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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Wiesbaden

Hier spielt die Musik: Willkommen im Rheingau! Das Musik-Festival beginnt…

2022, Juni 21.

Festliche Eröffnung in Kloster Eberbach

Nach einer pandemiebedingten Pause von zwei Jahren bringt der diesjährige Festivalsommer seinem Publikum die Musik in voller Strahlkraft zurück. In wenigen Tagen beginnt das 35. Rheingau Musik Festival (25. Juni bis  3. September 2022). Insgesamt 134 Konzerte werden an 25 Spielstätten im Rheingau und benachbarten Regionen zum Klingen kommen. Traditionell findet die Eröffnung am Samstag, 25., sowie am Sonntag, 26. Juni im Kloster Eberbach statt mit dem hr-Sinfonieorchester und erstmals unter der Leitung seines Chefdirigenten Alain Altinoglu und dem MDR-Rundfunkchor, mit Katharina Konradi (Sopran), Miriam Albano (Mezzosopran), Matthew Swensen (Tenor) anstelle des ursprünglich geplanten Tenors Charles Castronovo.

Stimmungsvoll ist die Eröffnung im Kloster Eberbach; Foto:Klaus Weddig/RMF

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Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach in der Wiesbadener Lutherkirche

2022, April 19.

Dramatik und Kontemplation

Mein Reich ist nicht von dieser Welt

Von Petra Kammann

Angesichts der Weltlage war in diesem Jahr die Karwoche mit der Besinnung auf Leid und Trauer alles andere als ein abstraktes Gedenken, da nach wie vor die Menschen in den umkämpften Regionen der Ukraine Gewalt und Gefahr ausgesetzt sind, während die Zahl der Geflüchteten, die weiter um ihre Liebsten trauern und bangen müssen, täglich zunimmt. Ein solch dramatisches Geschehen spiegelt sich auch in der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach wieder, die 1724 während der Karfreitags-Vesper in der Leipziger Nikolaikirche erstmalig aufgeführt wurde. Bachs Meisterwerk war am vergangenen Karfreitag in einer der großen evangelischen Innenstadtkirchen mit kirchenmusikalischem Schwerpunkt zu erleben. Der Bericht von der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu Christi aus dem Johannesevangelium wird in diesem musikalischen Werk kunstvoll durch Choräle und Arien ergänzt und miteinander verwoben. Unter der Leitung von Niklas Sikner, dem Kantor der Wiesbadener Lutherkirche, überzeugten das Bachorchester, der Bachchor sowie herausragende Solisten.

Zu Beginn des Konzerts in der Lutherkirche trugen die Sänger:innen des Bachchors noch Maske; Foto: Petra Kammann

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Filmfestival goEast in Wiesbaden

2022, April 19.

Von Renate Feyerbacher

Endlich ist es wieder soweit. Nun endlich können alle wieder im Kino zusammenkommen. Zum 22. Mal kann das vom Deutschen Filminstitut und Filmmuseum Frankfurt (DFF) veranstaltete goEast Filmfestival ohne Corona-Einschränkungen wieder live stattfinden, während es in den letzten beiden Jahren ein Online-Festival gab und im vergangenen Jahr nur anwesende Jurymitglieder live dabei sein konnten. Das mittel- und osteuropäische Filmereignis geht vom 19. April bis zum 25. April 2022. Die Besucher:innen können sich auf 15 Deutschlandpremieren, eine internationale Premiere und fünf Weltpremieren freuen sowie auf drei filmhistorische Sektionen, Vorträge, Filmgespräche und ein neues Begleitprogramm, das unter dem Titel „Cinema Archipelago“ neue Rezeptionsräume für das Kino und audiovisuelle Kunstformen eröffnet

Ankündigung des mittel- und osteuropäischen Film-Festivals; ©goEast

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Neues Leben in alten Gemäuern – Das Graue Haus am Rhein

2022, Januar 2.

Stilsicher und stimmungsvoll, gehoben, aber nicht abgehoben

von Petra Kammann 

In Oestrich-Winkel war es einst das Stammhaus der Familie Greiffenclau, deren Stammbaum bis zum Jahr 1097 zurückverfolgt werden kann, das Graue Haus. Bis 1330 diente es der Familie wohl als Wohnsitz, später dann als Wohnhaus für die Beschäftigten von Schloss Vollrads. Viele Jahre lang lag das charakteristische romanische Gebäude, das auch einmal ein Sterne-Restaurant mit Egbert Engelhardt beherbergte, im Dornröschenschlaf. Doch nun können Rheingau-Liebhaber und Gourmets hier wieder auf ihre Kosten kommen und sich verwöhnen lassen…

Blick vom Grauen Haus auf die Rheinpromenade; Foto: Petra Kammann

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Ritschl-Preis-Träger Slawomir Elsner im Museum Wiesbaden

2021, November 23.

