home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Oktober, 2020

Ein Interview mit Volker Staab, dem Architekten des neuen Jüdischen Museums

2020, Oktober 23.

Die lichte Architektur eines neuen Museumskomplexes

Ein Glück für Frankfurt: Nach fünf Jahren wurde das renovierte Jüdische Museum mit seinem Erweiterungsbau von Staab-Architekten (Berlin) am 21. Oktober wiedereröffnet. Dabei ist ein heller eigenständiger Bau entstanden, der nicht auf spektakuläre architektonische Aspekte setzt, der es aber in sich hat, der einen neuen Stadtraum auftut, dabei bestens die klassizistischen historischen Gebäude einbindet und Raum für die Präsentation des jüdischen Lebens in all seinen verschiedenen Facetten bietet. Das FeuilletonFrankfurt-Interview mit dem Architekten Volker Staab führte Petra Kammann.

Der Architekt Volker Staab; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Der 9. Internationale Dirigentenwettbewerb Sir Geog Solti in der Alten Oper Frankfurt

2020, Oktober 22.

Drei unterschiedliche Finalisten:

Tianyi Lu – temperamentvoll, Johannes Zahl –ruhig, Gábor Hontvári – körperbetont

von Renate Feyerbacher

Nach welchen Kriterien wird ein Dirigent, eine Dirigentin beurteilt? Ist es die Schlagtechnik, die Körpersprache, die Ausstrahlung, die Persönlichkeit? Wahrscheinlich muss es eine Mischung von allem sein. Die Musiker müssen zum Beispiel die Bewegungen des Dirigierenden eindeutig verstehen können. Wichtig ist zu wissen, wie die einzelnen Musikgruppen reagieren. So brauchen die Bläser Zeit ebenso die Harfinisten*innen.

Die in Neuseeland aufgewachsene und in Shanghai geborene Dirigentin Tianyi Lu; Foto: Tibor-Florestan Pluto / Alte Oper

Weiterlesen

Das neue Jüdische Museum ist eröffnet!

2020, Oktober 21.

Herzlich Willkommen! Offen ist das Haus…

Das alte Haus steckt voller Geschichten und das neue schreibt an einer neuen Geschichte: „Wir sind jetzt!“…

Erste Einblicke von Petra Kammann

Die strahlende Hausherrin: Prof. Dr. Mirjam Wenzel

Weiterlesen

OPEN BOOKS, das Lesefest der Stadt zur Frankfurter Buchmesse

2020, Oktober 19.

Frankfurt hat gelesen – trotz Pandemie 

Die „kleine Buchmesse vor Ort“ mit einem abwechslungsreichen Programm

OPEN BOOKS, das Lesefest der Stadt zur Frankfurter Buchmesse, ging gestern nach fünf erfolgreichen Tagen zu Ende. Die Botschaft des Festivals, dass unter klar definierten Regularien Lesungen auch vor Publikum stattfinden können, wurde angenommen. „Das Publikum war begeistert und dankbar. Trotz Coronaauflagen hat das Lesefest OPEN BOOKS Festivalsog erzeugt und sich seine schöne Stimmung bewahrt. Darüber sind wir stolz und glücklich“, so Dr. Sonja Vandenrath, die Leiterin von OPEN BOOKS.

Zu Gast in der Katharinenkirche: Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, begrüßt die Gäste; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Großartiges „Artentreffen“ in Wiesbaden, Rüsselsheim und Offenbach

2020, Oktober 18.

Innovative Kooperation gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain

von Hans-Bernd Heier

Tiere haben Menschen seit der Höhlenmalerei künstlerisch inspiriert. An diesem Faszinosum hat sich bis heute nichts geändert. Auch die zeitgenössische Kunst setzt sich mit dem Mensch-Tier-Verhältnis intensiv und äußerst variantenreich in den unterschiedlichsten Medien auseinander. Im Rahmen der Kooperation „Artentreffen“, die von Dr. Beate Kemfert, Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, initiiert wurde, haben sich das Deutsche Ledermuseum in Offenbach, der Nassauische Kunstverein Wiesbaden und die Opelvillen Rüsselsheim zusammengefunden, um sich diesem ambivalenten Thema zu nähern. Die innovative Ausstellungskonzeption der drei Häuser ist ein Novum, das vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert wird.

Ursula Böhmer, Ausschnitt aus der Foto-Serie „All Ladies – Kühe in Europa“, 2002/2016; Kunstsammlung der DZ BANK; © Gabriele Muschel; Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

Sonderausstellung „Hingucker? Kolonialismus und Rassismus abstellen“ in der Bildungsstätte Anne Frank

2020, Oktober 16.

