home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Alle Artikel zu Bildung · Pisa von innen

Im Zeichen des Krebses: Ein explosives Gemisch – Renate Feyerbacher zum runden Geburtstag

2021, Juni 30.

Renate, die Wiedergeborene, mit den florierenden und seligmachenden Töchtern Flo und Bea

von Petra Kammann

Renate Feyerbacher, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Historisches Museum in Frankfurt a. M. als eines der besten Heimatmuseen Deutschlands ausgezeichnet

2021, Juni 23.

Heimatmuseum des 21. Jahrhunderts

von Petra Kammann

Die im Jahre 2000 vom Hamburger Unternehmer und Mäzen Alexander Otto gegründete Stiftung „Lebendige Stadt“ hat das Historische Museum in Frankfurt am Main als eines der besten Heimatmuseen in Deutschland mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Neben Frankfurt erhielten Anerkennungen das Ostfriesische Teemuseum in Norden (Niedersachsen), das Stadtmuseum in Tübingen und das Porzellanwelten Museum Leuchtenburg in Seitenroda (Thüringen). Preiswürdig waren Museen, die zukunftsorientiert handeln, indem sie die gesellschaftlichen Veränderungen aufgreifen.

Museumsdirektor Dr. Jan Gerchow, Jan Schneider, Stiftungsratsmitglied der Stiftung „Lebendige Stadt“, Dr. Ina Hartwig, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft im Leopold Sondermann-Saal; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

„Lockdown. Kunst und Krise“ im Heussenstamm (Teil 2)

2021, Juni 18.

Kreative Auswege aus Einsamkeit und Distanz

Impressionen von Petra Kammann

Nach langem Hin und Her zeigt sich nun doch noch bis zum 19. Juni ein medial wie thematisch vielfältiges Spektrum künstlerischer Auseinandersetzungen mit den Bedingungen und Folgen des Lockdowns im Frühjahr 2020 im Kunstraum Heussenstamm. Es ist die Folge 2 der Gruppenausstellung „Lockdown. Kunst und Krise“. 46 Künstler und Künstlerinnen aus der lokalen Kunstszene haben sich daran beteiligt. Wie schon im ersten Teil der Ausstellung ziehen sich auch hier einige thematische rote Fäden durch die Ausstellung.

Als die Museen geschlossen waren, ist der Künstler Ivan Murzin mit seinem rollenden Kasten durch die Stadt gefahren und hat urbane und alltägliche Szenen aufgenommen, Foto: Heussenstamm

Weiterlesen

Frankfurt liest Eva Demskis autobiographischen Roman „Scheintod“ und einen Teil der eigenen Geschichte

2021, Juni 17.

„Scheintod“ und ganz lebendig

Von Petra Kammann

Mehrfach verschoben und nun endlich vom 4. -18. Juli 2021 live: „Frankfurt liest ein Buch“ mit vielen Facetten und spannenden Orten. Das Lese-Festival feiert die Autorin Eva Demski, die in der Geschichte um ihren verstorbenen Mann, der als Anwalt das Milieu der Frankfurter Halbwelt und die Terroristenszene vertreten hat, auch der Frage von Liebe, Verrat und Verlust nachgeht. Als er mit 30 starb, lebten sie bereits getrennt. Sie denkt und schreibt sich in seine Welt ein.

Eva Demski – Die Autorin aus dem „Zweistromland“, zwischen Rhein und Donau, wurde ganz Frankfurterin, Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Deutscher Sachbuchpreis 2021. Erster Auftritt der Nominierten im Frankfurter Literaturhaus

2021, Juni 2.

Was die Welt bewegt und Impulse für eine Debattenkultur

von Petra Kammann

Was verbirgt sich hinter dem Sammelbegriff Sachbuch? Auch das hat uns die Pandemie gelehrt: Sachbücher können uns Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung geben, einen Beitrag zu aktuellen Debatten leisten oder neue anstoßen. Autoren solcher Bücher standen am 1. Juni im Zentrum des Deutschen Sachbuchpreises, der erstmals am 14. Juni 2021  in Berlin verliehen wird. Fünf der acht Nominierten von 220 Einreichungen präsentierte das Literaturhaus Frankfurt mit seinen Partnern und Förderern exklusiv aus dem Lesesaal. Die Gäste auf der Literaturhausbühne waren: Asal Dardan, Jürgen Kaube, Andreas Kossert, Daniel Leese und Michael Maar, die von Journalisten und Co-Moderatoren zu ihrem ausgewählten Buch befragt wurden.

Interessante Aussichten – Exklusive Livesendung mit Debatten um die besten Sachbücher aus dem Frankfurter Literaturhaus an der Schönen Aussicht; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

HUT AB! KOPF AN! Joseph Beuys zum Hundertsten!

