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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Uraufführung: „Zu der Zeit der Königinmutter“ am Akademietheater in der Wiener Burg

2019, März 7.

Afrikanische Geschichten, seltsam steif inszeniert

Von Simone Hamm

Fiston Mwanza Mujilaist im Kongo aufgewachsen, von dort über Belgien, Deutschland und Frankreich nach Österreich gekommen, lehrt heute an der Universität Graz afrikanische Literatur. Sein Roman „Tram 83“ stand auf der Longlist des Man Booker International Prize. „Zur Zeit der Königinmutter“ ist das erste Stück, das Fiston Mwanza Mujila auf Deutsch geschrieben hat.

Elena Todorova, Christian Pollheimer, Markus Hering, Simon Jensen, Sven Dolinski, Gertraud Jesserer, Foto: Elisabeth Gruber / Burgtheater

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Gerd Winter – Farbfelder

2019, März 6.

Ein Beitrag der Ausstellungskuratorin Brigitta Amalia Gonser über den Maler Gerd Winter

Gerd Winters künstlerisches Motto lautet, angelehnt an das Credo von Max Ernst „Ich finde nicht, ich suche …“, in Umkehrung der Aussage Pablo Picassos. Denn Winters Arbeitsweise beinhaltet das Tastende, erst einmal vorsichtig Formulierte, das Suchende, Vorläufige, das Offene. Ohne zu wissen, was unbedingt rauskommt, lässt er sich gerne überraschen. Doch das fertige Kunstwerk muss funktionieren und überzeugen.


Andante Comodo Mahler, 2005, Mischtechnik auf Leinwand, 100×120 cm

1951 in Groß-Gerau geboren, absolvierte Gerd Winter 1984, nach einem Studium der Kunstpädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, sein Studium der Malerei an der Frankfurter Städelschule, bei Hermann Nitsch, Ernst Caramelle, Bernhard Jäger, Peter Klasen und Thomas Bayrle. Danach wurde ihm 1993 der Titel eines Meisterschülers der Städelschule verliehen. Seit 1995 ist er aktives Mitglied der Darmstädter Sezession. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Bildende Kunst des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt. Er lebt und arbeitet seit 1984  in Roßdorf bei Darmstadt.

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Museumskonzert mit dem Artemis Quartett in der Alten Oper Frankfurt

2019, März 5.

Abschied und Neubeginn

Von Petra Kammann

Leidenschaftliche Stammgäste bei den Museumskonzerten: Das heutige Artemis Quartett – die vier in Berlin und Brüssel lehrenden Musiker – spielten am 28. Februar neben dem bekannten Adagio von Samuel Barber und einem zentralen Werk von Benjamin Britten eine herausragende Interpretation des Quartetts „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert …

Finale und Ausblick auf die Zukunft: Geigenbögen, die ein Quartett bilden
v.r.v.l.: Vineta Sareika, Violine, Eckart Runge, Violoncello, Gregor Sigl, Anthea Kresto, Foto:© Nikolaj Lund

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Städelschule: Rundgang 2019 – eine Nachlese (2)

2019, März 4.

Skulptur und Installation

Von Erhard Metz

Medienübergreifendes Arbeiten in der bildenden Kunst gehört bereits seit langem zu den Prinzipien der Städelschule. Die Unterschiede zwischen Bildhauerei und Installation (und letztlich auch der Performance) lösen sich auf: Eine „Skulptur“, sogar Bilder können Teil einer raumgreifenden Installation sein, ein „Bild“ kann, wie noch zu sehen sein wird, aus einem skulpturalen Relief bestehen. Von Jahr zu Jahr ist es immer wieder spannend und faszinierend, die fortschreitende Entwicklung der jungen Studierenden zu beobachten.

Ella CB, Not titled yet, 2019, Dimensions variable

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„Nathalie Djurberg & Hans Berg. A Journey through mud and confusion with small glimpses of air“ in der Schirn

2019, März 3.

Karneval der Tiere

Von Petra Kammann

Carnevale  – Der Sehnsucht nach dem Anderssein, der Erholung vom ,ewigen‘ Ich  und der Vertreibung der bösen Geister folgt auch die Kunst… Die Schirn zeigt das Werk des Künstler-Duos Nathalie Djurberg & Hans Berg in großem Umfang.