Menschen-Zoos, ideologische Kopfgeburten und Rassismus

von Renate Feyerbacher

Die erste deutsche Kolonialausstellung fand im Sommer 1896 in Berlin statt. Gemeinsam mit 105 anderen Menschen, Kindern, Frauen und Männern, und einer Vielzahl geraubter Kunstwerke, war Kwelle Ndumbe aus Kamerun als Ausstellungsobjekt nach Berlin verschifft worden. Zwei Millionen Menschen strömten damals in den Treptower Park, wo sie etwa ein halbes Jahr lang die Menschen aus Afrika begaffen konnten. Aus allen deutschen Kolonien Afrikas, aus Kamerun, Togo, Tansania, Burundi und Ruanda wie aus Ozeanien und Papua-Neuguinea wurden Menschen zu Völkerschauen nach Deutschland verschleppt.

Kwelle Ndumbe, Zeichnung: Lena Ziyal, Foto: Renate Feyerbacher

Weiterlesen

L’Esprit – Absolventenausstellung 2020 der Städelschule im Portikus (2)

2020, Oktober 15.

Von Erhard Metz

Nur noch bis Sonntag, 18. Oktober zu sehen: die Absolventenausstellung der Frankfurter Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, dieses Jahr unter dem Witz, Geist und Brillanz versprechenden Titel „L’Esprit“ (FeuilletonFrankfurt berichtete). Zeit also für eine abschließende Betrachtung.

Weiterlesen

Beckmanns Selbstporträt “ Selbstbildnis mit Sektglas“ gehört ins Städel Museum

2020, Oktober 14.

Eine Ikone der Moderne bekommt ihren festen Platz im Städel

von Petra Kammann

In Frankfurt am Main schuf Max Beckmann (1884 bis 1950) einen Großteil seiner bedeutendsten Werke, die schon ab 1918 in den Besitz des Städel gelangten. 1937 verlor das Museum durch die Beschlagnahmungsaktion der Nationalsozialisten dann seinen ersten Beckmann-Bestand fast vollständig. Nun hat das Museum das Selbstporträt, das bereits seit 2011 dort als Leihgabe zu sehen war, erwerben können. Es kehrt damit an den Ort zurück, in dessen unmittelbarer Nähe es 1919 entstanden ist, in ein Museum, in dem heute eine der größten Beckmann-Sammlungen gepflegt wird.

Die einstige Kunstwissenschaftlerin und Kulturstaatsministerin Monika Grütters erkannte die Bedeutung des Gemäldes „Selbstbildnis mit Sektglas“ von Max Beckmann; Alle Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen

Die 72. Frankfurter Buchmesse – Special Edition ist eröffnet

2020, Oktober 13.

Die Hoffnung stirbt zuletzt – „Signals of Hope“ auf der Frankfurter Buchmesse –  Special Edition

Es ist üblich, dass die Buchmesse offiziell mit einem Hammerschlag eröffnet  wird – doch auch dieser Schlag war in diesem Jahr digital und die Menschen durften einander nicht zu nahe kommen. Aber die wenigen Anwesenden in der Festhalle zeigten nicht nur Engagement für die Buchkultur, sondern auch neue Wege auf…

Redner*innen und Kooperationspartner bei der Eröffnung der Buchmesse 2020;  v.l.n.r.: Buchmessedirektor Juergen Boos, der kanadische Botschafter Stéphane Dion, der hessische Wirtschaftsminister Tarek El Wazir, hr-Intendant Manfred Krupp, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, Börsenvereinsgeschäftsführer Alexander Skipis, OB Peter Feldmann und Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Fridrichs, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Deutscher Buchpreis – Finale: Anne Weber bekommt mit „Heldinnenepos“ den Deutschen Buchpreis 2020

2020, Oktober 12.

Vive le courage, Vive la liberté und Vive la parole! Es lebe der Mut, die Freiheit und das Wort!

Buchpreisgewinnerin ist Anne Weber 

von Petra Kammann

„Die Kraft von Anne Webers Erzählung kann sich mit der Kraft ihrer Heldin“, einer Resistance-Kämpferin, messen. Es sei „atemberaubend, wie frisch hier die alte Form des Epos klingt und mit welcher Leichtigkeit Weber die Lebensgeschichte der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zu einem Roman über Mut, Widerstandskraft und den Kampf um Freiheit verdichtet“, heißt es in der Jurybegründung zum Deutschen Buchpreis 2020.

Preisträgerin des deutschen Buchpreises 2020: Anne Weber für „Heldinnenepos“, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen