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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

Liu Xia – Die Fotokünstlerin, Malerin und Lyrikerin mit Ai Weiwei in der Frankfurter Galerie-Peter-Sillem

2019, Mai 6.

„With my eyes closed“ – Ein verinnerlichter Kosmos erzwungener Stille 

Als sich in den 1980er Jahren die Kunstszene in Beijing zu öffnen begann, spielte die Lyrikerin, Malerin und Foto-Künstlerin Liu Xia dort eine zentrale Rolle. Von 2010 bis 2018 stand sie unter Hausarrest, nur, weil sie mit dem bis zuletzt inhaftierten Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo verheiratet war. Ein Jahr nach dessen Tod 2017 durfte sie China verlassen. Seither lebt sie als Exilantin in Berlin. Nun stellt sie erstmals in Frankfurt ihre geheimnisvollen Schwarz-Weiß-Fotos in der Frankfurter Galerie-Peter-Sillem aus. Ihre Foto-Bilder sind ein poetisches Konzentrat ihrer Biografie.

Von Petra Kammann

Galerist Peter Sillem heißt Liu Xia willkommen, Alle Fotos: Petra Kammann

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Lesenswert: 100 Jahre Bauhaus und keine Ende… Teil 2 – Frauen am Bauhaus

2019, April 30.

Starke Pionierinnen

Lesetipps von Petra Kammann

Gleich ob Walter Gropius, Paul Klee, Wassily Kandinsky oder Ludwig Mies van der Rohe, es waren vor allem die männlichen Vertreter, die mit ihren Werken und künstlerischen Leistungen in die Annalen der Geschichte des Bauhauses eingingen. Dabei waren schon am Weimarer Bauhaus  84 Frauen und nur 79 Männer immatrikuliert, denn 1919 hatten Frauen in Deutschland neben dem Wahlrecht auch die Lehrbefähigung erlangt. Dennoch wurden die vielen großartigen Bauhaus-Frauen, die als Studentinnen, Lehrerinnen und Meisterinnen, Künstlerinnen und Designerinnen, als Architektinnen, Keramikerinnen, Möbelgestalterinnen, Modedesignerinnen und Fotografinnen das Bauhaus-Design maßgeblich prägten und wesentlich dazu beitrugen, dass das Bauhaus-Design im 20. Jahrhundert die ganze Welt eroberte, weniger beachtet. Dass sie auf Dauer nicht in Vergessenheit geraten, dafür sorgen ein paar Bücher, die an diese tüchtigen Frauen erinnern.

Die Textildesignerin Michiko Yamawaki kam aus Japan ans Bauhaus, Studentenausweis von „Mityiko“ Yamawaki. © Nachlass Michiko Yamawaki in: „Frauen am Bauhaus“, Verlag Knesebeck

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Lesenswert: 100 Jahre Bauhaus und keine Ende… Teil 1

2019, April 25.

Lesetipps von Petra Kammann

Sehen wir einmal von den Bauhaus-Ausstellungen im Jubiläumsjahr in den verschiedenen Städten und vom kritisch kommentierten Neubau des Bauhaus-Museums in Weimar ab, so können wir uns unabhängig von diesen Orten auch langfristig anhand von Büchern mit dieser wegweisenden Bewegung der Moderne beschäftigen. Daher haben wir eine kleine Auswahl für Sie getroffen.

Aufbruch und Grundlegendes:

2019: Das Bauhaus-Jubiläum schlägt sich auch in der Buchproduktion nieder…

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„And this is us. Junge Kunst aus Frankfurt“ im Frankfurter Kunstverein (1)

2019, April 16.

Von Erhard Metz

Dem Frankfurter Kunstverein gilt heute unsere zweifache Gratulation: die erste zur Verleihung des hoch angesehenen Binding-Kulturpreises 2019 im kommenden Juni an den bundesweit renommierten Verein, einen der ältesten seiner Art in Deutschland; die zweite der derzeit laufenden absolut sehenswerten Ausstellung „And this is us. Junge Kunst aus Frankfurt“.

Die acht austellenden Künstlerinnen und Künstler (v.l.): Bertrand Flanet, Viviana Abelson, Jonas Brinker, Catharina Szonn, Hanna-Maria Hammari, Wagehe Raufi, Christian Leicher und Max Geisler

Acht aktuelle künstlerische Positionen von acht Künstlerinnen und Künstlern gibt es zu sehen, der äußeren Form nach (beabsichtigt?) wohlausgewogen: vier Damen und vier Herren, von denen wiederum jeweils vier an der Städelschule und an der Hochschule für Gestaltung Offenbach HfG studierten bzw. noch studieren.

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goEast – Festival des mittel-und osteuropäischen Films in Wiesbaden

2019, April 9.

Brückenschlag zwischen Ost und West und zwischen den Generationen

von Renate Feyerbacher

Festival-Leiterin Heleen Gerritsen, Foto: Renate Feyerbacher

Am Mittwoch, den 10. April 2019, beginnt zum 19. Mal das bedeutende Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden.

