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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Best Highrises 2018/2019 im Deutschen Architekturmuseum

2018, November 6.

Internationaler Hochhauspreis 2018  in Frankfurt – Festliche Verleihung in der Paulskirche

Von Uwe Kammann

Eine schöne Formel: „Gute Bürger“ sollen die Hochhäuser sein. Mitgebracht hatte diesen Appell die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig in die Paulskirche, welche an diesem Abend des ersten Novembertags ihr Innenkleid leicht verändert hatte, mit bläulichem Lichtspiel in den Fensterlaibungen und Projektionsflächen an den Wänden. Schließlich galt es Bilder zu zeigen: von jenen Hochhäusern, die – nun zum achten Mal seit 2004 – im Wettbewerb standen. Eben für den Internationalen Hochhauspreis den innovativsten Wolkenkratzer, in Kooperation ausgerichtet von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank, dotiert mit immerhin 50.000 Euro.

Kulturdezernentin Ina Hartwig hatte auch an den Jurysitzungen teilgenommen, Foto: Petra Kammann

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Quinceañera – 15 Jahre Eulengasse und was sie zusammenbringt

2018, November 4.

Die Eulengasse, der kleine feine Kunstverein in Bornheim, die Plattform für Künstler und Interessierte, mit den unterschiedlichsten Sichtweisen auf zeitgenössische Kunst und Kultur, feierte sein 15-jähriges Jubiläum mit einer adäquaten Ausstellung. Es lebe die Offenheit!

FeuilletonFrankfurt gratuliert ganz herzlich.

Harald Etzemüller und Vládimir Combre de Sena neben der Plastik von Brigitte Kottwitz in der Jubiläumsausstellung, Fotos: Petra Kammann

Es ist eine Theaterbühne geworden mit mäandernden Wegen und unterschiedlichen experimentellen „Selbstporträts“ der „Eulengassen-Persönlichkeiten“ verschiedener Generationen. Der „Hummelhaufen der Künstler“ war zur „Quinceañera“, zum „Fünfzehnjährigen“, angeschrieben worden, um einen Beitrag für die diesjährige Jubiläumsausstellung im Ausstellungsraum in der Seckbacher Landstr. 16 zu leisten. Von 48 Künstlern haben 39 (s.u.) etwas beigesteuert: Bilder, Zeichnungen, Fotografien, Objekte, Collagen, Plastiken, ein Video. Thema, Medium und Material standen dabei jedem frei. Aufgrund der räumlichen Verhältnisse im ehemaligen Bornheimer Ladenlokal war ein Kubikmeter Raum für jeden der Künstler reserviert worden.

Von Petra Kammann

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„Oedipus Rex“ von Igor Strawinsky und „Iolanta“ von Peter I.Tschaikowski in der Oper Frankfurt

2018, November 3.

Blindheit als Metapher

Es war ein Wagnis, die zwei Einakter von russischen Komponisten, deren Uraufführung nur 35 Jahre auseinanderliegen, aber musikalisch und inhaltlich grundlegend verschieden sind, zu paaren. Diese Bereitschaft zu wagen, ist eine Stärke der Oper Frankfurt, die erneut „Opernhaus des Jahres“ wurde. Sie ließ Lydia Steier am 28.Oktober Igor Strawinskys Opernoratorium „Oedipus Rex“ und Peter I.Tschaikowskis lyrische, romantische Oper „Iolanta“ unter dem Aspekt der Blindheit erfolgreich realisieren.

Von Renate Feyerbacher 

Alle Fotos: Barbara Aumüller/Oper Frankfurt

Asmik Grigorian (Iolanta; oben, links vom Baumstamm) und Ensemble 

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Kunstmesse „Discovery Art Fair“ in Frankfurt am Main

2018, November 2.

Frankfurt – seit jeher ein schwieriges Pflaster für Kunstmessen

Von Erhard Metz

Man hat aus der letztendlich floppenden Kunstmesse 2015 in Frankfurt gelernt: Edel-Oldtimer und Antiquitäten in Gestalt von Möbeln, Orientteppichen, Porzellan oder Kristall sucht man auf der aktuellen „Discovery Art Fair“ im Forum der Messe Frankfurt vergebens – zu Gunsten veritabler bildender Kunst. Und das ist auch gut so.

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REMAKE – Frankfurter Frauen Film Tage vom 2. bis 11. November 2018

2018, November 2.

Der besondere Film-Tipp

Von Renate Feyerbacher

Vor hundert Jahren erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Anlässlich der Ausstellung „Damenwahl“ im Historischen Museum Frankfurt haben die Filmwissenschaftlerinnen der Kinothek Asta Nielsen für die erste Ausgabe von Remake Filme ausgesucht, die das Thema StimmRecht zum Schwerpunkt haben. Außerdem erinnern sie an die feministische Filmarbeit, die vor fünfzig Jahren begann.

v.l.n.r.: Heidi Schlüpmann, Karola Gramann, Gaby Babic Weiterlesen »

Museum für Moderne Kunst MMK: Cady Noland im Haupthaus Domstraße

2018, Oktober 31.

