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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Die Diskussion um Schauspiel und Oper Frankfurt

2018, Mai 9.

Theater, ja. Doch welche Form braucht Frankfurt in der Zukunft?

Ein wolkiger Ausblick aus dem Frankfurter Theater

Von Uwe Kammann

Der Zeitpunkt hätte nicht günstiger sein können: Einen Tag vor der ersten Öffnung der neuen Altstadt – mancherorts bereits sehr positiv aufgenommen – präsentierte die neugegründete „Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus Frankfurt“ ihr großes Projekt mit dem klaren Ziel: dem Wiederaufbau des alten Schauspielhauses aus dem Jahr 1902. Ganz nach dem Vorbild der Aktionsgemeinschaft Opernhaus – die schließlich einen glanzvollen Erfolg feierte – will der neue Verein dafür werben, statt einer Sanierung der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz die darin eingehüllte alte Schauspielhaus-Ruine wieder freizulegen, nach den alten Plänen zu restaurieren und mit einem freien Platz für Außengastronomie zu ergänzen und zu beleben. Ganz wie früher, als das Schauspielhaus nach den Plänen des Architekten Heinrich Seeling in einer Mischung aus Neorenaissance und einigen Jugendstil-Anklängen einen festlichen Platz beherrschte.

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Die Nacht der Museen und ein Wochenende in Frankfurt

2018, Mai 8.

Einblicke, Rundblicke, Ausblicke und jede Menge Action

Ein Nordlicht von der Küste will mal wieder Frankfurt „atmen“. Die persönliche Betrachtung einer Teilnehmerin, die eigens aus Wismar angereist ist, um noch einmal die Jil Sander-Ausstellung „Präsens“ zu sehen: „Dat is wat för mi! Einmalig…“  Sie ist überzeugt, dass die Auswirkungen der Schau Folgen haben werden. Aber die Besucherin war auch von der Lebendigkeit der Frankfurter Museumsszene begeistert und schildert für FeuilletonFrankfurt ihre Eindrücke.

Großer Andrang im Museum Angewandte Kunst

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Saale-Unstrut – ein noch junges Reiseziel in Deutschland: Welterbe, Romanik und Wein

2018, Mai 6.

Von Elke Backert

2018 hat die noch junge Reiseregion Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt allen Grund zum Feiern: 25 Jahre Straße der Romanik, 25 Jahre Weinstraße Saale-Unstrut. Die Straße der Romanik gehört zu den beliebtesten Tourismusrouten Deutschlands. Rund 1,6 Millionen Gäste jährlich besuchen die 88 Bauwerke aus der Zeit des Mittelalters. Und die Stadt selbst wird Naumburg 2028 1.000 Jahre alt. Herzstück der Kulturlandschaft und 2020 Welterbe ist der imposante Naumburger Dom St. Peter und Paul. Er gehört mit seinen zwölf Stifter-Figuren zu den bedeutendsten Bauten des europäischen Hochmittelalters.

Der Naumburger Dom – das Wahrzeichen der Stadt findet sich sogar auf den Gullydeckeln 

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9. Festival der jungen Talente im Frankfurter Kunstverein

2018, Mai 3.

Von Erhard Metz

Wen gerade einmal wieder ein gewisser Überdruss am etablierten Kunstbetrieb mit mancherlei „more of the same“ zu packen droht, der ist in den nächsten Tagen im Frankfurter Kunstverein auf das Beste aufgehoben: Das diesjährige „Festival der jungen Talente“ wird ihm dort – leider nach der Eröffnung am heutigen Donnerstag Abend nur vom 4. bis zum 6. Mai 2018 – ein künstlerisch experimentierendes Feuerwerk abbrennen, das Freunde jungen und aktuellen Kunstgeschehens sich keinesfalls entgehen lassen sollten.

Das bereits 9. Festival dieser Art – im Jahr 2000 vom Verein für Kunstförderung Rhein-Main e.V. gegründet – gastiert heuer nach 2016 zum zweiten Mal im Frankfurter Kunstverein und damit in einem institutionellen Rahmen. Mitwirkende sind inzwischen die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK), die Hessische Theaterakademie, das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, die Hochschule für Bildende Künste Städelschule, die Studiengänge Dramaturgie und Curatorial Studies an der Goethe Universität Frankfurt sowie erstmalig die Kunsthochschule Mainz.

Pressekonferenz am 2. Mai 2018 mit (v.l.) Professor Heiner Blum, HfG Offenbach, Mitglied des Beirats, Julia Cloot, Stellvertretende Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, und Grete Steiner, Vorsitzende des Vereins für Kunstförderung Rhein-Main, Offenbach Weiterlesen »

Out of Order – Von und mit Forced Entertainment im Bockenheimer Depot

2018, Mai 2.

