Alle Artikel zu Theater
2026, April 20.
Bürgerinitiative verwirft derzeitige Planung – Testentwürfe vorgestellt
Von Uwe Kammann
Zentrale Aspekte der derzeit von Stadt und Land vorangetriebenen Planung für einen Kulturcampus in Bockenheim werden von der Bürgerinitiative „Kulturcampus Bockenheim 2.0“ unter funktionalen und finanziellen Aspekten komplett verworfen. Jetzt hat diese Initiative einen „Testentwurf“ vorgestellt, der für den seit langem geplanten Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) ein einheitliches Gebäude vorschlägt, wie es auch nach den ursprünglichen Intentionen am Platz des seit langem leerstehenden Juridicums auf dem früheren Gelände der Universität errichtet werden sollte.

Testentwurf der Initiative für den Grundriss der Hochschule; Haupteingang links zur Bockenheimer Landstraße
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Darstellende Künste, Kultur Frankfurt, Oper, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für Dringender Appell: Kulturcampus „realistisch“ verwirklichen
2026, April 3.
Jesus d’amour in der Industriebasilika
Fotografische Eindrücke von Barbara Walzer
Ob katholisch, evangelisch, orthodox oder kirchlich ungebunden – Jesus Christus, sein Leben, sein Leiden und Sterben fasziniert die Menschen aller Konfessionen bis heute ungebrochen. Seine Idee, den Menschen in den Mittelpunkt des Glaubens zu stellen, war schon vor mehr als 2000 Jahren revolutionär. Die deutsch-polnische, in Frankfurt lebende Fotografin Barbara Walzer hat ihre Eindrücke mit der Kamera von einer faszinierenden Aufführung der Passionsgeschichte im Theater Willy Praml in der Naxoshalle am Gründonnerstag festgehalten.

Wie sehen wir das letzte Abendmahl mit Menschen von heute?, Alle Foto: Barbara Walzer
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Fotografie · Video · Film, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Kunstszene Rhein-Main, Performance, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für Passionsspiel heute – im Theater Willy Praml in der Naxoshalle
2026, März 10.
„In the Meantime: A Play Across Two Continents“
Von Simone Hamm
Amineh Aranis semifiktionales Theaterstück über eine erzwungene Trennung
Amineh Arani und und Roxana Samadi, Foto: © Thomas Schäkel
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Autorinnen und Autoren, Kultur und Gesellschaft, Theater | Kommentare deaktiviert für Warten in Teheran – Warten in Köln
2026, Februar 23.
Forensische Rekonstruktion eines doppelbödig satanischen Spiels
Von Petra Kammann

Während im Moskau um 1930 Menschen aus unsichtbaren Gründen verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht werden, geht daneben das „normale“ Leben weiter seinen Gang. Allein ein unheimlicher „Fremder“ – ein „Pole“, ein „Deutscher?“, von dem das Böse auszugehen scheint, beschäftigt die Gemüter. Es ist nur einer der komplexen Handlungsstränge in Bulgakows vielstimmigen Roman „Der Meister und Margarita“. Der russische Regisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Romanadaption für die Bühne das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Die Entlarvung der Lüge in der Kunst wie im Leben erleben wir im Verhör. Das Stück könnte nicht aktueller sein.

»Der Meister und Margarita« nach Michail Bulgakow Regie: Timofej Kuljabin, Ensemble, Foto: Arno Declair
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Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Musik, Satire & Un-Sinn, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für „Der Meister und Margerita“ nach dem Roman von Michail Bulgakow auf der Frankfurter Bühne
2026, Januar 29.
Oscar Wildes Schmerzensschrei des Berliner Ensembles als Gastspiel am Bochumer Schauspiel
Von Simone Hamm
Grelle Neonröhren, die die Augen blenden. Eine Stimme aus dem Dunklen. Und dann steht er da, im schwarzen Mantel in einem kleinen Kasten, dessen Grundfläche ein, vielleicht zwei Quadratmeter hat: Jens Harzer. Er rezitiert Oskar Wildes Brief aus dem Zuchthaus: „De Profundis – aus der Tiefe“, einen der berühmtesten Liebesbriefe der Weltliteratur. In seiner Einzelzelle rechnet er ab mit seinem ehemaligen Liebhaber, mit der verlogenen viktorianischen Gesellschaft.

Jens Harzer in „De Profundis“, Foto: Jörg Brüggemann / Ostkreuz
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Kultur und Gesellschaft, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für Jens Harzers Bravourleistung: De Profundis
2025, August 24.
Eine Enttäuschung
Lars Eidinger kann vieles. Er ist ein Richard III., der ins Mikrofon bellt, er ist ein verlorener Peer Gynt unter einer lockigen Perücke mit weißgeschminktem Gesicht. In Salzburg gab er einen grüblerischen Jedermann. Eidinger machte einen „Tatort“ zum Ereignis als unsichtbarer Mörder, der scheinbar durch Wände gehen kann. Unvergesslich und sehr berührend ist er im „Polizeiruf“ mit Matthias Brandt als unglücklicher Transvestit, dessen Partner getötet worden ist. In „Babylon Berlin“ ist er ein angepasster Großindustrieller, dem Wahnsinn ziemlich nah. In Maren Ades „Alle anderen“ zeigt er ein Mann, der unsicherer ist, als er vorgibt zu sein. Und was immer er spielt, er spielt es herausragend.

