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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildung · Pisa von innen

„Raumschiff Wohnzimmer“ – Die Mondlandung als Medienereignis der Superlative im Museum für Kommunikation

2020, Juli 10.

600 Millionen im Bann des Mondfernsehens

Von Hans-Bernd Heier

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 setzte zum ersten Mal ein Mensch einen Fuß auf den Mond. Bis zu 600 Millionen Menschen auf der Erde sahen Neil Armstrong live im Fernsehen dabei zu, weitere hunderte Millionen verfolgten die Mission von Apollo 11 im Radio. Unvergessen die Worte des amerikanischen Astronauten, als er den staubigen Boden betrat und über das knarrende Funkgerät den Satz sprach, der um die Welt ging: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen – aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit“.

Eine Nürnberger Familie verfolgt gespannt die erste Mondlandung der US-Astronauten mit Apollo 11 auf dem Mond am 21.07.1969 © Nürnberger Nachrichten, Foto: © Wilhelm Bauer, veröff. am 22.7.1969.

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Ferien, die schlau machen: Deutschsommer 2020

2020, Juli 5.

Beginn ist der  6. Juli 2020

„Gerade jetzt ist der Bedarf der Kinder im Bereich Sprachförderung – aufgrund der zeitweiligen Schulschließungen – besonders hoch. Daher haben wir gemeinsam einen Weg gefunden, um das Programm auch 2020 möglich zu machen. Der Deutschsommer findet in diesem Jahr anders statt, als wir alle es gewohnt sind. Das Entscheidende ist aber: Er wird stattfinden“, sagt Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Ein Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, dem Dezernat für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt , der VHS Frankfurt, dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten und dem Stadtschulamt; Foto: Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Aktueller denn je, die bewegende Geschichte des Friedenspreises – Erinnerung an den ersten Preisträger Max Tau

2020, Juni 6.

Am Anfang des Friedenspreises stand eine Idee – Vor 70 Jahren erhielt Max Tau den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

 

Max Tau © Friedenspreis-Archiv

Im Jahr 1949 überzeugte der Schriftsteller Hans Schwarz eine Gruppe von deutschen Verlegern und Buchhändlern von seinen Überlegungen, eine Stiftung für einen Friedenspreis zu gründen, der erstmalig an Max Tau und anschließend weiter an andere Humanisten und Schriftsteller vergeben werden sollte. Am 3. Juni 1950 wurde dann der Verleger und Autor Max Tau als erster Preisträger des „“Friedenspreises Deutscher Verleger“ “ausgezeichnet. Sie erhofften sich damals, dass der Preis dazu beitragen würde, Deutschland aus seiner kulturellen Isolation herauszuholen und das humanistische Gedankengut wieder in die Gesellschaft einzubringen. Immanuel Kants Ansichten über den Menschen als freies Wesen mit weltweit gültigen Menschenrechten, welche in seinem Werk „Zum ewigen Frieden“, die Grundlage ihrer Überlegungen wurden, sind noch heute ganz frisch.

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Das Museum Wiesbaden ist „Schmetterlingen auf der Spur“

2020, Juni 3.

Eintauchen in die Welt der farbenprächtigen Falter und in Johann Brandstetters bezaubernde Bilderwelt

von Hans-Bernd Heier

Schmetterlinge sind die großen Sympathieträger unter den Insekten. Weltweit flattern über 160.000 verschiedene Arten durch die Lüfte. Aber auch sie werden seltener. Diesen farbenprächtigen, oft schillernden Faltern widmet das Landesmuseum Wiesbaden nun die vielseitige Sonderausstellung „Schmetterlingen auf der Spur“. Ergänzt wird die faszinierende Schau durch 50 exzellente Schmetterlingsstudien und Aquarelle des preisgekrönten Naturillustrators Johann Brandstetter.

Geflügelte Wesen zu Beginn der Ausstellung: eine heitere Einstimmung mit Origamifaltern aufs Thema; Foto: Petra Kammann

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100. Geburtstag 2020 von Marcel Reich-Ranicki: Erinnerung an einen großen Abend in Köln

2020, Juni 2.

Das Leben, die Literatur und der Film

Berührende Filmpremiere der Verfilmung der Autobiographie von Marcel Reich-Ranicki, „Mein Leben“, im Kölner Cinenova 2009.

von Petra Kammann
(damals …IN RHEINKULTUR)

Und am Ende ein kleiner Nachtrag über ein Gespräch zwischen der Literaturkritikerin Ina Hartwig und Salomon Korn, langjähriger Freund und Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum, über Literaturkritik allgemein und über den Literaturkritiker Reich-Ranicki im besonderen

 

Hier der der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki 2009 bei der Premiere mit Matthias Schweighöfer, der ihn als jungen Mann und Katharina Schüttler, die seine Frau Tosia spielt, Foto: Petra Kammann

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Neue Formate für Vereine : Zonta goes zoom mit einer Lesung von Saskia Hennig von Lange

2020, Juni 1.

