Alle Artikel zu Architektur und Städtebau
2025, Juni 1.
An der diesjährigen 19. Architekturbiennale in Venedig finden Beiträge aus dem arabischen Kulturkreis besondere Beachtung, bieten sie doch brauchbare Lösungen für aktuelle Themen wie Überhitzung, soziales Miteinander oder bezahlbares Wohnen. Federführend sind dabei, auch das ist bemerkenswert, vor allem junge Architektinnen.

Pavillon von Qatar in den Giardini, © Corinne Elsesser
Architektur und Städtebau, KultTouren, Kunstszene überregional, Städtereisen | Kommentare deaktiviert für Eindrücke von der ARCHITEKTURBIENNALE VENEDIG 2025
2025, Mai 29.
Die Villa mit dem ,Haus im Haus‘ hat nun Luft nach oben
Von Petra und Uwe Kammann
Von Februar 2010 – Januar 2011 sowie von September 2021 – Juni 2025 war das DAM wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen. Ausstellungen fanden an Gast-Orten statt wie von 2022 – 2025 im Interimsquartier DAM Ostend. Am 1. Juni 2025 feiert das DAM am Museumsufer nun sein Jubiläum 40 + 1 , dazu die Wiedereröffnung des Hauses. Eigentlich sieht es so aus wie immer und doch ist vieles anders, vor allem energetisch.

Das sanierte Deutsche Architekturmuseum (DAM) am Schaumainkai – bereit für die Wiedereröffnungsfeier am 1. Juni 2025, Foto: Petra Kammann
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Architektur und Städtebau, Biennale Arte Venedig, Deutsches Architekturmuseum (DAM), Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Stadtplanung und Diskussionen | Kommentare deaktiviert für Zurück am Schaumainkai – Wiedereröffnung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) nach erfolgreicher Sanierung am 1. Juni 2025
2025, Mai 18.
Bürgerverein Demokratieort Paulskirche stellt inhaltliches Konzept vor
von Petra Kammann
Bleibt die Frage: wenn wir ein solches Haus brauchen, welches sind dann die notwendigen Voraussetzungen? Welche Grundbedingungen soll es erfüllen? Um darüber öffentlich nachzudenken, hatte der Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e. V. die Presse eingeladen, um seine letzten Überlegungen zum Thema zu präsentieren. Das ergänzende Haus der Demokratie solle gemeinsam mit der würdigen Paulskirche eine nationale und internationale Strahlkraft entfalten, aber auch deutlich machen, dass das Ensemble heute ein integrierter, lebendiger Ort demokratischen Austauschs ist.

Die markante Form der Paulskirche – hier als Modell in der DAM-Ausstellung „Ein Denkmal unter Druck“ 2021 – soll als erinnerungswürdiger Ort bestehen bleiben, Foto: Petra Kammann
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Bildung · Pisa von innen, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Stadtplanung und Diskussionen | Kommentare deaktiviert für Sanierung der Paulskirche: Braucht die Paulskirche ein Haus der Demokratie?
2025, März 26.
Ein Interview mit dem Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger
Wie soll es mit Frankfurt weitergehen, welche Linien wird die Stadtplanung verfolgen, an welchen Stellen wird es Veränderungen geben? Bei einigen der schon lange diskutierten Projekte – wie den Städtischen Bühnen – zeichnen sich Konkretisierungen ab, der Zeitrahmen allerdings bemisst sich oft eher in Zehnjahresschritten. Uwe Kammann sprach mit dem Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger über wesentliche Punkte und Aspekte der anstehenden Aufgaben.

Frankfurts Planungsdezernent Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Foto: Uwe Kammann
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Stadtplanung und Diskussionen | Kommentare deaktiviert für Stadtplanung in Frankfurt: „Heute sind Aushandlungsprozesse relevant“
2025, Februar 20.
Das neue Frankfurt – Nicht Ernst May allein
Von Petra Kammann
Siedlungsbauten wie der Ladenhausblock in der Römerstadt oder „Zickzackhausen“ in Niederrad, die heute zu den Ikonen des Neuen Frankfurt, dem Zentrum der Moderne in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre zählen, werden meistens dem Stadtbaurat und strategischem Kopf Ernst May (1886-1970) zugeschrieben. Dahinter steckt jedoch der Architekt Carl-Hermann Rudloff (1890-1949), dessen Name heute lediglich in Fachkreisen bekannt ist. Dabei war er einer der Protagonisten des Siedlungsbaus im Neuen Frankfurt. Das fand die Geschäftsführerin der ernst-may-gesellschaft e.V. Christina Treutlein in ihrer Dissertation heraus. Diese Publikation wurde nun aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Neuen Frankfurt im Auftrag der Frankfurter Historischen Kommission und der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. von Evelyn Brockhoff herausgegeben und in der Geschäftsstelle präsentiert.

Siedlung Römerstadt, Ladenblock in der Hadrianstraße, um 1930, Architekt: Carl-Hermann Rudloff, Foto: Hermann Collischonn /Sammlung der ernst-may-gesellschaft
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Architektur und Städtebau, Autoren, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Stadtplanung und Diskussionen | Kommentare deaktiviert für Carl-Hermann Rudloff (1890-1949). Protagonist des Siedlungsbaus im Neuen Frankfurt
2025, Februar 14.
Nachhaltigkeit als Synonym für Schönheit
Der renommierte Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main wurde in diesem Jahr an die unkonventionelle deutsche Architektin Anna Heringer, die als Vertreterin des nachhaltigen Bauens und als Pionierin des Lehmbaus gilt, verliehen. Das entschied ein zehnköpfiges Kuratorium. Der Max-Beckmann-Preis erinnert an den bedeutenden Maler, Bildhauer, Grafiker und Autor Max Beckmann, der von 1925 bis 1933 als Künstler an der Frankfurter Städelschule gelehrt und gearbeitet hat, bevor er 1933 von den Nationalsozialisten gezwungen wurde, seinen Lehrstuhl aufzugeben und ins Exil zu gehen, erst nach Amsterdam, später nach New York, wo er 1950 verschied.

OB Mike Josef überreicht die Urkunde an die Architektin Anna Heringer, Foto: Petra Kammann
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Architektur und Städtebau | Kommentare deaktiviert für Der Max-Beckmann-Preis 2025 ging an die Architektin Anna Heringer
2025, Februar 5.
Große Vielfalt bei den Nominierten – Nachhaltigkeit und Transformation gehören zu den Hauptkriterien
Von Uwe Kammann
Frankfurt? Immer noch eher eine Randnotiz, auch beim diesjährigen Architekturpreis des Deutschen Architekturmuseums (DAM). Ein unverdientes Aufmerksamkeitsdefizit, wenn man die 23 Projekte Revue passieren lässt, die es diesmal in die vorletzte Stufe des Wettbewerbs geschafft haben, die sogenannte Shortlist? Nein, eher nicht, wie die seit dem 1. Februar im Ostend-Ausweichquartier des DAM zu sehende Ausstellung dieser Letztauswahl und der darin zu findenden Finalisten nahelegt. Vielmehr drängt sich das Fazit auf: Die Bauszenerie ist sehr vielfältig, bietet auch ausreichend Gelungenes – doch schon auf den ersten Blick Herausragendes, gar Spektakuläres lässt sich nicht ausmachen.

DAM-Direktor Peter Cachola Schmal führt zum 1. Preis, dem Spore-Haus in Berlin, von aff Architekten, Foto: Petra Kammann
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Architektur und Städtebau, Deutsches Architekturmuseum (DAM) | Kommentare deaktiviert für DAM-Architekturpreis 2025: Einhelliges Lob für ein „Gesamtkunstwerk“
2025, Januar 28.
APSARA, Tanz der himmlischen Nymphen
Von Paulina Heiligenthal
Seit Ende letzten Jahres läuft der Dokumentarfilm „Pol Pot Dancing“von Enrique Sánchez Lansch in den Kinos. Er schildert die Geschichte der Startänzerin des klassischen kambodschanischen Balletts am ehemaligen Königshof, Chea Samy, deren Ziehsohn Pol Pot zu einem der größten Massenmörder der Geschichte wurde. Während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer (1975 bis 1979) kam geschätzt ein Viertel der 8 Millionen Einwohner um. FeuilletonFrankfurt-Autorin Paulina Heiligenthal hat Kambodscha besucht – mit intensivem Blick auch auf die Tanz-Tradition.

Die Tempelanlage von Angkor Wat: erhaben, monumental, spektakulär und geheimnisvoll, Foto: Paulina Heiligenthal
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2025, Januar 16.
Reizvolle Reminiszenzen und programmatische Zukunftsperspektiven
Von Uwe Kammann (Text und Fotos)
Frankfurtkundige werden zumindest zwei Objekte vermissen, wenn sie ihre Blicke über die niedrigen Insel-Plattformen der Ausstellung schweifen lassen, welche das Historische Museum unter einem Titel mit Ausrufezeichen präsentiert: „Bewegung!“. Was ist mit dem Fehlenden gemeint – nicht zuletzt, wenn man den neutraleren Untertitel ernst nimmt, nämlich „Frankfurt und die Mobilität“ –: Nun, einmal ein Exemplar der die Stadt zu Abertausenden überziehenden Fahrradbügel; und zum anderen ein Bewegungsmittel, das seit langem ebenfalls unübersehbar ist: das Auto.

Das war mal State of the Art beim Design der Straßenbahn-Haltestellen
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Architektur und Städtebau, Historisches Museum, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Stadtplanung und Diskussionen | Kommentare deaktiviert für Exemplarisch. Die Ausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“ im Historischen Museum Frankfurt
2024, Dezember 10.
Stadtluft macht Männer und Frauen frei – Inspirierende Modelle
Von Petra Kammann
Finsteres Mittelalter? Mit diesem Vorurteil räumen die beiden, mit der Ausgrabung von Geschichte vertrauten Autoren Gisela Graichen und Matthias Wemhoff gründlich auf. „Die Vorstellung vom dunklen, rückständigen Mittelalter ist als Mythos widerlegt. Es war im Gegenteil eine Epoche des dynamischen Aufbruchs in unsere moderne Welt“, lautet Graichens feste Überzeugung. Die Bestseller-Autorin und preisgekrönte Fernsehautorin Gisela Graichen und Matthias Wemhoff, Berliner Landesarchäologe und Museumsdirektor für Vor- und Frühgeschichte, haben sich die Gründung mittelalterlicher Städte um 1200 als Paradebeispiel für Kühnheit, Kreativität und technische Innovationen vorgenommen, Orte, an denen langfristig soziale und ökonomische Strukturen geschaffen wurden. Gedacht und geplant waren diese Gründerzeitstädte für Generationen. Äußerst anregende Beispiele bieten sie denjenigen, die sich Gedanken über die Zukunft unserer Städte machen.

Columba-Altar von Rogier van der Weyden (Alte Pinakothek, München) mit der mittelalterlichen Stadt, vorn: die hl. drei Könige mit ihren reichen Gaben aus dem Orient
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