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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Archiv für Januar, 2021

Joseph Beuys – Das Leben des Aktionskünstlers in Fotografien im Beuys Book

2021, Januar 16.

 DER MANN IST DAS MEDIUM – FACETTEN EINER IKONE

Eines der so einprägsamen wie humorvollen Beuys-Motti: „Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung“; Foto: ©Klaus Staeck und Gerhard Steidl

Joseph Beuys, der Zeichner, Bildhauer, Aktions- und Installationskünstler, von 1961–1972 Lehrer an der Düsseldorfer Kunstakademie und politischer Aktivist für die direkte Demokratie, hat wie kaum ein anderer die zeitgenössische Kunstszene beeinflusst. Am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren und 1986 in Düsseldorf gestorben, wäre er in diesem Jahr hundert geworden. Sicher ein Grund, sich ausgiebig mit ihm zu beschäftigen. Ein „Beuys-Book“ erinnert an ihn, an seine Aktionen und Auftritte und an seinen Alltag. Petra Kammann hat sich den schwergewichtigen Buch-Block angesehen, in dem Ideenserien und -sequenzen von der AG Staeck und Steidl festgehalten wurden.

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Andreas Scholl singt für Kloster Eberbach

2021, Januar 15.

Werte erhalten, Zukunft gestalten, Dialog fördern

Kloster Eberbach bin ich tief verbunden. Als Kind schon habe ich dort oft mit den „Kiedricher Chorbuben“ gesungen und durfte im Alter von 18 Jahren als Statist bei den Dreharbeiten zum Film „Der Name der Rose“ mitwirken. Der Erhalt und die Weiterentwicklung dieser historischen Anlage liegt mir sehr am Herzen und ich freue mich, wenn auch Sie das Kloster unterstützen.“, sagt Countertenor Andreas Scholl über das Zisterzienserkloster. Der großartige Sänger Andreas Scholl hat einen kleinen, musikalischen Film für Sie aufgenommen, um damit eine besondere Spendenkampagne zu unterstützen.

Botschafter der Rheingau-Kultur: der Countertenor Andreas Scholl, Fotos: Petra Kammann

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„Studio-Konzerte im Westend“ mit der Pianistin Angelika Nebel

2021, Januar 12.

Einmal Corona vergessen, Musik direkt erleben und die Seele in Schwingung bringen

Prof. Angelika Nebel in ihrem Studio in der Friedrichstraße; alle Fotos: Petra Kammann

Seit dem vergangenen Frühjahr wurde die Welt in Atem gehalten. Etliche Konzerte fielen aus. Ausübenden Musikern brachen nicht nur die Einnahmen weg, sondern auch das Publikum. Welche Konsequenzen hat daraus die Frankfurter Pianistin Prof. Angelika Nebel gezogen?  Ab Juni lud sie zunächst Freunde in ihr Studio im Westend ein, sechs an der Zahl. Ob der hohen Nachfrage zog sie sodann ins benachbarte Teehaus Chá Dào um, wo die vorgeschriebenen Abstandsregeln eingehalten werden konnten. Der erneute und verschärfte Lockdown warf sie wieder auf ihr Studio zurück, ließ dann nur noch zwei Personen zu und zuletzt gar nur noch eine. Da stellte sich für Petra Kammann die  Frage: Kann eine Person überhaupt ein Publikum, das qua Definition immer aus vielen besteht, ersetzen?

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Laos – Geheimnisvolles Juwel am Mekong

2021, Januar 10.

Impressionen und Fotos von Paulina Heiligenthal

Laos hat die Form einer Sternschnuppe. Der wenig bekannte, freundliche Binnenstaat liegt eingebettet zwischen China, Myanmar,Thailand, Kambodscha und Vietnam am Mekong, dem längsten Fluss Indochinas und „Mutter aller Flüsse“. Sein Name geht zurück auf das Thai-Volk der Lao, die das Land im 13. Jahrhundert vom südlichen China aus besiedelten.

Der Kuang Si, einer der schönsten Wasserfälle der Welt, ist ein Paradies auf Erden

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Angeregtes Kochen im Lockdown

2021, Januar 8.

Nicht vom Brot allein…

 Humus, Copyright:© Text: Yotam Ottolenghi, Fotos: © DK Verlag/Jonathan Lovekin 

Kochbücher sind schon lange keine bebilderten Rezeptsammlungen mehr. Die Autoren stehen in der eigenen Küche oder zeigen uns die Stadt, in der sie leben. Sie erzählen wie sie zum Kochen gekommen sind und warum sie was mögen. Beliebt sind derzeit vor allem vegetarische Gerichte. Die werden beliebter. Nicht nur, weil sie gesund  sind, sondern vor allem, weil sie ganz anders zubereitet werden als totgekochtes Gemüse, Nämlich mit vielen Kräutern und Gewürzen, in gewagten Kombinationen. Rezepte der  Mittelmeerküche, Israels und Nordafrikas erobern die Küchen. Simone Hamm stellt Ihnen Kochbücher vor, die das miteinander verbinden…

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Plädoyer für das Paulskirchen-Wandbild: „Ein vitales Kunstwerk“

2021, Januar 4.

Ein Interview mit dem Kunstkritiker Eduard Beaucamp zur Forderung nach ‚positiver’ Umgestaltung

Unter der Federführung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll/will eine Expertengruppe aus Bund, Land und Stadt Grundlagen für eine Um- und Neugestaltung der Paulskirche erarbeiten, mit dem Ziel, deren Bedeutung als ein Ursprungsort der deutschen Demokratie stärker in positiver Sicht herauszustellen. In der jetzigen Form – so Ausgangspunkt dieses auch vom Bundespräsidenten getragenen Anstoßes –, fehle es ihr an Aura, verbinde sich mit ihr ein „erinnerungspolitisches Desaster“. Öffentlich kaum bemerkt, ist dabei  auch das Wandbild des Malers Johannes Grützke in der unteren Wandelhalle in die Kritik geraten. Es zeige den 1848er-Einzug der Volksvertreter in die Paulskirche zu negativ. Darüber sprach Uwe Kammann mit dem langjährigen Kunstkritiker der FAZ, Eduard Beaucamp. Er hatte das 1991 fertiggestellte in einem ausführlichen Beitrag gelobt. Es thematisiere in nicht mehr für möglich gehaltener Figurenmalerei „Einheit in Vielfalt und Widersprüchlichkeit“.

Dr. Eduard Beaucamp, langjähriger Kunstkritiker der FAZ, Foto: Petra Kammann

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