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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Starke Stücke im Schauspiel Frankfurt ( 14)

2018, Februar 18.

Romeo und Julia von William Shakespeare

von Renate Feyerbacher

Fotos: Thomas Aurin und Robert Schittko  / Schauspiel Frankfurt 

Sarah Grunert, Fridolin Sandmeyer, Jakob Benkhofer, Torsten Flassig, Nils Kreutinger, Matthias Redlhamme, Foto: Thomas Aurin /Schauspiel Frankfurt

Die Geschichte von „Romeo und Julia“, die William Shakespeare 1595 dramatisiert hat, ist auf der ganzen Welt bekannt. Das Drama, das am 20. Januar am Schauspiel Frankfurt Premiere hatte, basiert auf der Novelle des italienischen Autors Luigi da Porto (1530), der wiederum Anleihe bei einem anderen Autor aus dem Jahrhundert zuvor machte.

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„Rubens. Kraft der Verwandlung“ im Städel – faszinierender Blick auf Meisterwerke des Barock

2018, Februar 16.

Großmeister der kreativen Neuinterpretation – farbstarke Gemälde von sinnlicher Fülle und überwältigender Vitalität

Von Hans-Bernd Heier

Peter Paul Rubens hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Er war bereits im 17. Jahrhundert ein „Star“. Seine meist großformatigen, farbstarken Bilder von sinnlicher Fülle und überwältigender Vitalität sind in aller Welt gezeigt worden. Seine „Sex and Crime“-Darstellungen haben auch in den letzten Jahrzehnten ein Millionenpublikum angelockt. Das Städel Museum rückt in der gerade eröffneten großen Schau „Rubens. Kraft der Verwandlung“ erstmals einen anderen, ebenso faszinierenden Aspekt von Rubens‘ künstlerischer Bedeutung in den Fokus: Das flämische Malergenie war ein Meister der kreativen Neuinterpretation. Seinen Ruhm verdankt er einem einfachen Erfolgsrezept: Für die eigenen Bilderfindungen ließ er sich von Kunstwerken aus der Antike und Renaissance inspirieren und trat mit ihnen in einen intensiven Dialog.

Peter Paul Rubens „Das Urteil des Paris“, um 1639, Öl auf Leinwand, 199 x 381 cm; Madrid, Museo National del Prado

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Städelschule: Rundgang 2018 (4)

2018, Februar 15.

Künstlerdasein im Prekariat –
Sehnsuchtsblick aufs Städel

Von Erhard Metz

Vier wunderbare Arbeiten, denen wir unseren eigenen Preis zugesprochen hätten, greifen wir aus dem diesjährigen Rundgang durch die Städelschule heraus.

Unlängst, Ende Januar, diskutierten der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann und drei Mitbewerberinnen um dieses Amt im Ausstellungsraum Eulengasse mit Künstlerinnen und Künstlern über deren existentielle Situation in Frankfurt am Main. Ganz im Vordergrund standen dabei die für die meisten kaum mehr erschwinglich hohe Mieten für Ateliers und Wohnungen, ferner die notwendige Künstlerförderung wie auch eine Gründerhilfe beim Aufbau einer künstlerischen Existenz. Vier Studierende der Städelschule gaben in der jüngsten Rundgangsveranstaltung, so meinen wir, je nach Temperament und Inspiration ungewollt eine künstlerische Antwort darauf – mal deftig-sarkastisch, mal romantisch-poetisch.

Janusch Ertler, Kiste 1

Janusch Ertler baut im Zentrum der Lichthalle ein geniales Künstler-Einraum-Wohnschlaf-Atelier, ein fünf bis sechs Quadratmeter kleines „Zimmer“ (in Frankfurt für wieviel hundert Euro Miete monatlich?) sollte dafür reichen. Das – nicht ohne Ironie – fein säuberlich bezogene Bett fährt in den All-in-one-Atelierarbeitstisch ein, in den Bettschubladen lagern die fertigen wie unfertigen Arbeiten. Wenn er im Herbst sein Studium beendet haben werde, sagt der Künstlerstudent, werde er zunächst in solchen Umständen leben und arbeiten müssen. Und wiederum von feiner Ironie: Das Kunstwerk ist aus wertvollen Materialien handwerklich meisterhaft gearbeitet: aus afrikanischem Mahagonie und sibirischer Lärche.

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Eribons „Rückkehr nach Reims“ als „Returning to Reims“ in New York

2018, Februar 13.

GEMISCHTE GEFÜHLE

Die Berliner Schaubühne gibt ein dreiwöchiges Gastspiel in New York: „Returning to Reims“ . Das Stück basiert auf dem Text des französischen Schriftstellers Didier Eribon „Rückkehr nach Reims“(edition suhrkamp). Inszeniert von Thomas Ostermeier in englischer Sprache. 

