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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Kultur regional / Rhein Main

„Briefe ohne Unterschrift“ im Frankfurter Kommunikationsmuseum

2021, Mai 5.

„DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ – Hetzsendung oder Ventil für Alltagsnöte?

Von Hans-Bernd Heier

Die BBC strahlte von 1949 bis 1974 im Hörfunk die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“ aus. Diese war fester Bestandteil der Nachrichtensendung „Programm für Ostdeutschland“. DDR-Bürger*innen konnten in anonymen Briefen ihre Alltagsnöte und -sorgen schildern, aber auch unzensiert ihre Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und Entwicklungen äußern. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) stufte das Programm schnell als Hetzsendung ein, mit der der Westen die „politisch-ideologische Zersetzung der DDR-Bürger“ voranzutreiben versuchte. Entsprechend rigoros ging das MfS gegen die Briefeschreiber*innen vor, wenn diese dekuvriert wurden. Das Museum für Kommunikation Frankfurt greift die spannungsgeladene Zeit in der tief beeindruckenden Schau „Briefe ohne Unterschrift – DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ auf.

Mit diesem Hingucker an der Fassade wirbt das Kommunikationsmuseum für die Schau; © Studio IT’S ABOUT; Foto: Hans-Bernd Heier

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4. Lichter Filmfest Frankfurt International

2021, April 28.

„2021 Bestes Regionales Programm aller Zeiten“

von Renate Feyerbacher

Wieder ein Kino-Ereignis. Das Lichter Filmfest, das seit 2008 immer aufs Neue im Frühling die Filmfreunde in die Frankfurter Kinos und in die der Umgebung lockt, ist zwei Wochen lang nur digital zu erleben. Einen Hoffnungsschimmer gibt es später dann für „Open Air“ mit Höhepunkten aus dem Festivalprogramm. Mal seh’n, was Corona zulässt.

Das Plakat zum diesjährigen Lichter Filmfest

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Vielseitige multimediale Angebote als Appetizer – Kunstgenuss bei virtuellem Museumsbesuch

2021, April 26.

Mit MuWi App auf digitale Entdeckungs-Tour im Museum Wiesbaden

Von Hans-Bernd Heier

So viel Kunst im Internet war nie! Vorbildlich sind die Online-Auftritte von Städel und Liebieghaus gestaltet. So wirbt das Museumshaus schon jetzt mit einem Digitorial®live für die Blockbuster-Schau „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“, ab dem 6. Oktober 2021 in Frankfurt zu sehen. Da können Surfer vorab schon in die innovative Bildwelt des Meisters der Hell-Dunkel-Malerei eintauchen. Aber auch andere Kunsthäuser haben ihre Auftritte im Netz attraktiv und meist kostenfrei ausgebaut, wie beispielsweise das Museum Wiesbaden. Hochkarätige Artefakte werden da zwar in mühevoll erarbeiteten Sonderausstellungen präsentiert – jedoch in Sälen ohne Besucher. Um Kunstinteressierte wenigstens virtuell am Genuss der erlesenen Exponate teilhaben zu lassen, haben die meisten Museen ihre Multimedia-Angebote inzwischen beträchtlich erweitert.

Startseite des Audioguides mit Mackes Hauptwerk „Der Seiltänzer“ (Detail) aus dem Kunstmuseum Bonn; ©Museum Wiesbaden

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„Salon kontrovers: Briefe – Schreiben und Lesen“ mit Nelly Sachs und Paul Celan im Holzhausenschlösschen

2021, April 23.

Korrespondenz(en) zwischen Paris und Stockholm und ein Blick hinter die Kulissen einer virtuellen Lesung

Von Petra Kammann

„Wir wollen uns weiter einander die Wahrheit hinüberreichen“, heißt es im Holzhausenschlösschen. Da wurde die Lesung für „Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“, konzipiert von der Frankfurter Autorin Hanne Kulessa, aufgezeichnet, um sie dem derzeit abwesenden Publikum nahezubringen. Birgitta Assheuer und Thomas Hupfer lesen den intensiven und wachsend innigen Briefwechsel, den zwei Dichter mit ähnlichen Schicksalen im Exil von 1954 bis 1969 unterhielten – die seit 1940 in Stockholm lebende Nelly Sachs und der seit 1948 in Paris lebende Paul Celan. Kurz nacheinander starben 1970 die beiden großen Dichter der Weltliteratur. Celan hatte sich bereits am 20. April in Paris das Leben genommen, und am 12. Mai starb die kranke und geschwächte Nelly Sachs in Stockholm.

Begehrter Veranstaltungsort : Das Holzhausenschlösschen im Frankfurter Nordend; Foto: Petra Kammann

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Kino auf Distanz. Das 21. Festival des mittel- und osteuropäischen Films goEast

2021, April 20.

