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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Tanz

Anne Theresa de Keersmakers und Solal Mariottes phänomenale Hommage an Jaques Brel

2026, September 4.

Minimalismus und breakdance. Vom alt und jung sein

Von Simone Hamm

Zwischen alten Hochöfen, Förderanlagen und dicken Rohren liegt die Gießhalle im Duisburger Landschaftspark.  Die Gießhalle, da, wo früher mit flüssigem Eisen gearbeitet wurde, ist heute eines der beeindruckendsten Industriegebäude, in denen die Aufführungen der Ruhrtriennale stattfinden. Sehr groß, weitläufig, halboffen, so dass das Licht der Industrieanlagen sich mit dem Bühnenlicht mischt.

Solal Mariotte, Anne Teresa De Keersmaeker © Anne Van Aerschot / Ruhrtriennale

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Glanz und Elend auf der Ruhrtriennale

2026, September 2.

Flamenco at it’s best: RI TE mit Israel Galván und Marlene Monteiro Freitas und ein verkorkstes David Bowie Musical

Von Simone Hamm

Dreimal hat Ivo van Hove die Ruhrtriennale mit Stücken begonnen, die nur auf Songs beruhen. Sandra Hüller sang songs von PJ Harvey und zeigte, dass sie erheblich besser spielen als singen kann. Immerhin hatte sie Spaß daran und das übertrug sich aufs Publikum. Vor einem Jahr versuchte Lars Eidinger sich an Sinatra und scheiterte auf der ganzen Linie.

Ivo Van Hove, David Bowie (v.l.n.r.)  © Jan Versweyveld, Ruhrtriennale 2026

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100 Jahr Mousonturm in Frankfurt

2026, August 25.

Eine kulturelle und kulturpolitische Erfolgsgeschichte nach wirtschaftlichem Niedergang

Von Walter H. Krämer

1972 kam das AUS für die ehemalige Seifen- und Parfümfabrik. Das Gelände lag längere Zeit brach und wartete auf eine neue Nutzung. Dank des umtriebigen damaligen Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann und des späteren Intendanten Dieter Buroch entstand dort eine Kulturfabrik, die bis heute weit über die Stadtgrenze hinaus als kultureller Leuchtturm wahrgenommen wird und fest in der Nachbarschaft und in der Stadt verankert ist.

Der Turm der einstigen Mousonfabrik – eine Ikone, Foto: Walter H. Krämer

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Das Festival der Entdeckungen für Alle – FRATOPIA in der Alten Oper Frankfurt

2026, August 24.

Ein Gespräch über die Festivalausgabe und Zukunftspläne mit Dr. Markus Fein, Intendant der Alten Oper

Die Vorbereitungen des 5-tägigen Festivals FRATOPIA, das von Mittwoch, 23., bis Sonntag, 27. September stattfindet, sind in vollem Gange. Das Konzerthaus am Opernplatz heißt alle Bürger und alle Bürgerinnen der Stadt willkommen und gewährt ihnen freien Eintritt. FeuilletonFrankfurt-Chefredakteurin Petra Kammann traf Dr. Markus Fein vorab zu einem Hintergrundgespräch.

Der Intendant der Alten Oper Dr. Markus Fein in seinem Büro, Foto: Petra Kammann

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Zwischen Operita und Oratorium „María de Buenos Aires“ an der Deutschen Oper am Rhein

2026, August 2.

Verloren in der Nacht

Von Simone Hamm

Tangomusik von Astor Piazzolla im Düsseldorfer Köbogen. Zur letzten Aufführung von „Maria de Buenos Aires“ hat sich die Oper Düsseldorf etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie übertrug die Lieder zu Bandoneonklängen und großem Orchester live in der Innenstadt.

Szenenbild aus „María de Buenos Aires“, Deutsche Oper am Rhein, Foto: Andreas Etter

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25 Jahre Weseler Sommerwerft – Internationales Theaterfestival am Fluss

2026, Juli 21.

