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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur regional / Rhein Main

Bewegende Momente einer Buchmessenwoche

2019, Oktober 19.

Rück- und Augen-Blicke

Eine kleine Auswahl von Petra Kammann

Fulminanter Auftakt: Die Verleihung des Deutschen Buchpreises mit einem politischen Appell

Der fabelhafte Roman „Herkunft“ von Sasa Stanicic bekommt den ersten Preis. In seiner emotionalen Dankesrede kritisiert der 1978 in Višegrad geborene Autor Peter Handkes Serbienbild scharf und löst damit eine neue und nachhaltige politische Grundsatzdebatte über den Nobelpreis und die Beurteilung von Literatur aus

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Hannah Ryggens „Gewebte Manifeste“ in der Schirn

2019, Oktober 17.

Faszinierende, politisch kompromisslose Tapisserien – eine echte Entdeckung

Von Hans-Bernd Heier

Anlässlich des norwegischen Ehrengastauftritts beabsichtigte die Schirn Kunsthalle Frankfurt ursprünglich, aktuelle norwegische Kunst zu zeigen. Doch als Schirn-Direktor Dr. Philipp Demandt und Kuratorin Esther Schlicht die monumentalen Bildteppiche von Hannah Ryggen sahen, fiel ihnen die Entscheidung nicht schwer, dieser – außerhalb Skandinaviens – kaum bekannten Textilkünstlerin eine große monografische Schau zu widmen. Bis zum 12. Januar 2020 bietet die Frankfurter Kunsthalle erstmals in Deutschland einem breiten Publikum einen umfassenden Einblick in ihr Œuvre.

Ausstellungsansicht; © Schirn Kunsthalle, 2019; Foto: Norbert Miguletz

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Ein Gespräch mit Matthias Wagner K über das „House of Norway“

2019, Oktober 14.

Im Frankfurter Museum Angewandte Kunst kann man in diesen Tagen Natur, Kunst und Kultur aus Norwegen kennenlernen Petra Kammann sprach mit dem Museumsleiter und Kurator Prof. Matthias Wagner

Museumsleiter und Kurator Prof. Matthias Wagner K im „House of Norway“, Foto: Petra Kammann

Was hat Sie fasziniert, sich so intensiv mit einem Land zu beschäftigen, das mit extremen Helligkeiten und Dunkelheiten, mit extremer Kälte und Wärme, zu tun hat, dass Sie dafür bereit waren, das Museumsgebäude auszuräumen und passend zum norwegischen Schwerpunktthema der Buchmesse ein „House of Norway“ zu bauen?

Ich bin so ein“Kind des Nordens“. Beginnen wir bei der Kälte. Die  macht mir gar nichts aus. Ich war schon immer viel im Norden. 20 oder 25 Grad minus kenne ich aus Schweden, wo ich mal ein Haus hatte und häufig die Winter verbracht habe. Als ich dann in Norwegen auf dem Rentierschlitten gefahren bin, war das für mich eine Szene wie im Märchen: mit den Rentieren zur „Schneekönigin“ fahren. Nur, dass ich nicht Kai heiße. Und insofern musste ich auch nicht das Wort Ewigkeit zusammenlegen…. Dann war ich hoch oben im Norden mit den Sami bei minus 20 Grad eisfischen. Ich steh auf sowas. Aber eigentlich ist es auch gar nicht so extrem, weil es ja eine trockene Kälte dort ist, die ich als nicht so ungewöhnlich empfunden habe. Viel ungewöhnlicher und faszinierender hingegen waren für mich die Landschaften. Und was das Licht angeht, selbst im Januar, wo es wegen des hellen Schnees nur so ein bisschen Licht gibt, ist es nie so ganz dunkel.

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Norwegen als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse – Eine kleine Vorschau

2019, Oktober 11.

 „Der Traum in uns“

Unter diesem Motto – Worte aus dem Gedicht „Das ist der Traum“ des beliebten norwegischen Dichters Olav H. Hauge (1908 – 1994) – steht Norwegens Auftritt als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2019. Für den Ehrengast Norwegen besteht der Traum darin, mit Literatur und Kunst aus Norwegen zu überraschen, das Publikum zu bewegen und an unbekannte Orte zu versetzen – wie es in Hauges Gedicht heißt: „In eine Bucht, um die wir nicht wussten.“ Diesen Traum zu teilen bedeutet, Geschichten aus Norwegen zu erzählen, die Freude am Lesen zu befördern und für die Freiheit des Wortes einzutreten. Meinungsfreiheit ist in der politischen Kultur Norwegens von höchster Bedeutung. Ein Highlight des Ehrengastlands: Vom 14. bis 15. Oktober fährt Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit höchstpersönlich, und begleitet von 19 Autorinnen und Autoren, mit dem Literaturzug von Berlin über Köln zur Frankfurter Buchmesse. Neben dem Literaturprogramm präsentiert Norwegen außerdem ein umfangreiches Kulturprogramm mit zeitgenössischen Künstler, Regisseuren, Filmemachern, Designern, Architekten, die mit der Natur und den Mythen ihres Heimatlandes auseinander setzen…

Botschafterin für norwegische Literatur im Ausland: Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit, Foto Eivind Röhne / NORLA

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Die 31. Saison im Tigerpalast Frankfurt

2019, Oktober 7.

