 tragen die Filmtage jüdisches Leben und die spannende sichtbare Vielfalt des zeitgenössischen jüdischen Filmschaffens in ausgewählten Programmkinos sowie im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum in die Stadt, und zwar mit 25 Filmscreenings, Lesungen, Konzerten und weiteren Formaten. Dabei legt das Festival unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine u.a. einen Fokus auf ukrainische, postsowjetische und osteuropäische jüdische Lebenswelten.

Still aus Paweł Łozińskis Dokumentation: „Der Balkonfilm“

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