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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene Frankfurt/Offenbach

Heiter-fröhliche Adventsmatinee in der Galerie des BBK

2025, Dezember 1.

FOTO-IMPRESSIONEN

Von Barbara Walzer

Am ersten Advent hatte der Bund Bildender Künstler (BBK) zu einer Konzertmatinee mit der Pianistin Prof. Angelika Nebel – in Frankfurt weiß Gott keine Unbekannte – in die Ausstellungsräume der Hanauer Landstraße eingeladen. Passend zu den ausgestellten Werken „Gay – heiter fröhlich“ bot die Pianistin ein ansprechendes Programm zwischen Klassik und Romantik und sagte in ihrer Eingangsrede: „Zur Lebensfreude gehört der Tanz!“ Doch was wäre der Tanz ohne die entsprechende Musik?  Die seit langem in Frankfurt lebende polnische Fotografin Barbara Walzer fand die entsprechenden Bilder zu der besonderen musikalischen Veranstaltung…

Die in Frankfurt lebende, renommierte Pianistin Prof. Angelika Nebel in den Ausstellungsräumen des Frankfurter BBK 

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„Hélène de Beauvoir. Mit anderen Augen sehen“ – Retrospektive in den Opelvillen

2025, Oktober 2.

Kunst als Akt der Befreiung

Von Hans-Bernd Heier

Die Opelvillen präsentieren die erste museale Ausstellung zum Werk der Malerin Hélène de Beauvoir (1910 – 2001) in Deutschland, der in Vergessenheit geratenen Schwester von Simone de Beauvoir. Ihre Werke reichen von Kupferstichen über Aquarelle bis zu großformatigen Malereien in Öl oder Acrylfarbe. Mit Stichel, Stift oder Pinsel lotete die experimentierfreudige Künstlerin die Möglichkeiten gegenständlicher und ungegenständlicher Kunst aus, bis sie die Trennlinien in den 1960er-Jahren ausdrucksstark auflöste. In der retrospektiven Ausstellung „Hélène de Beauvoir. Mit anderen Augen sehen“ sind rund 170 Exponate versammelt, darunter über 70 Ölgemälde und erstmalig auch Skizzenblöcke, Entwürfe und Vorzeichnungen der Malerin.

Hélène de Beauvoir „Selbstporträt [Autoportrait]“, 1955, Privatsammlung; © Ute Achhammer, APP, Foto: Christian Kempf

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Eindrucksvolle filmische Installationen der philippinisch-kanadischen Video-Künstlerin Stephanie Comilang in der Schirn

2025, September 25.

Dokumentarisch-poetische Perlen der Video-Kunst, textile und skulpturale Arbeiten

Von Petra Kammann

Noch vor dem Gastlandauftritt der Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse (14.10. bis 19.10.2025), und parallel dazu präsentiert die SCHIRN in ihrem Übergangsquartier in Bockenheim die philippinisch-kanadische Künstlerin und Filmemacherin Stephanie Comilang (*1980) mit einer raumgreifenden Soloschau. Erstmals in Deutschland sind dort ihre beiden jüngsten Filme „Search for Life. Diptych“ (2024/25) sowie ihre frühere Arbeit „Diaspora Ad Astra“ aus dem Jahre 2020 zu sehen:„Coordinates at dawn“. Eine echte Entdeckung!

Die Video-Künstlerin Stephanie Comilang in der Schirn, Foto: Barbara Walzer Weiterlesen

Der überragende Tanzabend des Garage Dance Ensembles auf der Ruhrtriennale

2025, September 10.

Eine Blumenwiese in der kargen Wüste

von Simone Hamm

Auf der Bühne des Tanzsaals im PACT Zollverein ist das Podium für die Musiker aufgebaut, das Schlagzeug, Gitarre und Flöte liegen bereit. Fünf bunt gekleidete Tänzer kommen nach und nach herein, zeichnen mit Seilen ihre Choreografie, ihre Tanzschritte auf den Boden. Jedes Seil ist anders geschlungen. Von oben werden sie mit Kameras gefilmt. So leise und behutsam beginnt der überwältigende Tanzabend  des Garage Dance Ensembles, musikalisch begleitet vom Duo uKhoiKhoi.

