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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Buch und Literatur

Hommage an drei Frankfurter, für die Frankfurt zu ihrer Wirkstätte wurde: Petra Roth, Arno Lustiger und Lothar Ruske

2024, Mai 12.

Ehre wem Ehre gebührt: Mai-Käfer in der Paulskirche, im Römer und im Jüdischen Museum

von Petra Kammann

Kaum hatten sich am 6. Mai, dem Gedenktag des Holocaust, Frankfurter Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen, Kulturakteure und Akteurinnen in der Paulskirche versammelt, um mit Lesungen ein Zeichen der Humanität gegen die Gräueltaten des 7. Oktobers 2023 in Israel zu setzen, so folgten auch schon Würdigungen dreier besonders engagierter Persönlichkeiten: Am 7. Mai erhielt der Frankfurter Literaturvermittler Lothar Ruske die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt. Am selben Abend fand anlässlich des 100. Geburtstags im Jüdischen Museum eine Hommage an Arno Lustiger in Anwesenheit seiner Tochter, der Schriftstellerin Gila Lustiger, statt. Und schließlich versammelten sich am 9. Mai zum 80ten Geburtstags der ehemaligen Oberbürgermeisterin Petra Roth im Kaisersaal Politiker aller Couleur, Weggefährten und Familienmitglieder aus Nah und fern.

Hut ab! Frankfurt feiert seine besonderen Bürger und Bürgerinnen, Foto: Petra Kammann

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„Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK“ für Iris Hoppe und deren Ausstellung „Counter Balance“

2024, Mai 11.

Ausloten der Grenzen von Körper, Psyche und Lebensraum

Von Petra Kammann

Zum dritten Mal wurde der „Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK“ bundesweit ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr mit dem Ida Dehmel-Kunstpreis der GEDOK e.V.(Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V) das Gesamtwerk einer Künstlerin, „die in der Auseinandersetzung mit zentralen Themen der Gegenwart und zu herausragenden Ausdrucksformen gefunden hat“. Er ging  an die Multi-Media-Künstlerin Iris Hoppe. Eines ihrer Themen: Ist die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten? Der Sinn für die Balance, den Körper und die Psyche ins Gleichgewicht zu bringen, durchzieht das gesamte Werk der in Köln arbeitenden experimentierfreudigen Künstlerin. In Zeichnungen, Videos, Fotos, Skulpturen und Performances komponiert sie vorgefundene und händisch bearbeitete Materialien in Fläche und Raum, in Bewegung, Handlung und Zeit. Und sie bringt diese mit poetischen Texten und musikalischen Kompositionen ästhetisch in Schwingung.

Exercises on equality von Iris Hoppe 

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Verkehrswende: Denn sie wollen, was sie tun

2024, April 28.

Fahrradfreundliches Frankfurt: ein uneingeschränkter Erfolg?

Von Uwe Kammann

Alles bestens. Jedenfalls dann, wenn es nach dem Frankfurter Verkehrsdezernat und der University of Applied Sciences (UAS) geht. Die dortige Einrichtung mit einer Anfang 2021 von Dennis Knese übernommenen Professur für nachhaltige Mobilität und Radverkehr hat gerade eine von der Stadt 2022 in Auftrag gegebene Studie („Abschlussbericht“) vorgestellt, welche die 2021 begonnene tiefgreifende Umgestaltung des Oeder Wegs nachzeichnet und die Auswirkungen untersucht (so mit Befragungen, Zählungen und Kamerabeobachtungen). Das Ergebnis fällt nahezu uneingeschränkt positiv aus. Die im Zuge einer Mobilitäts-/Verkehrswende angestrebten Ziele seien erreicht worden: auf der nun „fahrradfreundlichen Nebenstraße“ (Nomenklatur der Stadt) herrsche deutlich weniger Auto-, stattdessen mehr Fahrradverkehr, die Aufenthaltsqualität habe sich erhöht, ebenso die Verkehrssicherheit und eine Lärmminderung. Das ganze Ergebnis werde von der Mehrheit der Anwohner positiv beurteilt. Die FAZ kommentierte dies in ihrem Bericht zur Pressekonferenz (25. April) und deren Tenor: Es komme darauf an, wie man es sieht …

 

Neu am Grüneburgweg: ab nach rechts in die Wohnstraße, Foto und alle Fotos; Uwe Kammann

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Wacker; Frankfurt liest ein Buch… und nicht nur eines. Auch LiteraTurm kündigt sich an

2024, April 27.

Florian Wackers“ Frankfurt-Roman „Zebras im Schnee“ mit dem Schwerpunkt des „Neuen Frankfurt“ geht in die zweite Leserunde

Die feierliche Eröffnung des Festivals und die ersten Veranstaltungen sind schon vorbei – Florian Wacker hat im Museum für Kommunikation, im Union Club, in der ehemaligen Großmarkthalle in der heutigen Europäischen Zentralbank in der alten Frankfurter Großmarkthalle und im Literaturhaus Frankfurt gelesen und diskutiert, es gab den Thementag zum Neuen Frankfurt in der Naxoshalle, Musik, Buchvorstellungen, Vorträge etc. im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank, bei Peggy Sue Vintage Sachsenhausen, im Neuen Theater Höchst und an einigen anderen Orten.

