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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autoren

Schauspiel und Tanz auf höchstem Niveau im Pfalzbau-Theater Ludwigshafen in der kommenden Saison 2026/27

2026, Juli 5.

Gastspiele aus  Berlin, Hamburg, München und Wien in der Spielzeit 26/27

Von Walter H. Krämer

Die Spielzeit 2026/27 des Theaters im Pfalzbau präsentiert sich außergewöhnlich vielfältig und setzt erneut starke Akzente im Schauspiel und Tanz. Internationale Compagnien, bedeutende Regisseurinnen und Regisseure sowie herausragende Ensembles und Schauspieler*innen prägen das Programm.

BERLINER ENSEMBLE: „Was ihr wollt“ von William Shakespeare, Regie: Antú Romero Nunes

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„Die Wiedereinführung der Sanduhr“ und das Rieseln der Zeit

2026, Juli 2.

Langzeitbeobachtungen in Kurzform

Michael Krügers luftige und verschlüsselte Gedichte der letzten fünf Jahre 

 

Die Zeit bekommt in den Gedichten des einstigen Hanser-Verlegers Michael Krüger eine völlig neue Bedeutung. Sie ist für ihn während der Pandemie – wie vielleicht für uns alle – aus den Fugen geraten, hat Risse bekommen. Während er in seinem „Holzhaus überm See“ seine lebensbedrohliche Krankheit auszukurieren sucht, wird er zu einem speziellen Komplizen der Natur, sucht die Nähe zu Pflanzen und Tieren. Dabei beobachtet er seine Umgebung sehr genau, erinnert an besondere Menschen, nimmt die politisch bedrückenden Ereignisse wahr. Und dann wieder hält er die Zeit für einen Moment fest wie in der Impression vom Anfang Juli, die ob der Hitzewelle kaum aktueller sein könnte…   pk

 

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„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Regina Schillings schillerndes Filmporträt

2026, Juni 23.

Eine poetische Spurensuche: doppelgesichtig, modern und visionär

Von Petra Kammann

Anlässlich des 100. Geburtstags am 25. Juni 2026 von Ingeborg Bachmann entstand mit der Schauspielerin Sandra Hüller und der Regisseurin Regina Schilling ein filmisches Porträt von einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Hüller nähert sich der „Poetessa“, die ihre letzten Jahre in Rom verbringt, fast traumwandlerisch durch zeitgenössisch improvisierte Szenen an. Das so entstandene komplexe Porträt mit dem kenntnisreich zusammengestellten Archivmaterial, mit Interviewauszügen und Bachmanns eigenen Texten wie auch der unnachahmliche Bachmann-Sound im Background machen die Zerbrechlichkeit und die Kraft einer Künstlerin spürbar, deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) hört Musik und tanzt beschwingt dazu am Ufer des Tibers in Rom.

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Gedenkstunde für Jürgen Habermas in der Frankfurter Paulskirche

2026, Juni 21.

Vernünftige Freiheit: ein Versprechen und vielleicht mehr noch eine Verpflichtung

Die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Trauerfeier in der Frankfurter Paulskirche

Gedenkstunde mit Weggefährten, Politikern, Verlegern und Wissenschaftlern in der Frankfurter Paulskirche für den Jahrhundertdenker Jürgen Habermas, der vor drei Monaten im Alter von 96 Jahren verstarb. „Seine Stimme wird uns fehlen in diesen unübersichtlichen Zeiten“, sagte Bundespräsident Steinmeier, der bis zum Schluss mit ihm in Austausch stand. Habermas habe einen „Horizont“ aufgezeigt, an dem sich alle orientieren sollten… Hier seine Rede

Rede des Bundespräsidenten in der Frankfurter Paulskirche, Foto: Petra Kammann

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Tschechien, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse  (7.-11. Oktober 2026) mit Literatur und tschechischer Kultur

2026, Juni 16.

„Tschechien: ein Land an der Küste“– „Böhmen liegt am Meer“

Von Petra Kammann

Böhmen, vor allem aber auch Mitteleuropa, wird in Frankfurt mit Tschechien, dem diesjährigen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, zu Gast sein. Das umfangreiche Programm wurde diesmal in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt präsentiert. Allein 75 Autor:innen werden unter dem Motto „Tschechien: ein Land an der Küste“ auf der Messe, aber auch an anderen Orten präsent sein. Martin Krafl, Direktor des Tschechischen Literaturzentrums und Programmdirektor von CZECHIA 2026, stellte das vielversprechende Kulturprogramm ebenso vor wie auch das Pavillon-Design unter dem Motto „An den Grenzen der Vorstellungskraft“ (Architektenbüro JinJan). Und die Autorin Dora Kaprálová  gab einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Tschechien literarisch zu bieten hat.

Das Tschechische Team: v.l.n.r. Jindřich Ráftl, Jiři Mašek, Martin Krafl, Dora Kaprálová, Tomáš Kubícek, Jana Hájková, Jan Tůma, Foto: Sabine Felber/Literaturtest

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LiteraTurm 2026 – 13. Literaturfestival der Stadt Frankfurt unter dem Motto „OstWestText“

2026, Juni 1.