I Did It My Way, Regie: Ivo Van Hove. Lars Eidinger, Larissa Sirah Herden © Jan Versweyveld, Ruhrtriennale 2025
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Autoren, Autorinnen und Autoren, Bildung · Pisa von innen, Schauspiel, Tanz, Theater | Kommentare deaktiviert für „I did it My Way“ – Ivo Van Hoves Auftakt der Ruhrtriennale 2025
2025, Juli 24.
Willkommen im Frankfurter Osten
Empfehlungen von Walter H. Krämer
Auch in diesem Jahr findet die Sommerwerft wieder zu Füßen der EZB statt. Und zwar zum 24. Mal. Vom 25. Juli bis zum 10. August gestaltet protagon e.V., zusammen mit regionalen und internationalen Künstlern und Helfern, den frei zugänglichen Kunst- und Kulturort am Mainufer im Frankfurter Osten.

Improvisieren ist anregend: Plakat auf Planen, Foto: Walter H. Krämer
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Kultur Frankfurt, Performance, Schauspiel, Tanz, Theater | Kommentare deaktiviert für SOMMERWERFT 2025 – 24. Internationales Theaterfestival am Fluss vom 25.07. -10.08.
2025, Februar 3.
Die 10 bemerkenswertesten Theaterinszenierungen
Von Walter H. Krämer
Alle Jahre wieder – und 2025 zum 62. Mal – findet in Berlin das Theatertreffen statt. Gezeigt werden dann in der Hauptstadt die nach Meinung einer Jury zehn bemerkenswertesten Aufführungen aus dem Vorjahr. Die 7-köpfige Jury (Eva Behrendt, Katrin Ullmann, Janis El-Bira, Sascha Westphal, Martin Thomas Pesl, Valeria Heintges, Sabine Leucht) hat insgesamt 738 Aufführungen während dieses Zeitraumes in 88 Städten gesichtet. Herausgekommen ist eine Shortliste von 38 Aufführungen – der sogenannten Short List – aus der dann nach langen und intensiven Diskussionen der Kritiker*innen-Jury zehn ausgewählt wurden. Sie geben einen komprimierten Einblick in die deutschsprachige Theaterszene.

Nora Hertlein-Hull, Leitung Theatertreffen, Foto: © Fabian Schellhorn
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Theater | Kommentare deaktiviert für 62. Theatertreffen 2025 in Berlin
2024, Dezember 1.
Das Stadtparlament kann/muss einen Jahrhundertfehler vermeiden
Von Uwe Kammann
Am zwölften Dezember soll es soweit sein und das Stadtparlament im vorläufig letzten Schritt über die Zukunft der Städtischen Bühnen in den Hauptfragen entscheiden. Die Magistratsvorlage M 177 ist eindeutig: alle Voraussetzungen schaffen für dieTrennung der Neubauten von Oper und Schauspiel, wobei dessen Standort an der Neuen Mainzer Straße sein soll, dort, wo jetzt die Sparkasse in einem langgezogenen U-Gebäude residiert. Grundvoraussetzung: Die Stadtverordneten stimmen einem vom Magistrat ausgehandelten Vertrag zu, wonach das Sparkassen-Grundstück zum Sofort-Preis von 210 Millionen Euro der Stadt für zwei Jahrhunderte verpachtet wird (also kein Kauf) und die Sparkassen-Mutter Helaba in direkter Nachbarschaft zum neuen Schauspiel einen 175-Meter-Turm errichten darf.

Beschlussvorlage M177 für die Sitzung des Stadtparlamentes am 12.12.2024 in Sachen Städtische Bühnen
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Kultur Frankfurt, Kultur regional / Rhein Main, Kultur und Gesellschaft, Theater | Kommentare deaktiviert für Städtische Bühnen Frankfurt: letzte Ausfahrt Irrtum?
2024, Oktober 10.
Fäden spinnen und Imaginationsräume inszenieren
Von Walter H. Krämer
Noch bis zum 12. Januar 2025 ist die Ausstellung „Die Kunst, Erlebnisse zu erfinden. HOFMNNSTHAL. SZENEN“ – kuratiert von Katja Kaluga und Konrad Haumann – im Deutschen Romantik Museum Frankfurt zu sehen. Sie beschließt das 150jährige Jubiläumsjahr von Hugo von Hoffmannsthal (1874-1929). In 14 Szenen wird Hofmannsthals poetisches Verfahren in der Frankfurter Ausstellung vorgestellt. Dabei steht seine Arbeitsweise – das Verweben von Texten, Motiven und Gattungen – im Zentrum. Hoffmannsthal entwirft keine geschlossenen Werke, sondern Szenen, die auf unterschiedliche Weise Gestalt annehmen können: als durchgeplanter Theater- oder Opernabend, als Essay in einer bestimmten Zeitschrift, als Pantomime, als Film oder als Festival.

Ausstellungseröffnung: Begrüßung durch die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Foto: Alexander P. Englert
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Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft, Oper, Schauspiel, Theater | Kommentare deaktiviert für „Die Kunst, Erlebnisse zu erfinden. HOFMANNSTHAL. SZENEN“ im Deutschen Deutschen Romantik-Museum