Szene aus „How in salts desert is it possible to blossom“, Foto: Katja Illner, Ruhrtriennale 2025

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Interimsqiuartier der Schirn ab Sonntag in der ehemaligen Dondorf Druckerei in Bockenheim

2025, September 5.

Ein neues Kapitel in der Geschichte der Schirn Kunsthalle

Am Sonntag, den 7. September ist es soweit: Da verlässt die renommierte Kunstinstitution Schirm ihr angestammtes Gebäude am Römerberg, das derzeit energetisch saniert wird, auf Zeit. Mit einer partizipativen Parade „In C – Community“ durch die Innenstadt feiert sie den  Umzug in die eigens für die Nutzung der Schirn ertüchtigte, ehemalige Dondorf Druckerei in Bockenheim. Zusammen mit der international renommierten Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests aus Berlin, rund 100 Tänzerinnen und Tänzern und der Techno Marching Band MEUTE sind alle – Frankfurter und Nicht-Frankfurter eingeladen, teilzunehmen.

Marcus Gwechenberger, Martina Weinhart, Susanne Völker, Timon Gremmels und Sebatian Baden (v.l.) vor der Schirn in Bockenheim © Foto: Moritz Bernoully

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Lothar Schirmer, Verleger und Schirmherr der Künstler zum 80ten

2025, Januar 31.

„Zeige Deine Schätze“ – Gleich ob aus Fett, Filz, Wachs oder auf Papier

Von Petra Kammann

„Viel zu schön, um 2025 vergessen zu werden“, heißt es in der Vorschau von Lothar Schirmer, der als Verleger und Sammler eine ebenso prägende wie schillernde Figur ist. Der eigensinnig-gewitzte Pionier, der schon früh Joseph Beuys und Cy Twombly, deren Werke er sammelte und verlegte, nachspürte, weil er es immer genau wissen wollte, wird am 1. Februar 80. Und das in einem Jahr, das einen nach einem halben Jahrhundert seit der Verlagsgründung innehalten und dankbar zurückblicken lässt, nicht zuletzt auf eine reiche kulturelle zeitgenössische Vergangenheit. Sie spiegelt sich inspirierend im Programm des Verlags Schirmer & Mosel. Und das mit allem Irrwitz, mit modischen und zeitgeistigen Strömungen, mit viel Fotografie, Glamour, Film und mit ernsthafter Kunst und Literatur… FeuilletonFrankfurt zieht den Hut und sagt „Gratulation Lothar Schirmer! Lassen Sie uns nicht nur 2025 an Ihren Langzeitbelichtungen und Ihrer visionären Entdeckerfreude teilhaben.“

Verleger und Sammler Lothar Schirmer, Foto: Petra Kammann

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Frauen-Power am Frankfurter Museumsufer

2025, Januar 24.

Gleich vier Häuser mit neuer Leitung – alles promovierte Wissenschaftlerinnen

Von Hans-Bernd Heier

Es gibt frischen Wind am Frankfurter Museumsufer: Gleich vier Häuser erhalten Anfang des Jahres eine neue weibliche Spitze: das Historische Museum, das Institut für Stadtgeschichte, das Museum für Kommunikation sowie das Weltkulturen Museum. Bereits zum 1. Januar hat die Archäologin und Historikerin Dr. Doreen Mölders die Leitung des Historischen Museums Frankfurts übernommen. Auch die Ethnologin Prof. Dr. Larissa Förster, Spezialistin für Raubkunst, startete zum Jahresanfang im Weltkulturen Museum wie auch die Germanistin und Kunsthistorikerin Dr. Annabelle Hornung im Museum für Kommunikation Frankfurt. Nur die Archivarin und Historikerin Dr. Mirjam Sprau wird das Institut für Stadtgeschichte, das als kommunales Archiv den großen Fundus der Frankfurter Geschichte bewahrt und diesen regelmäßig in Ausstellungen präsentiert, erst ab März 2025 leiten.

Annabelle Hornung (Mitte) gibt zusammen mit ihrer Stellvertreterin Corina Engel (links) und Pressesprecherin Regina Hock (rechts) einen Ausblick auf das vielseitige Ausstellungsprogramm 2025; Foto: Hans-Bernd Heier

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„Beyond White“ von Strelow & Walter Projects in der Galerie Heike Strelow

2024, Dezember 14.