Filme, die (eigentlich) auf die große Leinwand gehören

Von Renate Feyerbacher

Es ist nun schon das zweite Mal, dass goEast, das Festival des mittel- und osteuropäischen Films, zum Kino auf Distanz wird. Die lebendigen Rituale des Eröffnungsabends sowie der Preisverleihung im prächtigen Wiesbadener Filmtheater Caligari fallen aus. Der direkte Kontakt mit den Filmschaffenden und die Feiern danach fallen weg. Begegnungen und Gespräche fehlen. Früher wurden etwa 12.00 Gäste und Fachpersonal erwartet.

Plakat des diesjährigen goEast-Festivals ©goEast 

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Ein Blick zurück und voraus: Dieter Rams und Otl Aicher – Die Gestalter einer besseren Welt

2021, April 19.

Eine aktuelle Ausstellung im Museum Angewandte Kunst und ein Bildband zur Rotis-Entwicklung

Von Uwe Kammann

Einer der Design-Klassiker: Der „Schneewittchensarg“, Die radio-Phono-Kombination „SK 4” von Dieter Rams und Hans Gugelot; Foto: Dieter und Ingeborg Rams Stiftung

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Daniel Canogars „Latencies“ in der Galerie Anita Beckers

2021, April 16.

Geniale Ingenieurin Natur 

Symbolisch leuchtet die Pandemie aus den Objekten des hispano-amerikanischen Künstlers Daniel Canogar, der die Schnittstellen und Übergänge zwischen virtuellen und realen Welten untersucht und in abstrakten Animationen auf flexiblen LED-Bildschirmen einfängt.

In diesem Leuchtteppich von Conegar sammeln sich die Informationen über den weltweiten Niederschlag; Foto: Petra Kammann

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„GRÜNER HIMMEL, BLAUES GRAS. Farben ordnen Welten” im Weltkulturen Museum

2021, April 14.

Die kulturelle Bedeutung der Farben

Von Hans-Bernd Heier

In der japanischen Dichtung wird der Himmel bisweilen als „grün“, das Gras dagegen als „blau“ beschrieben. Das Weltkulturen Museum hat sich von dieser poetischen Formulierung bei der Wahl des neuen Ausstellungstitels inspirieren lassen. Unter dem irritierenden Leitthema „GRÜNER HIMMEL, BLAUES GRAS. Farben ordnen Welten” versammelt die spektakuläre Schau rund 200 aus den reichhaltigen Sammlungen des Weltkulturen Museums, die die kulturelle Bedeutung der Farben beleuchten.

Armring (Detail); Federn, Rindenbast, Palmblatt und Baumwolle. Kayapó Txukarramãe, Pará, Brasilien; gesammelt von Luiz Boglar, 1988. Sammlung Weltkulturen Museum; Foto: Wolfgang Guenzel

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Herzlichen Glückwunsch, lieber Emil! FeuilletonFrankfurt gratuliert dem Frankfurter Jazz-Musiker Emil Mangelsdorff zu seinem 96. Geburtstag

2021, April 11.

Emil Mangelsdorff und die Freiheit der Jazz-Improvisation

Das Geburtstagsgeschenk vom Holzhausenschlösschen kommt wegen der Pandemie nun ein paar Tage später, wenn der Frühling schon weiter fortgeschritten ist, und die Besucherinnen und Besucher des Parks unter Einhaltung der Hygieneregeln ein Live-Jazz-Konzert vom Park aus erleben können und das bei freiem Eintritt. Mit den Fensterkonzerten greift die Frankfurter Bürgerstiftung unter dem Motto „Türen zu? – FENSTER AUF!“ die Idee der Balkonkonzerte des ersten Lockdowns auf. Am Montag, 3. Mai 2021 – 19.30 Uhr  spielt das Emil Mangelsdorff-Quartett & his Friends aus den beleuchteten Fenstern des Holzhausenschlösschens heraus und bringt den Holzhausenpark zum Swingen.

Der Vollblut-Musiker Emil Mangelsdorff

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Allen Hasen und Häsinnen ein frohes Osterfest !

2021, April 4.

Von Redensarten, Brauchtum und Kunst

Der Hase ist bei uns der Star mit einer durchaus langen Geschichte. Seit rund 300 Jahren hoppelt dieses mythologische Tier durch unsere Oster-Geschichten. Sorgen in Frankreich ( außer im Elsass) die Kirchenglocken für die zu suchenden Geschenke, so sind es bei uns die Hasen, die sich zu Ostern im Gras mit den Eiern verstecken. Die Hasen backen Küchlein, die Hasen backen Eier, die Hasen backen Brot, heißt es. „Der eine fängt den Hasen, der andere isset ihn zu Ostern“, lautet ein Sprichwort. Da liegt der Hase nämlich schon im Pfeffer, im Hasenpfeffer, wo denn sonst? Darf ich vorstellen? „Mein Name ist Hase“.

Ein Hase ist ihm über den Weg gelaufen oder war es eine Häsin? Ist Gefahr im Verzug? Da muss der Meister der Tarnung mal nachdenken…; Foto: Petra Kammann

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