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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Trends und Tendenzen

Verleihung des German Design Award auf der „Ambiente“ in Frankfurt

2018, Februar 11.

ALLES GOLD?

Die große Spanne der vergebenen Preise

Von Petra Kammann

Der German Design Award zeichnet alljährlich einzigartige Gestaltungstrends aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign aus, die in der internationalen Designlandschaft auf ihre Art wegweisend sind. Die Preisverleihung fand auch in diesem Jahr wieder auf der international größten Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt statt. Jil Sander erhielt den Preis für ihr Lebenswerk. „Wer JIL SANDER trägt, ist nicht modisch, sondern modern“, lautete deren Credo. Was sie auf den verschiedensten Gebieten geschaffen hat, ist so markant, dass es im Gedächtnis haften bleibt.

Matthias Wagner K, Direktor des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, hielt die Laudatio auf Jil Sander

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Verleihung der Schülerpreise 2018 der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt

2018, Januar 24.

CHARLEMAGNE und die gelebte deutsch-französische Freundschaft im Frankfurter Römer 

Von Petra Kammann

 

Im festlichen Rahmen des Kaisersaals verleiht seit 2011 alljährlich die Deutsch-Französische Gesellschaft Frankfurt (DFG) unter Mitwirkung des staatlichen Schulamts den besten Französischschülern den DFG-Preis. Anlass dafür ist der am 22. Januar 1963 beschlossene Élysée-Vertrag, in dem Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Grundstein für die anhaltende deutsch-französische Freundschaft besiegelten. 55 Jahre später war in diesem Jahr die Atmosphäre zur Verleihung des Schülerpreises im Frankfurter Römer eine ganz besondere. Es war der Ton, der die Musik machte. Dafür waren nicht allein die Finalisten des Wettbewerbes aus den Grund- und Leistungskursen Französisch aus 20 Schulen Frankfurts und der Umgebung verantwortlich, welche durch ihre lebendigen Beiträge anschaulich machten, dass diese besondere Freundschaft weiter Bestand hat und stetig vertieft wird, sondern auch das gesamte Arrangement der Veranstaltung.

Das Blechbläserquintett der Frankfurter Bläserschule variierte den Kanon „Frère Jacques“ mal laut, mal leise, mal schnell, mal langsam 

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Der Élysée-Vertrag und die 55-jährige deutsch-französische Freundschaft

2018, Januar 22.

Die Freundschaft beglaubigen und auf neue Beine stellen

von Petra Kammann

← Das französische Generalkonsulat in Frankfurt mit den beiden Landesfahnen

 

Am 22. Januar 2018 sind an der Zeppelinallee im französischen Generalkonsulat die französische und die deutsche Landesfahne gehisst worden. Eine Reminiszenz: Denn vor genau 55 Jahren, am 22. Januar 1963, wurde vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle der folgenreiche Élysée-Vertrag unterzeichnet, welcher die Freundschaft der einstigen „Erbfeinde“ besiegelte.

Der Enthusiasmus über die neue freundschaftliche Beziehung, die zunächst zahlreiche Städtepartnerschaften und Austausche hervorgerufen hatte und an die sich im Lauf der Jahre beide Länder gewöhnt hatten, schienen so selbstverständlich zu sein, dass aus der  Normalität fast Gleichgültigkeit geworden war. Erst die Anteilnahme an den Attentaten dies- und jenseits des Rheins rüttelte die Bürger wieder auf und rief zunächst einmal starke Solidaritätsbekundungen auf beiden Seiten hervor. Die Wachsamkeit wuchs, zumal  das europäische Gebilde sich als etwas überaus Fragiles herausstellte. Der Freundschaftgedanke nahm vor allem aber nach der leidenschaftlichen Europa-Rede von Staatspräsident Emmanuel Macron wieder Fahrt auf.

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Deutschland und Frankreich – Fruchtbare Gegensätze. Ein deutsch-französischer Kongress in Hamburg voller Weltoffenheit

2017, Dezember 5.

Auf der Suche nach der Zukunft und Anknüpfen an gelungene Beispiele

Bindungen eingehen, Abgründe überbrücken, Spannungen aushalten. Und das mit Musik, mit Vorträgen, mit Gesprächen und mit Arbeitsateliers. Darum ging es beim  62. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG)  und ihrer französischen Schwesterorganisation, der Fédération des Associations Franco-Allemandes pour l’Europe (FAFA), in der Hamburger Handelskammer.

Von Petra Kammann

Gespräch mit Prof. Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Institutes Ludwigsburg, der vor der offiziellen Eröffnung des Kongresses Kernaussagen einer aktuellen sozialwissenschaftlichen Studie seines Institutes zur Lage der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Deutschland und Frankreich vorstellte: v.l.n.r: Petra Kammann, Vorstand DFK Düsseldorf, Barbara Kubis-Martin, Präsidentin der FAFA, Dr. Margarete Mehdorn, Präsidentin der VDFG, die Journalistin Hilke Maunder, Prof. Baasner,  Stefan Endell, Pressesprecher der VDFG, Foto: Hilke Maunder

„Bien sûr, ce n’est pas la Seine,
Ce n’est pas le bois de Vincennes,
Mais c’est bien joli tout de même,
A Göttingen, à Göttingen…“

Und à Hambourg? Da fließt die Elbe. Das französische Chanson, das die Sängerin Barbara während ihres Konzertbesuches 1964 in Göttingen komponiert und auf Französisch wie auf Deutsch vorgetragen hatte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geradezu ein Kultchanson der deutsch-französischen Aussöhnung… Ja, aber warum wurde es ebenso eindringlich im gefüllten prächtigen Hamburger Rathaussaal vorgetragen? Hier sollte zweifellos an die Kraft der frühen Begegnungen erinnert werden.

v.l.n.r.: Norbert Kremeyer,Vors. DFG Cluny, Hamburg, Laurent Toulouse, Generalkonsul von Frankreich in Hamburg, Barbara Kubis-Martin, Präsidentin der FAFA, Dr. Margarete Mehdorn, Präsidentin der VDFG, Olaf Scholz, Bürgermeister von Hamburg

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„ON DESIRE. Über das Begehren“

2017, November 28.

Sehnsucht, Lust und andere Obsessionen – Die B3 Biennale des bewegten Bildes 2017

„ON DESIRE. Über das Begehren“ an Orten der Transition an Rhein und Main

 Ausschnitthafte Einblicke von Petra Kammann

Die B3 Biennale des bewegten Bildes findet vom 29. November bis 3. Dezember 2017 an verschiedenen Orten in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet statt. Festivalzentrum ist das frühere Gelände der Deutschen Bank und Areal des künftigen Hochhausquartiers FOUR Frankfurt mit einer Leitausstellung auf rund 3.000 Quadratmetern mit Bewegtbildern von Künstlern, Wissenschaftlern und Medienschaffenden aus 20 Ländern, welche den Ist-Zustand und die Zukunft der Bewegtbildbranchen präsentieren und zur theoretischen Reflexion anregen.  

 Premiere am Schauspiel Frankfurt: Sequenz 01_2

Eröffnungspressekonferenz in der „verbotenen Stadt“: v.l.n.r.: Prof. Bernd Kracke, Galeristin Anita Beckers, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Minister Boris Rhein, Helmut Müller (Kultur- fonds Frankfurt Rhein Main) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank  

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„Präsens“ – Jil Sander im Frankfurter Museum Angewandte Kunst

2017, November 5.

Jil Sander – Ganz gegenwärtig in Klasse und Stil

„Mir kommt es darauf an, dass alles an einer Kollektion auf demselben Niveau ist“, sagt die Designerin, Unternehmerin und Gesamtkünstlerin Jil Sander, der eine große Ausstellung in Frankfurt gewidmet ist und für die ein komplettes Museum geräumt wurde. Ihre Aussage trifft auch auf die Architektur zu, zu der sie mit ihren Exponaten in Dialog tritt. Im Museum Angewandte Kunst kuratierte sie gemeinsam mit Museumsdirektor Matthias Wagner K auf rund 3.000 Quadratmetern die Gesamtschau „Präsens“. Thematisch gliedert sich die Schau in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier, Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. 

Text und Fotos: Petra Kammann

↑ Klarheit und Transparenz beherrschen die Ausstellung „Präsens“ im Museum Angewandte Kunst hier ganz groß das Porträt Jil Sander aus der „Marie Claire“ von 1991
© Peter Lindbergh, Gesamtfoto: Petra Kammann

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Nachlese Buchmesse: Sprachkultur in Frankreich und Deutschland: Unterschiede, Berührungen, Grenzgänge

2017, Oktober 18.

Tout va bien? Über die Basis von Missverständnissen

Unterschiede, Berührungen und Grenzgänge

Eindrücke von Petra Kammann

↑ v.l.n.r.: Prof. Roland Kaehlbrandt, Polytechnische Stiftung, Prof. Hélène Carrière d’Encausse, Académie française und Prof. Heinrich Detering, Akademie für Sprache und Dichtung, Walther von Wietzlow†, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft

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Starker Auftakt: Eröffnung der Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengast Frankreich

2017, Oktober 11.

Eine besondere Stunde für Europa

Kultur lebt vom Austausch: Der Beginn der Buchmesse

Impressionen von Petra Kammann

„Frankreich als Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse: Das ist ein Fest für die französische Sprache, mit 180 Autorinnen und Autoren, die aus der ganzen Welt anreisen, um ihre Bücher in Frankfurt zu präsentieren. Der Auftritt Frankreichs bringt uns unser Nachbarland näher, und er lenkt zugleich unseren Blick in die Welt, weil in vielen Ländern Französisch gesprochen wird. Und es hat die wichtigen Politiker Europas auf den Plan gerufen. Am Tag der Eröffnung wurde es dann auch ein Macron-Merkel-Tag. 

v.l.n.r.: Buchmessedirektor Juergen Boos, Staatspräsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dahinter die neue französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes

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„SIBYLLE – Die Fotografen“ in den Opelvillen in Rüsselsheim

2017, August 31.

Puppenposen abgeschafft

DDR-Modejournal als Forum für künstlerisch ambitionierte Fotografie

Von Hans-Bernd Heier

→ Cover 1964/2; © Foto: Günter Rössler © Reproduktionsfoto: Werner Mahler

Zum ersten Mal wird die Bedeutung der „SIBYLLE ‒ Zeitschrift für Mode und Kultur“ für die Entwicklung der Kunstfotografie Ostdeutschlands in einer Ausstellung eingehend beleuchtet. SIBYLLE war ein Modejournal in der DDR, das von der Namensgeberin Sibylle Boden-Gerstner im staatlichen Auftrag gegründet worden war. Durch die vorgestellten Modeentwürfe des assoziierten staatlichen Deutschen Modeinstituts, des späteren „Modeinstituts der DDR“, sollten kulturelle Maßstäbe gesetzt werden. Die Frauenzeitschrift, die als „Ost-Vogue“ galt, erschien ab 1956 sechsmal pro Jahr in einer Auflage von nur 200.000 Exemplaren im „Verlag für die Frau“, Leipzig. Sie war stets schnell vergriffen, sprach die Zeitschrift doch alle Altersgruppen an. Besonders begehrt waren die beigelegten Schnittmuster-Hefte, denn die abgebildete Kleidung war nicht in den volkseigenen Läden erhältlich. „Die Modefotos dienten nicht dem Marketing, sondern der Ästhetik“, so Dr. Beate Kemfert, Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim und Kuratorin der imposanten Schau.

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Picknick-Zeit – auch im Museum, im Frankfurter Museum Angewandte Kunst

2017, Juli 19.

Summer in the city – Eine Reise durch verschiedene Zeiten und Räume einer Esskultur im Freien

Petra Kammann hat sich die Schau „Picknick-Zeit“ im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt angesehen 

 

Balázs Vesszösi, Gündem Gözpinar, Déjeuner sur l’herbe 2.0, Foto: Anja Jahn, © Museum Angewandte Kunst

In Anspielung auf Edouard Manets berühmtes Gemälde „Déjeuner sur l’herbe“ von 1863 prangt einladend gleich am Eingang des Museums eine gesprayte Version des Originals. Damals galt Manets Bild als das erste provokative Kunst-Event. Es wurde von den Juroren des Pariser Salons abgelehnt, da dort nur „anständige“ Tableaus hängen sollten. Doch die Freude an der neu empfundenen Freizügigkeit war unaufhaltsam und machte Furore. Heute hängt das Bild im Pariser Musée d’Orsay und zieht die Touristen an. Und getafelt wird nach wie vor mit großer Lust im Grünen. Weiterlesen