Alle Artikel zu Installation · Performance · Objektkunst
2026, Januar 25.
Joseph Beuys im Darmstädter Landesmuseum
„So wie der Mensch nicht da ist,
sondern erst entstehen muß,
so muß auch die Kunst erst entstehen,
denn es gibt sie noch nicht.“
Joseph Beuys (Lieblingszitat seines Verlegers Lothar Schirmer)
Vor40 Jahren verstarb mit Joseph Beuys (1921–1986) einer der prägendsten Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Hessische Landesmuseum Darmstadt besitzt mit »Block Beuys« seinen weltweit größten authentischen Werkkomplex. In sieben Räumen befinden sich dort fast 300 Werke aus der Zeit von 1949 bis 1972. Darunter bedeutende Arbeiten wie »Stuhl mit Fett«, »Filzanzug«, »Eurasienstab« oder »Szene aus der Hirschjagd« und große Installationen wie »Transsibirische Bahn«, »FOND II« und »FOND III«, außerdem in 23 Vitrinen Objekte aus Aktionen und zahlreiche Auflagenobjekte. Eine Gelegenheit, am Darmstädter Aktionstag das Werk und Denken dieses herausragenden Künstlers zu entdecken. FeuilletonFrankfurt erinnerte 2017 eindringlich in Kooperation mit dem Kunstverein Eulengasse und mit Beteiligung von Künstlern und Künstlerinnen der „Freien Szene“ an den Aktionskünstler anlässlich dessen 100. Geburtstags.

Beuys, dozierend und diskutierend vor der Düsseldorfer Kunstakademie, Foto: Inge Sauer
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Bildende Künste, Darmstadt, Installation · Performance · Objektkunst, Kultur und Gesellschaft, Kunst Orte, Performance, Skulptur, Tanz | Kommentare deaktiviert für Beuys immer wieder aktuell – Heute: Aktionstag zum „Block Beuys“ in Darmstadt
2026, Januar 13.
Das vielfältige Angebot des Städel Museums – von der Sammlung über Sonderausstellungen bis hin zu Führungen und Veranstaltungen – stieß auch 2025 auf große Resonanz und zog insgesamt 370.716 Besucher an. Mit insgesamt 425.199 Besuchern und Besucherinnen hielten das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung das Niveau des Vorjahres (425.022).

Ein Wohl auf das Städel und auf Max Beckmann, nicht zuletzt dank der engagierten Beckmann-Enkelin Mayen Beckmann, Foto: Petra Kammann
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Bildende Künste, Fotografie · Video · Film, FotografieForumFrankfurt, Installation · Performance · Objektkunst, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Kunst Orte, Liebieghaus, Malerei, Skulptur, Städel Museum, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Städel und Liebieghaus: Rückblick auf das besucherstarke Jahr 2025 und Vorausschau für 2026
2025, Dezember 6.
Neapolitanische Krippe in St. Leonhard und Gerald Domenig im Dom Museum
Ein Tipp von Petra Kammann
Ein Blick in die Kirchen der Frankfurter Innenstadt ist immer lohnenswert: Da ist zum Beispiel vom zweiten Advent (7. Dezember 2025) bis Mariä Lichtmess ( bis 2. Februar 2026) im Leonhardschor, im südlichen Seitenschiff der Kirche St. Leonhard, die legendäre Krippe mit den neapolitanischen Figuren aus Ton, Holz und Werg zu sehen. Diese 40 Figuren aus dem 18. Jahrhundert stellen einen Querschnitt der damaligen Bevölkerung Neapels dar: Bürger, Marktfrauen, Bauern und Hirten. Das erste Bild zeigt bis Heiligabend (24. Dezember) Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem.

Detail der Krippe in St Leonhard – Neapolitanische Marktszene, Hintergrundzeichnung Dani Muno, Foto Alexander Englert
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2025, November 27.
Schwärmen, Schwarmintelligenz und Ausschwärmen…
Ein kurzer Einblick von Petra Kammann
Man könnte förmlich ins Schwärmen geraten, schaut man sich das Programm der Biennale für aktuelle Musik 2026 (4. bis 15. Februar 2026) an. Faszinierend sind die Dynamiken, die zwischen Natur, Kunst und Gesellschaft entstehen und die Neues zu schaffen vermögen. Im kommenden Februar wird abermals eine Kooperation zwischen dem Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony stattfinden. Dabei werden sowohl große Orchesterliteratur, Kammermusik, Lied und Chorgesang, Jazz und Installationen aufeinandertreffen als auch spezifisch neue Klänge wahrzunehmen sein. Auf die neuen Ohren- und Augeneinddrücke darf man gespannt sein.

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, führte ein in das Thema „Schwärmen“, Foto: Petra Kammann
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2025, November 6.
Visionen vom idealisierten und real fragilem Körper
von Petra Kammann
Wer sind wir? Wie verletzlich sind wir? Die Reise durch die Geschichte der Bilder vom Körper ist schlicht faszinierend, zumal der zunehmend wissenschaftliche Blick ins Innere unseres Körpers uns vor neue Fragen stellt. Im Entrée des Frankfurter Kunstvereins scheint die Welt noch heil zu sein, wenn uns zunächst die antike Kroisos-Kouros-Statue – eine zwei Meter hohe, männliche Figur aus archaisch-griechischer Epoche (530 v. Chr.) – ins Auge sticht. Der Blick des jungen edlen Mannes in idealtypischer Gestalt ist in die undefinierbare Ferne oder auf seine Zukunft als Held gerichtet. Auf den weiteren Etagen des Hauses geht es dann ans „Eingemachte“: ins Innere, ins Austauschbare, ins Fragile, ins Ritualisierte und ins Imaginierte des Körpers…

