home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildende Künste

„Participate NOW!“ – Kunstverein Eulengasse: Ein Ateliergespräch per Zoom mit Andrea Blumör

2020, Mai 14.

Andrea Blumörs Frauen-Porträt-Serie

Im Rahmen des Jahresprogramms „Participate Now!“ des Frankfurter Kunstvereins Eulengasse erläuterte die in Offenbach arbeitende Künstlerin Andrea Blumör in einem Zoom-Gespräch die Hintergründe zur Entstehung ihrer neuen Frauen-Porträt-Serie. Mit ihren Arbeiten wäre die Künstlerin eigentlich gerade auf der größten unabhängigen Kunstmesse Griechenlands in Athen unterwegs. Nun nimmt sie mit anderen Künstlern von Eulengasse auf der digitalen Plattform der Independent Art Fair Athen teil, die am 14. Mai eröffnet, Online-Meetings inklusive. Bericht über ein Zoom-Hintergrund-Gespräch, das im Vorfeld stattfand. Von Petra Kammann

   

Andrea Blumör ©, „Mary Farley“, alias Martha Farlee / Harley / Harvey, Tempera/Öl auf LW, 61 x 40 cm, 2018; Bildschirmfoto: Vládmir Combre de Sena

Weiterlesen

Endlich zu sehen: „en passant – Impressionismus in Skulptur“ im Städel

2020, Mai 9.

Metamorphose der Bewegung und des Lichts

Licht, Farbe, Bewegung, Flüchtigkeit und Statik. Das sind durchaus Themen, die uns gerade beschäftigen. Im Mittelpunkt der Städel-Schau „En Passant“, die ab dem 9. Mai ihre Tore öffnet, stehen insgesamt fünf impressionistische Künstler mit ihren Skulpturen im Mittelpunkt: Edgar Degas (1834–1917), Auguste Rodin (1840–1917), Medardo Rosso (1858–1928), Paolo Troubetzkoy (1866–1938) und Rembrandt Bugatti (1884–1916). Ihnen werden Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Gemälde, Pastelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien des Impressionismus gegenübergestellt, u. a. von Pierre Bonnard, Antoine Bourdelle, Mary Cassatt, Camille Claudel, Henri Matisse, Claude Monet, Auguste Renoir, Giovanni Segantini und John Singer Sargent. Schon beim Flanieren durch die Ausstellung erlebt man die Tiefe der räumlichen Dimension ganz neu, in der Plastik und im Museumsraum selbst, findet Petra Kammann.

Die berühmteKleine 14-jährigen Tänzerin“ (1878/81) von Edgar Degas und Tänzerinnen überhaupt im Zusammenhang mit anderen klassischen Posen in Wachs, Bronze, Öl, Pastell, Kreide, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Wiederbegegnung mit den „Fantastischen Frauen“ in der Schirn

2020, Mai 7.

FOTO-IMPRESSIONEN
von einem Museumsbesuch unter besonderen Bedingungen von Petra Kammann

Die SCHIRN ist ab sofort und sogar auch montags von 10-19 UHR wieder geöffnet. Die attraktive Ausstellung „Fantastische Frauen„, die ursprünglich bereits am 24. Mai beendet gewesen wäre, wird nun bis zum 5. Juli verlängert. Um den Ausstellungsbesuch auch während der Corona-Pandemie sicher zu gestalten, muss die Anzahl der Besucherinnen und Besucher allerdings bis auf Weiteres stark reduziert werden, nicht zuletzt, um den Mindestabstand durch ein neues Wegeleitsystem zu gewährleisten. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in der SCHIRN ist Bedingung. Hat man keine Maske bei sich, kann man eine Einwegmaske an der SCHIRN-Kasse erwerben. Und nun ein paar optische Eindrücke von der neuen Situation…

Lang ersehnt und wieder offen: die Schirn mit der fantastischen Ausstellung der fantasiebegabten surrealistischen Künstlerinnen von Meret Oppenheim über Frida Kahlo bis hon zu Louise Bourgeois

Weiterlesen

Nach einer 7-wöchigen Museumsaskese kommt Bewegung in die Szene

2020, Mai 4.

Bewegte Zeiten – Bewegte Kleider

Momentan müssen wir auf viele liebgewonnene Gewohnheiten verzichten. Dazu gehörte bis heute auch der Besuch von Ausstellungen, die inzwischen längst aufgebaut, nicht aber eröffnet werden konnten. Es war ein Stück wiedergewonnener Freiheit, als wir nach der Zeit der Museumsschließungen heute nicht nur die Journalistenkolleg/innen wiedertreffen, sondern auch  eine real existierende Ausstellung im Historischen Museum „Bewegte Kleider“ wieder mit eigenen Augen anschauen zu können. Eine detaillierte Besprechung folgt. Ein kleiner Überblick von Petra Kammann

Beitrag aus dem Stadtlabor „Das bewegte Kleid“, Historisches Museum; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Re-Opening der Luminale im Ausstellungsraum Eulengasse mit LALELUNATIC

2020, Mai 3.

