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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Tanz

Seht einmal da steht er, unser Struwwelpeter… bei der Eröffnung der Volksbühne im Großen Hirschgraben

2020, Januar 26.

Frisch von der Lewwer un Freiheit for ever!

von Petra Kammann

Nein, „Frankfurt is kaa Lumpenest!“ Das hat die alte neue Volksbühne im Nachbarhaus zu den „Goethehöfen“ aufs Vortrefflichste bewiesen. Hier wehte am Abend der Uraufführung des „Struwwelpeter“ der Geist der Freiheit mit dem infernalischen Duo Michael Quast und Sabine Fischmann sowie mit den Musikern des Ensemble Modern. Aus der Tradition des Frankfurter Erzählklassikers wurde eine so unterhaltsame wie aufmüpfige Aufführung mit geistreichen musikalischen und dramaturgischen Ideen.

Applaus für das singende und agierende Duo Michael Quast und Sabine Fischmann, alle Fotos: Petra Kammann

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Zum Auftakt des Beethovenjahrs ein Ballett

2020, Januar 2.

Die Schönheit der Antike. Thierry Malandain choreografiert ein Ballett zum Auftakt des Beethovenjahrs. (In der Reihe Highlights des Internationalen Tanzes ist Thierry Malandains Hommage an Beethoven am 22. und 23. Dezember an der Bonner Oper zu sehen.)

von Simone Hamm

La Pastorale, getanzt vom Malandain Ballet Biarritz (Frankreich) © Olivier Houeix“ 

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Auf Wiedersehen im neuen Jahrzehnt!

2019, Dezember 31.

2020 – Der Vorhang zu und alle Fragen offen …

Foto: Petra Kammann

Hommage an William Forsythes Kunst der organisierten Bewegung zu seinem 70ten

2019, Dezember 30.

Ausloten des Raums und der körperlichen Grenzen

Foto-Impressionen von Petra Kammann

William Forsythe anlässlich seiner Ausstellung „Fact of Matter“ 2015 im MMK

Er hat eine große Lücke in der Stadt Frankfurt hinterlassen. Hier gründete er 1984 das Ballett Frankfurt und 2004 The Forsythe Company. William Forsythe, der 1949 in New York geborene Erneuerer des Balletts, hat mit seinen bahnbrechenden Ballettchoreografien, experimentellen Tanztheaterstücken und digitalen Tanzpartituren einen unvergleichlichen tänzerischen Kosmos geschaffen. Nachdem der langjährige Direktor des Frankfurter Balletts die künstlerische Leitung seiner Forsythe Company abgegeben hatte, widmete er sich verstärkt der Wechselbeziehung zwischen Choreographie und Bildender Kunst. 2015 waren seine raumgreifenden Installationen „The Fact of Matter“ im MMK zu sehen. Heute wird er 70 Jahre alt und hat nichts von seiner charismatischen Bühnenerscheinung verloren.

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Sidi Larbi Cherkaoui und Colin Dunne zeigen „Session“ am Schauspielhaus in Köln

2019, Dezember 28.

Vom Tanzen mit Händen und Füßen

von Simone Hamm

Eastman, Session, Foto: Koen Broos 

Von all den großartigen Choreografen und Choreografinnen, die aus dem kleinen Flandern kommen, ist Sidi Larbi Cherkaoui, Sohn eines Marokkaners und einer Belgierin, der vielseitigste. Er ist Leiter des königlichen flämischen Balletts in Antwerpen und hat seine eigene Ballettkompanie „Eastman“. Er brachte siebzehn Shaolin Mönche auf die Bühne, tanzte mit der Flamencosängerin Maria Pagés, arbeitete mit der Performance-Künstlerin Marina Abramovic.

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Abschiedsabend des Choreographen Martin Schläpfer mit b.41

2019, Dezember 1.

