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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Vielschichtige Perspektiven auf KI, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung

2026, April 11.

„Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen“ im Giersch-Museum

Der Mensch als Teil komplexer ökologischer Gefüge

Die historische Villa des Museums Giersch der Goethe-Universität (MGGU) wird zum Multispezies-Club: einem offenen Zusammenschluss von Menschen, Pflanzen, Tieren, Pilzen, Bakterien und technischen Systemen – verstanden als gleichberechtigte Akteur:innen.

Nadine Kolodziey: „Quelle“, 2023–2025, AR-Installation; © Nadine Kolodziey

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Ausblicke auf die Konzertsaison 2026-2027 der Frankfurter Museums-Gesellschaft

2026, April 10.

Programmschlaglichter – Neuigkeiten und Traditionen

Besondere Kammerkonzerte, Familienkonzerte und Weihnachtskonzerte, dazu alljährlich 10 Sinfoniekonzerte sind bei der Museums-Gesellschaft gesetzte Größen. Dazu kommt eine kleine formale Neuigkeit: Bei einer Umfrage im November 2025, ob die traditionellen Montagskonzerte nicht früher anfangen könnten, haben Zweidrittel der Besucher das befürwortet, so dass (nur) die Montagskonzerte ab der kommenden Spielzeit schon eine halbe Stunde früher beginnen werden, also statt um 20 h, schon um 19.30 h. Unverändert hingegen bleiben die spannenden Konzertprogramme mit immer neu zu entdeckenden Klangwelten. Da ist es ratsam, sich schon jetzt seinen Stammplatz zu sichern. Der Abonnementverkauf hat begonnen. Hier vorab das Programm im Überblick, das von Dr. Burkhard Bastuck, Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft, von Thomas Guggeis, dem so engagierten wie kompetenten GMD der Oper Frankfurt und künstlerischen Leiter der Museumskonzerte, sowie vom  stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Andreas Odenkirchen der Presse präsentiert wurde.

Bester Stimmung nach dem Pressegespräch: Dr. Burkhard Bastuck (re), Thomas Guggeis, (Mitte) sowie Dr. Andreas Odenkirchen, (li)

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Die erste Spielzeit von Kay Voges

2026, April 8.

Gekonnt und klug: Kay Voges krempelt das Schauspiel Köln um.

Von Simone Hamm

Fräulein Else ist in die Sommerfrische gefahren. Da erhält sie einen Brief von ihrer Mutter. Der  Vater sei in Schwierigkeiten, müsse dringend Gelder zurückzahlen. Else solle den Kunsthändler Dorsday um ein Darlehen bitten. Der will ihr die 30.000 Gulden, um die sie bittet, gern geben, knüpft das aber an eine Bedingung. Er wolle Else nackt sehen. Regissuerin Leonie Böhm bleibt nah am Original. Arthur Schnitzlers Novelle ist ein innerer Monolog. Julia Riedler ist Fräulein Else.

„Else“ mit Julia Riedler; Foto: Birgit Hupfeld

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Elisabeth-Norgall-Preis für Martina Böhmer

2026, April 7.

Die Traumaforscherin für ältere Frauen

In Erinnerung an die Clubgründerin des International Women’s Club  e.V. (IWC) wird alljährlich der Elisabeth-Norgall-Preis an eine Frau verliehen, die sich in besonderer Weise für die Belange und Probleme von Frauen einsetzt. In diesem Jahr wählte das Elisabeth-Norgall-Kommittee Martina Böhmer als Preisträgerin, weil sie sich für  traumatisierte Frauen im Alter engagiert. Sie möchte die Lebensbedingungen und das Wohlbefinden älterer Frauen verbessern, indem sie  ihnen eine spezialisierte Traumaberatung anbietet und sie in aktuellen Situationen von Gewalt und/oder Retraumatisierung unterstützt. Bei der Preisverleihung in der Villa Bonn hielt IWC-Vize-Präsidentin Charlotte Weitbrecht die Laudatio.

Die diesjährige Preisträgerin Martina Böhmer, Foto: IWC

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Ei, Ei, Ei! …Fröhliche Ostern mit Kurt Tucholsky!

2026, April 5.

Verschämt oder unverschämt …. Ganz wie Ihr wollt!

Grafik aus den Wiener Werkstätten 

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Passionsspiel heute – im Theater Willy Praml in der Naxoshalle

2026, April 3.

Jesus d’amour in der Industriebasilika

Fotografische Eindrücke von Barbara Walzer

Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär. Die deutsch-polnische, in Frankfurt lebende Fotografin Barbara Walzer hat ihre Eindrücke mit der Kamera von einer faszinierenden Aufführung der Passionsgeschichte im Theater Willy Praml in der Naxoshalle am Gründonnerstag festgehalten.

