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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Wiesbaden

Museum Wiesbaden blickt auf fulminantes Jubiläumsjahr mit Swiftie-Hype und Jawlensky-Archiv

2026, Januar 22.

Besucherstarkes Jahr mit großer internationaler Aufmerksamkeit

Von Hans-Bernd Heier

Das 200-jährige Jubiläum mit einer großen Vielfalt an Sonderausstellungen und nicht zuletzt der Hype um Friedrich Heysers Gemälde „Ophelia“ lockten 2025 viele Besucherinnen und Besucher in das Museum Wiesbaden. Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur, ein Zweispartenhaus, kann eine stolze Bilanz ziehen und feiert das abgelaufene Jahr mit 130.986 Besuchern als eines seiner stärksten Ausstellungsjahre. Das waren im Vergleich zu 2024 rund 20.000 Gäste mehr. „Ein besucherstarkes Jahr mit großer internationaler Aufmerksamkeit“ lautet das Fazit von Museumsdirektor Dr. Andreas Henning.

Besucherin vor Ophelias – Gemälde (Ausschnitt); Foto: Christoph Boeckheler

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Ausblick auf ’s Neue Jahr – Museum Wiesbaden trumpft auch 2026 mit vielseitigem Programm auf

2025, Dezember 18.

Weltweit erste Ausstellung der Künstlerinnen des Blauen Reiters und das Faszinosum Gift

Von Hans-Bernd Heier

Das Museum Wiesbaden hat dieses Jahr sein 200. Jubiläum mit einem faszinierenden Ausstellungsprogramm zelebriert. Museumsdirektor Dr. Andreas Henning nannte zwar noch keine Zahlen, aber sein erstes knappes Fazit lautet: „Ein besucherstarkes Jahr mit großer internationaler Aufmerksamkeit“. Dazu dürfte auch das Musikvideo „The Fate of Ophelia“ von Taylor Swift beigetragen haben. Der Weltstar hat sich offensichtlich von dem Jugendstil-Gemälde „Ophelia“ von Friedrich Heyser inspirieren lassen. Das Gemälde kam 2019 durch die großzügige Jugendstil-Schenkung des Mäzens Ferdinand Wolfgang Nees ins Museum. In dem ersten Clip schlüpft Swift in die Rolle der tragischen Figur der Ophelia aus Shakespeares „Hamlet“ und löst damit bei Swiftie-Fans weltweit einen Hype aus. Dies war gewissermaßen das „ungeplante Sahnehäubchen“ eines ganz außergewöhnlichen Jubiläumsjahrs.

Ein Hingucker gleich im Foyer des Landesmuseums: Taylor Swift in ihrer Rolle als „Ophelia“; Foto: Hans-Bernd Heier

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Maria Sibylla Merian-Preis erstmals vergeben

2025, November 22.

Museum Wiesbaden und Alfred-Weigle-Stiftung zeichnen Künstlerin und Naturwissenschaftlerin aus

von Hans-Bernd Heier

In einer feierlichen Preisverleihung wurden diese Woche die Südkoreanerin Seongbin Ma und die Brasilianerin Juline Rodrigues da Conceição mit dem Maria Sibylla Merian-Preis 2025 ausgezeichnet. Mit jeweils 7.500 Euro können die beiden Preisträgerinnen ihre eingereichten Projekte verwirklichen: Seongbin Ma ist Künstlerin und studiert an der Städel-Schule in Frankfurt und Juline Rodrigues ist Naturwissenschaftlerin an der Universidade Federal do Espírito Santo und forscht über Mikroalgen. Das Landesmuseum mit seinen beiden Abteilungen Kunst und Natur eignet sich besonders für die Vergabe des Preises, da es die einzigen erhaltenen Tierpräparate aus Südamerika besitzt, die Merian von der ersten Forschungsreise (1699 bis 1701) mitbrachte.

