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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Max Weinberg †

2018, April 19.

Von Erhard Metz

Zweieinhalb Stunden können im Leben viel bedeuten – wie viel, konnte ich am Mittwoch Nachmittag für mich selbst erfahren, im Frankfurter Hospital zum Heiligen Geist. Max (Moshe) Weinberg wollte ich besuchen, am Wochende wurde mir geschrieben, er freue sich sehr über Besuch an seinem „temporären“ Ort. Temporär, in der Tat: Als ich ins Krankenzimmer eintrat, wurde mir die wahre Bedeutung dieses Wortes bewußt. Max Weinberg war vor zweieinhalb Stunden entschlafen.

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FRANKFURT LIEST EIN BUCH – Anna Seghers, Das siebte Kreuz

2018, April 16.

Ein Buch wird in Szene gesetzt

Schauspieler und Regisseur Martin Wuttke liest Anna Seghers© HR/Ben Knabe 

Bereits zum neunten Mal findet vom 16. bis 29. April 2018 Frankfurt liest ein Buch in der Mainmetropole und Umgebung statt. Weit über 100 Veranstaltungen in Frankfurt, Mainz und der Rhein-Main-Region laden dazu ein, sich mit dem Roman zu beschäftigen: an Originalschauplätzen, in Cafés, Buchhandlungen, bei literarischen Exkursionen und Stadtspaziergängen, Ausstellungen und vielen verschiedenen Aufführungen. Im Mittelpunkt des zweiwöchigen Frankfurter Lesefestivals steht dabei der eindrucksvolle Roman der in Mainz geborenen und ins mexikanische Exil geflohenen widerständigen Autorin Anna Seghers Das siebte Kreuz. Helfen, selbst wenn man das eigene Leben riskiert, auch darum geht es in Anna Seghers‘ berühmtem Roman „Das siebte Kreuz“.

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25 Jahre Kronberg Academy

2018, April 13.

Musik führt in die Stadt

Dozenten und Studierende der Kronberg Academy auf dem Notenband „Musik führt in die Stadt“ am 12. April 2013 (Foto: Kronberg Academy)

Die Kronberg Academy ist eine europaweit einzigartige Kulturinstitution zur Ausbildung und Förderung junger, höchstbegabter Musiker der Instrumente Violine, Viola und Violoncello. Zu den Lehrenden gehören renommierte Musiker wie Ana Chumachenco, Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann und Frans Helmerson.

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Max Hollein: Von Frankfurt über San Francisco nach New York

2018, April 11.

Rastloser Macher, Bauherr, Hoffnungsträger

Von Erhard Metz

↑ Fifth Avenue entrance facade of the Metropolitan Museum of Art, Mai 2007; Foto: Arad/wikimedia commons GFDL
↓ Städel Museum, Außenansicht; Foto: Städel Museum

Zwei Doppelsäulenpaare mehr an der Fassade und auch sonst noch einiges weitere:

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Leadership in Opera: Bernd Loebe von der Oper Frankfurt mit dem International Opera Award 2018 ausgezeichnet

2018, April 10.

Die Redaktion von FeuilletonFrankfurt gratuliert!

Soeben fand die feierliche Verleihung der sechsten International Opera Awards  im Londoner Coliseum statt. Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt, wurde dort mit dem International Opera Award 2018 in der Kategorie ,Leadership in Opera‘ ausgezeichnet. Das Opernhaus in Frankfurt erhielt zudem in der Kategorie ,Rediscovered Work‘ mit Kreneks Operntrilogie Der Diktator; Schwergewicht, oder Die Ehre der Nation; Das geheime Königreich den renommierten Preis.

Bernd Loebe, Intendant der Frankfurter Oper wurde mit dem International Opera Award ausgezeichnet, Foto: Chris Christodoulou (IOA)

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„Aus einem Totenhaus“ von Leos Janácek an der Oper Frankfurt

2018, April 9.

Gewalt, Erniedrigung, Perspektivlosigkeit – Gulag allgegenwärtig

Text: Renate Feyerbacher
Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt

Ein frohes Osterprogramm war die Oper „Aus dem Totenhaus“ von Leos Janácek, 1930 posthum in Brünn uraufgeführt, die in Frankfurt am 1. April Premiere hatte, nicht, wohl aber ein großartiges.

links: Peter Marsh (Sapkin; mit orangefarbenen T-Shirt) und Ensemble sowie rechts von oben nach unten Samuel Levine (Der ganz alte Sträfling), Gordon Bintner (Alexandr Petrovic Gorjancikov) und Karen Vuong (Aljeja)

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Schöne Grüße – Künstlerpostkarten

2018, April 8.

Ein ungewöhnliches Kunstwerk in kleinem Format

Wie sehr die von bedeutenden Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts gestalteten Postkarten als Medium in der Kunst des gesamten 20. Jahrhunderts eine eigene Rolle spielte, zeigt eine kleine und feine Galerie-Ausstellung. Von den jugendstilhaften Designs der Jahrhundertwende über den Ausdruck der individuellen Künstlerpersönlichkeit der Klassischen Moderne bis hin zu den konzeptuellen Ansätzen der Nachkriegszeit bildet sich in der Künstlerpostkarte die Entwicklung der Kunstgeschichte der Moderne ab.

Liegender weiblicher Akt mit Hund 1. 1911,  Tusche und Farbkreide auf Blanko-Postkarte © Fotograf, Achim Kukulies, Düsseldorf

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Gerhard Richters Frühwerk in Wiesbaden

2018, April 5.

Irritationen und Scheinobjektivität – Schönheit als optische Täuschung

Von Petra Kammann

Gerhard Richter, Foto: Petra Kammann

In der Sammlung des Museums Wiesbaden befinden sich derzeit nicht nur sechs frühe Arbeiten Gerhard Richters aus den Jahren 1964 bis 1968. Das Museum Wiesbaden war 1966 auch eine der ersten Ausstellungsorte der Schlüsselfigur der Malerei des 20. Jahrhunderts: Gerhard Richter.

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Elisabeth Norgall-Preis des International Women’s Club (IWC) für Barbara Stäcker, Gründerin des Vereins „Nana- Recover your Smile e.V.“ Wege aus der Angst – Annehmen und Loslassen

2018, April 4.

Text und Fotos: Renate Feyerbacher

„Ich bin hier als Stellvertreterin für Nana, die Tochter, und das ehrenamtlich-arbeitende Team. Wir sind ein großes ‚Herzensteam‘ “, so Barbara Stäcker bei der Preisverleihung am 14.März 2018, als sie für den Verein „Nana –Recover your smile e.V.“ 6.000 Euro entgegen nehmen konnte.

Barbara Stäcker

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Kultur und Recht – Eine Betrachtung mit Blick auf die Kunst

2018, April 3.

Angeregt durch die Ausstellung zur Weimarer Republik in der Schirn

von Gunnar Schanno

Kultur ist besagterweise zu trennen von Zivilisation. Kultur ist Einzelerscheinung oder kollektiv wahrgenommene, gelebte und erlebte Synthese dessen, was nicht dem Verwertbaren, dem reinen Nutzen unterliegt, was über den Gebrauchswert des zivilisatorisch von der Ratio her Geleiteten hinausgeht, was mit Tradition, Brauchtum, Sitten, Emotio und Transzendierung verbunden ist, was sie, die Kultur, in ihren beiden tiefsten Ausprägungen in die Dimensionen des Religiösen und der Kunst hinein reichen lässt.

Justitia, die „Göttin der Gerechtigkeit“, wägt ab

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