Statt einer rauschenden Feier gab es im Lockdown zum Abschluss der Amtszeit von Zonta-Präsidentin Katrin Lowitz (2018-2020) erstmalig eine Vereins-Zoom-Zusammenkunft von Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main auf dem Bildschirm. Sie war geprägt von der berührenden Lesung der Frankfurter Schriftstellerin Saskia Hennig von Lange, die vor dem Bildschirmpublikum aus ihrem gerade erschienenen Buch „Der Baum denkt“ (Henrich Editionen) las. Petra Kammann war für das FeuilletonFrankfurt zugeschaltet…

Saskia Hennig von Lange bei der Zoom-Lesung in der Galerie Heike Strelow; alle Fotos wurden mit dem Handy vom Bildschirm aufgenommen, sind daher unscharf

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Buchmesse findet statt, der Deutsche Buchpreis und der Friedenspreis auch!

2020, Mai 27.

Gewaltige Herausforderung und Mutige Entscheidung

Die diesjährige 72. Frankfurter Buchmesse wird mit neuem Hygienekonzept vom 14. bis 18. Oktober 2020 stattfinden.

Erinnerung an die Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr: Börsenvereinsvorsteher Heinrich Riethmüller, Buchmessedirektor Jürgen Boos und Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, Fotos: Petra Kammann

Unsere Gesellschaft braucht Bücher, den Kulturdialog und die lebendige Debatte in dieser Zeit mehr denn je. Umso wichtiger ist es, Bücher ins Rampenlicht und ins Bewusstsein zu rücken. Dies versteht kein Event besser als die Frankfurter Buchmesse. Die Frankfurter Buchmesse 2020 trotz Corona durchzuführen, ist eine mutige und wegweisende Entscheidung. Durch eine aufmerksamkeitsstarke Buchwoche mit Veranstaltungen vor Ort und gleichzeitig virtuell stärken wir das Kulturleben und die Menschen, die es mitgestalten. Gleichzeitig setzen wir wichtige Impulse für die Leser*innen und die ganze Gesellschaft. Natürlich steht bei der Messe vor Ort die Sicherheit für Besucher*innen, Aussteller*innen und Mitarbeiter*innen an erster Stelle. Das werden ein ausgefeiltes Gesundheits- und Hygienekonzept sowie eine kontinuierliche Evaluation durch die zuständigen Behörden gewährleisten. Mit voller Energie geht das Team der Frankfurter Buchmesse an die Ausarbeitung eines Konzeptes für diese besondere Messe und baut auf die Begeisterung der Branche für das weltweit wichtigste Buchereignis.“ Karin Schmidt-Friderichs, Die neue Vorsteherin des Börsenvereins (Foto: Gaby Gerster)

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Ohne Eltern aus Nazideutschland vertrieben – Denkmal für die Kindertransporte in den Jahren 1938/1939 in Frankfurt geplant

2020, Mai 23.

„Danach kam nichts mehr. Kein Brief, kein Lebenszeichen.“

von Renate Feyerbacher

Es war vor über zwei Jahrzehnten, es könnte die Feier zur Gründung der DZ-Kunstsammlung gewesen sein, da bot ich einem älteren Ehepaar, das nachts um 23 Uhr im Regen nach Basel fahren wollte, mein Gastzimmer an. Es nahm an. Das Paar war wie ich auch Gast in der DZ-Bank, die eine der 1993 gegründeten Kunstsammlungen mit Schwerpunkt fotografisches Bild beherbergt. An dem Abend wurden Fotografien von internationalen Künstlern*innen präsentiert. Die Namen des Paares erfuhr ich erst später, per Telefon oder Brief, das weiß ich nicht mehr, denn das Paar war schon sehr früh nach Basel aufgebrochen. Ich wusste also nicht, wen ich beherbergt hatte.

Collage Buch-Prospekt Vera Isler-Leiner; Foto: Renate Feyerbacher

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Hilfen des Landes Hessen für den Neustart von Kunst und Kultur in Corona-Krise

2020, Mai 11.

Hessens dynamischer Rettungsschirm für die Kultur

Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) stellte am 11. Mai in der Staatskanzlei ein in drei Phasen abgestuftes Hilfs-Kulturpaket für den Neustart von Kunst und Kultur in der Corona-Krise vor. Dieses soll den hessischen Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen helfen, die noch geltenden Einschränkungen zu überstehen, den Einnahmeausfall zu verkraften und den Neubeginn zu schultern. Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten finanzielle Unterstützung ebenso wie freie Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Spielstätten. Außerdem werden Künstlerinnen und Künstler mit innovativen Ansätzen beim Neustart gefördert. Insgesamt stellt das Land für dieses Förderprogramm bis zu 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ein beachtliches Paket, findet Petra Kammann

Hessens Wissenschafts- und Kunst-Ministerin Angela Dorn (Grüne); Fotos: Petra Kammann

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Nach einer 7-wöchigen Museumsaskese kommt Bewegung in die Szene

2020, Mai 4.

Bewegte Zeiten – Bewegte Kleider

Momentan müssen wir auf viele liebgewonnene Gewohnheiten verzichten. Dazu gehörte bis heute auch der Besuch von Ausstellungen, die inzwischen längst aufgebaut, nicht aber eröffnet werden konnten. Es war ein Stück wiedergewonnener Freiheit, als wir nach der Zeit der Museumsschließungen heute nicht nur die Journalistenkolleg/innen wiedertreffen, sondern auch  eine real existierende Ausstellung im Historischen Museum „Bewegte Kleider“ wieder mit eigenen Augen anschauen zu können. Eine detaillierte Besprechung folgt. Ein kleiner Überblick von Petra Kammann

Beitrag aus dem Stadtlabor „Das bewegte Kleid“, Historisches Museum; Foto: Petra Kammann

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