Der Autor Florian Wacker im Gespräch mit Verlegerin und Organisatorin Sabine Baumann, Foto: Petra Kammann

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Fünf Stücke aus dem Musikalienschatz Sara Levys in Bad Soden mit dem Ensemble Salon Violet

2024, April 16.
Ein Geiger und ein Bratscher haben bei dem Kannibalen, der sie gefasst hat, jeweils noch einen Wunsch frei: Der Bratscher: Ich möchte noch einmal meine geliebte Bratsche umarmen. Darauf der Geiger: Und ich möchte als Erster sterben…

Der Zauber der Bratsche

Von Christian Weise

„In Sara Levys Salon“ war das Konzert betitelt, das am vergangenen Sonntagabend in Bad Soden im Evangelischen Gemeindehaus stattfand. Francesca Venturi Ferriolo stellte mit ihrem Ensemble Salon Violet fünf Stücke aus dem Musikalienschatz Sara Levys vor. Kurz zuvor hatte die italienische Bratschistin in Baden-Baden beim SW-Kultur die fünf Stücke in einem wunderbaren Aufnahmesaal auf CD aufgenommen.

Die Bratschistin Francesca Venturi Ferriolo, Foto: Christian Weise

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Sir Simon Rattle, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in der Alten Oper

2024, April 9.

Zurück in neuer Mission: Antrittskonzert in Frankfurt

Knapp anderthalb Jahre nach seinem Auftritt mit dem London Symphony Orchestra in Frankfurt stellt sich Sir Simon Rattle am Sonntag, 21. April 2024, um 19 Uhr im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks vor. Seit der aktuellen Spielzeit ist der britische Dirigent wieder bei einem deutschen Spitzenorchester verpflichtet, und wie er sein neues Arbeitsfeld in München definiert, hat er bereits in den ersten Monaten mit einem umfangreichen Programm mit breitem Repertoire gezeigt.

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Über die Veränderung der Zeitungslandschaft in der Ukraine

2024, März 29.

Kebab statt Zeitungen – Vor allem Internet, Frauenillustrierte und Kreuzworträtsel

Eine Recherche von Christian Weise

„Dort im Himmel!“, weist verschmitzt blinzelnd die Zeitungsverkäuferin mit der Hand Richtung Sonne. „Wo kann ich ukrainische politische Zeitschriften kaufen, „NV“, „Korrespondent“, hatte ich sie gefragt. Unweit der Zeugen Jehowas, die „beim Pferd“, also dem Denkmal von König Danylo von Galizien, stehen, verkauft sie seit Jahr und Tag hier Zeitungen.

Zeitungsstand in Lemberg/Lwiw, Foto: Christian Weise

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Frankfurt – eine Stadt im Wandel durch die Augen von Barbara Klemm im Historischen Museum

2024, März 28.

Letzte Blicke in die Ausstellung

60 Jahre lang hat die Fotografin Barbara Klemm, die für die FAZ in der halben Welt unterwegs war und immer auf dem Qui vive war, die Stadt ihres Lebensmittelpunkts in all ihrer Widersprüchlichkeit und Dynamik zwischen Unwirtlichkeit und Gemütlichkeit mit ihrer Kamera und großer Empathie festgehalten: die Aufbruchstimmung der 60er Jahre, das gesellschaftliche Leben mit seinen verkrusteten Strukturen, die Handwerksbetriebe, die Veränderung der Zeil und des Römerplatzes, das Leben der Menschen am Rande der Gesellschaft, am „Wasserhäuschen“, die großen Demonstrationen, die Menschen in den Museen, die Musikstars und die Autoren auf der Internationalen Frankfurter Buchmesse und etliches mehr…

Barbara Klemm führt durch die Ausstellung, Foto: Petra Kammann

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Die 24. lit.Cologne. Das internationale Literturfestival in Köln – Ein Rückblick

2024, März 21.

Die Feier des Vorlesens

von Simone Hamm

Auf der lit.Cologne feiern Schriftsteller, vortragende Schauspieler, zahlende Zuschauer (die Eintrittspreise sind heftig) die Literatur, die Debatten und nicht zuletzt sich selbst. Die 24. lit.Cologne ist mit 185 Veranstaltungen die bislang größte. Sie dauerte vom bis 5. bis 17. März, damit auch einen Tag länger als sonst.

Bernardine Evaristo in der Kulturkirche, Foto: Hieronymus-Roenneper

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Drei orts- und zeitübergreifende Ausstellungen zum Thema Wald

2024, März 15.

Wälder. Von der Romantik in die Zukunft

Drei Museen im Rhein-Main-Gebiet nehmen sich gemeinsam der Wälder an: Das Deutsche Romantik-Museum, das Senckenberg Naturmuseum Frankfurt und das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg. Sie kooperieren in einer großen mehrteiligen Ausstellung. Sie haben sich zusammengefunden, um die Bedeutung und Bedrohung von Wäldern zu thematisieren, ausgehend von der Romantik bis in die Zukunft. Das Thema betrifft uns alle und unsere ökologische wie gesellschaftliche Entwicklung. Aber es macht auch die Kraft des pluralistischen Ansatzes einer Museumskooperation deutlich. Das übergreifende Projekt verknüpft Zugänge aus Wissenschaft und Kunst, Ökologie und Alltag. Mit Exponaten aus den Künsten, der Kultur- und Forstgeschichte sowie den Naturwissenschaften spannt die Schau „Weder“ (16. März bis 11. August 2024) den Bogen von der Epoche der Romantik bis in die Gegenwart.

August Cappelen (vollendet von Johann Wilhelm Schirmer), Sterbender Urwald nach dem Sturm (Urwald im Charakter der Telemark), 1851/52 ©  Museum Zitadelle Jülich, Landschaftsgalerie, Inv.-Nr.2021-0001 (Schenkung Dr. Matthias Bühler), Foto: Bernhard Dautzenberg 

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