Heute möchte ich Sie auf eine inspirierende Bilderreise in die Lagunenstadt einladen. Eine Reise in die grünen Gärten Venedigs. In die Giardini, 1807 von Bonaparte angelegt. Zur Architekturbiennale 2025. In diesem Jahr unter dem Thema „Intelligenz. Natürlich. Künstlich. Kollektiv.“ Und ins Arsenale, den historischen Komplex ehemaliger Schiffswerften. Seine restaurierten Hallen bieten spektakuläre Räumlichkeiten für abwechslungsreiche Ausstellungsprojekte. Herzlich willkommen!
Das Arsenale empfängt und begrüßt die Besucher mit fröhlichen handbestickten Leinenflaggen – Naturmaterialien sind angesagt
Auf der Suche nach dem Leben – weiterer Höhepunkt im Jubiläumsprogramm
Von Hans-Bernd Heier
Louise Nevelson zählt zu den bedeutendsten Bildhauerinnen der US-amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Mit ihren monumentalen Assemblagen prägte sie ab Mitte der 1950er-Jahre maßgeblich die US-Kunstszene und gilt als Pionierin der Installationskunst. Das Museum Wiesbaden rückt in der faszinierenden Ausstellung „Louise Nevelson. Die Poesie des Suchens“ jetzt erstmals ihr weniger bekanntes Collagenwerk in den Fokus. Arbeiten der vielseitigen Bildhauerin und Malerin, die durch ihre Teilnahme an der Biennale in Venedig (1962) sowie der Documenta in Kassel (1964 und 1968) internationale Anerkennung erlangte, waren bereits früher im Landesmuseum zu sehen.
Frieda Günzel mag es, Geschichten zu erzählen. Und das auf verschiedene Weise. Beobachten, schreiben und das Umsetzen innerer Prozesse in bewegte Bilder sind ihre Leidenschaft. Im Laufe der Zeit hat sie dazu mehrere Techniken erworben wie zunächst das Herstellen von Printmagazinen im Rahmen ihrer medienwissenschaftlichen Ausbildung an der Universität Siegen. An der Universität Hannover wiederum schloss sie in der Klasse Fernsehjournalismus und Dokumentarfilm ihr Studium mit dem Master of Arts ab. Heute liebt die freischaffende Videografin, die auch als TV-Redakteurin bei der Kindernachrichtensendung logo! (KiKA) praktizierte, vor allem Projekte, die ein intermediales Arbeiten und verschiedene Herangehensweisen erlauben. Und wer würde sich besser dazu eignen als Künstler und Künstlerinnen, die im Film manchmal nur durch eine Geste, einen Halbsatz oder einen Blick offenbaren, was das Geheimnis des Kreativen ist? Für FeuilletonFrankfurt stellt Frieda Günzel Kunstschaffende verschiedener Generationen aus Frankfurt und RheinMain vor. Zum Auftakt einer Reihe hier ein filmisches Porträt der Frankfurter Künstlerin Rachel von Morgenstern. Film ab!
Natürlich ist die Freude groß, dass das Filmforum Höchst bereits Ende Oktober und damit vor seinem 50. Geburtstag gleich mit zwei Kinopreisen für die Programmarbeit am Standort Höchst geehrt wurde: am 17. Oktober wurde dem Filmforum der Kinopreis in der Alten Oper vergeben und am 25. Oktober der Kinemathekenpreis in Berlin. Interessant aber auch das aktuelle Novemberprogramm
Das Filmforum Höchst wurde beim Hessischen Film-und Kinopreis Kinopreis in der Alten Oper ausgezeichnet, li: die Verantwortliche Sabine Imhof
Visionen vom idealisierten und real fragilem Körper
von Petra Kammann
Wer sind wir? Wie verletzlich sind wir? Die Reise durch die Geschichte der Bilder vom Körper ist schlicht faszinierend, zumal der zunehmend wissenschaftliche Blick ins Innere unseres Körpers uns vor neue Fragen stellt. Im Entrée des Frankfurter Kunstvereins scheint die Welt noch heil zu sein, wenn uns zunächst die antike Kroisos-Kouros-Statue – eine zwei Meter hohe, männliche Figur aus archaisch-griechischer Epoche (530 v. Chr.) – ins Auge sticht. Der Blick des jungen edlen Mannes in idealtypischer Gestalt ist in die undefinierbare Ferne oder auf seine Zukunft als Held gerichtet. Auf den weiteren Etagen des Hauses geht es dann ans „Eingemachte“: ins Innere, ins Austauschbare, ins Fragile, ins Ritualisierte und ins Imaginierte des Körpers…
Von diesem „perfekten“Jüngling“ Kouros – eine Leihgabe aus der Antikensammlung der Goethe-Universität – werden Sie im Kunstverein empfangen, Foto: Petra Kammann
Kontrolle abgeben und sich vom Material leiten lassen
Von Hans-Bernd Heier
Die neue Sonderausstellung im Museum Reinhard Ernst (mre) präsentiert den Dialog der Arbeiten von drei zeitgenössischen Künstler:innen mit Helen Frankenthalers großartigem Werk: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess haben teilweise bisher nicht gezeigte Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Reinhard Ernst ausgewählt und eine gemeinsame Hängung mit ihren eigenen Werken in Szene gesetzt. Die Schau lädt dazu ein, die faszinierende Wirkung dieser wegweisenden Malerin im Dialog mit drei herausragenden abstrakten Positionen der Gegenwart zu erleben.
