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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Wiesbaden

Ein Festtag für Wiesbaden: Das Museum Reinhard Ernst ist eröffnet

2024, Juni 24.

Das noble Kunst-Geschenk an der Wilhelmstraße soll Kreativität anfeuern und beflügeln

Von Uwe Kammann

Das Überflüssigste beim neuen Museum Reinhard Ernst? Dass irgendjemand meinte, diesem so klaren, kristallinen Bau – ein wahres Auftakt-Ausrufezeichen an der Wiesbadener Wilhelmstraße – einen Spitznamen geben zu müssen, einen, den viele Medien ohne kritische Distanz eilfertig als Bürgererfindung weiterreichen: Zuckerwürfel. Doch wer vom Marketing-Firlefanz absieht, der wird schlicht konstatieren: wirklich, ein strahlend schönes Museum ist in drei Planungs- und fünf Baujahren entstanden. Eines, das trotz seiner mächtigen Kuben den Boulevardrahmen nicht sprengt; und das trotz großflächiger, nur sparsam rhythmisierter Fassaden nicht erdrückend und abweisend, sondern durchaus leicht wirkt – was vor allem der Verkleidung mit hellweißen (‚Bethel White’) per Hammerbearbeitung leicht aufgerautem Granitplatten zu verdanken ist.

Das auf dem Bildschirm projizierte Gebäude, Foto: Uwe Kammann

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Endlich eröffnet: das museum reinhard ernst (rme) in Wiesbaden

2024, Juni 23.

Erste Foto-Impressionen

von Petra Kammann

„Dieses Haus gehört der Kunst, und die Kunst gehört allen.“
Sonja und Reinhard Ernst

Reinhard Ernst, Stifter und Sammler abstrakter Kunst, bei der Eröffnungsansprache im Maki-Forum, Fotos: Petra Kammann

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„Otto Ritschl – Bilder der späten Jahre“ im Kunsthaus Wiesbaden

2024, Mai 24.

Faszinierendes Spätwerk – ein Farb-Fest fürs Auge

Von Hans-Bernd Heier

Otto Ritschl gehört zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Kunst in Deutschland. Er stand in engem Austausch mit Alexej von Jawlensky, Ernst Wilhelm Nay, Willi Baumeister und Hanna Bekker vom Rath und war eine der bedeutendsten Malerpersönlichkeiten im Wiesbadener Kulturleben. Erstmals seit Jahrzehnten zeigt das Kunsthaus Wiesbaden eine repräsentative Auswahl der späten Bilder. Gerade „das Spätwerk hat Ritschls Ruhm ausgemacht“, so Peter Iden, Kunstkritiker und Gründungsdirektor des Frankfurter Museums für Moderne Kunst.

1975/35 Komposition; ©wiesbaden.de / Foto: Museumsverein Ritschl e.V.

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„Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK“ für Iris Hoppe und deren Ausstellung „Counter Balance“

2024, Mai 11.

Ausloten der Grenzen von Körper, Psyche und Lebensraum

Von Petra Kammann

Zum dritten Mal wurde der „Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK“ bundesweit ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr mit dem Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK e.V.(Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V) das Gesamtwerk einer Künstlerin, „die in der Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Gegenwart und zu herausragenden Ausdrucksformen gefunden hat“. Er ging  an die Multi-Media-Künstlerin Iris Hoppe. Eines ihrer Themen: Ist die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten? Der Sinn für die Balance, den Körper und die Psyche ins Gleichgewicht zu bringen, durchzieht das gesamte Werk der in Köln arbeitenden experimentierfreudigen Künstlerin. In Zeichnungen, Videos, Fotos, Skulpturen und Performances komponiert sie vorgefundene und händisch bearbeitete Materialien in Fläche und Raum, in Bewegung, Handlung und Zeit. Und sie bringt diese mit poetischen Texten und musikalischen Kompositionen ästhetisch in Schwingung.

Exercises on equality von Iris Hoppe 

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Museum Wiesbaden zeigt „Günter Fruhtrunk. Retrospektive“

2024, Mai 1.

