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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene überregional

Städtische Bühnen: Durchbruch, Aufbruch, und …

2020, Juni 11.

Eine Podiumsdiskussion im Architekturmuseum präzisiert die Perspektiven

von Uwe Kammann

Darauf haben viele lange gewartet: eine klar erkennbare Vorwärts-Perspektive bei den Städtischen Bühnen. Jetzt, endlich, können attraktive Visualisierungen von Modellvarianten möglicher Neubauten in unterschiedlichen örtlichen Konstellationen die Augen derer öffnen, die sich bislang unter Neubauten für Oper und Theater nicht viel oder gar nichts vorstellen konnten – und deshalb lieber beim liebgewordenen Bekannten verharren wollten: der langen Glasfassade am Willy-Brandt-Platz. Und eine Podiumsdiskussion, direkt an diese endlich realisierte Modellvorstellung geknüpft, hat den Eindruck bestärkt: Auf dieser Grundlage ist eine Verständigung über die künftigen Perspektiven möglich. Mithin: Es gibt einen Durchbruch, der jetzt auch einen dynamischen Aufbruch signalisiert. Und verspricht.

v.l.n.r.: Peter Cachola Schmal,  Direktor (DAM), Kulturdezernentin Ina Hartwig, Torsten Becker, Stadtplaner und Vorsitzender des Frankfurter Städtebaubeirats, Anselm Weber, Intendant des Frankfurter Schauspiels, Foto: Petra Kammann

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Skulpturen im Vorübergehen – „En Passant“. Impressionismus in der Skulptur. Ein Interview mit Alexander Eiling

2020, Juni 8.

Crossmediale Reflexe und Skulpturen

Die Werke von Degas, Rodin, Rosso, Troubetzkoy und Bugatti stehen in der Schau „En passant“ im Städel Museum für die Grundfrage nach der Existenz einer impressionistischen Skulptur schlechthin. Deswegen sind die künstlerischen impressionistischen Arbeiten in Malerei, Zeichnung und Druckgrafik denen der Bildhauerei dialogisch gegenübergestellt. Über das Konzept der Ausstellung sprach Petra Kammann mit Alexander Eiling, dem Leiter Kunst der Moderne des Städel.

Dr. Alexander Eiling, Leiter Kunst der Moderne des Städel und mit Dr. Eva Mongi-Vollmer Kurator der Ausstellung „En passant“, Alle Fotos: Petra Kammann

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ZURÜCK IN DIE GEGENWART NEUE PERSPEKTIVEN, NEUE WERKE – DIE SAMMLUNG VON 1945 BIS HEUTE

2020, Mai 18.

Noch ist sie geschlossen, die Sammlung der Gegenwartskunst im Städel… ; Foto: Petra Kammann

Neupräsentation der Sammlung Gegenwartskunst

Nahezu ein Jahrzehnt nach der Eröffnung der Gartenhallen wird die Sammlung Gegenwartskunst im Städel Museum ab dem 19. MAI 2020 zum ersten Mal neu präsentiert. Bericht folgt

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Hilfen des Landes Hessen für den Neustart von Kunst und Kultur in Corona-Krise

2020, Mai 11.

Hessens dynamischer Rettungsschirm für die Kultur

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) stellte am 11. Mai in der Staatskanzlei ein in drei Phasen abgestuftes Hilfs-Kulturpaket für den Neustart von Kunst und Kultur in der Corona-Krise vor. Dieses soll den hessischen Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen helfen, die noch geltenden Einschränkungen zu überstehen, den Einnahmeausfall zu verkraften und den Neubeginn zu schultern. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten finanzielle Unterstützung ebenso wie freie Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Spielstätten. Außerdem werden Künstlerinnen und Künstler mit innovativen Ansätzen beim Neustart gefördert. Insgesamt stellt das Land für dieses Förderprogramm bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ein beachtliches Paket, findet Petra Kammann

Hessens Wissenschafts- und Kunst-Ministerin Angela Dorn (Grüne); Fotos: Petra Kammann

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Endlich zu sehen: „en passant – Impressionismus in Skulptur“ im Städel

2020, Mai 9.

Metamorphose der Bewegung und des Lichts

Licht, Farbe, Bewegung, Flüchtigkeit und Statik. Das sind durchaus Themen, die uns gerade beschäftigen. Im Mittelpunkt der Städel-Schau „En Passant“, die ab dem 9. Mai ihre Tore öffnet, stehen insgesamt fünf impressionistische Künstler mit ihren Skulpturen im Mittelpunkt: Edgar Degas (1834–1917), Auguste Rodin (1840–1917), Medardo Rosso (1858–1928), Paolo Troubetzkoy (1866–1938) und Rembrandt Bugatti (1884–1916). Ihnen werden Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Gemälde, Pastelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien des Impressionismus gegenübergestellt, u. a. von Pierre Bonnard, Antoine Bourdelle, Mary Cassatt, Camille Claudel, Henri Matisse, Claude Monet, Auguste Renoir, Giovanni Segantini und John Singer Sargent. Schon beim Flanieren durch die Ausstellung erlebt man die Tiefe der räumlichen Dimension ganz neu, in der Plastik und im Museumsraum selbst, findet Petra Kammann.

Die berühmteKleine 14-jährigen Tänzerin“ (1878/81) von Edgar Degas und Tänzerinnen überhaupt im Zusammenhang mit anderen klassischen Posen in Wachs, Bronze, Öl, Pastell, Kreide, Foto: Petra Kammann

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KRAFT – Eine virtuelle Mitgliederausstellung des Oberhessischen Künstlerbundes e.V. Giessen (OKB) mit Fotografien von Paulina Heiligenthal

2020, April 30.

Energien und Kräfte – vielschichtige Zeichen des Aufbruchs

Nicht allein die Mainmetropole Frankfurt ist von der Schließung der Ausstellungen und Museen während der Corona-Krise betroffen, auch das Umland. So hat die Stadt Wetzlar, wo am 20. März eine spannende Gruppen-Ausstellung unter dem Oberthema „KRAFT“ eröffnet worden wäre, die Schließung aller Museen und Ausstellungen verfügt. Die beteiligten Künstler beschlossen daraufhin, ihre Energien in eine erweiterte und intensivierte Online-Präsentation zu stecken. Herausragend fand Petra Kammann die auf dieser Plattform präsentierten Fotoarbeiten von Paulina Heiligenthal, die unter ungewöhnlichen Umständen entstanden sind.

Paulina Heiligenthal,Behbahan, Iran„, 2019, 40 x 60 cm auf Büttenpapier Weiterlesen

Museum Giersch der Goethe-Universität unter neuer Leitung

2020, April 28.

FEULLETONFRANKFURT GRATULIERT!

Zum 1. Mai 2020 hat das Museum Giersch der Goethe-Universität eine neue Leitung: Direktorin wird die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Sander, die das Haus bisher kommissarisch geführt hat. Der bisherige Direktor Dr. Manfred Großkinsky war Ende 2019 in Ruhestand gegangen. 

Dr. Birgit Sander ;Foto: Uwe Dettmar

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Der Zauber der Langsamkeit – Was macht Willy Puchner in Coronazeiten? Ein FeuilletonFrankfurt-Interview

2020, April 15.

Aus dem Reservoir der Vergangenheit schöpfen

← Willy Puchner ist Fotograf, Zeichner und Autor. Seit 1978 ist er freischaffend tätig, außerdem macht er etliche Ausstellungen, hält Vorträge und gibt Workshops im In- und Ausland.
Sämtliche Abbildungen: ©Willy Puchner

 

Puchner hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. „Die Sehnsucht der Pinguine“ (1992), „Tagebuch der Natur“ (2001), „Illustriertes Fernweh“ (2006), „Die Welt der Farben“ (2011), „Unterwegs, mein Schatz“ (2015), „Fabelhaftes Meer“ (2017) und „Willys Wunderwelt“ (2019). Seine Beiträge findet man in Zeitungen und Magazinen (u. a. in GEO, mare, Life, Stern, Wiener Zeitung). Seit 2009 erscheinen regelmäßig seine Zeichnungen, Texte und Collagen in der FAZ mit dem Titel „Puchners Farbenlehre“. Wie ergeht es dem Reisenden und Weltenerkunder in Corona-Zeiten?
Für diese und andere Fragen interessierte sich Petra Kammann.

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Fotografie-Kunst: Bücher statt Museen und Galerien in Zeiten von Corona

2020, März 29.

Ein Peter-Lindbergh-Katalog, eine Barbara-Klemm-Hommage und ein Salgado-Bindeglied

Von Uwe Kammann

Peter Lindbergh, New York, 2016 © Stefan Rappo / Verlag Taschen

Drei mal vier Meter: Überwältigend groß und damit doppelt und dreifach eindrucksvoll sind einige der Fotos des großen Bildkünstlers Peter Lindbergh. Ja, sie sind noch da in der ersten Raumfolge des Museums „Kunstpalast“ in Düsseldorf. Aber nein, auch sie sind derzeit nicht ‚live’ zu sehen in der großen Ausstellung, die Lindbergh in Eigenregie ausgewählt und arrangiert hat unter dem Titel „Untold Stories“, in einem zweijährigen Prozess mit vielen Arbeitsstationen, um ein „Herzensprojekt“ des Künstlers – und sicher auch des „Kunstpalast“-Direktors Felix Krämer – zu verwirklichen. Ein Projekt, dessen glückliches Ende – und damit die Premiere der Präsentation am 5. Februar – der weltweit aktive Fotograf nicht mehr erlebte. Er starb im vergangenen Herbst in Paris (seinem Studiozentrum – und Wohnort, neben New York und Arles).

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Städtische Bühnen Frankfurt: Wie geht es weiter?

2020, März 21.

Verdrängt das Corona-Virus die Planungsdebatte? – Gefragt sind Kühnheit und Sparsamkeit

Von Uwe Kammann

Eine ewige Baustelle? Die Theater-Doppelanlage, Foto: Uwe Kammann

Theater? Oper? Spricht noch jemand in Frankfurt über diese Kulturschwergewichte und ihre Orte, ihre Häuser? Die Debatte um Sanierung oder Neubau für die beiden wichtigsten Bühnen der Stadt scheint wie Lichtjahre entfernt, seit ein unsichtbares Wesen mit dem Nachnamen Virus das öffentliche Leben in vielen Ländern lahmgelegt hat, gleichsam von gestern auf heute.

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