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12. Lichter Filmfest Frankfurt International Es gibt viel zu entdecken. Streifzug durchs Programm

2019, März 26.

von Renate Feyerbacher

Heute Abend ist Eröffnungsfeier im Mousonturm mit der Filmvorführung des außergewöhnlichen, schwedischen  Films „Gräns – Border“, der auf John Ajvide Lindqvists Geschichtensammlung „Gräns“ basiert. Border ist eine davon. Das Buch erschien hierzulande 2017 unter dem Titel „Die Grenze“.“Gräns“ ist einer der Internationalen Filme zum Schewrpunkt-Thema„Natur“.

Britta Knöller und David Nawrath beim Berlinale-Empfang der hessischen Landesregierung, jetzt beim Lichter Filmfest, Foto: Renate Feyerbacher

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„Vergessen – warum wir nicht alles erinnern“. Eine facettenreiche Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt

2019, März 19.

Der lange Schatten des Vergessens und der Strudel der Erinnerung

Von Petra Kammann

Kann man sich vornehmen, etwas zu vergessen oder zu behalten? Wie speichern wir die Erinnerung?  Wie wichtig sind Gefühle, wenn es um das Erinnern und um das Vergessen geht? Ist Vergessen krankhaft? Gibt es auch ein Vergessen, das für den Menschen gut und notwendig ist? Was ist der Unterschied zwischen Verdrängen und Vergessen? Dies sind nur einige der so vielfältig wie interdisziplinär angelegten Aspekte der Frankfurter Ausstellung, die das Spektrum von der Angst vor dem Vergessen über die Leugnung und Verdrängung der Vergangenheit bis hin zum Nicht-Vergessen-Können aufzeigt. Und das Museum selbst spielt dabei auch eine Rolle…

„Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“?, Foto: Petra Kammann

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Fotografien von Robert Voit in der Galerie-Peter-Sillem

2019, März 16.

Sehen lernen in der Ausstellung ‚Hide & seek‘

von Hannelore Kaus-Schwoerer

Mal wieder mit dem offenen Cabrio durch Amerikas sonnigen Süden reisen? Auf den ersten Blick kommt Reiselust auf beim Betrachten der Fotografien ‚Desert Mountain, Scottsdale, Arizona‘ und ‚Mobile Home Park, Las Vegas, Nevada‘. Nimmt man jedoch die Kakteen und Palmen, die die Fotografien vertikal durchteilen, genauer ins Visier, bleibt der Blick auf den kaum erkennbaren elektrischen Zuleitungen an deren Fußende haften. Es handelt sich hier nämlich um verkleidete Mobilfunkmasten, die überall in den USA zu finden sind. Schnell wandelt sich die anfängliche Reiselust in einen kritischen Blick auf Echtheit und Künstlichkeit in diesen Color Prints.

Robert Voit, Desert Mountain, Scottsdale, Arizona,USA 2005 

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Rückblende: Mein Berlinale-Tagebuch in der Zeit vom 12.bis 17. Februar 2019

2019, März 15.

Berlinale-Kamera für die Filmemacherin Agnès Varda

Einer der außergewöhnlichen Momente dieser Berlinale war die Preisverleihung der Berlinale-Kamera an Agnès Varda. Die bald 91 jährige – ihr Alter ist ihr, wie sie sagt,“wurscht“ – wurde von Noch-Festival-Leiter Dieter Kosslick im Berlinale Palast empfangen. Von hoch oben sah ich den Empfang, die kleine Person, die durch die keck gefärbte Frisur hervorsticht. Aber oben angekommen, ging die kleine Gestalt, verdeckt vom Kordon der Freundes-Eskorte und dem Sicherheitspersonal, schlicht unter. Ich verlor sie aus den Augen. Dann aber ergatterte ich ganz vorne im Kinosaal einen Platz und Agnès Varda schritt am Arm von Kosslick fast hautnah an mir vorbei zur Bühne. Was für eine energiegeladene Künstlerin, die sich über diese Ehrung sichtlich freute. Ihre unbändige Leidenschaft war auch in ihrer kurzen Dankesrede zu erkennen, fein ist ihr Humor.

von Renate Feyerbacher

Berlin: Roter Teppich für die französische Filmemacherin Agnés Varda, Foto: Renate Feyerbacher

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Erste Retrospektive der mexikanischen Fotografin Graciela Iturbides in Deutschland im Fotografie Forum Frankfurt

2019, März 12.

Zwischen Tradition und westlicher Moderne – Magische Momente des Alltags

Fotokennern ist sie schon seit Langem ein Begriff, in den großen Museen ist sie ebenfalls präsent. Die berühmte mexikanische, 1942 geborene Fotografin Graciela Iturbide ist eine Ikone der lateinamerikanischen Fotografie. Aber erst jetzt hat sie in Deutschland ihre erste Retrospektive im Frankfurter Fotografie Forum. Dort sind bis zum 30. Juni 115 ihrer Werke aus der Zeit von 1969 bis 2008 zu entdecken. Sie sind aus der spanischen Mapfre-Stifung entliehen, die kürzlich rund 300 Iturbide-Werke erworben hat.

Von Petra Kammann

Mujer ángel, desierto de Sonora. México, 1979 Angel Woman, Sonoran Desert, Mexico, 1979 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019 

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