Jenseits von Weiß – die Sphäre reinen Lichts

Von Petra Kammann

Schwarz gilt als die dunkelste aller Farben so wie Weiß als die hellste gilt. Seit Malewitschs „schwarzem Quadrat“ von 1915, dem nicht genau 80 mal 80 schwarz bemalten Viereck, dem wenig später ein „weißes Quadrat“ folgte, haben beide unifarbenen Quadrate Kultstatus erreicht. Durch die Redaktion auf das Wesentliche, auf die Schattierungen von Licht, scheinen sie schwerelos zu schweben. Zero-Künstler wie Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker, die nach dem Zweiten Weltkrieg künstlerisch Tabula rasa machten und wieder bei Null (zero) anfingen, griffen auf der Suche nach neuen Wegen den Ansatz wieder auf, die Wirklichkeit radikal zu reduzieren. Der Einfluss dieser Avantgardekünstler ist auch in der Ausstellung „Beyond White“ spürbar, wo insgesamt 17 Künstlerinnen und Künstler ihre eigene künstlerische Handschrift zum Thema entwickelten, darunter auch Werke von Künstlern wie Oskar Holweck und Rolf Kissel, die eng mit der Zero-Bewegung verbunden waren. Beflügelnd wirkt die Reaktion auf die Farbe Weiß allemal.

Kerstin Walter (Strelow und Walter Kunst GbR) vor dem Gemälde des Leipziger Malers Ulf Puder, Foto: Petra Kammann

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„Paths Unseen: The Sounds of Glenkeen“- Klangliche und musikalische Erkundungen eines irischen Landschaftsparks mit dem Ensemble Modern

2024, Dezember 2.

Das Wasser, den Wind und das Ende der Zeit hören

von Petra Kammann

„The Language of Water“ for Ensemble and electorincs (2021/24). Eine magische Uraufführung der mexikanischen Komponistin Tania Rubio als Ergebnis eines Artist-in-Residence-Aufenthalts in dem von der Fotografin, Psychologin und Stifterin Ulrike Crespo (1950-2019) gestalteten Landschaftspark Glenkeen Garden an der Südwestküste Irlands war im Frankfurter Crespo Haus live zu erleben mit Streichern, Bläsern, Perkussionisten, einem Pianisten samt Elektronik des Ensemble Modern unter der Leitung der litauischen Dirigentin Raimonda Skabeikaitè und der Klangregie von Moritz Fischer.

Die mexikanische Komponistin Tania Rubio mit Mitgliedern des Ensemble Modern, Foto: Petra Kammann

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Jubiläumsausstellung zum 150. Geburtstag von Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) im Deutschen Romantik-Museum

2024, Oktober 3.

Hofmannsthal. Szenen. Die Kunst, Erlebnisse zu erfinden

Theaterszenen, biographische Szenen, Konfliktszenen sowie Einblicke in ein editorisches Großprojekt

Hugo von Hofmannsthal war und ist einer der bedeutendsten Vertreter der literarischen Moderne, ein Dichter und Dramatiker von internationalem Rang. Da sich 2024 sein Geburtstag zum 150ten mal jährt, erzählt die Jubiläumsausstellung Geschichten aus Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers und schöpft dazu aus dem Nachlass, der seit dem Ende der 1960er Jahre im Freien Deutschen Hochstift verwahrt und erforscht wird. Die Kritische Ausgabe sämtlicher Werke des österreichischen Dichters wurde in 40 Bänden (mit 42 Teilbänden) erarbeitet und 2022 mit dem Erscheinen des vierten und letzten Bandes der Werkgruppe „Reden und Aufsätze“ (1920-1929) abgeschlossen. In der Sonderausstellung, die heute eröffnet wird, sind Archivalien zu sehen, an denen immer auch charakteristische Konstellationen der Epoche sichtbar werden: Hofmannsthals Anfänge als literarisches Wunderkind, seine Formexperimente am Beginn des neuen Jahrhunderts (‚Elektra‘), die große Form der Oper (‚Der Rosenkavalier‘) bis hin zu den Neuanfängen in der verstörenden Welt nach dem Ersten Weltkrieg, einer Zeit heftiger Umbrüche, welche die Fragen und Probleme des alten Europa aufwerfen.

Die beiden Kuratoren Konrad Heumann und Katja Kaluga, Foto: Petra Kammann Weiterlesen