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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Installation · Performance · Objektkunst

Dem Aktionskünstler, Bildhauer, Bühnenbildner und Poeten Günther Uecker zum Neunzigsten

2020, März 13.

ZERO + 9 + 0 = 90

Viel Glück, lieber Günther Uecker,

auf dem Weg zu ZERO im Doppelpack 1+0+0

wünscht FeuilletonFrankfurt

„Günther Uecker“ in seiner Ausstellung im Düsseldorfer K 20, 2015, Foto: Petra Kammann

 

Die Medienkünstlerin: „Katharina Sieverding – Unwiderstehliche historische Strömung“ im Art Foyer der DZ Bank

2020, März 11.

Fotografie als Transformation und Palimpsest

 „Geprägte Form, die lebend sich entwickelt“ 

von Petra Kammann

Ihr Gesicht, das sich in vielen ihrer Werke spiegelt, wurde zu einer Art Ikone. Die durch Solarisation, Schichtung und Montage bearbeiteten Selbstporträts der Katharina Sieverding sind vielleicht am bekanntesten. Mit dem komplexen Zusammenspiel von Ursache und Wirkung greift die Künstlerin aber seit rund einem halben Jahrhundert auch politische und globale Themen auf wie Krieg, atomare Bedrohung, ideologische Kämpfe, Vergangenheitsbewältigung und ökonomische Machtstrukturen sowie Genderthemen und entwickelte daraus ihre monumentalen Fotoarbeiten. In diesen Werken schöpft sie die Ausdrucksformen der künstlerischen Fotografie aus, auch indem sie die globalisierte Welt immer wieder unter neuen Aspekten in ihren Blick nimmt. Im Art Foyer der DZ Bank sind derzeit zwölf großformatige Fotoarbeiten sowie eine Videoarbeit der international agierenden und in Düsseldorf lebenden Künstlerin zu sehen.

Die Künstlerin Katharina Sieverding, alle Fotos: Petra Kammann

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Das Museum für Moderne Kunst (MMK): selbstgenügsam, selbstbezüglich?

2020, März 9.

Das Museum der Moderne manövriert sich in eine pseudo-politische Sackgasse

Eine persönliche Bilanz von Uwe Kammann

Les jeux sont faits. Es ist vorbei. Wir können uns nicht mehr über das weiße Hemd mit dem kleinen schwarzen Fleck und dem vermeintlich anspielungsreichen Etikett in der pappeversteiften Kragenpartie beugen. Justine Juliette COLLECTION DESIR waren die Schlüsselworte, die Rosemarie Trockel hat einsticken lassen. Das sorgfältig gefaltete Kleidungsstück ruhte auf einem Sockel, dem Ganzen war ein großer Saal gewidmet. Mit drei Zugaben: einem Trockel-Video, einer Sturtevant-Warhol-Blumen-Aneignung, einem Gilbert & George-Scherzdruck. Ansonsten: Leere.

Das Museum MMK an der Braubachstraße in Frankfurt, Foto: Uwe Kammann

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„Digital Romantic“ zur Luminale 2020 am Deutschen Romantik-Museum

2020, März 6.

Der Lichtkünstler Robert Seidel inszeniert die Fassade des künftigen Deutschen Romantik-Museums

Die Gerüste am Großen Hirschgraben 17–21 sind verschwunden und somit ist der Blick frei auf die Fassade des Deutschen Romantik-Museums, das hier 2021 eröffnen wird. Zur Luminale 2020 wird der in Berlin lebende Künstler Robert Seidel diese Fassade inszenieren. Die Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung markiert dabei den Beginn einer Reihe von Veranstaltungen bis zur Eröffnung des neuen Museums, das hier 2021 eröffnen wird.

Das künftige Romantik-Museum neben dem Goethehaus, Foto: Petra Kammann

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„Fantastische Frauen“ – „Rausgekickt aus der Kunstgeschichte“ und ganz präsent in der Schirn

2020, Februar 25.

„Da war nix mit Muse“ – Metamorphosen und eine Umkehr der Perspektive

von Petra Kammann

Frida Kahlo und Meret Oppenheim, sie sind inzwischen vielen ein Begriff. In der Schirn sind aber Entdeckungen surrea­lis­ti­scher Kunst von Frauen aus mehr als drei Jahr­zehn­ten zu machen, – Werke von Künstlerinnen aus den 1930er- bis 1970er-Jahren. Dort wird nämlich derzeit in einer großen Sammelschau erst­mals der weib­li­che Beitrag zum Surrea­lis­mus ausgeleuchtet. Verbindendes Element der mehr oder weniger bekannten Künstlerinnen stellte dabei die persönliche Beziehung zu André Breton, dem Grün­der der Surrea­lis­ten, dar. Denn „die Gruppe um Breton war offen für Kollektivität und neue Kreativität (…) und stellte Werke aus aller Welt auf Augenhöhe aus“, sagt Ingrid Pfeiffer, die Kuratorin der bemerkenswerten Überblicks­aus­stel­lung „Fantastische Frauen“.

