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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Herzlich Willkommen

Gastspiel der Dresden Frankfurt Dance Company / Choreografien: William Forsythe und Thomas Hauert als Gastchoreografen

2024, Mai 23.

Looking foreward und Coming back for more

Große Freude, auch wenn wir noch etwas warten müssen… Nach 10 Jahren kehrt William Forsythe zur Dresden Frankfurt Dance Company (DFDC) zurück und kreiert ein neues Werk. Ioannis Mandafounis und Forsythe verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Mandafounis war Tänzer bei The Forsythe Company, wie sich die Dresden Frankfurt Dance Company bis 2015 nannte und ist entsprechend deutlich von ihm beeinflusst.

William Forsythe 2020 im MMK, Foto: Petra Kammann

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Das jüdische Lemberg und das himmlische Jerusalem

2024, Mai 16.

Hauptwege, Seitenwege, Schlupfwinkel

von Christian Weise

„Sende mir dies und jenes Buch aus Lemberg“, schrieb in den 20er Jahren der junge Gershom Scholem an seine Mutter in Berlin. Als ich in dem Briefwechsel der beiden darüber vor 30 Jahren las, war ich ebenso erstaunt wie begeistert. Mutter Scholem orderte von Berlin aus bei Fränkel in Lemberg Bücher – vielleicht zur jüdischen Mystik? – und expedierte sie weiter an ihren Sohn nach Jerusalem. Welch ein Netzwerk!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vladimir Melamed,
Juden in Lemberg.

Vom 13. Jahrhundert
bis zur Mitte des
20. Jahrhunderts

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Internationale Tage Ingelheim zeigen „HOME SWEET HOME“

2024, April 23.

Das Zuhause im Spiegel der Kunst

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Ausstellung „HOME SWEET HOME. Zuhause sein von 1900 bis heute“ wird erstmals in der 65-jährigen Geschichte der Internationalen Tage ein zeitlicher und auch gattungsübergreifender Bogen von 1900 bis in die Gegenwart gespannt. Die Schau im Kunstforum Ingelheim präsentiert auf spannende Weise das alltägliche Tun, Erleben und Erfahren im Zuhause mit seinen Licht-, aber auch Schattenseiten in fünf Themenräumen

Pierre Bonnard „Frau in der Badewanne“, Farblithografie, 1942; Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

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Die Künstlerin Gözde Ju mit einer Einzelausstellung im Kunstverein EULENGASSE von

2024, Februar 13.

Das Leben an fragilen Fäden schafft sich Raum

Von Petra Kammann

Im Kunstverein EULENGASSE  werden derzeit bis zum 25. Februar unter dem Titel „Leben unter uns“/“Life among us“ Werke der türkischen Künstlerin Gözde Ju ausgestellt, die das kunstvolle Weben und Nähen feinster Spitzen, die in der Vergangenheit in ihrer Heimat Türkei von Frauen als Mitgift oder zur Verschönerung des Hauses hergestellt wurden, kunstvoll transformiert.

Hinter jedem Porträtfoto lauert eine ungeschriebene Geschichte, erläutert Gözde Ju der Besucherin Renate von Köller, Foto: Petra Kammann

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ZWEITAUSENDVIERUNDZWANZIG – WILLKOMMEN!

2024, Januar 1.

ALES KLAR?

PACKEN WIR’S AN…

 

 

 

Festa Teatrale „Ascanio in Alba“ von Wolfgang Amadeus Mozart

2023, Dezember 27.

Erstaufführung im Bockenheimer Depot

Von Renate Feyerbacher

Foto:  Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Was für eine großartige Musik komponiert von einem 15-Jährigen. Die Serenade war ein Auftragswerk wahrscheinlich vom kaiserlichen Hof in Wien. Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) bezahlte Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) jedenfalls dafür und schenkte ihm eine Uhr. Das Werk wurde am 17. Oktober 1771 in Mailand uraufgeführt. Anlass war die Hochzeit von Erzherzog Ferdinand Karl, dem 14. Kind und vierten Sohn von Maria Theresia, mit Maria Beatrice d’Este, Tochter des Herzogs von Modena. Die Kaiserin, die ihre Kinder geradezu bevormundete, hatte schon früh die Hochzeit eingefädelt. Das Paar hatte sich jedoch erstmals kurz vor der Vermählung gesehen.

 v.l.n.r. Karolina Bengtsson (Silvia; in der Mitte der Dreiergruppe) umgeben von Statisterie der Oper Frankfurt, Andrew Kim (Aceste) und Cecelia Hall (Ascanio)

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„S 62° 58’, W 60° 39’“ – Peeping Tom bei tanz.köln am Schauspiel Köln

2023, Dezember 12.

