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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Wiesbaden

„Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ nur noch wenige Tage im Museum Wiesbaden

2020, Januar 7.

Vielfarbige Lust am Experiment. Die Malerei lebt!

Die Malerei soll tot sein? Eine besondere Ausstellung in Wiesbaden beweist das Gegenteil… Impressionen von Petra Kammann

Imposant – die monumentalen „Zeichen auf Grund“ von Max Fintrop, „Untitled“, 2019, Acryl und Pigmente auf Leinwand, Foto: Petra Kammann

Das Museum Wiesbaden, das Kunstmuseum Bonn sowie die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser haben erstmals den Versuch unternommen, den heutigen Stand der Malerei ,flächendeckend‘ zu erkunden und einen Querschnitt der jungen Malerei abzubilden, die in den letzten Jahren in Deutschland produziert wurde. In dem daraus resultierenden gemeinsamen Ausstellungsprojekt „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ geht es um Malerei pur und nicht um „installative oder multimediale Erweiterungen des Mediums“.

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Dr. Andreas Henning ab März neuer Direktor des Museums Wiesbaden

2020, Januar 6.

Mit neuen Ideen Nicht-Museumsbesucher locken

Von Hans-Bernd Heier

Dr. Andreas Henning, Jahrgang 1969, wird zum 1. März 2020 neuer Direktor des Museums Wiesbaden. Der gebürtige Berliner ist derzeit noch Kurator für italienische Malerei an der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Er setzte sich, wie Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn bei seiner Vorstellung im Landesmuseum betonte, gegen 25 Bewerber/innen durch.

Dr. Andreas Henning hat mit engagierten Ideen die Auswahlkommission überzeugt; Foto: © „kunst.hessen.de“

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Musik in der Elbphilharmonie: Klarheit und Neugier

2019, Dezember 23.

Großer Kontrast zu den Sälen in Frankfurt und Wiesbaden

Von Uwe Kammann

Vor dem Konzert im großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie, Foto: Petra Kammann

Welche Kontraste. Hier, im Rhein-Main-Raum, der große Thiersch-Saal im Wiesbadener Kurhaus, kaiserlich geschmückt und zugleich mit elegantem Jugendstil betörend. Dann der Große Saal in der Frankfurter Alten Oper, relativ schlicht im 80er Jahre Chic, mit warmer Holzverkleidung und den funktionalen Sesseln in seltener Kombination aus Metallwangen und Stoffbezug.

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Kulturtipps: Was FeuilletonFrankfurt-Autoren empfehlen und was sie inspiriert

2019, Dezember 20.

Schauen, Entdecken und Staunen

Für Petra Kammann sind die Schätze des Städel Museums ein steter Quell neuer Seherfahrungen. 

Klar, in Sonderausstellungen wie „Making van Gogh“. Aber auch bei den alten Meistern der 2. Etage. Die Kostbarkeiten der italienischen und flämisch-niederländischen Renaissance stellen für mich einen großen Reiz dar wie zum Beispiel die „Lucca-Madonna“ des Jan van Eyck. Betörend allein ihr leuchtend rotes Gewand mit dem natürlichen Faltenwurf, die schützende Intimität des Innenraums, in dem Licht auf einzelne Gegenstände fällt, das sie ganz plastisch erscheinen lässt. Welch Detailreichtum lässt die feine Maltechnik des flämischen Meisters hier aufscheinen! Gleich ob im kostbar gewebten Baldachin, in den goldschimmernden Löwen an ihrer Seite oder in der nackten Existenz des Kleinkindes, dem sich die Mutter mit innigem Blick zuwendet. Frankfurt kann sich glücklich schätzen, ein Werk von einem der bahnbrechendsten Künstler seiner Zeit zu besitzen. 2020 wird Flandern ganz im Zeichen Jan van Eycks stehen, nicht nur die frisch renovierten Außentafeln seines berühmten Genter Altars. Und wir haben eines seiner Meisterwerke vor der Haustür…

Jan van Eyck, Lucca-Madonna, ca. 1437, 65,7 x 49,6 x 0,8 cm, Städel Museum Frankfurt am Main© Städel Museum 

Hans-Bernd Heier ist begeistert von der Jugendstil-Sammlung im Landesmuseum Wiesbaden.

Der ehemalige Kunsthändler Ferdinand Wolfgang Neess hat seine einzigartige Kollektion dem Museum geschenkt – die größte Schenkung, die das Haus je erhalten hat.

Ein Riesenglücksfall für Wiesbaden und für Jugendstil-Freunde! Zum 90. Geburtstag des Mäzens wurde die grandiose Dauerausstellung im Juni 2019 eröffnet. Um eine adäquate Inszenierung der hochkarätigen Artefakte als Gesamtkunstwerk zu erreichen, wurde eigens der Südflügel des Museums umgebaut.

An dem Umbau beteiligte sich Neess mit einem Millionenbetrag. Zu bewundern sind rund 500 Preziosen allerhöchster Qualität – mit „Überwältigungsgarantie“, so der Kurator Dr. Peter Forster.

Ausstellungsansicht; Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Renate Feyerbacher empfiehlt die Ausstellung Maximilian Schell im Deutschen Filminstitut / Filmmuseum

Über 100 prall gefüllte Kartons mit dem filmbezogenen Nachlass kamen seinerzeit ins DFF. Sieben Monate sichtete der Archivar Schrift-, Bild-, Ton- und 3D-Dokumente des 2014 verstorbenen Maximilian Schell. Er ist einer der wenigen deutschsprachigen Schauspieler, die zu Weltstars wurden. Aber er war nicht nur ein großer Schauspieler im Film und auf der Theaterbühne, sondern auch Produzent, Opernregisseur, Maler, Zeichner, Autor, Kunstexperte und Pianist – ein Multitalent. Früh in seiner Karriere erhielt er den Oscar für „Judgment at Nuremberg“ (Das Urteil von Nürnberg – 1961.) Eine Starbesetzung, zu der auch Marlene Dietrich gehörte. Mit 52 Jahren macht er sich an das Projekt „Marlene“ – ab 1982. Der Dokumentarfilm über die  legendäre Marlene Dietrich, die nicht gefilmt werden wollte, aber intensiv mit  Maximilian Schell redete, wurde vielfach ausgezeichnet und für den Oscar nominiert.  Einige Tondokumente sind im Marlene-Separée zu hören.

Abbildung: Ausstellung Maximilian Schell im Deutschen Filminstitut / Filmmuseum

Erhard Metz schätzt Maria Magdalena, die „Schöne Ulmerin“: zunächst des Ulmer Bildschnitzers Michel Erhart (um 1475-1480) und dann der wunderbaren Frankfurter Malerin Barbara Feuerbach (2004). 

Maria Magdalena, die starke, neben der Mutter Jesu bedeutendste Frau im Neuen Testament, verehrt als Gefährtin des Erlösers, die unter dem Kreuz stand, als die Jünger-Männer längst geflohen waren, die am offenen Grab als erste dem Heiland begegnete und die Kunde von der Auferstehung in die Jüngerrunde trug. Heilige, dann aber von einem männerbündischen Klerus (Papst Gregor I.!) noch bis in die Neuzeit als Prostituierte und Sünderin verfemt. Auch bei Meister Erhart steht die modische burgundische Hoftracht mit der riesigen Haube, das reich geschmückte Stirnband und der aufwändig ausgebreitete Schleier für eitlen, lasterhaft-sündigen Lebenswandel. Barbara Feuerbach überträgt das Bild dieser Magdalena ins Hier und Heute – nun als selbstbewusste, kesse wie zugleich sinnend-nachdenkliche junge Frau. Und mit ihrer provokanten Schleife gibt sie noch einem jeden Widersacher Kontra!

Michel Erhart, Reliquienbüste der Hl. Maria Magdalena, Ulm, um 1475-80, Lindenholz, spätgotische Fassung mit neueren Ergänzungen, Ulmer Museum, Bildnachweis: Rufus46, wikimedia commons/Creative commons CC 3.0/Barbara Feuerbach, Maria Magdalena, 2004, Acryl auf Holz, Foto: Erhard Metz

Simone Hamm war von Mircea Cartarescus neuem Roman „Solenoid“ tief beeindruckt

Bei dem rumänischen Autor Mircea Cartarescu muss man sich einlassen auf Wahn und Irrsinn, auf die abgedrehtesten Erinnerungen, auf Halluzinationen, auf eine morbide Erotik, auf psychedelische Träume.
In „Solenoid“ (Zsolnay) erzählt er auf über 900 Seiten die phantastische Geschichte eines Lehrers.
Mircea Cartarescu steigert die Wahrnehmungskraft seiner Protagonisten ins Unermessliche – sie sind wie in Trance, wie in einem visionären Traum. Hyperrealistisch.
Und er erzählt er von einem zerfallenen Bukarest, das sich in den Himmel erhebt. Für Cartarescu ist Bukarest immer eine mysteriöse Stadt geblieben, eine, die er sich selbst erträumt haben könnte. Ernest Wichner hat das grandios ins Deutsche übertragen.