Wie sehen wir das letzte Abendmahl mit Menschen von heute?, Alle Foto: Barbara Walzer

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Artikulierte Stimmen in Bachs h-Moll-Messe in der Alten Oper unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann

2026, April 2.

Schlanker Klang mit erstklassigen Solisten

Anders als die Bach-Passionen, die in der Vor-Osterzeit landauf landab in Kirchen und Konzerthäusern gespielt werden, wirkt die h-Moll-Messe, bedingt durch den lateinischen Text, abstrakter. Das vielstimmige, höchst raffiniert konzipierte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach, das von 1724 bis zwei Jahre vor Bachs Tod 1750 entstand, beschäftigt sich mit so existentiellen Themen wie Einsamkeit und Verzweiflung angesichts des Todes Jesu bis hin zur lebensbejahenden Freude. Für Sänger und Sängerinnen wie auch für Instrumentalisten sowohl technisch als auch emotional eine gewaltige Herausforderung. Die Gaechinger Cantorey, das Ensemble der internationalen Bachakademie Stuttgart, führte unter der äußerst kundigen Leitung von Hans-Christoph Rademann die liturgische Messe, die Missa tota, im prall gefüllten Großen Saal der Alten Oper Frankfurt auf.

Eingeladen wurde die Gaechinger Cantorey mit Hans-Christoph Rademann von den Frankfurter Bachkonzerten, Foto: Mart in Forster

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Pina Bauschs phänomenale Choreographie „Vollmond“ ist zurück

2026, April 1.

 Vollmond über Wuppertal

Von Simone Hamm

Ein großer Felsen liegt am rechten Bühnenrand. Eine breite Wasserrinne zieht sich längs über die gesamte Bühne. Dunkelheit. Wasser, überall Wasser.

Vollmond – Ein Stück von Pina Bausch. Edd Arnold, Tsai-Chin Yu. Foto Evangelos Rodoulis

Aus dem künstlichen Bach schöpfen die Tänzer Wasser und schütten es über sich. Sie tanzen im Wasser. Eine Tänzerinn mit zieht ihr langes Haar durchs Wasser und schleudert es in weiten Bogen zurück. Tropfen sprühen.

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Frankfurt verleiht ersten Europäischen Paulskirchenpreis an Masih Alinejad

2026, März 31.

Ein starkes Zeichen für Demokratie

Langanhaltender Applaus, stehende Ovationen, bewegende Worte und ein starkes Zeichen für Demokratie und Freiheit: Die Stadt Frankfurt am Main hat am Dienstag, 31. März, zum ersten Mal den Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie in der Paulskirche verliehen. Die Auszeichnung ging an die iranisch-amerikanische Journalistin Masih Alinejad, die sich weltweit für Freiheit, Menschenrechte und die Rechte von Frauen stark macht. Die Laudatio hielt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste und überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arlsaner an die Preisträgerin.

Erstmalige Verleihung des Europäischen Paulskirchenpreises für Demokratie durch den Frankfurt Oberbürgermeister Mike Josef an Masih Alinejad am 31.März 2026 in der Frankfurter Paulskirche, links: Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner, Foto: Michael Braunschädel, Stadt Frankfurt 

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“Der glasklare Blick der Hanna Laura Klar” – Schwerpunkt-Wochenende im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

2026, März 29.

Eröffnungsrede von Christine Kopf, Künstlerische Direktorin des DFF 

Das DFF erinnerte vom 20. bis 22.3.2026 mit einem Schwerpunkt-Wochenende an die 2025 in Frankfurt gestorbene Dokumentarfilm-Regisseurin, Produzentin, Autorin und Dozentin Hanna Laura Klar, die sich in ihren Filmen auf ruhige, einfühlsame Art außergewöhnlichen Persönlichkeiten angenähert hat. Die Retrospektive schloss ab mit dem Film „Ich friere auch im Sommer“. Die zwei Leben der Alexandra Kluge. Darin zeigt Klar die beiden Leben dieser außergewöhnlichen Frau und Freundin Alexandra Kluge, die als Schauspielerin in den Filmen ihres Bruders Alexander Kluge ebenso charismatisch war wie als Ärztin Karen Steinborn. Hanna Laura Klar lässt darin nicht nur zahlreiche Zeitgenossen und u.a. deren Sohn Andro Steinborn zu Wort kommen, sondern ausgiebig und persönlich auch den gerade verstorbenen Bruder Alexander Kluge. In der folgenden Rede vermittelte DFF-Direktorin Christine Kopf das empathische und experimentelle Filmschaffen von Hanna Laura Klar.

In ihrer Rede erinnert Christine Kopf, künstlerische Direktorin des DFF, an den Lebensweg und die Filme der verstorbenen Regisseurin Hanna Laura Klar, Foto: Petra Kammann

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