Dabei zeigt Schläpfer seine letzte Uraufführung an der Düsseldorfer Oper…

Von Simone Hamm

Jirí Kylián: Forgotten Land – Ensemble, Foto: © Gert Weigelt

Der Abend beginnt mit Jírí Kylians „Forgotten land“. Im Hintergrund ist eine von John MacFarlene gemalte düstere Brandung zu sehen. Das Meer ist das zentrale Motiv. Ebbe und Flut als ewig wiederkehrendes Element, der Rhythmus von Leben und Tod. Die Tänzer bewegen sich auf das Meer zu, einzelne Paare scheren aus, werden mutiger, springen ins Spagat. Und dennoch fließt alles sanft und organisch ineinander. Sie tanzen zu Benjamin Brittens ,Requiem‘. Der hatte es am Vorabend des Angriffs der Japaner auf Pearl Harbor komponiert. Und die Tänzer bringen Krieg, Tod und Verzweiflung auf die Bühne. „Forgotten Land“ ist auch heute noch aktuell und faszinierend.

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„Highlights des internationalen Tanzes“: Urban dance trifft auf modern dance

2019, November 20.

Zwischen Hip Hop, zeitgenössischem Tanz, street dance, Zirkus und Videokunst

Im Rahmen der Reihe „Highlights des internationalen Tanzes“„Pixel“ von Mourad Merzouki und der Compagnie Käfig am Theater Bonn und „Get – together“ an der Kölner Oper

von Simone Hamm

Compagnie Käfig – CCN (Frankreich) Theater Bonn; Foto: Laurent Philippe

Wände wachsen, Wellen rollen, Netze schweben, der Boden bricht auf. Die Tänzer scheinen die Schwerkraft zu überwinden. Schneeflocken fallen auf die Bühne. Räume weiten sich ins Unendliche – und werden klein wie Käfige. Ein Läufer stemmt sich gegen einen Sturm aus Pixeln.

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Tanz im Museum – Anna Teresa de Keersmaeker zu Gast im K20

2019, November 4.

Mit dem Stück „Fase – Four Movements to the Music of Steve Reich“ wurde die belgische Choreografin Anna Teresa De Keersmaeker 1982 schlagartig berühmt. Mit ihrer Kompanie „Rosas“ ist sie jetzt bis zum 10. November im Düsseldorfer K20 präsent. Sie hat eine neue Fassung erarbeitet, die im Rahmen der Reihe „Konstellationen“ / „100 Jahre bauhaus im westen“ zunächst im K20 zu sehen ist; am 16. November dann noch mal als Bühnenfassung im tanzhaus nrw.

Ein-Blicke von Petra Kammann

Die Tänzerinnen Laura Bachmann (l.) und Sofa Ratsifandrihana (r.) tanzen einen Teil der „Four Moments to the Music of Steve Reich“ in der Grabbe Halle der Kunstsammlung NRW, alle Fotos: Petra Kammann

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Die 31. Saison im Tigerpalast Frankfurt

2019, Oktober 7.

Virtuos, professionell, witzig – hohe Artisten-Kunst

von Renate Feyerbacher

Alix und Barti / Tigerpalast

Faxen macht Barti, bevor er sich auf den Klavierstuhl schwingt und in die Tasten greift. Barti ist eine Marionette, die vom dänischen Puppenspieler Alex Jorgensen unglaublich virtuos bewegt wird. Menschliche Regungen und Bewegungen der Augen, der Finger und sogar der Ohren sind so überzeugend, dass man glaubt, ein reales Wesen vor sich zu haben. Wie Barti immer wieder seinen ‚Kollegen‘ Alex  mit der Hand zurückdrängt, das ist irrwitzig. Er braucht Freiheit. Seit vielen Jahren und auf vielen Festivals hat der Künstler diese witzig-perfekte Inszenierung entwickelt. Die Zuschauer waren fasziniert.

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„Europäische Selbstkritik“ – Motto der diesjährigen Ruhrtriennale

2019, September 2.

Gefragt wird nach Macht, nach Privilegien und wer wen überhaupt repräsentieren darf.

Von Simone Hamm

Den Auftakt der Ruhrtriennale 2019 machten Regisseur Christoph Marthaler, Librettistin Stefanie Carp, die Leiterin der Ruhrtriennale und der Musiker Uli Fusenegger.

 „Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend“

Foto: Matthias Horn/Ruhrtriennale 2019

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