Museumsdirektor Dr. Andreas Henning und Patrick Bruns, Geschäftsführer der Alfred-Weigle-Stiftung, gratulieren den Preisträgerinnen; Foto: Hans-Bernd Heier

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Louise Nevelsons unbekanntes Collagenwerk im Museum Wiesbaden

2025, November 12.

Auf der Suche nach dem Leben – weiterer Höhepunkt im Jubiläumsprogramm

Von Hans-Bernd Heier

Louise Nevelson zählt zu den bedeutendsten Bildhauerinnen der US-amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Mit ihren monumentalen Assemblagen prägte sie ab Mitte der 1950er-Jahre maßgeblich die US-Kunstszene und gilt als Pionierin der Installationskunst. Das Museum Wiesbaden rückt in der faszinierenden Ausstellung „Louise Nevelson. Die Poesie des Suchens“ jetzt erstmals ihr weniger bekanntes Collagenwerk in den Fokus. Arbeiten der vielseitigen Bildhauerin und Malerin, die durch ihre Teilnahme an der Biennale in Venedig (1962) sowie der Documenta in Kassel (1964 und 1968) internationale Anerkennung erlangte, waren bereits früher im Landesmuseum zu sehen.

Ausstellungsansicht; Foto: Christoph Boeckheler

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„Helen Frankenthaler moves Jenny Brosinski, Ina Gerken, Adrian Schiess“ im Wiesbadener mre

2025, November 4.

Kontrolle abgeben und sich vom Material leiten lassen

Von Hans-Bernd Heier

Die neue Sonderausstellung im Museum Reinhard Ernst (mre) präsentiert den Dialog der Arbeiten von drei zeitgenössischen Künstler:innen mit Helen Frankenthalers großartigem Werk: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Die Schau lädt dazu ein, die faszinierende Wirkung dieser wegweisenden Malerin im Dialog mit drei herausragenden abstrakten Positionen der Gegenwart zu erleben.

Ausstellungsansicht, Foto: Hans-Bernd Heier

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„Vordemberge-Gildewart-Stipendium 4.0“ und „KörperGeometrie“ in Wiesbaden

2025, Oktober 8.

Zwei außergewöhnliche Ausstellungen im Museum Wiesbaden

Von Hans-Bernd Heier

Seit 1983 vergibt die in der Schweiz angesiedelte Stiftung Vordemberge-Gildewart gemeinsam mit einem europäischen Ausstellungshaus ein hoch dotiertes Stipendium an Kunstschaffende bis zu 35 Jahren aus der jeweiligen Region. Die zu diesem Anlass kuratierte Gruppenausstellung „Stipendium 4.0“ bildet die Grundlage für die diesjährige Auswahl durch eine unabhängige internationale Jury. Das Museum Wiesbaden ist bereits zum vierten Mal der Ort, an dem eines der weltweit bedeutendsten Stipendien für Nachwuchskünstler:innen vergeben wird. Der Preis geht zurück auf eine Initiative von Ilse Leda, der Ehefrau von Friedrich Vordemberge-Gildewart. Ihre Persönlichkeit wird in der begleitenden Kabinettausstellung „KörperGeometrie“ vorgestellt.

Ausstellungsansicht mit „BOTULINUMTOXIN“ von Sonja Yakovleva und Display von Klara Schnieber; Foto: Christoph Boeckheler

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Lise Motherwell zu Gast im Museum Reinhard Ernst

2025, September 15.

Ein persönlicher Vortrag über Helen Frankenthaler aus erster Hand

Lise Motherwell, Ziehtochter von Helen Frankenthaler und Tochter des amerikanischen Malers Robert Motherwell (1915-1991), Frankenthalers Ehemann, ist zu Gast im Museum Reinhard Ernst. Motherwell, die zugleich auch Vorsitzende der New Yorker Helen Frankenthaler Foundation ist, reist eigens aus New York an, um, die persönlichen Erinnerungen an ihre Kindheit mit zwei berühmten Künstler:innen aufleben zu lassen. Diese einzigartige Gelegenheit, Helen Frankenthaler aus erster Hand kennenzulernen, bietet sich Interessierten daher am Sonntag, 28. September 2025 um 16 Uhr im Wiesbadener Museum.

