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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Theater

25 Jahre Sommerwerft – ein Jubiläum, das den Fluss feiert, noch bis zum 9. August 2026

2026, Juli 30.

The Ocean starts …in Frankfurt!

Text und Fotos von Walter H. Krämer

Seit ihrer Gründung hat sich das Festival von einer freien Szene-Initiative zu einem festen Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft entwickelt – heute im Schatten der Europäischen Zentralbank, aber weiterhin fest am Main verankert. Auch im Jubiläumsjahr lädt die Sommerwerft zu 17 Tagen Kultur am Mainufer ein – an einem Ort, an dem Menschen seit jeher zusammenkommen, verweilen, zuhören und sich in einem offenen Raum des Austauschs und des sozialen Miteinanders begegnen.

Rückenseite eines T-Shirts, das es  auf der Sommerwerft in mehreren Farben und Größen zu kaufen gibt

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Blut und Strafe, Musik und Tanz

2026, Juni 22.

Barrie Koskys Revue über Franz Kafka bei den Ruhrfestspielen 2026

Von Simone Hamm

Die Ruhrfestspiele 2026 standen unter dem Motto dem Motto “Erschrecken und Erstaunen“. 600 Künstler aus aller Welt sind gekommen. Ein Schwerpunkt bei den Ruhrfestspielen ist seit Jahren der „Neue Zirkus“, Spitzenartisten unter der Zirkuskuppel.

Paul Herwig, Constanze Becker, Gabriel Schneider, Alexander Simon, Joyce Sanha, Kathrin Welisch, Alma Sade, Foto: Joerg Brueggemann

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Das 63. Theatertreffen 2026 in Berlin

2026, Mai 27.

Spagat zwischen individueller Freiheit, gesellschaftlicher Verantwortung und Schauspielkunst

Von Walter H. Krämer

Das 63. Theatertreffen 2026 das am 17. Mai mit der Verleihung des Alfred-Kerr-Darstellerpreis zu Ende ging, zeigte einmal mehr, wie gegenwärtig und politisch das deutschsprachige Theater sein kann. Zwischen großen Romanbearbeitungen, performativen Grenzgängen und psychologischen Kammerspielen stellten viele der eingeladenen Inszenierungen die Frage nach individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung in den Mittelpunkt. Und es war ein Fest großer Schauspielkunst.

Fräulein Else von Leonie Böhm und Julia Riedler, Regie: Leonie Böhm  Volkstheater, Wien © Marcel Urlaub

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Büchners „Leonce und Lena“ im Staatstheater Wiesbaden, inszeniert von Stefan Pucher

2026, Mai 26.

Barockes Pop-Spektakel zwischen Melancholie, Dekadenz und digitaler Selbstinszenierung

Von Walter H. Krämer

Georg Büchner hinterließ, als er 1837 im Alter von nur 23 Jahren starb, ein erstaunlich umfangreiches Werk: Wissenschaftliche Arbeiten, Briefe, Erzählungen, drei dramatische Texte und nicht zuletzt die politische Kampfschrift „Friede den Hütten. Krieg den Palästen“ – deretwegen er gesucht und außer Landes fliehen musste. Nach dem umjubelten „Woyzeck“ setzt Stefan Pucher seine Büchner-Arbeiten am Hessischen Staatstheater Wiesbaden nun mit „Leonce und Lena“ fort – und in der kommenden Spielzeit folgt mit „Dantons Tod“ schließlich auch noch der dritte große Büchner-Text. Dass damit das gesamte dramatische Werk Georg Büchners in Wiesbaden zu erleben sein wird, ist ein bemerkenswerter Coup und zugleich ein Verdienst der Intendantinnen Dorothea Hartmann und Beate Heine, die dem Schauspielprogramm damit eine klare Handschrift geben und dem Dichter Büchner den Platz einräumen, den er verdient.

In Büchners Lustspiel“ Leonce und Lena “ v. l. n. r. Trang Dông, Jonas Grundner-Culemann, Tabea Buser, Christian Klischat, Lennart Preining, Felix Strüven,  Foto: Laura Nickel

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Polaris – Irre werden im ewigen Eis

2026, Mai 24.

