home

FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Durchschuss mit Bravour? Gutenbergs Blick auf den Fußball

2018, Juni 22.

Ein Text-Bild-Kommentar zur Fußball-WM

von Karl Heinz Wahl

Karl Heinz Wahl stand bis vor kurzem noch im Frankfurter Dommuseum an der Gutenbergpresse in der Ugelheimer Ausstellung „Hinter dem Pergament. Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter des Druckladens des Gutenberg-Museums in Mainz und liebt nicht nur Gedrucktes, sondern greift gern selbst auch zur Feder.

Ray 2018 – Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein/Main – Extreme. Nomads im MMK1 (2)

2018, Juni 21.

Nomadentum heute 

Das Plakat zeigt Richard Mosse, Incoming, Filmstill, 2017 © Richard Mosse, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und der Galerie carlier|gebauer

Bilder bestimmen unseren Alltag und unsere Wirklichkeit. Die Institutionen und Fotografie-Sammlungen in Frankfurt und der Region Rhein-Main mit ihrer bemerkenswerten Dichte und Kompetenz in Sachen Fotografie haben sich in ihrer 3. Auflage des RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain 2018  dem Thema EXTREME gewidmet, das uns derzeit auf den verschiedensten Ebenen begegnet. Darin kommt auf jeden Fall die Bildmächtigkeit des Mediums Fotografie besonders deutlich zum Vorschein. Und das anhand einer Vielfalt internationaler künstlerischer Strategien. Über 40 Künstlerinnen und Künstler, 15 Partnerinstitutionen, 10 Ausstellungsorte und 6 Städte im Rhein-Main-Gebiet haben sich insgesamt zusammengeschlossen, um die Heftigkeit dieses Fokus sichtbar zu machen. Mit Ausstellungen, zahlreichen Events und erstmals auch mit einem viertägigen Festival zum Triennale-Thema EXTREME wird die facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie bis zum 9. September 2018 im Rhein-Main-Gebiet beleuchtet, werden in insgesamt fünf Ausstellungen in verschiedenen Häusern in Frankfurt/RheinMain ausgewählte künstlerische Positionen und unterschiedliche Aspekte des Extremen, so im Museum für Moderne Kunst (MMK1) die EXTREME NOMADS präsentiert.

Von Petra Kammann

Weiterlesen »

LIU XIAODONG im NRW-Forum und in der Kunsthalle Düsseldorf

2018, Juni 20.

 

„Langsame Heimkehr“: Malen für Menschlichkeit

Als Liu Xiaodong zum ersten Mal aus seiner Heimat China ins Ausland reisen durfte, erlitt er gleich zwei Kulturschocks auf einmal. Zum einen musste er mit der unfassbaren Stadt New York fertig werden. Zum zweiten – man schrieb das Jahr 1993 – wollte dort niemand mehr etwas von Malerei wissen. Concept Art und Minimal Art bewegten die Kunst-Gemüter. Doch Herr Liu blieb beim Malen, denn das war und ist die Ausdrucksform, mit der er sein Gefühl für Menschlichkeit am besten darstellen kann. Zum Glück für Düsseldorf, wo in diesen Monaten zwei Hotspots der Kunstszene seine meist großformatigen und tief beeindruckenden Ölgemälde ausstellen. Daneben sind Bildskizzen, Fotografien übermalte Fotografien und Tagebuchnotizen des chinesischen Ausnahmekünstlers zu sehen.

Liu Xiaodong, Out of Beichuan, 2010©Liu Xiaodong

Von Angelika Campbell

Liu Xiaodong ist in Asien längst ein Superstar und gehört zu der legendären Künstlergeneration, die friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens demonstrierte, mit dem System aneckte und Jahre später weltweit Furore machte. „Langsame Heimkehr“, eine gemeinsame Ausstellung von Kunsthalle Düsseldorf und NRW-Forum Düsseldorf, widmet ihm nun seit dem 9. Juni bis zum 19. August 2018 die weltweit erste umfassende Retrospektive.

