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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunstszene Frankfurt/Offenbach

„Nature On Off“- Eine Ausstellung in der EULENGASSE in Zusammenarbeit mit dem Bureau d’Art et de Recherche Roubaix

2022, August 23.

Hybride Form, die lebend sich entwickelt…

Von Petra Kammann

Austausch nach der Pandemie tut not. Die Idee zu dem Kooperationsprojekt der Ausstellung „NATURE ON OFF“ des Künstlervereins EULENGASSE mit dem Bureau d’Art et de Recherche Roubaix (FR) sowie das Netzwerk der Künstler und Künstlerinnen waren entstanden durch die Begegnungen auf der digitalen Plattform der Independent Art Fair Athen sowie auf der Supermarket – Stockholm Independent Art Fair in Schweden. Künstlerische Arbeiten zwischen Science fiction, degenerierter Natur und organischer Archaik, verbunden mit einem Artist Talk in Frankfurt.

Gegensätzliche Dimensionen: Die skulpturale, anderthalbmeterhohe Arbeit des Künstlerduos Julie Villard und  Simon Brossard Megamix Delight II, 2019 aus Resin, Metall, bemaltem Polyurethane Plastik sowie die am unteren Rande versteckten Blumen von Régis Perray und Arbeit „After Frize, Be“von Guillaume Krick, Foto: Courtesy Guillaume Krick

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„Wach bleiben“ – Eine Retrospektive von Maria Lassnig

2022, Februar 10.

„Wach bleiben“

Ausstellungen über Künstlerinnen sind im Trend. Die farbig schrillen Porträts der österreichischen Künstlerin Maria Lassning (1919–2014) sind oftmals radikal und verstörend. Sie und andere Arbeiten sind noch bis zum 5. Mai im Kunstmuseum Bonn zu erleben.

von Simone Hamm

Maria Lassnig zeigt ihren Körper ungeschönt, schonungslos. Auf dem Plakat zur Ausstellung ist das Bild „ Du und ich“ zu sehen. Die Künstlerin hat es gemalt, als sie 81 Jahre alt war. Sie ist nackt, hat die Beine gespreizt. In den Händen hält sie zwei Pistolen: Die eine hat sie an ihre Schläfe gesetzt, die andere zielt auf den Betrachter. Sie hat ihre großen, eisblauen Augen direkt auf ihn gerichtet.

Maria Lassnig, 3 Arten zu sein , 2004, Ursula Hauser Collection, Schweiz © Maria Lassnig Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Foto: HV-studio, Brüssel

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“Gesichter der Sehnsucht- Corona-Sommer 2021” Fotografien von Barbara Walzer in der BBK Galerie

2021, Dezember 17.

 Die Sehnsucht nach Freiheit und Würde

Wer in Frankfurt kulturelle Veranstaltungen besucht, der begegnet ihr immer wieder. Zugewandt lächelnd geht die Fotografin Barbara Walzer auf die Menschen zu. Und sucht dann gezielt mit ihrer Kamera nach besonderen Blickwinkeln. Bei Ausstellungseröffnungen tastet sie sich durch die Menge, wirft sich auf den Boden oder klettert auf eine Mauer. Immer ist sie in Bewegung und spricht mit allen. Man sieht ihr die Liebe zu den Menschen an.

Die Foto-Künstlerin Barbara Walzer; Foto: Petra Kammann

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PAULA MODERSOHN-BECKER – Eine Werkschau in der Schirn

2021, Dezember 1.

Ganz Worpswede und Tout Paris – Welch eigenständiger Aufbruch!

Petra Kammann über die moderne Künstlerin Paula Modersohn-Becker

Abwechselnd lebte und arbeitete sie zu Beginn des aufkeimenden 20. Jahrhunderts in der Künstlerkolonie Worpswede und in Paris, der Hauptstadt der Kunst. Selbstbewusst behauptete sie von sich: „Ich bin nicht Paula Moderssohn, ich bin nicht Paula Becker. Ich bin Ich und hoffe, es immer mehr zu werden.“ Trotz ihres kurzen Lebens hinterließ sie mit 31 Jahren ein umfangreiches Werk, das die Einflüsse beider Orte widerspiegelt und von großer Modernität geprägt ist. Von den rund 734 Gemälden und etwa 1500 Arbeiten auf Papier, die sie geschaffen hat, sind 116 Werke noch bis zum 6. Februar 2022 in der Schirn zu sehen.

Am Aufgang in der Schirn – die verschiedenen Gesichter der modernen Künstlerin Paula Modersohn-Becker; Foto: Petra Kammann

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„Zeichen der Freundschaft“ – Schenkung aus dem Nachlass von Ulrike Crespo (1950–2019) an das Städel 

2021, November 28.