Von Simone Hamm, New York

Die Berliner Schaubühne gibt ein dreiwöchiges Gastspiel in in New York. „Returning to Reims“. Aufgeführt wird es in der wohl derzeit schönsten Speisestätte in New York, einem alten Lagerhaus in Brooklyn, dem St. Ann’s warehouse.

Returning to Reims in St. Ann’s Warehouse in New YorkNina Hoss und Bush Moukarzei  im Tonstudio, Foto: Teddy Wolff (St.Ann’s Warehouse)

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Städelschule: Rundgang 2018 (3)

2018, Februar 12.

Rundgangpreise 2018

Von Erhard Metz

Es fügte sich nun einmal, dass die am vergangenen Freitag für 18 Uhr ausgelobte – wie es hieß „feierliche“ – Eröffnung der Rundgangsveranstaltung durch die Städelschule mit der Verleihung der Rundgangpreise dieses Jahr in die „tollen Tage“ der karnevalistisch-närrischen Hoch-Zeit fiel. Und so schöpften wir zunächst einen dahin gehenden Verdacht, dass es angesichts dieses besonderen Umstands zu einem eben karnevalistisch orientierten Ablauf der Feier in der Mensa des Schulgebäudes kommen werde, als gegen 17 Uhr dort noch keinerlei Anzeichen irgendeiner Vorbereitung auf die für Preisstifter wie Städelschulstudierende beidermaßen bedeutsame Veranstaltung getroffen waren – als da wären Aufstellung einer größeren Stuhlreihe für die Repräsentanten von Sponsoren und Hochschule, Einrichtung und zumindest minimale Dekoration eines Podiums für die Ansprachen sowie einer angemessenen Übertragungsanlage (Mikrofon, Verstärker, Lautsprecher), wie dies in all den Jahren zuvor der Fall war. Nun, es wurde bereits 17.30 Uhr und darüber hinaus, die Mensa füllte sich minütlich, aber die erwarteten Anzeichen der erwähnten Art blieben aus. Man fragte sich: War eine künstlerische Aktion geplant, etwa ein Happening guter alter Art? Weiter nun, so gegen 17.45 Uhr, wurden erstmals erkennbar auch die Städelschuloberen des Problems gewahr, dass da irgend etwas nicht stimmte bzw. fehlte. Et voilà, schwuppdiwupp, stürzten hilfreich tätige Personen herbei, das Vermisste zumindest notdürftig zu etablieren, so dass es mit hinnehmbarer Verspätung endlich losgehen konnte. Wie auch immer: eine schöne Slapstick-Einlage – und wie sagt der karnevalistisch gestimmte Kölner: Et hätt noch immer jot jejange!

Das charmante Moderatorenpaar Viviana Abelson und John Ryaner Weiterlesen »

Verleihung des German Design Award auf der „Ambiente“ in Frankfurt

2018, Februar 11.

ALLES GOLD?

Die große Spanne der vergebenen Preise

Von Petra Kammann

Der German Design Award zeichnet alljährlich einzigartige Gestaltungstrends aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign aus, die in der internationalen Designlandschaft auf ihre Art wegweisend sind. Die Preisverleihung fand auch in diesem Jahr wieder auf der international größten Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt statt. Jil Sander erhielt den Preis für ihr Lebenswerk. „Wer JIL SANDER trägt, ist nicht modisch, sondern modern“, lautete deren Credo. Was sie auf den verschiedensten Gebieten geschaffen hat, ist so markant, dass es im Gedächtnis haften bleibt.

Matthias Wagner K, Direktor des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, hielt die Laudatio auf Jil Sander

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Städelschule: Rundgang 2018 (2)

2018, Februar 10.

Von Erhard Metz

Hat eine Rundgangsveranstaltung der Frankfurter Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – nun (endlich) mal einen Skandal?

„Frankfurter Hauptschule (FHS) is an art collective affiliated with the Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt am Main in Germany. Since 2013, they explore the frontiers of art and pain within the public sphere, (social) media and art spaces“ ist auf der Website der „Frankfurter Hauptschule“ zu lesen. Wer sie aufruft, weiß damit sofort, worum es dem Künstlerkollektiv – zumindest auch – geht: um Anstoß zu erregen, um Provokation, um das Ausloten von Grenzen nicht nur der Kunst, sondern auch des Rechtsstaats. Bekannt wurde das Kollektiv bereits durch mehrere spektakuläre Aktionen am Rande der Legalität wie beispielweise die Verbreitung (vielleicht nicht dem einschlägigen Bayreuth-Pubkikum, aber jedem genauer Hinschauenden) erkennbar gefälschter Eintrittskarten für die Bayreuther Festspiele, um ein Zeichen der Kritik zu setzen an manchen als antisemitisch kritisierten Aussagen Richard Wagners. Wer sich also das Kollektiv sozusagen ins Haus holt, muss wissen, was auf ihn zukommt.

