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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kunst Orte

Hessischer Kulturpreis an Caricatura Museum Frankfurt und Galerie für Komische Kunst in Kassel

2020, November 24.

Talentschmieden für satirische Bildkunst ausgezeichnet

Von Hans-Bernd Heier

Mit dem Hessischen Kulturpreis 2020 werden das „Caricatura Museum Frankfurt – Museum für komische Kunst“ und die „Galerie für Komische Kunst“ in Kassel geehrt. Das herausragende Engagement der beiden Institutionen rund um das Genre der Karikatur wird mit dieser Auszeichnung gewürdigt, wie die Vorsitzenden des Kuratoriums Hessischer Kulturpreis, Ministerpräsident Volker Bouffier und Staatsministerin Angela Dorn, bekanntgeben. Der Hessische Kulturpreis ist mit 45.000 Euro dotiert. Aufgrund der derzeitigen Corona-Einschränkungen wird die Ehrung erst im kommenden Jahr überreicht.

Traxlers Elch-Skulptur ist das „Markenzeichen“ des Museums für Komische Kunst; © Hans Traxler; Foto: Hans-Bernd Heier

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Thomas Bayrles neue Kirchenfenster im Kloster Eberbach

2020, November 22.

Petra Kammann über die Vexierbilder des Thomas Bayrle – Rhythmisiert und ineinander verwoben 

Der Objektkünstler, Maler, Grafiker und Video-Künstler Thomas Bayrle – oft als Artist des „German Pop“ klassifiziert – ist regelmäßig auf den großen internationalen Ausstellungen wie der Biennale in Venedig oder der Kasseler Documenta mit raumgreifenden Arbeiten vertreten. Nun hat er in der ehemaligen Zisterzienserabtei Kloster Eberbach ein Glasfenster mit dem mittelalterlichen Pietà-Motiv, der Darstellung Marias mit dem Leichnam Jesu Christi, geschaffen. Da ich mir wegen des erneuten Lockdowns die Fenster vor Ort im Kloster Eberbach am Wochenende leider nicht anschauen konnte, beschloss ich, den Künstler aufzusuchen, um mir einen Blick hinter die Kulissen seines künstlerischen Tuns zu verschaffen und ihn auf seine Beziehung zur Religion zu befragen. Bericht über einen Besuch in seinem Atelier. 

Neues Arkadenfenster mit der Pietà des Künstlers Thomas Bayrle im Kreuzgang des Kloster Eberbach, Foto: Stiftung Kloster Eberbach/ Sven Moschitz

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„August Macke – Paradies! Paradies?“ im Museum Wiesbaden (II)

2020, November 19.

Lichtdurchflutete Bilder von einzigartiger Farbharmonie

Von Hans-Bernd Heier

Der Maler August Macke hat die Kunstströmungen seiner Zeit im „Eiltempo“ erkundet, bis er seine unverwechselbare Bildersprache fand. Dafür blieb ihm nicht viel Zeit, ist er doch bereits mit 27 Jahren, wenige Wochen nach Kriegsbeginn, im Gefecht in Frankreich gefallen. Dem bedeutenden Expressionisten widmet das Museum Wiesbaden jetzt eine großartige Retrospektive. Versammelt sind 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Frühvollendeten. Ergänzt wird die Präsentation um 23 Werke von „Rheinischen Expressionisten“, die von Macke maßgeblich inspiriert wurden.

August Macke „Stillleben mit Apfelschale und japanischem Fächer“, Öl auf Leinwand, 1911; Kunstmuseum Bonn, DLG aus Privatbesitz; Foto: Kunstmuseum Bonn / Reni Hansen, Wolfgang Morell

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„August Macke – Paradies! Paradies?“ im Museum Wiesbaden (1)

2020, November 14.

Lichtdurchflutete Bilder von einzigartiger Farbharmonie

Von Hans-Bernd Heier

August Macke, einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten und beliebtesten Maler des 20. Jahrhunderts, verlor sein Leben schon mit 27 Jahren als Soldat in der Champagne – wenige Wochen nach Beginn des schrecklichen Infernos des Ersten Weltkriegs. Zu Ehren ihres Mannes und um die Erinnerung an sein beträchtliches Oeuvre wachzuhalten, organisierte seine Frau Elisabeth nach dem Krieg aus dem Nachlass des Künstlers eine „August Macke Gedächtnis-Ausstellung“ mit über 190 Werken. Diese gastierte im Herbst 1920 schon im Museum Wiesbaden. Aus Anlass dieser vor 100 Jahren gezeigten umfassenden Retrospektive präsentiert das Museum Wiesbaden in enger Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn jetzt sein vielfältiges Werk mit dem Titel „August Macke – Paradies! Paradies?“

„Park im Süden“, Aquarell und Bleistift auf Papier, 1914; Privatsammlung; Foto: Bernd Fickert

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Frankfurter Kultur im Zweiten Lockdown

2020, November 8.

Safe im Museum wie auch im Konzertsaal

Von Petra Kammann

Die erneute Schließung von Kultureinrichtungen bis Ende November ist ein harter Schlag für die Kulturszene. Grund eines Treffens zwischen der Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig, Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum, und Sarah Kortmann, Regisseurin, Schauspielerin und Vorstandsmitglied des Vereins Paradiesvogel sowie Bernd Loebe, Intendant der Oper. Sie nahmen gemeinsam Stellung zur Situation der Frankfurter Kultur im zweiten Lockdown.

Derzeit ein stiller Echoraum – die Alte Oper. Im November gibt es weder Konzerte noch Kongresse, noch Einnahmen; Alle Fotos: Petra Kammann

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Kurz vor dem 2. Lockdown – Premieren an Berliner Theatern

2020, November 3.

Schillers „Maria Stuart“ und Handkes „Zdenek Adamec“ am Deutschen Theater, „Elektra“ am Berliner Ensemble, Peer Gynt“ an der Schausbühne

von Simone Hamm

Einige Premieren fanden doch noch statt in Berlin – wenige Tage vor dem Lockdown. Anne Lenk inszenierte Schillers „Maria Stuart“ am Deutschen Theater. Einen passenderen Kommentar zu den Covid 19 Hygienmassnahmen hätte man nicht finden können. Die Bühnenbildnerin Judith Oswald hat einen riesigen Setzkasten auf die Bühne gestellt. Die Fächer sind hin zum Publikum geöffnet. In kleinen pinkfarbenen Häschen stehen die Schauspieler, sie können einander nicht sehen. Sie können einander nicht berühren. Ein jeder ist allein.

Maria Stuart von Friedrich Schiller, hier: Franziska Machens, Paul Grill, Enno Trebs
Regie: Anne Lenk, Bühne: Judith Oswald Kostüme, Dramaturgie: David Heiligers, Foto: Arno Declair 

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discovery art fair. frankfurt bis zum 1. November 2020

2020, Oktober 31.

Entspannte dritte Ausgabe der discovery art fair. auf dem Frankfurter Messegelände mit geräumigem Standbau, breiten Gängen und großzügigen Skulpturenflächen

Subjektive Impressionen von Petra Kammann

Noch bis zum ersten November zeigen in der imposanten und zentral gelegenen Halle 1 der Messe Frankfurt rund 100 Aussteller ein breites Spektrum aufstrebender Kunst zu erschwinglichen Preisen. Auf dem sich ständig wandelnden Kunstmarkt spielt die discovery art fair. als innovative Kunstmesse eine wichtige Rolle, zumal es unter den aktuellen Rahmenbedingungen für Galeristen und Künstler besonders wichtig, neue Wege zu gehen, neue Partner zu finden und Verkäufe zu generieren. Eine Entdeckermesse für zeitgenössische Kunst zu erschwinglichen Preisen, und eine Besonderheit diesmal unter speziell hygienischen Bedingungen. Ein Blick in die Messehallen lohnt, nicht nur, weil man da auch auf lebende Menschen trifft…

Die Fahnen der discovery art fair. am Frankfurter Messegelände flattern im Spätherbstlicht; Alle Fotos: Petra Kammann

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Großartiges „Artentreffen“ in Wiesbaden, Rüsselsheim und Offenbach

2020, Oktober 18.

Innovative Kooperation gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain

von Hans-Bernd Heier

Tiere haben Menschen seit der Höhlenmalerei künstlerisch inspiriert. An diesem Faszinosum hat sich bis heute nichts geändert. Auch die zeitgenössische Kunst setzt sich mit dem Mensch-Tier-Verhältnis intensiv und äußerst variantenreich in den unterschiedlichsten Medien auseinander. Im Rahmen der Kooperation „Artentreffen“, die von Dr. Beate Kemfert, Vorstand der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, initiiert wurde, haben sich das Deutsche Ledermuseum in Offenbach, der Nassauische Kunstverein Wiesbaden und die Opelvillen Rüsselsheim zusammengefunden, um sich diesem ambivalenten Thema zu nähern. Die innovative Ausstellungskonzeption der drei Häuser ist ein Novum, das vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert wird.

Ursula Böhmer, Ausschnitt aus der Foto-Serie „All Ladies – Kühe in Europa“, 2002/2016; Kunstsammlung der DZ BANK; © Gabriele Muschel; Foto: Hans-Bernd Heier

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L’Esprit – Absolventenausstellung 2020 der Städelschule im Portikus (2)

2020, Oktober 15.

Von Erhard Metz

Nur noch bis Sonntag, 18. Oktober zu sehen: die Absolventenausstellung der Frankfurter Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, dieses Jahr unter dem Witz, Geist und Brillanz versprechenden Titel „L’Esprit“ (FeuilletonFrankfurt berichtete). Zeit also für eine abschließende Betrachtung.

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Beckmanns Selbstporträt “ Selbstbildnis mit Sektglas“ gehört ins Städel Museum

2020, Oktober 14.

Eine Ikone der Moderne bekommt ihren festen Platz im Städel

von Petra Kammann

In Frankfurt am Main schuf Max Beckmann (1884 bis 1950) einen Großteil seiner bedeutendsten Werke, die schon ab 1918 in den Besitz des Städel gelangten. 1937 verlor das Museum durch die Beschlagnahmungsaktion der Nationalsozialisten dann seinen ersten Beckmann-Bestand fast vollständig. Nun hat das Museum das Selbstporträt, das bereits seit 2011 dort als Leihgabe zu sehen war, erwerben können. Es kehrt damit an den Ort zurück, in dessen unmittelbarer Nähe es 1919 entstanden ist, in ein Museum, in dem heute eine der größten Beckmann-Sammlungen gepflegt wird.

Die einstige Kunstwissenschaftlerin und Kulturstaatsministerin Monika Grütters erkannte die Bedeutung des Gemäldes „Selbstbildnis mit Sektglas“ von Max Beckmann; Alle Fotos: Petra Kammann

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