Nathalie Djurberg & Hans Berg. A Journey through mud and confusion with small glimpses of air, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2019, Foto: Norbert Miguletz

Gleich ob Karneval, Fasching, Fassenacht, Fasnet oder Fastnacht – egal wie das über die Stränge schlagende Kostümfest heißt: Die närrische Zeit wird nicht nur bei uns, sondern in vielen Teilen der Welt gefeiert. Warum nur? Weil sie einem Urbedürfnis entspricht. Menschen macht es Spaß, sich hinter einer Maske zu verstecken und sich zu verkleiden, gern auch in Tierfiguren. Die Kunst bringt die Motive an den Tag und macht sie greifbar…

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 „Dalibor“ von Bedřich Smetana in der Oper Frankfurt

2019, März 2.

Aussichtsloser Widerstand gegen das totalitäre System, der gescheiterte Traum von Freiheit und die Vision von einer gewaltfreien Welt

von Renate Feyerbacher
Fotos: Monika Rittershaus / Oper Frankfurt

Gordon Bintner (Vladislav; links auf dem Stuhl sitzend), Aleš Briscein (Dalibor; rechts auf dem Stuhl sitzend) und Ensemble

Die  Oper „Dalibor“ wird selten aufgeführt. Dabei hielt Bedřich Smetana sie für seine beste Bühnenkomposition…

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Barbara Honigmann las aus ihrer neuesten Erzählung „Georg“ in der Frankfurter Romanfabrik

2019, März 1.

Lakonisch und witzig, traurig und warmherzig erzählt — Erinnerungen an das schillernde Leben ihres Vaters 

Von Petra Kammann

Romanfabrik: Barbara Honigman las aus ihrem neuen Buch „Georg“ 

Barbara Honigmann, die heute in Straßburg lebende Autorin und Malerin, die frühere Dramaturgin und Regisseurin, die an so renommierten Theatern wie der Volksbühne und dem Deutschen Theater in Berlin gewirkt hat, folgt in ihrer neuen autobiographischen Erzählung den Spuren ihres Vaters Georg Honigmann (1903-1984).

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Hiob von Joseph Roth in der Wiener Burg

2019, Februar 28.

Die Leiden des alten Mendel – wie das Burgtheater an Joseph Roths Theateradaption von Hiob scheitert

Von Simone Hamm

Joseph Roths Roman „Hiob“ erschien 1930. Distanziert, in einer dunklen, schönen Sprache geschrieben, rührte und rührt er immer noch zu Tränen. Roth zeigt das Innenleben des orthodoxen Tora-Lehrers Mendel Singer, den Gott so hart prüft. Er schaut in die Seele des frommen Mannes, der verloren ist in der Gegenwart, weil er sich immer noch im Alten Testament wähnt. Da muss bei der Bühnenfassung von Koen Tachelet zwangsläufig viel auf der Strecke bleiben.

Peter Simonischek als Mendel Singer

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„Es ist immer eine Sekunde zu früh“ – Zum 30. Todestag des Schweizer Autors Hermann Burger (1942-1989)

2019, Februar 27.

Kühn, verführerisch und vertrackt

Von Petra Kammann

Hermann Burger, der Schriftsteller aus dem Kanton Aargau, begeisterte nicht nur Marcel Reich-Ranicki, der ihm 1985 den Ingeborg-Bachmann-Preis für „Die Wasserfallfinsternis von Badgastein“ überreichte… Max Frisch sprach von ihm als einem „Blitzkerl“. Und mit Thomas Bernhard verstand Burger sich fast schweigend.

↑ ↓ Erinnerung an die verschiedenen Facetten des Schriftstellers auf den Isolde Ohlbaum-Fotos, die im Literaturforum im Mousonturm ausgestellt sind, Fotos: Petra Kammann

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Verleihung des Hörspielpreises des Jahres 2018 im Frankfurter Literaturhaus

2019, Februar 26.

Eine Sternstunde. Susann Maria Hempels „Hörspiel des Jahres“ „Auf der Suche nach den verlorenen Seelenatomen“ im Literaturhaus Frankfurt

Von Uwe Kammann

Die Preisträgerin Susann Maria Hempel als Zuhörerin im Literaturhaus

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