Kultur verbindet Menschen

Was einst als Initiative der freien Szene begann, ist heute ein fester Bestandteil des Frankfurter Kultursommers – ein Festival direkt am Mainufer, das im Kontrast zur Skyline und im Schatten der Europäischen Zentralbank steht. Seit ihrer Gründung steht die Sommerwerft für eine offene, frei zugängliche Theaterkultur, die bewusst abseits etablierter Bühnen stattfindet. Und das bei freiem Eintritt. Mit über 110.000 Besucher*innen jährlich zählt die Sommerwerft zu den größten deutschen Open-Air-Theater Veranstaltungen und macht Theater im öffentlichen Raum für ein breites Publikum erlebbar.

Ein stimmungsvolles Bild von der Atmosphäre während der Sommerwerft, Foto: Barbara Walzer

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Florentine Holzingers „A year without a Summer“ beim Asphalt Festival in Düsseldorf

2026, Juli 20.

Freud, Frankenstein, Facelifting und ein Frauentorso

von Simone Hamm

Kunst könne Kriege nicht verhindern, dennoch sei sie unverzichtbar, sagt Sasha Salzmann in ihrer Eröffnungsrede „Kunst in Kriegszeiten“ des asphalt Festivals in Düsseldorf. Doch Kunst könne dem Schrecken des Krieges Empathie, Menschlichkeit und Schönheit entgegen setzen, könne ein Lichtsignal setzten. Für Salzmann ist das Theater qua Form die politischste aller Kunstformen: Alle Formen kommen zusammen. Dennoch könne Kunst nicht nach ihrem politischen Nutzen beurteilt werden.

„ A Year without a Summer“, Foto: Nana Franck / asphalt Festival

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Schauspiel und Tanz auf höchstem Niveau im Pfalzbau-Theater Ludwigshafen in der kommenden Saison 2026/27

2026, Juli 5.

Gastspiele aus  Berlin, Hamburg, München und Wien in der Spielzeit 26/27

Von Walter H. Krämer

Die Spielzeit 2026/27 des Theaters im Pfalzbau präsentiert sich außergewöhnlich vielfältig und setzt erneut starke Akzente im Schauspiel und Tanz. Internationale Compagnien, bedeutende Regisseurinnen und Regisseure sowie herausragende Ensembles und Schauspieler*innen prägen das Programm.

BERLINER ENSEMBLE: „Was ihr wollt“ von William Shakespeare, Regie: Antú Romero Nunes

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Pina Bausch revisited: „Nelken“ und „Sweet Mambo“in Wuppertal

2026, Juni 30.

Immer noch anrührend. Immer noch großartig.

Von Simone Hamm

Behutsam schreiten die Tänzer durch ein Meer aus Nelken, darauf bedacht, keine Blume zu zertreten. Am Ende des Abends werden die 8000 Nelken niedergetrampelt sein. Peter Pabst hat viele wunderbare Bühnenbilder geschaffen. Das für „Nelken“ ist sein berühmtestes.

Das Wuppertaler Ensemble in „Nelken“, einem  Stück von Pina Bausch. Foto: Laszlo Szito

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„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Regina Schillings schillerndes Filmporträt

2026, Juni 23.

Eine poetische Spurensuche: doppelgesichtig, modern und visionär

Von Petra Kammann

Anlässlich des 100. Geburtstags am 25. Juni 2026 von Ingeborg Bachmann entstand mit der Schauspielerin Sandra Hüller und der Regisseurin Regina Schilling ein filmisches Porträt von einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Hüller nähert sich der „Poetessa“, die ihre letzten Jahre in Rom verbringt, fast traumwandlerisch durch zeitgenössisch improvisierte Szenen an. Das so entstandene komplexe Porträt mit dem kenntnisreich zusammengestellten Archivmaterial, mit Interviewauszügen und Bachmanns eigenen Texten wie auch der unnachahmliche Bachmann-Sound im Background machen die Zerbrechlichkeit und die Kraft einer Künstlerin spürbar, deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) hört Musik und tanzt beschwingt dazu am Ufer des Tibers in Rom.

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