Intensives Seherlebnis dank farbgewaltiger Arbeiten

Von Hans-Bernd Heier

Günther Fruhtrunk revolutionierte die abstrakte Nachkriegsmalerei in einer Weise, die bis heute ihresgleichen sucht. Seine Kunst prägte jahrzehntelang das Straßenbild der Bundesrepublik. Anlässlich seines 100. Geburtstags widmet jetzt das Museum Wiesbaden dem Maler und Grafiker eine sehenswerte Retrospektive – nach der ersten Station im letzten Jahr in Bonn. Es ist die erste große Einzelausstellung des Künstlers nach drei Jahrzehnten in Deutschland. Bis zum 25. August 2024 zeigt das Landesmuseum Wiesbaden rund 50 Gemälde aus allen Schaffensphasen Fruhtrunks.

Ausstellungsansicht der Fruhtunk-Restrospektive; Foto: Museum Wiesbaden

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17. Lichter Filmfest Frankfurt International

2024, April 17.

Motto: In die Zukunft! Eine Vor- und Rückblende

von Renate Feyerbacher

Festivalplakat

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Museum Wiesbaden erhält 60 Dauerleihgaben von Rebecca Horn

2024, März 22.

Das Land Hessen vereinbart exklusive Kooperation mit der Stiftung der Künstlerin

Die deutsche Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin Rebecca Horn begeht am 24. März 2024 ihren 80. Geburtstag. Ein großer Werkkomplex der international bekannten Künstlerin wird in Hessen verbleiben. Dies gaben bei einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Boris Rhein Prof. Peter Raue von der Moontower Foundation und Museumsdirektor Dr. Andreas Henning bekannt.

Portrait Rebecca Horn; © Rebecca Horn, Foto: Gunter Lepkowski, Berlin

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Museum Wiesbaden zeigt „Zeitfenster – Stephan Balkenhol trifft Alte Meister“

2023, November 12.

Moderne Skulpturen in spannendem Dialog mit alter Gemäldesammlung

Von Hans-Bernd Heier

Der international renommierte Bildhauer Stephan Balkenhol hat sich das Material Holz zu eigen gemacht und öffnet im Museum Wiesbaden ein Zeitfenster der besonderen Art: Seine Figuren, Abbilder des zeitgenössischen Menschen, treten in der Sonderausstellung „Zeitfenster: Stephan Balkenhol trifft Alte Meister“ in einen faszinierenden Dialog mit den Kunstwerken der vorzüglichen Gemäldesammlung  alter Meister des Landesmuseums. 45 Skulpturen seiner von ihm geschaffenen „Kunstfamilie“ hat der Bildhauer dazu in den Themenräumen der Dauerausstellung auf der zweiten Etagen versammelt.

Ausstellungsansichtmit Besucherin; Foto: Museum Wiesbaden/ Bernd Fickert

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„HAP Grieshaber — FORM|SPRACHE“ im Museum Wiesbaden

2023, Oktober 1.

Holzschnitte als Sprachrohr gegen soziale Missstände

Von Hans-Bernd Heier

Der deutsche Grafiker und Holzschneider HAP Grieshaber revolutionierte die Technik des Holzschnitts im Deutschland der Nachkriegszeit. Seine großformatigen Arbeiten in abstrahiertem, jedoch figurativem Duktus thematisieren essentielle Fragestellungen unserer Gesellschaft, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben – von Naturschutz bis hin zu sozialer Gerechtigkeit. In der sehenswerten Sonderausstellung „HAP Grieshaber — FORM|SPRACHE“ versammelt das Museum Wiesbaden über 70 Grafiken des umfassenden Œuvres Grieshabers.

Ausstellungsansicht; Foto: Museum Wiesbaden/Christoph Boeckheler

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Perkussionist Martin Grubinger nimmt Abschied von der Bühne

2023, August 15.

„Entweder macht man etwas mit totaler Hingabe oder gar nicht“

von Renate Feyerbacher

Die Schlägel wirbeln umher. Martin Grubinger flitzt von einem Instrument zum andern. Mit „Le sacre du printemps“ („Das Frühlungsopfer“) von Igor Strawinsky, der Geschichte der brutalen Opferung eines jungen Mädchens, arrangiert für zwei Klaviere und Perkussion, beginnt der Abend im Kurhaus Wiesbaden. Ungewöhnlich, faszinierend.

 Collage der Programmfotos des Rheingau Musik Festival, Foto: Renate Feyerbacher

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