Helen Frankenthaler, Sea Level (Detail), 1976 © Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Lise Motherwell © privat

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Großartige Schau zur „Klassischen Moderne“ in Wiesbaden

2025, September 11.

Glücksfälle – wie Kunst ins Museum kommt

Von Hans-Bernd Heier

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Landesmuseums Wiesbaden beschloss ein Wiesbadener Privatsammler die bereits testamentarisch avisierte Schenkung seiner bedeutenden Kunstsammlung öffentlich zu machen. Die über Jahrzehnte gewachsene hochkarätige Kollektion des Wiesbadener Mäzens, der anonym bleiben möchte, umfasst rund 100 Artefakte mit dem Schwerpunkt auf expressiven Impressionismus, Expressionismus und „Neue(r) Sachlichkeit“. In der Ausstellung „Feininger, Münter, Modersohn-Becker…Oder wie Kunst ins Museum kommt“ wird nun eine erlesene Auswahl von 50 Arbeiten dieser Sammlung erstmals präsentiert. Dies geschieht in Kombination mit 45 früheren Schenkungen, um deutlich zu machen, wie präzise sich das neue Konvolut in die bereits vorhandenen Bestände des Hauses einfügt und diese aufs vorzüglichste bereichert. Mit der herausragenden Schau würdigt das Museum gleichzeitig das großzügige Engagement seiner Mäzeninnen und Mäzene und dokumentiert, wie Kunst ins Museum kommt.

Ilona Singer „Bildnis Francesco von Mendelssohn“, 1928; Privatsammlung Wiesbaden; Foto: Ketterer Kunst GmbH & Co KG, München

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Auf den Spuren des Jugendstils in Wiesbaden

2025, August 20.

Der „Jugendstil-Pfad“ lädt zur Entdeckung architektonischer Kleinode ein

Von Hans-Bernd Heier

Wiesbaden gilt als Stadt des Historismus und weniger als Stätte des Jugendstils. Erst durch die äußerst großzügige Schenkung der exquisiten Sammlung des kenntnisreichen Mäzens und Sammlers Ferdinand Wolfgang W. Neess im Frühjahr 2017 ist das hessische Landesmuseum zu einem der führenden Museen des Jugendstils in ganz Europa geworden – ein Riesen-Glücksfall für Museum und Stadt. Einzigartige Artefakte dieser Kunstrichtung können Gäste der Stadt, aber auch Wiesbadenerinnen und Wiesbadener nicht nur im musealen Umfeld, sondern auch über die ganze Stadt verstreut entdecken. Dabei hilft ein soeben publizierter zweisprachiger Flyer „Jugendstil-Pfad“.

Das imposante Gebäude des Wiesbadener Kuriers an der Langgasse; Foto: © Stadtarchiv Wiesbaden

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Daniel Barenboim, Lang Lang und das West Eastern Divan Orchestra beim Rheingau Musik Festival im Wiesbadener Kurhaus

2025, August 16.

Orchestrales Großereignis: Idyllischer Wagner, zugespitzter Mendelssohn, monumentaler Beethoven

Von Johannes Liebig

„Emotionales Konzert“, „Unpolitisch, und doch politisch“, „Respekt vor der Lebensleistung“: So die Titel einschlägiger Rezensionen der bisherigen Konzerte Daniel Barenboims auf seiner aktuellen Tournee, die den legendären Pianisten und Dirigenten in Begleitung seines West Eastern Divan Orchestra und des Star-Pianisten Lang Lang von einer Musikmetropole zur nächsten führt.


Senstionelle Eröffnung mit Wagner: Daniel Barenboim und sein West-Eastern Divan Orchester  am 13.8.25 im Kurhaus Wiesbaden, Foto: Rheingau Musik Festival, Ansgar Klostermann

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