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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Eine mutige deutsch-deutsche Verlagsgeschichte – 30 Jahre Ch. Links Verlag

2019, November 6.

Aus eigener Kraft

Vor 30 Jahren löste sich die deutsch-deutsche Grenze auf, die Mauer bröckelte und fiel. Ost- und West-Deutsche begegneten einander unter neuen Bedingungen. Der Rest ist Geschichte, bestens bekannt aus einzelnen Biographien… Eine besondere Wendegeschichte: Der ehemalige Ost-Berliner Verlagslektor Christoph Links hatte gleich nach dem Mauerfall eine Lizenz für einen Sachbuch-Verlag beantragt. Im Interview mit Petra Kammann, die auf der ersten Leipziger Buchmesse nach der Maueröffnung auf ihn aufmerksam wurde, schildert der unternehmerisch urbegabte Verleger die organisatorischen Klippen und die programmatische Entwicklung seines Verlags.

Der Verleger Dr. Christoph Links bei der Eröffnung der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, Foto: Petra Kammann

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Almut Aue „schwarze periode über europa“ in der Galerie Schamretta

2019, November 5.

Schlittschuhfahren auf dünnem Eis

Zur Vernissage der Werkschau von Almut Aue in der Frankfurter Galerie Schamretta hat die Autorin, Künstlerin und Performerin Hanna Rut Neidhardt eine Einführungsrede gehalten.

Almut Aue, „tierische drahtseilakte“, schwarze Tusche auf aquarelliertem Japanpapier, 25 x 33 cm 

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Tanz im Museum – Anna Teresa de Keersmaeker zu Gast im K20

2019, November 4.

Mit dem Stück „Fase – Four Movements to the Music of Steve Reich“ wurde die belgische Choreografin Anna Teresa De Keersmaeker 1982 schlagartig berühmt. Mit ihrer Kompanie „Rosas“ ist sie jetzt bis zum 10. November im Düsseldorfer K20 präsent. Sie hat eine neue Fassung erarbeitet, die im Rahmen der Reihe „Konstellationen“ / „100 Jahre bauhaus im westen“ zunächst im K20 zu sehen ist; am 16. November dann noch mal als Bühnenfassung im tanzhaus nrw.

Ein-Blicke von Petra Kammann

Die Tänzerinnen Laura Bachmann (l.) und Sofa Ratsifandrihana (r.) tanzen einen Teil der „Four Moments to the Music of Steve Reich“ in der Grabbe Halle der Kunstsammlung NRW, alle Fotos: Petra Kammann

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Frische Gesichter für das künftige Romantik-Museum in Frankfurt

2019, November 2.

Restaurierung von sieben qualitätsvollen Werken

Von Hans-Bernd Heier

Mit der Eröffnung des Deutschen Romantik-Museums erhält auch die Gemäldegalerie des Freien Deutschen Hochstifts neue Räume. Die mit dem Umzug einhergehende Neuhängung ist Anlass genug, Werke aus dem Depot zu holen, die bislang nicht präsentiert werden konnten. Sieben besondere Porträts werden künftig die Ausstellung ergänzen.

Johann Heinrich Tischbein d. Ä. „Friederike Elisabeth und Wilhelmine Oeser“, 1776, 68 x 84 cm, Öl auf Leinwand, Zustand nach der Restaurierung; © Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum, Foto: David Hall

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30 Jahre  Hessischer Film- und Kinopreis

2019, November 1.

Leidenschaft für Film und Kino

von Renate Feyerbacher

Vor wenigen Tagen wurde in Frankfurt der Hessische Film- und Kinopreis 2019 verliehen – zum 30. Mal. Würde die Gala in der Alten Oper ohne Probleme gelingen? Diese Frage hatte sich vorher gestellt, nachdem viele Filmemacher gedroht hatten, mit HessenFilm nicht mehr zusammen arbeiten zu wollen, Jury-Mitglieder hatten mit Rücktritt gedroht und Mitarbeiter distanzierten sich. Ein Imageschaden für HessenFilm und seine Filmwirtschaft wäre die Folge gewesen. Der Grund der Drohungen: der Geschäftsführer von HessenFilm hatte sich in ‚freundschaftlicher‘ Atmosphäre mit einem führenden Vertreter der AfD zum politischen Gespräch getroffen. Der Aufsichtsrat von HessenFilm und Medien GmbH, unter Leitung der Vorsitzenden, Kunst- und Kultur-Ministerin Angela Dorn, hat sich einstimmig vom Geschäftsführer getrennt und einen kommissarischen Leiter bestellt.

Hessischer Film- und Kinopreis 2019 in der Alten Oper in Frankfurt am Main am 18.10.19Foto: Markus Nass

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Kultur und Natur – Mensch und Klima

2019, November 1.

Eine entzauberte Beziehung

Von Gunnar Schanno

Symbiose von Natur und Gestaltetem; Foto: Petra Kammann

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Umfassende Lee Krasner-Retrospektive in der Schirn

2019, Oktober 30.