Hat einer dreißig Jahr vorüber, so ist er schon so gut wie tot.
Etwas augenzwinkernd zweckentfremdend rufen wir dem Zitat aus dem berühmten Wissenschaftsdisput des zum rebellischen Baccalaureus avancierten Faust-Schülers mit Mephistopheles (Goethe, Faust II, 2. Akt) unser entschlossenes ad multos annos! entgegen und gratulieren dem Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main gemeinsam mit dem zum Festakt am 1. November 2025 erschienenen zahlreichen Publikum zum 30. Geburtstag!
Clubpräsidentin Uta Friedlein eröffnet den Festakt; Foto: Kester Kuhlmann
Schon ganz bald ist es soweit. Am kommenden Samstag, den 1. November 2025, geht es rund in der Frankfurter Villa Merton, dem Sitz des Union Clubs im feinen Frankfurter Diplomatenviertel. Da wird es zwischen 14:00 und 19:30 Uhr eine Charity-Kunstaktion zugunsten des Mädchenbüros Milena e.V. geben. Und das mit Werken von so renommierten Künstlerinnen wie Christiane Feser, Barbara Klemm, Gabriele von Lutzau, Felicitas von Lutzau, Sandra Mann, E. R. Nele, Anna Nero und Eva Weingärtner. Das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen…
30 Jahre ZONTA-Club Frankfurt II Rhein-Main. Anlass, Gutes zu tun und zu feiern und mitzubieten
Frankfurt leuchtet. In der 29. Etage des neues Towers FOUR 1, im Entrée der großen Anwaltskanzlei Freshfields, wird man in luftigen Höhen mit Blick auf die Stadt von einem Kunstraum empfangen. Dieser ungewöhnliche Raum wurde gestaltet von der international angesehenen und multidisziplinär arbeitenden Konzeptkünstlerin Jorinde Voigt, deren Arbeiten in zahlreichen renommierten Sammlungen zu sehen sind wie etwa im New Yorker MoMA, im Centre Pompidou Paris, im Art Institute of Chicago, in der Pinakothek der Moderne in München, im Kunsthaus Zürich, im Istanbul Modern, im Kupferstichkabinett Berlin oder der Kunsthalle Praha. Die „Gefaltete Zeit“ nennt sie das in Frankfurt entstandene Ensemble.
Der organisch geschwungene Empfangsdesk der Anwaltskanzlei Freshfields im neuen Four, Foto: Petra Kammann
Die Sammlerin selbst: offen für die Fragen der Zeit und der Menschen
Von Petra Kammann
Unter dem Titel „Die Zeit hat kein Zentrum“ präsentiert die Crespo Foundation erstmals eine umfangreiche Auswahl mit rund 130 Werken aus der privaten, mehr als 800 Werke umfassenden persönlichen Kunstsammlung der Stiftungsgründerin, Fotografin und Psychologin Ulrike Crespo (1950–2019), angefangen von der Malerei über Zeichnungen und Skulpturen bis hin zur Fotografie und einer Videoinstallation. Die Schau spiegelt Crespos künstlerische Leidenschaft und ihren so individuellen offenen Blick auf die Welt wider: das Wahrnehmen, Erinnern und Aufbewahren von Zeitschichten in Artefakten, in „geprägte(n )Formen, die lebend sich entwickel(t)n„, wie Goethe es in Urworte. Orphisch nannte.
Wenn Sie diese Treppe hinuntergehen, treten Sie ein in Ulrike Crespos Kunstwelt und entdecken die Zeit in ganz unterschiedlichen Ausprägungen, Foto: Petra Kammann