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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur regional / Rhein Main

Besonders gestaltete Bücher: Willy Puchners Ansichten der Natur – Luftiges, Meeriges und Irdisches Teil 1

2025, Dezember 10.

Aller Natur wohnt ein Zauber inne…

Eindrücke von Petra Kammann

Vier Jahre lang hatte es Anfang der 1990er-Jahre den Wiener Fotografen Willy Puchner mit seinen beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally in die weite Welt gezogen, um neue Blickweisen auf die unterschiedlichsten Kontinente zu vermitteln. Das Pinguinpaar wurde seither für den Fotografen und Künstler Buchen er zur Projektionsfläche seiner Reiseträume, auch seiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach einer fremden Geborgenheit. Inzwischen überträgt er diese auf andere Objekte wie auf die verborgenen Schätze der Natur.

Doppelseite aus Willy Puchners Buch „Ansichten der Natur“ 

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Beckmanns ausdrucksstarke Zeichnungen im Städel Museum

2025, Dezember 9.

Kunst als Metapher für Leben und grundlegende existenzielle Konflikte

Von Hans-Bernd Heier

Max Beckmanns Werk entsteht in einer von Krisen und Umbrüchen geprägten Welt und verwandelt diese Erfahrungen in eine bis heute faszinierende Bildsprache. Den intimsten Teil seines Œuvres bilden die Zeichnungen: Wie ein Tagebuch dokumentieren sie Beckmanns künstlerische Entwicklung und dienten ihm zugleich als Medium der Beobachtung, der Bildfindung, aber auch der Bild-Erfindung. Unter dem schlichten Titel „Beckmann“ rückt das Städel Museum diese Arbeiten derzeit in den Mittelpunkt einer bemerkenswerten Schau. In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung sind rund 80 Werke aus allen Schaffensphasen zu sehen – von bislang wenig bekannten Blättern bis hin zu herausragenden Hauptwerken.

Kuratorin Regina Freyberger erläutert in der Ausstellung die Zeichnung „Junge mit Hummer“, Foto: Petra Kammann

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Friedas Künstlerporträts. Teil III Jan Schmidt

2025, Dezember 8.

Die Frankfurter Videografin Frieda Günzel stellt Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain in ihren kreativen Prozessen für FeuilletonFrankfurt vor. Mit Emili Pavel traf die den Frankfurter Künstler Jan Schmidt, der im Rahmen seiner Arbeit „Time flies“ (2021-2041) jedes Jahr eine Edelstahlbox mit 2.400 Ahornsamen bestückt. Bevor die Samen ihren Platz in der Box finden, erhalten sie eine handgeschriebene Nummer. In zufallsgesteuerten Abständen wirft die Edelstahlbox täglich sechs der Samen aus. „Wenn alles gut geht,  sind bis 2041 etwa 48.000 Stück durchs Foyer geflogen“, so der Konzeptkünstler mit dem hintersinnigen Humor, für den auch das Material Aluminium eine große Rolle spielt. In seiner „Sägearbeit“ (2022) verwandelt er das massive Material durch regelmäßig kontrollierte Schnitte in ein feines Pulver. Schicht für Schicht siebt er das zermahlene Aluminium so lange, bis ein sorgfältig geformter Kegel zurückbleibt. Zuguterletzt sehen wir Jan Schmidt beim Legen von Glasplättchen zu und beobachten die Lichtstrahlen der Sonne, die durch das transparente Material auf dem zugedeckten Boden in der Ausstellung „Reflections / Spiegelwelten“ im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt in verschiedene Richtungen reflektiert werden.

Lichtspendender Adventskalender am Holzhausenschlösschen

2025, November 30.

Eine fast barocke Pracht – 24 erleuchtete Fenster

Ab dem 1. Dezember wird mit Anbruch der Dunkelheit bis zum 24. Dezember allabendlich das barocke Holzhausen-Wasserschlösschen mit märchenhaften Silhouettenmotiven erstrahlen…

Adventsbeleuchtung des Holzhausenschlösschens, Foto: Alexander P. Englert

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„Das kann nur Perscheid“ im Caricatura Museum Frankfurt

2025, November 29.

Kultstatus der legendären „Abgründe“ zwischen Tabu und Witz, Spott und Leichtigkeit

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Ausstellung „Das kann nur Perscheid. Das Beste aus Perscheids Abgründen“ ehrt das Caricatura Museum Frankfurt den legendären Cartoonisten Martin Perscheid anlässlich seines 60. Geburtstags. Der bereits 2021 verstorbene Zeichner gilt als einer der prägenden Vorbilder und Wegbereiter der Komischen Kunst. Die Schau, in der über 300 Cartoons versammelt sind, gewährt tiefe Einblicke in sein umfangreiches, vielseitiges Werk und verdeutlicht, warum Perscheid bis heute Kultstatus genießt.

„Spürst du die Natur, Susanne?“ ©Martin Perscheid Weiterlesen

SCHWÄRMEN – Festivalthema der Biennale für aktuelle Musik 2026 cresc…

2025, November 27.