Worum geht es? Um dieses gleich an der Einfahrt zur Städelschule unübersehbar aufgestellte Objekt:

Ein demolierter und ausgebrannter – vermeintlicher – Streifenwagen der Polizei; Foto: Erhard Metz

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Städelschule: Rundgang 2018

2018, Februar 8.

Jahresausstellung der Studierenden der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule –

Von Erhard Metz

Das diesjährige Rundgangsplakat; Design © Mahya Ketabchi, 2018, Bildnachweis: Städelschule

Einmal im Jahr öffnet die 1817 gegründete Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – ihre Ausbildungsräume und Ateliers für die Öffentlichkeit zu den sogenannten Rundgängen, am kommenden Samstag, 10. Februar, und Sonntag, 11. Februar 2018, jeweils von 10 Uhr bis 20 Uhr. Bereits am morgigen Freitag kann das interessierte Publikum noch vor der abendlichen Eröffnungsveranstaltung einen entsprechenden „Schnuppergang“ unternehmen. Die Studierenden der international renommierten Professorinnen und Professoren Monika Baer, Johan Bettum, Peter Fischli, Douglas Gordon, Judith Hopf, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Amy Sillman und Haegue Yang gewähren einen Einblick in ihre Klassenateliers und Praxisräume in den beiden Hauptgebäuden Dürerstraße 10 und Daimlerstraße 32 und präsentieren dazu natürlich ihre aktuellen Arbeiten. Der Studiengang Curatorial Studies hat ein Programm von Vorträgen und Gesprächen in der Aula zusammengestellt. Die Film- und Videoarbeiten werden im Deutschen Filmmuseum gezeigt, der Master-Studiengang Architektur präsentiert aktuelle Projekte in den Klassenräumen im Gebäude Dürerstraße 24.

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DAM-Architekturpreis 2018: An der Spitze geht es ums Mitmachen der Genossenschaftler

2018, Februar 7.

Das große Spektrum

DAM PREIS 2018 – Die 25 besten Bauten in/aus Deutschland Eine Ausstellung des Deutschen Arichtekturmuseums bis zum 6. Mai 2018

Von Uwe Kammann

WagnisART, München, Architektur bogevischs buero mit SHAG Schindler Hable Architekten, Fotograf: Julia Knop 

An Architekturpreisen mangelt es nicht, weder in Deutschland noch international. Wer die Liste durchgeht, sieht schnell: Nicht wenige dieser Auszeichnungen sind an spezielle Interessen gebunden. Seien es solche der einschlägigen Industrie, seien es solche des Berufsstandes selbst, der – ganz den föderalen Strukturen hierzulande folgend – in Verbänden und Kammern organisiert ist. Und der an der Spitze den großen BDA-Preis vergibt, sprich: Damit zeichnet der Bund Deutscher Architekten herausragende Persönlichkeiten für ihre Leistungen in Architektur und Städtebau aus.

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Das Forum Neues Frankfurt – Eröffnung eines Hotspots in der Hadrianstraße 5

2018, Februar 6.

Bauen und Schauen für Alle

Altes Neues Frankfurt – Ein historischer Schritt in die Zukunft

Wenn 2019 das „Bauhaus-Jahr“ beginnt, wird Frankfurt seine Stärken mit einer ähnlichen Tradition ausspielen, denn die Mainmetropole hat ästhetisch durchaus Adäquates zum Bauhaus zu bieten. „Das neue Frankfurt“, das Stadtplanungsprogramm zwischen 1925 und 1930, dessen Ziel es vor allem war, die Lebensbedingungen vieler Menschen zu verbessern, umfasste alle Bereiche der städtischen Gestaltung. In der Hadrianstraße 5 in der Römerstadt entstand nun ein neuer Raum, das „Forum Neues Frankfurt“, das von den Mitgliedern der ernst-may-gesellschaft am 5. Februar 2018 als neue Anlaufstelle eröffnet wurde. Quer durch die Bevölkerungsschichten sollen hier Menschen angelockt werden, die sich für das ganzheitlich angelegte Gesamtkonzept moderner Städteplanung mit Licht, Luft und Grün interessieren.

Von Petra Kammann

Die neuen Räume des Forum Frankfurt im ehemaligen Ladenlokal  in der Hadrianstraße 5, in der Römerstadt

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