„Erschrecken und Erstaunen“

Von Simone Hamm

Bei den Ruhrfestspielen wurde „Polaris“, eine Zusammenarbeit der Ruhrfestspiele mit dem Deutschen Theater Berlin und dem Théâtre National du Luxembourg unter der Regie von Jan-Christoph Gockel uraufgeführt. In diesem Jahr lautet das Motto der Ruhrfestspiele: „Erschrecken und Erstaunen“. Und genau das trifft auf einProjekt von Jan-Christoph Gockel zu.

Julia Gräfner und Wolfram Koch in der Antarktis, Foto: Lion Bischof

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Dringender Appell: Kulturcampus „realistisch“ verwirklichen

2026, April 20.

Bürgerinitiative verwirft derzeitige Planung – Testentwürfe vorgestellt  

Von Uwe Kammann

Zentrale Aspekte der derzeit von Stadt und Land vorangetriebenen Planung für einen Kulturcampus in Bockenheim werden von der Bürgerinitiative „Kulturcampus Bockenheim 2.0“ unter funktionalen und finanziellen Aspekten komplett verworfen. Jetzt hat diese Initiative einen „Testentwurf“ vorgestellt, der für den seit langem geplanten Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) ein einheitliches Gebäude vorschlägt, wie es auch nach den ursprünglichen Intentionen am Platz des seit langem leerstehenden Juridicums auf dem früheren Gelände der Universität errichtet werden sollte.

Testentwurf der Initiative für den Grundriss der Hochschule; Haupteingang links zur Bockenheimer Landstraße

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Passionsspiel heute – im Theater Willy Praml in der Naxoshalle

2026, April 3.

Jesus d’amour in der Industriebasilika

Fotografische Eindrücke von Barbara Walzer

Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär. Die deutsch-polnische, in Frankfurt lebende Fotografin Barbara Walzer hat ihre Eindrücke mit der Kamera von einer faszinierenden Aufführung der Passionsgeschichte im Theater Willy Praml in der Naxoshalle am Gründonnerstag festgehalten.

Wie sehen wir das letzte Abendmahl mit Menschen von heute?, Alle Foto: Barbara Walzer

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Warten in Teheran – Warten in Köln

2026, März 10.

„In the Meantime: A Play Across Two Continents“

Von Simone Hamm

Amineh Aranis semifiktionales Theaterstück über eine erzwungene Trennung

Amineh Arani und und Roxana Samadi, Foto: © Thomas Schäkel

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„Der Meister und Margerita“ nach dem Roman von Michail Bulgakow auf der Frankfurter Bühne

2026, Februar 23.

Forensische Rekonstruktion eines doppelbödig satanischen Spiels

Von Petra Kammann

Während im Moskau um 1930 Menschen aus unsichtbaren Gründen verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht werden, geht daneben das „normale“ Leben weiter seinen Gang. Allein ein unheimlicher „Fremder“ – ein „Pole“, ein „Deutscher?“, von dem das Böse auszugehen scheint, beschäftigt die Gemüter. Es ist nur einer der komplexen Handlungsstränge in Bulgakows vielstimmigen Roman „Der Meister und Margarita“. Der russische Regisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Romanadaption für die Bühne das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Die Entlarvung der Lüge in der Kunst wie im Leben erleben wir im Verhör. Das Stück könnte nicht aktueller sein.

»Der Meister und Margarita« nach Michail Bulgakow Regie: Timofej Kuljabin, Ensemble, Foto: Arno Declair

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Jens Harzers Bravourleistung: De Profundis

2026, Januar 29.

Oscar Wildes Schmerzensschrei des Berliner Ensembles als Gastspiel am Bochumer Schauspiel

Von Simone Hamm

Grelle Neonröhren, die die Augen blenden. Eine Stimme aus dem Dunklen. Und dann steht er da, im schwarzen Mantel in einem kleinen Kasten, dessen Grundfläche ein, vielleicht zwei Quadratmeter hat: Jens Harzer. Er  rezitiert Oskar Wildes Brief aus dem Zuchthaus: „De Profundis – aus der Tiefe“, einen der berühmtesten Liebesbriefe der Weltliteratur. In seiner Einzelzelle rechnet er ab mit seinem ehemaligen Liebhaber, mit der verlogenen viktorianischen Gesellschaft.

Jens Harzer in „De Profundis“, Foto: Jörg Brüggemann / Ostkreuz

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