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2026, März 25.
„Wachs“ und „Eine Nebensache“
Der kleine Berenberg Verlag stellt seinen Betrieb Ende März ein. Schöne Bücher sind dort herausgekommen im Leineneinband und mit Lesebändchen, etwa sechs bis acht in jedem Halbjahr. Verleger Heinrich von Berenberg sagte, es sei im deutschsprachigen Buchmarkt nie einfach gewesen, als kleiner Verlag über einen längeren Zeitraum hinweg zu bestehen, und daran habe sich nichts geändert. Und das, obwohl Berenberg große Namen unter seinen Autoren und Autorinnen hatte.

Der Verleger Heinrich von Berenberg gibt auf, Foto: privat
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2026, März 20.
Die normannische Insta-Bucht unter wechselndem Licht (1)
Von Petra Kammann

Die Schau „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ ist mehr als eine Reise ins Städel wert. Das einstige Fischerdorf Étretat mit seiner Lage am Meer, das sich im 19. Jahrhundert in einen begehrten Badeort verwandelt hatte, zog zahlreiche Künstler in seinen Bann. Die im Städel ausgestellten rund 170 herausragenden Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien und historischen Dokumente aus führenden französischen, deutschen und internationalen Museen sowie aus Privatsammlungen dieses emblematischen Ortes öffnen uns die Augen für die Kunst, für das changierende Licht, für die Natur und deren Bedrohung durch die Erosion der Steilküste oder durch die alljährlich gewaltigen Besucherströme. Zu entdecken sind neben 24 Werken von Claude Monet, u.a. Gemälde von Eugène Delacroix, Gustave Courbet, Henri Matisse, Fotografien aus der Frühzeit um 1850 bis hin zu großformatigen Installationsansichten von Elgar Esser, des jüngsten Schülers der Becher-Klasse.

Eintauchen in „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ mittels eines 3D-Scans der spektakulären Felsformationen, Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz
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Autoren, Bildende Künste, Buch und Literatur, Kultur Reisen, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Frankfurter Städel
2026, Februar 20.
Eine Leseempfehlung

Unter dem Titel „Was Simone gerade liest …“
stellt unsere Theater-, Opern- und Tanzkritikerin
← Simone Hamm, die auch eine begeisterte Leserin ist,
Neuerscheinungen vor, wie zum Beispiel diesmal
„Lázár“ von Nelio Biedermann (Rowohlt Berlin).
In 18 Sprachen ist der zweite Roman des erst 23-jährigen Autors
übersetzt worden, in 20 Ländern erschienen.
Tom Tykwer will „Lázár“ verfilmen.
Von Ende Februar an geht Nelio Biedermann
auf eine große Lesereise.
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2026, Januar 30.
Skepsis und Hoffnung
Frankfurt war für Marie Luise Kaschnitz ein Ort, der sie nicht losließ. Keine große Liebe, aber ein Festhalten und Wundern. Ihre Beobachtungen sind genau, Ihre Einschätzungen sind wie auch in anderen ihrer Texte kritisch, ironisch und vorausschauend. Am 31. Januar 2026 wäre sie 125 Jahre alt geworden. Geboren 1901 in Karlsruhe machte Kaschnitz nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin in Weimar, bereiste mit ihrem Ehemann, einem Archäologen, viele Länder Europas und lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. 1933 erschien ihr erstes Buch: „Liebe beginnt“, ein Roman. Ihre bekanntesten Werke sind „Beschreibung eines Dorfes“(1966), „Tage, Tage, Jahre“(1968) und „Orte“(1971). Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet. 2026 steht Marie Luise Kaschnitz mit dem gerade erschienenen „Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ (Edition W) im Zentrum von „Frankfurt liest ein Buch„.

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Autoren, Autorinnen und Autoren, Bildung · Pisa von innen, Buch und Literatur, Kultur Frankfurt, Kultur und Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für Zum 125. Geburtstag – eine Erinnerung an Marie Luise Kaschnitz
2025, Dezember 10.
Aller Natur wohnt ein Zauber inne…
Eindrücke von Petra Kammann
Vier Jahre lang hatte es Anfang der 1990er-Jahre den Wiener Fotografen Willy Puchner mit seinen beiden Polyester-Pinguinen Joe und Sally in die weite Welt gezogen, um neue Blickweisen auf die unterschiedlichsten Kontinente zu vermitteln. Das Pinguinpaar wurde seither für den Fotografen und Künstler Buchen er zur Projektionsfläche seiner Reiseträume, auch seiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach einer fremden Geborgenheit. Inzwischen überträgt er diese auf andere Objekte wie auf die verborgenen Schätze der Natur.