Sei ein Eisberg. Endzeittheater in eisiger Kälte

Von Simone Hamm

Ein Boot liegt unbeweglich im ewigen Eis, zwischen Felsen und Eisschollen. Es hat ein hölzernes Führerhaus, ein schmutzig weißes Segel, rote Rettungswesten. Ein großartiges Bühnenbild (Justine Bougerol). Ein Kind geht über Bord, wird herausgezogen. Wind pfeift, das Boot schwankt. Es liegt nah der Insel der Täuschung, die es wirklich gibt, im weiten Meer. „S 62° 58’, W 60° 39’“, heißt die neueste Produktion der Belgischen Tanzkompanie „Peeping Tom“ und ihres Choreographen Franck Chartrier. Nichts als die Koordinaten des auf Eis gelaufenen Schiffs.

S 62° 58‘, W 60° 39‘ von Peeping Tom, Künstlerische Leitung & Choreografie: Franck Chartier, Bühne: Justine Bougerol • Peeping Tom, Foto: Olympe Tits

Schirn präsentiert „Lyonel Feininger. Retrospektive“ (2)

2023, Dezember 11.

Spektakuläre Neubetrachtung des Werkes – sein Markenzeichen: der Prismen-Stil

von Hans-Bernd Heier

Der deutsch-amerikanische Künstler Lyonel Feininger ist ein Klassiker der modernen Kunst. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem bedeutenden Maler, Zeichner und Grafiker die erste große Retrospektive in Deutschland seit über 25 Jahren und präsentiert ein umfassendes und überraschendes Gesamtbild seines Schaffens. Mit rund 160 Gemälden, Zeichnungen, Karikaturen, Aquarellen, Holzschnitten, Fotografien und Objekten beleuchtet die großartige Schau wichtige Themen und Entwicklungslinien, die Feiningers Werk geprägt und unverwechselbar gemacht haben.

Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2023; Foto: Norbert Miguletz

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George Orwells „1984“ am Berliner Ensemble

2023, November 27.

Luc Percevals Inszenierung einer Zukunftsvision

von Simone Hamm

Die vier Schauspieler tragen graue Anzüge und große Hornbrillen. Sie haben kahl geschorene Köpfe und sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Paul Herwig, Gerrit Jansen, Oliver Kraushaar und Veit Schubert verkörpern virtuos eine einzige Person: Winston.

 „1984“ von George Orwell, Regie: Luc Perceval , v.l.:  Gerrit Jansen, Oliver Kraushaar, Veit Schubert, Paul Herwig, Foto © Jörg Brüggemann / Berliner Ensemble

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Der Prinz von Homburg in einer Inszenierung von Jette Steckel an der Berliner Schaubühne

2023, November 18.

Schwarze Reiter im Sturm

von Simone Hamm

Schwarze Sandsäcke, zu einer hohen, schiefen Ebene aufgerichtet. Davor Menschen, die ihre Zivilkleidung ausziehen und Uniformen an. Dann zwei Soldaten auf eben diesem Hügel aus Sandsäcken aus schwarzem Plastik. Der eine in einem schwarz-weißen, der andere in einem roten Tarnanzug. Sie stehen einander gegenüber, der eine schießt auf den anderen. Lautes Röcheln, Stöhnen. Todeskampf. „Stirb“, schreit der Schütze in Rot den anderen an.

Prinz Friedrich von Homburg in der Inszenierung an der Schaubühne, Regie: Jette Steckel:© Armin Smailovic_ Weiterlesen