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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Septemberprogramm im Filmforum Höchst

Saisonstart mit dem bundesweiten Kinofest

Das Filmforum Höchst startet im September nach der Sommerpause mit einem abwechslungsreichen Programm: erstmalig nimmt das Kino am Bundesweiten Kinofest teil, viele Filme, die vielleicht in den Sommermonaten verpasst, sind zu entdecken, Patricio Guzmán erfährt zur Erinnerung an den Militärputsch in Chile vor 50 Jahren eine Hommage und Gesprächspartner*innen wie Volker Koepp oder die Kooperative e.G. FFM (Solidarische Landwirtschaft) sind vor Ort.

Militärputsch in Chile vor 50 Jahren, Retrospektive des essayistischen Dokumentarfilmers Patricio Guzmán, Foto: (batalla de chile ©realfiction Filmverleih

Das Bundesweite Kinofest geht am Wochenende, Freitag, den 9. und Samstag, den 10. September in die zweite Runde und diesmal ist auch das Filmforum Höchst mit zwei Filmen vor Bundesstart dabei. Der Eintritt kostet in allen Kinos nur 5 €uro und möchte dazu einladen, den wunderbaren Ort des Films (neu) zu entdecken. In Höchst läuft an diesem Wochenende LES CHOSES SIMPLES / DIE EINFACHEN DINGE und LA PASSAGÈRE / WILD WIE DAS MEER.

Am Mittwoch, den 13.9. um 15:00 zeigt das Filmforum in Kooperation mit der Senioreninitiative Höchst MARIA TRÄUMT – ODER: DIE KUNST DES NEUANFANGS, eine heitere Komödie über Neuanfänge, Kunst und natürlich die Liebe.

In „Gehen und Bleiben“ macht sich der Regisseur Volker Koepp auf die Suche nach den Spuren des Autors Uwe Johnson, ©Salzgeber Filmverleih, ©Philipp Petruch

Am Sonntag, den 17.09. um 18:00 ist der großartige Dokumentarfilmer Volker Koepp wieder einmal im Filmforum zu Gast mit seinem neusten, grandiosen und vor allem auch langen Werk GEHEN UND BLEIBEN. Er ist diesmal auf den Spuren des Schriftstellers Uwe Johnson unterwegs mit seiner Kamera durch den Osten Europas.

Ein Film über Solidarität in der Landwirtschaft

Am Mittwoch, den 27.9. um 18:00 in Kooperation mit dem Bereich Gesundheit der VHS hat das Kino Vertreter*innen der Kooperative eG FFM zu Gast, um mit ihnen anhand des Dokumentarfilms ERNTE TEILEN über Systeme zur solidarischen Landwirtschaft zu sprechen.

Schließlich, am Sonntag, den 01. Oktober, zeigt das Filmforum in Kooperation mit dem Gesundheitsamt im Rahmen der Interkulturelle Wochen zwei Filme mit anschließendem Filmgespräch: FADO – DIE STIMME VON LISSABON und SECHS TAGE UNTER STROM.

07. – 13.09. Genrespiele – cinephiler Pathos

Wes Anderson mit ASTEROID CITY und François Ozon mit EIN FABELHAFTES VERBRECHEN – Zwei Altmeister die, zwar in diametral entgegengesetzter Art und Weise, und doch mit gleichermaßen gekonntem Feinsinn mit der Klaviatur der filmischen Mittel und den Regeln der Genres spielen. Dabei führen Überhöhungen von Klischees nicht selten zu zielsicheren Aussagen zur gespiegelten Realität. Eine heitere Startwoche zum Kinoeinstieg.

14. – 20.09. – 50. Jahrestag Militärputsch Chile – Patricio Guzmán

Das Filmforum gedenkt des 50. Jahrestags des Putsches in Chile und der sich daran anschließenden grausamen Zeit der Diktatur unter Pinochet mit einer kleinen Retrospektive des essayistischen Dokumentarfilmers in Exil – Patricio Guzmán, der nicht müde wird, in seinen Filmen Aufdecker des Geschehenen in Chile bis in die Jetztzeit zu sein.

Neben dem Dreiteiler LA BATALLA DE CHILE / DIE SCHLACHT UM CHILE kann man seinen aktuellen Film MI PAÍS IMAGINARO / DAS LAND MEINER TRÄUME sowie die Filmtrilogie mit NOSTALGIA DE LA LUZ / NOSTALGIE DES LICHTS, EL BOTÓN DE NÁCAR / DER PERLMUTTKNOPF und LA CORDILLERA DE LOS SUEÑOS / DIE KORDILLIERE DER TRÄUME wiederentdecken. Ein Dokumentarist, den man nicht verpassen sollte.

21. – 27.09. – Trans*itionen

Drei Spielfilme aus aktuellen Produktionen geben feinfühlig und teils wie nebenbei der Frage nach dem Changieren zwischen den Identitäten Raum. 20.000 ARTEN VON BIENEN zeichnet feinfühlig die Identitätssuche der 8-jährigen Cocó nach, wofür die Nachwuchsschauspielerin Sofia Otero mit dem Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung ausgezeichnet wurde und damit die jüngste Preisträgerin in der Geschichte der Berlinale ist.

Der Regisseur Emanuele Crialese verwebt autobiografische Elemente in seinem Film L’IMMENSITÀ und setzt Penelope Cruz als seine „fantastische Mutter“ ein. Außerdem ist das wunderbare Schauspiel der trans*Frau Thea Ehre im neuen Film BIS ANS ENDE DER NACHT von Christoph Hochhäusler, der erneut in Frankfurt spielt, zu bewundern.

28.09. – 04.10. – Einflüsse aus der Vergangenheit

Zwei Regisseurinnen beschäftigen sich in ihren Werken mit dem was passiert, wenn Menschen aus längst vergangenen Zeiten erneut das eigene Leben kreuzen und die aktuelle Lebenssituation tangieren. MIT LIEBE UND ENTSCHLOSSENHEIT ist der neue Film von Claire Dennis, in dem sie Juliette Binoche und Vincent Lindon auf eine harte Beziehungsprobe schickt. PAST LIVES von Celine Song wiederum ist ein zartes Machwerk über Emigration und verlorene Heimat.

 

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