Ohne Worte – Choreographie der Leere

Uraufführung von „Out of order“ – Eine Produktion von Forced Entertainment in Koproduktion mit Schauspiel Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm, PACT Zollverein, HAU Hebbel Am Ufer Berlin und Gessnerallee Zürich

Von Petra Kammann

Viel geht es in diesen Tagen in Frankfurt um das Theater, um das real zu sanierende oder um das neu zu bauende Gebäude und um Sinn und Zweck des Theaters heute. Wird es noch gebraucht? Wenn es noch gebraucht wird, braucht es dazu ein entsprechendes Gehäuse? Muss das Theater nicht neu erfunden werden, weil die Einflüsse und Elemente aus Tanz, Performancekunst, Musikkultur und populären Genres wie dem Cabaret und der Standup-Comedy inzwischen ausgelutscht sind und nicht mehr greifen?

Out of Order, von und mit Forced Entertainment, Regie: Tim Etchells, Foto: Hugo Glendinning

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Lumières D’Afriques – Afrika leuchtet. In Darmstadt

2018, Mai 1.

Ausstellung im Haus von EUMETSAT, der Europäischen Organisation für meteorologische Satelliten, in Darmstadt

Lumières d’Afriques – eine sowohl künstlerische als auch sozial-politisch wichtige Schau mit 54 afrikanischen Künstlern

Text und Fotos Renate Feyerbacher

von links: Nyaba Leon Ouedraogo „Generation C, /Burkina Faso // Helen Nabukenya Uganda, Gastineau Massamba  République du Kongo „673 A“

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Publikumsmagnet für Nachtschwärmer – Die lange Nacht der Museen 2018 in Frankfurt und Offenbach

2018, April 30.

Atemberaubender Kunstgenuss für alle Sinne

Alle Jahre wieder…

Wenn sich am 5. Mai die Nacht über die Stadt senkt, öffnen sich in über 40 Kulturstätten in Frankfurt und Offenbach die Tore zur NACHT DER MUSEEN 2018. Ein paar Tipps fürs nächste Wochenende

50 Jahre 68er: Happenings, Jazz & Minirock im Museum Giersch der Goethe-Universität – Die Schau „Freiraum der Kunst“ erinnert an die legendäre Studiogalerie auf dem Campus Bockenheim

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Ein Gespräch mit dem Sänger Johannes Martin Kränzle

2018, April 27.

„Wichtig für mich, auf dem gleichen Niveau zu singen wie vorher“

Johannes Martin Kränzle steht nach zwei Jahren Abwesenheit in der Neuproduktion der Oper „Aus einem Totenhaus“ wieder auf der Frankfurter Opernbühne. Zuletzt sang er hier im Frühjahr 2015 den kranken Amfortas im „Parsifal“. Seine Darstellung, die für ihn immer wichtig ist, war beeindruckend. Ein kranker Mensch prägte sich ein. Wenige Monate zuvor, Ende 2014, hatte Kränzle sein Debüt an der Metropolitan Opera (MET) als Sixtus Beckmesser in „Die Meistersinger von Nürnberg“ gegeben. Inzwischen seine Paraderolle. Die Kritiken waren voll des Lobes. Die New York Times schrieb: „With his robust voice and crisp diction, Mr. Kränzle played him as a fidgety, nervous, neurotic type, not a bad guy at his core” und er wurde mit dem Publikumspreis geehrt. Alle Vorstellungen, so erzählt er, habe er mit guter Laune und „blendender Gesundheit“ gesungen. Renate Feyerbacher traf Johannes Martin Kränzle zum Gespräch.

Der Sänger Johannes Martin Kränzle, fotografiert von Christian Palm

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Samstag am Main – Klänge sehen – Farben riechen

2018, April 26.

Mit allen fünf Sinnen in sechs Frankfurter Museen

Hören, riechen, sehen, schmecken, tasten – am kommenden Samstag, 28. April, erkunden Familien sechs Frankfurter Häuser mit allen Sinnen: Duftende Cremes, geräuschvolle Murmeln und vieles mehr warten auf Neugierige…

Nacht der Museen, Enten auf dem Main, © Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main

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Goncourt-Preisträger Eric Vuillard liest in der Romanfabrik

2018, April 24.

Für seine Erzählung L’Ordre du jour hat Éric Vuillard im vergangenen Jahr den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt, erhalten. In deutscher Übersetzung erschien sein Werk jetzt bei Matthes & Seitz unter dem Titel Die Tagesordnung. Es ist eine politisch-historisch grundierte Erzählung des 1968 in Lyon geborenen Autors. Zwei historische Momente stehen im Mittelpunkt der Erzählung, zum einen das Geheimtreffen Adolf Hitlers vom 23. Februar 1933 mit den wichtigsten deutschen Industriellen zur Finanzierung des bevorstehenden Wahlkampfs vom März 1933, zum anderen der Anschluss Österreichs im Jahr 1938.

Eric Vuillard mit seiner Übersetzerin Nicolas Denis, Foto: Petra Kammann

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