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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Schauspiel

Luk Percevals Inszenierung von „Oblomow revisited“ – frei nach Iwan Gontscharows Roman

2021, November 14.

Hybrides Nichtstun auf der Bühne?

Von Simone Hamm

Als Gastregisseur arbeitete der flämische international renommierte Autor und Regisseur Luk Perceval für die Münchner Kammerspiele, die Deutsche Staatsoper Berlin, die Wiener Festwochen, die Salzburger Festspiele, die Ruhrtriennale und auch am Schauspiel Frankfurt. „Sein Oblomov“ hatte jetzt am Kölner Schauspiel Premiere. Die Frage, was das Theater heute leisten kann und soll, steht im Raum.

Luana Velis zugeschaltet auf dem Bildschirm in „Oblomow revisited“ , Regie: Luk Perceval, Bühne: Philip Bußmann, Foto: Schauspiel Köln

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Neubauvarianten für Oper und Theater: Aus fünf mach drei

2021, November 4.

Abschlussbericht der Stabsstelle Zukunft Städtische Bühnen vorgestellt – OB Feldmann: „Jahrhundertprojekt“

Von Uwe Kammann

Als „Jahrhundertprojekt“, das zugleich eine „Jahrhundertchance“ sei, bezeichnete Oberbürgermeister Peter Feldmann den angestrebten Neubau der Städtischen Bühnen. Zu ihm bekenne er sich auch trotz der erheblichen finanziellen Investition, die nach den derzeitigen Modellen mit 800 bis 900 Millionen Euro für die verschiedenen Varianten zu veranschlagen sei. Dies habe sich auch durch die Pandemie und die damit verbundenen ökonomischen Einschnitte nicht verändert.

OB Peter Feldmann, Mathias Hölzinger, der neue Leiter der Stabstelle Zukunft Städtische Bühnen, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Foto: Uwe Kammann

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„L’amour de loin“ – die erste Oper der finnischen Komponistin Kaija Saariaho

2021, November 1.

Bilder einer fernen Liebe an der Kölner Oper

von Simone Hamm

Auf Opernbühnen – national wie international – ist es immer noch eine Seltenheit, wenn eine Oper einer Komponistin aufgeführt wird. „L’ amour de loin – Liebe aus der Ferne“ ist so eine Rarität, eine Oper, die im Jahr 2000 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt worden ist und die 2016 an Metropolitan Opera in New York zu sehen war. Die Geschichte der Liebe aus der Ferne, die im 12. Jahrhundert spielt, hatte jetzt an der Kölner Oper Premiere.

Emily Hindrichs, Daniel Calladine, der stumme Doppelgänger des Troubadour ©Foto: Paul Leclaire / Oper Köln

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Herta Müllers „Atemschaukel“ auf der Bühne des Schauspiel Köln

2021, Oktober 29.

Spürbare Kälte

von Simone Hamm

Die nach Novo Gorlawka deportierten Lagerinsassen, allesamt Rumäniendeutsche, werden in der Sylvesternacht geweckt. Sie sollen einen Graben in den gefrorenen Boden hauen. Jeder glaubt, er schaufele sein eigenes Grab.

„Atemschaukel“ von Herta Müller; Regie: Bastian Kraft; Foto: Birgit Hupfeld / Schauspiel Köln

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Johan Simons leise Inszenierung des „Oedipus“

2021, Oktober 26.

„Ödipus, Herrscher“ nach Sophokles am Bochumer Schauspiel

Von Simone Hamm

Blutrot ist die Bühne, der Boden wirkt spiegelglatt. Wie Schattenrisse stehen im Hintergrund schwarze Figuren. Das ist Nadja Ehlers karges  beeindruckendes Bühnenbild. Ein schwarzer Vogelschwarm wird auf den roten Hintergrund projiziert. Die Musikerin Mieko Suzuki schafft die passende Musik dazu mit Schlagwerk und Elektronik: Das zirpt und surrt und knistert und bäumt sich auf und kann zu lautem Trommelwirbel werden.

Sarah Moeschler, Elsie de Brauw (vorne, v. li.), Steven Scharf, Stefan Hunstein, Marius Huth, Pierre Bokma (hinten, v. li.) © Michael Saup /Schauspielhaus Bochum 

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Briefe des Kritikers, Übersetzers und Publizisten Walter Boehlich, präsentiert im Holzhausenschlösschen

2021, September 24.

Überzeugungstäter mit spitzer Feder

Walter Boehlich,“Ich habe meine Skepsis, meine Kenntnisse und mein Gewissen“. Briefe 1944 bis 2000

Von Petra Kammann

Eine vergnügliche Buchpremiere, bei der ein ganzer Kosmos der Intellektuellenszene der alten Bundesrepublik in Frankfurt wieder auflebte: gleich ob mit Peter Suhrkamp, Siegfried Unseld oder Theodor W. Adorno, mit Autoren wie Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Martin Walser oder Wolfgang Koeppen. Nicht zuletzt blitzte ein Ausschnitt aus der Geschichte der Familie Boehlich auf in einem Brief an die „Liebe Mama“ in Theresienstadt. Der stimmte eher nachdenklich und war doch die Grundlage für eine angebrachte Skepsis der Nachkriegsgeschichte.

Der Literaturwissenschaftler und Kritiker Walter Boehlich, Sohn des Schriftstellers Ernst Boehlich, 1953 in Aarhus, wo er von 1951 bis 1954 als Lektor für deutsche Sprache an der Universität tätig war©Familienarchiv

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Klaus Pohl fulminantes Hörbuch und der Roman dazu: Peter Zadek inszeniert Hamlet

2021, September 23.

Im Irrenhaus: Sein oder Nichtsein?

von Simone Hamm

Dieses Buch hätte nie erscheinen sollen. Verlag um Verlag winkte ab, als Klaus Pohl sein Manuskript schickte. Ein Roman über eine reale Theaterinszenierung? Noch dazu einer Inszenierung, die zwanzig Jahre alt ist? Mit Protagonisten, von denen die meisten nicht mehr leben? Und etliche den Lesern allenfalls von Fernsehserien, nicht vom Theater bekannt sind.

 

Klaus Pohl:

Sein oder Nichtsein

287 Seiten

Galiani

23 €uro

 

 

 

 

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Eine Performance zwischen Show-Biz und Avantgarde in Zusammenarbeit mit dem Tinguely Schiff Ahoy im Frankfurter Kunstverein

2021, September 12.

Bewegende Transformation des träumerischen Realismus von Jean Tinguely

Impressionen von Petra Kammann

Maschinenaktionen, Do-it-yourself-Kunst, Rampenlicht, Scherbenhaufen – im facettenreichen Schaffen des Schweizer Künstlers Jean Tinguely trifft man auf  multisensorische Spektakel aus zusammengebauten Alltagsgegenständen und auf nahezu alles, was sich bewegt und in Bewegung ist. „Eurêka, c’est presque le titre“ („Heureka, könnte man es nennen“) heißt augenzwinkernd daher Marie-Caroline Hominals neues Stück, das sie anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Baseler Museumsschiffs Tinguely AHOY! , das am 8. und 9. in Frankfurt vor Anker ging, für das Performanceprogramm entwickelt hat und das im experimentierfreudigen Frankfurter Kunstverein präsentiert wurde. Ein grandioses Solo, das Hominal selbst tanzt.

Ritt in den Saal des Frankfurter Kunstvereins – Marie-Caroline Hominal, Foto: Petra Kammann 

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Starke Stücke  (20) – Wiederaufnahme von Premieren und Ausblick auf die Spielzeit 2021  bis Ende des Jahres

2021, Juli 25.

Es wird wieder gespielt!

von Renate Feyerbacher

Voller Zuversicht und Hoffnung  waren Intendant Anselm Weber und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, dass bald wieder ein normaler Spielbetrieb  wieder möglich sein wird. Hartwig lobte das vorbildliche Engagement der Mitarbeiter gegen Hass und Antisemitismus – Schwerpunktthema der letzten Saison–   sowie die erweiterte Öffnung des Hauses in die Stadtgesellschaft. Wie vor einem Jahr auf der Pressekonferenz hatte der Intendant  wieder seine Dramaturginnen und Dramaturgen das Programm für die kommende Spielzeit vorstellen lassen. 

Schauspiel Frankfurt – präsent in der U-Bahn, Foto: Renate Feyerbacher

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Märchenhaftes aus dem Brüder-Grimm-Haus in Steinau

2021, Juli 14.

Zu Gast bei der rätselhaften Madame Amélie

Im letzten Jahr konnte, pandemiebedingt, das beliebte Märchenspiel im Hof des Museum Brüder Grimm-Haus nicht stattfinden. Normalerweise ist dieses Märchenspiel, das nun schon seit fast 20 Jahren stattfindet auch immer der Höhepunkt des Märchensonntags. Auch in diesem Jahr wird es wegen der Planungsunsicherheit keinen Märchensonntag in der Steinauer Innenstadt geben, die Freunde des Märchenspiels aber werden doch ein Schmankerl sehen können, nämlich „Madame Amélies rätselhafte Märchen-Revue“.

Proben im Brüder-Grimmhaus in Steinau

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