Doppelseite aus Willy Puchners Buch „Ansichten der Natur“
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Autoren, Autorinnen und Autoren, Bildende Künste, Buch und Literatur, Fotografie · Video · Film, Kultur und Gesellschaft, Malerei, Reisen & Lebensart, Zeichnung · Druckgrafik | Kommentare deaktiviert für Besonders gestaltete Bücher: Willy Puchners Ansichten der Natur – Luftiges, Meeriges und Irdisches Teil 1
2025, November 30.
Eine fast barocke Pracht – 24 erleuchtete Fenster
Ab dem 1. Dezember wird mit Anbruch der Dunkelheit bis zum 24. Dezember allabendlich das barocke Holzhausen-Wasserschlösschen mit märchenhaften Silhouettenmotiven erstrahlen…

Adventsbeleuchtung des Holzhausenschlösschens, Foto: Alexander P. Englert
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2025, November 21.
Poetische und musikalische Kapriolen
Von Petra Kammann
Was für ein gelungenes Zusammenspiel der jungen Pianistin Maria Pia Vetro und der kenntnisreichen Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Kienzle unter dem Thema „Wenn die ganze Welt Jean Paul läse!“, das im Arkadensaal von Romantik-Museum und Goethe-Haus stattfand. Der Zitatgeber Robert Schumann hatte seinen Jean Paul gelesen und sich von der Lektüre seiner Romane Siebenkäs und Flegeljahre zu den schillernden Kompositionen Blumenstück und Papillons inspirieren lassen. Weniger bekannt ist sicher der Klavierzyklus des ungarischen Komponisten Stephen Heller zum Siebenkäs und noch viel weniger die ‚Jeanpauliana‘ von Hugo Riemann für das Pianoforte zum Roman Flegeljahre, das die brillante Pianistin Vetro zu Gehör brachte. Eine echte Entdeckung!

Musikalisch-literarischer Dialog zwischen der Pianistin Maria Pia Vetro und der Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ulrike Kienzle, Foto: Petra Kammann
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2025, November 20.
Die Akademie beschwört am Gründungstag das Vermächtnis des Welt-Musikers Pablo Casals
Von Uwe Kammann
Mit einem Festakt würdigte die Kronberg Academy am 16. November den Gründungstag der UNESCO vor genau 80 Jahren. Sie verband bei dieser Gedenkveranstaltung einen vorangehenden Gesprächspart mit einem nachfolgenden Konzert junger Studenten, das der künstlerische Leiter der Akademie, Friedemann Eichhorn, zusammengestellt hatte und in seinen Grundgedanken dem Publikum vorstellte. FeuilletonFrankfurt durfte die Veranstaltung begleiten.

v.l.n.r.: Begrüßung durch Raimund Trenkler, Jörg Süßenbach, Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, Dr. Christine Volkmann, Prof. Dr. Christoph Wulf, Foto: Petra Kammann
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2025, November 12.
Eine kleine Freude über das, was wir Demokratie nennen…
Gerade fand ich in meinen noch nicht digitalisierten Schätzen diesen Beitrag, den ich für meine frühere Zeitschrift …IN R(H)EINKULTUR 2011 in Düsseldorf über ihn geschrieben habe… (hier leider nicht als Doppelseite, sondern nur nacheinander abbildbar). Und ich freue mich für den freiheitsliebenden und liebenswürdigen Boualem Sansal, der aus politischen Gründen nach fast einem Jahr Haft in einem algerischen Gefängnis endlich freigelassen und durch die Intervention unseres Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier begnadigt wurde (s.u.). Ich wünsche dem schwerkranken 81jährigen Autor, dass er bald genesen und die wiedergewonnene Freiheit noch genießen kann. Petra Kammann

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2025, November 8.
Den Echoraum der Dichter ausloten
Von Petra Kammann
„Michel“ Krüger, wie der frühere Hanser Verleger (1986 bis 2013) von Insidern genannt wird, hat nahezu sein ganzes Leben mit Dichtern verbracht, sie gelesen, kritisiert, verlegt, ist mit ihnen gereist. Beim Petrarca-Preis, den er mit Hubert Burda und Peter Handke, mit Nicolas Born und Bazon Brock gründete, konnte er ihnen sehr unmittelbar begegnen. Einige hat er zum Nobelpreis nach Stockholm begleitet. In seinem Erinnerungsband „Unter Dichtern“ legt er uns aber auch Autoren und Bücher zur Lektüre ans Herz, von denen einige im schnelllebigen Büchermakt kaum mehr präsent sind. Im Gespräch mit dem Journalisten Paul Ingendaay schöpfte er während einer Open Books-Veranstaltung im Foyer des Frankfurter Kunstvereins aus dem Vollen seines Anekdotenschatzes. Dabei ist Michael Krüger übrigens nicht nur Verleger, sondern in erster Linie selbst Dichter…

Der Verleger, Lektor, Übersetzer und Autor Michael Krüger, Foto: Petra Kammann
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