Überfällige Neubewertung der brillanten Pionierin des abstrakten Expressionismus

von Hans-Bernd Heier

Lee Krasner (1908–1984), eine Pionierin des abstrakten Expressionismus in den USA, ist nach mehr als 50 Jahren in einer großen Retrospektive mit allen Werkphasen wieder in Europa zu sehen.

Schirn Kunsthalle: Aufgang zur Lee Krasner-Ausstellung, Foto: Petra Kammann 

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert Hauptwerke der Künstlerin, darunter Gemälde, Collagen und Zeichnungen sowie Fotografien und Filmaufnahmen dieser Zeit. Die Ausstellung erzählt die spannende Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und zeigt Krasners Gesamtwerk, das ein halbes Jahrhundert umfasst: Angefangen von Selbstporträts aus den 1920er-Jahren, Aktdarstellungen in Kohle, Werkgruppen wie etwa die geometrischen „Little Images“ aus den 1940er-Jahren oder wegweisende Gemälde der „Prophecy-Reihe“ aus den 1950er-Jahren, experimentelle, großformatige Werke der Umber- und Primary-Serie der 1960er-Jahre und späte Collagen der 1970er-Jahre.

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„(An-)Sichten. Das Künstlerische im Dokumentarischen“ in der DZ BANK

2019, Oktober 27.

Traumhaft entrückt und dokumentarisch

von Petra Kammann

„Die Kunst des Sehens“ – Barbara Klemm lehrt sie uns nicht nur durch ihre eigenen Fotografien. Sie macht uns auch mit der Kunst des Sehens vertraut, wenn sie die besonderen An-Sichten ihrer Fotografenkollegen vorstellt. Aus der rund 8000 Bilder umfassenden fotografischen Sammlung der DZ BANK wählte sie 72 fotografische Kunstwerke von 22 internationalen Künstlerinnen und Künstlern zwischen 1933 bis 2007 aus, die jetzt im ART FOYER der Bank zu sehen sind: analoge Fotografien, mit denen wir die Zeit neu erleben… Eine puristisch-überzeugende Auswahl der mehrfach preisgekrönten Bildautorin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Barbara Klemm, die sich vorwiegend mit dem künstlerischen Potenzial des Dokumentarischen befasst hat.

Ausstellungsansicht im ART FOYER der DZ BANK mit Laurenz Berges Foto „Hannover“ von 2006 am Ende, Foto: Petra Kammann

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Umfassende Georg Heck-Retrospektive im Museum Giersch

2019, Oktober 25.

Wiederentdeckung eines Künstlers von außergewöhnlicher Kreativität

Von Hans-Bernd Heier

Der Frankfurter Maler und Graphiker Georg Heck zählt zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Sein Schaffen umfasst Aquarelle, Druckgraphiken, Gemälde, Zeichnungen sowie angewandte Kunst und Kunst am Bau. Werk und Biographie stehen gleichsam exemplarisch für das 20. Jahrhundert mit seinen tiefgreifenden Verwerfungen. Vor dem Hintergrund seiner wechselvollen Biographie, die das Erleben von zwei Weltkriegen und Diktatur umfasste, entwickelte er ein Werk von großer Eigenständigkeit. Dem heute weitgehend vergessenen Künstler widmet das Museum Giersch der Goethe-Universität die repräsentative Überblicksschau „Georg Heck (1897–1982) – Retrospektive“, die bis zum 9. Februar 2020 zu sehen ist. Die beeindruckende Sonderausstellung veranschaulicht anhand von rund 150 Exponaten die überregionale Bedeutung dieses Künstlers.

Georg Heck „Nizza“, 1936, Öl auf Leinwand, 36 x 42 cm, Privatbesitz; Foto: Uwe Dettmar, Frankfurt

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Nach Frankfurt der Liebe wegen: van Gogh im Städel

2019, Oktober 23.

Eine außergewöhnliche Ausstellung verdankt sich auch einem Autobahn-Stau

Von Uwe Kammann

Medienrummel vor der Eröffnung am Eingang zur Ausstellung, Foto: Petra Kammann

Wer sich der Mitte der Woche beginnenden Monumentalausstellung „Making van Gogh“ nähern will, der sollte sich nicht von dem mehr als albernen 30-Sekunden-Trailer des Städel beirren lassen. Auch nicht von dem modischen „Making“, das mit dem Werdegang des Jahrhundertmalers so gar nichts so tun hat. Auch auf die zur Augenschau ausgestreuten Schaumzuckerherzen auf Fruchtgummi-Basis sollte er verzichten, denn die schmecken scheußlich. Vielleicht sollten van-Gogh-willige Besucher sich vorher „Loving Vincent“ (trotz des Titels) anschauen – ein aus 65.000 Ölgemälden zusammengesetzter Kinofilm, der – welch verrückte Idee –, durch die schnelle Bildfolge animiert wirkt. Diese erzählerische Methodik im Stile des Malers ließ vor zwei Jahren staunen. Der jetzt gerade in die Kinos gekommene Film „An der Schwelle zur Ewigkeit“, in dem der Künstler Julian Schnabel seine Sicht auf die Lebensgeschichte des holländischen Malers erzählt, ist da wesentlich konventioneller. Aber das Städel geht ja ohnehin einen ganz anderen Weg…

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