Frieda Günzel mag es, Geschichten zu erzählen. Und das auf verschiedene Weise. Beobachten, schreiben und das Umsetzen innerer Prozesse in bewegte Bilder sind ihre Leidenschaft. Im Laufe der Zeit hat sie dazu mehrere Techniken erworben wie zunächst das Herstellen von Printmagazinen im Rahmen ihrer medienwissenschaftlichen Ausbildung an der Universität Siegen. An der Universität Hannover wiederum schloss sie in der Klasse Fernsehjournalismus und Dokumentarfilm ihr Studium mit dem Master of Arts ab. Heute liebt die freischaffende Videografin, die auch als TV-Redakteurin bei der Kindernachrichtensendung logo! (KiKA) praktizierte, vor allem Projekte, die ein intermediales Arbeiten und verschiedene Herangehensweisen erlauben. Und wer würde sich besser dazu eignen als Künstler und Künstlerinnen, die im Film manchmal nur durch eine Geste, einen Halbsatz oder einen Blick offenbaren, was das Geheimnis des Kreativen ist? Für FeuilletonFrankfurt stellt Frieda Günzel Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain vor. Zum Auftakt einer Reihe hier ein filmisches Porträt der Frankfurter Künstlerin Rachel von Morgenstern. Film ab!
Natürlich ist die Freude groß, dass das Filmforum Höchst bereits Ende Oktober und damit vor seinem 50. Geburtstag gleich mit zwei Kinopreisen für die Programmarbeit am Standort Höchst geehrt wurde: am 17. Oktober wurde dem Filmforum der Kinopreis in der Alten Oper vergeben und am 25. Oktober der Kinemathekenpreis in Berlin. Interessant aber auch das aktuelle Novemberprogramm
Das Filmforum Höchst wurde beim Hessischen Film-und Kinopreis Kinopreis in der Alten Oper ausgezeichnet, li: die Verantwortliche Sabine Imhof
Schon ganz bald ist es soweit. Am kommenden Samstag, den 1. November 2025, geht es rund in der Frankfurter Villa Merton, dem Sitz des Union Clubs im feinen Frankfurter Diplomatenviertel. Da wird es zwischen 14:00 und 19:30 Uhr eine Charity-Kunstaktion zugunsten des Mädchenbüros Milena e.V. geben. Und das mit Werken von so renommierten Künstlerinnen wie Christiane Feser, Barbara Klemm, Gabriele von Lutzau, Felicitas von Lutzau, Sandra Mann, E. R. Nele, Anna Nero und Eva Weingärtner. Das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen…
30 Jahre ZONTA-Club Frankfurt II Rhein-Main. Anlass, Gutes zu tun und zu feiern und mitzubieten
Die Sammlerin selbst: offen für die Fragen der Zeit und der Menschen
Von Petra Kammann
Unter dem Titel „Die Zeit hat kein Zentrum“ präsentiert die Crespo Foundation erstmals eine umfangreiche Auswahl mit rund 130 Werken aus der privaten, mehr als 800 Werke umfassenden persönlichen Kunstsammlung der Stiftungsgründerin, Fotografin und Psychologin Ulrike Crespo (1950–2019), angefangen von der Malerei über Zeichnungen und Skulpturen bis hin zur Fotografie und einer Videoinstallation. Die Schau spiegelt Crespos künstlerische Leidenschaft und ihren so individuellen offenen Blick auf die Welt wider: das Wahrnehmen, Erinnern und Aufbewahren von Zeitschichten in Artefakten, in „geprägte(n )Formen, die lebend sich entwickel(t)n„, wie Goethe es in Urworte. Orphisch nannte.
Wenn Sie diese Treppe hinuntergehen, treten Sie ein in Ulrike Crespos Kunstwelt und entdecken die Zeit in ganz unterschiedlichen Ausprägungen, Foto: Petra Kammann
Spielerisch, humorvoll, genreübergreifend und dazu noch international: die erste umfassende Einzelausstellung der unabhängigen Künstlerin Suzanne Duchamp (1889–1963) findet in den Räumen der ehemaligen Dondorf Druckerei mit dem rauhen Charme der industriellen Backsteinarchitektur, in der Schirn Bockenheim, statt. Zu sehen sind in der dort neu eingerichteten Halle 1 erstmals rund 80 Werke aus fünf Jahrzehnten der vielseitigen Künstlerin, darunter experimentelle Collagen, figurative Darstellungen, abstrakte Gemälde, historische Fotografien und seltene Archivfunde. Die gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich erarbeitete Retrospektive wurde kenntnis- und beziehungsreich von den Kuratorinnen Ingrid Pfeiffer (Schirn) und Talia Kwartler (Gastkuratorin, Zürich) in Szene gesetzt.
Verantwortliche der Suzanne Duchamp-Retrospektive: Schirn-Chef Sebastian Baden und die beiden Kuratorinnen Ingrid Pfeiffer und Talia Kwartler, Foto: Petra Kammann
Der Journalist, Dokumentarfilmer und Autor Georg Stefan Troller ist am 27. September im Alter von 103 Jahren in Paris gestorben. Troller, der 1921 in Wien geboren wurde und 1941 in die USA emigrierte, wurde in den 60er Jahren durch sein „Pariser Journal“ in der ARD bekannt. Uwe Kammann* erinnert an den außergewöhnlichen Filmemacher.
Dokumentarisch-poetische Perlen der Video-Kunst, textile und skulpturale Arbeiten
Von Petra Kammann
Noch vor dem Gastlandauftritt der Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse (14.10. bis 19.10.2025), und parallel dazu präsentiert die SCHIRN in ihrem Übergangsquartier in Bockenheim die philippinisch-kanadische Künstlerin und Filmemacherin Stephanie Comilang (*1980) mit einer raumgreifenden Soloschau. Erstmals in Deutschland sind dort ihre beiden jüngsten Filme „Search for Life. Diptych“ (2024/25) sowie ihre frühere Arbeit „Diaspora Ad Astra“ aus dem Jahre 2020 zu sehen:„Coordinates at dawn“. Eine echte Entdeckung!
Die Video-Künstlerin Stephanie Comilang in der Schirn, Foto: Barbara WalzerWeiterlesen
Wieviel damals steckt im heute? Wege- und Gedankennetze abseits des Krönungswegs
Von Petra Kammann
Mit der Ausstellung „Archäologie der Gedanken – Von der Kunst des Sichtbaren und Unsichtbaren“ zeigt das Archäologische Museum Frankfurt ab dem 10. September 2025 eine Einzelausstellung der in Hamburg lebenden Künstlerin Dagmar Schuldt. Mit deren genreübergreifendem künstlerischen Projekt macht das Museum auf den südwestlichen Stadtraum Frankfurts aufmerksam, insbesondere auf Niederrad und auf den Frankfurter Stadtwald, und zwar auf das, was auf den ersten Blick nicht mehr sichtbar, aber erinnerungswürdig ist.
Schichten und Geschichten einer Stadt: Dagmar Schuldts „Karte Frankfurt 2.2.“, 2024 Papier, Schellack, Tuschen, Graphit, 21 x 29,7 siebenmal gefaltet, Foto: Dagmar Schuldt, Courtesy: Claus Friede Contemporary Arts
Neben etlichen anderen Begegnungen – wie u.a. in NRW in Düsseldorf im Zusammenhang mit der Film- und Medienstiftung, in Frankfurt in der Paulskirche als Laudator des brasilianischen Friedenspreisträgers Sebastião Solgado– bleibt neben seinen Filmen die Erinnerung an ein ausführliches Gespräch präsent, das ich 2011 mit dem großartigen Filmemacher und Regisseur Wim Wenders auf der Berlinale im Anschluss an die Premiere seiner filmischen Hommage „PINA“ an die Choreographin und Erfinderin des Tanztheaters Pina Bausch für die Zeitschrift ..IN RHEINKULTUR führte. Da ging es um die emotionalen und technischen Herausforderungen des für ihn neuartigen 3-D-Films, um Körpersprache, um An- und Abwesenheit von PINA .
Wim Wenders in Düsseldorf 2013 beim Helmut-Käutner-Preis an Christian Petzold, Foto: Petra Kammann
Museum Wiesbaden zeigt spannende Aufnahmen vom Entstehungsprozess der stählernen Monumentalskulpturen
Von Hans-Bernd Heier
Richard Serra zählt zu den renommiertesten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Seine kolossalen Stahlskulpturen prägen heute viele Landschafts- und Stadträume. Der deutsche Fotograf und Bildjournalist Dirk Reinartz reiste für ein Verzeichnis der Skulpturen Serras viele Jahre um die Welt und hielt diese fotografisch fest. Unter dem Titel „work comes out of work“ versammelt eine Schau 125 Schwarz-Weiß-Fotografien von Dirk Reinartz zum Werk von Richard Serra im Museum Wiesbaden. Zu sehen noch bis zum 14. September.