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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Architektur und Städtebau

SOS BRUTALISMUS – Rettet die Betonmonster! im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt

2017, Dezember 4.

Bedroht? Bedrohlich!

Eine grandiose Ausstellung zur Architekturphase des Brutalismus
im Deutschen Architekturmuseum 

Von Uwe Kammann

Für viele ein Vorbild: das Kloster La Tourette von Le Corbusier 

SOS Brutalismus. Die Organisatoren einer hervorragenden Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum haben den Titel sicher eindimensional gewählt. Denn im Untertitel heißt es: „Rettet die Betonmonster!“, Ausrufezeichen inklusive. Dabei kann man das SOS auch anders lesen, als Warnung vor großer Gefahr, so wie im berühmten Film „SOS Eisberg“ aus den 30er Jahren.

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Wie soll Frankfurt aussehen?

2017, November 23.

Podien zum Städtebau in der Mainmetropole

Von Uwe Kammann

„Welche Architektur trifft des Menschen Kern?“ – Eine schöne Frage, sicher auch eine zeitlose. Das Kuratorium Kulturelles Frankfurt, eine Tochter der Polytechnischen Gesellschaft, fächerte sie in ihrer Einladung zu einem Streitgespräch auf. Welche Gestaltung für Gebäude und Stadtquartiere sei nachhaltig, welcher architektonische und städtebauliche Entwurf werde auch Jahrzehnte nach der Realisierung noch geschätzt werden?

Jeder versteht etwas Anderes unter dem Leben in der Stadt…

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„Präsens“ – Jil Sander im Frankfurter Museum Angewandte Kunst

2017, November 5.

Jil Sander – Ganz gegenwärtig in Klasse und Stil

„Mir kommt es darauf an, dass alles an einer Kollektion auf demselben Niveau ist“, sagt die Designerin, Unternehmerin und Gesamtkünstlerin Jil Sander, der eine große Ausstellung in Frankfurt gewidmet ist und für die ein komplettes Museum geräumt wurde. Ihre Aussage trifft auch auf die Architektur zu, zu der sie mit ihren Exponaten in Dialog tritt. Im Museum Angewandte Kunst kuratierte sie gemeinsam mit Museumsdirektor Matthias Wagner K auf rund 3.000 Quadratmetern die Gesamtschau „Präsens“. Thematisch gliedert sich die Schau in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier, Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. 

Text und Fotos: Petra Kammann

↑ Klarheit und Transparenz beherrschen die Ausstellung „Präsens“ im Museum Angewandte Kunst hier ganz groß das Porträt Jil Sander aus der „Marie Claire“ von 1991
© Peter Lindbergh, Gesamtfoto: Petra Kammann

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Das neue Gehäuse der Frankfurt School of Finance & Management

2017, Oktober 30.

 

Die private Wirtschaftsuniversität Frankfurt School of Finance & Management ist von ihrem zu klein gewordenen früheren Gebäude im Frankfurter Ostend umgezogen und hat ihren neuen Campus am 26. Oktober 2017 offiziell eröffnet. In dem neuen Komplex der Hochschule studieren im laufenden Wintersemester rund 1900 junge Leute. Die Kosten in Höhe von 110 Millionen Euro für den neuen Campus hat die Hochschule nach eigenen Angaben selbst finanziert, u. a. mit dem Verkauf  ihres einstigen Stammsitzes.

Von Uwe Kammann

Der Denkmalschutz war letztlich keine Rettung. Die mächtige Scheibe der Oberfinanzdirektion, zu ihrer Entstehungszeit als Beispiel moderner Dynamik bei Fankfurter Großbauten gerühmt (und noch viele Jahre später als besserer Beleg für frühe 50er-Jahre-Reinheit zitiert) steht nicht mehr. Lediglich ein vorgelagerter Rest ist an der Adickesalles noch zu sehen, schräg gegenüber der Deutschen Bibliothek: ein beschwingt auf Stelzen gesetzter Pavillon.

↑ Schlüsselübergabe durch den Leiter Prof. Udo Steffens mit Vertretern von Studenten aus 5 Kontinenten
↓ Der neue Campus der Frankfurt School mit dem 50er Jahre-Pavillon  

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45. Römerberggespräche: Was soll das Theater?

2017, Oktober 21.

Über die Zukunft der Städtischen Bühnen – „Die Stadt muss sich bekennen“

Ein Beitrag von Uwe Kammann

Mehr als 50 Jahre waren Frankfurts Städtische Bühnen Schauplatz zahlloser Inszenierungen und erlebten denkwürdige Auseinandersetzungen. Nun ist das Bauwerk, die „Theaterdoppelanlage“, die Schauspiel und Oper umfasst, marode. Wie soll es weitergehen? Neubau oder Sanierung? Von dem Tag an, an dem die möglichen Kosten bekannt wurden, wurden leidenschaftliche und kontroverse Debatten geführt. Da stellte sich nicht nur  die Frage nach dem Standort am Willy-Brandt-Platz, sondern auch nach der gesellschaftlichen Position des Theaters. Welche Aufgaben sollen Schauspiel und Oper in Zukunft haben? Die Römerberggespräche wollten in der Diskussion erkunden, welche Gestaltungschancen derzeit bestehen.

Die Doppelanlage: Oper und Schauspiel unter einem Dach 

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