   

Mircea Cartarescu, Foto: Simone Hamm

BRIDGES. BRÜCKEN – das Thema der neuen IWC-Präsidentin Roseann Padula

2019, November 21.

Brücken – von Ufer zu Ufer, von Sprache zu Sprache, von Kunst zu Musik, von Kultur zu Kultur, von Beruf zu Ehrenamt, von Frau zu Frau, von Mensch zu Mensch

Petra Kammann besuchte die US-amerikanische Präsidentin des International Women’s Club in Wiesbaden.

Roseann Padula geht auf Menschen zu, Fotos: Petra Kammann  Weiterlesen

Mit dem Bau des Reinhard Ernst-Museums wird’s ernst

2019, September 11.

Ein Glücksfall für Wiesbaden und der Traum des Sammlers wird wahr

Von Hans-Bernd Heier

Im Festzelt herrschte eitel Sonnenschein: Anlässlich des Baubeginns des Ernst-Museums hatte die Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu einer großen Feier eingeladen. Die Planierung des an der Wilhelmstraße 1 gelegenen Geländes bedeutet einen weiteren Schritt zur Realisierung des Traums des Sammlers und Mäzens und für Wiesbaden nach dem großherzigen Geschenk der hochkarätigen Jugendstilsammlung des ehemaligen Kunsthändlers Ferdinand Wolfgang Neess einen weiteren Glücksfall.

Entwurf des Museums Reinhard Ernst; © Fumihiko Maki

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Hessischer Denkmalschutzpreis ehrt engagierten Einsatz für Kulturschätze

2019, August 24.

Leuchtturmprojekte ausgezeichnet – Preise im Wert von insgesamt 32.000 Euro im Biebricher Schloss vergeben

Von Hans-Bernd Heier

Denkmalschutz wäre ohne den leidenschaftlichen und aufwendigen Einsatz vieler Menschen nicht möglich. Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich und verdient deshalb gesellschaftliche Anerkennung. Aus diesem Grunde wird seit 1986 jährlich der Hessische Denkmalschutzpreis für Leistungen auf den Gebieten der archäologischen Denkmalpflege, der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der Gartendenkmalpflege vergeben.

Alle ausgezeichneten Preisträger versammelten sich nach der Ehrung auf der Schlosstreppe zur Rotunde; Foto: Hans-Bernd Heier

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Der 26. Rheingau Musik Preis 2019 an Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

2019, Juli 23.

Ein denkwürdiger Robert Schumann-Abend: Poetisch, leidenschaftlich – sein Innerstes offen legend

Im Wiesbadener Kurhaus wurden am 12.Juli Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit dem Rheingau Musik Preis 2019 ausgezeichnet.

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

Die Preisträger: Vertreter der Deutschen Bremer Philharmonie, Staatsekretärin Ayse Asar, Paavo Järvi, Michael Herrmann, Mitte hinten: Dr. Heinz-Dieter Sommer (hr)

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Exquisite Jugendstilsammlung des Mäzens F. W. Neess in Wiesbaden

2019, Juli 4.

Ein Riesen-Glücksfall für die Stadt

Von Hans-Bernd Heier

Im Zuge einer äußerst großzügigen Schenkung erhielt das Landesmuseum Wiesbaden im März 2017 eine der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des Jugendstils und Symbolismus. Es ist die größte Schenkung, die das Haus je erhalten hat…

Ausstellungsansicht; Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

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goEast – Festival des mittel-und osteuropäischen Films in Wiesbaden

2019, April 9.

Brückenschlag zwischen Ost und West und zwischen den Generationen

von Renate Feyerbacher

Festival-Leiterin Heleen Gerritsen, Foto: Renate Feyerbacher

Am Mittwoch, den 10. April 2019, beginnt zum 19. Mal das bedeutende Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden.

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