Präzision gepaart mit verwirrender Unschärfe

Von Hans-Bernd Heier

Akribische Buntstiftzeichnungen und großformatige Aquarelle – das Werk von Slawomir Elsner ist so ungewöhnlich wie vielseitig. Unter dem Titel „Präzision und Unschärfe“ widmet das Museum Wiesbaden bis zum 6. März 2022 dem Träger des Otto-Ritschl-Preises 2020 die erste umfassende museale Einzelschau. Die Sonderausstellung bietet einen Überblick über den künstlerischen Werdegang des Malers. Zu sehen sind Arbeiten, die noch zu Studienzeiten entstanden sind, bis zu den Werken, die der Künstler eigens für die Ausstellung angefertigt hat. Im Zentrum stehen seine aktuellen Farbarbeiten. Versammelt sind neben einer 20-teiligen Fotoserie rund 50 Arbeiten aus seinen charakteristischen Werkserien.

Slawomir Elsner „Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Mädchen mit Turban)“, nach Jan Vermeer, Mauritshuis, Den Haag, 2018, Farbstift auf Papier; Sammlung Dr. Claar; Foto: Sebastian Schobbert

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Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden

2021, September 21.

Narrative Jubiläumsschau mit origineller Hängung

Von Hans-Bernd Heier

Vor hundert Jahren traf Alexej von Jawlensky (1864—1941) spontan die Entscheidung, sich in Wiesbaden niederzulassen. In der Landeshauptstadt wohnte der herausragende Expressionist zwanzig Jahre und erlebte künstlerische wie auch menschliche Höhen und Tiefen. Was in den Jahren bis zu seinem Tod geschah, ist Thema der großen Jubiläumsausstellung „Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden“. In der Gesamtschau präsentiert das Landesmuseum erstmals den kompletten eigenen Sammlungsbestand.

Alexej von Jawlensky “Selbstbildnis“, Öl auf Karton, 1912; Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe der Landeshauptstadt Wiesbaden; Foto: Bernd Fickert

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„Faszination Wissenschaft“ im Kunsthaus Wiesbaden – Herlinde Koelbls Porträts von Spitzenforscher*innen

2021, September 14.

Fesselnder Blick in die abstrakte Welt der naturwissenschaftlichen Forschung

Von Hans-Bernd Heier

Die Münchner Fotografin Herlinde Koelbl hat in ihrem neuesten fotografischen Langzeitprojekt 60 der weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ganz besondere Weise porträtiert.

Emmanuelle Charpentier, Chemie-Nobelpreisträgerin, 2020; © Herlinde Koelbl

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Kooperation mit dem DFF: Internationale Stummfilmtage – Bonner Sommerkino in Frankfurt und Wiesbaden

2021, August 9.

Eine Auswahl markanter Filme erstmals in Frankfurt:

Filmreihe in Frankfurt im Kino des DFF von Dienstag, 24., bis Dienstag, 31. August

Das größte Stummfilmfestival Deutschlands, das „Bonner Sommerkino – Internationale Stummfilmtage“ (12. bis 22. August in Bonn ), steht in diesem Jahr unter neuer künstlerischer Leitung (Eva Hielscher und Oliver Hanley) und wird zum ersten Mal in Kooperation mit dem DFF veranstaltet. Zu sehen ist ein vielfältiges Programm mit neuen Restaurierungen, Raritäten, Wiederentdeckungen und Klassikern.

Fiimstill: Magda Holm in FLICKAN I FRACK/ DFF

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Bewohnbare Skulpturen in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main bieten individuelle Erlebnisse.

2021, August 8.

Urlaub in der Kunst

Acht Kunstinstallationen von internationalen Künstler:innen in Frankfurt, Darmstadt und in Wiesbaden ermöglichen überraschende Entdeckungen im öffentlichen Stadtraum. Mit sogenannten „night & day experiences“ präsentiert die gemeinnützige tinyBE Gesellschaft künstlerisch freie, visionäre, utopische oder auch dystopische Ideen zu minimalistischen Formen des Wohnens und Lebens.

Mia Eve Rollow & Caleb Duarte: The Embassy of the Refugee, 2021, tinyBE Frankfurt am Main,
Foto: Wolfgang Günzel

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„Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften“ sowie „Exquisit“ – Zwei Sonderausstellungen im Museum Wiesbaden

2021, Juni 20.

Faszinierende Entdeckungsreise durch die vielfältige Kunst des 19. Jahrhunderts

Von Hans-Bernd Heier

Kaum ein Jahrhundert hat die Welt so radikal und umfassend verändert wie das 19. Jahrhundert. Diese Zeit war durchdrungen von gesellschaftlichen Spannungen, wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen, übersteigertem Hochmut und der Ernüchterung nach dem Fall. Als Museumsgründung dieser Epoche fühlt sich das Landesmuseum Wiesbaden den künstlerischen Werken dieser Zeit besonders verbunden. Nach über sieben Monaten ohne Besucher trumpft es jetzt gleich mit zwei beeindruckenden Sonderausstellungen auf: „Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften – Oder von der Liebe zur Malerei: Neues aus dem 19.“ und „Exquisit – Schenkung Jan und Friederike Baechle“.

August Wilhelm Leu „Landschaft am Königssee“, Öl auf Leinwand, 1865; Schenkung Walter Leu; Foto: Museum Wiesbaden / Dirk Uebele

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