Schirn-Kuratorin Dr. Ingrid Pfeiffer bei der Pressekonferenz, Foto: Petra Kammann

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Rundgang 2020 in der Städelschulen (1)

2020, Februar 13.

Times are changing

von Petra Kammann

Kurz vor der Öffnung des Städelschulen-Rundgangs, Foto: Petra Kammann

Noch wird überall gewerkelt, bevor der alljährliche, im Februar traditionell stattfindende Rundgang der Städelschule stattfindet, auf dem die Studierenden einen Einblick in ihre aktuellen Arbeiten geben. Am Freitag, dem 14. Februar geht es dann um 10 Uhr los und endet am 16. Februar um 20 Uhr. Bevor die Besucher in die Städelschule strömen, hat der Direktor Philippe Pirotte, der seit sechs Jahren die renommierte Schule geleitet hat, noch zur Pressekonferenz geladen. Es ist eine besondere Station, weil er erst- und letztmalig im Duo mit Yasmin Raymond antritt, die nämlich ab April seine Nachfolge für die kommenden fünf Jahre antreten wird. Pirotte, der sich wieder stärker um inhaltliche Belange kümmern möchte, wird jedoch der Städelschule als Professor für Kunstgeschichte und Curatorial Studies erhalten bleiben.

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„Museum“ – (2)

2020, Januar 28.

– Ausstellung im MUSEUMMMK FÜR MODERNE KUNST (2)

Von Erhard Metz

Seit langem ist es an der Zeit, die Ausstellungen „Museum“ im Frankfurter MUSEUMMMK FÜR MODERNE KUNST und in dessen Dependance ZOLLAMTMMK in Erinnerung zu rufen beziehungsweise besser gesagt deren herannahendes Ende, am 16. Februar 2020 nämlich, übrigens just an dem Tag, an welchem auch die Super-Blockbuster-Ausstellung „Making Van Gogh“ im Städel Museum ihr Ende findet.

Gavin Turk, Spent Match, 2005, Ausstellungsansicht, bemalte Bronze, 4,1 x 0,3 x 0,3 cm, Sockel mit Plexiglashaube

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KulturRegion Rhein-Main 2020

2020, Januar 16.

Das Glück der Region liegt in der Kultur – dank hervorragender Netzwerkarbeit 

„Willst du immer weiter schweifen?/ Sieh, das Gute liegt so nah./ Lerne nur das Glück ergreifen / Denn das Glück ist immer da….“ Frankfurts Dichter aus dem Großen Hirschgarten empfiehlt sich tatsächlich in vielen Lebenslagen…

Stadt und Land, Hand in Hand. Die Aufsichtsratsvorsitzenden: Kulturdezernentin Ina Hartwig (Mitte) und Landrat des Kreises Groß-Gerau Thomas Will (re) und Geschäftsführerin der KulturRegion Sabine von Bebenburg (re); Matthias Wagner K, Hausherr Museum Angewandte Kunst (li) und Kuratorin Magdalena Zeller (li), Foto: Petra Kammann

Wer also wissen möchte, wo und wann er im Umkreis von etwa 100 km Interessantes findet, kann getrost die relevanten Informationen in den Programmheften der Rhein-Main-Region zu Rate ziehen. Mit ihren Programmen und Projekten macht sie vielfältige kulturelle Angebote einer breiten Zielgruppe zugänglich. Dabei setzt sie 2020 den Fokus auf aktuelle Themen wie z. B. Nachhaltigkeit.

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Auf Wiedersehen im neuen Jahrzehnt!

2019, Dezember 31.

2020 – Der Vorhang zu und alle Fragen offen …

Foto: Petra Kammann

Hommage an William Forsythes Kunst der organisierten Bewegung zu seinem 70ten

2019, Dezember 30.

Ausloten des Raums und der körperlichen Grenzen

Foto-Impressionen von Petra Kammann

William Forsythe anlässlich seiner Ausstellung „Fact of Matter“ 2015 im MMK

Er hat eine große Lücke in der Stadt Frankfurt hinterlassen. Hier gründete er 1984 das Ballett Frankfurt und 2004 The Forsythe Company. William Forsythe, der 1949 in New York geborene Erneuerer des Balletts, hat mit seinen bahnbrechenden Ballettchoreografien, experimentellen Tanztheaterstücken und digitalen Tanzpartituren einen unvergleichlichen tänzerischen Kosmos geschaffen. Nachdem der langjährige Direktor des Frankfurter Balletts die künstlerische Leitung seiner Forsythe Company abgegeben hatte, widmete er sich verstärkt der Wechselbeziehung zwischen Choreographie und Bildender Kunst. 2015 waren seine raumgreifenden Installationen „The Fact of Matter“ im MMK zu sehen. Heute wird er 70 Jahre alt und hat nichts von seiner charismatischen Bühnenerscheinung verloren.

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