Virtuos, professionell, witzig – hohe Artisten-Kunst

von Renate Feyerbacher

Alix und Barti / Tigerpalast

Faxen macht Barti, bevor er sich auf den Klavierstuhl schwingt und in die Tasten greift. Barti ist eine Marionette, die vom dänischen Puppenspieler Alex Jorgensen unglaublich virtuos bewegt wird. Menschliche Regungen und Bewegungen der Augen, der Finger und sogar der Ohren sind so überzeugend, dass man glaubt, ein reales Wesen vor sich zu haben. Wie Barti immer wieder seinen ‚Kollegen‘ Alex  mit der Hand zurückdrängt, das ist irrwitzig. Er braucht Freiheit. Seit vielen Jahren und auf vielen Festivals hat der Künstler diese witzig-perfekte Inszenierung entwickelt. Die Zuschauer waren fasziniert.

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Kultur-Reform: Wird hr 2 ein Opfer der Digitalstrategie?

2019, Oktober 4.

Eine leidenschaftliche öffentliche Diskussion – und ein Kommentar

von Uwe Kammann, Medienjournalist

Ja was denn nun? Ist die geplante Reform beim Radioprogramm hr2-Kultur als einschneidender Umbau gedacht, hin zu einer „Klassikwelle“, verbunden mit einer Abwanderung der bislang dort beheimateten Wortsendungen ins Netz? Oder soll es behutsamer zugehen, mit einigen neuen Akzenten – und zusätzlichen Kulturangeboten auf den Online-Plattformen?  Müssen/sollen diese Netz-Angebote ganz anders zugeschnitten sein als die bisherigen Wortbeiträge im herkömmlichen Kulturprogramm, vor allem mit dem Ziel, mehr junge Hörer zu gewinnen? Soll die Kultur im Programm insgesamt ‚ausgedünnt’ werden und weniger Platz bekommen?

Diskussion in der Deutschen Nationalbibliothek, v.l.n.r.: Buchhändlerin, Barbara Determann, Marion Tiedtke, Schauspiel Frankfurt, Autor Matthias Altenburg, Michael Ridder (epd), Michael Herl (Stalburg Theater) und eine HR-hörerin aus dem Publikum, Foto: Petra Kammann

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Shortlist – nominierte Autoren für den Deutschen Buchpreis 2019

2019, Oktober 1.

Netze und doppelte Böden

Alljährlich findet am Vorabend der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse die Preisverleihung des Deutschen Buchpreises im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt, in diesem Jahr am 14. Oktober 2019. Mit dem Deutschen Buchpreis 2019 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus.

Autoren, die es in die Endrunde geschafft haben: v.l.n.r.: Raphaela Edelbauer, Norbert Scheuer, Tonio Schachinger, Jackie Thomae, Saša Stanišic, Miku Sophie Kühmel, Foto: Diether von Goddenthow

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Frankfurt leuchtet – Der Eiserne Steg, das Frankfurter Wahrzeichen, wird 150

2019, September 29.

Die Brücke am Fluss

Der Eiserne Steg war schon immer mehr als nur eine Brücke: Wahrzeichen, Künstlermodell und Abbild bürgerschaftlicher Initiative. Vor 150 Jahren wurde der Eiserne Steg erstmals für den Verkehr freigegeben.

Von Petra Kammann

Zum 150-jährigen Jubiläum wurde die Beleuchtung an der elegant geschwungenen Brücke erneuert, Foto: Petra Kammann

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Ein Jahr danach: Die neue Altstadt in Frankfurt – alles andere als Disneyland

2019, September 27.

Die neualte Altstadt – Eine Erfolgsgeschichte

Von Uwe Kammann

Jetzt, mit dem Einzug des Lokalhelden Struwwelpeter in sein neues Museum, ist die Sache komplett. Denn die schöne Adresse „Hinter dem Lämmchen 2“ kann sicher jeder richtige Frankfurter sofort einordnen: Sie gehört zur neuen Altstadt. Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass im September – bei sanftem Herbst-Sonnenglanz – ein komplett neues Quartier eröffnet wurde: die neualte Altstadt. Hier, im Herzen der Stadt, zwischen dem Römerberg mit dem Rathaus und dem mächtigen Dom, finden sich seither drei Dutzend nagelneue Häuser. Für die allermeisten Besucher sehen sie alt aus. Sprich, sie haben zur einen Hälfte Fassadengesichter wie früher, zur anderen Hälfte nehmen sie in den Umrissen und mit ihren Steildächern die alte Formensprache auf, verbunden mit neuen Elementen. Schöpferische Nachbauten, so heißt das in der Fachsprache.

Ein Nebeneinander von alten und neuen Fassadengesichtern, Foto: Uwe Kammann

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„Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing im Theater Willy Praml in der Naxoshalle

2019, September 26.

Die Fähigkeit, sich gegenseitig in die Arme zu fallen

von Renate Feyerbacher

Nathan der Weise: Sittah, Schwester des Sultans, und Sultan Aladin, Alle Fotos: Seweryn Zelazny/ Theater Willy Praml

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