2021, Mai 12.

ZEITZEUGEN, FUSSABTRITTE UND ZUKUNFTSSPUREN

„So wie der Mensch nicht da ist,
sondern erst entstehen muß,
so muß auch die Kunst erst entstehen,
denn es gibt sie noch nicht.“
                                          Joseph Beuys – Lieblingszitat von Lothar Schirmer

Beuys, dozierend und diskutierend vor der Düsseldorfer Kunstakademie, Foto: Inge Sauer

Am 12. Mai 2021 wäre Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. Beuys’ Werke wurden und werden überall auf der Welt in Museen gezeigt. 35 Jahre nach dem Tod des wohl einflussreichsten Künstlers der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, der mit seinen Aktionen und Installationen die Kunst revolutionierte, wird an den verschiedensten Fronten gestritten  – um die Konzeption, um Rechte, um Politik, um die Bedeutung von Kunst.

Weiterlesen

„Briefe ohne Unterschrift“ im Frankfurter Kommunikationsmuseum

2021, Mai 5.

„DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ – Hetzsendung oder Ventil für Alltagsnöte?

Von Hans-Bernd Heier

Die BBC strahlte von 1949 bis 1974 im Hörfunk die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“ aus. Diese war fester Bestandteil der Nachrichtensendung „Programm für Ostdeutschland“. DDR-Bürger*innen konnten in anonymen Briefen ihre Alltagsnöte und -sorgen schildern, aber auch unzensiert ihre Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und Entwicklungen äußern. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) stufte das Programm schnell als Hetzsendung ein, mit der der Westen die „politisch-ideologische Zersetzung der DDR-Bürger“ voranzutreiben versuchte. Entsprechend rigoros ging das MfS gegen die Briefeschreiber*innen vor, wenn diese dekuvriert wurden. Das Museum für Kommunikation Frankfurt greift die spannungsgeladene Zeit in der tief beeindruckenden Schau „Briefe ohne Unterschrift – DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ auf.

Mit diesem Hingucker an der Fassade wirbt das Kommunikationsmuseum für die Schau; © Studio IT’S ABOUT; Foto: Hans-Bernd Heier

Weiterlesen

Wie aus Sehnsucht Heimweh wird: Arnold Stadlers Afrika Roman

2021, April 29.

Arnold Stadler: Am 7. Tag flog ich zurück. Meine Reise zum Kilimandscharo.

von Simone Hamm

Über Arnold Stadlers Schreibtisch hängt ein Bild des Stuttgarter Malers Fritz Lang. In seiner Kindheit hing es lange Jahre in der großen Stube des elterlichen Hofes über dem Esstisch. Auf dem Gemälde  ist im Vordergrund eine Palme zu sehen, im Hintergrund der schneebedeckte Kilimandscharo.

Weiterlesen

„Salon kontrovers: Briefe – Schreiben und Lesen“ mit Nelly Sachs und Paul Celan im Holzhausenschlösschen

2021, April 23.

Korrespondenz(en) zwischen Paris und Stockholm und ein Blick hinter die Kulissen einer virtuellen Lesung

Von Petra Kammann

„Wir wollen uns weiter einander die Wahrheit hinüberreichen“, heißt es im Holzhausenschlösschen. Da wurde die Lesung für „Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“, konzipiert von der Frankfurter Autorin Hanne Kulessa, aufgezeichnet, um sie dem derzeit abwesenden Publikum nahezubringen. Birgitta Assheuer und Thomas Hupfer lesen den intensiven und wachsend innigen Briefwechsel, den zwei Dichter mit ähnlichen Schicksalen im Exil von 1954 bis 1969 unterhielten – die seit 1940 in Stockholm lebende Nelly Sachs und der seit 1948 in Paris lebende Paul Celan. Kurz nacheinander starben 1970 die beiden großen Dichter der Weltliteratur. Celan hatte sich bereits am 20. April in Paris das Leben genommen, und am 12. Mai starb die kranke und geschwächte Nelly Sachs in Stockholm.

Begehrter Veranstaltungsort : Das Holzhausenschlösschen im Frankfurter Nordend; Foto: Petra Kammann

Weiterlesen

Bernardine Evaristos wundervoll verwebtes Gedicht

2021, April 13.

Frau und schwarz und queer in London

von Simone Hamm

In „Mädchen, Frau etc.“ verwebt Bernardine Evaristo die Geschichten schwarzer Frauen über ein Jahrhundert zu einem einzigartigen und vielstimmigen Panorama unserer Zeit. Ein Roman über Herkunft und Identität, der daran erinnert, was uns zusammenhält.

Weiterlesen