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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Reiche Kultur, pure Natur in Sri Lanka, Teil III

2026, Februar 3.

Unterwegs im kulturellen Dreieck Sri Lankas

von Paulina Heiligenthal (Text und Fotos)

Kurzweilig ist sie, die Fahrt ins Innere des Landes. Von der ersten antiken Hauptstadt Anuradhapura in die historische Vergangenheit der zweiten ehemaligen Königsstadt nach Polonnaruwa. Gemeinsam mit Kandy, einer weiteren, außergewöhnlichen Stadt, bilden sie das „kulturelle Dreieck“ des Landes, deren mittig gelegene Herzstücke Sigiriya und Dambulla heißen. Fünf kulturelle Höhepunkte! Mit ihrer reichen über 2.000 Jahre alten Geschichte und frühen Hochkultur, sind diese Königsstädte historische und religiöse Hochburgen in Sri Lanka. Und allesamt UNESCO-Weltkulturerbe seit 1982 und1991.

Ein Monumentalwerk der Bildhaukunst – die Buddha-Statuen von Gal Vihara aus flammenden Gneisgestein

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Das Kommunikationsmuseum thematisiert „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“

2026, Februar 2.

Wichtiger Beitrag zur Reflektion und Demokratieförderung

Von Hans-Bernd Heier

Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer national-sozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Diese brisante Thematik beleuchtet das Frankfurter Museum für Kommunikation in der Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945“.

Ausstellungsansicht; Foto: Museum für Kommunikation Frankfurt

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Zum 125. Geburtstag – eine Erinnerung an Marie Luise Kaschnitz

2026, Januar 30.

Skepsis und Hoffnung

Frankfurt war für Marie Luise Kaschnitz ein Ort, der sie nicht losließ. Keine große Liebe, aber ein Festhalten und Wundern. Ihre Beobachtungen sind genau, Ihre Einschätzungen sind wie auch in anderen ihrer Texte kritisch, ironisch und vorausschauend. Am 31. Januar 2026 wäre sie 125 Jahre alt geworden. Geboren 1901 in Karlsruhe machte Kaschnitz nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin in Weimar, bereiste mit ihrem Ehemann, einem Archäologen, viele Länder Europas und lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. 1933 erschien ihr erstes Buch: „Liebe beginnt“, ein Roman. Ihre bekanntesten Werke sind „Beschreibung eines Dorfes“(1966), „Tage, Tage, Jahre“(1968)  und „Orte“(1971). Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet. 2026 steht Marie Luise Kaschnitz mit dem gerade erschienenen „Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ (Edition W) im Zentrum von „Frankfurt liest ein Buch„.

 

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Jens Harzers Bravourleistung: De Profundis

2026, Januar 29.

Oscar Wildes Schmerzensschrei des Berliner Ensembles als Gastspiel am Bochumer Schauspiel

Von Simone Hamm

Grelle Neonröhren, die die Augen blenden. Eine Stimme aus dem Dunklen. Und dann steht er da, im schwarzen Mantel in einem kleinen Kasten, dessen Grundfläche ein, vielleicht zwei Quadratmeter hat: Jens Harzer. Er  rezitiert Oskar Wildes Brief aus dem Zuchthaus: „De Profundis – aus der Tiefe“, einen der berühmtesten Liebesbriefe der Weltliteratur. In seiner Einzelzelle rechnet er ab mit seinem ehemaligen Liebhaber, mit der verlogenen viktorianischen Gesellschaft.

Jens Harzer in „De Profundis“, Foto: Jörg Brüggemann / Ostkreuz

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Internationaler Holocaust-Gedenktag am 27. Januar im Hauptgebäude der EZB im Frankfurter Ostend

2026, Januar 28.

Ein Garten der Erinnerung: Traumata und Hoffnung für die Zukunft

Von Petra Kammann

Eine ausgesprochen bewegende, feierlich-würdige Veranstaltung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar im Hauptgebäude der EZB im Frankfurter Ostend: Mit Ansprachen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, Mirjam Wenzel, der Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt, Ina Hartwig, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt sowie von Uwe Becker, dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Hessen.

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt – Erinnerung an geschichtsträchtigem Ort, Foto: Petra Kammann

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Die flämische Tanzcompagnie „Peeping Tom“ zeigt Chroniques“

2026, Januar 26.

Eine Einladung von tanz.köln am Kölner Schauspiel

Vom Fluch der Unsterblichkeit

Von Simone Hamm

Ein Tänzer in dunkler Hose mit nacktem Oberkörper steht auf einem Felsblock. Unter ihm erzittert die Erde. Zwei Tänzer ziehen einen Felsblock an dicken Tauen, darunter kommt ein anderer hervor.  Sie sprechen in einer Sprache, die niemand versteht, weil es sie gar nicht gibt. Sie arbeiten in Erzminen, tragen metallene Hüte mit breiter Krempe, die an die Hüte asiatischer Bauern erinnern, die auf Feldern sähen und ernten…

CHORONIQUES – Peeping Tom, Foto: Virginia Rota

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Beuys immer wieder aktuell – Heute: Aktionstag zum „Block Beuys“ in Darmstadt

2026, Januar 25.

Joseph Beuys im Darmstädter Landesmuseum

„So wie der Mensch nicht da ist,
sondern erst entstehen muß,
so muß auch die Kunst erst entstehen,
denn es gibt sie noch nicht.“
                                          Joseph Beuys  (Lieblingszitat seines Verlegers Lothar Schirmer)

Vor40 Jahren verstarb mit Joseph Beuys (1921–1986) einer der prägendsten Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Hessische Landesmuseum Darmstadt besitzt mit »Block Beuys« seinen weltweit größten authentischen Werkkomplex. In sieben Räumen befinden sich dort fast 300 Werke aus der Zeit von 1949 bis 1972. Darunter bedeutende Arbeiten wie »Stuhl mit Fett«, »Filzanzug«, »Eurasienstab« oder »Szene aus der Hirschjagd« und große Installationen wie »Transsibirische Bahn«, »FOND II« und »FOND III«, außerdem in  23 Vitrinen Objekte aus Aktionen und zahlreiche Auflagenobjekte. Eine Gelegenheit, am Darmstädter Aktionstag das Werk und Denken dieses herausragenden Künstlers zu entdecken. FeuilletonFrankfurt erinnerte 2017 eindringlich in Kooperation mit dem Kunstverein Eulengasse und mit Beteiligung von Künstlern und Künstlerinnen der „Freien Szene“ an den Aktionskünstler anlässlich dessen 100. Geburtstags.

Beuys, dozierend und diskutierend vor der Düsseldorfer Kunstakademie, Foto: Inge Sauer

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Museum Wiesbaden blickt auf fulminantes Jubiläumsjahr mit Swiftie-Hype und Jawlensky-Archiv

2026, Januar 22.

Besucherstarkes Jahr mit großer internationaler Aufmerksamkeit

Von Hans-Bernd Heier

Das 200-jährige Jubiläum mit einer großen Vielfalt an Sonderausstellungen und nicht zuletzt der Hype um Friedrich Heysers Gemälde „Ophelia“ lockten 2025 viele Besucherinnen und Besucher in das Museum Wiesbaden. Das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur, ein Zweispartenhaus, kann eine stolze Bilanz ziehen und feiert das abgelaufene Jahr mit 130.986 Besuchern als eines seiner stärksten Ausstellungsjahre. Das waren im Vergleich zu 2024 rund 20.000 Gäste mehr. „Ein besucherstarkes Jahr mit großer internationaler Aufmerksamkeit“ lautet das Fazit von Museumsdirektor Dr. Andreas Henning.

Besucherin vor Ophelias – Gemälde (Ausschnitt); Foto: Christoph Boeckheler

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Das 63. Theatertreffen der Berliner Festspiele vom 1. bis 17. Mai 2026 

2026, Januar 20.

Alle Jahre wieder – und diesmal zum 63. Mal – werden bemerkenswerte Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Berlin zum Theatertreffen eingeladen – Ausgewählt von einer 7-köpfigen Jury.

Von Walter H.Krämer

Vom 17. Januar bis 31. Dezember 2025 bereisten die sieben Jurymitglieder 98 Städte und sichteten insgesamt 739 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf der Shortlist befanden sich am Ende 36 Inszenierungen, die final diskutiert wurden. Zehn davon sind jetzt zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen.

Die Theatertreffen-Jury 2026: Alexandra Kedves, Martin Thomas Pesl, Sabine Leucht, Falk Schreiber, Vincent Koch, Sascha Westphal, Christine Wahl © Berliner Festspiele /Stefan Wieland

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Museum für Kommunikation Frankfurt: Programm in 2026

2026, Januar 16.

Breit gefächert und höchst aktuell

Von Hans-Bernd Heier

Im Rahmen eines Pressegesprächs  konnte Dr. Annabelle Hornung eine stolze Bilanz ihres ersten Jahres als Direktorin des Museums für Kommunikation Frankfurt präsentieren. Sie stellte ein facettenreiches, ambitioniertes Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm für das laufende Jahr vor –  mit dem Fokus auf Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz und gesellschaftlichem Dialog.

Über das vielseitige Jahresprogramm informierten (von links): Dr. Corinna Engel, Leiterin Ausstellungen, Bildung, Kommunikation, Direktorin Dr. Annabelle Hornung und Pressereferentin Regina Hock; Foto: Hans-Bernd Heier

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