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FeuilletonFrankfurt

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PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Opelvillen verlängern Kahlo-Schau bis 7. April – Finissage mit der Mariachi-Band »Dos Aguilas«

Frida bricht alle Rekorde – höchste Besucherzahl

Von Hans-Bernd Heier

Die aktuelle Ausstellung in den Opelvillen »Frida Kahlo. Ihre Fotografien« bricht alle Rekorde: die höchste Besucherzahl, die schnellstens ausgebuchten Veranstaltungen und die fröhlichsten Frida-Fans! Rund 19.000 Gäste aus dem In- und Ausland haben bereits das schmucke Rüsselsheimer Ausstellungshaus besucht, um sich die ausgewählten Fotografien der weltberühmten mexikanischen Künstlerin aus der Sammlung des Frida Kahlo Museums in Mexico-City anzuschauen. Die Resonanz ist so enorm, dass die hervorragende Präsentation noch über Ostern bis zum 7. April 2024 verlängert wird.

Frida Kahlo, fotografiert von Guillermo Kahlo, 1932; © Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust

„Es ist fantastisch, dass unsere Arbeit mit dem Vertrauen eines derart wichtigen internationalen Museums belohnt wird. Und es erfüllt uns mit besonderem Stolz, uns dieser großartigen Künstlerin Frida Kahlo widmen zu dürfen“, schwärmt Dr. Beate Kemfert, Kuratorin und Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim. „Wir werden die zusätzlichen Wochen nutzen, schnell ausgebuchte Veranstaltungen zu wiederholen, so trage ich noch einmal zur Mode und zur Literatur von Frida Kahlo vor und auch die Mariachi-Gruppe »Dos Aguilas« kommt noch einmal zu uns“.

Aber nach dem 7. April ist keine Verlängerung mehr möglich, dann steht die kommende Ausstellung mit Fotografien von Alice Springs vor der Tür. Die hochkarätigen Fotografien von June Newton, alias Alice Springs, warten schon darauf, in die Opelvillen einziehen zu können.

In der aktuellen Schau präsentieren die Opelvillen über 200 erlesene Fotografien aus der umfangreichen Bildersammlung von Frida Kahlo (1907–1954), die der Ausnahmekünstlerin als Erinnerung, Inspirationsquelle und Arbeitsmaterial dienten.

Die Mexikanerin wurde durch ihre besondere Malerei zwischen Naiver Kunst, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit zur bekanntesten Malerin des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt durch ihre autobiografischen Themen und die Verarbeitung ihres äußerst bewegten Lebens – ihre Krankheit, ihre Leiden und ihre Ehen mit Diego Rivera.

Nach einem Verkehrsunfall ist Frida für längere Zeit ans Bett gefesselt und beginnt ihre Erfahrungen, Schmerzen und Fantasien künstlerisch zu verarbeiten. „Ich bin nicht krank, ich bin zerbrochen, aber ich bin glücklich am Leben zu sein, solange ich malen kann“, so Frida selbst. Ihr aufregendes Leben fasste sie lapidar zusammen: „Ich habe in meinem Leben zwei Unfälle erlitten, bei einem wurde ich von einem Bus überfahren – der andere Unfall war Diego“; s. auch Bericht vom 18. November 2023 in FeuilletonFrankfurt.

Erst fünfzig Jahre nach Kahlos Tod kam aufgrund einer testamentarischen Verfügung Diego Riveras ihr immenses privates Fotoarchiv ans Licht, das neue Einblicke vermittelt. In der beeindruckenden Ausstellung in den Opelvillen sind etliche Bilder ihres fotografischen Nachlasses zu sehen, die bis vor kurzem völlig unbekannt waren.

Bei der Sichtung des umfangreichen Archivs wurden von dem Fotohistoriker Pablo Ortiz Monasterio 241 Aufnahmen ausgewählt, um neue Erkenntnisse zum Verständnis einer „Ikone des 20. Jahrhunderts“ aufzudecken. Dank Fridas Sammlung ist es möglich, die ureigene Geschichte dieser starken, faszinierenden Persönlichkeit offenzulegen und ihr Land in der Zeit zu zeigen, in der sie lebte.

Nickolas Muray und Frida Kahlo, fotografiert von Nickolas Muray, 1939; © Diego Rivera & Frida Kahlo Archives, Bank of Mexico, Treuhänder im Diego Rivera and Frida Kahlo Museum Trust

Durch ihre Fotos und die Porträts ihres Vaters, der Fotograf war, sowie durch die von Frida gesammelten Aufnahmen renommierter Fotografinnen und Fotografen „entsteht ein eindringliches Dokument der Zeit und ein intimer Einblick in das Leben einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts“, so Beate Kemfert, Kuratorin der sehenswerten Schau.

Das private Schwarz-Weiß-Foto-Archiv ermöglicht tiefe Einblicke in die von Krankheit und Lebensfreude, von Revolutionsgeist und Kampf für Gleichberechtigung geprägten Welt dieser Ausnahmekünstlerin. Für Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung, ist Fridas Fotosammlung „ein wertvolles Stimmungsbild der damaligen Gesellschaft und des Zeitgeists und gleichzeitig auch heute noch von berührender Brisanz“.

Auch im März wird die Schau von einem umfangreichen Führungsangebot und abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. So finden zusätzliche Veranstaltungen zum beliebten »Mexican Monday«-Format am Montag, den 11. März, und am Montag, den 18. März jeweils um 17 Uhr statt. Die Opelvillen-Kuratorin erläutert am 11. März im Vortrag »Fridas Look« Kahlos modischen Stil und am 18. März geht sie mit ihren Ausführungen »Fridas Worte« auf die ungewöhnlichen literarischen Qualitäten der Künstlerin ein.

Aufgrund der großen Nachfrage an dem von Frida Kahlos inspirierten „Blumenkronen-Workshop“ wird die Spezialistin Carolina Terrazas-Kreuch ein weiteres Event am Samstag, den 16. März um 15 Uhr, anbieten. Die aus Mexiko stammende Blumendesignerin verspricht nicht nur eine schöne Auswahl an Trocken- und Frischblumen, sondern auch einen äußerst kreativen Nachmittag mit 100% mexikanischer Atmosphäre, von dem am Ende Teilnehmer ein persönliches, florales Kunstwerk mit nach Hause nehmen kann.

Zur Finissage am Sonntag, den 7. April um 18 Uhr, tritt noch einmal die Mariachi-Gruppe »Dos Aguilas« auf. Getragen von den musikalischen Klängen wird zum Ausstellungsende eine Fiesta Mexicana ganz im Stil der temperamentvollen Künstlerin gefeiert.

Fridas Feste waren durch und durch mexikanisch und voller Lebensfreude. Tequila und die Musik der Mariachi durften nie fehlen. Mit gefühlvollen Liedern über Heldentaten, Heimweh, Liebe und Leidenschaft nehmen die Opelvillen von der Ausstellung Abschied, wie einst Frida Kahlo von ihren Gästen: „Ich bin auf dem Weg und kam nur vorbei, um ade zu sagen.“

SONN- und FEIERTAGSFÜHRUNGEN – An Sonn- und Feiertagen haben Gäste die Möglichkeit, an der öffentlichen Führung durch die Ausstellungsräume der Opelvillen teilzunehmen. Die Teilnehmerzahl der Führungen ist begrenzt. Bei sehr starkem Andrang bietet das Museum zeitversetzt weitere Rundgänge an.

Außerdem führt Doris Bender jeden Mittwoch durch die Schau. Nach dem Rundgang besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch in dem Lese-Café der Opelvillen.

Karten zu den Veranstaltungen sind bereits im Vorverkauf erhältlich an der Kasse der Opelvillen zu den regulären Öffnungszeiten oder unter:

termine@opelvillen.de bzw. 06142 835 907.

Im Preis der Finissage ist auch der letzte Rundgang durch die Schau inbegriffen; weitere Informationen unter:

www.opelvillen.de

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