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FeuilletonFrankfurt

Das Magazin für Kunst, Kultur & LebensArt

PETRA KAMMANN, HERAUSGEBERIN · www.feuilletonfrankfurt.de · GEGRÜNDET 2007 VON ERHARD METZ

Volker Stelzmann und Herbert Mehler: Höhepunkte der „Galerie“-Arbeit

2021, Mai 14.

Figurative Meister-Malerei und poetische Stahl-Skulpturen auf dem Uni-Campus zeigen zwei Pole künstlerischer Zeitgenossenschaft

Von Uwe Kammann

Kein schönerer Spaziergang derzeit als einer über das weite schwingende Gelände des Uni-Campus im Westend. Nicht nur, weil dort der Frühsommer auf jedem Meter zu spüren ist, im immer wieder faszinierenden Kontrast zur sanften Großkurve des ehemaligen IG-Farben-Hauses und den strengen Kuben der hellen Neubauten für die Geisteswissenschaften. Sondern vor allem auch, weil an vielen Stellen des Parks hohe Stelen markante Sichtmarken bilden. Rostig ist ihre Farbe, dem Material zu verdanken, aus dem sie gefertigt sind: aus einem Stahl, der – unbehandelt – eine eigene Rostpatina bildet (die Fachbezeichnung dafür: Corten-Stahl).

„Wachstum – Körper – Raum“Skulptur von Herbert Mehler auf dem Frankfurter Unigelände; Foto: Petra Kammann

In der Kunst verbindet sich dieser Name vor allem mit einem Namen: Richard Serra. Seine oft halsbrecherisch in Balance gebrachten Großplatten aus eben diesem selbstrostenden Material gelten als Non-Plus-Ultra für Plastiken, die turmhoch sein können, dabei oft wegen der martialischen Erscheinung heftige Proteste hervorgerufen haben, so in einst in Bochum, wo eine „Terminal“ genannte Skulptur vor dem Hauptbahnhof bei den Industriearbeitern des Ruhrgebiets lauter Schimpf und Spott auslöste.

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Weiterer Glücksfall für Wiesbaden: Baechle-Schenkung schließt Lücken im Landesmuseum

2021, Mai 13.

„Galerie des 19. Jahrhunderts“ das  Zukunftsprojekt rückt näher

Von Hans-Bernd Heier

Die Schenkung der Sammlung Baechle ist ein weiterer Glücksfall für das Museum Wiesbaden. Nach dem Jahrhundertgeschenk der exzellenten Jugendstil-Kollektion von Ferdinand Wolfgang Neess vor vier Jahren erhält das Museum die hochkarätige Sammlung von Jan und Friederike Baechle. Schwerpunkt sind qualitativ hochwertige Werke des 19. Jahrhunderts, die Lücken im Museumsbestand schließen. Die Arbeiten werden in der Sonderausstellung „Exquisit – Kunst des 19. Jahrhunderts“ präsentiert.

Hans Thoma „Erinnerung an Orte“, 1874, Öl auf Holz,  Museum Wiesbaden/Bernd Fickert 2020

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HUT AB! KOPF AN! Joseph Beuys zum Hundertsten!

2021, Mai 12.

ZEITZEUGEN, FUSSABTRITTE UND ZUKUNFTSSPUREN

„So wie der Mensch nicht da ist,
sondern erst entstehen muß,
so muß auch die Kunst erst entstehen,
denn es gibt sie noch nicht.“
                                          Joseph Beuys – Lieblingszitat von Lothar Schirmer

Beuys, dozierend und diskutierend vor der Düsseldorfer Kunstakademie, Foto: Inge Sauer

Am 12. Mai 2021 wäre Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. Beuys’ Werke wurden und werden überall auf der Welt in Museen gezeigt. 35 Jahre nach dem Tod des wohl einflussreichsten Künstlers der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, der mit seinen Aktionen und Installationen die Kunst revolutionierte, wird an den verschiedensten Fronten gestritten  – um die Konzeption, um Rechte, um Politik, um die Bedeutung von Kunst.

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Spaziergänge mit Ensemblemitgliedern des „Theater Willy Praml“

2021, Mai 9.

Auf ein Stündchen!

von Renate Feyerbacher

Feiern wäre angesagt, denn das Theater Willy Praml wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Corona vermasselt derzeit die Feier und alle Theaterproduktionen. Gegründet wurde das Freie Theater von Theatermann Willy Praml und Michael Weber, beide, Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner. Auch widmen sich beide der Bearbeitung von Texten. Nach neun Jahren des nomadenhaften Umherziehens, des Spiels an außergewöhnlichen Orten, konnte das Theater 2000 in die Naxoshalle ziehen.

Naxoshalle: Erinnerung an Pramls Inszenierung vom Kleist-Drama „Das Erdbeben in Chili“; Foto: Petra Kammann 

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„Briefe ohne Unterschrift“ im Frankfurter Kommunikationsmuseum

2021, Mai 5.

„DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ – Hetzsendung oder Ventil für Alltagsnöte?

