2026, September 4.
Kultur für Alle heute und langlebige Netze für die Zukunft
Ein Plädoyer von Vládmir Combre de Sena

← Vládmir Combre de Sena, interdisziplinärer Künstler, Kurator und Kulturmanager, Foto: Andrea Aktemueller
Frankfurt hat eine starke kulturelle Landschaft. Vieles davon hat mit Hilmar Hoffmann und seiner Kulturpolitik zu tun. In seiner Zeit als Kulturdezernent wurde eine Struktur geschaffen, von der die Stadt bis heute profitiert. Museen wurden gegründet oder ausgebaut, Institutionen gestärkt, Kultur bekam einen wichtigen Platz im Selbstverständnis der Stadt. Sein Begriff »Kultur für alle« hat Frankfurt geprägt. Das war wichtig und es war erfolgreich.
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Atelierhäuser und freie Szene, Bildende Künste, Fotografie · Video · Film, Installation · Performance · Objektkunst, Malerei | Kommentare deaktiviert für Die dritte Säule – Ein dauerhaftes Netz für die Freie Szene
2026, September 4.
Minimalismus und breakdance. Vom alt und jung sein
Zwischen alten Hochöfen, Förderanlagen und dicken Rohren liegt die Gießhalle im Duisburger Landschaftspark. Die Gießhalle, da, wo früher mit flüssigem Eisen gearbeitet wurde, ist heute eines der beeindruckendsten Industriegebäude, in denen die Aufführungen der Ruhrtriennale stattfinden. Sehr groß, weitläufig, halboffen, so dass das Licht der Industrieanlagen sich mit dem Bühnenlicht mischt.

Solal Mariotte, Anne Teresa De Keersmaeker © Anne Van Aerschot / Ruhrtriennale
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Kultur und Gesellschaft, Kunstszene überregional, Performance, Tanz | Kommentare deaktiviert für Anne Theresa de Keersmakers und Solal Marines phänomenale Hommage an Jaques Brel
2026, September 3.
Der 700 Jahre alte Kirchenraum wird zum Klingen gebracht
Mit der Eröffnung der Nordvorhalle von St. Leonhard ist die Restaurierung einer der schönsten und ältesten Frankfurter Kirchen abgeschlossen. Nicht nur Hauptsehenswürdigkeiten des mittelalterlichen Frankfurts sind nun wieder zugänglich wie die beiden romanischen Kirchenportale und das hängende Gewölbe. Auch Neues ist zu entdecken wie die bei der archäologischen Ausgrabung gefundenen Fragmente mittelalterlicher Wandmalerei und die Heilig-Grab-Kapelle; der Blick in die romanische Apsis des Nordturmes ist berückend.

Leonhardskirche – Blick in das hängende Gewölbe
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Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kunstorte | Kommentare deaktiviert für September-Programm anlässlich der Eröffnung der restaurierten Nordvorhalle der Leonhardskirche
2026, September 2.
Flamenco at it’s best: RI TE mit Israel Galván und Marlene Monteiro Freitas und ein verkorkstes David Bowie Musical
Dreimal hat Ivo van Hove die Ruhrtriennale mit Stücken begonnen, die nur auf Songs beruhen. Sandra Hüller sang songs von PJ Harvey und zeigte, dass sie erheblich besser spielen als singen kann. Immerhin hatte sie Spaß daran und das übertrug sich aufs Publikum. Vor einem Jahr versuchte Lars Eidinger sich an Sinatra und scheiterte auf der ganzen Linie.

Ivo Van Hove, David Bowie (v.l.n.r.) © Jan Versweyveld, Ruhrtriennale 2026
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Darstellende Künste, Performance, Schauspiel, Tanz | Kommentare deaktiviert für Glanz und Elend auf der Ruhrtriennale
2026, September 1.
Aus Alt mach Neu – Demokratie auf dem Prüfstand
Von Walter H. Krämer
Nicht nur bei Wahlen – aber da in besonderem Maße – steht unser Verhältnis zur Demokratie und deren Repräsentant*innen auf dem Prüfstand. Da öffnet der Blick auf Zeichen unserer Staatsform – Mülltonnen als Wahlurne, ein Raubvogel als Staatswappen und ein Orden (Bundesverdienstkreuz) in der Formensprache militärischer Tradition – eine etwas andere Perspektive.