Spektakuläre Aus-Sichten und welche Einsichten?

In wenigen Tagen geht es los. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival LiteraTurm in den Frankfurter Hochhäusern, die namensgebend für das Festival sind, ist einzigartig, denn es bietet spektakuläre Ein- und Ausblicke auf die Stadt. Und es setzt immer wieder einen neuen programmatischen Schwerpunkt. Diesmal steht es unter dem  Motto „OstWestText“. Denn auch fast 40 Jahre nach der Wende haben die Ost-West-Debatten nichts an Aktualität verloren. Bis heute sind die deutsch-deutschen Gräben und Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern immer noch spürbar. So nimmt das Festival die DDR als Romanstoff ebenso in den Fokus wie die literarische Verhandlung der Wiedervereinigung zum Thema Ost-West. Sachbücher und Essays bilden dabei einen integralen Bestandteil des Programms.

In den Buchtiteln spiegeln sich die aktuellen Fragestellungen, Foto: Petra Kammann

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MISHPOCHA. The Art of Collaboration

2026, Mai 7.

Die selbstgewählte Familie oder Wahlverwandtschaften

Von Corinne Elsesser

Im Jüdischen Museum Frankfurt wird der jiddische Begriff „mischpóche“ einmal neu, interdisziplinär und multimedial re-interpretiert. Damit muss nämlich nicht nur die enge gewachsene Familie gemeint sein, sondern, wie hier in der englischen Version des Begriffs „mishpocha“, die selbstgewählte, neue, erweiterte Familie.

Museumsdirektorin Prof. Dr. Mirjam Wenzel und Mike D vor der Skulptur „OY/YO“ © Corinne Elsesser

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„Hör mir mal zu!“ – Über die bereichernde Sprache und das Miteinander

2026, Mai 3.

Zuhören, Falschlesen und bereichernde Missverständnisse

von Petra Kammann

Menschen gehen mit Knöpfen in den Ohren spazieren und Podcasts erleben ungeahnte Hypes. Führt das zu besserem Zuhören? Und gehen die Menschen deswegen auch besser aufeinander ein und miteinander um? Die Autorin Regina Schwarz, bekannt für ihre nachdenkenswerte Sprachlyrik, bekam 2024 für ihre phantasieanregende Gedichtesammlung „Meine Geheimschublade“ (Schweizerisches Jugendschriftenwerk) nicht umsonst den Josef Guggenmoos-Preis für Kinderlyrik. Nun hat sich die erfahrene Autorin, die die Fragen der Kinder ernst nimmt, mit dem Zuhören, Mitteilen und Verstehen beschäftigt. Gerade erschien ihr neuestes Buch „Hör mir mal zu!“

Die Doppelseite über Missverständnisse und Nachfragen aus „Hör mir mal zu!“

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„Frankfurt liest ein Buch“- „Herzlandschaft. Marie Luise Kaschnitz und Italien“

2026, April 25.

Wie klingt Marie-Luise Kaschnitz auf Italienisch? Und wie liest sie Rom?

Von Petra Kammann

Zu dem Thema gab es eine ungewöhnliche Veranstaltung in der Deutsch-Italienischen Vereinigung“ in der Arndtstraße, wenige Schritte entfernt vom langjährigen Wohnort Wiesenau 8 der in diesem Jahr wiedergelesenen Miniaturen „Gott und die Welt“ von Marie Luise Kaschnitz im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch. Dr. Caroline Lüderssen, Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung, hatte vorausschauend die Autorin Julia Zieger eingeladen, die sich mit dem Rom- und Italienbild der Autorin, der Meisterin der „kleinen Form“, des Gedichts, des Essays, der Skizze, des Hörspiels, ausgiebig beschäftigt hat, dazu Giuliano Lozzi, den Übersetzer von „Engelsbrücke“ („Ponte Sant‘ Angelo“), der Passagen aus den 168 Miniaturen der deutschen Rom-Flaneurin Kaschnitz auf Italienisch vortrug und erläuterte. Eine andere Kaschnitz!

Begrüßung durch Dr. Caroline Lüderssen, Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Vereinigung, v.l.: Autorin Juliane Ziegler, Moderatorin Anna Nuzzolo, Übersetzer Giuliano Lozzi, Foto: Petra Kammann

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„Donnerstag der Großherzogin“ – Ausstellung von Helmut Werres im Kunstverein EULENGASSE

2026, April 17.

Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Zeichnen

Rede der Kunstwissenschaftlerin Brigitta Amalia Gonser zur Vernissage 

Helmut Werres ist ein vielseitig aktiver und ausgezeichneter Künstler der Darmstädter Sezession und zugleich Mitglied des Kunstvereins EULENGASSE. Als solcher lädt er in die Galerie EULENGASSE ein zu musikalischen und literarischen Interferenzen in seinem künstlerischen Schaffen der letzten Jahre.

Feldzeichnung und Portrait der Großherzogin vom Helmit Werres

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