Von Erhard Metz

Die Erwartungen stiegen von Monat zu Monat und waren am Ende hoch: Welchen Fußabdruck wird der erste Auftritt der neuen MMK-Direktorin Susanne Pfeffer in der reich bestückten Frankfurter Kunstmuseumslandschaft hinterlassen? Die Neue, die ihr Amt bereits zu Jahresbeginn antrat, nahm sich bis zu diesem Oktoberende Zeit für ihre Premiere. Das Warten hat sich gelohnt: Der zeitgleiche Auftritt in allen drei Häusern MUSEUMMMK, ZOLLAMTMMK und TOWERMMK (wie sie fortan firmieren) dieses europa- wie auch weltweit große Beachtung findenden Museums für zeitgenössische Kunst gelang furios. Er mischt das Angebot an derzeitigen Sonderschauen der großen, bildende Kunst ausstellenden Museen in der Stadt – Lotte Laserstein und Victor Vasarely im Städel, „Medeas Liebe …“ im Liebieghaus sowie Wilhelm Kuhnert/“König der Tiere“ und „Wildnis“ in der Schirn Kunsthalle – mit einer überraschenden, breitgefächerten und überaus spektakulären Präsentation an kontemporärer Kunst auf.

MMK-Direktorin Susanne Pfeffer in der Eröffnungs-Pressekonferenz

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DAS NEUE FRANKFURT – Die Moderne am Main feiert sich im Bauhausjahr 2019 in drei Museen

2018, Oktober 29.


Die Baustelle der Moderne:
Lebens- und Gestaltungsmodule der Weimarer Republik

Von Petra Kammann

Unter dem Namen „Das Neue Frankfurt“ wurde zu Beginn der 1920er Jahre in Frankfurt ein beispielloses Programm ins Leben gerufen, das weit über die Grenzen der Stadt wahrgenommen wurde, denn in der neugegründeten Weimarer Republik ging es nicht nur um eine bauliche, sondern um eine von Grund auf kulturelle Erneuerung. In Frankfurt entstand ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde und die Stadt entwickelte sich zu einem Vorzeigemodell der modernen Großstadt. Zum Bauhausjahr 2019 widmen sich Anfang 2019 daher gleich drei städtische Frankfurter Museen den verschiedenen Aspekten des legendären Großstadtprojekts in Sonderausstellungen: das Museum Angewandte Kunst, das Deutsche Architekturmuseum und das Historische Museum Frankfurt. Und das in diesem Jahr gegründete Forum Neues Frankfurt in der Römerstadt bringt die Mitwirkenden miteinander ins Gespräch und bietet ein Begleitprogramm rund um „Das Neue Frankfurt“ an.

Die von Hans und Grete Leistikow gestaltete Zeitschrift verbreitete die Ideen des „Neuen Frankfurt“ auch international

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Dreimal Musik: im Friedrich-von-Thiersch-Saal, in der Alten Oper, im HR-Sendesaal

2018, Oktober 29.

Das Auge hört mit

Von Uwe Kammann

Der prächtige Friedrich-von-Thiersch-Saal in Wiesbaden zum Jubiläum der Kronberg Academy

Klassische Musik in der Krise? Das konstatieren manche Auguren. Wiederum andere bezweifeln das, sehen auch Wandel und Frische im Publikum. Was auf jeden Fall stimmt: An schönen Konzertsälen mangelt es nicht, es gibt sogar einen richtigen Boom bei Neubauten. Spektakulär bei der Elbphilharmonie, voll raffinierter Eleganz beim Pierre-Boulez-Saal in Berlin, in harmonischer Verbindung mit einer alten Kirche in Bochum, in München großzügig bei gleich zwei Vorhaben: dem Komplettumbau des Gasteig und einem Neubau auf einem alten Industriegelände. Auch die RheinMain-Region wird verwöhnt werden: mit dem Bau eines Kammermusiksaals in Kronberg, der zentraler Teil des Casals-Forums wird – was wiederum die Arbeit der sehr erfolgreichen Kronberg Academy weiter beflügeln wird.

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„Like you! Freundschaft digital und analog“ im Kommunikationsmuseum

2018, Oktober 26.

Kurzweilige, interaktive Schau beleuchtet die vielen Facetten – Wie freundschaftsfähig sind Sie?

Von Hans-Bernd Heier

Was ist Freundschaft, was bedeutet sie uns? Fragen, auf die es viele Antworten gibt – in Literatur, Geschichte und Forschung, vor allem aber aus der eigenen Lebenserfahrung. Der Brockhaus definiert schlicht: „Freundschaft ist ein Verhältnis aus  gegenseitiger individueller Zuneigung bei rückhaltloser Vertrautheit mit den Lebensumständen des Freundes oder der Freundin“. Trifft diese klassische Definition auch auf freundschaftliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung zu? Die großartige Wechselausstellung „Like you! Freundschaft digital und analog“ im Museum für Kommunikation beleuchtet die vielen unterschiedlichen Facetten.

„Freundschaft schließen“; © Photodisc

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Gedenktafel für Paul Claudel

2018, Oktober 25.

Frankreich und Frankfurt verbindet eine intensive freundschaftliche Beziehung. Seit 1960 pflegt Frankfurt mit Lyon seine älteste Städtepartnerschaft. Und auch heute sind die diplomatischen Beziehungen bestens. Aber wer wusste schon, dass zwischen 1911 und 1913 der französische Dichter und Philosoph Paul Claudel auch schon einmal als Diplomat in Frankfurt tätig war? Und zwar in der Stiftsstr. 7-19 in einem prächtigen Bau.

Die französische Generalkonsulin Pascale Trimbach und OB Peter Feldmann beim Enthüllen der Gedenktafel in der Stiftstraße

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