Von Hans-Bernd Heier

Die BBC strahlte von 1949 bis 1974 im Hörfunk die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“ aus. Diese war fester Bestandteil der Nachrichtensendung „Programm für Ostdeutschland“. DDR-Bürger*innen konnten in anonymen Briefen ihre Alltagsnöte und -sorgen schildern, aber auch unzensiert ihre Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und Entwicklungen äußern. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) stufte das Programm schnell als Hetzsendung ein, mit der der Westen die „politisch-ideologische Zersetzung der DDR-Bürger“ voranzutreiben versuchte. Entsprechend rigoros ging das MfS gegen die Briefeschreiber*innen vor, wenn diese dekuvriert wurden. Das Museum für Kommunikation Frankfurt greift die spannungsgeladene Zeit in der tief beeindruckenden Schau „Briefe ohne Unterschrift – DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ auf.

Mit diesem Hingucker an der Fassade wirbt das Kommunikationsmuseum für die Schau; © Studio IT’S ABOUT; Foto: Hans-Bernd Heier

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Türen zu? – FENSTER AUF! Live tönt es in den Holzhausenpark

2021, Mai 3.

ZUHÖREN!“ – Facetten aus 1000 Jahren Frankfurter Musikleben

Schatzmeister Felix Freiherr von Lepel und Geschäftsführer Clemens Greve bei der Teichreinigung, Foto: Enrico Sauda

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Woche der Meinungsfreiheit 3. – 30. Mai 2021

2021, Mai 3.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis stellt ab heute mit der Woche der Meinungsfreiheit die Bedeutung der Freiheit des Wortes und lebendiger Debatten für eine freie, demokratische Gesellschaft in den öffentlichen Fokus. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Initiative ins Leben gerufen, die vom Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bis zum Tag der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai geht. Grundlage ist die Charta der Meinungsfreiheit, die Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen unterzeichnen können. Bei einer virtuellen Pressekonferenz stellten Initiator:innen und Unterstützer:innen heute die Initiative und das Programm vor.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Das Programm

Unter dem Claim #MehrAlsMeineMeinung machen über 30 Partnerorganisationen eine Woche lang auf unterschiedliche Art und Weise Meinungsfreiheit zum Thema. Das Programm umfasst Online-Diskussionen, Podiumsgespräche, Podcasts und Sendungen, Lesungen, Video- und Social-Media-Aktionen. Bei der begleitenden Kampagne kommen Testimonials von Persönlichkeiten wie Cosma Shiva Hagen, Wolfang Niedecken, Michel Friedman, Anne Chebu oder Susanne Fröhlich.

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Wie aus Sehnsucht Heimweh wird: Arnold Stadlers Afrika Roman

2021, April 29.

Arnold Stadler: Am 7. Tag flog ich zurück. Meine Reise zum Kilimandscharo.

von Simone Hamm

Über Arnold Stadlers Schreibtisch hängt ein Bild des Stuttgarter Malers Fritz Lang. In seiner Kindheit hing es lange Jahre in der großen Stube des elterlichen Hofes über dem Esstisch. Auf dem Gemälde  ist im Vordergrund eine Palme zu sehen, im Hintergrund der schneebedeckte Kilimandscharo.

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4. Lichter Filmfest Frankfurt International

2021, April 28.

„2021 Bestes Regionales Programm aller Zeiten“

von Renate Feyerbacher

Wieder ein Kino-Ereignis. Das Lichter Filmfest, das seit 2008 immer aufs Neue im Frühling die Filmfreunde in die Frankfurter Kinos und in die der Umgebung lockt, ist zwei Wochen lang nur digital zu erleben. Einen Hoffnungsschimmer gibt es später dann für „Open Air“ mit Höhepunkten aus dem Festivalprogramm. Mal seh’n, was Corona zulässt.

Das Plakat zum diesjährigen Lichter Filmfest

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Vielseitige multimediale Angebote als Appetizer – Kunstgenuss bei virtuellem Museumsbesuch

2021, April 26.

Mit MuWi App auf digitale Entdeckungs-Tour im Museum Wiesbaden

Von Hans-Bernd Heier

So viel Kunst im Internet war nie! Vorbildlich sind die Online-Auftritte von Städel und Liebieghaus gestaltet. So wirbt das Museumshaus schon jetzt mit einem Digitorial®live für die Blockbuster-Schau „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“, ab dem 6. Oktober 2021 in Frankfurt zu sehen. Da können Surfer vorab schon in die innovative Bildwelt des Meisters der Hell-Dunkel-Malerei eintauchen. Aber auch andere Kunsthäuser haben ihre Auftritte im Netz attraktiv und meist kostenfrei ausgebaut, wie beispielsweise das Museum Wiesbaden. Hochkarätige Artefakte werden da zwar in mühevoll erarbeiteten Sonderausstellungen präsentiert – jedoch in Sälen ohne Besucher. Um Kunstinteressierte wenigstens virtuell am Genuss der erlesenen Exponate teilhaben zu lassen, haben die meisten Museen ihre Multimedia-Angebote inzwischen beträchtlich erweitert.

Startseite des Audioguides mit Mackes Hauptwerk „Der Seiltänzer“ (Detail) aus dem Kunstmuseum Bonn; ©Museum Wiesbaden

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