Von diesem „perfekten“Jüngling“ Kouros – eine Leihgabe aus der Antikensammlung der Goethe-Universität – werden Sie im Kunstverein empfangen, Foto: Petra Kammann
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2025, Oktober 25.
Schwingungen und schwebende Elemente im Raum
Von Petra Kammann
Frankfurt leuchtet. In der 29. Etage des neues Towers FOUR 1, im Entrée der großen Anwaltskanzlei Freshfields, wird man in luftigen Höhen mit Blick auf die Stadt von einem Kunstraum empfangen. Dieser ungewöhnliche Raum wurde gestaltet von der international angesehenen und multidisziplinär arbeitenden Konzeptkünstlerin Jorinde Voigt, deren Arbeiten in zahlreichen renommierten Sammlungen zu sehen sind wie etwa im New Yorker MoMA, im Centre Pompidou Paris, im Art Institute of Chicago, in der Pinakothek der Moderne in München, im Kunsthaus Zürich, im Istanbul Modern, im Kupferstichkabinett Berlin oder der Kunsthalle Praha. Die „Gefaltete Zeit“ nennt sie das in Frankfurt entstandene Ensemble.

Der organisch geschwungene Empfangsdesk der Anwaltskanzlei Freshfields im neuen Four, Foto: Petra Kammann
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2025, Oktober 11.
Eine unabhängig-eigensinnige Künstlerin
Von Petra Kammann
Spielerisch, humorvoll, genreübergreifend und dazu noch international: die erste umfassende Einzelausstellung der unabhängigen Künstlerin Suzanne Duchamp (1889–1963) findet in den Räumen der ehemaligen Dondorf Druckerei mit dem rauhen Charme der industriellen Backsteinarchitektur, in der Schirn Bockenheim, statt. Zu sehen sind in der dort neu eingerichteten Halle 1 erstmals rund 80 Werke aus fünf Jahrzehnten der vielseitigen Künstlerin, darunter experimentelle Collagen, figurative Darstellungen, abstrakte Gemälde, historische Fotografien und seltene Archivfunde. Die gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich erarbeitete Retrospektive wurde kenntnis- und beziehungsreich von den Kuratorinnen Ingrid Pfeiffer (Schirn) und Talia Kwartler (Gastkuratorin, Zürich) in Szene gesetzt.

Verantwortliche der Suzanne Duchamp-Retrospektive: Schirn-Chef Sebastian Baden und die beiden Kuratorinnen Ingrid Pfeiffer und Talia Kwartler, Foto: Petra Kammann
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Autoren, Bildende Künste, Fotografie · Video · Film, Installation · Performance · Objektkunst, Malerei, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Retrospektive der DADA-Pionierin Suzanne Duchamp in der Frankfurter Schirn
2025, September 25.
Dokumentarisch-poetische Perlen der Video-Kunst, textile und skulpturale Arbeiten
Von Petra Kammann
Noch vor dem Gastlandauftritt der Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse (14.10. bis 19.10.2025), und parallel dazu präsentiert die SCHIRN in ihrem Übergangsquartier in Bockenheim die philippinisch-kanadische Künstlerin und Filmemacherin Stephanie Comilang (*1980) mit einer raumgreifenden Soloschau. Erstmals in Deutschland sind dort ihre beiden jüngsten Filme „Search for Life. Diptych“ (2024/25) sowie ihre frühere Arbeit „Diaspora Ad Astra“ aus dem Jahre 2020 zu sehen:„Coordinates at dawn“. Eine echte Entdeckung!

Die Video-Künstlerin Stephanie Comilang in der Schirn, Foto: Barbara Walzer Weiterlesen
Bildende Künste, Fotografie · Video · Film, Installation · Performance · Objektkunst, Kultur Frankfurt, Kunstszene überregional, Kunstszene Frankfurt/Offenbach, Skulptur | Kommentare deaktiviert für Eindrucksvolle filmische Installationen der philippinisch-kanadischen Video-Künstlerin Stephanie Comilang in der Schirn
2025, September 1.
Aspekte des vielfältigen Inselreichs
Von Walter H. Krämer
Mit einem Festival und zahlreichen Uraufführungen feiert der Frankfurter Mousonturm schon vorab das Buchmessen-Gastland.

The Filipino Superwoman Band beim 2024. Spring Festival 2004 in Utrecht, Photo:© Spring Performing Arts Festival 2024, Allard Willemse Weiterlesen
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2025, August 24.
Einladung zum Kunst-Diskurs im Freien
Von Hans-Bernd Heier
Zu der vielseitigen Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation gehört auch Kunst, darunter Werke von Carl Spitzweg, Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter und Max Ernst. Ebenso zählen Installationen und zeitgenössische Kunst mit Medienbezug wie das berühmte „Hummertelefon“ von Salvador Dalí oder das Telefon „S– – “ von Joseph Beuys zu den Spitzenwerken der hochkarätigen Kollektion. Mit der „Kunstspur“ wurde im Museum für Kommunikation Frankfurt in diesem Frühjahr die Mediengeschichte im Spiegel der Kunst neu erzählt. Jetzt wird das Kunst-Angebot mit dem Skulpturengarten erweitert. Am Rande der Blühwiese des Museums sind in dem neuen kleinen Park insgesamt neun Plastiken mit Kommunikationsbezug zu sehen.

„Putto mit Posthorn“, 1914. Künstler unbekannt; Foto; © Museumsstiftung Post und Telekommunikation / Foto: Stefanie Koesling
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