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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Autoren

Die indische Autorin Arundhati Roy auf der Lit.COLOGNE Spezial

2025, Oktober 29.

Urgewalten

von Simone Hamm

Unberechenbar ist sie und herrisch. Aber auch stark und selbstbewusst. Die Mutter von Arundhati Roy. Sie ist die Zuflucht und der Sturm im Leben von Indiens berühmtester Schriftstellerin gewesen. „Meine Zuflucht und mein Sturm“. Das ist auch der Titel des Memoir von Arundhati Roy. Der englische Originaltitel klingt weit weniger pathetisch „Mother Mary Comes To Me“ eine Zeile aus dem Beatlessong „Let It Be“.

Die indische Bookerpreisträgerin Arhundaty Roy auf der Lit.Cologne Spezial, Foto: Katja Tauber

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75 Jahre Friedenspreis: Persönliche Erinnerungssplitter  

2025, Oktober 21.

Immer wieder neue Anstöße: Was bedeutet Frieden?

Von Petra Kammann

Bescheiden hat 1950 alles angefangen mit der Verleihung des Preises an den Schriftsteller, Lektor und im norwegischen Exil lebenden jüdischen Verleger Max Tau. Und doch hat der Auftakt anspruchsvolle Maßstäbe gesetzt. Die Verleihung des Friedenspreises schon im Jahr danach in der damals nur notdürftig wieder aufgebauten Frankfurter Paulskirche bildet seither traditionell den Höhepunkt und Abschluss der Frankfurter Buchmesse. Inzwischen wird der renommierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels mit 25.000 Euro dotiert und erfährt viel mediale Aufmerksamkeit. Worum geht es inzwischen? Um Frieden oder Krieg? Stehen wir an einem Wendepunkt der Geschichte?

Die Anfänge des Friedenspreises in einer Ausstellung auf der Buchmesse 2009, Foto: Petra Kammann

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Karl Schlögel: Friedenspreisträger als Warner, Mahner – und Ermutiger

2025, Oktober 20.

Engagierte und bewegende Rede in der Paulskirche – Osteuropa „lesen“ und leben

Von Uwe Kammann

Dem Historiker, Autor und Publizisten Karl Schlögel wurde am 19. Oktober in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Die Laudatio hielt die in Berlin lebende, aus der Ukraine stammende Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Katja Petrowskaja. Hier fassen wir Eindrücke des Festaktes zusammen.

Die Dankesrede des diesjährigen Friedenspreisträgers Karl Schlögel wurde mit anhaltendem Applaus bedacht, Foto: Petra Kammann

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Die Frankfurter Buchmesse 2025 (15.- 19.10.2025) – Lebendiger Ort des Meinungsaustausches

2025, Oktober 16.

Buchmessesplitter: Eröffnung und Auftakt

Subjektive Impressionen von Petra Kammann

Immer wieder begegnet sich die Welt alljährlich am internationalen Handelsplatz für Lizenzen und Rechte zum persönlichen zivilen Meinungsaustausch. Unter dem Motto „Fantasie beseelt die Luft” des diesjährigen Ehrengasts, dem Archipel der Philippinen, wurde die 77. Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober 2025 offiziell eröffnet. Die Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Kultur zeigten sich beeindruckt vom Auftritt der Philippine Madrigal Singers, dem Frankfurter DJ und Künstler Jan Hennig alias Kabuki sowie von den drei philippinischen Poetinnen verschiedener Generationen: Merlie M. Alunan, Marjorie Evasco und Mookie Katigbak-Lacuesta. Nicht zuletzt waren sie angetan von der kämpferischen Rede der philippinischen Senatorin Loren Legarda wie auch von der Grundsatzrede des neuen Staatskulturministers Wolfram Weiner, der sich mit den Risiken der KI auf die Branche beschäftigte und seine Rede mit „echten“ Rilke-Versen beendete.

Eindrucksvoller Gesang der Philippine Madrigal Singers bei der Buchmesseeröffnung, Foto: Petra Kammann

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Caricatura Museum zeigt “FLIX. IMMER SUPER GLÜCK”

2025, Oktober 13.

Superheld kämpft als „Man of K-Rupp-Stahl“ in Deutschland

Von Hans-Bernd Heier

Flix, eigentlich Felix Görmann, gehört zu den Stars der deutschen Comic- und Cartoonszene und feiert seit Jahren internationale Erfolge. Der Caricatura Salon #4 widmet ihm nun eine Ausstellung mit seinen jüngsten Projekten: „Superman. Man of K-Rupp-Stahl“ und mit Illustrationen zu seinem ersten Jugendroman „Immerland“. Zudem werden in der sehenswerten Schau Originale des Comicstrips „Glückskind“ gezeigt, die wöchentlich in der FAZ erscheinen. Besucherinnen und Besucher können sich zudem auf die zweite Neuhängung der Sammlungsausstellung freuen, in der rund 150 Werke der Zeichner der Neuen Frankfurter Schule und weiterer Künstler aus der Sammlung des Caricatura Museums zu sehen sind.