Ein echtes Freundschaftsgeschenk

Von Petra Kammann

Eines der bedeutendsten Vermächtnisse der letzten Jahre verdankt das Städel Museum der Frankfurter Fotografin Ulrike Crespo (1950–2019). Die Stifterin hinterließ dem Städel über 90 Gemälde und Zeichnungen, darunter Meisterwerke von Franz Marc, Otto Dix, Oskar Schlemmer, Max Ernst, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen. Sie ergänzen die Städel’sche Sammlung auf die glücklichste Weise.

Wassily Kandinsky,  Kallmünz – Hellgrüne Berge 1903, Öl auf vorgrundierter Leinwand 23.5 × 32.8 cm, Erworben 2019 als Vermächtnis von Ulrike Crespo aus der Sammlung Karl Ströher Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main

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Open Studios, Atelierhaus Schwedlerstraße

2021, November 21.

Eindrücke vom Atelierrundgang

Vládmir Combre de Sena, zuständig für Künstlerische Konzepte und Kuratierung des Kunstvereins EULENGASSE, schildert seine persönlichen Highlights vom Besuch der Ateliers auf dem 3. Stock

Gödzde Ju; Foto: Vládmir Combre de Sena

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„Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“. Eine exzellente Rembrandt-Schau im Frankfurter Städel (1)

2021, Oktober 13.

Die vielen Gesichter des Meisters von Licht und Schatten

von Petra Kammann

Der gefragteste und teuerste Porträtist der Niederlande nannte sich Rembrandt. Auch diesem Aspekt widmet sich die Städel-Ausstellung in einem Teil der Gesamtschau, die thematische Schwerpunkte setzt.

Blick in die unteren Ausstellungsräume der Rembrandt-Ausstellung; Foto: Petra Kammann

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Viel Stoff: „Création du monde 2 “ im Dommuseum

2021, Oktober 9.

Weltumspannend

Von Petra Kammann

2006 schon hatte die Frankfurter Künstlerin Julia Krause-Harder das Projekt begonnen, eine über 300 Quadratmeter große Weltkarte zusammenzunähen. In einem mehrere Jahre andauernden Arbeitsprozess schuf sie ihre spezifische Création du monde no. 2 (Erschaffung der Welt)  – eine rund 200 Quadratmeter große, aus unterschiedlichsten, überwiegend textilen Stoffen angefertigte Weltkarte, die sieben Teile umfasst. Sie ist derzeit im Dommuseum im Geviert des Kreuzgangs vom Frankfurter Dom zu erleben.

Julia Krause-Harder zwischen den zusammengenähten Kontinenten Eurasien (re) und Afrika; Foto: Petra Kammann

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40 Jahre Künstlerhilfe – Jubiläumsfeier im Städel

2021, September 22.

Förderung junger Kunstschaffender: Engagement vom Feinsten

Von Uwe Kammann

„Wir tun, was wir können, damit die Künstlerinnen und Künstler tun können, was sie können“: Ein besseres Motto könnte die Künstlerhilfe Frankfurt nicht über ihre Arbeit stellen. Mit der sie seit nun vier Jahrzehnten das tut, was sie als Schwerpunkt in ihrer Jubiliäumsbroschüre so beschreibt: nämlich speziell die jungen Absolventen der beiden Kunsthochschulen der Region – der Städelschule in Frankfurt und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach – gerade in der schwierigen Übergangsphase nach dem Ende des Studiums mit Jahresstipendien („eine Art Anschubfinanzierung“) zu fördern.

Städel-Chef Philipp Demandt sprach das Grußwort; Foto: Uwe Kammann

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Das Asphalt-Festival – Ein Fest(ival) für alle

2021, Juni 4.

Raus aus dem Theater, rein in die Stadt

Mit Schauspiel, Musik, Tanz, Literatur und Performancekunst

Von Inge Sauer

Den Initiatoren Christof Seeger-Zurmühlen und Bojan Vuletic konnte man ihr Glück deutlich anmerken, ihr Festival nun als Life-Veranstaltungen ankündigen zu können. Denn ein Festival, das sich asphalt nennt und an sechs Orten, zum Teil im Städtischen Raum, stattfinden soll, ist ohne echte Zuschauer zwar – wie wir gelernt haben – möglich, aber von „Fest“ kann vor dem Bildschirm nicht die Rede sein.

2 Legit‹ ist die zweite gemeinsame Arbeit von Mischa Tangian, Komponist und Gründer des Babylon ORCHESTRA, und dem japanischen Choreografen Takao Baba, der seine künstlerischen Wurzeln im Hip-Hop hat. Tanzsolist Patrick Williams a.k.a. Two Face ist Mitglied der weltbekannten zeitgenössischen Tanzkompanie East Man unter der Leitung von Sidi Larbi Cherkaoui; Foto: © Eva Berten 

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