Der digitale „Mann im Mond“ – Ein spannendes Vexierspiel

LALELUNATIC (oder: in Betrachtung des Mondes) von Jens Schrader & Uwe Wenzel

Irritierender Blick in den Spiegel

Eigentlich war das multimediale Werk von Jens Schrader für die diesjährige Luminale im März, die  Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung, gedacht. Jedoch wurde am Tag der Eröffnung dieses spektakulären Lichfestivals, die Luminale wegen Corona-Ansteckungsgefahr abgeblasen. Der Frankfurter Kunstverein Eulengasse macht das multimediale Werk nun aber vom 07. bis 21.05.2020 für das Publikum noch einmal zugänglich. Darauf freut sich Petra Kammann

Weiterlesen

KRAFT – Eine virtuelle Mitgliederausstellung des Oberhessischen Künstlerbundes e.V. Giessen (OKB) mit Fotografien von Paulina Heiligenthal

2020, April 30.

Energien und Kräfte – vielschichtige Zeichen des Aufbruchs

Nicht allein die Mainmetropole Frankfurt ist von der Schließung der Ausstellungen und Museen während der Corona-Krise betroffen, auch das Umland. So hat die Stadt Wetzlar, wo am 20. März eine spannende Gruppen-Ausstellung unter dem Oberthema „KRAFT“ eröffnet worden wäre, die Schließung aller Museen und Ausstellungen verfügt. Die beteiligten Künstler beschlossen daraufhin, ihre Energien in eine erweiterte und intensivierte Online-Präsentation zu stecken. Herausragend fand Petra Kammann die auf dieser Plattform präsentierten Fotoarbeiten von Paulina Heiligenthal, die unter ungewöhnlichen Umständen entstanden sind.

Paulina Heiligenthal,Behbahan, Iran„, 2019, 40 x 60 cm auf Büttenpapier Weiterlesen

Museum Giersch der Goethe-Universität unter neuer Leitung

2020, April 28.

FEULLETONFRANKFURT GRATULIERT!

Zum 1. Mai 2020 hat das Museum Giersch der Goethe-Universität eine neue Leitung: Direktorin wird die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Sander, die das Haus bisher kommissarisch geführt hat. Der bisherige Direktor Dr. Manfred Großkinsky war Ende 2019 in Ruhestand gegangen. 

Dr. Birgit Sander ;Foto: Uwe Dettmar

Weiterlesen

Der Zauber der Langsamkeit – Was macht Willy Puchner in Coronazeiten? Ein FeuilletonFrankfurt-Interview

2020, April 15.

Aus dem Reservoir der Vergangenheit schöpfen

← Willy Puchner ist Fotograf, Zeichner und Autor. Seit 1978 ist er freischaffend tätig, außerdem macht er etliche Ausstellungen, hält Vorträge und gibt Workshops im In- und Ausland.
Sämtliche Abbildungen: ©Willy Puchner

 

Puchner hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. „Die Sehnsucht der Pinguine“ (1992), „Tagebuch der Natur“ (2001), „Illustriertes Fernweh“ (2006), „Die Welt der Farben“ (2011), „Unterwegs, mein Schatz“ (2015), „Fabelhaftes Meer“ (2017) und „Willys Wunderwelt“ (2019). Seine Beiträge findet man in Zeitungen und Magazinen (u. a. in GEO, mare, Life, Stern, Wiener Zeitung). Seit 2009 erscheinen regelmäßig seine Zeichnungen, Texte und Collagen in der FAZ mit dem Titel „Puchners Farbenlehre“. Wie ergeht es dem Reisenden und Weltenerkunder in Corona-Zeiten?
Für diese und andere Fragen interessierte sich Petra Kammann.

Weiterlesen

Das Osterlamm – Ein besonderer Brauch und ein Symbol des Lebens

2020, April 12.

Anschauungen zu Ostern 2020

von Petra Kammann

Das Schaf gilt seit jeher als Symbol des Lebens. Es bietet uns Speis und Trank (Milch, Käse, Fleisch), Kleidung, (Leder, Fell und Wolle) und Dach (Zelt), es liefert Material für die Herstellung von Trommeln, Hornblas- und Saiteninstrumenten, und wegen der guten Beziehungen zur Gottheit hat es sich in jüdisch-christlicher Tradition als Opfertier bewährt. So aß man traditionellerweise zum Pessach-Fest im Familienkreis ein Lamm in Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Diese Tradition wurde von den Christen später übernommen. Da markiert das Lamm das Ende der Fastenzeit und das Wiederaufstehen des Lebens. Aber auch in der Geschichte der Malerei spielt das österliche Lamm keine unbeträchtliche Rolle, ganz besonders aber in dem berühmten Genter Altar der flämischen Meisters Jan van Eyck, der „das Lamm Gottes“ als Mittelpunkt seiner Bildkomposition geschaffen hat. Jahrelang wurde der berühmte Flügelaltar restauriert.

Detail aus: “Die Anbetung des mystischen Lammes” nach der Restaurierung, Genter Altar in der Kathedrale (c) Art in Flanders vzw, foto KIKIRPA, www.lukasweb.be

Weiterlesen

Lothar Schirmer über obdachlose Bücher, die Absage des Sachbuch-Preises undund…

2020, April 5.

„Alles, was jetzt nicht sichtbar wird, ist enttäuschend und auch existenzgefährdend für uns Verleger und unsere Autoren“

„So stehen unsere Bücher nun als Obdachlose vor verschlossenen Türen“ – mit diesem „offenen Brief an unsere Freunde im Buchhandel“ hatte sich Lothar Schirmer in der vergangenen Woche zu Wort gemeldet. Das war für Christian von Zittwitz, den Herausgeber des Branchenmagazins Buchmarkt, Anlass, bei dem Münchner Verleger Lothar Schirmer noch einmal nachzufragen:

Lothar Schirmer (rechts) auf der Frankfurter Buchmesse 2019, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen