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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Buch und Literatur

Auf Hölderlins Spuren – Besondere Texte poetischen Fotos gegenübergestellt

2020, März 26.

Was aber bleibet…

Das „Duo Wanderer“ Klemm-Hölderlin

Das Hölderlin-Denkmal in Lauffen am Neckar wurde dem Text „Lebenslauf“ zugeordnet. Alle Fotografien der abgebildeten Doppelseiten: Barbara Klemm

Hölderlin in Lauffen, wo er am 20. März 1770 zur Welt kam, Hölderlin in Nürtingen, wo er aufwuchs, Hölderlin als Schüler im Kloster Maulbronn, als Student im Tübinger Stift, dann Begegnung mit Fichte und Schiller in Jena, Hölderlin als Hauslehrer in Frankfurt, glückselig in Bad Driburg, bei Sinclair in Bad Homburg, dort auch Bibliothekar, und immer wieder der Hauslehrer an Orten, wo er die Sprösslinge wohlhabender Familien unterrichten muss: der Schweiz, in Bordeaux, Bibliothekar in Homburg …

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literaTurm Frankfurt RheinMain 2020 – Nach 10 Jahren down to earth? Dafür mit Ausstrahlung

2020, März 23.

Vom Ende der Gereiztheit zur großen Abkühlung?

Ausgehend von den Leuchttürmen Frankfurts, den Hochhäusern, aus deren oberster Etage Weitblick garantiert ist, hätte in seinem 10. Jubiläumsjahr heute das Lesefestival LiteraTurm 2020  (23. bis 29. März) in der Deutschen Nationalbibliothek feierlich eröffnet werden sollen. Da die geplanten Veranstaltungen mit über 100 Autoren ausfallen müssen, holt hr2-kultur nun einen Teil des Programms ins Radio und ins Netz.

Hochhausspitzen der Frankfurter Skyline, von dribbdebach aus, Foto: Petra Kammann

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Caricatura zeigt „F.W. Bernsteins Grafisches Trainingslager an der Eider. Das kann ja heiter werden“

2020, März 10.

Witz trifft auf Ernsthaftigkeit, Komik auf Sinn und Unsinn

von Hans-Bernd Heier

Bei den jährlichen Treffen der „Postkarten-Connection der Rendsburger Zeichnerei von 1990 bis heute“ sind zahllose Postkarten entstanden – alles Unikate. Unter dem Titel „F.W. Bernsteins Grafisches Trainingslager an der Eider. Das kann ja heiter werden“ zeigt das Caricatura Museum aus Anlass des 30. Geburtstags dieses erfolgreichen Workshops eine amüsante Auswahl von gezeichneten Postkarten. Im „F.W. Bernstein-Kabinett“ des Museums sind 260 ausgewählte Karten von 62 Zeichner/innen in Petersburger Hängung versammelt.

Den Ende 2018 verstorbenen F.W. Bernstein ehrt das Museum mit 40 gezeichneten Postkarten; Foto: Bernd Heier

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„Digital Romantic“ zur Luminale 2020 am Deutschen Romantik-Museum

2020, März 6.

Der Lichtkünstler Robert Seidel inszeniert die Fassade des künftigen Deutschen Romantik-Museums

Die Gerüste am Großen Hirschgraben 17–21 sind verschwunden und somit ist der Blick frei auf die Fassade des Deutschen Romantik-Museums, das hier 2021 eröffnen wird. Zur Luminale 2020 wird der in Berlin lebende Künstler Robert Seidel diese Fassade inszenieren. Die Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung markiert dabei den Beginn einer Reihe von Veranstaltungen bis zur Eröffnung des neuen Museums, das hier 2021 eröffnen wird.

Das künftige Romantik-Museum neben dem Goethehaus, Foto: Petra Kammann

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Das Museum als Möglichkeitsort? „Ingrid Godon: Ich wünschte“. Openhouse. im Museum Angewandte Kunst

2020, März 4.

Museum für alle und immer? Umdenken? Neudenken? Oder einfach einmal Innehalten…

Petra Kammann über Ich wünschte, ich denke, ich sollte

Der Virus geht um und zwingt Großveranstaltungen wie die Frühjahrsbuchmesse in Leipzig, die Buchmesse in London, die ITB in Berlin abzublasen. In Paris wurde sogar der ständig bestens besuchte Louvre geschlossen. Natürlich sind auch andere Museen betroffen. In Frankfurt  hat sich – allerdings nicht als Reaktion auf die aktuelle Lage –  ein Museum die Frage gestellt, wie man ein Haus auch anders bespielen kann als mit dem schlichten Ausstellen von Kunstwerken. Es wurde gewissermaßen leergeräumt, um performativen Experimenten Raum zu geben, die persönliche Befindlichkeiten ausdrücken. Dabei war Ausstellungskurator Thomas Linden auf eine besondere belgische Illustratorin gestoßen: Ingrid Gordon, deren anrührende Figuren als Projektionsfläche für unterschiedliche sinnliche Erfahrungen dienen. Normalerweise passen ihre Zeichnungen zwischen zwei Buchdeckel, im Museum Angewandte Kunst werden sie in der Ausstellung „Ingrid Godon. Ich wünschte“ raumgreifend in Szene gesetzt und fordern Kreative aus der Umgebung zu Reaktionen heraus.

Beim Eingang in die Ausstellung kann man sich der Verlorenheit des Blickes dieses – von Ingrid Godon gezeichneten – Jungen nicht erwehren, Alle Fotos: Petra Kammann

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Frankfurter Kultureinrichtungen – Eine kleine Statistik

2020, Februar 28.

Zahlenspiele der Kultur

Von Uwe Kammann

Noch ganz am Anfang der Debatte über die Sanierung der Städtischen Bühnen rief eine Dame im unteren Rund der Paulskirche in großer Lautstärke: „Das ist ja barbarisch“. Was sie so empörte? Dass jemand es gewagt hatte, die veranschlagte Fast-Milliarde für Oper und Schauspiel in Frage zu stellen. Bei Kulturausgaben, so befand die Zwischenruferin, dürfen Kosten keine Rolle spielen. Überhaupt. Da verbiete sich jede Zahlenangabe, auch, was Besucherfrequenzen betreffe.

Die Rotunde der Schirn Kunsthalle, Alle Fotos: Petra Kammann

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Zum Tod von Ror Wolf

2020, Februar 21.

Ein Nachruf

von Hans Burkhard Schlichtung

Sich breitmachende Erzählgemütlichkeit, schlichte Illusionen, Heilsbotschaften und Worte zur Lage der Nation lagen ihm nicht. Ror Wolf, der am 17. Februar dieses Jahres gestorben ist, hat hierzulande nie zu den meinungsbildenden Autoren gehört, sondern auf andere Weise literarische Maßstäbe gesetzt.

Der Schriftsteller Ror Wolf am 26.02.2008 in seiner Wohnung in Mainz. Der 75-jährige erhält 2008 den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Die erstmals mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde Wolf für sein bisheriges Werk verliehen. Foto: Uwe Anspach dpa, zur Verfügung gestellt vom Verlag Schöffling & Co, Kaiserstra§e 79, 60329 Frankfurt am Main

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„Beste Beste Bilder – Die Cartoons des Jahrzehnts“ im Caricatura Museum

2020, Februar 16.

Höhen und Tiefen der letzten Dekade humorvoll und pointiert aufgespießt

Von Hans-Bernd Heier

Cartoonistinnen und Cartoonisten erweisen sich regelmäßig als scharfe Chronisten: Ihre Arbeiten spiegeln Höhe- und Tiefpunkte, Skandale sowie den herrschenden Zeitgeist wider – und das mit den Mitteln von Nonsens, pointierter Kritik und beißendem Humor. Unter dem Titel „Beste Bilder“ versammelt der Lappan-Verlag seit 2010 die treffsichersten Cartoons des Jahres von Deutschlands bekanntesten Cartoonisten in einer Buch-Reihe. Das Caricatura Museum Frankfurt würdigt dieses zehnjährige Jubiläum mit der großartigen Sonderschau „Beste Beste Bilder – Die Cartoons des Jahrzehnts“.

© Gerhard Haderer (aus: Beste Bilder – Band 7, 2016)

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Neujahrsempfang der Frauennetzwerke zu Gast in der Goethe-Universität und ein neuer Preis: das Women in Technology Scholarship

2020, Februar 11.

Zum 16. Mal haben sich in diesem Jahr Ende Januar die Frauennetzwerke, der Zonta Club II Frankfurt Rhein Main und der Soroptimist International Club Frankfurt Vision, zu einem Neujahrsempfang auf dem Campus Westend der Goethe-Universität getroffen, um spannende aktuelle Themen zu diskutieren. Auf dem Programm stand nicht nur ein Beitrag der Leibnizpreisträgerin 2018, Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln, zum Thema „Frauen und (Erwerbs-) Arbeit. Die Zonta Clubs Frankfurt verliehen darüberhinaus erstmalig einen Förderungspreis, das Women in Technology Scholarship (WIT).

v.l.n.r.: Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin Goethe-Universität; Dagmar Nourney, Präsidentin Club Soroptimist Frankfurt-Vision, Louise Gerischer, Vizepräsidentin Zonta Club Frankfurt am Main; Dr. Gerolf Ziegenhain, DFS Deutsche Flugsicherung GmbH; Dr. Iuliia Pliushch, WIT Preisträgerin; Prof. Dr. Visvanathan Ramesh, Goethe-Universität; Katrin Lowitz, Präsidentin Zonta Club Frankfurt II Rhein-Main, Fotos: Kathrin Dassel

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10 Jahre DFG-Preis – Staffelübergabe an die künftige Generation

2020, Februar 7.

„Sous les yeux de Charlemagne et ses copains“

Ein denkwürdiger Tag vor der Nacht des Brexit. Bekräftigung der deutsch-französischen Freundschaft

von Petra Kammann

Pünktlich zum britischen EU-Exit wurde am 31.1. der 10. DFG-Preis an die besten Französisch-Schüler aus dem Grund- und Leistungskurs aus Frankfurt und Umgebung unter der Schirmherrschaft der französischen Generalkonsulin Pascale Trimbach und „sous les yeux de Charlemagne et ses copains“ (O-Ton Bürgermeister Becker) verliehen, der seine Ansprache in Teilen auf Französisch hielt. Einigkeit herrschte im Kaisersaal des Römer darüber, dass die Deutsch-französische Freundschaft leben möge.

Die Spannung im Kaisersaal ist groß, für Schüler, Eltern und Lehrer. Wer bekommt den Preis? Fotos: Petra Kammann