Schlichter Bundesadler, Foto: Walter H. Krämer
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Bildung · Pisa von innen, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Adler, Orden, Wahlurne. Redesigning Democratic Representation im Museum Angewandte Kunst
2026, August 30.
Von der Paulskirchen-Laudatio durch Shida Bazyar zum traditionellen Geburtstagsfest im Goethe-Haus
Von Uwe Kammann
Hat es das je gegeben? Kaum waren die letzten Töne der Harfenistin Anne-Sophie Bertrand verklungen, die sich mit dem heiteren Sommerlicht in der wie immer hellstrahlenden Paulskirche verbanden, da erklomm Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef noch einmal federnd das steinerne Pult und ergriff das Wort. Mit einem Lob für den himmlischen Hall, noch nie habe er eine Harfe so schön klingen hören wie in diesem Raum, und er sei froh über das Echo seines Anrufs beim Preisträger am ungewöhnlichen Ort. Das Klingeln nämlich hatte Uwe Timm in der Berliner U-Bahn erwischt, Station Spichernstraße. Folglich, so der bestens gelaunte Mike Josef, werde er künftig noch lieber im öffentlichen Nahverkehr kommunizieren.

Viel Beifall gab’s für den diesjährigen Goethe-Preisträger Uwe Timm in der Frankfurter Paulskirche, Foto: Alexander P. Englert
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2026, August 29.
Zum 277. Geburtstag des Dichterfürsten
Im Goethe-Haus am Hirschgraben flackerten am 28. August nach alter Tradition die lebendigen Kerzen für die Besucher, welche dort – nach einem musikalisch-dichterischen Auftakt den Geburtstag des großen Frankfurters feierten. Charmante Gastgeberin war Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts und Romantik-Museums, die in ihrem Festvortrag Einblicke in die Goethischen Geburtstagsrituale gab, bei denen es an Gedichten für den Freundeskreis nicht fehlte. Für Erhard Metz war der 277. Ehrentag die schönste Gelegenheit, um für FeuilletonFrankfurt einen Streifzug durch Goethes Liebesleben zu unternehmen, das mit Friederike Elisabeth Brion seinen eigentlichen Auftakt in einem elsässischen Pfarrhaus gefunden hatte. Es war nicht die letzte Station, aber sicher eine der dichterisch ertragreichsten. -pk-
Von Erhard Metz

Friederike Elisabeth Brion, Lithographie von Georg Engelbach (1817-1894); wikimedia commons/COM: TAG United States Weiterlesen »
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2026, August 28.
Der renommierte Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main wird alle drei Jahre am 28. August, dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes, an eine Persönlichkeit verliehen, „die durch ihr Schaffen bereits zur Geltung gelangt und deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist“. 2026 geht er an den Schriftsteller Uwe Timm. Die Laudatio auf den Preisträger hält die Schriftstellerin Shida Bazyar. Der mit 50.000 Euro dotierte Goethe-Preis wird in der Frankfurter Paulskirche, der Geburtsstätte der deutschen Demokratie, durch Oberbürgermeister Mike Josef überreicht…

Der Schriftsteller Uwe Timm in der Wandelhalle der Paulskirche vor der Goethe-Preis-Verleihung, Foto: Petra Kammann
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2026, August 27.
Goethe – so gesehen in allen Farben und Schattierungen
Impressionen von Walter H. Krämer (Text und Fotos)
An Goethe – geboren am 28. August 174 – kommt man in seiner Geburtsstadt nicht vorbei – das wissen auch die Streetart-Künstler*innen und erweisen ihm Ehre und Respekt! Ein Appetizer auf morgen.

Goethe -Mural an einer Wand in der Walter-Kolb-Straße / Ecke Elisabethenstraße
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Bildung · Pisa von innen | Kommentare deaktiviert für Streetart, Murals und Graffiti im öffentlichen Raum der Stadt Frankfurt (6)
2026, August 26.
Die Wirkmacht von Grafikdesign in Zeiten politischer und technologischer Umbrüche
Grafikdesign ist allgegenwärtig. Ob Lebensmittelverpackungen, digitale Interfaces auf Smartphones oder Werbeflächen und Leitsysteme im öffentlichen Raum – alles, was uns an visuellen Medien umgibt, ist grafisch gestaltet und intendiert eine Wirkung. So prägt Grafikdesign, wie wir wahrnehmen, verstehen, fühlen und handeln – oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Die Ausstellung „On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet“ im Frankfurter Museum Angewandte Kunst untersucht die gesellschaftliche Dimension von Grafikdesign und fragt nach seiner Wirkmacht in Zeiten politischer, technologischer und sozialer Umbrüche. Dabei ist die von Dr. Jonas Deuter kuratierte Ausstellung eine Einladung und Ermutigung, die Gestaltbarkeit unserer Umgebung durch Grafikdesign zu erkennen und die gesellschaftliche Verantwortung der Disziplin neu zu verhandeln.

Ausstellungsplakat; ©Grafik: Autostrada Studios
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Design, Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Museum Angewandte Kunst zeigt „On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet“