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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Fotografie · Video · Film

Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025 – Die Philippinen

2025, August 2.

Ein reichhaltiges Kulturprogramm unter dem Motto „Fantasie beseelt die Luft“

Ein seltener Einblick in die gesamte Bandbreite philippinischer Kreativität  

Als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025 stellen die Philippinen vom 15. bis 19. Oktober rund 100 Autor*innen und Kreative bei mehr als 77 Literaturveranstaltungen vor. Das Kulturprogramm, entwickelt unter Leitung von Kurator Patrick Flores und in Zusammenarbeit mit bedeutenden deutschen Kultureinrichtungen, bietet dem deutschen Publikum die lebendige zeitgenössische Kunstszene, die reichen Traditionen des Landes sowie namhafte Künstler*innen der Philippinen. Das Ehrengastmotto„Fantasie beseelt die Luft“ spiegelt die engen Verbindungen zwischen philippinischer Literatur, Kultur und Geschichte wider und lädt zu einer Auseinandersetzung mit den vielfältigen Überlieferungen des Landes der 7.841 Inseln ein.

Das Ehrengastteam bei der Pressekonferenz in der Evangelischen Akademie, Foto: Petra Kammann

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Annegret Soltaus Retrospektive „Unzensiert“ – noch wenige Tage im Städel zu sehen

2025, Juli 28.

Die Risse des Lebens und Nähte als Lebensfäden

Soltaus radikale Vernähungen des verletzten Körpers

Von Petra Kammann

Galt die in Darmstadt lebende Annegret Soltau (*1946) lange Zeit als Geheimtipp, so genießt sie mit ihrer feministisch inszenierten Fotografie und ihrer Body Art in der Kunstwelt inzwischen internationalen Ruhm. Das Frankfurter Städel widmet ihr unter dem Titel „Unzensiert“ noch bis zum 17. August eine Retrospektive mit rund 80 Werken aus mehr als fünf Jahrzehnten. Mutig wurde Soltaus Arbeit allerdings schon 2011 unter dem Titel „Generativ“ in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks gewürdigt, die damals alles andere als widerspruchslos hingenommen wurde. Zuvor war sie damals mit dem feinen Marielies-Hess-Kunstpreis ausgezeichnet worden. 

Annegret Soltau in der Ausstellung im Städel vor ihrer „Vatersuche“, Foto: Petra Kammann

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Die exzellente Ausstellung „From Dawn Till Dusk“ Kunstmuseum Bonn

2025, Juli 19.

Bilder der Schatten

Von Simone Hamm

Ein Pelikan, ein Blumentopf mit einer Chrysantheme, ein Engel, ein goldener Oscar, Queen Elisabeth, ein Gartenzwerg. Auf mehreren Tapeziertischen drehen sich Nippesfigürchen aus Gips, Porzellan, Plastik auf Platten. Sie werfen lange Schatten auf die weiße Wand dahinter. Sie scheinen zu tanzen. Mit „Schattenspiel“ hat Hans-Peter Feldmann ein magisches Ballett, ein filigranes Schattentheater geschaffen. Denn nicht die Figuren sind wichtig, sondern einzig ihre Schatten.

Gerhard Richter, Fenster 1968, Kunstmuseum Bonn ©gerhard Richter 2025(15042025), Foto: Reni Hansen

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Gerald Domenigs Dom-Fotografien, Notate und Zeichnungen

2025, Juni 13.

Fotografie als „Poesie und ernstzunehmendes Medium”

Ein kurzer Blick in eine geheimnisvoll raffinierte Installation

Fotos von Petra Kammann 

Die Medien des österreichischen, in Frankfurt lebenden Künstlers Gerald Domenig sind die Fotografie, die Zeichnung und das Schreiben. Subtil und diskret seine fotografischen Interventionen in der Sonderausstellung GD Dom im Dommuseum Frankfurt.

Dommuseum Ausstellung von Gerald Domenig; Fotos von der Ausstellung: Petra Kammann

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Museum Wiesbaden zeigt Einzelschau des Künstlers und Sammlers Sven Drühl

2025, Mai 25.

Faszinierende Landschaftskunst: Vom 19. Jahrhundert bis in die Jetztzeit

Von Hans-Bernd Heier

Im Jubiläumsjahr präsentiert das Museum Wiesbaden Werke des Berliner Künstlers Sven Drühl, der seit über zwanzig Jahren im Kontext konzeptueller Landschaftskunst arbeitet. Die große Ausstellung „Faszination 19. Jahrhundert, Sven Drühl: Künstler—Sammler—Theoretiker“ zeigt rund 35 zum Teil sehr großformatige Werke des Künstlers in Petersburger Hängung. Ergänzt werden die Arbeiten durch eine Auswahl von 35 Gemälden ikonischer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts: von Eugen Bracht über Janus La Cour bis Carl Spitzweg aus Drühls eigener reichhaltiger Kollektion.

Ausstellungsansicht; Foto: Museum Wiesbaden / Christoph Boeckheler

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Julia Jentsch zu Besuch im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

2025, Mai 14.

Carte Blanche der herausragenden Filmschauspielerin

Von  Renate Feyerbacher

Regelmäßig werden einen Monat lang Persönlichkeiten des deutschen Films mit einer Carte Blanche geehrt. Das heißt: die eingeladenen Gäste haben ihre Lieblingsfilme benannt, die im Kino des DFF gezeigt werden. In diesem Monat stellt Julia Jentsch ihre Carte Blanche vor.

 

 Das DFF wirbt mit Julia Jentsch, Foto: Renate Feyerbacher

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Die Verfilmung von Bulgakows „Meister und Margarita“

2025, Mai 13.

Eine irrwitzige Mischung aus Arthouse-Kino und Fantasy

Walter H. Krämer

Mehr als zehn Jahre, bis kurz vor seinem Tod 1940, hat Michael Bulgakow an dem Roman „Meister und Margarita“ geschrieben. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurde er – zunächst allerdings nur zensiert – veröffentlicht. Heute gilt der Roman als Schlüsseltext der Moderne und wurde vielfach adaptiert für die Bühne, den Film oder als Hörspiel. Die bisher letzte Verfilmung (2024) stammt von Regisseur Michael Lockschin. Sie läuft gerade in deutschen Kinos im Original mit Untertiteln.

Der Meister (Jewgeni Zyganow) und seine Muse Margarita (Julia Snigi), Foto: capelight pictures

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Junge Kunst aus Frankfurt „And this is us 2025“ im Frankfurter Kunstverein

2025, Mai 12.

Experimentierfreudig, vielfältig und zeitgenössisch

Ein kleiner Parcours

Von Petra Kammann

Vom 10. Mai bis zum 31. August läuft nun zum fünften Mal im Frankfurter Kunstverein die im zweijährigen Rhythmus stattfindende Ausstellung mit künstlerischen Nachwuchstalenten aus Frankfurt und Rhein-Main. Die enge Zusammenarbeit des Kunstvereins mit der Frankfurter Städelschule (Hochschule für Bildende Künste), der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und erstmals mit der Kunsthochschule Mainz war in diesem Jahr besonders fruchtbar. Aus 110 eingereichten Portfolios wurden insgesamt 12 spannende Positionen ausgewählt. Sie stehen stellvertretend für Themen und Praktiken der jungen Künstler und Künstlerinnen aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region.

Kunstvereinsdirektorin Franziska Nori erläutert die performative Videoarbeit von Nelly Habelt, Foto: Petra Kammann

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Internationale Tage Ingelheim zeigen Werke von “Fotografinnen auf Reisen“

2025, Mai 9.

Mutige Frauen mit Neugier und Wissensdurst im Gepäck

Von Hans-Bernd Heier

Im 20. Jahrhundert begaben sich zahlreiche Fotografinnen auf Fahrten in teils wenig erforschte Länder. Die neue Themen-Ausstellung „Neugier, Mut und Abenteuer: Fotografinnen auf Reisen“ der Internationalen Tage Ingelheim nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in 30 verschiedene Länder. Versammelt sind die Werke von 21 Fotografinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu bestaunen sind in der gut gehängten Schau mehr als 180 Schwarz-Weiß- und Farbfotografien von den 1920er Jahren bis heute. Die beeindruckenden Aufnahmen zeigen subjektive Eindrücke und individuelle Bildästhetiken der renommierten Fotografinnen.

Franziska Stünkel „All the stories, 64“, 2014; Farbfotografie, Dia-Sec; © Franziska Stünkel

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Vor 80 Jahren: 1945 – Ein Jahr in bildmächtigen Erinnerungen

2025, Mai 7.

Niederlage. Befreiung. Neuanfang

Von Petra Kammann

Zwölf Jahre lang hatte das nationalsozialstische Terror-Regime in Deutschland fortbestanden, das die Welt in Atem hielt und in den Abgrund stürzte. Als die Waffen am 8. Mai 1945 endlich schwiegen, waren etliche Städte dem Erdboden gleich gemacht. Zerbombt lagen sie in Schutt und Asche und waren nicht wiederzuerkennen. 1945, in diesem in der Geschichte des 20. Jahrhunderts unvergleichlichen Jahr ging nicht nur der Zweite Weltkrieg 1945 zu Ende und mit ihm das „Dritte Reich“. Es wurden auch die Weichen für eine neue Ordnung der Welt gestellt. Photo-Ikonen eines Jahres, lautet der Untertitel des Bildbandes 1945 von Schirmer & Mosel, das uns diese Übergangszeit zwischen Krieg und Frieden bildhaft vor Augen führt. Das „Nie wieder!“ scheint seine Wirkung eher verfehlt zu haben…

Einsamkeit in den Trümmern der Freiburger Altstadt 1945, Photo: Werner Bischof 

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