Vorzeichnung für „Superman – The World“; ©TM DC, Panini Comics 2025; ©Flix

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Retrospektive der DADA-Pionierin Suzanne Duchamp in der Frankfurter Schirn

2025, Oktober 11.

Eine unabhängig-eigensinnige Künstlerin

Von Petra Kammann

Spielerisch, humorvoll, genreübergreifend und dazu noch international: die erste umfassende Einzelausstellung der unabhängigen Künstlerin Suzanne Duchamp (1889–1963) findet in den Räumen der ehemaligen Dondorf Druckerei mit dem rauhen Charme der industriellen Backsteinarchitektur, in der Schirn Bockenheim, statt. Zu sehen sind in der dort neu eingerichteten Halle 1 erstmals rund 80 Werke aus fünf Jahrzehnten der vielseitigen Künstlerin, darunter experimentelle Collagen, figurative Darstellungen, abstrakte Gemälde, historische Fotografien und seltene Archivfunde. Die gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich erarbeitete Retrospektive wurde kenntnis- und beziehungsreich von den Kuratorinnen Ingrid Pfeiffer (Schirn) und Talia Kwartler (Gastkuratorin, Zürich) in Szene gesetzt.

Verantwortliche der Suzanne Duchamp-Retrospektive: Schirn-Chef Sebastian Baden und die beiden Kuratorinnen Ingrid Pfeiffer und Talia Kwartler, Foto: Petra Kammann

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Eine Spur von Hoffnung und Vernunft in wahnsinnigen Zeiten?

2025, Oktober 5.

Was die Leute so sagen… Gedankensplitter

Von Eldad Stobezki

Der in Tel Aviv aufgewachsene und seit viel Jahren in Frankfurt lebende Autor versucht, mosaikartig die davoneilende Zeit durch Alltagsbeobachtungen und Erinnerungen an Gespräche festzuhalten und die Verbindungen zu seinen Freunden in Israel nicht abreißen zu lassen…

Musik war das Thema, über das ich bei einem festlichen Essen mit meiner Tischnachbarin sprach. Johann Sebastian Bach mag sie nicht und bemerkte: „Seine Musik ist konstruiert.“ Darüber wollte ich nicht mit ihr diskutieren.
Bach sei zu „mathematisch“ sagte mir vor Jahren ein Klarinettist in Israel, mit dem ich in meiner Jugend zusammen musiziert habe.

Verkehrte Welt? Der einstige Leipziger Thomaskantor und Komponist Bach würde sich im Grabe umdrehen, Foto: Petra Kammann

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Zum Tod des Ur-Fernsehmenschen Georg Stefan Troller

2025, Oktober 1.

Ein traumwandlerischer Menschenfresser

Von Uwe Kammann

Der Journalist, Dokumentarfilmer und Autor Georg Stefan Troller ist am 27. September im Alter von 103 Jahren in Paris gestorben. Troller, der 1921 in Wien geboren wurde und 1941 in die USA emigrierte, wurde in den 60er Jahren durch sein „Pariser Journal“ in der ARD bekannt. Uwe Kammann* erinnert an den außergewöhnlichen Filmemacher.

Georg Stefan Troller, Foto: © Norbert Schmidt

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Interview mit der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Karin Schmidt-Friderichs

2025, September 30.

Die zukunftsorientierte Brückenbauerin

2019 wurde  die Mainzer Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs (Verlag Hermann Schmidt) als Nachfolgerin von Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung) in das Amt der Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt: Nach Dorothee Hess-Maier (Ravensburger) ist sie die zweite Frau an der Spitze in der Geschichte des 200-jährigen Börsenvereins. Nach der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2025 endet ihre zweite Amtsperiode. Im Interview mit FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann resümiert sie ihre Amtzeit mit den Aufs und Abs und wirft einen Blick auf die Zukunft der Branche. Und sie spricht über die Bedeutung des Friedenspreises, der in diesem Jahr 75 Jahre alt wird.

Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friderichs 2025 blickt positiv in die Zukunft, Foto: Gaby Gerster

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Aufstieg und Fall der Stadt Theben

2025, September 18.

„Anthropolis“ wird wieder am Hamburger Schauspiel gezeigt. Griechische Antike at it’s best.

Ein Gespräch mit dem Autor Roland Schimmelpfennig

Von Simone Hamm

Roland Schimmelpfennig ist Lyriker, Autor von Romanen, Hörspielautor und einer der meistgespielten Dramatiker auf deutschen Bühnen. Sein neustes Buch ist „Sie wartet, aber sie weiß nicht auf wen“, ein düsterer Reigen aus Gewalt und Sex, und manchmal auch aus zarten Gefühlen. Im Herbst wird sein Gedichtband „Bericht von der Mondlandung“ erscheinen. Zuletzt wurde seine Fassung des Nibelungenliedes „See aus Asche“ bei den Wormser Nibelungenspielen gezeigt. Am Schauspiel Hamburg wird seit 2023 überaus erfolgreich „Anthropolis“ aufgeführt.

Der Autor und Dramatiker Roland Schimmelpfennig, Foto: © Adriana Jacome / Verlag S. Fischer

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