Weiterlesen »

Internationales Freundschaftsfest des International Women’s Club (IWC)- zugunsten der „Lazarus Wohnsitzlosenhilfe e.V.“

2018, Juni 19.

Poetischer Auftakt für einen guten Zweck

Alljährlich feiert der International Women’s Club (IWC) zum Abschluss eines Clubjahres ein internationales Freundschaftsfest zu Gunsten eines sozialen Jahresprojektes. Soziale Verantwortung für bedürftige Menschen ist neben den regelmäßigen Treffen seit jeher eine der Aufgaben der Clubmitglieder. Zur diesjährigen Feier hatten sich die tatkräftigen IWC-Damen, die sich aus über 50 verschiedenen Nationalitäten zusammensetzen, etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein „Dîner en Blanc“.

Von Petra Kammann

Eigentlich versteht man in Frankreich unter einem „Dîner en blanc“ ein elegantes Outdoor Dinner, bei dem sich alle teilnehmenden Personen in Weiß kleiden und selbst alle Utensilien für das Menü und ihre Getränke mitbringen. Seinen Ursprung nahm diese Einrichtung im Bois de Boulogne, wo man sich unter Freunden treffen wollte, weil die eigenen Räume dafür zu eng waren. Im Wiesbadener Kurhaus wurde es gut vorbereitet, aber auch ein ganz besonderes „Treffen unter Freunden“. Die weiß bezogenen und gedeckten Tische hoben sich strahlend von dem satten sommerlichen Grün des Wiesbadener Parks im Hintergrund ab und die vielen unterschiedlichen hell und weiß gekleideten Menschen bekamen rein äußerlich etwas Verbindendes.

Weiterlesen »

„Requiem für Auschwitz“ für alle Opfer der Vernichtungslager im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

2018, Juni 18.

Erinnerung an die Deportation der Wiesbadener Sinti nach Auschwitz

Am 8. März 1943 wurden Wiesbadener Sinti nach Auschwitz deportiert. Seit Ende Mai veranstaltet  der Hessische Landesverband der deutschen Sinti und Roma die Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus. Höhepunkt wird das „Requiem für Auschwitz“ im Hessischen Staatstheater sein, zu dem Ministerpräsident Volker Bouffier und der Präsident des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose kommen und reden werden. Auch der Komponist Roger Morena-Rathgeb wird anwesend sein.

von Renate Feyerbacher

Flyer aus der Ausstellung im Stadtmuseum, Foto: Renate Feyerbacher

Weiterlesen »

Zur 80-Jahr-Feier der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt (DFG) mit Blick auf Europa

2018, Juni 15.

Die drei Geburten der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt und deren ständige Erneuerung

Die Deutsch-Französische Gesellschaft – zunächst als „Ortsgruppe“ der Berliner Deutsch-Französischen Gesellschaft Berlin ins Vereinsregister eingetragen – feiert in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag. Die Deutsch-Französische Gesellschaft hat ihren Sitz in Königstein, ihre Mitglieder kommen aus Frankfurt und dem Rhein/Main-Gebiet. Ihr Anliegen ist es, die Beziehungen zwischen den beiden unterschiedlichen Ländern dies- und jenseits des Rheins besser zu verstehen und sie in einem europäischen Kontext zu verbessern. Dafür steht ihr dynamischer, bestens informierter und vorwärts denkender deutsch-französischer Präsident Christophe Braouet…

Von Petra Kammann

DFG-Präsident Christophe Braouet in seinem Büro in der Helaba, Fotos: Petra Kammann

Weiterlesen »

„Norma“  von Vincenzo Bellini in der Oper Frankfurt

2018, Juni 15.

Düster-trüb die Szene, psychologisch grandios die Interpretation – ein Sängerfest des Belcanto

von Renate Feyerbacher

Fotos: Barbara Aumüller / Oper Frankfurt und Renate Feyerbacher

Die Norma von Bellini: Damals gab es nur eine konzertante Aufführung in der Alten Oper. Nach  zehn Jahren nun, am 10. Juni 2018 eine Neuinszenierung von Christof Loy in der Oper Frankfurt: Buhrufe gab’s für die szenische Darbietung, einmütig dagegen wurde die sängerisch-musikalische Interpretation gefeiert.

vorne Stefano La Colla (Pollione) und Elza van den Heever (Norma) sowie im Hintergrund Ensemble, Foto: Barbara Aumüller

Weiterlesen »

Alain Cléments Lust an der Farbe – La joie de la couleur

2018, Juni 13.

Der Künstler Alain Clément in „Die Galerie“ am Grüneburgweg

Die Lust an der Farbe

„Die Galerie“ stellt Alain Clément mit einem großen Oeuvre aus

Von Uwe Kammann

Weiterlesen »

Gertrud-Eysoldt-Ring für Sophie Rois

2018, Juni 11.

Reell spielen wie im Leben  – „Ich bin sehr geschmeichelt.“

Umringt von örtlichen Honoratioren, umschwärmt von Besuchern steht Sophie Rois  lächelnd, emphatisch diskutierend am Eingang des Bensheimer Parktheaters, wo sie am 17. März 2018 den Gertrud-Eysoldt-Ring, einen der höchsten deutschen Theaterauszeichnungen erhielt.

von Renate Feyerbacher

Als ich sie bitte, zwecks Berichterstattung ein Foto machen zu dürfen, ist sie sofort bereit. Freundlich, geduldig und unkompliziert, so erlebe ich sie. Sie hat etwas in den Bann-Ziehendes, klar mich fixierend ihr Blick, selbstbewusst, eigenwillig im positiven Sinn.

Sophie Rois, Foto: Renate Feyerbacher

Weiterlesen »

Katrin Trost: „That’s me“

2018, Juni 9.

Von Erhard Metz

Seit langem schon bestätigt uns nicht nur der Blick auf die samstägliche „Kunstmarkt“-Seite der FAZ in der Unlust, uns mit den Auswüchsen eines kanonisierten „Kunstmarktes“ zu befassen – obschon Hundertschaften von Künstlerinnen und Künstlern allein in Frankfurt am Main froh wären, zumindest zeitweise einmal auf der finanziellen Sonnenseite eines seine jeweiligen Lieblinge hypenden Kunstbetriebs zu stehen, niemand könnte es ihnen verdenken. Nein, statt dessen suchen wir Trost (nomen est omen?) bei oft genug geglücktem, wenn auch durchaus noch experimentierendem, umso lebendigerem – und leider oft genug prekär-brotlosem – Kunstgeschehen ganz woanders: in den hiesigen Atelierhäusern zum Beispiel. Etwa im nun einer gesicherten weiteren Dekade entgegensehenden Künstlerhaus Atelierfrankfurt. In 130 Studios arbeiten dort Kunstschaffende, Absolventen von Städelschule und HfG oder anderen Universitäten und Akademien, auch Abbrecher oder Autodidakten (warum in aller Welt denn nicht?), sie suchen und ringen in ihren oft stillen Atelierkämmerchens nach ihnen adäquaten Ausdrucksformen. Wir schauen uns dort öfter mal um, man kennt und begegnet sich und wird hier und da in den schier endlosen Fluren, auch jenseits von „open doors“ und Publikumstagen, gerne mal zu einem Blick in eine geheimnisvolle künstlerische Welt eingeladen.

„That´s me“ (1), Kugelschreiberzeichnung, 2016, 10 x 10 cm ungerahmt / 12,3 x 12,3 cm gerahmt

So oder ähnlich begegneten wir auch Katrin Trost, diplomierte Absolventin in den Fächern Visuelle Kommunikation im Bereich Freie Gestaltung und Malerei bei Professor Adam Jankowski und Bildhauerei bei Professor Wolfgang Luy an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach. Weiterlesen »