Schwärmen, Schwarmintelligenz und Ausschwärmen…

Ein kurzer Einblick von Petra Kammann

Man könnte förmlich ins Schwärmen geraten, schaut man sich das Programm der Biennale für aktuelle Musik 2026 (4. bis 15. Februar 2026) an. Faszinierend sind die Dynamiken, die zwischen Natur, Kunst und Gesellschaft entstehen und die Neues zu schaffen vermögen. Im kommenden Februar wird abermals eine Kooperation zwischen dem  Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony stattfinden. Dabei werden sowohl große Orchesterliteratur, Kammermusik, Lied und Chorgesang, Jazz und Installationen aufeinandertreffen als auch spezifisch neue Klänge wahrzunehmen sein. Auf die neuen Ohren- und Augeneinddrücke darf man gespannt sein.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, führte ein in das Thema „Schwärmen“, Foto: Petra Kammann

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Friedas Künstlerporträts Teil II – Olaf Rademacher

2025, November 24.

Frieda Günzel mag es, Geschichten zu erzählen. Beobachten, schreiben und das Umsetzen innerer kreativer Prozesse in bewegte Bilder sind die Leidenschaft der Frankfurter Videografin. Für FeuilletonFrankfurt stellt Frieda Günzel Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain vor. Diesmal traf sie den 1935 in Breslau geborenen Olaf Rademacher, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in der Berliner Werkkunstschule als Plakatmaler arbeitete, bevor es ihn Ende der 50er Jahre als Werbegrafiker nach Frankfurt zog. In den 70ern machte er sich als freischaffender Layouter selbstständig und zeichnete zunächst nebenbei immer Karikaturen, u.a. für die Frankfurter Rundschau. 1988 publizierte der S. Fischer-Verlag seine Cartoons. In der Kreativwerkstatt vom Frankfurter Verband und im Liebieghaus Kurse gab Rademacher Kunststudierenden Unterricht. Inzwischen widmet er sich ganz der Malerei.

Maria Sibylla Merian-Preis erstmals vergeben

2025, November 22.

Museum Wiesbaden und Alfred-Weigle-Stiftung zeichnen Künstlerin und Naturwissenschaftlerin aus

von Hans-Bernd Heier

In einer feierlichen Preisverleihung wurden diese Woche die Südkoreanerin Seongbin Ma und die Brasilianerin Juline Rodrigues da Conceição mit dem Maria Sibylla Merian-Preis 2025 ausgezeichnet. Mit jeweils 7.500 Euro können die beiden Preisträgerinnen ihre eingereichten Projekte verwirklichen: Seongbin Ma ist Künstlerin und studiert an der Städel-Schule in Frankfurt und Juline Rodrigues ist Naturwissenschaftlerin an der Universidade Federal do Espírito Santo und forscht über Mikroalgen. Das Landesmuseum mit seinen beiden Abteilungen Kunst und Natur eignet sich besonders für die Vergabe des Preises, da es die einzigen erhaltenen Tierpräparate aus Südamerika besitzt, die Merian von der ersten Forschungsreise (1699 bis 1701) mitbrachte.

Museumsdirektor Dr. Andreas Henning und Patrick Bruns, Geschäftsführer der Alfred-Weigle-Stiftung, gratulieren den Preisträgerinnen; Foto: Hans-Bernd Heier

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Zukunftsweisende Raumakustik für den Mozart Saal der Alten Oper mittels innovativer Technik und KI im Testverfahren

2025, November 18.

Der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Müller-BBM und Fraunhofer IDMT sei Dank

Von Petra Kammann

Der Intendant der Alten Oper Dr. Markus Fein hat einen ausgewählten Kreis zu einem Expertengespräch, einer Pressekonferenz, zu einem zwischen Bach und Liszt schillernden, nicht öffentlichen Konzert und einer ersten öffentlichen Testaufzeichnung in den Mozart-Saal eingeladen, außerdem passend zum Ort den brillanten Pianisten Kit Armstrong als engagierten Botschafter für eine maßgeschneiderte innovative Raumakustik. Für ihn ist die Beschäftigung mit der Musik nämlich nicht allein in enger Beziehung zu anderen Künsten zu sehen, sondern ebenso zu Naturwissenschaften und Mathematik. Auch ist er mit den Potenzialen neuer Technologien und Künstlicher Intelligenz (KI) so sehr vertraut, dass er im Mozart-Saal mit den gestandenen Akustikerexperten neben den Kostproben seiner Klavierkunst auch ein kompetentes Gespräch führen konnte.

Der experimentierfreudige Pianist Kit Armstrong und Christoph Sladeczek, Gruppenleiter Smart Acoustic Solutions am Fraunhofer IDMT, beim ersten öffentlichen akustischen Test im Mozart-Saal, Foto: Petra Kammann

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25. Französische Filmwoche in Frankfurt: Allons au cinéma !

2025, November 15.

Lass uns mal ins Kino gehen !

Vom 20. bis 26. November 2025 findet in diesem Jahr die 25. FRANZÖSISCHE FILMWOCHE im Arthouse-Kino Cinéma statt, erstmalig auch mit einem Kinderfilm am Nachmittag. Möglich wurde dies durch die gute Zusammenarbeit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt mit dem Institut Français Deutschland und der Kooperation mit Unifrance für die deutschlandweite Organisation sowie mit dem Institut Français Frankfurt für die lokale Umsetzung. Im Cinéma werden vor ihrem offiziellen Deutschlandstart alle acht ausgewählten, aktuellen und vielversprechendsten Filme des französischen und frankophonen Kinos Filme präsentiert: Natürlich im französischen Original, für die nicht frankophonen Filmliebhaber auch mit Untertiteln. Zusätzlich gibt es eine Vorpremiere mit einem besonderen Ehrengast: den 31-jährigen französisch-georgischen Regisseur Akaki Popkhadze

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